Gesamtverkehrsplan Schiene Frankfurt am Main 2035+

  • Absolut heraus sticht für mich die Empfehlung zu einer neuen U-Bahnlinie als Abzweig der U5 zur Erschließung von Eckenheim-West und Eschersheim-Ost, die wenn ich richtig sehe eine völlig neue Innovation dieses GVPs ist und als mit Abstand wirkungsvollste untersuchte Maßnahme präsentiert wird.

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  • Da hat sich auch eine Idee zur Verpätung(sverschleppung)serhöhung bei der S-Bahn reingefunden:

    Zusätzlicher S-Bahn Halt zwischen F West und F Rödelheim


    Die aktuelle Zeitlage der S3 lässt keine Fahrzeitverlängerung zu, da die Wendezeit in Bad Soden zu

    kurz würde. Macht man das falls der Rücktausch der S3/4 auf ihre alten Trassenlage erfolgt so

    ist der Halt trotzdem keine gute Idee.

    Vor dem Trassentausch S3/4/5/6 hat die S3 besonders in der HVZ durch die eingleisigen Abschnitte

    an beiden Enden und kurzen Wendezeiten Verspätungen über längere Zeit mitgeschleppt und nur

    abbauen können wenn nicht durch andere S-Bahnen bei Fahrt in den Tunnel hinein wieder die

    Verspätung erhöht wurde (lief sonst auf vorzeitiges Wenden in Niederhöchstadt hinaus)

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  • Immerhin hatten die Autoren dieses Problem zumindest grundsätzlich auf dem Schirm:

    Zitat

    Es werden erhebliche Risiken gesehen. Diese betreffen einerseits die Infrastrukturinvestitionen an der Station und deren Umfeld sowie an eingleisigen Abschnitten von S-Bahn-Außenästen nach Usingen, Kronberg und Bad Soden. Andererseits betreffen diese Risiken auch die Betriebskosten der S-Bahn durch ggf. zusätzlichen Fahrzeug- und Personalbedarf, die aus verlängerten Fahrzeiten und veränderten Fahrplanlagen der S-Bahn resultieren könnten.

  • Wenn man mit pünktlichen Zügen rechnet, dann geht das.....da braucht man weder zusätzliches Personal

    noch weitere Fahrzeuge - erst beim Berücksichtigen von kleineren Verspätungen wird es ein Problem.


    Das hat man an anderen Stellen auch durch Zusatzbahnsteige gut hinbekommen:

    Langen Flugsicherung -> Zugkreuzung wandert von Streckenmitte Egelsbach - Erzhausen weiter nördlich

    -> weniger Toleranz bei Verspätungen...jetzt verschleppen die sich häufiger. Endweder der Zug nach

    Frankfurt steht etwas (und der schiebt dann im Tunnel andere Züge auf Verspätung) oder der nach

    Darmstadt, sodass dieser erst kurz vor Abfahrt DA Hbf ankommt und dann auch verspätet zurückfährt.

    Brehmtal/Zeilsheim -> Wendezeit in Niedernhausen deutlich geringer sodass da Verspätungen häufiger

    wieder zurück nach Frankfurt genommen werden

    Will man mit Einbau von Weichen und zusätzlichen Fahrzeugen lösen

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  • Wenn man sich das durchließt, fragt man sich an einigen Stellen, ob da nicht jemand den Verstand verloren hat. Hat das Frankurt22 die Wunschliste vorlegen dürfen?

    Du wirst uns sicherlich noch mit konkreten Kritikpunkten aufklären.


    Oft kritisiert du Projekte als " zu klein gedacht (RTW)", andere als Phantasterei.

    Sicher, ein paar Sachen klingen heute möglicherweise auch so, mit etwas geänderter Ausführung in fünfzehn Jahren möglicherweise als dringend notwendig.

    Mit der Inbetriebnahme der U5 ins Europaviertel sind wir ja schon bei 2030. Ich habe die Zeit noch mit Hauptgüterbahnhof und das AW Gelände Nied erlebt. Wenn im Jahre 1980 einer etwas von U-Bahn Strecke (incl. Verlängerung nach Höchst) geredet hätte, hätte er vermutlich auch deine Aussage zu hören bekommen.

  • 1980 wollte man noch die Mainzer Ldstr entlang nach Höchst - bis zu den Farbwerken.....

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  • Macht man das falls der Rücktausch der S3/4 auf ihre alten Trassenlage erfolgt so

    ist der Halt trotzdem keine gute Idee.

    Vor dem Trassentausch S3/4/5/6 hat die S3 besonders in der HVZ durch die eingleisigen Abschnitte

    an beiden Enden und kurzen Wendezeiten Verspätungen über längere Zeit mitgeschleppt[...]

    Naja, die Zugkreuzung auf dem Abschnitt Erzhausen - Egelsbach könnte zum (größeren) Problem (als es durch Flugsicherung ohnehin schon ist) werden. Die Ausschreibung für das Gallusnetz ab 2032 sieht aber meines Wissens nach Wendezeiten von 39 Minuten in Darmstadt und 11 Minuten in Bad Soden vor, verglichen mit heute 11 Minuten in Frankfurt Süd und 7 in Bad Soden.

    Die S4 könnte allerdings schwieriger werden, da sie in Langen weiterhin nur 7 Minuten Wendezeit hat. Woher man da eine zusätzliche Minute für den Halt nehmen will wüsste ich jetzt nicht, früher in Kronberg ab würde wohl kaum gehen, und die Fahrzeit Süd - Langen ist jetzt auch nicht gerade großzügig, da etwas rauszukürzen kann man vergessen. Auch die S5-Zwischentakte würden wertvolle Wendezeit verlieren, aktuell sind 8 Minuten in Bad Homburg geplant.

    2 Mal editiert, zuletzt von Spiessgang ()

  • Du wirst uns sicherlich noch mit konkreten Kritikpunkten aufklären.


    Oft kritisiert du Projekte als " zu klein gedacht (RTW)", andere als Phantasterei.

    Vieles was in diesem Gesamtverkehrsplan steht kollidiert direkt mit der Grüngürtelsatzung.

    • S-001, S-002, S-006 In Kombination verheerend für die ÖPNV Nutzung. Es verschlechtert die Fahrzeit von Oberusel und Bad Homburg nach Frankfurt deutlich. Sprich man schafft heftige Anreize nicht mehr den ÖPNV zu nutzen.
    • U-002 Der Verlauf von der Ludwig-Landmann-Straße durch Brentano-Bad und -Park ist unrealistisch. Wenig potentielle Fahrgäste und zwingend in Tunnel zu bauen. Warum nicht gleich vom Industriehof über Hausen und den Hausener Weg folgend im Tunnel zum Rödelheimer Bahnhof. Da man in Sossenheim das neue Gewerbegebiet ohne Berücksichtigung einer Stadtbahntrasse gebaut hat, kann man diese auch nicht mehr nachträglich errichten. Im Unterfeld besteht wegen der Hochwassergefahr durch die Nidda keinerlei Möglichkeit eine Trasse zu errichten. Bleibt also nur ein Tunnel komplett von Rödelheim bis Höchst. Die existierenden Straßen sind selbst für eine Straßenbahnstrecke recht eng. Mit 100m Zügen kommst Du da nie hin. Dann gibt es in der Westerbachstraße fortwährend Stau zum Anschluss der BAB 648. Daher nur Tunnel – teuer aber machbar.
    • T-021, T-028 Verlauf zwischen Rebstock und Westerbachstraße ist eine reine Phantasterei. Neue Niddabrücke fällig, Unterführung unter BAB 648 notwendig, massenweise Kleingärten müssen rasiert werden, dann ist der Westerbach zu verdohlen. Dann darfst Du dem 1.RFC02 den Sportplatz wegnehmen. Oder wie mache ich mich als Politiker in Frankfurt am schnellsten unbeliebt. Der restliche Verlauf der T-021 ist sogar machbar. Allerdings wäre vom Rödelheimer Bahnhof die Trasse realistischer.
    • T-015 im Gegensatz zur U-002 bekommt das sicherlich irgend wie als Straßenbahn oberirdisch rausgewürgt. In Sossenheim sind die Straßen für eine Straßenbahn halt einfach zu eng. Das sollte man bei der Stadt wissen.
    • U-003, U-004 Die Praunheimer Landstraße ist für die Stadtbahn zu eng. Alt-Praunheim eignete sich noch nicht einmal für die alten Zweiachser, wie willst Du da mit 100m Zügen durch? Als wenn dann nur als Tunnel. Da es zur Disposition steht die U-7 über die Heerstraße zum NWZ zu verlängern braucht es das hier nicht. Sinnvoll und technisch umsetzbar ist eine Straßenbahn vom Industriehof zur Praunheimer Brücke.
    • Straßenbahn Höchst, hängt alles davon ab wie man sinnvoll die Straßenbahn zum Bahnhof bekommt.
    • U-008 eine Stadtbahnstrecke auf direktem Weg von der Sächsenhäuser Warte hat das Problem, dass man zwar schneller von Neu Isenburg zum Südbahnhof kommt, aber die Erschließung von Neu Isenburg und alle südlichen Gemeiden geht gegen Null, da die Stadtbahn nicht in den Straßenraum von Neu Isenburg passt. Die Straßenbahnstrecke durch den Stadtwald ist nicht wirklich langsamer und bietet das Potential als Straßenbahn die südlichen Gemeinden zu erschließen. Durch RTS o.ä. könnte man die Louisa als Knotenpunkt aufwerten.
    • U-018 Die A-Strecke braucht unbedingt eine leistungsfähige Wendeanlage, was eine oberirdische Streckenführung von selbst verbietet.
    • U-007 ich sehe da das Problem woher sollen die Züge kommen? Die U4 ist bereits sehr ausgelastet, und die U5 will wohl auch niemand ausdünnen. Als Straßenbahnprojekt sicherlich sinnvoller.
    • U-009 D-Süd sicherlich sehr sinnvoll, aber eben nur im Tunnel, und das wäre teuer. Wenn man oberirdisch baut, hat man wieder das Problem, dass es Probleme mit dem Durchsatz zum Stadion gibt.
    • Der ganze Komplex der U4 Verlängerung in Tunnel sicherlich machbar. Dauerthema zu teuer und die Verlängerung nach Niederdorfelden kommt mit der RTO in Konflikt.
  • Einen Gruß in die Runde.


    Die Maßnahme U-093 Marbachweg - Eckenheim greift die so. „Nordlinie“ auf, die in den GVP 1961 und 1962 enthalten war, damals noch mit einer Anbindung zum Weißen Stein, auch als Entlastung der A-Strecke. Mit der GVP 1964 ist die Strecke entfallen. Dass sie jetzt in die Diskussion zurückkehrt, scheint begrüßenswert.


    Die Maßnahme U-018 Sachsenhäuser Warte erscheint insofern spannend, als sensationell niedrige Baukosten angesetzt werden. Grund ist offenbar ein nur kurzer Tunnel zur Darmstädter Landstraße und eine anschließende oberirdische Führung, was gegenüber früheren Tunnelplanungen vielleicht ein Fortschritt wäre und die Strecke realistischer macht.

  • Die Maßnahme U-093 Marbachweg - Eckenheim greift die so. „Nordlinie“ auf, die in den GVP 1961 und 1962 enthalten war, damals noch mit einer Anbindung zum Weißen Stein, auch als Entlastung der A-Strecke. Mit der GVP 1964 ist die Strecke entfallen. Dass sie jetzt in die Diskussion zurückkehrt, scheint begrüßenswert.

    Zugegeben fehlt mir jedenfalls bei der heutigen Bebauung die Fantasie, wie man eine solche Verbindung herstellen könnte – auch wenn sie erstmal attraktiv erscheint.


    Vielleicht ist das ein bisschen arg spezifisch für dieses Thema; aber es stellt sich auch die Frage nach der Taktung der U5. Den Ast zum Frankfurter Berg auf die Hälfte, also 10-Minuten-Takt auszudünnen erscheint nicht allzu erstrebenswert, auch wenn dort künftig 3-Wagen-Züge verkehren. Auch zum 15-Minuten-Takt der S6 würde das nicht ideal passen. 10+5-Minuten-Takt für den alten Ast und 15-Minuten-Takt nach Eckenheim erscheint auch nach keiner allzu guten Lösung. Bin mir unsicher, ob dieser Tradeoff bei der Analyse berücksichtigt wurde.

  • Jeder einzelne der Vorschläge, den du hier kritisierst, mit Ausnahme von S-002, wird bereits in der Grobbewertung zurückgestellt und nicht mehr weiterverfolgt.

    In einem Gesamtverkehrsplang gehören Projekte hinein, die auch sinnvoll umgesetzt werden können. Niemand interessiert sich für Unsinnsvorschläge, die schon im Vorfeld abgeräumt werden.

  • In einem Gesamtverkehrsplang gehören Projekte hinein, die auch sinnvoll umgesetzt werden können. Niemand interessiert sich für Unsinnsvorschläge, die schon im Vorfeld abgeräumt werden.

    Also ist dein Hauptkritikpunkt am Ergebnisbericht, dass nicht nur positive Resultate gezeigt werden? Dein Hauptkritikpunkt an dem Handeln der Verwaltung ist zu viel Transparenz?


    Chapeau. Damit hätte ich nun wirklich nicht gerechnet.

  • Zugegeben fehlt mir jedenfalls bei der heutigen Bebauung die Fantasie, wie man eine solche Verbindung herstellen könnte – auch wenn sie erstmal attraktiv erscheint.


    Vielleicht ist das ein bisschen arg spezifisch für dieses Thema; aber es stellt sich auch die Frage nach der Taktung der U5. Den Ast zum Frankfurter Berg auf die Hälfte, also 10-Minuten-Takt auszudünnen erscheint nicht allzu erstrebenswert, auch wenn dort künftig 3-Wagen-Züge verkehren. Auch zum 15-Minuten-Takt der S6 würde das nicht ideal passen. 10+5-Minuten-Takt für den alten Ast und 15-Minuten-Takt nach Eckenheim erscheint auch nach keiner allzu guten Lösung. Bin mir unsicher, ob dieser Tradeoff bei der Analyse berücksichtigt wurde.

    Oder als Straßenbahn. Durch die Ringstraßenbahn, wenn sie dann kommt, wären schon einige Linien möglich: Ginnheim <> Eckenheim, Eckenheim- Friedberger Warte - ...., Eckenheim - Glauburgstrasse - .... Herausforderung dabei gemischte Hoch-Tiefbahnsteige.

  • Also ist dein Hauptkritikpunkt am Ergebnisbericht, dass nicht nur positive Resultate gezeigt werden? Dein Hauptkritikpunkt an dem Handeln der Verwaltung ist zu viel Transparenz?


    Chapeau. Damit hätte ich nun wirklich nicht gerechnet.

    Leider fehlt teilweise die Transparenz, man untersucht nur eine Handvoll Maßnahmen, da die anderen für nicht sinnvoll gehalten werden. Das mag sinnvoll sein, ich hätte mir aber zumindest eine Übersicht dazu gewünscht, warum die einzelnen Maßnahmen nicht untersucht werden. Des Weiteren finde ich die ausgewählten Maßnahmen teilweise willkürlich. Klar, es handelt sich wohl um Vorschläge u. a. von Traffiq, der Stadt und einer Schwachstellenanalyse, aber z. B. fehlen mir auch Projekte. Warum untersucht man zur Anbindung des Schönhofviertel nur die S-Bahn, die bekanntermaßen nicht ohne weitere Maßnahmen machbar ist, aber nicht die Anbindung über eine mögliche Straßenbahn. Die Stadt möchte eine Linie 13 einführen, warum untersucht man dann nicht, ob sich nicht doch die Straßenbahn zur Praunheim Brücke rechnet. Bewertet wurde nur die U-Bahn. Daneben finde ich es schwierig, dass die extern untersuchten Maßnahmen zwar erwähnt werden, aber man überhaupt keine Details dazu findet. In einem GVP sollten alle Projekte gleichsam enthalten sein. Ich hoffe, dass das dann im finalen Dokument noch gemacht wird. So liest sich das so, dass wir zukünftig zwei Dokumente haben.
    Daneben hätte ich mir persönlich gewünscht, dass man sich den GVP 2005 nochmal zu Hand nimmt und schaut, was ist daraus noch sinnvoll und was nicht.

  • Also ist dein Hauptkritikpunkt am Ergebnisbericht, dass nicht nur positive Resultate gezeigt werden? Dein Hauptkritikpunkt an dem Handeln der Verwaltung ist zu viel Transparenz?

    Der Punkt ist, das aus Ergebnisbericht eben nicht ersichtlich ist: Wer, wann, wieso diese Vorschläge gemacht hat. Es steht dort nur: „Der Plan bewertet insgesamt 56 Schienenmaßnahmen, die größtenteils im Rahmen des kontinuierlichen Planungsprozesses durch die Stadtgesellschaft und die politischen Gremien eingebracht wurden.“ Man hätte auf die entsprechenden Dokumente verlinken können. Dann heißt es weiter „Der GVP-Schiene 2035+ empfiehlt insgesamt 23 Schienenmaßnahmen, … “ Was ist aus den 33 anderen Maßnahmen geworden? In der Grobbewertung durchgefallen, aber es gibt noch nicht einmal eine Erwähnung als „Maßnahmensteckbrief“ im Anhang.


    Inwiefern ist das transparent? „Transparenz“ nur dann wenn es der Verwaltung gefällt? Man kann das besser machen, und ich erwarte nicht, dass alles in diesem Bericht enthalten ist. Links wären vollkommen ausreichend gewesen.

    Einmal editiert, zuletzt von John2 ()

  • Der Nummerierung nach scheint es ursprünglich ein Liste gegeben zu haben die fortlaufend war.

    Im Ergebnisbericht ist die schon lückenhaft (S-004/S-005/T-001/T-002/T-004/T-007/T-018/....)

    Da könnte man auch eine vollständige Auflistung wünschen.

    Es fragt sich wie detailliert so ein Werk sein muss? Es soll ja erst mal nur eine grobe Übersicht

    bereitstellen aus der man dann weitere Beschlüsse ableitet.

    Ist es da auch wichtig zu wissen welche Fraktion/Person/... die Idee hatte? Es sind schon so 134 Seiten.

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