"Gutleut"-Straßenbahn (Vorplanung)

  • Der Magistrat hat den Stadtverordneten eine Vorlage zur Beschlussfassung über Planungsmittel von 4,75 Mio € zur baureifen Planung der Straßenbahn durch die Gutleustraße bis zum Briefzentrum übermittelt.


    Die Maßnahme steht im Zusammenhang mit dem Umbau der Haltestellen Hauptbahnhof und Platz der Republik, der Zeitpunkt wird ganz wesentlich durch die Planungen der Deutschen Bahn für den Fernbahntunnel bestimmt.


    Zitat

    Zudem muss die bestehende Anbindungsstrecke des Straßenbahnbetriebshofes Gutleut in der Mannheimer Straße für den Bau des Großprojektes "Fernbahntunnel Frankfurt" aufgegeben werden. Um den wichtigsten Frankfurter Straßenbahnbetriebshof Gutleut weiterhin mit Straßenbahnen anfahren zu können, muss daher eine neue Zufahrt zum Betriebshof geschaffen werden.


    Diese Zuführungsstrecke soll auch für den linienmäßigen Fahrgastbetrieb eingerichtet werden und bis zum Briefzentrum verlängert werden, sodass die parallel verlaufende Buslinie 37 aufgegeben werden kann. Diese im regelmäßigen Linienverkehr befahrene Straßenbahnstrecke ist sowohl bereits im Nahverkehrsplan, Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 04.03.2021, § 7285 (Perspektivnetz Straßenbahn, Planungsstufe 2), als auch im gültigen GVP 2005 (ÖPNV-Vorschlagsnetz) enthalten (Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 15.12.2005, § 10477.


    Zugleich muss für die ebenfalls wegen des Baus des Fernbahntunnels wegfallende Straßenbahnwendeschleife Pforzheimer Straße ein Ersatz in Form einer netznahen Wendemöglichkeit südlich des Hauptbahnhofes gefunden werden, in der, in Analogie zur vorhandenen Schleife, zwei Straßenbahnzüge gleichzeitig stehen können.

    Quelle: M_186_2025 vom 14.11.2025


    Die Vorlage enthält auch den gesamten Streckenverlauf in fünf Teilplänen:


    Baseler Platz

    Zanderstraße

    Camberger Straße

    Wurzelsiedlung

    Briefzentrum

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  • Zitat

    Kurios: warum man das Wendegleis hinter der letzten Haltstelle gekrümmt in Richtung des Gleisanschlusses angelegt hat, bleibt wohl ein Rätsel :/

    Ich vermute, dass man bei einem geraden Gleis die Fahrspur für den U-Turn hätte verschieben müssen, um eine ausreichende Nutzlänge zu bekommen.

  • Wie wäre es, wenn man schon die Verlängerung bis zum Briefzentrum plant, eine Verbindungs-(Betriebs)Strecke über die Camberger Brücke zur Galluswarte mitplanen würde?

    Einmal editiert, zuletzt von U24ever ()

  • Kennst du die Örtlichkeiten an der Galluswarte?

    Der Bau von einem Gleisdreieck dort kann ich mir nur mit hohen Kosten vorstellen.

    In god (an invention by mankind) we trust - on earth we don't


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  • Für den Abschnitt Hbf- Baseler Platz würde sich die Fortführung der Kombitrasse Bus - Straßenbahn anbieten. Die Buslinien müssen ebenfalls die Südseite umfahren.

    Irgendwie unausgereift, nordlich vom Hbf eine Kombitrasse einzurichten, südlich davon nicht.

  • Irgendwie unausgereift, nordlich vom Hbf eine Kombitrasse einzurichten, südlich davon nicht.

    In Beschreibung steht doch, dass die Kombitrasse bis zum Knotenpunkt Baseler Straße/Gutleutstraße verlängert werden soll.


    Gruß Tommy

  • Es wird der gesamte Bereich von der Friedensbrücke bis zum Platz-der-Republik neu gestaltet, plus der Neubaustrecke Gutleut. Das ist schonmal ein Brett. Durch den Fernbahntunnel gibt es auch genügend Druck, dass ganze zeitnah durchzuziehen.

  • Cool finde ich auch das " Umfahren" der Linksabbiegerspur. Sonst ist diese Spur auf der Gleistrasse oder mit aller Gewalt rechts neben den Gleisen. Beides nicht gerade unproblematisch.

  • Bestandsschutz Bäume. Wenn der Platz dafür da ist, warum nicht.

    Ah, besten Dank! Das erscheint sinnvoll.


    Besonders gelungen finde ich übrigens die "Block"umfahrung am Baseler Platz.


    Einziges Mini-Manko ist die fehlende Haltemöglichkeit für Trams die aus Süden kommen und wieder nach Süden verkehren bei Baustellen oder Betriebsstörungen am Hauptbahnhof. Hier wäre eine Haltemöglichkeit mit Übergang zu einem Bus-SEV noch ein Wunschgedanke ;)

  • In der Wendeschleife sind 2 Haltepositionen für Trams vorgesehen. Daher können auch Züge aus dem Süden mit Fahrgästen am Baseler Platz wenden. Der Übergang zum SEV könnte zwar besser sein, aber ist so schlimm jetzt auch nicht.


    Generell ist die gewählte Lösung schon sehr gut durch dacht.

  • Für einen SEV gibt ja bereits Konzepte, die werden vermutlich auch bleiben. Zusätzlich ist auch Gleiswechsel zwischen Hbf und Baseler Platz eingezeichnet. Durch eine Bedienung der Strecke zum Briefzentrum / BB Gutleut ist auch der Hbf fußläufig erreichbar.

  • Wem es vielleicht nicht aufgefallen ist.
    Bei der Ertüchtigung der Gleisanlage auf der Friedensbrücke wurde gleich der Busphalt verwendet. Das ermöglicht eine Verlängerung der ÖPNV-Spur bis zur Stresemannallee/Gartenstraße. :S

    Das Schicksal mischt die Karten - und wir spielen.

  • Wem es vielleicht nicht aufgefallen ist.
    Bei der Ertüchtigung der Gleisanlage auf der Friedensbrücke wurde gleich der Busphalt verwendet. Das ermöglicht eine Verlängerung der ÖPNV-Spur bis zur Stresemannallee/Gartenstraße. :S

    Auf der Strecke fahren allerdings bisher gar keine Busse :/ Ist da eine Änderung absehbar?

  • Auf der Strecke fahren allerdings bisher gar keine Busse :/ Ist da eine Änderung absehbar?

    Vielleicht kommt die 35 wieder zum HBF, die haben das ja auch am Willy-Brandt-Platz schon länger extra für Busse, sonst wäre es ja "Geldverschwendung"

    Hi, ich bin Adam, ignoriert den Namen, den kann man anscheinend nicht ändern...

  • Die Pläne finde ich auch alle sehr durchdacht. Das wird für den Bereich Baseler Platz/Wurzelsiedlung auch städtebaulich eine deutliche Aufwertung darstellen. Gerade ab Heizkraftwerk ist das schon eine ganz schöne Autobahn mit null Aufenthaltsqualität. Haben die Planer*innen gut gemacht.