Zwar eine PM aus/für NRW, aber hat überall ihre Gültigkeit...
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Ferienzeit: Bahnanlagen sind keine Abenteuerspielplätze
Die Bahn warnt vor den Gefahren durch Hochspannung, dem Spielen am Gleis und dem unerlaubten Überqueren der Gleise
(Düsseldorf, 4. Juli 2005) Anlässlich der bevorstehenden Ferienzeit warnt die Bahn ausdrücklich vor leichtsinnigem Verhalten von Kindern und Jugendlichen gegenüber den Gefahren des Bahnbetriebs. Lebensgefährlich ist das Spielen am und im Gleis sowie das unerlaubte Überqueren der Gleise, um den Weg abzukürzen. Eltern und Erzieher sollten aufklären und selbst Vorbild sein.
Allein in den vergangenen drei Monaten zählte die Bahn in Nordrhein-Westfalen 240 Fälle von Gleisüberschreitungen. Der daraufhin jeweils gestoppte Bahnverkehr verursachte Verspätungen von insgesamt über 150 Stunden. Ein Schwerpunkt solch leichtsinnigen Verhaltens war in den letzten Tagen die Station Köln-Airport-Businesspark in Köln: Um einen nahegelegenen Badesee zu erreichen wurden die dortigen Bahngleise von Fußgängern täglich gleich dutzendfach überquert. Die Geschwindigkeit der Züge dort beträgt normalerweise bis zu 200 km/h. Teilweise musste wegen der Gleisüberschreitungen mehrere Stunden lang ein Langsamfahrgebot für die dort verkehrenden Züge angeordnet werden, was zu entsprechenden Verspätungen führte.
Eine weitere Gefahrenquelle kann bei leichtsinnigem Verhalten der Strom aus der Oberleitung sein. Strom ist eine der wichtigsten Energiequellen der Bahn. Von den rund 38.000 Kilometern Schienennetz in Deutschland sind rund 19.000 Kilometer elektrifiziert. Strom birgt aber auch Gefahren. Wer der mit 15.000 Volt geladenen Oberleitung zu nahe kommt, ist in akuter Lebensgefahr. Der Strom kann aus der Leitung überspringen und denjenigen, der in der Nähe ist, lebensgefährlich verletzen.
Schilder und Hinweistafeln warnen vor den Gefahren. Trotzdem kommt es immer wieder zu Unfällen, vor allem von Kindern und Jugendlichen, die Bahnanlagen als Abenteuer-Spielplätze ansehen und Waggons als Klettergerüste benutzen.
Mit einer Schulinformationskampagne geht die Bahn an die Öffentlichkeit. Ein 15-minütiger Spielfilm „In letzter Sekunde“ verbunden mit umfangreichem Unterrichtsmaterial, das in Zusammenarbeit mit der Stiftung Lesen entstanden ist, wird als Medienpaket bundesweit Lehrern und Lehrerinnen an die Hand gegeben.
Quelle: Presse-Information der DB