Rheingaubrücke Hofheim: Prüfung

  • Hallo.


    An der Rheingaubrücke in Hofheim (B 519), unter der u.a. die die S2, sowie die Züge Richtung Limburg (RE20, die RB22 und die Tonzüge aus dem Westerwald) fahren, wurde nach einer Bauwerksprüfung die Überfahrt für Schwertransporte ab 44 Tonnen gesperrt.


    Eine intensive Prüfung der Brücke wird noch 2025 unter Berücksichtigung des Bahnverkehrs stattfinden.


    Über die Brücke fahren die Buslinien in Richtung Wiesbaden (X26, 262), Hochheim (809), sowie mehrere Stadt- und Schulbuslinien (402, 405, 406 usw.).


    Eine Umleitung dieser Linien gestaltet sich als schwierig.


    Man muss abwarten, ob es nicht zu einer Brückensperrung kommt. Griesheim, Niedernhausen, Mainkur usw. lassen grüßen.


    Meldung von hessen mobil


    Grüße ins Forum

    Helmut

    You'll Never Ride Alone.

  • Auch wenn ich mir absolut nicht vorstellen kann, wie ein Ersatzkonzept für eine eventuelle Sperrung dieser Brücke aussehen soll, ohne Hofheim in zwei Teile zu zerspalten, hätte der Gedanke, daß die Brücke neu gebaut werden muß, ein Gutes: Man könnte sie breit genug bauen, um richtige Fahrradwege zu haben, und nicht die Alibimarkierungen, die nichts außer zusätzlicher Gefährdung bringen.

    Möge es trotzdem nicht dazu kommen.

    Tja, jetzt machste dir extra die Arbeit, das hier unten zu lesen - und dann steht da nichts sinnvolles. Pech gehabt.

  • Warum sperrt man nicht gleich für alles über 7,5 to (Ausnahme Linienbusse). Ob nun ein LKW mit 43,9 to (kombinierter Verkehr) drüber fährt oder ein Schwertransport mit 48 to macht auch keinen großen Unterschied. Damit hätte man auch den Schwerlastverkehr zumindest aus Hofheim verbannt.

  • Da läuft eine Bundesstrasse drüber und somit entscheidet eine Landesbehörde darüber.

    In god (an invention by mankind) we trust - on earth we don't


    Sincerly yours, NSA
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  • Warum sperrt man nicht gleich für alles über 7,5 to (Ausnahme Linienbusse).

    Ob nun ein LKW mit 43,9 to (kombinierter Verkehr) drüber fährt oder ein Schwertransport mit 48 to macht auch keinen großen Unterschied.

    Die zweite Aussage verkürzt in der vorliegenden Form den Sachverhalt leider unzulässig, auch wenn ich mir persönlich im konkreten Fall hier ebenfalls eine Sperrung für Verkehr >24t wünsche und die vorgenommene Sperrung ab der 44t-Schwelle für wenig nützlich halte und - nach gesamtheitlicher Abwägung des Sachverhalts - wahrscheinlich ggf. sogar die erste zitierte, dahinterstehende Verstärkung auf Sperrung ab 7,5t unterstützen würde (zu einer solchen Abwägung fehlen mir allerdings einige Einblicke, um dies am Ende belastbar aussagen zu können).


    Einerseits verhalten sich nahezu sämtliche Lastparameter nicht linear in Abhängigkeit von Variablen wie dem Gesamtgewicht (d.h. der Unterschied zwischen 44 und 48 ist massiv anders zu bewerten als es der zwischen 2 und 6 wäre) -- andererseits gibt es durchaus Brückentypen, Verkehrslagen und Fahrzeug-/Achskonstruktionen, denen ab und zu eine Überfahrt mit dem 60t-Schwerlastkran oder sonstigem Sonderfahrzeug im üblichen Tempo deutlich weniger Ärger bereitet als Vollgas-Dauerstress der 40t+ Sattelzüge auf der rechten Spur im Wechsel mit einem staubedingten Stop-and-Go, darunter am "besten" noch viele Fahrzeuge mit lediglich zweiachsig gruppiertem Auflieger oder ein Gliederzug mit schlecht abgestimmtem Anhänger.


    Zur Modellierung der verkehrsinduzierten Brückenbelastung sind viele Faktoren ausschlaggebend, die lediglich aufgrund diverser bürokratischer Erfordernisse (sowie einem gewissen Grad des menschlichen Bedürfnisses nach Simplifizierung komplexer Sachverhalte) am Ende in die Kategorisierung der bekannten, hochgradig verallgemeinerten Brückenklassen münden. Diese Eingruppierung wird häufig auf Basis des Fahrzeug-Gesamtgewichts vorgenommen, da es eine vergleichsweise einfach zu erfassende Kenngröße darstellt. Eine (längst nicht abschließende) Liste der eigentlich viel relevanteren Eigenschaften:

    - Brückensystem, -baustoffe und -geometrie (!)

    - Achsgeometrie, Achsabstand und insbesondere Achslast sowie Achslastabfolge

    - Fahrspurgeometrie, Verkehrsaufkommen sowie -fluss und daraus resultierender Abstand der (nahezu ausschließlich schädigenden) Fahrzeuge von >3,5t untereinander


    Bleibt für Hofheim vorerst nur zu wünschen, dass die Rheingaubrücke noch für eine Zeit zur konstruktiven Zusammenarbeit offen ist, bevor sie in den (selbst-)destruktiven Modus wechselt, welcher wieder mehr und mehr in Mode kommt: die alte Salzbachtalbrücke ist hier als trauriger Trendsetter zu nennen. Und dass diese genannte Zeit dann bitte auch genutzt wird, um sinnvolle Konzepte für einen Ersatz zu erstellen, der die vermeidbaren Beeinträchtigungen möglichst minimiert. Wie ist denn eigentlich der aktuelle Stand zur geplanten Römerwiesen-Brücke für Fuß- und Radverkehr?

  • Wie ist denn eigentlich der aktuelle Stand zur geplanten Römerwiesen-Brücke für Fuß- und Radverkehr?

    Die Stadtpolitik will die Brücke eigentlich parteiübergreifend haben.
    Aus der Bürgerschaft gibt es, wie bei so ziemlich allen Bauvorhaben heutzutage, Widerstand und viele "braucht man nicht"-Rufe.

    Ich schätze,, wer die Notwendigkeit dieser Brücke negiert, fährt in Hofheim nicht mit dem Fahrrad - oder zumindest nicht zwischen dem "unteren" (Stadtmitte, Hofheim Nord) und dem "oberen" (der höhergelegene Teil von Hofheim-Mitte und Marxheim) Teil der Stadt.


    Als Wahl-Hofheimer, der bei der Verkehrsmittelwahl den Pragmatismus bevorzugt (ich entscheide situativ, ob für den bestehenden Bedarf von A nach B zu kommen, das Fahrrad, der ÖPNV oder mein Auto die beste Wahl ist), sehe ich die Notwendigkeit ganz deutlich. Ich wohne "oben", und wenn ich "unten" hin oder durch muß, habe ich mit dem Fahrrad nur die Wahl, die Rheingaubrücke zu fahren (runter, wenn kein Verkehr ist, geht das noch, aber rauf möchte ich es nicht mal mit dem Pedelec, da man dan Leitplanke auch nicht spontan entscheiden kann, abzusteigen und das Rad auf dem Gehweg zu schieben) oder durch den Bahnhofstunnel zu schieben und dann dank des meistens nicht funktionierenden Aufzugs mein Fahrrad über die doch recht lange Treppe zu schleppen. Eine Verbindung, die sich in beiden Richtungen mit dem Rad befahren läßt, ohne abzusteigen oder zwischen Autos und Leitplanke gequetscht zu sein, wäre da eine große Entlastung - und würde unterm Strich vermutlich sogar für mehr Radverkehr sorgen, WEIL diese Problemstellen wegfallen. Bei Rad-Fahrten, die über Hofheim Nord hinaus gehen (Richtung Kelkheim, nördliches Frankfurt) fahre ich sogar in der Regel über Kriftel, nur um diese für Radfahrer ungeeignete Verkehrsführung zu umgehen.


    Ein anderes, gerne gebrachtes Argument ist, daß Hofhem ja grundsätzlich nicht fahrradfreundlich sei (ja, stimmt, für eine Stadt dieser überschaubaren Größe ist es außerhalb der Wohngemiete, wo man bei Tempo 30 eigentlich keine separate Rad-Infrastruktur benötigt wirklich sehr dünn - spontan fallen da nur die Alibi-Streifen auf der Rheingaubrücke und der Radweg am vor etlichen Jahren erneuerte Schmelzweg ein). Aber irgendwo muß man anfangen, wenn man die Fahrradfreundlichkeit verbessern will - und die ungünstige Situation zwischen den zwei "Hälften" der Stadt (die weiter außen liegenden Stadtteile lassen wir mal außen vor) zu beseitigen wäre ein sehr guter Anfang.

    Mein letzter Stand war, daß Planungsleistungen ausgeschrieben werden sollten, nachdem es schon einen Entwurf gab, der bei der weniger sachverständiigen Bevölkerung Verständnislosigkeit hervorrief ("Warum so eine große Spirale? Gigantomanie!!!!111einseinself"), ohne zu begreifen, daß der gegebene Höhenunterschied (+ Mindesthöhe beim Kreuzen der Bahnstrecke) bei einer begrenzten Längsneigung der Rampe nur sinnvoll umsetzbar ist, wenn man die Rampe "aufwickelt".

    Tja, jetzt machste dir extra die Arbeit, das hier unten zu lesen - und dann steht da nichts sinnvolles. Pech gehabt.

  • Das were ein extrems Problem für uns Hofheimer Wenn die Rheingau Brücke gesperrt werden würde dann müssten wir Hofheimer wenn wir aus Marxheim kommen entweder über Kriftel oder über den Soccer Park fahren um nach Hofheim Stadt zukommen

    Über die L3011 sollte das nicht einmal eine Fahrtverlängerung von 5min sein. Das ist im Gegensatz zur Sperrung der Linie 804 zwischen Ruppertshain - Fischbach überhaupt nichts.

  • Das wird wohl Einiges mehr sein. Daneben wäre zu Befürchten, dass die Bahnstrecke + die parallele L3011 auch gesperrt werden könnten.

    Inwiefern? Wenn nur die L3011 und Bahnstrecke unter der Brücke gesperrt werden könnte, würden wahrscheinlich die Busse ohnehin über Landratsamt fahren.

  • Unter normalen Bedingungen wären dein 5 Minuten Fahrzeitverlängerung (Römerstraße <> Bahnhof "ZOB") schon sehr sportlich, aber einige hundert Fahrzeuglenker werden dann zwangsläufig die gleiche Strecke wählen.

    Der Verkehr auf der Kapellenstraße ist alles andere als flüssig.