Beiträge von Holger Koetting

    Ganz prima, solche Nullinformationen. "Irgendwo in Deutschland wirbt irgendeine Straßenbahn auf irgendeinem Wagenteil in irgendeiner Farbe für Werbungen."

    Schreib doch bitte wenigstens die Wagennummer oder das Kennzeichen hin, wenn die Meldung schon so weltbewegend ist, oder warte zumindest, bis Du das nächste Mal das Kennzeichen gesehen hast.

    Barrierefreiheit: weiß nicht: ist damit gemeint, daß JEDE Fahrt barrierefrei sein muß, oder gilt diese auch als erfüllt, wenn nur jede 2. Fahrt barrierefrei ist?

    Grundsätzlich ja. Barrierefreiheit ist als Begriff nicht 100% gefaßt, aber das Prinzip sieht vor, daß Du ohne besonderen Aufwand oder Nachteile gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilnehmen kannst. Wie weit diese Nachteile als solche angesehen werden, wird immer wieder unterschiedlich ausgelegt. Eine Standarddiskussion besteht z. B. darin, wie Rollirampen bei Bussen oder Bahnen auszulegen sind. Die eine Sichtweise sagt, dies sei nicht als barrierefrei anzusehen, weil eine Rampe nicht eigenständig ohne Helfer bedienbar ist, die andere Sichtweise sagt, daß der Fahrer nicht als Helfer anzusehen ist, sondern er als Teil des Systems ÖPNV quasi zum Inventar gehört und damit die Bedienung der Rampe sicherstellt.


    Entsprechend gilt das auch für die Fahrtenhäufigkeit. Über vereinzelte Einsätze von Hochflurfahrzeugen wird vermutlich niemand ein Wort verlieren, wenn es aber irgendwo jede zweite Fahrt betrifft und keine sinnvollen Alternativen gibt, wird es schwer, da eine Ausnahme begründen zu können.

    Vielleicht kann ja HolgerKoetting sagen, ob der Weg in Darmstadt, an Hochflurbahnen - natürlich keine Tatras ! - barrierefreie Beiwagen anzuhängen, diese Anforderungen auch erfüllt.

    Warum sollte ich an Tatras keine Niederflurbeiwagen anhängen dürfen? Es gibt nur ein wesentliches Problem: Auf dem Markt sind derzeit keine Neufahrzeuge verfügbar. Insofern ist eine Diskussion darüber müßig.

    Wenn wir mal annehmen, daß diese Idee eine realistische Umsetzungschance hätte und weiterverfolgt wird, dürfte bezogen auf das Gesamtprojekt das Nachrüsten eines weiteren Signals ein eher kleines (Kosten-)Problem darstellen. Die neuen Weichen und Fahrtbeziehungen müssen ja ohnehin in die - dann wie auch immer geartete - Sicherungstechnik eingebunden werden.

    Vorübergehend könnten in den Landkreisen Expressbuslinien zu den Impfzentren sinnvoll sein. Die liegen oft sehr dezentral und sind außer aus den jeweiligen Städten kaum mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen.

    Gibt es irgendeinen sinnvollen Grund, das dann hier in einem Thema "dauerhafte Verkehrspolitik" (wenn ich das mal so titulieren darf) zu diskutieren? Dann können wir auch gleich über Expressbusse zum Oberbimbacher Bauernmarkt und ähnlich "kurzen" Veranstaltungen reden.


    Ernsthaft: Die Erreichbarkeit irgendwelcher Impfzentren ist mit Sicherheit kein Thema für langfristige RMV-Bestellungen. Abgesehen davon, daß die Impfzentren keinerlei Verkehrsaufkommen generieren, was auch annähernd sinnvoll für eine vertaktete Bus- oder Expressbuslinie geeignet ist. Schließlich werden da nicht zeitgleich Massen von Leuten angekarrt. Die meisten Impfzentren haben meines Wissens so eine Kapazität zwischen 600 und 1000 Kunden am Tag. Selbst wenn das 100 Leute pro Stunde sind und davon 60% mit dem ÖPNV kämen, macht das ein Bus pro Stunde. Aber wohin? Die Leute kommen schließlich von überall her und nicht alle von der gleichen Starthaltestelle. Also aus meiner Sicht sind "Expressbusse" zu den Impfzentren eine ziemliche Schnapsidee. Da kommen die Landkreise vermutlich günstiger weg, wenn sie irgendeinen individuellen Fahrdienst organisieren.

    Soweit ich weiß ist die AIR doch eine von der HEAG eigenwirtschaftlich betriebene Linie. Oder täusche ich mich da?

    Ist sie. Allerdings wird die Verlängerung zwischen Hauptbahnhof und Luisenplatz/Schloß durch die Stadt mitfinanziert.

    (Was jedoch die Frage aufwirft, ob das eigentlich rechtlich in Ordnung ist. Denn so finanziert die Stadt aus dem normalen ÖPNV-Topf ein Angebot, das nicht zu den normalen ÖPNV-Konditionen [=zuschlagfrei] nutzbar ist.)

    Ein Wenden im Tunnelstutzen hätte allerdings den Nachteil, dass das Streckengleis Hauptwache - Willy-Brandt-Platz bei der Rückfahrt in die Station Hauptwache wieder gekreuzt werden muss.

    Jetzt mal unabhängig von konkreten Planungen: So etwas ist aber weniger kritisch als eine Wende per Gleiswechsel. In ersterem Fall hast Du einen Fahrstraßenausschluß von vermutlich einer Minute, bis die Kreuzung geräumt ist. Bei einer Wende auf dem Hauptgleis mehrere Minuten alleine durch den Führerstandswechsel. Eine Wendeanlage zwischen den Gleisen ist natürlich der Idealzustand, nur gibt es da ein wesentliches Problem.

    Geht alles auch mit Durchsagen.

    1. Die auswärtige Fahrgäste auch ganz toll verstehen. Wenn ich einer Sprache nicht oder nur geringfügig mächtig bin, kann ich mir noch den Haltestellennamen aus der Ansage zusammenreimen. Aber bei längeren Texten wird das irgendwann unverständlich. Dann doch lieber was ordentliches zum Ablesen.

    2. Die Fahrgäste noch mehr zutexten? (Hatte sich da nicht jemand über die langen Haltestellennamen beschwert...?)

    Die Liste beim LHO ist ein sehr schöner Anhaltspunkt, aber bitte nicht so verstehen, dass alle Betriebe ÖPNV machen oder Mittelständler im klassischen Sinne sind.

    Richtig. Deswegen schrieb ich ja auch "zusammenbasteln".


    Außerdem passen Dortelweilers Angaben ohnehin nicht. Gemäß Definition ist ein Mittelständisches Unternehmen eines mit etwa 50-250 Mitarbeitern. Wenn ich mir Eberwein so ansehe, heißt es auf seiner Homepage (in diesem Teil nur im Archiv zu finden), man habe 16 Mitarbeiter und 14 Busse. Von daher wäre dieser Betrieb schon mal ziemlich weit vom "Mittelstand" weg... Und das gilt wohl für die meisten "familiengeführten" Busbetriebe ebenso.

    Wusstet ihr, dass es auch einen Gasleitungsweg gibt? Im Enkheimer Ried liegt der :D.

    Ich denke, wir schweifen da inzwischen ab. Wäre es nicht sinnvoll, einen neuen Thread "ungewöhnliche Haltestellennamen" zu starten? Wobei da noch festzulegen wäre, was ungewöhnlich ist. Weil - keine Ahnung, nur ein fiktives Beispiel - "Deppenweg" halt merkwürdig klingt, auf dem Dorf aber jeder weiß, daß die Straße nach einem alten Adelsgeschlecht dieses Namens benannt ist und nichts mit einem Volltrottel zu tun hat.