Beiträge von Holger Koetting

    Dann kommen aber sowohl in Reallife als auch hier im Forum die Reichsbedenkenträger, dass durchverbundene Linien ja die Verspätung durchschleifen und man außerdem keinen Sitzplatz bekommt und zudem hast Du auch noch das Ausschreibungsproblem, weil die Bündel ganz anders zugeschnitten werden müssen. Von möglicherweise auch noch mehr Leerkilometern mal ganz zu schweigen, weil sich vermutlich keines der kleineren Unternehmen zwei diametral im Landkreis liegende Betriebshöfe leisten will. Die sinnvoillste Lösung läge eh nicht im Durchbinden der Buslinien, sondern in der Umstellung auf Schienenverkehr. Aber da geht in den betroffenen Gemeinden bekanntermaßen die Welt unter, weil [hier die üblichen Pseudoargumente gegen Bahnen einfügen].

    Wieso? Das sehe ich im Frankfurter Hbf immer wieder, dass die Zielbeschilderung am Bahnsteig nicht zu dem dort stehenden Zug passt.

    Da würde mich eine Quantifizierung interessieren. "Immer wieder" suggeriert eine ziemlich Häufigkeit, ist aber bezogen auf die tägliche Zuganzahl sowohl oben als auch unten irgendwas im 0,x-Promillebereich. Und das würde sich auch mit meiner Erfahrung decken.


    Das kommt mir in etwa wie die Horrormeldungen vor, dass "ständig" die Reservierungen nicht stimmen würden, wo ich auch aus 40 Jahren Bahnerfahrung sagen kann, dass ich mein Lebtag noch nie falsch oder doppelt reservierte Plätze erlebt habe. Jedesmal waren die Leute im falschen Zug, falscher Wagen, falsches Datum, nach Reservierungsverfall später eingestiegen, ...

    Das RP Darmstadt hat heute die erste Planänderung veröffentlicht. Einsichtnahme bis einschließlich 26.11.2025. Einwendungen sind nur gegen die geplanten Änderungen möglich.


    Zu den Änderungen zitiere ich aus der Bekanntmachung:

    Zitat

    Dadurch und durch die Planfortschreibung ergeben sich Planänderungen, die folgendes umfassen:

    • Änderung Lageverlauf Cooperstraße im Knotenpunktanschluss zur Heidelberger Straße
    • Querschnittsoptimierungen Cooperstraße
    • Entfall Linkseinbieger aus Cooperstraße in Heidelberger Straße
    • Änderung Standort Gleichrichterunterwerk (GUW) südlich der Cooperstraße
    • Umplanung Entwässerungskonzept Cooperstraße/Heidelberger Straße
    • Änderung Haltestellenkonzept Cooperstraße/Heidelberger Straße
    • Grundhafte Erneuerung Oberbau Heidelberger Straße
    • Querungsanlage für den Fußverkehr Heidelberger Straße
    • Änderung Gleistrassierung im Bereich des Knotenpunktes Heidelberger Straße
    • Änderung Masse-Feder-System im Bereich der Haltestelle Ludwigshöhviertel
    • Änderung Oberbausystem im Bereich der Sternenallee
    • Änderung Gleiseindeckung im Bereich der Ludwigshöhstraße und des Karl-Plagge-Platzes
    • Änderung Schienenprofil Höhe Kreisverkehrsplatz (Stützwand HEAG) im Bereich des BÜ 8 Marsstraße bis nach dem BÜ 6 Jupiterstraße
    • Erweiterung Stützwand im Bereich des Kreisverkehrs zwischen Haltestelle Marien-höhe (BÜ7) und Jupiterstraße (BÜ 6)
    • Änderung Querneigung SEV-Haltestellen Wendeanlage

    Für Details siehe auf der Webseite.

    Grundsätzlich richtig. Aber beißen wir uns damit nicht in den Bemühungen einer Verkehrswende in den eigenen Schwanz? Und ist nicht auch am Ende "der Staat" Haupteigentümer eben dieser Bahn?

    Damit führen wir aber auch eine Grundsatzdiskussion, die wir nicht wirklich endgültig lösen können. Auf der einen Seite die Forderung, mehr P+R zu schaffen, auf der anderen Seite die (eigentlich sinnvollere) Lösung, den IV nicht erst bis kurz vors Ziel fahren zu lassen, sondern durch Stärkung des ÖPNV in der Region die Leute bereits zuhause (oder in der Nähe) abzugreifen. Zumindest Fahrpreise sind dank D-Ticket de facto keine Argumentation mehr wert, weil es für den Pendler preislich wurst ist, ob er in Wiesbaden, Karben, Gelnhausen oder doch erst in Frankfurt in die Bahn einsteigt.


    Insofern sehe ich auch die Idee oder Forderung, das Parkhaus über der geplanten Wendeanlage Europaviertel direkt mit einem Bahnsteig zu versehen, mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Lachen, weil man damit in der Tat Leute zum Umsteigen animieren könnte. Weinen, weil man damit treue Bestandskunden wieder mal vor's Schienbein tritt. Die nutzen den ÖPNV von Anfang an, belasten nicht die Straßen und dürfen sich dann zum Dank noch bei Wind und Wetter z. B. vom S-Bahnhof Ginnheim zur U-Bahn rüberschlagen, während der Autofahrer trockenen Fußes quasi vom Start zum Ziel befördert wird.

    Aber der eigentliche Betrieb (die betreibende Firma) liegt nicht Hessen. Da könnte man ja auch sagen, Stadtwerke Oberursel und Bad Homburg wären BOStrab Betriebe.

    Kann man. Hängt halt von den Eigentums- und Verwaltungsverhältnissen ab. Ich habe irgendwas im Hinterkopf, dass der Außenast der U1 in Hamburg nach Großhansdorf (theoretisch) eigenständig ist und halt nur von der Hochbahn im Auftrag befahren wird.