[PM] Straßenbahn aus dem Verkehr gezogen

  • Hallo Leute
    Die VGF meldet heute dieses:

    Zitat

    04.08.2005
    Herrenloser Rucksack: Straßenbahn aus dem Verkehr gezogen
    Ein herrenloser Rucksack hat am Donnerstag mittag dazu geführt, daß die VGF eine Straßenbahn der Linie 12 geräumt und aus dem Betrieb genommen hat. Der Fahrer wurde von einem Fahrgast über das Gepäckstück informiert, um 11 Uhr 51 räumte die VGF den Zug an der Haltestelle "Eissporthalle". In Absprache mit der Polizei fuhr der leere Wagen zum Überführungsgleis "Am Riederbruch" und wurde dort untersucht. Ergebnis: Bei dem Rucksack handelte es sich um eine normale Fundsache, die dem Fundbüro der VGF übergeben wurde und dort selbstverständlich von seinem Besitzer abgeholt werden kann! Für den ausgefallenen Zug setzte die VGF um 12 Uhr 20 eine Ersatzbahn ab Baseler Platz mit Fahrtrichtung "Rheinlandstraße" ein.
    Mehrere Vorfälle


    In den vergangenen Tagen wurde der Betrieb der VGF mehrmals durch herrenlose Gepäckstücke oder verdächtige Pakete unterbrochen: Am Donnerstag, 28. Juli 2005, wurde die Station "Zoo" für mehr als anderthalb gesperrt, weil ein Paket in der B-Ebene gefunden worden war. Erst Spürhund und Bombenexperte der Polizei konnten den Fall klären, fein säuberlich waren sechs leere DVD-Hüllen in dem Päckchen. Am Mittwoch mittag, kurz vor 13 Uhr, unterbrach die VGF den Verkehr der Linien U6 und U7, weil die Polizei wegen eines herrenlosen Gepäckstücks auf der C-Ebene der Station "Hauptwache" Alarm aufgelöst hatte. Hier konnten die Beamten aber innerhalb von zehn Minuten die Gefahrlosigkeit feststellen.


    Information: VGF

  • Ist das nicht alles etwas überängstlich?


    Und wenn wirklich ein Selbstmordattentäter kommt, dann bringen die ganze Aktionen auch nichts mehr.


    Nordmainische S-Bahn schnell bauen ist auch gut für die Konjunktur.

    Mehr Mobilität für Hanau, Maintal und Frankfurt

  • Zitat

    Original von Fabian
    Ist das nicht alles etwas überängstlich?


    Und wenn wirklich ein Selbstmordattentäter kommt, dann bringen die ganze Aktionen auch nichts mehr.


    Hallo
    Es mag zwar ängstlich erscheinen, aber mir ist es lieber mal nen Ersatzzug einzusetzen, als nachher mehrere Tote und nen gesprengten Zug zu haben!
    Liebe Grüße ins Forum

  • Tach zusammen,


    dieses sehr ernste Thema wird uns wohl noch (sehr) lange Zeit beschäftigen.


    Aber wie Alles, haben auch die Auswirkungen dieses Themas 2 Seiten :


    Einerseits ist es absolut richtig, so zu handeln, wie die VGF und die Sicherheitsbehörden zur Zeit handeln (siehe PM am Anfang des Threads).


    Andererseits besteht die große Gefahr, dass sich die Menschen solcher Massnahmen überdrüssig werden (weil ja "Blinde Alarme" größere Behinderungen für das Publikum bringen) und die Forderung nach schwächeren Schutzmassnahmen laut werden (allerdings nur bis zu einem, hoffentlich NIE eintretenden, ERNSTFALL).



    Ich jedenfalls präferiere die derzeitigen Massnahmen, um wenigstens nach menschlichem Ermessen ALLE möglichen Maßnahmen zum Schutz der Bürger getroffen zu haben.
    Trotzdem können diese Maßnahmen keinen 100%igen Schutz vor Terroranschlägen bringen.
    Und eines dürfen wir nicht vergessen :


    Frankfurt und das gesamte Rhein-Main-Gebiet ist in der heutigen Zeit ein potenzielles Ziel für Anschläge !!!


    Tschüss
    Norbert

  • Wenn man z.B. an den Koffer von Dresden denkt, dann ist es manchmal auch genau richtig, bei herrenlosen Gegenständen empfindlich zu reagieren. Es ist nicht auszuschließen, daß es wirklich mal einen Bombenkoffer gibt.

    Am Zug bitte zurückbleiben, der Bahnsteig fährt gleich ab !

  • Norby hat völlig Recht, was sein muss, muss sein!
    Und gerade jetzt, nachdem die große Terrororganisation unter Bin Laden wieder neue Anschläge angkündigt hat, da wird es wohl noch etwas angespannter sein.
    Es ist ja schließlich auch nachgewiesen, dass hier im Rhein-Main Gebiet einige Terrorzellen sitzen - also ist die vrosicht mehr als berechtigt!
    Liebe ein Mal 50 Leute aus ner Tram schicken und den Wagen schaffen als schlagartig 200 oder noch mehr Tote und Verletzte zu haben.

    Nahverkehrsforum Südwest

    Die Community zum Thema Bus & Bahn im Saarland, Rheinland-Pfalz sowie den angrenzenden Regionen von BaWü, Frankreich und Luxemburg

  • Zitat

    Original von Norby
    Und eines dürfen wir nicht vergessen :


    Frankfurt und das gesamte Rhein-Main-Gebiet ist in der heutigen Zeit ein potenzielles Ziel für Anschläge !!!


    Wieso nur in der heutigen Zeit?
    Gerade in Deinem Alter dürfte die Erinnerung an die siebziger Jahre doch noch lebendig sein...Terror ist Terror.


    Ja,ich finde das Verhalten des VGF auch richtig...schließlich wird auch von der Polizei auf jede noch so absurd erscheinende Bombendrohung eingegangen.Größtenteils makabere "Scherze",aber man weiß ja nie.


    Schlimmer finde ich da das Verhalten der "Sicherheitsspezialisten" Beckstein,Schily & Co. Damit der Terrorismus uns nicht der persönlichen Freiheiten beraubt,schaffen wir diese lieber gleich selbst ab,oder wie?


    Will hier zwar keine politische Diskussion beginnen,aber bei präventiven Hinrichtungen wie letzthin in London und den dazu passenden Kommentaren obig genannter Personen dreht sich mir leider der Magen um...vor allem in Hinblick auf die kommenden Wahlen.

  • Zitat

    Original von Guru


    Wieso nur in der heutigen Zeit?
    Gerade in Deinem Alter dürfte die Erinnerung an die siebziger Jahre doch noch lebendig sein...Terror ist Terror.


    Hoppla, bin ich jetzt im falschen Film ?


    Also ich kann mich nicht an Sprengstoffattentate in der jetztigen "Qualität" in der "Nach-68er-Zeit" und während der "HochZeit der RAF (Baader-Meinhof-Bande)" erinnern. OK, da gab es einen Brandanschlag im Kaufhaus M.Schneider und es gab Attentate mit Schußwaffen, es gab Entführungen, bei denen die Opfer nicht überlebten.


    Nein, heute haben wir mit einem "internationalen Terror-Netzwerk" zu tun, und vorallem noch viel mehr "Trittbrett-Fahrern" und Nachahmern, die unter "falscher Flagge segeln", um so noch mehr Unruhe in die Bevölkerung zu bringen versuchen, als dies bereits der Fall ist. Achja, das mit den "Trittbrett-Fahrern" hatten wir auch Anfang der 1970er-Jahre.


    ... und zu Deiner Aussagen bzgl. der "präventiven Hinrichtungen" noch folgendes :


    Wer nichts zu verbergen hat, braucht auch nicht vor den Sicherheitskräften zu fliehen! Gerade in einer solchen Situation wie in London, wo bei den Menschen die Nerven doch ziemlich blank liegen, braucht man sich nicht über Fehler (auch oder gerade bei den Sicherheitskräften) zu wundern.


    Und was die Sicherheit in Deutschland angeht, da kann ich nur mit dem Kopf schütteln. Denn Verkehrsteilnehmer dürfen mit allen technischen Mitteln überwacht (und in der Folge bestraft) werden, während die Überwachung von öffentlichen Plätzen (z.B. der "Kaisersack" mit dem Drogen- und Rotlichtmilieu ) ständig kritisiert wird. Aber dies passt ja in unsere Gesellschaft, in der die Täter besser behandelt werden, als dies den Opfern widerfahren ist.


    Tschüss
    Norbert