Ich nehme den bevorstehenden Baubeginn zum Anlass, auch für die Bauarbeiten in Bad Homburg einen gewidmeten Bauthread zu schaffen, um ihn von den vergangenen 16 Jahren Planungszeit zu trennen.
U2-Verlängerung nach Bad Homburg Bahnhof Bauthread (kein SEV)
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Die Bauarbeiten haben begonnen und sind im Gleisplan eingetragen.
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Ich war in gonzenheim und habe mir den aktuellen Stand aneschaut. Es hat sich noch nichts getan.
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Die Abbrucharbeiten sollen auch erst beginnen, sobald die neue Weiche vor Ober-Eschbach eingebaut ist
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Mir wurden Bilder zugeschickt, die die neue Weichenverbindung in Ober-Eschbach frisch auf dem planierten Schotter liegend zeigen (noch nicht eingeschottert). Es geht also voran. Wenn ich Gelegenheit habe, schaue ich mal vorbei und posten hier dann die Fotos.
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Ob das der Ende der Fahnenstange ist? Im anderswo bereits vorgestellten Baustellenplan fürs erste Halbjahr heißt es dazu:
ZitatStatus: Diese Arbeiten laufen und werden sich voraussichtlich bis Ende März 2026 verlängern.
polemische Einordnung: Mal schauen, wann wir mehr wissen - evt. am Wahltag 15.3 nach Schließung der Wahllokale.
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Was genau hat jetzt die Wahl mit dem Wetter zu tun?
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Dass es zu verlängerten Sperrpausen kommen kann, ist in Wintermonaten nicht ungewöhnlich, ich darf an das Jahr 2010 erinnern, damals sollte der Abzweig Nordwest für die U9 neu gebaut werden, die Arbeiten waren zunächst im Herbst 2009 eingeplant, mussten aber auf Januar 2010 verschoben werden, wegen witterungsbedingten Problemen dauerten die Arbeiten vier Wochen, geplant waren nur zwei, wenn es nun 16 Jahre später in Ober-Eschbach auch ein wenig länger dauert, ist das kein Grund für irgendwelche anderen Hirngespinste....
Noch kurz zur U9: Am Ende des Jahres wurde sie gemeinsam mit ihrer Schwester der Linie U8 am 12.12.2010 feierlich in Betrieb genommen und die Verzögerung am Jahresanfang hatte keine Folgen auf die spätere Erfolgsgeschichte und so wird es in einiger Zukunft auch mit der U2-Verlängerung zum Bad Homburger Bahnhof sein!
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Ob tatsächlich bald ernsthaft gebaut (und abgerissen) wird, ist zweifelhaft. Der Förderantrag liegt noch unbeschieden bei den Fördermittelgebern, und selbst bei einem positiven Bescheid wird es dauern, bis Gelder fließen. Momentan gilt beim Bund "Erhalt vor Neubau". Die NKU wurde von Intraplan erstellt, einem Büro, das bekannt ist für eine katastrophale Fehlprognose für den Flughafen Kassel. Ob gefördert wird, ist somit offen.
Was nicht passieren sollte, ist, dass bei einem Versagen einer Förderung der Betrieb zwischen Ober-Eschbach und Gonzenheim endgültig eingestellt wird. Ohne förmliches Stilllegungsverfahren.
Dem Vernehmen nach hat ein Bürger Oberbürgermeister Hetjes die Frage gestellt, ob nicht durch einen vorzeitigen Abriss der U-Bahn-Station vollendete Tatsachen geschaffen werden könnten. Er antwortete, dass vor Genehmigung des Förderantrags kein Abriss erfolgen werde. Aber auch bei einer Genehmigung sollte man mit dem Abriss warten, bis die Mittel fließen und die wesentlichen Bauaufträge erteilt sind und bis dahin den Abschnitt auf der Schiene betreiben. Momentan sieht man auf den Ausschreibungsportalen nur die Ausschreibung für die Weichenanlage in Ober-Eschbach, Kanalbau, einige begleitende Gutachtertätigkeiten und den Abriss der Station, aber keine für den Tunnelbau.
Schienenersatzverkehr ist immer eine Zumutung für die betroffenen Fahrgäste, und man sollte ihn daher minimieren. Den Zeitverlust sollte man pönalisieren; dann würde man auch sehen, wie exorbitant teuer SEV ist.
Hinweisen möchte ich auf eine Petition "U2 statt Schienenersatzverkehr!" :https://c.org/gFwGsDqjKB
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Die NKU wurde von Intraplan erstellt, einem Büro, das bekannt ist für eine katastrophale Fehlprognose für den Flughafen Kassel
An der Stelle kann man getrost ignorieren, was du schreibst, weil du missverstehst, was eine NKU leistet.
Dennoch eine Frage: ist der Abriss denn ausgeschriebenen?
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In der politischen Diskussion wird stets die Bedeutung der NKU herausgestellt. Der Wert liegt angeblich bei 2. Prüfen kann man sie nicht; auch mit einem Antrag nach HUIG wird sie nicht herausgerückt.
Der Abriss ist ausgeschrieben, aber offenbar noch nicht vergeben; man findet sie unter https://ted.europa.eu/de/notice/-/detail/782613-2025
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An der Stelle kann man getrost ignorieren, was du schreibst, weil du missverstehst, was eine NKU leistet.
Wenn der "Gonzenheimer" derjenige ist, der auch bei DSO unter diesem Pseudonym schreibt: Auch dort fiel er schon verschwörungstheoretisch auf. Insofern ist Deine Einschätzung nicht ganz falsch.
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In der politischen Diskussion wird stets die Bedeutung der NKU herausgestellt. Der Wert liegt angeblich bei 2. Prüfen kann man sie nicht; auch mit einem Antrag nach HUIG wird sie nicht herausgerückt.
solange du nicht verstehst, was das Ergebnis einer NKU ist, also nicht die Zahl, sondern was die Zahl bedeutet, hülfe dir die Prüfung auch rein gar nichts.
Was bleibt ist: du willst den Bau verhindern. Durch Missinformation.
Du bist nicht auch zufällig „skeptisch“ bezüglich Fernbahntunnel und Campu-Variante, oder?
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Momentan gilt beim Bund "Erhalt vor Neubau".
Gilt nur für Projekte des Bundesverkehrswegeplans. Die Stadtbahnverlängerung ist ein Projekt des GVFG. Anderer Geldtopf. Du vergleichst Marmelade mit Honig.
Und das eine NKU Berechnung beim Bund als größten Geldmittelgeber des GVFG sehr kritisch überprüft wird, ergibt sich von selber und ist gelebte Praxis. Das erledigen die Haushaltsexperten des Bundestages höchstselbst. Mach Dir keine Hoffnungen, dass im Rahmen der Überprüfung der NKF unter 1,0 fällt.
Nur mal zwei Beispiele, was baeuchle zu Recht mit Missinformation meint.
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So manche Beiträge sollte man einfach mal unkommentiert stehen lassen - besonders wenn
[der Beginn] die Bauarbeiten zeitlich so dicht bevor stehen.....
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Ich möchte doch hier einmal paar Fakten zusammenstellen:
- Am 15.3. ist Kommunalwahl. Man will zeigen, dass es mit dem U-Bahn-Bau vorangeht.
- Der Planfeststellungsbeschluss wurde vor knapp 5 Jahren rechtskräftig und läuft damit bald ab, wenn nicht mit dem Bau begonnen wird. Vielleicht deshalb fängt man jetzt mit Kanalbauarbeiten an.
- Die Gesamtfinanzierung des Projekts ist nicht gesichert; es fehlt die Förderzusage. Normalerweise fängt man solche Projekte erst an, wenn die Finanzierung steht. Wir reden hier von ca. 200 Mio. €
- Die NKU wird m.E. rechtswidrig interessierten Bürgern nicht zugänglich gemacht; man kann somit nicht zu einer eigenen Einschätzung über die Chancen einer Förderzusage kommen. Der Verdacht, dass hier etwas faul ist, drängt sich auf; das Zurückhalten induziert Spekulationen.
- Es gibt keinen umsetzbaren Plan. Auf der Bürgerversammlung am 8.12.25 wurden umfangreiche Planänderungen und ein ergänzendes Planänderungsverfahren mit Öffentlichkeitsbeteiligung erwähnt; die Öffentlichkeitsbeteiligung ist noch nicht eingeleitet.
- Ausgeschrieben wurden bisher nur einzelne Sachverständigengewerke und der Abriss der U-Bahn-Station sowie die Wendeanlage in Ober-Eschbach (siehe ted.eu, had.de).
- Es gibt eine Wendeanlage (komplett mit Gleiswechsel, Signalisierung für den Bahnübergang und Treppenpodesten zum Verlassen des Fahrzeugs) im Bereich der Jakob-Lengfelder-Straße, weit entfernt von den Weichen vor der U-Bahn-Station Gonzenheim. Hätte die für die Bauzeit nicht ausgereicht?
- Die Stadt zahlt ca. 1 Mio. € jährlich an Betriebskostenzuschuss an die VGF; der SEV ist billiger. Vor allem auch, da die Statdbuslinie 4 verkürzt wird. Deshalb wurde auch in der Vergangenheit der Betrieb der U-Bahn immer wieder von konservativen Kreisen in Frage gestellt.
Der Planfeststellungsbeschluss enthält die Nebenbestimmung " 1.5 Zum Schutz der Anwohner vor vermeidbaren bauzeitlichen Beeinträchtigungen ist die Gesamtbauzeit auf den erforderlichen Zeitraum zu begrenzen. Die Möglichkeiten zur parallelen Ausführung von Tätigkeiten sind - soweit für die Vorha-
benträgerin zumutbar und aus Gründen des Immissionsschutzes zulässig - zu nutzen.". Gegen diese Nebenbestimmung wird evident verstoßen.
Es wäre nicht das erste Mal, dass in Bad Homburg durch eiliges Handeln der Verwaltung vollendete Tatsachen geschaffen werden. Zuletzt diskutierte der Ortsbeirat Gonzenheim über die Möglichkeit, eine Asphaltfläche im Bereich der abgerissenen Container-Gymnastikhalle auf dem Sportplatz Lange Meile weiterhin als Parkplatz zu nutzen; zeitgleich wurde diese Fläche abgebrochen.
Ich hoffe, dass wir uns einig sind, dass SEV immer eine Zumutung für die betroffenen Fahrgäste ist und er daher zeitlich auf das Minimum beschränkt werden sollte.
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Es wird ja der Bau angegangen vor Ablauf der Gültigkeit [ohne Baubeginn] - wo ist das Problem??
Die "Wendeanlage" funktioniert zum Umsetzen zwischen den Gleisen vom Bahnsteig Gonzenheim
(zB Gleis 1 auf Strecke und zurück Gleis 2)
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Die "Wendeanlage" funktioniert zum Umsetzen zwischen den Gleisen vom Bahnsteig Gonzenheim
(zB Gleis 1 auf Strecke und zurück Gleis 2)
Stimmt nicht, es gibt noch einen zusätzlichen Gleiswechsel mit, wie beschrieben, extra Betonpodesten zum Ein- und Ausstieg des Fahrpersonals, explizit für den Fall dass in Gonzenheim eine Störung vorliegt.
Insofern ist die Frage, warum es eine neue Wendemöglochkeit auf der Frankfurter Seite von Ober-Eschbach braucht, durchaus sinnvoll. Ich habe mehrere Ideen:
- Die Strecke wird als Logistikfläche für den Bau gebraucht
- Die Oberleitungskonfiguration hätte umgebaut werden müssen
- Nur ein Gleis zur Verfügung, was den Betrieb im Dauerzustand erschwert
- Eine Kombination aus den vorherigen Punkten
- Ein Grund, der mir nicht spontan einfällt.
Oder natürlich voll die gemeine Verschwörung.
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Ok....gefunden....wenn man OSM weit genug reinzoomt (Strassenname verdeckt den vorher) taucht
der Gleiswechsel auf - bin von einer Signalanlage westlich der Strasse ausgegangen um Umsetzfahrten
durchzuführen.
Vom Fahrplan her schaut man sich den Wechsel Takt 10 - 20 an so ist die Wendezeit 14 min.
Es sind somit im 10er Takt immer mal 2 Züge vor Ort.
-> keine Pause mit der 1/6 Pausenregelung wegen den Umsetzfahrten möglich?