Schlechteste Betriebssituation in ganz Deutschland

  • Zitat

    Der RMV antwortet außerdem: "Wir sind uns bewusst, dass die Betriebsqualität [...] insgesamt nicht gut ist". Auch wenn dieses Zitat verkürzt ist, bleibt es bei der Kernaussage, dass auch der RMV eingesehen hat, dass keine gute Verkehrsleistungserbringung erfolgt.

    Entschuldigung, aber das ist doch Unsinn. Wenn es kein Lippenbeknntnis sein soll, dann soll - nein, dann muss - der RMV , einen Maßnahmenplan vorlegen, der Vertrauen schafft, dass sie diese Probleme auch angehen werden. Aktuell hört man immer nur, dass man verbessern will, aber es werden keine Fakten oder Maßnahmen berichtet. Mit anderen Worten - "ja, wir wissen es doch, lasst uns in Ruhe". So die Empfindung von außen.

  • Welche Maßnahmen würdest du denn vorschlagen? Wenn es einfach wäre, warum würde es die Bahn nicht selbst hinkriegen. Ich denke, niemand will so einen lausigen Zustand.

    Maßnahmen gäbe es wahrscheinlich genügend, nur fehlt dazu leider das immer/oft Geld.

    Wenn der RMV jedes Jahr darum bangt, die Zugleistungen nur beizubehalten, dann ist das Geld für Maßnahmen in die Zuverlässigkeit des Zugverkehrs leider erst recht nicht da. :(

  • Entschuldigung, aber das ist doch Unsinn. Wenn es kein Lippenbeknntnis sein soll, dann soll - nein, dann muss - der RMV , einen Maßnahmenplan vorlegen, der Vertrauen schafft, dass sie diese Probleme auch angehen werden. Aktuell hört man immer nur, dass man verbessern will, aber es werden keine Fakten oder Maßnahmen berichtet.

    Das ist aber kein spezifisches RMV-Sprech.


    Nur als Beispiel (d. h. ich könnte jetzt auch eine x-beliebige andere Verbundseite aufrufen) verbreitet der VRR aktuell auch:

    Aufgrund von Personalmangel bei den Eisenbahnverkehrsunternehmen und mangelnder Fahrzeugverfügbarkeit wird es auch in den kommenden Monaten zu Einschränkungen im Fahrplan kommen. Ziel ist es, kurzfristige personalbedingte Zugausfälle auf ein Minimum zu reduzieren und ein zwar eingeschränktes, aber verlässliches Angebot zu schaffen (Stand: 16.06.2025).

    Klar, kann man immer einen der beliebten Stabilisierungsfahrpläne aufsetzen, aber wenn dann der RMV verbreitet, dass auf dem rechten Rhein nur noch jeder dritte Zug fährt, wird es auch wieder nicht recht sein. Aber trotzdem ist das genausoviel oder -wenig konkretes Sprech wie beim RMV. Und aus der Historie des jeweiligen Verbunds auch nur ein immer wieder nach vorne kopierter Pressetext.

  • Bei der U- und S-Bahn lag FFM ja schon auf einem der letzten Plätze. Für FFM müsste man ehr Traffiq in die Verantwortung nehmen. Aber da ist es die gleiche Situation wie in der Plüschetage in Hofheim, genauso wie Angie Merkel alles aussitzen und hoffen es wird schon. Die Wasserstoffgurken zeigen, wie man eine ganze Region vom ÖPNV abhängen kann. In FFM hat man nun das Teewagen-Desaster und muss auf unbestimmte Zeit noch mit Hochflurwagen fahren, dazu ICB mit der völligen Fehlplanung was Fahrzeuge anbetrifft (danke an die grünen und roten Verkehrschaosdezernenten). Mir fällt da spontan keine einzige andere Stadt ein, wo ein solches Chaos im ÖPNV regiert.

    In anderen Städten gibt es eine klare Linie was Fahrzeugbeschaffung angeht (Hamburg stellt z. B. seit 2020 konsequent auf E-Fahrzeuge um), In FFM dank Ausschreiberei ein Flickenteppich. Während DB und TD Elektroklapperkisten beschaffen (sorry, mit der Qualität hapert es bei BYD und Ebusco gewaltig), versucht sich die ICB nun mit Wasserstoff und parallel E-Fahrzeugen von einem Herstellersammelsorium, muss aber nun notgedrungen nochmal zig Dieselfahrzeuge beschaffen, weil es mit der Infrastruktur hapert.

    Was will ich damit sagen? Es fehlt jegliche langfristige Planung, Synergieeffekte usw. Die S-Wagen haben inzwischen auch schon 20 Jahre auf dem Buckel. Ich denke fast, es würde da Sinn machen langfristig komplett neu zu planen (inkl. Infrastruktur) und dann Fahrzeuge zu beschaffen, die in anderen Städten schon erprobt sind (warum schafft man sich nicht verschiedene Größen an, die man dann miteinander kuppeln kann wie in anderen Städten z. B. Erfurt, München). Nach Höchst oder auch auf der 11 in den Osten dürfte man in absehbarer Zeit sogar 50 m-Einheiten benötigen, wenn man wirklich die Verkehrswende schaffen will.

    Und zum Thema Vias: Die sind, wie man sieht in beiden RMV-Netzen nicht in der Lage, auch nur annähernd die geforderte Leistung zu erbringen. Da wäre eigentlich nur naheliegend, die Reißleine zu ziehen und zumindest im Rheingau neu auszuschreiben. Oder aber man setzt dem Laden mal Richtung Druck entgegen, dass man dort freiwillig Leistungen durch Dritte fahren lässt (bei GoAway & Co ging es ja auch). Notfalls FFM-Wiesbaden mit Ersatzfahrzeugen (Fahrzeiten sind noch aus der 141-Zeit und sogar mit 120 km/h haltbar) und die Vias sich auf die Rheinstrecke beschränken lassen. Aber das ist für die Experten in Hofheim vermutlich zuviel.....

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  • Die sind die Player, wenn es darum geht, an den globalen Bedingungen etwas zu ändern. Zum Beispiel bei der EU Ändeurngen an der allgemeinen Ausschreibungspflicht. Oder eben an gesetzliche Mindesvorschriften für den Betrieb eines Beförderungsunternehmens in Deutschland. So gesehen sind das wesentliche Mitspieler in dem Thema.

  • An welche Mindestvorschriften dachtest du denn? Und selbst wenn es einfacher wäre, eine Beförderungsunternehmen zu gründen, dann wäre es doch erforderlich, dass ein solches, leicht gegründetes Beförderungsunternehmen auch am Markt teilnimmt. Wie anders als durch wettbewerbliche Vergabe von Verkehrsleistungen sollte das denn funktionieren? Irgendwie beißen sich deine Argumente, oder?

    Und im übrigen fragt sich, was das mit der hier diskutierten, Betriebsstabilität zu tun hat.

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  • Und im übrigen fragt sich, was das mit der hier diskutierten, Betriebsstabilität zu tun hat.

    Gemeint war möglicherweise, dass man Ausschreibungen per (entsprechend veränderter) gesetzlicher Vorlage so formuliert, dass nicht unbedingt das günstigste, sondern das am besten geeignete Angebot gewinnt, oder dass Reserven zwingend vorausgesetzt werden. Dafür wiederum muss auch die Finanzierung aus den Ministerien gesichert sein.

  • Wer sagt denn, das "günstigste" Angebot müsse gewinnen? Das Gesetz sieht für sog. Sektorentätigkeiten, wozu auch die Verkehrsleistungen im Bus- und Bahnverkehr gehören (§ 102 Abs. 4 GWB), vor, dass der Zuschlag auf das wirtschaftlichste Angebot erteilt wird.

    Grundlage dafür ist eine Bewertung des öffentlichen Auftraggebers, ob und inwieweit das Angebot die vorgegebenen Zuschlagskriterien erfüllt. Das wirtschaftlichste Angebot bestimmt sich nach dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis. Zu dessen Ermittlung können neben dem Preis oder den Kosten auch qualitative, umweltbezogene oder soziale Aspekte berücksichtigt werden. (§ 127 Abs. 1 GWB).


    Die Zuschlagskriterien bestimmt also nicht der Gesetzgeber, sondern die ausschreibende Stelle. Bei komplexen Ausschreibungsgegenständen werden die Vergabekriterien ohnehin meistens mit den Verfahrensteilnehmer vorab besprochen und ausgehandelt (Verhandlungsverfahren, § 119 Abs. 5 GWB); ein solches Verhandlungsverfahren schwebt derzeit bei der Beschaffung der RTW-Fahrzeuge.

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  • Wer sagt denn, das "günstigste" Angebot müsse gewinnen? Das Gesetz sieht für sog. Sektorentätigkeiten, wozu auch die Verkehrsleistungen im Bus- und Bahnverkehr gehören (§ 102 Abs. 4 GWB), vor, dass der Zuschlag auf das wirtschaftlichste Angebot erteilt wird.

    Grundlage dafür ist eine Bewertung des öffentlichen Auftraggebers, ob und inwieweit das Angebot die vorgegebenen Zuschlagskriterien erfüllt. Das wirtschaftlichste Angebot bestimmt sich nach dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis. Zu dessen Ermittlung können neben dem Preis oder den Kosten auch qualitative, umweltbezogene oder soziale Aspekte berücksichtigt werden. (§ 127 Abs. 1 GWB).


    Die Zuschlagskriterien bestimmt also nicht der Gesetzgeber, sondern die ausschreibende Stelle. Bei komplexen Ausschreibungsgegenständen werden die Vergabekriterien ohnehin meistens mit den Verfahrensteilnehmer vorab besprochen und ausgehandelt (Verhandlungsverfahren, § 119 Abs. 5 GWB); ein solches Verhandlungsverfahren schwebt derzeit bei der Beschaffung der RTW-Fahrzeuge.

    Wenn man hier die Ausschreibungen verfolgt, ist bei 99 % der Vergaben der Preis das einzige Kriterium. Differenziert wird dann ehr bei Fahrzeugbeschaffungen (wobei hier der Preisdruck aber auch im Hintergrund steht).

  • Welche Ausschreibungen? Dass im Bereich der Sektorenverordnung 99% der Verfahren einzig über den Preis entschieden werden, deckt sich nicht mit meiner Wahrnehmung; aber natürlich sind die Kosten ein gewichtiges Argument.

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  • An welche Mindestvorschriften dachtest du denn? Und selbst wenn es einfacher wäre, eine Beförderungsunternehmen zu gründen, dann wäre es doch erforderlich, dass ein solches, leicht gegründetes Beförderungsunternehmen auch am Markt teilnimmt. Wie anders als durch wettbewerbliche Vergabe von Verkehrsleistungen sollte das denn funktionieren? Irgendwie beißen sich deine Argumente, oder?

    Und im übrigen fragt sich, was das mit der hier diskutierten, Betriebsstabilität zu tun hat.

    Mindestvorschriften im Sinne von Qualität und von Reserven. Also alles, was Geld kostet. Ich will keinen leichteren Zugang von neuen Unternehnmen. Sondern um die Sicherstellung der Servicequalität.


    Zitat

    Die Zuschlagskriterien bestimmt also nicht der Gesetzgeber, sondern die ausschreibende Stelle.

    Um so wichtiger, dass der Gesetzgeber als erste Instanz MIndesvorschriften an die Qualität definiert.

  • Du hast Dir also von allen Ausschreibungen die kompletten Unterlagen besorgt, um diese Aussage zu treffen?

    Ich weiss inzwischen, dass von Dir nur relativ unpassende inhaltslose Kommentare kommen.

    Aber um dich zu beruhigen, wenn man in den ÖPNV bzw SPNV-Auschreibungen schaut (CPV), sieht man ohne großes Durchblättern schon die Kriterien. Und da ist eigentlich fast ausschliesslich der Preis angegeben. Es traut sich hier eben kaum einer, auch andere Kriterien aufzurufen.

  • Ich weiss inzwischen, dass von Dir nur relativ unpassende inhaltslose Kommentare kommen.

    Falsch herum. Ich weiss, dass von Dir meist nur dahingerotzte Behauptungen kommen, die jeglicher Realität entbehren. Und wenn man nachfragt und einen Beleg für diese Behauptungen anfordert, kommen nur mehr oder weniger dumme Sprüche, die davon ablenken sollen, dass man eben keine Ahnung hat. Und dann diejenigen, die "die Wahrheit" kennen (oder einschätzen können), noch dazu mit Anfeindungen überziehen. Gepaart mit ein paar zurückrudernden Kommenateren ("sieht man doch"). Ist halt klassisches Ablenkungsmanöver. Nur leider nicht die Wahrheit.


    Also noch mal ganz klar: Du hast da oben klipp und klar gesagt: "ist bei 99% der Preis das einzige Kriterium". Das ist eine absolute Aussage, keine Vermutung, keine Annahme, etc. Für diese absolute Aussage solltest Du Belege beibringen können. Sollte ja nicht so schwierig sein, denn wenn Du alle Ausschreibungen kennst (andernfalls könntest Du die Behauptung nicht rausblasen), könntest Du ja ganz einfach eine Auflistung machen, die Deine Behauptung unterfüttern. Bei Wikipedia würde man analog solche Einträge von Dir einfach wegen "unbelegte Behauptung, keine Quellenangabe" löschen. Gut, hier könnte Dich vielleicht die Rennleitung mal an die Leine nehmen, aber ansonsten kannst Du gerne Behauptungen in den Raum stellen. Nur darfst Du Dich nicht wundern, wenn Leute mit Ahnung Deine Aussagen hinterfragen. Hat Tunnelklick auch schon gemacht. Und wenn schon zwei Leute hier nachfragen, würde ich mir an Deiner Stelle überlegen, ob es vielleicht sinnvoll wäre, sich mal über den Wahrheitsgehalt der Behauptung Gedanken zu machen.

  • Falsch herum. Ich weiss, dass von Dir meist nur dahingerotzte Behauptungen kommen, die jeglicher Realität entbehren. Und wenn man nachfragt und einen Beleg für diese Behauptungen anfordert, kommen nur mehr oder weniger dumme Sprüche, die davon ablenken sollen, dass man eben keine Ahnung hat. Und dann diejenigen, die "die Wahrheit" kennen (oder einschätzen können), noch dazu mit Anfeindungen überziehen. Gepaart mit ein paar zurückrudernden Kommenateren ("sieht man doch"). Ist halt klassisches Ablenkungsmanöver. Nur leider nicht die Wahrheit.


    Also noch mal ganz klar: Du hast da oben klipp und klar gesagt: "ist bei 99% der Preis das einzige Kriterium". Das ist eine absolute Aussage, keine Vermutung, keine Annahme, etc. Für diese absolute Aussage solltest Du Belege beibringen können. Sollte ja nicht so schwierig sein, denn wenn Du alle Ausschreibungen kennst (andernfalls könntest Du die Behauptung nicht rausblasen), könntest Du ja ganz einfach eine Auflistung machen, die Deine Behauptung unterfüttern. Bei Wikipedia würde man analog solche Einträge von Dir einfach wegen "unbelegte Behauptung, keine Quellenangabe" löschen. Gut, hier könnte Dich vielleicht die Rennleitung mal an die Leine nehmen, aber ansonsten kannst Du gerne Behauptungen in den Raum stellen. Nur darfst Du Dich nicht wundern, wenn Leute mit Ahnung Deine Aussagen hinterfragen. Hat Tunnelklick auch schon gemacht. Und wenn schon zwei Leute hier nachfragen, würde ich mir an Deiner Stelle überlegen, ob es vielleicht sinnvoll wäre, sich mal über den Wahrheitsgehalt der Behauptung Gedanken zu machen.

    Kleinkrieg brauchen wir hier nicht, aber von Dir kommen auch keine wirklichen Inhalte. Immer wieder die gleichen leeren Kommentarschleifen. Sorry.

    Tipp: Einfach mal Zeit nehmen, bei CPV in entsprechende Ausschreibungen gucken und selbst überzeugen.

  • Tipp: Einfach mal Zeit nehmen, bei CPV in entsprechende Ausschreibungen gucken und selbst überzeugen.

    Da geht's schon los: Was soll "bei CPV gucken" sein? Man kann z. B. bei Vergabebehörden in eine Ausschreibung schauen, aber nicht "bei CPV". CPV ist eine standardisierte Codierung für Ausschreibungen, aber keine Webseite zum Nachschauen.


    Ich kann auch nicht bei "UN Nummer gucken" um rauszufinden, wer Salzsäure transportiert.

  • Ich muss aber Hajü in einem recht geben - bei öffentlichen Ausschreibung ist in der Zusammenfassung der Ausschreibung bereits zu sehen, welche Vergabekriterien gelten. Da braucht man wirklich nicht lange suchen in Dokumenten. Es gibt zwar immer wieder gerne weitergehende qualitative Anforderungen, die ein Bieter erfüllen soll. Aber solange die offiziellen Vergabekriterien nur oder überwiegend auf Preis stehen, spielen diese eine derart niedrig untergeordnete Rolle, dass die Qualität absehbar darunter leidenm muss.


    Ob jetzt 99% nur auf Preis gehen, kann ich nicht beurteilen.