M36 nach Neu-Isenburg verlängern?

  • Nein geht nicht. Bisher war das hier noch kein Thema, aber es gab anscheinend aus dem Ortsbeirat 5 die Frage, ob der M36 nicht bis Stadtgrenze N.-I. verlängert könnte. Der Vorschlag wurde geprüft und für unpraktikabel befunden.



    Quelle: ST_1031 vom 23.6.2025

  • Den Erfolg der 17 hat man ja auch nicht in diesem Maße kommen sehen. Aber ich sehe auch nicht wirklich POtential - selbst eine Weiterführung und Anbindung an die RTW mach wenig Sinn, weil sich dadurch im Gegensatz zum Direktverkehr ab Südbahnhof oder vorherigen Umsteigepunkten keine neue Verbindung erschließen lässt.

  • Wenn dann wäre es eher sinnvoll, den M36 nach Gravenbruch zu verlängern - vielleicht auch nur jede zweite oder dritte Fahrt. Damit wäre dann die Linie 652 überflüssig und könnte gestrichen werden.

  • Der 36er nach Gravenbruch gab es früher mal in meiner frühen Jugendzeit. Warum das damals aufgegeben wurde entzieht sich meiner Kenntnis, ich nehme aber an, das das an der Einführung der 900er Linien lag.

  • Der 36er nach Gravenbruch gab es früher mal in meiner frühen Jugendzeit. Warum das damals aufgegeben wurde entzieht sich meiner Kenntnis, ich nehme aber an, das das an der Einführung der 900er Linien lag.

    Hallo.

    Auf die 36 folgte die Linie

    960 Eschenheimer Tor - Gravenbruch.

    (siehe auch hier)


    Grüße ins Forum

    Helmut

    You'll Never Ride Alone.

  • Ah, so verteilen sich die Generationen hier.


    Ich habe Teile meiner Kindheit und vor allem die Jugend in Gravenbruch verbracht und glaube, mich an den 961er zum Hauptbahnhof zu erinnern. Ein Ziel Eschenheimer Tor? Da müsste ich passen.


    Kann es aber sein, dass eine 9xxer-Linie als eine Art Expressbus nur am Autokino gehalten hat und die Gravenbrucher Schleife ausgelassen hat?


    Themenbezug: Klingt nicht unspannend. Ich weiß zwar nicht, wie sich Gravenbruch inzwischen entwickelt hat (planerisch ursprünglich wohl mal als "Schlafstadt" konzipiert, wenn ich die spätern '60er / frühen 70er Jahre im Kopf habe), aber wie pendelt man denn heute so von Gravenbruch aus nach Frankfurt?


    Zu meiner Oberstufenzeit sind wir mit der Linie 1 der Stadtwerke Neu-Isenburg zur Straßenbahn gefahren und dann weiter mit P-Wagen durch die Schweizer Straße zum Theaterplatz gefahren. Seit der Umstellung "Alles auf Südbahnhof" hat dann meine ÖPNV-Nutzung nachgelassen, zumal dann ja auch der Führerschein die Brieftasche bereichert hat.

  • Mhmm, da bin ich wohl die (Ex-) Gravenbrucher Generation zwischendrin... :-)
    Was ich mir als ÖPNV-interessierter Schüler so angelesen habe, erzählt bekam bzw. selbst mit erlebt habe:

    Bis 1974 fuhr der 36er nach Gravenbruch, mit der Gründung des FVV übernahmen dann die Bahnbusse: Die Linie 960 kam auf dem Weg nach Dietzenbach Hexenberg in Gravenbruch vorbei, die 961 fuhr noch den (Um-)Weg über Neu-Isenburg und dann noch über Gravenbruch, Heusenstamm, Dietzenbach und Waldacker nach Ober-Roden (erst Bahnhof, später Siedlung Breidert). Start in Frankfurt waren erst Eschenheimer Tor (960) und Hbf (961), ab 1984 dann der Südbahnhof.
    Im Berufsverkehr gab es auch immer einige schnellere Kurse, die nur Gravenbruch Forsthaus und - nach Bau - Gravenbruch Kreuzung hielten,

    Alternativ - wie von Uli Nobbe geschrieben - kam man mit dem Isenburger Stadtbus (der "1") zur Straßenbahn und dann zum Südbahnhof.


    Mit der Eröffnung der Rodgau-S-Bahn wurden die Linien eingestellt und die OF-50 (heute 652) übernahm die Anbindung Gravenbruchs an Frankfurt.

    Eine Anbindung des 36ers an Gravenbruch fände ich ganz charmant - wäre eine direkte Anbindung an die Innenstadt samt Zeil/Konstablerwache und Uni/Palmengarten. Gleichzeitig würden natürlich die ganzen Umsteigebeziehungen am Südbahnhof (Regionalverkehr, U-Bahn, Straßenbahn, etc.) wegfallen.

    Einmal editiert, zuletzt von Tiridates ()

  • Je tiefer ich grabe: Ich erinnere mich lebhaft, wie meine Großmutter mit mir in den 961er gestiegen ist, um mich am Hauptbahnhof allein (!) in den Zug nach NRW zur Verwandtschaft zu setzen.

    Und ich weiß ganz genau, dass das ein Bus mit Falttüren in der Mitte war. Recherchen haben ergeben, dass das ein Mercedes 0 302 gewesen sein muss. Rot lackiert.
    Bahnbus? Ich meine, ja. Interessant...

    Alternativ - wie von Uli Nobbe geschrieben - kam man mit dem Isenburger Stadtbus (der "1") zur Straßenbahn und dann zum Südbahnhof.

    Da gab es eine Zwischenzeit vor dem Südbahnhof: Ich schrieb ja von der Schweizer Straße und dem Theaterplatz, vor seiner Umbenennung (und der peinlichen Enthüllung der U-Bahn-Station "Willi-Brandt-Platz" (statt Willy) durch Petra Roth, was die Frankfurter Rundschau köstlich ausweidete).
    Es fuhr die Linie 22 nach Praunheim Heerstraße; die Linienführung müsste über die Alte Oper gewesen sein. Beim Goetheplatz bin ich mir nicht ganz so sicher und ich müsste nachforschen. Aber der McDonald's, der war für uns Iseborscher Heranwachsende ein Ziel. Mit diesen dämlichen Styroporkartons damals.


    Noch ganz kurz ein wenig Nostalgie: In einem anderem Forum fand ich eine Bemerkung, an die ich mich gar nicht mehr erinnern kann:

    Zitat

    Oder die alten DÜWAG-Straßenbahnen zwischen Neu-Isenburg und Louisa, Fahrdrahtspannung immer zu hoch und Bandlaufwerk immer zu schnell. Mit Micky-Maus zur Oberschweinstiege und zurück.

    Quelle: https://www.radioforen.de/thre…blueten.19243/post-319948


    War dem so? Mehr Power auf dem Draht für den Anstieg im Stadtwald? Zu schnelles Bandlaufwerk?
    Ja, ich habe zugeschaut, dass die Kassette immer umgedreht werden musste. Aber zu schnell dank höherer Spannung?


    So, jetzt mal zu der Vorlage aus dem Ursprungsposting und der Begründung.

    Ablehnung, Zusatznutzen und Schwierigkeiten Wende bzw. Parkposition: Da bin ich ja noch d'accord.

    Aber folgender Satz aus der Vorlage:


    "Außerdem verkehrt zwischen der Frankfurter Innenstadt und Neu-Isenburg Bahnhof die S6 überwiegend im 15-Minuten-Takt."


    ... lässt mir die Haare zu Berge stehen.

    Frankfurter Magistratsmitglieder sollten halt nicht über Neu-Isenburger Verhältnisse schwadronieren.


    Zwar ist der Satz rein faktisch korrekt, aber er berücksichtigt weder die Lage des Bahnhofs Neu-Isenburg noch die ÖPNV-Relationen aus der Stadtmitte oder umliegender Siedlungen dorthin. Eine Verstärkung bzw. Erweiterung der Haltestelle "Neu-Isenburg Stadtgrenze" mit der Begründung "Ei, da ist doch noch der Bahnhof" abzulehnen, ist... ich empfehle, das selber mal zu testen.


    Springt mal in N-I Bf aus dem Zug und versucht von da aus zur Stadtgrenze zu kommen, um alternativ in die 17 zu steigen.

    Viel Erfolg!

    Klar, es ist ein Isenburger Problem. Aber dann sollten sich auch die Frankfurter da raushalten.


    Die Gravenbrucher Idee finde ich auf jeden Fall sympathisch und überdenkenswert.

    Oder aber ich bin ein alter Romantiker, der über diese Umstellung auf den Südbahnhof als zentralen Umsteigeplatz, auch wenn das schon ewig her ist, immer noch nicht so richtig hinweggekommen ist.

  • ... (und der peinlichen Enthüllung der U-Bahn-Station "Willi-Brandt-Platz" (statt Willy) durch Petra Roth, was die Frankfurter Rundschau köstlich ausweidete). ...

    OT: da narrt dich deine Erinnerung. Das war 1993 und enthüllt hatte OB Andreas von Schoeler; Frau Roth ist erst 1995 gewählt worden (wir wollen doch bei den Fakten bleiben).


    Die Frankfurter Buslinien nach Gravenbruch gab es schon seit den später 1950er jahren, damals als Linie 66A, dann Linie 66, die 1963 in 36 umgezeichnet wurde, aber nur - wie oben geschrieben - bis längstens 1974 bis Gravenbruch fuhr. Die einzige wahre Quelle dafür ist die Buslinien-Chronik bei tramfan-ffm.de

  • Springt mal in N-I Bf aus dem Zug und versucht von da aus zur Stadtgrenze zu kommen, um alternativ in die 17 zu steigen.

    Viel Erfolg!

    Klar, es ist ein Isenburger Problem. Aber dann sollten sich auch die Frankfurter da raushalten.

    Jede zweite S6 hat einen Anschluss zum Bus 52.

    Mo-Sa S6 im T15 und 52 im T30.

    Sonntag S6 im T30 und 52 im T60.

    Klar ist nicht ideal, aber grottenschlecht ist das nicht.


    Als Isenburger stimme ich aber selbstverständlich zu. Die Argumentation dass es aufgrund der S-Bahn keine Verlängerungen anderer Linien in die Isenburger Innenstadt bedarf, ist lächerlich.


    Den 36er nach Isenburg zu verlängern ist aber auch Unsinn. Die Haltestelle "Hainer Weg" müsste entweder wegfallen, oder es muss ein massiver Umweg gefahren werden.


    Die Verlängerung nach Gravenbruch wäre die logische Konsequenz. Und wenn es nur einzelne Fahrten sind. Gravenbruch hat keinen eigenen Bahnhof und ist auf qualitativ hochwertigen Busverkehr angewiesen.

  • Im Falle das eines zukünftigen Tages die A-Strecke irgendwo die Darmstädter Landstraße tangiert wäre natürlich eine Neuordnung des Bus-Angebots sinnvoll. 10 Minuten Neu-Isenburgzentrum bis zur Mailänder Straße an die A-Strecke wäre ziemlich attraktiv. Im jetzigen Fall dürfte nur der 10 Minutentakt einer M-Linie die Verbindung attraktiv machen und den wird Neu-Isenburg sicherlich nicht bezahlen wollen.

  • Die Frankfurter Buslinien nach Gravenbruch gab es schon seit den später 1950er jahren, damals als Linie 66A, dann Linie 66, die 1963 in 36 umgezeichnet wurde, aber nur - wie oben geschrieben - bis längstens 1974 bis Gravenbruch fuhr. Die einzige wahre Quelle dafür ist die Buslinien-Chronik bei tramfan-ffm.de

    Das ist nicht ganz korrekt, zwar wurde 1963 die Linie 66 in 36 umbenannt, der 36er fuhr aber erst ab 1969 nach Gravenbruch (allerdings nur jede zweite oder dritte Fahrt, alle anderen endeten am Hainer Weg). Von 1963 bis 1969 fuhr Linie 66 vom Hainer Weg nach Gravenbruch (vorher war das die 66A), man musste also am Hainer Weg umsteigen. Und da gab es immer wieder Ärger mit den Anschlüssen, Linie 66 kam zu spät aus Gravenbruch, Linie 36 war weg usw.

    Als der 36er nach Gravenbruch fuhr, kam der insbesondere morgens oft verspätet aus Gravenbruch und man stand sich am Hainer Weg die Beine in den Bauch (oder der nächste 36er, der am Hainer Weg startete war schon vorher unterwegs).

    Und, ja, mit dem FVV kam die Linie 960 vom Eschenheimer Tor nach Gravenbruch, ein roter Bahnbus. Den haben wir dann auch gerne genommen von der Innenstadt zum Hainer Weg (der 36er hatte oft Verspätung), sehr zum Missfallen derer, die nach Gravenbruch wollten und mit einem überfüllten Bus fahren mussten...


    36 ab Hainer Weg war damals mein Bus in die Schule und die große Stadt. Gruß ins Forum

    norpra56

  • War dem so? Mehr Power auf dem Draht für den Anstieg im Stadtwald? Zu schnelles Bandlaufwerk?

    Ob da mehr Power auf dem Draht war, weiß ich nicht. Eine Auswirkung auf das Bandlaufwerk würde ich aber ausschließen. Die Bandlaufwerke hingen ja nicht an den 600V, sondern an der Batteriespannung (24V). Selbst wenn mehr Dampf auf dem Fahrdraht ist, sollte davon nach dem Umformer nicht mehr viel übrig bleiben.

    Was es aber tatsächlich gab, waren massive Geschwindigkeitsunterschiede zwischen den einzelnen Bandlaufwerken - einige zu schnell, andere zu langsam. Das war aber nicht spannungsabhängig. Ich schätze, der Werkstatt war damals ein "funktioniert" genug, die exakte Bandgeschwindigkeit war da eher sekundär.

    OT: da narrt dich deine Erinnerung. Das war 1993 und enthüllt hatte OB Andreas von Schoeler;

    Und ich meine, es wäre auch ein Straßenschild (also die Dinger mit weiß auf blauer Schrift, die an Laternenmasten hängen) gewesen, kein Schild für die U-Bahn. Aber ich kann mich auch irren...

    Tja, jetzt machste dir extra die Arbeit, das hier unten zu lesen - und dann steht da nichts sinnvolles. Pech gehabt.

  • Noch ganz kurz ein wenig Nostalgie: In einem anderem Forum fand ich eine Bemerkung, an die ich mich gar nicht mehr erinnern kann:

    Quelle: https://www.radioforen.de/thre…blueten.19243/post-319948

    An zu schnelle Bandansagen kann ich mich nicht mehr erinnern, aber wenn ich vorne beim Fahrer saß und der Vorhang nicht so dicht war, konnte man auf dem Tacho sehen das die DüWAG manchmal sogar über 80 auf der Strecke fuhren.

  • Hallo zusammen,


    Nostalgie meinerseits:

    ich bin in Gravenbruch groß geworden, besuchte dort die Ludwig-Uhland-Schule. Später, als ich in Frankfurt in die

    Schule ging, bin ich erst zum Hbf. gefahren mit der Straßenbahn und dann von dort mit dem 960 in den Gravenbruch. Bzw. 961.

    Später vom Südbahnhof aus. Mit Bundesbahn-O 305 erst in Weinrot, später Himbeer-rot und Himbeer-rot - weiß. Nicht zu vergessen

    die O 407 in weiß mit orange-roten Streifen, erst DB, dann VU. Siehe auch http://www.bahnbus-bildarchiv.de.

    Am Waldspielpark/Tannenwald z.B. steht immer noch die Linie 972 angeschrieben.;)


    Grüsse

    Thomas