Merkt Ihr eigentlich was? In all Euren Vorschlägen ist immer das Sankt-Florian-Prinzip zu finden. Für jeden ist die Kürzung "seiner" Linie das größte Unding und deswegen möge man doch bitte anderswo einsparen. Nur kommt dann derjenige der andere Linie und findet, dass dieser Vorschlag ganz schlimm ist und man daher doch bitte...
Das lese ich bisher aber nahezu von allen anders. Aber ich gestehe zu, dass das aus der Sache heraus genau so wirken kann. Denn traffiQ verstärkt ja mit dem seltsamen Vorgehen nun die Betroffenheiten sehr massiv:
Die erste Kürzungswelle hat man noch über sich ergehen lassen. Jetzt aber auf den meistfrequentiertesten Linien die Radikalkur on top, nur damit auf anderen Linien Fahrplanharmonie eintritt.
Wenn man auf den fahrgaststärksten Linien massiv kürzt, sollte man sich nicht über massiv verstärkte Kritik wundern, oder? Wie viele Beschwerden gibt es denn bisher von den Fahrgästen nachmittags auf der U5, sonntags auf der U6 oder von der U9? Und wie viele Beschwerden darf man beispielsweise erwarten, wenn nicht stets alle Fahrgäste in die Bahnen passen und viele Kurse mit sehr spürbaren Verspätungen rollen? Diese Probleme gibt es bisher auf U6 sonntags, U5 und U9 nicht. Mit ihnen ist aber ab dem Fahrplanwechsel auf der A-Strecke und in der U4 leider zu rechnen.