24.11. - 03.12.2023: S9 Zugausfälle zwischen Wiesbaden und Hanau

  • Alles, was mit der Bahn zu tun hat, sollte man sich auch auf deren Plattformen holen und nicht via RMV. Informationen aus erster Hand und so. Mit finalrewind und bahn.expert gibt’s ja genügend geeignete Plattformen dafür.

  • Und heute Nacht (seit 20 Uhr und bis morgen früh um 5 Uhr) trifft es die S8. Wegen eines unbesetzten Stellwerks in Kelsterbach wird jetzt mal eben die S8 komplett eingestellt. Die S9 fährt derweil über den Fernbahnhof, ein SEV sei zwischen Gateway Gardens und Raunheim eingerichtet. Der RE2 fährt wohl auch über den Fernbahnhof, während laut DB und Vlexx der RE3 noch durch den Regionalbahnhof fährt!?


    Im Übrigen ist die Baustelle in Mainz, die zuvor für die Einstellung der S9 herhalten musste, immer noch nicht beendet. Am Römischen Theater in Mainz stehen immer noch nur zwei Gleise für den ganzen Verkehr Richtung Mannheim und Frankfurt zu Verfügung. Und die Baustelle sollte irgendwann mal im November zu Ende sein? Dann ist aber wohl der Untergrund feucht geworden (Überraschung, dass es im November auch nass sein kann!) und alles musste neu gemacht werden. Das dauert dann wohl bis heute an... Und sorgt für erhebliche Verspätungen in Mainz. Auf die S8 ist eigentlich kein Verlass mehr, man sollte, um Anschlüsse relativ sicher zu erreichen, immer einen Zug früher nehmen.

  • Im Übrigen ist die Baustelle in Mainz, die zuvor für die Einstellung der S9 herhalten musste, immer noch nicht beendet.

    Wie gut, dass in 14 Tagen (Wochentagen nicht Arbeitstagen - und da ist Weihnachten nicht abgezogen) dann der ganze Umleiterverkehr für die Riedbahnvorsorgesperrung da schon mal rüber muss.


    Bei den aktuellen Bauzeitüberschreitungen wird das ein spannender Februar und vor allem dann Dezember 24/ Januar 25

  • Soll es jetzt eigentlich bei der S-Bahn dauerhaft so weitergehen dass man alle paar Tage Mal eine Linie einstellt um mit dem vorhandenen Personal hinzukommen?

    Gibt es Pläne sich der VGF anzuschließen und 6 Monate lang einen reduzierten aber planbaren Fahrplan zu konstruieren?


    Folgende Maßnahmen würden mir einfallen:

    -Entfall der Taktverstärker S1/S2/S5/S6 außerhalb der HVZ

    -Entfall der Linie S4 Mo-Sa abends und Sonntags ganztägig. In diesen Zeiten müsste lediglich ein Shuttlebus Kronberg-Niederhöchstadt eingerichtet werden.

    -Entfall von S5 und S6 zwischen Frankfurt Hbf und Süd:

    -Entfall aller S8 Kelsterbach-Shuttle in der HVZ

    -Entfall der S9 zwischen Wiesbaden und Kelsterbach in der SVZ

  • Man hat den Eindruck, dass dem RMV die Ausfälle vollkommen egal sind. Auch auf der Odenwaldbahn verweigert sich der RMV einem reduzierten Fahrplan.

    Zu Deinen Vorschlägen: Könnten denn S5 und S6 im Tiefbahnhof problemlos wenden? In der HVZ würde ich außerdem ein Kapazitätsproblem im Tunnel sehen, wenn S5 und S6 fehlen.

  • Zu Deinen Vorschlägen: Könnten denn S5 und S6 im Tiefbahnhof problemlos wenden? In der HVZ würde ich außerdem ein Kapazitätsproblem im Tunnel sehen, wenn S5 und S6 fehlen.

    Ich denke ja, wie es der Zufall will haben S5 und S6 gestern Abend in Hbf tief gewendet wegen einem unter-besetzten Stellwerk in Süd.

    Eventuell macht es Sinn in der HVZ dann wenigstens eine der beiden Linien bis Südbahnhof zu führen.


    Gleichzeitig sollten alle verbleibenden Fahrten durchgängig mit Langzügen verkehren.

  • Ich denke ja, wie es der Zufall will haben S5 und S6 gestern Abend in Hbf tief gewendet wegen einem unter-besetzten Stellwerk in Süd.

    Kommt an den Wochenenden relativ häufig vor, lediglich die S3 fährt HBF - Südbahnhof durch.


    Gleichzeitig sollten alle verbleibenden Fahrten durchgängig mit Langzügen verkehren.

    Das ist irgendwie etwas, was die Bahn nicht hinbekommen will.

  • Das ist irgendwie etwas, was die Bahn nicht hinbekommen will.


    Definitiv nur Mutmaßungen - aber:


    Im Bereich der Eisenbahn dauern Vorbereitungs- und Abschlussarbeiten etwas länger als im BoStrab Bereich.


    Will heißen: Wenn der Tf morgens nur den Arbeitsauftrag hat zwei Fahrzeuge vorzubereiten, dann würde eine eventuelle dispositive Änderung im Umkehrschluss bedeuten, dass die erste Fahrt des Zuges verspätet berteitgestellt wird.

    Die genauen Zeiten bei den BR 423 und 430 kenne ich nicht, ich würde aber mit +/- 10 Minuten kalkulieren.


    Klar: Die erste Fahrt +10 und den Rest des Tages mehr Kapazität ist gut allerdings:

    Der Tf, der abends die Fahrzeuge abstellt benötigt hier auch wieder mehr Zeit (die der Dienstplan nicht vorsieht). Lehnt der Tf diese zusätzliche Arbeit ab, muss ggf schon eine Runde vorher abgestellt werden -> will (zurecht!) auch niemand.


    Nichtsdestotrotz: Alles nicht unlösbare Problemstellungen, aber im klassischen Fall der kurzfristigen Krankmeldungen eher schwer zu realisieren.

  • Will heißen: Wenn der Tf morgens nur den Arbeitsauftrag hat zwei Fahrzeuge vorzubereiten, dann würde eine eventuelle dispositive Änderung im Umkehrschluss bedeuten, dass die erste Fahrt des Zuges verspätet berteitgestellt wird.

    Die genauen Zeiten bei den BR 423 und 430 kenne ich nicht, ich würde aber mit +/- 10 Minuten kalkulieren.

    Wenn denn die Fahrzeuge alle auf dem gleichen Gleis stehen. Wenn Du Tfz 3 erst mal vom Nachbargleis heranrangieren darfst (und ggf. auch noch vom anderen Zugteil abkoppeln), wird das nicht so schnell gehen. Plus der zusätzliche Rangieraufwand stellwerksseitig, womit wieder das Thema Anzahl der Bedienhandlungen im Stellwerk (bei geringerer Personalzahl) zum Tragen kommt.

  • Nichtsdestotrotz: Alles nicht unlösbare Problemstellungen, aber im klassischen Fall der kurzfristigen Krankmeldungen eher schwer zu realisieren.

    Der klassische Fall einer kurzfristigen Krankmeldung liegt hier nicht vor. Oder haben sich alle Triebfahrzeugführer der S8 gleichzeitig krankgemeldet? Der Dienstplan wurde kurzfristig (hoffe ich jedenfalls, sonst hätte man das ja vielleicht online vorher sagen können...) geändert, damit genau alle Fahrten der S8 ausfallen und weniger auf anderen Linien entfallen. Nehme ich in genauerer Betrachtung des Sachverhalts mal an. Diese ständigen Kürzungen sind schon längst Routine und es ist sicherlich für Fahrgäste und Mitarbeiter die wesentlich angenehmere Lösung, den Fahrplan offiziell zu kürzen. Obwohl ich jegliche Kürzung im ÖPNV selbstverständlich heftig kritisiere.