Beiträge von robertl

    ich weiss nicht, ob es noch immer so ist, aber fruher war auf dieser eingleisigen Strecke eine doppelte Fahrleitung. Weiss jemand, warum?


    Ausserdem, an der Haltestelle am Riedhof in der Hoehe des Heimatrings war auf einem der Fahrleitungsmasten, und zwar in Richtung Oberforsthaus, so ein komisches Schild:
    Eine runde Tafel, rot mit weissem Rand. Die war an einem Halter am Mast eingehaengt, unten an der Tafel war ein Vorhaengeschloss. Nach dem Aufschliessen konnte man die Tafel offensichtlich wenden. Denn auf der anderen Seite war sie naemlich gruen.
    Die Tafel wurde zu meiner Zeit allerdings nicht benutzt. Fuer mich sah das immer so wie eine Art "Ampel" zur Sicherung der Strecke ab?!


    Tatrafan :


    Typ 2100:
    Der Typ war tatsaechlich so eine Versuchsserie, aber nach dem Prinzip moeglichst alte Teile und bekannte Technologie zu verwednen, weil eben billiger, weil kein Geld und kaum noch Erfahrung. Aber dann hat man doch eingesehen, dass der Trend allgemein ein anderer ist.


    KT4/T4:
    Die Tueren quietschen oft.... Alle zagreber Wagen sind als "Fahrgastcontainer" ausgelegt, also nur eine Sitzreihe je Seite. Ausserdem sind die Wagen alle nur ca. 2,20 m breit.


    Ctrotram 2200 hat ein Platzproblem, was allgemein bemaengelt wird, wenig Sitze und wenig Stehplatze. Der ganze Boden ist verbaut mit Technik, die ja ansonsten unter dem Boden waere.


    Kann schon sein, dass T101 und T201 etwas aus der Schweiz haben. Die Entwickler damals in den 40-ern sind durch verschiedene Laender in der Region gereist und haben Eindruecke gesammlt und diese mit den
    eigenen Kenntnissen vermischt, und das ganze dann auf die Moeglichkeiten eines Eigenbaus angepasst. Denn
    die Entwicklung und die Herstellung der ersten Fahrzeuge vom T101 fand in Zagreb in der eigenen Werkstaette statt. Erst spaeter wurde die Herstellung an die Industrie abgegeben.


    Gleise: da ist in den letzte Jahren (endlich) viel gemacht worden. Vorher kam man sich in der Strassenbahn wie auf einem Schiff bei Wellen vor (das hat immer schlimm geschaukelt, sodass auf den meisten Teilstrecken max. 40 km/h erlaubt war).

    Crotram 2200
    ...der letzte Hit B), gebaut ab 2000-und-irgendwas, bis heute hat Zagreb ueber 100 dieser Fahrzeuge erhalten, sodass sie das Strasenbild beherrschen. Niederflurwagen mit Klima,...
    In Entwicklung ist derzeit auch ein kurzer Typ mit nur drei Teilen. Momentan ist dieser Typ auch wieder nur in Zagreb vertreten, jedoch versucht die Herstellergruppe Crotram ihn auch nach Helsinki, Sarajevo und Belgrad zu verkaufen (bisher eher erfolglos).
    Das ganze hat hier auch eine politische Dimension, da zum ersten mal nach 30 Jahren wieder eigene Strassenbahnen hergestellt werden (der letzte war der Typ 201).









    Die Zagreber Suprweite ist uebrigens 1000 mm.


    :] Geschafft


    Und wenn jemand das Gefuehl hat, dass er noch mehr Bilder sehen will, oder Fragen hat, gerne...

    Mannheimer
    Anfang der neunziger wurden ca. 10 gebrauchte aus Mannheim beschaft; die fahren heute auch noch, sollen aber bald verschrottet werden.



    Typ 2100
    Wieder so eine Spezialitaet aus Zagreb....
    Nach 1990, also ab der Unabhaengigkeit Kroatiens, wurde mehrfach der Versuch unternommen, eine wieder die einheimische Industrie zu beleben. So einstanden in den 90-ern einige Verschsexemplare. Das einzige, was dann schliesslich in mehreren Expemplaren gebaut wurde, ist der Typ 2100. Es wurden ca. 10-15 ausschliesslich fuer Zagreb heregstellt. Diese Gelenkwagen entstanden bei der Firma Gredelj in Zagreb aus alten T201-Triebwagen und deren Beiwagen. Viel Technik bliebt jedoch auf dem Stand der 70-er (Druckluftbremsen, luftbediente Tueren...). Die Wagen sind noch im Einsatz.



    Innenansicht des T201:



    Typ T4
    Jedes ehem. sozialistische Land hatte sie :D; so kamen ab Ende der 70-er die Tatras auch nach Zagreb, als kurze Vierachser mit Beiwagen. Der jugoslawische Hersteller stellt die weitere Herstellung des T201 damit ein.



    Anhand von Fotos versuche ich mal den derzeitigen Wagenpark in Zagreb zu zeigen. Da Zagreb im Vergleich zu Frankfurt relativ wenige Baureihen hatte, von div. Einzelstuecken zu Versuchszwecken einmal abgesehen, kann man mit dem derzeitigen Wagenpark auch schon fast die ganze Historie der elektischen Strassenbahn abhandeln.
    Da ich nur eigene Fotos reinstelle, fallen die 4 oder 5 Typen, die vor dem zweiten Weltkrieg gebaut wurden, weg. Alle Fotos hier stammen aus 2007 oder 2008.


    Typ T101:

    Eine Mischung aus Zweiachser mit modernen Merkmalen (automat. Tueren, Grossraum, usw.) Ursprunglich hatte er einen Lyrabuegel.
    Entwickelt wurde er bei den zagreber Verkehrbetrieben ca. 1942/43, hergestellt dann in Serie in den 1950-ern bei Djuro Djakovic. Den hatte so ziemlich keine Stadt gehabt, ausser einigen wenigen Belgrad, Osijek und Dubrovnik. In Zagreb gab es ihn massenweise. Er war jahrzehntelang das Symbol fuer Strassenbahn in Zagreb. Die letzten wurden Ende 2008 abgezogen; soweit ich weiss, sind zwei fuers Museum und Sonderfahrten erhalten.
    Inennansicht:


    Typ T201:
    Noch eine Raritaet, der Nachfolger des T101, nun als Vierachser und daher etwas laenger, gebaut Anfang der 1970-er. Massenweise wurde er auch nur in Zagreb eingesetzt; einige wenige wurden an Belgrad geliefert. Die Baureihe wird nach und nach verschrottet, aber es sind noch einige im Betrieb.




    Bei beiden Typen kommt viel Druckluft zum Einsatz (Tuerbetaetigung, Pfeife (aber keine Klingel), Bremsen,...

    Obwohl wir hier vom Thema abkommen, stelle ich noch einen "Spezialfall" rein. Das ist ein Triebwagen vom sog. Typ T101.


    Entwickelt wurde er bei den zagreber Verkehrbetrieben ca. 1942/43, hergestellt dann in Serie in den 1950-ern. Den hatte so ziemlich keine Stadt gehabt, ausser einigen wenigen Belgrad, Osijek und Dubrovnik. In Zagreb gab es ihn massenweise. Er war jahrzehntelang das Symbol fuer Strassenbahn in Zagreb. Die letzten wurden Ende 2008 abgezogen; soweit ich weiss, sind zwei fuers Musem und Sonderfahrten erhalten.


    Der Tw ist ein Zweiachser, aber der passende Bw dazu ein Vierachser mit Drehgestellen.


    Also, wenn Interesse besteht, kann ich mehr ueber ihn in einem extra Thema bringen (mit Fotos). B)

    Ich habe lange am Riedhof gewohnt, da war das Hupen der P-Wagen ohnehin normal. Hupen plus Vollbremsung (Schienenbremse?), weil wenn die 22 durch den Riedhofkreisel Richtung Neu Isenburg fuhr, sind die Autos auf der Moerfelder, vom Stadion kommend, nie angehalten.

    Ich will ja nicht laestern, aber die L-Wagen in Rumaenien sehen inzwischen halt so aus, wie Fahrzeuge aus Westeuropa eben nach einigen Jahren Balkan aussehen. Anm. die "eigenen" Fahrzeuge dort sehen oft aus nicht besser aus.
    Aber keine Angst, wenn die Rumaenen die L-Wagen brauchen, werden die noch viele Jahre irgendwie fahren (natuerlich mit vielen Um- und Eigenbauten....)
    Ich kenne viele Beispiele aus ex-Jugoslawien :D
    Ich sehe z. B. selbst hier in Zagreb jeden Tag Duewag-Gelekwagen aus Mannheim. Als sie Mitte der 90-er nach Zagreb kamen, sahen sie noch ihrem Alter entsprechend normal aus.... Jetzt hingegen... :rolleyes: :( Als die damals nach Zagreb kamen, waren nach kurzer Zeit die Tuersensonen fuer die Lichtschranken am Ar****


    In Sarajevo fahren z. B. SGP-Wagen aus Wien, in Belgrad Zuege aus Basel (?). Die sehen alle nach einiger Zeit zielich schlimm aus.
    Mangelnde oder keine Wartung, kein Geld, Bemehmen der Fahrgaeste und des Personals,...