Vielleicht eine gute Gelegenheit, ein paar Kritikpunkte zu entkräften?
Wie willst Du mit Gruppierungen wie „Frankfurt 22“ rational diskutieren? Diese Gruppe wollte doch in der Vergangenheit die U-Bahntunnel zuschütten.
Vielleicht eine gute Gelegenheit, ein paar Kritikpunkte zu entkräften?
Wie willst Du mit Gruppierungen wie „Frankfurt 22“ rational diskutieren? Diese Gruppe wollte doch in der Vergangenheit die U-Bahntunnel zuschütten.
Alles anzeigen<off-topic>
Interessanter Ansatz,
Gesprächspartner dazu aufzufordern, sich schlau zu machen und sich zwecks Erkenntnisgewinns mit Details auseinanderzusetzen, um sich dann selbst diesem Prozess zu verweigern, bzw. sich für diesen dem Primat der zeitlichen Limitierung zu unterwerfen.
Danke für Deine Offenheit.
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Ich habe Dich auf eine kurze Pressemitteilung verwiesen, die in kürzester Zeit (5-10Minuten) gelesen werden kann. Protokolle von Ausschusssitzungen sind hingegen recht lang, und erfordern unter Umständen Stunden sie durchzuarbeiten, weil man ggf. Querverweisen folgen muss. Man sollte da einen Unterschied sehen.
Im Bezug auf Deine Poliktikerschelte fällt es mir schwer, das Diskutieren des Themas im Rechtsausschuss, inklusive Anhören von mehreren Sachverständingen, als "sich keine Gedanken über die Folgen von Gesetzesänderungen zu machen" nachzuvollziehen.
Welche Sachverständigen wurden denn angehört?
Es wurden definitiv Sachverständige angehört, die die Argumentation pro Gesetzesänderung unterstützen. Wurden aber auch Sachverständige angehört, die sich zu den potentiell negativen Auswirkungen geäußert haben? Die Pressemeldungen lassen nicht darauf hoffen, und mir fehlt die Motivation meine Zeit mit Lesen von Ausschusssitzungsprotokollen zu verbringen.
P.S. Enttäuschung würde voraussetzen, dass ich noch irgend etwas Positives von diesen Politikern erwarten würde. Insofern können sie mich positiv überraschen.
Von der Abschaffung der (umgangssprachlichen) Strafbarkeit des Schwarzfahrens, sprich Ahndung der Erschleichung einer Beförderungsleistung, war nach meinem Verständnis, nie die Rede.
Dein Standard wiederum scheint zu sein, sich an bestehenden Gesetzen festzubeißen, ohne sich Gedanken über die Konsequenzen zu machen.
Das Problem der aktuellen Politikergeneration ist, dass sie sich keinen Gedanken über Folgen von Gesetzesänderungen machen. Man will Gutes tun, und zertrümmert mit den Ars**** das ganze Porzellan.
Sprich, wenn sie die Strafbarkeit fürs Schwarzfahren abschaffen wollen, erwarte ich dass sie einen plausiblen Plan haben wie sie den Missbrauch verhindern wollen. Außer Zugangskontrollen, die in Deutschland aus baulichen Gründen meist nicht möglich sind, ist mir bisher keine sinnvolle Äußerung der Proponenten bekannt. Daher eine simple Frage: Wie verhindert man zukünftig Missbrauch?
Die Berichte einschlägiger Institutionen nennst du also Emotionen? Nun, ist ja ein allgemeiner Trend inzwischen, dass soziales, gleichberechtigtes und gerechtes Miteinander oder bisweilen gar Grundrechte inzwischen als "böhse Gefühle", "Sozialismus" und so weiter gelten.
Das führt direkt zu einer längeren Offtopic Diskussion.
Tja nun, wenn Gesetze nur selektiv gelesen werden, …
Diese Nettigkeit gebe ich gleich zurück. Der Punkt ist, dass das Gesetz nicht erlaubt Personen generell von der Beföderung auszuschließen, weil sie in der Vergangenheit keinen Fahrschein hatten.
Allerdings gibt es einen keinen Freibrief für den Betrieb gefährdende Fahrgäste. Ob dies allerdings auf einen Schwarzfahrer zutrifft, wage ich zu bezweifeln.
Es wird hier wieder eine Gesetzesänderung eingefordert ohne sich Gedanken über die Konsequenzen zu machen. Das ist leider ein Standard in der Politik geworden. Anstatt guter Argumente wird mit Emotionen gespielt.
Von einer Beförderungspflicht ist nirgends etwas zu lesen.
Es interessiert nicht was in der Hausordnung enthalten ist, wenn es ein Gesetz gibt.
Das kannst du aber genauso wenig beurteilen wie ich, mehr als anekdotische Evidenz können wir beide nicht bieten. Aber Studien, Länderberichte und NGOs zeigen klar auf, dass es eben nicht am Mindset der Täter liegt, sondern der tatsächlichen Zahlungsunfähigkeit. Der Großteil bezahlt das höhere Entgelt im Zweifel einfach und ist "raus". Das muss man schon bewusst ignorieren wollen, wenn man anders argumentiert.
Du machst einen Fundamentalfehler. Du gehst davon aus, dass bei einer Runterstufung zur einer Ordnungdswidrigkeit weiterhin alle die sich Fahrscheine leisten können, diese auch weiterhin brav kaufen werden. Fakt ist, es wird bei der relativ geringer Kontrolldichte im ÖPNV für viele einfach lukrativer überhaupt keinen Fahrschein mehr zu kaufen, und statt dessen die Ordnungswidrigkeiten zu bezahlen. Im Gegensatz zum Falschparken, kann man hier nämlich bei systematischer Missachtung der Gesetze niemanden zur MPU schicken (systematisches Falschparken ist bereits mehrfach trotz Bezahlens der Strafen dahin eskaliert), da man keinerlei Führerschein für die ÖPNV-Nutzung benötigt, und ein Hausverbot wird wegen der Beförderungspflicht auch nicht funktionieren. Also, was macht man dann mit Personen, die systematisch keine Fahrscheine mehr kaufen?
Es sei hier an den Fall des Hedgefond-Managers in London erinnert, der selbstredend hätte bezahlen können, wenn er das denn gewollt hätte. Er fuhr systematisch von seinem Wohnort in die City of London ohne zu zahlen, und nur auf dem Rückweg, weil er an einer Barriere in der City durch musste, zahlte er. Er machte das, weil es möglich war, und nicht weil ihm das Geld fehlte.
Was ich mich aber anhand der Pressemeldungen frage: Warum legt man die Rolltreppen still.
Weil eine der Rolltreppen am Berliner Hauptbahnhof plötzlich rückwärts lief. Das soll eigentlich durch eine Notfallbremse verhindert werden. Bei einigen neueren Modellen hat man das anders gelöst, bzw. dachte das man das getan hätte. Die Konsequenz war die sofortige Stilllegung aller baugleichen Rolltreppen.
Erstaunlich, dass die Unzuverlässigkeit der S6 nicht ausreicht, die Straßenbahn zu bestärken. Von den ständigen Staus auf der A5, müsste ich eigentlich gar nicht erst anfangen.
Weil eine Straßenbahn zwischen Vilbel und Frankfurt nicht die Probleme der Main-Weser-Bahn und der A5 beheben kann. Diese Straßenbahn könnte höchstens die B521 entlasten und schon weniger die B3.
Für eine Entlastung der A5 und der Main-Weser-Bahn müsste es einen entsprechenden Ausbau der Main-Weser-Bahn geben. Sprich nicht nur eigene S-Bahngleise sondern komplett bis Gießen viergleisig, und es bräuchte Kapazität in Frankfurt. Denn aktuell kann man keine weiteren S-Bahnen fahren lassen, da der Innenstadttunnel keinerlei Kapazität hat. Will man etwas an der Unzuverlässigkeit der S6 machen, müsste man eigentlich einen Nord-Süd-Tunnel vom Westbahnhof über Hauptbahnhof zur Louisa bauen, und so die S6 vom restlichen Netz entkoppeln.
Pläne etwas an der Main-Weser-Bahn substantiell zu verbessern über den Ausbau der S6 hinaus existieren nicht. Motzen gegen den A5 Ausbau ist kein Lösungsansatz.
Wow. Einfach wow.
Bisher ist jeder Versuch mit Herrn Baeuchle eine gesittete Diskussion zu führen früher oder später in persönlichen Angriffen abgeglitten. Ich habe ihn sonst auf der Ignorierliste, weil das Thema mich interessiert ist das hier die Ausnahme. Meine Erfahrung ist, dass man mit Grünen keine inhaltliche Diskussion führen kann. Sie erwarten Akklamation. Mag sein, dass meine persönlichen Erfahrungen nicht repräsentativ sind.
„Die Idee ist von den Grünen, deswegen muss sie schlecht sein“.
Nichts anderes war von Dir zu erwarten. Du schiebst mir wieder eine Aussage unter, die ich nicht getätigt habe.
Verzeih mir deshalb bitte, wenn ich dich nicht ganz ernst nehme, solange du hier (wiederholt) anstatt hinreichender Kompetenz auf dem Gebiet lediglich Voreingenommenheit und grundsätzliche Ablehnung zeigst.
Ich zeige keine Ablehnung einer Straßenbahnvorplanung in Gießen. Sondern ich habe lediglich darauf hingewiesen, dass es an einigen Punkten erhebliche Probleme gibt. Das ist Realismus und eben keine Ablehnung.
Ein simple Frage, warst Du jemals in Gießen am Bahnübergang in der Frankfurter Straße? Vor fünf Jahren wurde ich angegangen als ich darauf hinwies, dass man an dieser Stelle keine Straßenbahn über die Bahntrasse bekommt. Man leugnete die simplen baulichen Gegebenheiten, weil man es einfach nicht wahrhaben will, dass das gewünschte Projekt so nicht umsetzbar ist. Das ist einfach nur noch infantil.
Wenn man den Bahnübergang in der Frankfurter Straße umfährt (theoretisch ginge es über die Unterführung in der Ludwigstraße, oder über die Lahnstraße und die Klinikstraße), dann muss man durch relativ enge Straßen durch. Das ist technisch umsetzbar, führt aber zu längerem Fahrzeiten und in etlichen Straßen müsste man die Alleebäume zurückstutzen oder gleich ganz fällen. Und natürlich sind die Bahnen vom restlichen Straßenverkehr abhängig. Fahrzeitvorteile ergeben sich so gegenüber einem Busverkehr nicht mehr sondern eher Nachteile. Es bliebe lediglich der Vorteil der höheren Kapazität.
Was das ganze Regiotram Geschwaffel betrifft. Die Main-Weser-Bahn ist am Limit. Zwischen Friedberg und Gießen kommt noch der Güterzugverkehr dazu, der großräumig um Frankfurt herumgeleitet wird. Seit Jahren fordern Pendler Abhilfe, die es aber ohne Ausbau der Strecke nicht geben kann. Es sind schon viele auf den PKW umgestiegen, weil die Züge voll sind. Wenn ausgebaut würde, dann ließe man sicherlich keine Gießener Straßenbahn auf der Main-Weser-Bahn herumfahren, weil es Bedarf für richtige Züge gibt. Einfach den Vergleich zwischen Mittelhessen-Express bzw. S-Bahnlangzug und 30m Straßenbahn machen. Nach Marburg verhält es sich ähnlich. Nur eine Straßenbahn nach Lollar bringt nicht viel, da mehr RB/RE nach Marburg gefragt sind. Sollte die Lumdatalbahn wieder aufgebaut werden könnte man in Lollar umsteigen. Das ist zumutbar, weil die Kapazitätsteigerung auf der Main-Weser-Bahn wesentlich wichtiger ist.
Vielleicht ist es Dir nicht bekannt, in Gießen gab es an der Vogelsbergbahn am Flugplatz (ex US Depot) einen Haltepunkt an dem man von dieser zum Gießener Stadtbuslinie 1 umsteigen konnte. Dieser wurde mangels Nachfrage aufgeben. Was die Frage nach Bedarf einer Regiotram auf der Vogelsbergbahn doch arg in Frage stellt. Diese besagte Linie 1 ist eine der wichtigsten Linien in Gießen. Sie fährt von Rödgen über die Rödgener und Grünberger Straße zur Innenstadt über Marktplatz und Bahnhof und über die Frankfurter Straße (Uni Klinik!) nach Kleinlinden und Lützellinden. Das tut diese Linie meist über relativ breite Straßen. Sprich es erscheint sinnvoll diese Linie für eine Umwandlung einzuplanen. Wenn eben das Problem der Bahnübergangs in der Frankfurter Straße nicht wäre.
Eine Straßenbahn nach Wieseck oder Heuchelheim scheint leichter machbar zu sein. Aber wie vorher schon beschrieben. In Gießen sind die Straße nicht all zu breit, so dass oftmals kein eigener Gleiskörper möglich wäre.
Eine Regiotram sehe ich nicht, weil die Fahrzeuge auf Dauer teurer sind, und der Synergieeffekt mit den Bahnlinien um Gießen herum gering ist. Diese Forderungen kommen aus dem Grünen Umfeld (Das Forenmitglied baeuchle ist ja Parteimitglied) und nach diesem Artikel gab es gerade einmal 940 Unterstützer für die Petition in Gießen. Man kann also davon ausgehen, dass unter den Studenten in der Stadt mit Nähe zu den Grünen gezielt für diese Petition geworben wurde.
Was das Thema Realismus betrifft. Das Umfeld der Grünen ist von einer hardcore Realitätsleugnung umgeben. Man will von den Problemen der eigenen Weltanschauung nichts wissen, und diffamiert regelmäßig jeden der auf die realen Probleme hinweist.
Gut, dass genau deshalb eine Studie von kompetenten, offenen Menschen durchgeführt wird, damit mögliche Lösungen nicht von einem voreingenommenen pessimistischem Scheuklappenblick verhindert werden.
Die Zwangspunkte in Gießen verschwinden nicht, nur weil Du das so willst. Die Universität ist von der Innenstadt durch die Lahn-Dill-Bahn und die Vogelsbergbahn getrennt. Es gibt bisher nur Bahnübergänge. Du Darfst gerne erklären, wie man da eine Straßenbahn bauen kann.
Es ist soweit - die Stadt hat nun offiziell verlauten lassen:
Die Probleme bleiben. Ich sehe nicht wie man eine Straßenbahn zur Universität führen kann, oder wie man sie entlang der Frankfurter Straße führen kann. Andere Strecken in Gießen sind durchaus möglich und sinnvoll. Ich sehe nur nicht den Sinn für eine RT im Zweisystemtechnik. Die Strecken, auf denen dies in Betracht käme, sind überlastet. Die Kanonenbahn kann man direkt als BoStrab Strecke aufbauen, und so mit zwei Gleisen arbeiten. Die Bestandsstrecken nach Alsfeld und Nidda sollte man eher durch Taktverstärkung und passende Haltepunkte an einen Gießener Straßenbahn anbinden.
Hier gibts ein Video zur Abschrägung von Laufflächen und wieso diese nach außen einen schmäleren Radius haben und nicht nach innen.
Das Quietschen verhindert man bei der Eisenbahn durch gelenkte Achsen, so dass eine Achse immer radial zum Kurvenmittelpunkt ausgerichtet ist. Normalerweise stehen die Achsen in einem Drehgestell immer | | parallel, mit einem speziellen Achslenker stehen sie dann in einer Kurve \ / . Es gibt einige Lokomotiven (die SBB hat früher häufig solche Lokomotiven gekauft) die über solch gelenkte Achsen verfügen. Bei Straßenbahnen verzichtet man üblicherweise darauf und akzeptiert das Quietschen und den erhöhten Verschleiß an den Schienen.
Ich mag mich irren, aber meines Wissens waren das breitere Radreifen und nicht spezielle Spurkränze.
Ich hätte es allgemeiner formulieren sollen. Es sind andere Radsätze. Straßenbahnräder unterscheiden sich in mehreren Punkten von den EBO-Rädern.
Wie Du schreibst, bis in die 1980er, seit dem wüsste ich nicht, warum die VGF Fahrzeuge eine EBO Kompatibilität haben müssten.
Es war übrigend eine V 36, wie hier zu bestaunen.
Es fuhren meines Wissen V36, V60, V90 und V100 auf dieser Strecke. Die Notwendigkeit der anderen Spurkränze ergibt sich aus den größeren Herzstückabständen in den EBO-Weichen. Wenn man diese mit Straßenbahspurkränzen befährt, besteht Entgleisungsgefahr. Daher hatten auch früher die Straßenbahnfahrzeuge für diese Strecken spezielle Spurkränze z.B. die M Triebwagen gab es in zwei Varianten als M und Mv. Ich entsinne mich daran, dass bei den Mvs auch Unterschiede bei den Scheinwerfern gab. Das v stand für Vorort.
Du meinst sicher den Sinuslauf. Haben denn die Frankfurter Fahrzeuge konische Laufflächen? Ist ja im BOStrab-Bereich seltener.
Die Stadtbahnfahrzeuge müssten wegen der EBO Kompatibilität darüber verfügen. Denn bis in den 1980er fuhren ja nach Hedderrnheim EBO Fahrzeuge. Ich entsinne mich an Fotos einer V100 zwischen Weiskirchen und Niederursel.
Und jetzt?
Stellen wir fest, dass man in der Vergangenheit bessere GVP Publikationen verbreitet hat.