Jahresfahrplan 2025

  • Merkt Ihr eigentlich was? In all Euren Vorschlägen ist immer das Sankt-Florian-Prinzip zu finden. Für jeden ist die Kürzung "seiner" Linie das größte Unding und deswegen möge man doch bitte anderswo einsparen. Nur kommt dann derjenige der andere Linie und findet, dass dieser Vorschlag ganz schlimm ist und man daher doch bitte...

    Das lese ich bisher aber nahezu von allen anders. Aber ich gestehe zu, dass das aus der Sache heraus genau so wirken kann. Denn traffiQ verstärkt ja mit dem seltsamen Vorgehen nun die Betroffenheiten sehr massiv:

    Die erste Kürzungswelle hat man noch über sich ergehen lassen. Jetzt aber auf den meistfrequentiertesten Linien die Radikalkur on top, nur damit auf anderen Linien Fahrplanharmonie eintritt.

    Wenn man auf den fahrgaststärksten Linien massiv kürzt, sollte man sich nicht über massiv verstärkte Kritik wundern, oder? Wie viele Beschwerden gibt es denn bisher von den Fahrgästen nachmittags auf der U5, sonntags auf der U6 oder von der U9? Und wie viele Beschwerden darf man beispielsweise erwarten, wenn nicht stets alle Fahrgäste in die Bahnen passen und viele Kurse mit sehr spürbaren Verspätungen rollen? Diese Probleme gibt es bisher auf U6 sonntags, U5 und U9 nicht. Mit ihnen ist aber ab dem Fahrplanwechsel auf der A-Strecke und in der U4 leider zu rechnen.

  • Das lese ich bisher aber nahezu von allen anders. Aber ich gestehe zu, dass das aus der Sache heraus genau so wirken kann. Denn traffiQ verstärkt ja mit dem seltsamen Vorgehen nun die Betroffenheiten sehr massiv:

    Aber dann reden wir mal ganz allgemein:

    Wir gehen davon aus, dass meinetwegen 20% der Leistungen nicht gefahren werden können.


    Welche Optionen gibt es? Extrem gesehen:

    a) wir kürzen pauschal 20% auf allen Linien,

    b) wir kürzen alle Nebenlinien zusammen und fahren 100% auf der "wichtigsten" Linie

    c) wir kürzen die "wichtige" Hauptlinie runter (dafür mehr Wagen) und fahren die Nebenlinien normal


    a, b, c gilt wahlweise auch für "wir kürzen pauschal 20% über den gesamten Tagesverlauf", "wir kürzen übermäßig in der SVZ", "wir kürzen übermäßig in der HVZ".


    Und welches dieser Modelle erzeugt keinen Unmut bei irgendeinem ÖPNV-Nutzer respektive erzeugt keine "kürz doch bitte bei den anderen, meine Linie muss !!!!1!!!einself!!! immer fahren."-Gegenrede?

  • Und welches dieser Modelle erzeugt keinen Unmut bei irgendeinem ÖPNV-Nutzer respektive erzeugt keine "kürz doch bitte bei den anderen, meine Linie muss !!!!1!!!einself!!! immer fahren."-Gegenrede?

    Genau auf diese Weise denkt auch traffiQ zu kurz. Es wird nicht (mehr) beachtet, welche Maßnahme wie viel Betroffenheit erzeugt. Denn diesmal wird ja nicht nur der Takt gedehnt, es wird diesmal auch Kapazität reduziert.


    Bei der U7-Taktdehnung im Januar wurden die Bahnen von drei auf vier Wagen verlängert. Die Platzkapazität je Stunde blieb dadurch gleich. Nun kommt die U4-Taktdehnung ohne Verlängerung der Bahnen. Dadurch fährt die meistgenutzte Linie seltener (was allein sicher okay wäre) und just in der HVZ mit einem Drittel weniger Platzkapazität.

  • Wir kürzen auf allen Linien in der SVZ?

    Dann werden sich sicher diejenigen beschweren, die irgendwo auf Früh-/Spätschicht müssen und dann gar nicht mehr oder nur mit dreifacher Wartezeit fahren können. Siehe Corona-Fahrplan, wo einige Städte auf Sonntagsfahrplan umgestellt haben (und sich dann wunderten, dass die Krankenschwester nicht mehr auf Arbeit erscheint, weil ihr Bus "sonntags" nicht fuhr...). Also Vorschlag im Sinne NIMBY-Denke von denjenigen, für die Arbeit nur zwischen 9 und 17 Uhr stattfindet.

  • Definiere "Betroffenheit". Was oder wer ist mehr "wert"/"betroffen"? Als Beispiel: Wenn 100 Leute 5 Minuten warten müssen oder 10 Leute 50 Minuten? In Summe beides 500 Verspätungsminuten.

    Du bist auf der richtigen Fährte. Wie viele Menschen werden je Stunde auf der U4 betroffen sein von den Kürzungen und wie vielen nutzt zum Beispiel die Taktverbesserung auf der U9?


    Ach ja: Und wie viele Menschen werden künftig in überfüllte U4-Bahnen an der KW nicht mehr einsteigen können und müssen noch länger warten und wie viele mussten bisher auf dem Riedberg zurückbleiben, weil die U9 überfüllt war?

  • Ich verstehe nicht wieso die U6 Sonntags im 10min Takt und die U9 Samstags wieder jede 15min fahren soll. Einfach mal die unwichtigsten U-Bahn Linien verdichten und die zwei stark frequenzierten U2 und U4 ausdünnen?


    Meiner Meinung nach radikal die

    U1 auf einen 15min Takt

    (M72/M73, 29, M60, STR16 verweisen)

    U2 auf einen 7,5min Takt j. 2 Fahrt nach HG

    U3 auf einen 15min Takt

    U4 auf einen 7,5min Takt

    U5 auf einen 15min Takt

    (STR18 verweisen)

    U6 komplett weg

    U7 auf einen 7,5min Takt

    U8 auf einen 15min Takt

    U9 nur Mo - Fr jede 15min, Sa - So entfall


    STR11 auf 7,5min Takt

    STR12 auf 10min Takt

    STR14 auf 20min Takt

    STR15 komplett weg/ggf. Süd <> Offenb.

    STR16 auf 15min Takt

    (64 verweisen)

    STR17 auf 15min Takt

    STR18 auf 15min Takt

    STR19 selbstverständlich streichen

    STR20 selbstverständlich auch streichen

    STR21 auf 15min Takt


    Falls das auch nicht hilft nur Straßenbahnlinien streichen und diese mit Bussen zu Ersatzen. Mir kann doch keiner erzählen das es einen Busfahrer mangel gibt...

  • Falls das auch nicht hilft nur Straßenbahnlinien streichen und diese mit Bussen zu Ersatzen. Mir kann doch keiner erzählen das es einen Busfahrer mangel gibt...


    Nee, erzähle ich dir nicht. Wahrscheinlich kann man alle auf Bus ganz easy umstellen.


    Ich frage mich nur:

    Wo kommen dann eigentlich die regelmäßigen Ausfälle bei den Bussen her?


    Das ist mittlerweile so schlimm, dass ich jeden Morgen schaue, welche Linie welche Ausfälle hat, damit mein Sohn die passende Verbindung zur Schule nutzen kann.

  • Merkt Ihr eigentlich was? In all Euren Vorschlägen ist immer das Sankt-Florian-Prinzip zu finden. Für jeden ist die Kürzung "seiner" Linie das größte Unding und deswegen möge man doch bitte anderswo einsparen. Nur kommt dann derjenige der andere Linie und findet, dass dieser Vorschlag ganz schlimm ist und man daher doch bitte...

    Das ist nicht meine Linie.

    Ich wohne in Heddernheim und kann mit allen Fahren, denke aber an alle anderen Leute, teilweise Bekannte, im Gegensatz zu Dir. Aber lasse manchmal die U2 fahren, weil die einfach zu voll ist.

    Bin letzten Donnerstag gegen 23 Uhr mit so einem Bekannten gefahren und wir hatten da sogar so gut wie keinen Sitzplatz gekriegt.

    Also, nicht so einen Käse schreiben, wenn man nichts weiss.

    Einmal editiert, zuletzt von Martin233 ()

  • Wow, das nenne ich mal Verkehrswende,

    von Bahn/Bus aufs Auto.

  • kuppeln in Niederursel ist nicht möglich.

    Ist es nicht möglich zu kuppeln, weil es das betriebliche Regelwerk nicht her gibt oder weil man es nicht möchte?

    Die BoStrab ist da ja sehr entspannt, zumal in Niederursel ohnehin „auf Sicht“ gefahren wird.


    Die Einrichtung von Sozialräumen und das Überwinden von „hat es noch nie gegeben in Frankfurt.“ dürften die größte Herausforderung sein.

  • Also, nicht so einen Käse schreiben, wenn man nichts weiss.

    Das war auch nicht auf Dich im speziellen bezogen, sondern auf alle. Es gibt Vorschläge und Gegenvorschläge und Ideen linksrum und rechtsrum, aber jedesmal ist jemand dagegen. Also Sankt Florian.


    Aber vom Prinzip mischst Du auch mit, weil Du damit...


    Wow, das nenne ich mal Verkehrswende,

    von Bahn/Bus aufs Auto.

    ... auch gegen - zugegeben ziemlich unsinnige - Vorschläge bist.

  • Ist es nicht möglich zu kuppeln, weil es das betriebliche Regelwerk nicht her gibt oder weil man es nicht möchte?

    Weil die Signalanlagen, so wie sie sind, es nur mit Befehl ermöglichen. Zwar wird de jure auf Sicht gefahren, aber alle Signale (außer diejenigen, die die BÜs decken) haben Fahrsperren, die bei Fahrt in einen besetzten Abschnitt Zwangsbremsungen auslösen. Es braucht also eine Hilfshandlung, mindestens beim Fahrpersonal (good luck bei einem Unfall, wenn regel- und fahrplanmäßig gegen F0 gefahren werden muss) oder auf der Leitstelle (Schalten von Ersatzsignal) und Fahrpersonal (Fahren über Ersatzsignal) (good luck bei einem Unfall, wenn die Fahrdienstleiterin das Ersatzsignal zu früh gestellt hat).


    Also man kann schon sagen „weil man es nicht möchte“ oder „hat es noch nie gegeben in Frankfurt“, aber halt auch „das wäre schon extrem dumm“.


    (Natürlich: alles argumentiert ohne Änderungen in der Signalanlage.)

  • Des weiteren stellt sich da auch immer die Frage bei Flügelungen: was passiert, wenn mal ein Ast Verspätung oder Störung hat. HIer denke ich insbesondere an den U3-Teil, der ja doch schon ein wenig Fahrtstrecke hinter sich hat. Das kann ganz hässliche Auswirkungen haben und muss zur Linderung dieser auch entsprechend vorgesehen werden.

  • Nee, erzähle ich dir nicht. Wahrscheinlich kann man alle auf Bus ganz easy umstellen.


    Ich frage mich nur:

    Wo kommen dann eigentlich die regelmäßigen Ausfälle bei den Bussen her?


    Das ist mittlerweile so schlimm, dass ich jeden Morgen schaue, welche Linie welche Ausfälle hat, damit mein Sohn die passende Verbindung zur Schule nutzen kann.

    Das ist genau das, was ich mich insgeheim auch frage: Wie sieht es Busbereich aus? Werden die aktuellen Kürzungen wieder rückgängig gemacht, bleiben sie als "new normal" oder wird ebenfalls noch weiter gekürzt?

  • Du bist auf der richtigen Fährte. Wie viele Menschen werden je Stunde auf der U4 betroffen sein von den Kürzungen und wie vielen nutzt zum Beispiel die Taktverbesserung auf der U9?

    Sag Du es mir. "Ihr" postuliert doch gerade eine Überfüllung auf der U4. Also müssten "Euch" doch die Zahlen bekannt sein.


    Schön wäre es natürlich, wenn die hier mitlesende Traffiq für die stärkste Stunde am Samstag die Belastung aus der letzten Erhebung mal mitteilen würde. Dann könnte man konkret sehen, ob es wirklich eine Überfüllung gibt, oder ob das nur eine gefühlte Überfüllung ist. Sprich, reden wir über mehr als 4600 Fahrgäste (pro Richtung) in dieser Spitzenstunde und wenn ja, über wieviele. So stochern wir aktuell nur im Nebel herum.

  • Das war auch nicht auf Dich im speziellen bezogen, sondern auf alle. Es gibt Vorschläge und Gegenvorschläge und Ideen linksrum und rechtsrum, aber jedesmal ist jemand dagegen. Also Sankt Florian.


    Aber vom Prinzip mischst Du auch mit, weil Du damit...


    ... auch gegen - zugegeben ziemlich unsinnige - Vorschläge bist.

    Ich wollte doch erstmal meine Wortwahl im ersten Post relativieren, aber es macht schon ziemlich stinkig das auf der U4 und auch auf der U2 der Takt verlängert wird,

    obwohl es eigentlich dort von den Fahrgastzahlen kein Spielraum gibt, irgendetwas zu kürzen.

    Es ist nunmal Fakt, das diese Bahnen

    am vollsten sind und es andere Bahnen

    gibt, wo es nicht so voll ist.

    TrafficQ ist halt wirklich sehr ignorant

    und zeigen damit das sie null Ahnung haben. Das mit dem Auto war kein Vorschlag meinerseits, sondern nur die Folgen der Streichliste des Users,

    obwohl es logisch und nicht unsinnig wäre und für mich eine Alternative,

    habe keine Lust auf ständiges stehen und mich von den ganzen Fahrrädern und Kinderwagen durch den Zug scheuchen zu lassen, da wäre bei mir die Fahnrnstange erreicht.

    Einmal editiert, zuletzt von Martin233 ()

  • Es ist nunmal Fakt, das diese Bahnen

    am vollsten sind und es andere Bahnen

    gibt, wo es nicht so voll ist.

    TrafficQ ist halt wirklich sehr ignorant

    und zeigen damit das sie null Ahnung haben.

    Andere Bahnen sind ebenfalls gut gefüllt. Weiterhin gibt es Fahrgast, die nicht ausschließlich mit einer Line fahren, sondern mehrmals umsteigen. Also muß die gesamte Transportkette einigermaßen passen, netzweit.

    Bringt also nichts, auf einem Teilstück ein "gutes" Angebot zu haben, dafür bei Teil zwei gar keines mehr (wie einige Vorschläge zu Linieneinstellungen).

    Die Ausdünnungen sind generell sch...., aberFahrpersonal kann nun mal nicht geklont oder jeden Tag 12 Stunden eingesetzt werden.

  • Auf die Gefahr hin, mich unbeliebt zu machen: Kann es sein, dass es manchmal auch eine "gefühlte Überfüllung" gibt?


    Hintergrund:
    Als Ex-Bernemer (sorry Bernemer), der immer noch regelmäßig die U4 nutzt, wenn auch nicht in der SVZ: Aus Bornheim Richtung Hauptbahnhof via Konsti versammelt sich doch alles im letzten Drittel des Zuges, manche in der Mitte und wenige ganz vorne.

    Begründung: An der Konsti steigen alle, die zur-S- und U-Bahn wollen, hinten aus. Nach oben geht's aus dem letzten Drittel des Zuges. Warum also vorne fahren?


    Selbst am Hauptbahnhof gibt es kaum Anreize, vorne auszusteigen: Zur S-Bahn geht es maximal aus der Mitte der U4.


    Menschen sind Gewohnheitstiere und steigen nicht unbedingt logisch ein.

    Wenn ich von der Höhenstraße Richtung Hauptbahnhof fahre, steige ich bewusst vorne ein, um mir den Konsti-Stress zu ersparen. Dass es daher hinten bumsvoll ist: Logo. Aber stimmt das auch bezogen auf den gesamten Zug?


    Kann mir da mal ein SVZ-Profi von seinen aktuellen Erfahrungen berichten?

    Oder Samstags zur Haupt-Einkaufszeit? Verteilen sich die Fahrgäste wirklich oder knäulen sie sich an den Einstiegsbereichen der jeweiligen Station oder an den Wunsch-Aussteigetüren?


    Sollte ich etwas übersehen haben: Erbitte Hinweise.