Moin,
ich wundere mich, dass dieses Thema bislang noch nicht aufgegriffen wurde.
Mit dem Entwurf PEK Knoten Frankfurt sollen Maßnahmen zur Entlastung der Schienenwege eingeleitet werden.
(Für die Nicht-Suchmaschinenaffinen Nutzer: PEK = Plan zur Erhöhung der Schienenwegkapazität)
Aktuell aufrufbar ist der Entwurf auf dieser Seite.
Die wesentlichen vorgesehenen Maßnahmen sind weiter unten aufgelistet. Alles werde ich hier nicht aufgreifen, aber es sind durchaus interessante Themen dabei.
Infrastrukturelle Maßnahmen, unter anderem:
- Neubau Frankfurt Hbf Gleis 25
- Bahnsteigverlängerung Frankfurt Stadion Gleis 1
- Neubau Gleis 9/10 Frankfurt Süd
- Mehrere ESTW-Neubauten
- Mehrere Blockverdichtungen
- Fernbahntunnel
- Nordmainische S-Bahn
und Weiteres.
Mein Kommentar: Diverse Themen ergeben Sinn und würden viel Gewinn bringen. Allerdings ist es absolut unbefriedigend zu sehen, dass sämtliche Maßnahmen keine konkrete Zeitpläne haben (ausgenommen Gleis 25).
Fahrplantechnische Maßnahmen, unter anderem:
- Keine Änderung der Zugbildung bei Wende in Frankfurt Hbf (bedeutet nichts anderes als Verbot von Stärken/Schwächen)
- Haltezeitbeschränkung Frankfurt Süd (max. 3 Minuten)
- Keine Lokumfahrung an ausgewählten Bahnhöfen
- Vorgabe einer Mindesttüranzahl (und -abstand) von Zügen von/nach Frankfurt Hbf
- Regelungen zu Personalwechsel in Fulda (bezogen auf SGV!)
- Systematisierung der Hauptverkehrszeit (bedeutet nichts anderes als "weniger HVZ-Züge")
- Laufwegvorgaben
- Vorgabe Maximalzuglänge SPNV/SPFV Forsthaus - Kelsterbach
- Begrenzung von Halten im SPNV (u.a. Großkrotzenburg, Großauheim)
- Keine planmäßigen Zugwenden in Frankfurt Süd aus Richtung Westen kommend
- Keine planmäßigen Zugwenden in Frankfurt Ost
- Keine planmäßigen Zugwenden in Frankfurt Flughafen Fernbahnhof aus Richtung Osten kommend
und Weiteres.
Mein Kommentar: Interessant zu sehen, dass solche fahrplanerischen Dinge schon ab 2028 erfolgen soll, während die Infrastruktur hinterher ist. Auch interessant sind Maßnahmen wie Fulda, die in erster Linie wenig mit Frankfurt selbst zu tun haben wird. Aber auch Einschränkungen von Wendemöglichkeiten werden uns vor einer größeren Herausforderung stellen, das aktuelle Angebot aufrecht zu erhalten.
Wir dürfen gespannt sein, ob der Entwurf in dieser Form überhaupt zugelassen wird, und wie sich die Situation in den nächsten Jahren ver(schlimm)bessern wird.