Odenwaldbahn (allg. Fragenrunde)

  • Ein möglicher Einsatz von 218ern mit Dostos wird mit Sicherheit mit dem "Argument" der nicht ein zuhaltenden Fahrzeiten zerpflückt werden. Wobei man wirklich mal durchrechnen sollte was eine 223 oder 246 mit vier Dostos auf der Strecke bringen könnte.

    Jakkeline, nich den Marzel mit die Schüppe auf'n Kopp kloppen!
    ________ _ _ _ _ _ _


    Freundliche Grüße!

  • Weiss jemand, wie lange die VIAS die Strecke gewonnen hat? Also bis wann der Vertrag läuft?


    Vorher wird ohnehin nicht wirklich was passieren.


    Außerdem sei zu bedenken, dass man alle die Bahnsteige auf Itino-Längen optimiert hat, wieviele Doppelstockwagen passen denn an einen 3-Itino-langen Bahnsteig mit Lok? 2?


    Moderne Dieselloks gibt's ein paar - da wird sich sicherlich auch was leistungsfähiges finden. Nur was will man dann mit den Itinos machen? Und wer soll das ganze bezahlen, die Strecke kann man ja nicht "mal eben" neu ausschreiben...


    Wäre halt intelligent gewesen, wenns auf die Rheintalbahn (SE 10) auch Doppelstockwagen gegeben hätte, dann hätte die VIAS einen Pool und man könnt das irgendwie hinbekommen, eine Diesellok und die Dostos sind sowieso da. Aber nein, wir verstricken uns im Länderbahn klein-klein und sorgen dafür, dass noch nicht mal die DB ihre Doppelstockwagen auf verschiedenen Linien einsetzen kann (Beispiel: SE 20 und RB 75)....

  • Ich kenne die juristische Seite nicht, aber ist es nicht so, dass die VIAS die Ausschreibung der Fahrten gemäß des vorgelegten Fahrplanentwurfs gewonnen hat?


    Wenn der RMV nun beispielsweise weitere Fahrten bestellen würde, würden die dann automatisch der VIAS zufallen?


    Auf anderen Strecken fahren ja auch mehr als ein Unternehmen.

    Einmal editiert, zuletzt von zip-drive ()

  • Zitat

    Original von FipsSchneider
    Weiss jemand, wie lange die VIAS die Strecke gewonnen hat? Also bis wann der Vertrag läuft?


    Für die Linien 64, 65 und 66 ist 12.12.2015 Vertragsende. Siehe auch Vergabekalender Schienenpersonennahverkehr


    Für viele Linien im RMV, deren Vertragsende 2014 oder 2015 bevorstehen, sollten jetzt schon Ausschreibungen geplant oder bereit erfolgt sein. Es ist jetzt eine gute Zeit aus der Perspektive der Fahrgäste Einfluss auf die Planung zu nehmen.

    Tanz den ÖPNV

  • Laut Wikipedia betragen die Bahnsteiglängen 120m. Ein Eurorunner ist knapp 20m lang, ein Dosto ebenfalls nach Wikipedia 26,8m. Ein Dreiwagenzug ginge also problemlos, dürfte aber auch keine deutlich höhere Kapazität haben als eine Dreifachtraktion Itinos (ein Itino hat insgesamt 119 Sitzplätze). Ein Vierwagenzug hätte eine deutlich höhere Kapazität, allerdings käme man dann auf ca. 125m Gesamtlänge, würde die Bahnsteige also um rund 5 Meter überschreiten. Nun gut, die Lok braucht keinen Bahnsteig, aber da ist dann halt die Frage, ob das rechtlich möglich wäre, wenn die Lok über den Bahnsteig hinausragt. Wenn es geht, wären Vierwagenzüge prinzipiell möglich.

  • Soweit ich weiß, muss der gesamte Zug am Bahnsteig Platz finden, daher wäre wohl ein Vierwagenzug nicht möglilch.

    Jakkeline, nich den Marzel mit die Schüppe auf'n Kopp kloppen!
    ________ _ _ _ _ _ _


    Freundliche Grüße!

  • Hm, ok, dann bliebe wohl wirklich nur ein Dreiwagenzug übrig. Nach meinen Berechnungen wäre ein Vierwagenzug (3 Dostos, ein Dosto-Steuerwagen) 107,7m lang, eine moderne Diesellok ca. 20 Meter, eine 218 immer noch 16,4m, also auch zu lang. Einzig diese Lok hier wäre kurz genug, um die 120m-Schwelle nicht zu reißen :D Aber gut, lassen wir das^^


    Also blieben wohl nur eine Verlängerung der Bahnsteige also Lösung übrig oder ein kürzerer Takt. Beides wäre wohl eher schwer durchzuführen. Bauarbeiten kosten Geld und ein kürzerer Takt benötigte mehr Fahrzeuge, was auch wiederum nur schwer zu realisieren wäre. Auch bietet ein Dreiwagenzug kaum eine Vorteil gegenüber einer Dreifachtraktion Itinos.


    Am leichtesten wäre dann wohl tatsächlich mein gestriger Vorschlag zu realisieren, aber der böte auch vor allem den Pendlern aus Darmstadt Nord einen Vorteil, den Pendlern aus dem Odenwald nur indirekt durch weniger zusteigende Fahrgäste in Darmstadt.


    Also ist quasi jede hier bisher dargestellte Option unbefriedigend.

  • Zitat

    Original von Andi
    Am leichtesten wäre dann wohl tatsächlich mein gestriger Vorschlag zu realisieren, aber der böte auch vor allem den Pendlern aus Darmstadt Nord einen Vorteil, den Pendlern aus dem Odenwald nur indirekt durch weniger zusteigende Fahrgäste in Darmstadt.


    Dann versuche mal morgens um 8:59 Uhr in Ober-Ramstadt in den Zug in Richtung Darmstadt zu zu steigen. Trotz Fahrtzeit am Ende der eigentlichen HVZ gibt es auch hier nur noch ein paar Stehplätze.


    Was hier gemacht wurde, ist einfach schlimm. Früher fuhren richtige Züge aus n-Wagen und 218ern und es gab so gut wie keine Fahrgäste. Dann kamen plötzlich die neuen Fahrzeuge, die Züge wurden über Nacht so kurz wie nie zuvor und plötzlich sind die Fahrgäste da. Soll verstehen wer will.


    Ich verbinde sehr schöne Erinnerungen mit den Zügen der DB Regio auf der Odenwaldbahn. Auch im Sommer. Es gab damals zwar keine Klimaanlagen in den Zügen aber dafür Fenster, die man auch noch öffnen konnte.


    Ach ich merke schon, ich werde zu sentimental. Damit kommt man nicht mehr weit... Schade!

  • Hm, ok, das wusste ich nicht. Ich bin normal nur auf dem Nordast unterwegs, in die Gegend komm ich nur dann, wenn ich meinen Zug verpasst habe und danach kein RE64 fährt, sodass ich über Wiebelsbach nach Frankfurt gurken muss. Da war mein Eindruck, dass die Züge zwar im Odenwald gut gefüllt sind, sie aber erst ab Darmstadt Nord aus allen Nähten platzen. Allerdings fahre ich zumeist nicht während der absoluten Spitzenzeiten, sondern eher gegen Ende des Berufsverkehrs.

  • Es könnte ja die Strecke nach Groß-Zimmern (oder bis Dieburg) wieder aktiviert (Gleise legen) und diesen Zug nach Frankfurt geleitet werden. In Darmstadt Ost oder Darmstadt Nord treffen sich dieser Zug mit der Odenwaldbahn Linie 65 und bieten eine Umsteigemöglichkeit. Die Linie 65 fährt nach Darmstadt Hbf. Die neuen Bahnsteige für die neue Strecke könnten entsprechend lang gebaut werden.


    Der Bau einer Straßenbahn nach Groß-Zimmern scheitert an der teuren Unter- oder Überfahrung der Odenwaldbahn und wird daher eher am St. Nimmerleinstag verwirklicht. Da hilft das schönste Darmstädter Straßenbahnnetz nichts und auch kein Grüner Oberbürgermeister um diese unverhältnismäßigen hohen Kosten zu ignorieren.

    Tanz den ÖPNV

  • Zitat

    Original von zip-drive
    Dann versuche mal morgens um 8:59 Uhr in Ober-Ramstadt in den Zug in Richtung Darmstadt zu zu steigen. Trotz Fahrtzeit am Ende der eigentlichen HVZ gibt es auch hier nur noch ein paar Stehplätze.


    Im hinteren Triebwagen? Der Zug wird eigens in Wiebelsbach um einen Triebwagen verstärkt. Immer wenn ich mit dem Zug fahre (i.d.R. donnerstags) sind hinten noch etliche Sitzplätze frei. (Für vorne würde ich mich nicht verbürgen, ich steige in Wiebelsbach grundsätzlich hinten ein, bzw. nach hinten um, wenn ich von südlicher komme)


    Gruß
    -bb

  • Ich finde es wird ohnehin spannend wenn die Odenwaldbahn neu ausgeschrieben wird, da gibt es für mich zahlreiche interessante Fragen:


    1) Wie hoch werden die Chancen sein, dass VIAS den Betrieb wieder gewinnt? Vielleicht wird Vectus oder die DB zum Gewinner der Ausschreibung? Ich gehe mal davon aus, dass das Interesse am Betrieb der Odenwaldbahn größer sein wird als 2004/2005.


    2) Welche Triebwagen werden eingesetzt? Bleibt der Itino auf der Odenwaldbahn? Wird die Ausschreibung wieder an einen Vertrag mit der Fahma geknüpft? Oder kommen ganz andere Triebwagen zum Einsatz?


    3) Wird sich der Fahrplan (erneut) verändern? Ich hoff’ ja immer noch drauf, dass mein geliebter Stuttgart RE über den Odenwald wieder kommt, aber ich glaube, dafür stehen die Chancen wohl sehr schlecht.

  • Zitat

    Original von Bahnfahrer6465
    2) Welche Triebwagen werden eingesetzt? Bleibt der Itino auf der Odenwaldbahn? Wird die Ausschreibung wieder an einen Vertrag mit der Fahma geknüpft? Oder kommen ganz andere Triebwagen zum Einsatz?


    Ich würde vermuten, dass die Triebwagen bleiben, da sie nicht Eigentum der VIAS sind, sondern diese von der fahma für den Betrieb auf der Strecke zur Verfügung gestellt werden.

    Jakkeline, nich den Marzel mit die Schüppe auf'n Kopp kloppen!
    ________ _ _ _ _ _ _


    Freundliche Grüße!

  • Ich hab mir gerade nochmal den von SchienenTanz verlinkten Vergabekalender angeschaut. Demnach werden sowohl Odenwaldbahn als auch Kahlgrundbahn für das Fahrplanjahr 2016 neu ausgeschrieben. Wie schon mehrfach erwähnt gehören die Itinos nicht der VIAS, werden demnach also wohl auch weiterhin auf der Odenwaldbahn eingesetzt werden. Ohne mehr Fahrzeuge gibt es wohl aber auch keine Erhöhung der Kapazitäten, zumal die Itinos auch nicht mehr gefertigt werden und (nochmal :D ) nachbestellt werden können.


    Allerdings gäbe es einen Weg, wie man 2-3 Itinos freisetzen könnte, die dann als zusätzlicher Zug auf dem Westast eingesetzt werden könnten. Es wäre doch ohne weiteres möglich, die RB 64 von Hanau nach Wiebelsbach mit den selben Fahrzeugen wie die Kahlgrundbahn zu betreiben. Diese RBs sind nahezu unabhängig von den anderen Fahrten der Odenwaldbahn und pendeln einfach nur hin und her. Man könnte also ohne jedes Problem 2 Fahrzeuge mehr für andere Aufgaben abzweigen, vermutlich noch ein drittes (den Verstärker, der zur HVZ zum Einsatz kommt). Dafür müssten nur die entsprechende Anzahl Fahrzeuge für die Kahlgrundbahn zusätzlich bestellt werden. Da diese so oder so aber eh von der Stange kommen (wenn nicht sogar die Desiros bleiben), sollte das nun wirklich keine Sorgen bereiten.


    Wie schon erwähnt, könnten die 2-3 freiwerdenden Itinos dann auf dem Westast eingsetzt werden, sofern der Fahrplan das hergibt (was ich aber nicht weiß). Rein zeitmäßig ginge wohl ein Pendel zwischen Reinheim und Frankfurt Hbf, wobei natürlich die Gleisanlagen in Reinheim Probleme machen könnten, da dieser Zug dann dort auch ca. eine Viertel Stunde Wartezeit hätte, bis es zurück in die große Stadt geht. Für die Menschen aus dem tiefen Odenwald brächte ein solcher Zug natürlich nichts, ab Reinheim hätte man aber einen durchgehenden Stundentakt, was die Überfüllungsproblematik zumindest etwas entschärfen würde.


    Was haltet ihr von dem Vorschlag? Ließe sich das fahrplanmäßig realisieren?

  • Zitat

    Original von Andi
    Ohne mehr Fahrzeuge gibt es wohl aber auch keine Erhöhung der Kapazitäten, zumal die Itinos auch nicht mehr gefertigt werden und (nochmal :D ) nachbestellt werden können.


    Woher hast du die Information, dass der ITINO nicht mehr gefertigt wird? Auf der Seite von Bombardier wird der ITINO nämlich noch gelistet.

    X
    X
    X

  • War das nicht das Hauptproblem bei der Nachbestellung der vier neuen Itinos? Ich dachte, dass die Produktion eingestellt worden sei und nur deshalb wieder reaktiviert wurde, weil es auch in Schweden noch Nachbestellungen gab. Deswegen wurden haben die neuen Itinos ja auch einen anderen Antriebstrang als die älteren.


    Oder wurde nur die Produktion der alten Serien eingestellt? Und man kann weiterhin Itinos mit dem neuen Antriebskonzept kaufen? Kann sein, dass ich das falsch verstanden habe. Ich bin aber immer davon ausgegangen, dass Bombardier eigentlich mehr Talente usw. verkaufen wollte und der Itino da konzerninterne Konkurrenz sei, die man nicht haben wollte. Immerhin ist der Itino ja keine Bombardier-Entwicklung, sondern eigentlich eine von Adtranz. Ich meine das auch mal genau so gelesen zu haben, ich weiß aber nicht mehr wo.


    Falls ich da jetzt völligen Mist geschrieben habe, bitte korrigieren. Aber wie gesagt, ich bin eigentlich davon ausgegangen, dass die Fertigung eingestellt sei. Ich habe aber auch nichts gegen einen Weiterbau, so schlecht (wie immer behauptet :D ), finde ich das Fahrzeug eigentlich nicht.

  • Andi: Das ist kapitalistische Logik.


    Bei Bestellung von 10 Itinos ist der einzelne Itino günstiger zu erwerben als bei Bestellung von einem. Der Preis ist das Problem. Und so billig läßt sich das Personal dann doch nicht auspressen, daß sich der Mehrpreis pro Itino amortisiert.


    Zitat

    Früher fuhren richtige Züge aus n-Wagen und 218ern und es gab so gut wie keine Fahrgäste. Dann kamen plötzlich die neuen Fahrzeuge, die Züge wurden über Nacht so kurz wie nie zuvor und plötzlich sind die Fahrgäste da. Soll verstehen wer will.


    zip-drive: Wer vorgibt, das Angebot zu verbessern, muß mit mehr Kundschaft rechnen. Das ist spätestens seit Karlsruhe jedem Verkehrsplaner klar. Aber das hätte zu viele Itinos gekostet, daher regelt der Markt das Problem. Wem es zu voll ist, kann ja Auto fahren.

  • Das ist mir schon klar. Auch für die Baureihe 618 würden sehr schnell wieder die Fertigungslinien aufgebaut, wenn jemand auf einen Schlag 200 Exemplare abnimmt. So eine Situation haben wir aber im Odenwald nicht. Hier geht es um eine Handvoll Fahrzeuge und das wird dann halt teuer, teuer bis unwirtschaftlich.

  • Gestern war ich grade auf dem Nachhauseweg als ich ein dumpfes Grollen hörte, Sekunden später sehe ich eine Voith Maxima mit Schüttgutwagen Richtung Erbach fahren.
    In Erbach musste der Zug mit dem Itino aus Eberbach kreuzen, sodass unter anderem folgendes Bild enstanden ist:



    Erbach, 23.07.2011 ca. 19:00 Uhr



    War das eine Umleitung oder kommen jetzt öfters (Durchgangs)Güterzüge auf der Odenwaldbahn vor?


    Kann jemand Hinweise auf den Laufweg und das EVU geben?


    Gruß FMI-FDA

    Eisenbahnen sind in erster Linie nicht zur Gewinnerzielung bestimmt, sondern dem Gemeinwohl verpflichtete Verkehrsanstalten. Sie haben entgegen dem freien Spiel der Kräfte dem Verkehrsinteresse des Gesamtstaates und der Gesamtbevölkerung zu dienen.
    - Otto von Bismarck -

  • Zitat

    Original von FMI-FDA
    Gestern war ich grade auf dem Nachhauseweg als ich ein dumpfes Grollen hörte, Sekunden später sehe ich eine Voith Maxima mit Schüttgutwagen Richtung Erbach fahren.
    In Erbach musste der Zug mit dem Itino aus Eberbach kreuzen, sodass unter anderem folgendes Bild enstanden ist:



    Erbach, 23.07.2011 ca. 19:00 Uhr


    Coool!


    Zitat


    War das eine Umleitung oder kommen jetzt öfters (Durchgangs)Güterzüge auf der Odenwaldbahn vor?


    Kann jemand Hinweise auf den Laufweg und das EVU geben?


    Gruß FMI-FDA


    Ich vermute mal Storck (?) mit dem Josera Zug der wegen der Totalsperrung der Main-Neckar-Bahn nicht auch noch auf die Riedbahn gequetscht werden sollte.


    Grund der Totalsperrung:



    "Bitte beachten Sie folgenden Hinweis. Auf Grund von Verzögerungen im Betriebsablauf verkehrt dieses Posting ohne Signatur mit Tiefgang... Vielen Dank."
    Ich passe mich nur dem RMV an :-)