Beiträge von John2

    Überhaupt ist der LKW derzeit DAS billige Transportmittel für Güter.

    Der LKW ist i.d.R. nicht das billigste Transportmittel, sondern eher das Optimum aus Kosten und Geschwindigkeit. Ein Containerschiff verbraucht pro Container deutlich weniger Treibstoff als ein LKW, auch die Eisenbahn ist üblicherweise billiger als der LKW. Da aber das Rangieren sehr viel Zeit verbraucht ist der LKW deutlich schneller.

    Ich sehe das Problem, dass man diese zusätzliche Züge weder an der Galluswarte noch am Hauptbahnhof sinnvoll wird ausfändeln können, da es die notwendigen Gleise nicht gibt, und der Platz für solche Gleise sehr begrenzt ist. Man kann zwar an der Galluswarte von der S-Bahn auf die Main-Weser-Bahn wechseln, aber dann kommt es zu Konflikten mit dem Takt der S-Bahn und des restlichen Verkehrs auf der Main-Weser-Bahn. Es bliebe dann die Möglichkeit über Rebstockkurve und Homburger Damm zum Hauptbahnhof zu fahren. Auch das ist keine einfach umsetzbare Aufgabe, da der Homburger Damm auch problematisch ist. Ein „Überholbahnhof“ zwischen Rödelheim und Steinbach ist auch nicht wirklich sinnvoll. Sinnvoller Weise würde eine S15 die S5 zu einem 7,5′-Takt verdichten, nur bei geringen Verspätungen kommt es dann zu einem Auflaufen der Züge aufeinander.


    Wenn man diese Erschließung will, hätte man besser an der Heerstraße einen S-Bahnhalt gebaut und die RTW über Steinbach und Weißkirchen zum Oberurseler Bahnhof geführt. Die RTW wäre dann mit 15′-Takt ausreichend, um diese Streckenabschnitt alleine bedienen zu können. Jetzt murkst man irgend wie die RTW2 ans NWZ an. Wenn es bei einem Gleis bleibt, ist das auch nicht sonderlich geeignet eine weitere Linie dort enden zu lassen.



    Nachtrag: Die A5 befindet sich am Rande Frankfurts und ist mitnichten eine Schneise durch Frankfurt. Wenn man das Problem entschärfen will, muss sich etwas im Regionalen S-Bahnverkehr ändern.

    Dann eben einen Tunnel,- Hessen Mobil finanziert. Wir wollen doch die Verkehrswende, den ÖPNV so attraktiv wie den IV machen. Oder?

    Persönlich war ich schon immer für eine kreuzungsfreie Variante, d.h. ggf. komplett im Tunnel verlaufend.

    Da sind schmerzhafte Einschnitte unumgänglich, das läuft auf mindesten ein Viertel weniger Raum für Autos heraus. Nur haben halt viele politisch Verantwortliche Angst vor dem dann auch von Medien wie der Bildzeitung angefachten Geschrei einer lauten, radikal uneinsichtigen Minderheit und gehen lieber den Weg des geringsten Widerstandes.

    Der Punkt ist, die Minderheit sind die Bewohner der Großstädte. Es wohnen nicht einmal 1/6 der deutschen Bevölkerung in Städten mit mehr als 500.000 Einwohner, nur 1/3 wohnt in einer Großstadt (d.h. >100.000 Einwohner). Dazu kommt das Problem mit der Gewerbesteuer, durch solche Maßnahmen droht der Wegzug der Unternehmen in den Speckgürtel in dem ohnehin schon der Hebesatz niedriger ist.

    Ab einer gewissen Standzeit im Praunheimer Stau wird der Weg über die A5 zum

    Homburger Kreuz zeitlich attraktiver xD (und alternative Verkehrsmittel ebenso)

    Auf der A5 staut es sich Nachmittags auch immer wieder, insofern schenkt sich das nicht viel. Es hängt davon ab, wo genau man sich befindet, welcher Weg schneller ist. Der ÖPNV ist wie ich so oft schon geschrieben habe, für Pendler aus dem Umland so extrem schlecht, dass es sich meistens nicht lohnt ihn zu nutzen. Deshalb die Blechlawinen in Frankfurt.

    Daher ist das doch Augenwischerei "Vielmehr sollte ein moderner Stadteil entwickelt werden, der auch der Verkehrswende gerecht wird." Seit 30 Jahren wird gefaselt, dass sich durch Verkehrs beruhigende Maßnahmen und was weiß ich noch, der Verkehr in der Heerstraße verringert. Geändert hat sich nichts, in den nächsten 30 Jahren wird sich da auch nix ändern.

    Solange man nicht anfängt das Verkehrsproblem im gesamten Ballungsraum zu betrachten, wird sich daran nichts ändern. D.h. es wird sich nur etwas ändern, wenn die Fahrzeiten mit dem ÖPNV von Tür zu Tür vergleichbar zum MIV werden. Was den MIV durch Praunheim betrifft. Der Weg über die Ludwig-Landmann-Straße kostet mehr Fahrzeit, um zum Bad Homburger Kreuz zu kommen. D.h. auch bei diesem neuen Stadtteil wird das Problem Ortsumgehung Praunheim weiterhin notwendig sein. Baut man sie nicht, dann wird sich der Verkehr durch die gebauten Straßen zwängen.


    Was die RTW und U7 betrifft. Das NWZ ist für die Anwohner ein lokales Einkaufszentrum, d.h. die Anbindung über die RTW ergibt für die Anwohner in einem Halbstundentakt mal so gar keinen Sinn, das ist viel zu dürftig. Soll dann eine zusätzliche U10 von NWZ nach Steinbach fahren? Wie funktioniert das dann am NWZ?

    Ich weiß ja nicht, wie man nach „ihr lebt alle in einer Traumwelt“ (leicht anders formuliert) ernsthaft darüber lamentieren kann, dass andere Benutzende persönlich würden. Aber gut.

    Es gibt keinerlei objektiven Nachweis irgend eines Bedarfs an einer Stadtbahnlinie in das Industriegebiet. Die Buslinie ist auch im 30 Minutentakt unterfordert, und die Masse der Kunden will ohnehin den PKW nutzen, weil man direkt die gekauften Waren einladen kann.


    Mit großem Wohlwollen, kann man hier eine testweise Erhöhung der Buskapazität das Wort reden – Prinzip Hoffnung, dass der ÖPNV hier eine wichtigere Rolle spielen soll. Trotzdem wird hier eine Stadtbahnstrecke gefordert, weil es so etwas anderswo auch gäbe. Ach, das ist also eine objektive Beurteilung des status quo?

    Was die Fahrradwege angeht: ja, ich fahre wesentlich lieber in der Stadt. „anderswo sind die Wege auch nicht perfekt“ ist halt kein Argument dafür, bestimmte Wege nicht gut zu finden. Ich habe auch unterschiedliche Vorlieben für Wege und akzeptable Entfernungen, je nach dem, ob ich einkaufen fahre oder eine Radtour mache. Egal dabei, wie weit die Tour geht und ob ich einen Rundkurs mache oder one-way. 🤷🏽‍♀️

    Da gehörst du zu einer absoluten Minderheit an Fahrradnutzern, die gerne an vielbefahrenen Straßen mit dem Fahrrad fahren. Insbesondere der Niddauferweg wird von einer Vielzahl an Radpendlern genutzt, weil es sich dort viel entspannter Rad fahren lässt und es bessere Luft gibt. Was die Wegstrecke betrifft, wem das zu weit ist, für den gibt es den ÖPNV mit Stadtbahn und Bus. Aber schneller ist man da auch nicht.

    Vielleicht entschärft es die Diskussion etwas, wenn man sich vor Augen führt, dass die Aussage „es ist nicht richtig, dass es sich nie lohnen könnte“ etwas anderes ist …

    Wenn du die Diskussion entschärfen willst, solltest du aufhören mir unterschwellig zu unterstellen ich würde die Unwahrheit schreiben, und ganz wichtig aufhören mir Aussagen zu unterstellen, die ich nie getätigt habe. Aber auch dazu bist du nicht in der Lage. Aber das ist ja nichts neues sondern Dauerzustand.


    Was das Thema Forderung nach Stadtbahnanschluß betrifft

    … Hätte man eine Schienenanbindung, sähe das schon ganz anders aus. Einerseits wäre die ÖPNV-Anbindung viel präsenter (U-Bahn-Endstation IKEA ist ein riesiger Bekanntheitsboost) …

    … ist schließlich eine oberirdische Stadtbahnstrecke durch locker (bzw. zu einem großen Teil sogar unbebautes) Gebiet,…


    Das soll also keine Forderung nach einer Stadtbahnstrecke zum Ikea sein?

    „Wege, die ich für eine 2-Kilometer-Fahrt voll ok finde, müssen auch auf 10-Kilometer-Fahrten akzeptabel sein.“ und wer das anders sieht, muss mit Fettdruck rechnen! Is klar.

    Anscheinend gehen bei dir endgültig die Argumente aus, dann dann wurdest du bisher immer persönlich.


    Die meisten dieser Wege gehören zum Radwegenetz im Frankfurt Umland. Ich bin über diese Art Feldwege schon deutlich längere Touren mit dem Rennrad gefahren als 10km. Diese Wege kann man auch 100km am Tag fahren. Bei Dunkelheit braucht es richtiges Licht, aber seit dem es LEDs am Fahrrad gibt, ist das auch nicht mehr das Problem. Du willst mir doch nicht erzählen, dass der typische Radweg in der Stadt angenehmer zu fahren sei?

    Billy & CO kommen dann wie nachhause?

    So wie beim ÖPNV-Nutzer auch – per Lieferservice. Du willst mir doch nicht erzählen wollen, dass man Billy&Co unterm Arm nach Hause trägt, oder mit der Sackkarre die Pakete nach Hause schiebt? Die Stadtbahn bremst dann einmal stark und die Sackkarre mit Billy & Co. fliegt durch die Bahn. Im PKW/Van passen die Pakete gut rein, das können oder wollen die Herrschaften hier aber nicht nutzen.

    Wenn du den Frankfurter Ikea für attraktiv mit dem Fahrrad erreichbar hältst, scheinst du selten Fahrrad zu fahren. Von wegen in Kalbach gäbe es kaum Verkehr oder ein nicht aspahltierter Feldweg sei eine adäquate Fahrradinfrastruktur.

    Im Gegensatz zu dir bin ich dort schon oft mit dem Fahrrad gefahren. Die Feldwege von denen ich schreibe sind allesamt entweder gesperrte Straßen, Betonplatten Wege oder asphaltiert. Die Wege in der Weingärtenanlage (es gibt längere asphaltierte Alternativen) sind typische Parkwege, glatte wassergebundene Wege. Wenn das nichts ist, dürftest du durch keinen Park mehr in Frankfurt fahren. Der Hauptverkehr in Kalbach führt über die L3019, die kann man per Brücke überqueren. Im Kalbach selbst ist relativ wenig Verkehr, und den muss man auch nur kreuzen. Sonst sind das nur Nebenstraßen mit Wohnhäuser. Der von mir beschriebene Weg über Nieder-Eschbach läuft komplett über asphaltierte Straßen, die nur für Anlieger frei sind. Der weg im Industriegebiet führt über kombinierte Fuß- und Radwege, und die stark befahrenen Straßen werden an Ampel gekreuzt. Und das ist nur das letzte Stück um den Ikea im Industriegebiet erreichen zu können.


    Da du hier so einen offensichtlichen Unfug schreibst, zeigt mir, dass du nie versucht hast, den Ikea per Fahrrad zu erreichen, oder dich per Openstreetmap oder Google Maps (dort kann man sehen was für eine Qualität die Wege haben) zu informieren. Dazu wird mir hier Forum regelmäßig vorgehalten ein Halbstundentakt sei doch für Pendler aus dem Umland super attraktiv. Im Vergleich dazu wie häufig fährt man zu Ikea?


    An dieser Diskussion sieht man wieder schön, wie entrückt hier einige im Forum sind. Weil man alle Jubeljahre mal zu Ikea will, muss dieser perfekt mit der Stadtbahn erschlossen sein.

    Lies doch bitte mal meine Beiträge komplett durch, bevor du antwortest.

    Den Spruch hättest du mal besser selbst beachtet.

    Alternativ empfehle ich auch dieses Video. Zwar nicht ÖPNV betreffend, aber es zeigt durchaus auf, dass es kein Naturgesetz ist, dass alle Kund*innen mit dem Auto dorthin fahren.

    Ich schreibe extra, dass der Frankfurter Ikea sehr gut mit dem Fahrrad erreichbar ist, und der Herr ist nicht im Stande das zu lesen. Was ist daran so schwer, an der Nidda bis zum alten Flugplatz zu fahren, von dort grob dem Kalbach bis Kalbach zu folgen, und von dort rüber nach Nieder-Eschbach zu fahren? Ja, am Martinszehnten gibt es eine Grünanlage, so dass man den kompletten Weg durch Industriegebiet nicht auf der Straße fahren muss. In Kalbach gibt es kaum Verkehr, und wenn man die passenden Straßen fährt, muss man nur die Hauptstraße kreuzen.



    <>

    Wem der Weg über Kalbach zu steil ist, fährt entlang der U2 bis nach Nieder-Eschbach fährt dann den Urseler Weg lang, folgt dem Feldweg bis zur Züricher Straße. Da ist auch nur Feldweg- und Nebenstraßenverkehr zu erwarten. Wo bitte ist das Problem? Anscheinend hast du den Weg mit dem Fahrrad noch nie zurückgelegt.


    Solange die Buslinie nicht wirklich total ausgelastet ist, ist eine Schienenverbindung in das dortige Industriegebiet grober Unfug.

    Irgend wie ist es für Dich nicht nachvollziehbar, dass ein Großteil der Kunden den Laden gar nicht per ÖPNV erreichen will. Das was Ikea ausmacht, ist das in den Laden gehen und die Pakete gleich mitnehmen zu können, und das setzt einen PKW/Van o.ä. voraus. Wenn das bei Dir nicht der Fall ist, ok. Aber dann zählst Du zu der kleinen Kundengruppe, die weder im Internet bestellt noch das Zeug direkt mitnehmen will.

    Und das ist für dich eine attraktive Anbindung?

    Dieser Ikea ist wegen der nahen Lage zu Bad Homburg und dem Hochtaunuskreis an dieser Stelle entstanden, darüber hinaus ist er gut aus der Wetterau erreichbar. Das kann man auch sehr gut an den Nummernschildern der Kunden im Parkhaus erkennen. Die Lage ist für den avisierten Kundenkreis besonders verkehrsgünstig gelegen – perfekt mit dem PKW erreichbar. Wer aus Frankfurt dort hinfahren will, kann das sowohl mit dem PKW, Fahrrad oder auch dem ÖPNV tun. Beim 29er gibt es abschnittsweise Verstärkerfahrten, wenn es wirklich Nachfrage gäbe, würden auch zwischen Nieder-Eschbach und und dem Industriegebiet mehr Busse pendeln. Sie ist halt nicht vorhanden, und das sollte man akzeptieren.


    P.S. Wenn man weiß wo man entlang fahren muss, ist das auch sehr gut mit dem Fahrrad erreichbar, da man dann nicht an den Hauptstraßen fahren muss, sondern ein Großteil der Wegstrecke durchs Grüne fahren kann.

    Jetzt ist es so, dass die bisherige Busverbindung wahrscheinlich niemanden dazu bringen wird, sein Auto stehen zu lassen, da sie äußerst unattraktiv ist. Hätte man eine Schienenanbindung, sähe das schon ganz anders aus.

    Der Bus fährt mindestens alle halbe Stunde von der U-Bahnhaltestelle Nieder-Eschbach in knapp 9 Minuten zum Industriegebiet. Wenn es Bedarf gäbe, würden auch mehr Busse fahren. Ich empfehle Dir einfach mal durch das Parkhaus von Ikea zu schlendern und auf die Nummernschilder zu achten. Das dürfte erklären, weshalb so wenige den Bus nutzen.

    Ganz genau! Da stimme ich dir zu, bei kreisfreien Städten wäre das die Landesebene, bei kleinen Komunnen der Landkreis, es muss nicht gleich die Landesebene sein, es könnte auch der Regionalverband sein, egal, können wir mal so stehen lassen.

    Das Problem hierbei ist, dass nur die kreisfreie Stadt und der Landkreis demokratisch legitimiert ist und darüber gleich das Land kommt. Weder der Regionalverband oder das Regierungspräsidium sind demokratisch ausreichend legitimierte Verwaltungsstrukturen.

    Beim Regionalverband entsteht gerade das Problem, dass Kommunen bzw. kreisfreie Städte und Landkreise jeweils Entscheidungen über das Gesamtprojekt treffen können. Das konkrete Beispiel Wiesbaden involviert die kreisfreie Stadt Wiesbaden, den Rheingau-Taunus-Kreis und die kreisfreie Stadt Mainz, die auch noch in einem anderem Bundesland liegt. Der Regionalverband ist meines Erachtens ein zahnloser Tiger, der nur dann funktioniert, wenn alle Gemeinden darin wirklich kooperieren wollen. Nur leider sind die Partikularinteressen der jeweiligen Gebietskörperschaften selten deckungsgleich.

    Für das Straßenwesen gibt es Hessen Mobil, für den SPNV (EBO) gibt es den RMV als planende, bedarfsdefinierende Instanz, aber für den SPNV (BOStrab) gibt es das nicht.

    Hessenmobil mag zwar planen, es ist aber nicht die politische Instanz, die die Entscheidungen trifft. Das ist noch immer das Land. Das Problem ist, dass es eben keine demokratisch legitimierte politische Instanz zwischen Land und Landkreisen/„Stadtkreisen“ gibt. Der Regionalverband mag zwar Planungen vorantreiben, er ist aber von den Gebietskörperschaften darunter abhängig. Sprich wenn Frankfurt die Stadtbahn nur für die lokalen Bedürfnisse ausbaut, und nicht an die Pendler aus den Umland denkt, kann der Regionalverband nichts tun. Das könnte nur das Land.

    Dürfen sie ja auch nicht: Wiesbaden kann nicht entscheiden, eine City-Bahn in Taunusstein zu bauen.

    Mal wieder den Satz falsch verstanden, und der Kontext war eigentlich eindeutig.


    Wiesbaden entscheidet über das Projekt aber auch, und zwar über den Anteil auf der Wiesbadener Gemarkung. Natürlich kann Wiesbaden über die Planung auf der Gemarkung der Gemeinde Taunusstein nicht entscheiden, aber Wiesbaden kann das Gesamtprojekt scheitern lassen. Ob das nun durch Volksabstimmung oder durch den Gemeinderat erfolgt ist schlussendlich für Tunnelklicks Argumentation belanglos.

    … Ebenso kann nicht die grundsätzliche Entscheidung über das Ob oder Ob nicht einer Citybahn, die aus verkehrlichen und wirtschaftlichen Gründen überörtlich angelegt werden muss, nicht an einem Teil der Strecke getroffen werden. …

    Dann dürfte aber genauso wenig in den einzelnen Gebietskörperschaften entschieden werden, und solche Projekte müssten von der Kommune hin zu dem nächst höheren demokratisch legitimierten Instanz verschoben werden. D.h. auf Landkreisebene bzw. auf Landesebene.

    Man sollte jetzt nicht glauben, 62,1 % der Wiesbadener hätten gegen die City-Bahn gestimmt. Nein, ganz und gar nicht.

    Wiesbaden hat etwa 279.000 EW, davon sind 208.500 wahlberechtigt, davon haben 46,2 % abgestimmt, also 96.340; und davon haben 62,1 % gegen die Citybahn gestimmt, also 59.829. Das sind 21,4 % der Einwohner und 28,7% der Wahlberechtigten.

    Exakt das gleiche Problem existiert doch, wenn die Stadt einen Beschluss fasst. Bei der letzten Kommunalwahl (2016) lag die Wahlbeteiligung bei der Kommunalwahl noch niedriger. Ich weiß nicht was für ein Problem Du hast, aber diese Abstimmung ist stärker legitimiert als das Stadtparlament! Wenn Du nun hier anfängst die Legitimierung dieser Abstimmung in Frage zu stellen, muss man zwangsläufig alle Gemeindebeschlüssen in dieser Legislaturperiode in Frage stellen.

    An der Stelle schlage ich vor, du schaust dir die Pläne mal an, denn du beschreibst hier etwas ganz anderes, als geplant ist.

    Das hatte ich gemacht, und es gibt nur ein Bahnsteiggleis, die Station Gonzenheim wird in einer Art und Weise gebaut, dass der Tunnel in der Straße und unter der Eisenbahnbrücke so geführt wird, dass dort niemals eine Tunnelerweiterung möglich sein wird ohne Gebäude bzw. den Tunnel abzureißen.


    An der Konstablerwache gab es auch nur eine Bahnsteigkante, dafür war die Zulaufstrecke zweigleisig bis zur Einfahrt in das Bahnsteiggleis. In Bad Homburg soll es den eingleisigen Tunnel geben, dann ein kurzes zweigleisiges Streckenstück und dann wieder nur ein eingleisiges Bahnsteiggleis. Also Konstablerwache plus eingleisiges Nadelöhr davor.