Eigentlich sollten die Fahrgäste froh sein, das wenigstens Dietzenbach <> OF Hbf gefahren wird.
Diese Erwartungshaltung stört mich. Ich finde, es müsste eine Selbstverständlichkeit sein, dass der S2 Z soweit fährt, wie es infrastrukturell geht. Das das in diesem Fall sogar OF Hbf ist, weil die Infrastruktur für den Störungsfall so wenig hergibt, ist verständlich. Insbesondere, wenn Griesheim durch den wichtigeren S1 Z beansprucht wird.
Aber: Das man nach wochenlanger Tunnelsperrung in OF jetzt wieder Einschränkungen (wenn auch nur im Taktangebot) hinnehmen muss, ist nun wirklich auch nicht schön. Wenn alle nach deinem "sei froh, wenn überhaupt was fährt" denken, können wir die Verkehrswende auch gleich in die Schublade stecken.
Mein Empfinden ist vielmehr, dass von den Kunden der S-Bahn Rhein-Main insbesondere in den letzten zwei Jahren sehr (respektive: zu) viel abverlangt wird. Seien es die alltäglichen Verspätungen im Regelbetrieb, das ständige Nicht-Verkehren von Zwischentakten oder die Kompletteinstellung ganzer Linien wie aktuell auf S3-S5. Das System wird der wichtigen Rolle, die es im Ballungsraum einnimmt, aktuell in keiner Weise gerecht.