Was machen eigentlich die Kontrolleure, wenn sie nicht kontrollieren?

  • Mir fällt in der S-Bahn regelmäßig auf, dass Personal in den Zug einsteigt, dass "Prüfdienst" auf der Jacke stehen hat, das dann die Bildschirme in der Bahn fotografiert und scheinbar noch ein Label scannt, das neben der Tür zum Fahrerraum angebracht ist. Dann unterhält sich der Prüfdienst meist eine Weile und steigt irgendwann wieder aus. Eine Fahrkartenkontrolle findet hingegen fast nie statt, wenn sich der Prüfdienst in der Bahn befindet.


    Von daher frage ich mich immer wieder, was die Leute eigentlich machen.

    Dieses Gerichtsurteil wurde per KI generiert und ist ohne Begründung gültig.

  • Nach dem Aussteigen ist der Bereich in der Freßgass am westlichen Ausgang der S-Bahn-Station Hauptwache ein überaus beliebter Ort für den Prüfdienst, um zwischen den Prüfeinsätzen bei einem Kaffee auf die Hand und der einen oder anderen Zigarette mit den Kollegen [Vermutung Anfang] die jüngsten Erfahrungen zu evaluieren [Vermutung Ende]. ;)

  • Da ist mir vorhin in der S1 von Ober-Roden nach Frankfurt das glatte Gegenteil passiert: In der bumsvollen Bahn, zwischen Offenbach und Konsti, kämpfte sich ein Prüfdienstler kontrollierenderweise durch (seine Kollegin folgte erst Minuten später, ich hielt ihn zunächst für einen einsamen Wolf).


    Wie üblich bat ich ihn um einen Blick auf den Prüfausweis: Ich möchte die ganze Nummer sehen.

    Daraufhin ging er wortlos weiter und ließ die gesamte Sitzreihe unkontrolliert. Meine Mitfahrer schauten mich an, als käme ich vom Mond.

    😳

    Ich bin ja durchaus kooperativ und für ein freundliches Gespräch gern zu haben, aber das kam mir nun doch arg schräg vor. Da komme ich ja mit der DB Sicherheit besser klar.

    Ich habe auch kein Gerät gesehen, mit dem er Schwarzfahrern ein Ticket hätte ausstellen können. Kann mich bitte mal jemand über so einen Prüfdienst aufklären?


    Ich erlebe immer mal wieder, dass Gruppen der DB Sicherheit in den Türbereichen der S-Bahn ihre Betriebsversammlungen abhalten. Träger von Prüfdienst-Jacken sehe ich hingegen recht selten.

    Einmal editiert, zuletzt von Uli Nobbe ()

  • Die Kollegen von der echten DB Sicherheit habe ich schon lange nicht mehr in der S3 gesehen.


    Das sind Subunternehmer in der S3, die auch die Fahrkarten kontrollieren und nachts für Sicherheit sorgen, indem Sie meistens im vorderen oder hinteren Bereich in der 1. oder 2. Klasse stehen. Den Prüfdienst sehe ich vor allem tagsüber, wenn Sie kontrollieren.



    Mir hat auch damals ein Kontrolleur verraten, dass sie auf der S3 sehr wenig Schwarzfahrer hätten und deswegen nicht so oft kontrollieren.



    Ich bin immer sehr nett zu den Kontrolleuren und frage auch nicht nach der Nummer. Damals schon vor 5 bis 10 Jahren hat mir sogar ein Kontrolleur zum Geburtstag gratuliert.



    Zu den Druckern, ich kann mir da eine ähnliche Lösung wie DHL mit dem Drucker an der Hosentasche vorstellen.

    LUKAS Küster:)

  • Ja genau. Durch das Umstellen auf das Mosaik System haben alle prüfenden Kollegen einen Bluetoothdrucker an der Hose.

    Zu den Druckern, ich kann mir da eine ähnliche Lösung wie DHL mit dem Drucker an der Hosentasche vorstellen.

  • Von daher frage ich mich immer wieder, was die Leute eigentlich machen.

    Ohne die genauen Vorgaben des Prüfdienstes zu kennen: "Präsenz zeigen".


    In den 2010er Jahren gab es für die "Abendbegleitung" der S-Bahnen sogar Personale von DB Sicherheit und Subfirmen, die keine Fahrkarten kontrollieren konnten (mangels Endgeräte zum Ausstellen einer Fahrpreisnacherhebung). Die fuhren, wie bestellt, für die subjektive Sicherheit im ersten Wagen (beim 420 war dies wirklich ein zu beachtender Umstand) mit.

  • Von daher frage ich mich immer wieder, was die Leute eigentlich machen.

    Den Monitor prüfen ;) Spaß beiseite, das fiel mir neulich in einer S6 mit Abfahrt Friedberg +28 auch auf, ich dachte es wäre eher aus erheiterten Gründen, da der Monitor noch anzeigte letzte Station verspätet, nächste pünktlich (Zeitreise?). Würde mich auch interessieren wozu das dient.


    Ohne die genauen Vorgaben des Prüfdienstes zu kennen: "Präsenz zeigen".

    Dann sollte man aber auch, wenn man nicht kontrolliert, aufmerksam beobachten anstatt nur vertieft auf dem Handy zu daddeln oder intensiv miteinander zu quatschen. Wie ich es leider überwiegend erlebe.

    Einmal editiert, zuletzt von MdE ()

  • Ich hatte letztens eine Kontrolle in der S7 durch Mitarbeiter des Prüfdienstes, die sogar auch nachträglich eingestiegene Passagiere noch mal kontrolliert haben. Und dann auch einen Totalverweigerer (Fahrkarte, Geld und Ausweis) am Frankfurter Hauptbahnhof der Bundespolizei übergeben haben. Ist also nicht so, als ob die nichts tun würden.

  • Bei der VIAS tun Sie meistens etwas, um für die Sicherheiz zu sorgen und die Fahrgäste zu kontrollieren.


    Ich habe schon 2 Mal erlebt, dass Schwarzfahrer erwischt wurden.


    Bei den Kollegen vom Süwex, also RE2 und RE 4 und RE14 und RE1 wurde ich bei jeder Fahrt bisher kontrolliert und bei der Privatbahn Vlexx ist auch ein hoher Kontrolldruck. Bei der HLB ist es immer unterschiedlich.


    Dass mit der Bundespolizei habe ich noch nicht erlebt, nur einen Fall, wo ein Mädchen Angst hatte vor einem Mann, der sie vermutlich beobachtet hat, und dann auch noch die Kupplung am ET423 in Darmstadt HBF defekt war, sodass dieser eine Wende machen musste. Das hatte den Vorteil, dass Der Subunternehmer von DB Sicherheit vorne eingestiegen ist und Sie den Fall von mir übernommen haben, weil das Mädchen bei mir Schutz gesucht hat.

    LUKAS Küster:)

  • In einem anderen Thread wurde vor wenigen Wochen einmal von jemandem gesagt, dass der RMV seit einiger Zeit bei RB/RE-Neuausschreibungen fordert, dass immer ein Zugbegleiter dabei ist.


    Die S-Bahn steht da aber auf einem anderen Blatt - und die fahren auch nicht permanent mit.

    Dieses Gerichtsurteil wurde per KI generiert und ist ohne Begründung gültig.

  • Anscheind müssten dann in der S5 viele Schwarzfahrer sein. Die Kontrolleure steigen entweder in Oberursel oder Bad Homburg ein, fahren bis zur Hauptwache, steigen wieder in die S5 nach Friedrichsdorf ein usw.

    Ab 20 Uhr wird auch nichtmehr kontrolliert, sondern vorne gesessen und gesprochen. Abee die haben wenigstens echte DB Sicherheit oder Prüfdienst Kleidung + Ausweis dabei

  • Ist es den Prüfern peinlich oder unangenehm wenn man auf die Nummer schaut?

    Da fragst du mich was. Meine bisherige Erfahrung ist eher positiv, man kommt auch recht schnell ins Gespräch.

    Wo Fotos sind, vergleiche ich das Foto mit dem Ausweisträger. Sehe ich Nummern, merke ich sie mir für den Fall der Fälle, der bislang aber noch nicht eingetreten ist. Sollte es aber zu Übergriffigkeiten, ganz gleich von welcher Seite, kommen, bin ich gerne ein Zeuge. Für wen auch immer.


    Was besagt die Nummer?

    Sollte einmal eine Situation eine unerwartete Wendung ins negative nehmen, kannst du in deiner Aussage später sagen "Nummer soundsoviel hat mich kontrolliert und dabei kam es zu dem und dem Vorfall". Hinterher ist es zu spät. Der gibt dir keine Visitenkarte.
    Ich habe einmal erlebt, dass eine als "nicht gültig" bewertete Fahrkarte (als Beweismittel?) eingezogen wurde. Das mag rechtens sein; ich weiß es nicht. Blöderweise hat der beschuldigte Fahrgast danach gar nichts mehr in der Hand und steht beweismitteltechnisch auf verlorenem Posten.


    Da die an der Kleidung angebrachten Ausweishüllen elementare Bestandteile des Ausweises entweder verdecken oder der Prüfer den Ausweis zurechtrücken muss, wird er sich dessen bewusst, dass wir uns gegenseitig kontrollieren. Das ist bis dahin ja erstmal nix negatives.


    Ich mag da ein Sonderfall sein: Altersbedingt zähle ich noch zu den Wehrpflichtigen bei der Bundeswehr, wo auch Wachausbildung und Wachdienst normal war. Nicht nur auf Patroullie, sondern eben auch Dienst am Kasernentor. Da lernt man sowas.


    Außerdem habe ich traurigerweise mehrfach erfahren müssen, dass man mit einem überzeugenden Auftritt und einem Leibniz Butterkeks als flüchtig hingehaltenem Ausweisersatz sogar in sicherheitsrelevante Bereiche vordringen kann. Der Hauptmann von Köpenick wäre auch heute noch in gewissen Ausprägungen möglich.

    Besorge dir im freien Handel eine halbwegs amtlich aussehende Uniform, hänge dir einen Gürtel um, der wichtig behangen aussieht und du darfst fast alles.


    Ein Teil ist auf private Sicherheitsdienste zurückzuführen, die ihren Job in Einzelfällen vielleicht nicht so super ernst nehmen. Ich hatte einmal einen Job in einem (vermeintlich) gut gesicherten Bankgebäude in Frankfurt; meine Absichten waren also gut. Aber eigentlich bin ich da "auf Zuruf" rein gekommen. Das hat mich schon ziemlich erschreckt.

    Auch in der Veranstaltungstechnik brauchst du in den seltensten Fällen einen Hausausweis gegen Perso. Schnapp' dir beim Ausladen einfach ein Teil und sei Bestandteil der Crew; bei vielen unübersichtlichen Subunternehmern brauchst du nur ein schwarzes T-Shirt, um als vermeintliches Crew-Mitglied Kompetenz auszustrahlen und schon bist du drin.


    Ich war sogar nach einem nächtlichen Abbau direkt in einer Sicherheitszentrale auf einen netten Plausch und habe bei der Gelegenheit gleich noch erfahren, wie ich ausweisgesicherte Türen im Gebäude umgehen kann (sonst wäre ich nämlich nicht rausgekommen). Würde heute immer noch so funktionieren.


    Hinzu kommt, dass der Deutsche eine Art "vorauseilenden Gehorsam" in seinen Genen zu haben scheint. In einem Bus wurde ich mal Zeuge eines Schülerstreichs: Ein Schüler rief "Guten Tag, Fahrausweiskontrolle, die Fahrscheine bitte!" und viele Fahrgäste griffen quasi reflexartig zu ihren Fahrscheinen. Keiner fragt nach oder möchte zumindest eine Legitimation sehen.


    Okay, vielleicht bin ich neurotisch.

    Aber ich will schon wissen, mit wem ich es da zu tun habe. Selbst der Kripo glaube ich ihre Blechmarke erst mal nicht. Und auch mit denen kann man prima reden.


    Das ist ja kein Aufruf zum Widerstand oder aggressiv gemeint. Und bislang waren meine Begegnungen immer positiv und kommunikativ. Es wirkte auf eine lockere Art deeskalierend.
    Der "Davonläufer" ist tatsächlich der erste in der Reihe der Begegnungen, und ich hätte am liebsten die Bundespolizei an Gleis 102 beordert und den Typ überprüfen lassen. Aber an die 0800er-Nummer geht nur ganz selten einer ran und die Wach-Nummer im Frankfurter Hauptbahnhof gilt als geheim.


    Ach ja: Nach der Kontrolle bedanke ich mich stets. Auch beim Zugbegleitpersonal. Ich freue mich über Kontrollen und netten Kundenkontakt. Bislang eigentlich immer nur gute Erfahrungen.

  • Zitat

    Sollte einmal eine Situation eine unerwartete Wendung ins negative nehmen, kannst du in deiner Aussage später sagen "Nummer soundsoviel hat mich kontrolliert und dabei kam es zu dem und dem Vorfall". Hinterher ist es zu spät. Der gibt dir keine Visitenkarte.

    Ich habe einmal erlebt, dass eine als "nicht gültig" bewertete Fahrkarte (als Beweismittel?) eingezogen wurde. Das mag rechtens sein; ich weiß es nicht. Blöderweise hat der beschuldigte Fahrgast danach gar nichts mehr in der Hand und steht beweismitteltechnisch auf verlorenem Posten

    Du hörst aber auch hinter jedem Busch ein rascheln, oder? Wenn ich eine gültige Fahrkarte habe und irgendein Hansel mit einer Uniform meint, die wäre nicht gültig, dann lasse ich die Polizei kommen. Die kann das dann gerne klären.

    Aber ich glaube und behaupte, dass die Zahl schwarzer Schafe bei den Kontrolleuren deutlich kleiner bis null ist und die derer mit "hab ich nicht gewusst"-Fahrkarte deutlich höher ist. Da die Kontrolleure m.W. kein Geld einkassieren - was bringt es ihnen jemand falsch zu bezichtigen.

  • Aber ich glaube und behaupte, dass die Zahl schwarzer Schafe bei den Kontrolleuren deutlich kleiner bis null ist und die derer mit "hab ich nicht gewusst"-Fahrkarte deutlich höher ist. Da die Kontrolleure m.W. kein Geld einkassieren - was bringt es ihnen jemand falsch zu bezichtigen.

    Mit dem D- Ticket sollte die Zahl der "hab ich nicht gewusst"-Fahrkarten deutlich reduziert sein. Problematisch sind Touristen, Events und "Sonderaktionen" des RMV.

    Die Lesegeräte bei den Kontrolleuren ist der nächste Unsicherheitsfaktor. Was in der S-Bahn noch ging, muss in der RB noch lange nicht funktionieren.