Beiträge von robertl

    Konnten die Zweiachser die Weichen über Oberleitungskontakte stellen, oder musste man immer mit der Stange raus und manuell stellen? Ich nehme mal an: wohl schon. Einfach beim Befahren des Kontakts kurz mit dem Fahrschalter den Fahrstrom abschalten - die Weiche springt um. Bzw. Fahrstrom nicht abschalten - Weiche bleibt?

    Guten Tag Alle,

    die L, M, N, O und P-Wagen hatten auf dem Pult mit den ganzen Knöpfen, in der unteren Reihe, mittig zwei Knöpfe zur Bedienung der Weichen: "Weiche links" und "Weiche rechts". Kann jemand erklären, was da technisch passierte, bzw. wie die Weiche angesprochen wurde?

    Die U2- Wagen hatte die auch, wurden aber, soweit ich mich erinnern kann, bei Fahrt auf den Stadtbahnstrecken nicht benutzt

    Danke und LG

    R

    Haha, definitiv sind P-Wagen fuer mich, Jahrgang 69, nicht historisch. Aber dass sieht wohl jeder eher aus seiner persoenlichen Altersperspektive. Fuer mich ist historisch alles ab J-Wagen und niedriger, weil ich die im Linienbetrieb nicht bewusst erlebt habe. Der K-Wagen ist fuer mich so ein Zwischending, weil ich ihn zumindest als Ebbelei Express oder Liesschen kenne. Aber alles ab dem L-Wagen und aufwaerts ist fuer mich nicht hostorisch :)

    PS - danke fuer die Erlaeuterungen zu dem Geraet.

    Danke dir, verstehe jetzt. Die L-, M-, N- und O-Wagen hatten dann wohl eine elegantere zusaetzliche Bremse zum Anhalten? Die Federspeicherbremse? Wurde sie mit ueber das Schaltrad ausgeloest?

    Denn diese Art Handbremsstange, die aus dem Boden senkrecht nach oben rausragte, hatte der Fahrer, soweit ich mich erinnern kann, nie beim Abbremsen benutzt.

    Mal ein kleines Offtopic: Wieso hatten die Zweiachser zum Schaltrad noch rechts eine zusaetzliche Handbremskurbel? Wurde diese Bremse beim Bremsen mitbenutzt, oder hatte sie nur den Zweck, den Wagen im Stillstand gegen Wegrollen abzusichern (wie die Handbremse beim Auto)?

    Die L-, M-, N- und O-Wagen hatten diese Kurbel ja nicht mehr, stattdessen jedoch rechts eine Art Handbremsstange, die aus dem Boden senkrecht nach oben rausragte. War wohl auch eine Art zusaetzliche Festellbremse?

    Aha, du meinst, der Fahrer tut dem Mann aus dem Betriebshof einen privaten Gefallen, haha.


    Ich dachte zuerst: ein Fahrtenschreiber,Tacho oder sowas....

    Oder eine Uhr, aber wozu??

    Oder eine Kasse? Aber auch nicht, denn in den 50ern gabs ja nur Schaffner.

    Ja, danke fuer euere Ausfuehrungen :D Meine Frage ging eigentlich eher in eine andere Richtung:
    Die Bilder wurden zwschen 1974, also schon zu FVV-Zeiten (man sieht es an den langen duennen blau-weissen Aufklebern an den Fenstern der Wagen, auf den draufstand "....Fahrscheinautomat an der Haltestelle,..."), und 1978 gemacht. Denn 1978 wurde die Strecke nach Berkersheim eingestellt.
    So, nun die Frage, waren das Verstaerkungszuege oder sonstwie besondere Zuege, dass sie diese zweifarbigen Schilder hatten?
    Ich kann mich naemlich echt nicht erinnern, jemals sowas damals gesehen zu haben. Oder habe ich was verpasst oder bin auf den "falschen" Strecken gefahren.
    Also aus den 30er Jahren kennen ich das auch (nicht persoenlich :D, sondern aus einem Buch).

    Hallo, die L-, M- und N-Wagen hatten ja hinten so einen kleinen "Hilfsfueherstand"; da musste man hinten in der Verkleidung so eine Klappe aufschliessen, dann konnte man rueckwaerts fahren.
    Hat jemand ein Foto von den "Innereien"? Waere ganz toll. ;)
    Die m- und n-Beiwagen hatten diesen Pult ja auch.
    Was war da genau drin?
    Soweit ich mich erinenrn kann, nahm der Fahrer vorne diesen kurzen Hebel zum Umstellen der Fahrtrichtung ab und ging mit ihm nach hinten und setzte das Teil auf.
    Konnten die Tw auch aus dem vorderen Fuehrerstand rueckwarts fahren, so wie z. B. die Tatrawagen?
    Und noch was, obwohl nicht historisch aber doch irgendwie passend: Koennen die Zweirichtungs-Tw eigentlich rueckwaerts fahren, ohne dass man in die andere Kabine geht?

    Tatrafan , danke fuer die Erlaeuterung zum Konstruktionsprinzip des KT4.


    Super, dass du den PCC-Wagen, also den quasi Ursprung der Tatras, erwahnt hast. Hier Bilder dazu aus Sarajevo aus den 70-ern.



    In Sarajevo gab es sie ab den Fuenfzigern bis in die achtziger Jahre. Sie waren eine Spende aus Washington im Rahmen diverser Entwicklungshilfe, die Jugoslawien aus den USA bekam. Urspruenglich kamen sie alle als Vierachser....



    .... aber ein Teil von ihnen wurde dann in Sarajevo in eigener Regie zu Gelenkwagen umgebaut.


    Mit dem Kauf von Tatras T4 (auch T3?) ab den 70ern wurden sie nach und nach abgezogen.


    Ein PCC ist erhalten geblieben als Museumsstueck, und wird zu besonderen Anlaessen gefahren. Hier die Innereien:



    Bilder alle von http://zeljeznice.net/forum

    Ja dann muss es ja an den U-Bahn-Haltestellen auch Automaten gegeben haben, welche, die auch Einzelfahrscheine bieten.


    Ich erinnere mich an alte Automaten mit einer Kurbel, da haben wir immer die 5er-Sammelkarten gezogen.


    Haltestellenansage per Schaffner: klingt gut, und kam sicherlich auch gut, z. B. in der HVZ im ueberfuellen Wagen :-) Der musste wohl bruellen :D :D

    jockeli :
    welche Typen meinst du genau? Tatras sind nur die Typen T4 und KT4.
    Auf der ersten Seite des Themas hast du eine Uebersicht der Typen, vielleicht hilft dir das, deine Frage anders zu stellen :)

    Nachtrag zu den Zweiachsern:


    Die Zweiachser hatten in dieser Zeit offensichtlich (oft) die Schilder:


    1. "Ohne Schaffner, ohne Entwerter" am Tw,
    2. "Schaffnerlos....", was vom Sinn her das gleiche ist. Der Schaffner war dann wohl nur noch im Bw.
    Eine Kasse oder Entwerter hatten die zweiachsigen Tw und Bw ja eh nicht.


    Etwas spater dann:
    1. "Keine Kasse kein Entwerter, Schaffner im Beiwagen"

    Also nach Betrachtung div. Fotos und der Grafiken (finde ich super) http://www.beku-bildarchiv.de/tramrider/Page505.htm denke ich mal folgendes:


    Bis Anfang der 70-er gab es bei L/M/N/O diese Aufschriften auf den Tw und Bw
    1. "Ohne Schaffner, mit Entwerter" (plus noch was, dass ich nicht lesen kann, Hilfe)
    2. das "E" vorne als Aukleber am Tw
    Die Kasse hat wohl der Fahrer gemacht, obwohl es nirgends steht.


    Und ab Anfang der 70-er bis zur Einfuehrung des FVV 1974 gab dann bei L/M/N/O/P und den passenden Bw die Aufkleber:
    1. "Kasse" (war beim Fahrer, Einzelfall L201,202???? Kasse hinten)
    2. "Kasse beim Fahrer" mit Pleil zum Fahrer


    Die Zweiachser hatten in dieser Zeit offensichtlich (oft) die Schilder:
    "Ohne Schaffner, ohne Entwerter" am Tw, oder eben die aeltere Variante "Schaffnerlos....", was vom Sinn her das gleiche ist. Der Schaffner war dann wohl nur noch im Bw.
    Eine Kasse oder Entwerter hatten die zweiachsigen Tw und Bw ja eh nicht.



    Mit dem FVV kamen dann ja ueberall die neuen Aufkleber "Einstieg nur mit Fahrausweis,...."