Beiträge von Jörn

    Da dürfen wir ja wohl gespannt sein, ob es diesmal ein zuschlagsfähiges Angebot geben wird.


    70% Niederflur scheint mir schon mal eine gute Entscheidung, das ist, wie andere Betriebe beweisen, genug, um ausreichend Platz für Rollstühle, Kinderwagen oder größeres Reisegepäck zu bieten. Und man kann ggf. bei gleisschonenden Drehgestellen bleiben.


    Irritierend finde ich die genannten Stückzahlen. Okay, die ersten 10 werden wohl endgültig die ST 12 ersetzen, die dann 30 Jahre alt sind. 4 weitere als zusätzliche Reserve sind angesichts der gegenwärtigen Probleme auch nicht schlecht. Wozu aber die Option auf 30 weitere? Die 20 ST 13 sind gerade mal 20 geworden, die ST 14 sind noch nicht einmal volljährig.


    Gibt es etwas schon konkrete Pläne für Neubaustrecken? Oder eine weitere Taktverdichtung? Hmmm... ?(

    Mir scheint, der Streit hier dreht sich im Kern um die Frage: Gibt es da genug Passagiere für eine U-Bahn oder nicht? Die Fans der U-Bahn sagen, zusammen mit P+R kommen da derart viele Leute an, dass man die U-Bahn sogar notwendig braucht, um sie alle in die Stadt zu bringen, aber ohne die U-Bahn werden die vielen Leute irgendwie gar nicht da sein?


    Die andere Position ist dann, die vielen Leute für eine U-Bahn sind ja (jetzt) gar nicht da, also braucht man auch keine zu bauen. Denn vom Himmel werden die Passagiere nicht fallen.


    Ist das so richtig?

    Ich bin mir nicht ganz sicher...


    Zumindest gibt es noch die dritte Position, der auch ich zuneige, dass man nämlich die Leute gar nicht erst zur Sachsenhäuser Warte locken sollte. Die Erfahrung zeigt doch: Wer erst mal in seinem Auto sitzt und darin vielleicht schon einen großen Teil der Strecke bewältigt hat, den wird man schwer bewegen können, für die letzten paar Kilometer jetzt noch umzusteigen.


    Ich würde es bevorzugen, die Bahn zu den Leuten zu bringen statt die Leute zur Bahn (der Spruch ist nicht von mir, aber trotzdem gut). Dazu gehört (endlich) die Verlängerung der Straßenbahn nach Neu-Isenburg hinein und ggf. sogar durch. Dazu gehört aber auch (endlich!) die Realisierung der RTW. Speziell in Neu-Isenburg und auch in Dreieich liegen die besten Verkehrsmittel am Rand. Und den ersten Teil der Strecke mit dem Bus zurückzulegen, ist bekanntermaßen nicht besonders attraktiv.



    Wenn schon P+R-Plätze, dann würde ich diese in Dietzenbach, Heusenstamm, Obertshausen oder Gravenbruch anlegen, damit die Autos gar nicht erst nach Frankfurt hinein müssen. Das würde einigen gleichzeitig den Stau auf der A 3 zumindest teilweise ersparen.

    Dein Vorschlag hat grundsätzlich etwas. Aber:
    Ob wir es wirklich noch erleben, dass die 3 verlängert wird? Wie lange spricht man darüber schon? Und dann erst noch bis zur Heidelberger?


    Einen großen Nachteil bringt dein Szenario aber für Fahrgäste, die von der Heidelberger zum Hauptbahnhof wollen: Die müssten an der Neckarstraße umsteigen und die Umsteigesituation dort ist, na sagen wir: unbefriedigend. Mit "deiner 3" berücksichtigst du nur Fahrgäste von der südlichen Heidelberger und ob die gerne den Umweg durch Bessungen nehmen wollen, da habe ich starke Zweifel.


    Also, lass die 1 drin, dann könnte es passen.

    Nein. Das sind nicht die Folgen von Ausschreibungen. Auch die "Staatsbahn" hat zu wenige Lokführer.


    Vorsicht: Jetzt wird es politisch.
    Es ist eine Folge verfehlter Politik über Jahrzehnte. "Deutschland hat zu wenige Akademiker" - das war lange die Devise, die auch von außen (z.B. OECD) verbreitet wurde. Entsprechend wurde das Studium immer beliebter. Duale Studiengänge erschlossen dies auch breiteren Kreisen. Hinzu kommt das auch heute oft noch geringe Ansehen von Berufen, die etwas mehr körperlichen Einsatz erfordern, und deren meist schlechtere Bezahlung.


    Der gesamte Mittelstand (ich habe mit Handwerkern gesprochen) sucht Hände ringend Menschen, die anpacken können und wollen. Der Nachwuchs in Deutschland strebt aber mehrheitlich lieber Arbeitsplätze an, die besser bezahlt sind und wo man in geheizten Räumen einen Drehstuhl warm hält.


    Das wird sich nicht so schnell ändern lassen. Aber vielleicht hilft mal ein Blick 60 Jahre zurück: Wir hatten damals ähnliche Probleme im Land und haben dann einfach Menschen zu uns eingeladen: Gastarbeiter. Das ging mehrheitlich gut und viele dieser "Gastarbeiter" sind Dauergäste geworden. Probleme? Kaum.


    Im Süden Europas gibt es eine hohe Arbeitslosigkeit, gerade in der jüngeren Bevölkerung. Aber "Deutschland ist kein Einwanderungsland" - diese Parole wurde Jahrzehnte von der hauptsächlich staatstragenden Partei vor sich her getragen. Es scheint, dass man jetzt etwas gemerkt hat. Leider wird es noch etwas dauern, bis man den Menschen, die dann wirklich kommen (und sich durch gewisse politische Gruppen nicht von vorne herein abschrecken lassen), ausreichend Sprachkenntnisse vermittelt hat, damit sie uns als Schreiner, Pflegekraft oder auch Lokführer aushelfen können.


    Gelingen kann es: Lokführer oder Tramfahrer mit türkischer Herkunft sind inzwischen ebenso selbstverständlich wie Taxifahrer von ich-weiß-nicht-wo. Nur: Zeit haben wir nicht mehr. Das System ist JETZT am Zusammenbrechen - nicht nur bei den Bahnen.


    Der VCD regt dem Artikel zufolge auch die Umsetzung der Frankfurter Ringbahn sowie die Verlängerung der Tram nach Bad Vilbel und Neu-Isenburg an.
    Nichts dagegen... :thumbup:

    Verlängerung NACH Neu-Isenburg? Hab ich was verpasst?
    Oder soll das heißen DURCH Neu-Isenburg?

    Woher hast Du diese Information? Ich hoffe zudem, dass das nicht passiert. Es wäre eine Verschlechterung für die Kunden aus Griesheim und Kranichstein, wenn sie im Berufsverkehr nur noch alle 15 Minuten zum Luisenplatz kämen (bisher alle 7/8 Minuten).

    Warum nicht? Gerade zu den Spitzenzeiten ist doch anzunehmen, dass nicht alle ins Luisen-Center wollen, viele aber zum Hauptbahnhof, ins Industriegebiet oder zu den Schulen an der Wilhelm-Leuschner-Straße. Auch das Stadtkrankenhaus - pardon: Klinikum wäre umsteigefrei erreichbar.

    Danke für den Link. Wir haben selbst eine Katze, dazu weitere, die regelmäßig zu Besuch kommen. Da habe ich einen ganz eigenen Bezug zu solchen netten Geschichten.

    Schön, dass hier mit gelben U-Bahn-Wagen mal etwas Abwechslung kommt :-).


    Mit 1831 aus Genf verabschiede ich mich erst mal wieder aus dem Geschehen.