Beiträge von Jojo

    Wer oder was genau liegt jetzt in Hessen?

    Es wäre schön wenn Du mal in verständlichen Sätzen Dein Anliegen schreibst.

    Mein Gott, so schwer ist es doch nun wirklich nicht zu verstehen: ein Bus, welcher mit Werbung für den unterfränkischen Kahlgrundexpress rumfährt, ist im südhessischen Darmstadt relativ exotisch (insbesondere seitdem mit der Einstellung der Linie 677 keine Buslinie beide Regionen mehr verbindet) und damit für manche Leute (bspw. solche, welche sich gerne über Sichtungen austauschen oder gar Fotos machen) etwas Besonderes, während es den meisten Nutzern (und selbstverständlich auch dir und mir) schnurzpiepegal sein darf...

    Und weshalb könnte dies nicht auch durch Mitbenutzung des von dir gerade angesprochenen Fernbahntunnels erreicht werden? Oder braucht jetzt jeder Zugtyp einen eigenen Tunnel, also neben dem S-Bahntunnel und einem Fernbahntunnel noch ein Regionalverkehrstunnel und am besten auch gleich ein Güterverkehrstunnel und ein Flixtraintunnel...?

    Den Linientausch zwischen 4 und 7 finde ich grundsätzlich gut, das schafft neue Relationen ohne Umsteigen. Es könnte allerdings tatsächlich für die Arheilger ein Problem darstellen, nur noch alle 15 Minuten in die Stadtmitte zu gelangen. Hier würde ich zumindest in den Spitzenzeiten den Takt verkürzen. Man könnte hierzu die Linie 2 nehmen: Zum Hbf. fahren noch genug andere Linien und Busse.

    Die Studenten wollen aber von der Lichtwiese eher zum Hbf als nach Arheiligen...

    Es ist mir durchaus bewusst, dass die Direktfahrten nach Frankfurt ein Komfortgewinn und wichtig sind. Deshalb würde ich den Verzicht auch nur für eine Übergangszeit vorschlagen. Wenn die Leute auf der Strecke ständig mit überfüllten Zügen und u.a. daraus resultierenden Verspätungen zu tun haben, ist das meiner Meinung nach eine Einschränkung, die zu verkraften wäre.

    Wie von mir oben schon erwähnt, müssten die Direktfahrten durch neue Pendelfahrten Darmstadt-Nord - Frankfurt ersetzt werden, die dann bei Verspätungen der Odenwaldbahn auf diese warten, so dass das Anschlussrisiko entfallen würde.

    Die Direktfahrten von/nach Frankfurt kommen derzeit zur Minute .44 in DA-Nord von F-Hbf an und fahren zur Minute .12 dorthin ab. Wo würdest du deinen elektrischen Pendelzug in jenen 28 Minuten abstellen, damit dieser nicht der RB 75 in Fahrtrichtung WI-Hbf in die Quere kommt (welche in der HVZ alle 30 Minuten fährt)? Außerdem kannst du in DA-Nord keinen Anschluss am selben Bahnsteig anbieten (zumindest nicht solange dein elektrischer Pendelzug auf Gleis 4 steht), da Gleis 3 weder eine Gleisverbindung zur Odenwaldbahn noch ein Ausfahrsignal Richtung DA-Hbf hat.


    Davon abgesehen erschließt sich mir der Vorteil nicht, welcher einen Zwangsumstieg rechtfertigen würde...

    Gerade die Platz-Reservierung könnte in den Hauptverkehrszeiten Nachfrage finden. Im Gegensatz zur 1. Klasse hat diese den Vorteil, dass keine Sitzplätze leer bleiben, während andere stehen müssen, da die Reservierung nach einigen Minuten verfällt. Man könnte das ja mal in einzelnen Zügen testen.

    Sitzplatzreservierung für Pendler gibts bereits seit Längerem im Metronom:


    Stammplatz und Einzelplatz immetronom reservieren


    Reservierung

    Du fährst mit uns zur Arbeit und hast die tägliche Suche nach dem besten, freien Platz einfach satt? Kein Problem, mit der kostenlosen Stammplatzreservierung genießt du bei jeder Fahrt den gleichen Ausblick.

    Stammplätze können von Montag bis Freitag auf allen metronom Strecken bis 20 Uhr reserviert werden. Als Inhaber einer Jahres- oder Abokarte reservierst du deinen Lieblingsplatz in Wagen 4 einfach online. Danach musst du nur den Ausdruck deiner Online-Bestellung mitnehmen und dem Fahrgastbetreuer im Zug vorzeigen.

    Gar nicht so schwer? Finden wir auch!

    Deinen persönlichen Lieblingsplatz reservierst du hier: stammplatz.der-metronom.de

    Derartige “platform screen doors” sind m.W.n. nur dort praktikabel, wo sich der Fahrzeugstillstandspunkt zentimetergenau beeinflussen lässt, was So etwas wie CBTC und/oder einen linearen induktiven Motor voraussetzt. Bei gewöhnlichen S-Bahnzügen mit PZB, LZB oder wohl auch mit ETCS ist das nicht möglich und erfordert auch einen sehr homogenen Fuhrpark (zumindest in Hinblick auf die Türenanordnung)...

    [...] Das heißt, dass der KU ab Freitag den 24.05.2019 durch den Citytunnel und dann am Jugendstilbad vorbei zum Mercksplatz. Was ich mich immer wieder frage ist, warum kann der KU nicht am Jugendstilbad halten und dann mit der Busampel nach Rechts abbiegen?

    Auf der Linie H entfallen die Haltestellen Schloss, Alexanderstraße TU. Stadtdessen wird die Haltestelle Pfützerstraße und Heinheimer Straße angefahren. Was ich mich frage ist, kann man nicht den Linienweg bis zum Rhönring verlängern und dann links auf die Frankfurter Straße Richtung Pallastwiesenstraße und Willi-Brand-Platz abbiegen?
    Das gleiche Spiel wiederholt sich mit der Linie Fund U. Also ab dem Marienhospital nach Rechts Richtung Heinheimer Straße, dann auf dem Linienweg der Linie L und dann auf die Frankfurter Straße.

    Nur mal 3 Anmerkungen:

    1. Von der Haltestelle “Jugendstilbad” muss man links (und nicht rechts) abbigen um in die Pützerstraße Richtung Kopernikusplatz zu gelangen und das ist mit den Ampelanlagen nur von der für eben solche Linksabbieger vorgesehen linken Fahrspur (und eben nicht von der auf der Busspur befindlichen Haltestelle) möglich.

    2. Vom Rhönring kann man von der Heinheimer Straße kommend nur links in die Frankfurter Straße abbiegen, indem man erst rechts abbiegt und dann direkt nach der Haltestelle “Rhönring” über die Straßenbahngleise wendet. Dieser Weg ist zwar mit Ampeln direkt gesichert, aber für Busse (insbesondere: Gelenkbusse) völlig ungeeignet.

    3. Weder Buslinie F noch U fahren auch nur in der Nähe vom Marienhospital, egal ob im regulären Linienlauf oder während der Heinerfest/SGF-Umleitungen.


    Ich weiß nicht wie du dir selbst das Ausbleiben von Antworten zu den meisten Deiner doch sehr zahlreichen “Vorschlägen” erklärst, aber ich vermute dass die von Dir fortlaufend demonstrierten Defizite in der Orts- und Detailkenntniss ein wesentlicher Grund hierfür sind...

    Also mir wird hier der Diskussionstil ein wenig zu kleinlich und kindlich:


    Darkside hat auf den Ausbau der Main-Neckar-Bahn verwiesen, bei dem tatsächlich der Abschnitt größtenteils (wenn auch nicht durchgehend) viergleisig ausgebaut wurde und zwischen Langen und Egelsbach sowie Erzhausen und Darmstadt zumindest ein drittes Gleis hinzugefügt wurde, während die Anzahl der Fahrspuren auf den Autobahnen A5 und A67 zwischen Darmstadt und Frankfurt unverändert geblieben ist:

    Zwischen F & DA wurde 1997 die S-Bahn in Betrieb genommen und damit wurde die Strecke viergleisig.


    Pallaswiese behauptet dass man die Bahnstrecke nach Groß-Zimmern viergleisig (!) hätte ausbauen müssen, worüber ich nur mein Erstaunen ausdrücken kann:

    Und gleichzeitig hat man die Nebenbahn von Darmstadt nach Groß-Zimmern stillgelegt, anstatt sie ebenso vierspurig auzubauen, um all den Verkehr zu vermeiden, über den die Bewohnerinnen und Bewohner der Heinrichstraße und des Rhönrings zurecht stöhnen. Hätte man damals Daseinsvorsorge betrieben, hätten wir keine frühmorgendlichen Buskolonnen, keinen mit Bussen verstopften Luisenplatz und viel weniger Staus, was für Darksides "wir" sicherlich erfreulicher wäre.


    In der Summe bleibt zu sagen dass die Politik zwischen Frankfurt und Darmstadt die Schiene und zwischen Darmstadt und Groß-Zimmern die Straße bevorzugt hat. Das für den Viertelstundentakt bis nach Darmstadt erfordliche vierte Gleis zwischen Arheilgen und DA-Hbf wird sicherlich zurecht schmerzlich vermisst und man hätte durchaus die Strecke nach Groß-Zimmern offen oder zumindest (wie im Trassenfreihaltungsvertrag vereinbart) frei halten können, aber insgesamt hat sich der ÖPNV (und gerade der SPNV) in Hessen in den letzten Jahrzehnten dramatisch verbessert und bei diesem Trend ist - zum Gluck - bislang kein Ende abzusehen...

    Der U-Bus hält übrigens nicht am Hochbord, sondern in "zweiter Reihe" links neben dem F-Bus, so dass leider kein barrierefreier Ein-/Ausstieg gegeben ist.


    Dieses Problem ist in meinen Augen das Resultat einer Fahrplanfehlplanung, da die Linie U laut Fahrplan an Werktagen 2 Minuten vor der Busline F ankommt, aber 2 Minuten nach dieser wieder abfährt. Damit bleiben dem Busfahrer auf der Linie U drei Möglichkeiten um den F-Bus vorbeizulassen:
    (1) Er zieht vor bis zum vordersten Ende der Haltestelle, was dem Busfahrer auf der Linie F beim Überholen immer noch äußerstes Feingefühl abverlangt und bei diesem meist Verärgerung über seinen Kollegen hervorruft.
    (2) Er fährt zur Abfahrtszeit des F-Busses los und stellt sich nochmal für 2 Minuten an die nun leere Wendeschleife.
    (3) Er stellt sich eben "in zweiter Reihe", sodass der F-Bus ungehindert die Haltestelle ansteuern kann.


    Es ist menschlich verständlich dass sich der Busfahrer meist für Möglichkeit 3 entscheidet, aber darunter leidet leider die Akzeptanz des neuen Fahrplankonzeptes merklich. Besser wäre es gewesen beide Buslinien zur gleichen Zeit abfahren zu lassen und den U-Bus notfalls 2 Minuten an der Haltestelle "Einsiedel" halten zu lassen (wo so etwas wie eine Busspur vorhanden ist) damit die Übergangszeit am Bahnhof Messel nicht zu knapp wird.


    Ich kann sagen dass das Problem bei der DADINA seit Dezember bekannt ist, aber anscheinend sieht man das Problem nicht als gravierend genug ein um dafür in den laufenden Jahresfahrplan 2014 durch eine VORverlegung von Abfahrtszeiten an der wichtigsten Haltestelle des gesamten Linienweges einzugreifen. So kann man vermutlich nur auf den nächsten Fahrplanwechsel hoffen - sind ja nur noch 9 Monate...

    Kam gerade rein:



    Quelle: Pressemitteilung der HEAG Mobilo

    Frage hat sich selbst beantwortet :)
    Hier die Pressemeldung der DADINA:


    Quelle: dadina.de


    Warum eigentlich die Linie U? Die wird doch vom HAV als Subunternehmer gefahren und sollte somit doch eigentlich gar nicht betroffen sein...

    Da es im Darmstädter Echo, dem Messeler Nachrichtenblatt ("das amtliche Bekanntmachungsorgan der Gemeinde Messel") und nicht zuletzt hier im Forum etliche Spekulationen zu dem neuen Fahrplankonzept entstanden sind, möchte ich mal kurz eine kleine chronologische Übersicht über die bisher in der Presse erschienenen Artikel geben damit jeder hier die Möglichkeit hat sich entsprechend zu informieren.


    11.09.2013: Unter der markigen Überschrift "Wird Messel abgehängt?" widmet sich die CDU Messel als Erste dem neuen Fahrplankonzept und versucht 2 Wochen vor der Bundes- und Landtagswahl Stimmung gegen den SPD-Bürgermeister zu machen, welchem sie zu diesem Zweck - Kurzer Hinweise für Ortsfremde: Der doch sehr gewöhnungsbedürftige Unterton gehört zum Markenkern der CDU Messel - sogar eigens die Urheberschaft am Fahrplankonzept andichtet und dreist behauptet dass die Schülerfahrten nach Darmstadt bzw. Arheilgen wegfallen würden.

    Zitat

    Auf Nachfrage warum denn niemand im Vorfeld die Bürger informiert hat war eben keiner zuständig. Der Bürgermeister nicht - der ist ja nicht dafür zuständig, wenn die DADINA über seinen Vorschlag der Streckenführung über das Oberwaldhaus berät und die DADINA auch nicht - die hat ja schließlich alle aktuellen Informationen ans Rathaus geschickt.


    18.09.2013: Pressemitteilung der DADINA: "Neukonzeption der Linie U für bessere Anbindung von Messel"

    Zitat

    Die Darmstadt-Dieburger Nahverkehrsorganisation –DADINA- möchte ab Dezember 2013 den Linienweg der Buslinie U, die derzeit von Rödermark-Urberach über Messel nach Darmstadt-Kranichstein verläuft, optimieren.


    20.09.2013: Das Echo übernimmt die Pressemitteilung beinahe wörtlich und betont dankenswerterweise gleich im ersten Absatz dass der Schülerverkehr unverändert bleibt:

    Zitat

    Die Dadina möchte ab Dezember 2013 den Linienweg der Buslinie U, die derzeit von Urberach über Messel nach Kranichstein verläuft, optimieren. Bahnhof und Grube sollen besser angebunden werden, der Schülerverkehr nach Darmstadt bleibt aber unangetastet.


    26.09.2013: Bürgermeister Andreas Larem verteidigt im Echo die geplanten Änderungen als "Fortschritt für Messel":

    Zitat

    Ab Dezember soll die Buslinie U eine neue Route fahren, von Messel über die Grube und die Dieburger Straße zum Oberwaldhaus nach Darmstadt. Die direkte Verbindung nach Kranichstein wird auf wenige Fahrten reduziert. Das gefällt nicht jedem in Messel, für Gemeinde und Dadina überwiegen aber die Vorteile.


    28.09.2013: Das Echo berichtet dass die DADINA-Verbandsversammlung dem neuen Fahrplankonzept gegen die Stimmen der CDU-Fraktion zugestimmt hat: "Proteste aus Messel bleiben ungehört"

    Zitat

    Die Proteste aus Messel – die CDU hatte 300 Unterschriften gegen das Vorhaben gesammelt – änderten bei der Verbandsversammlung der Darmstadt-Dieburger Nahverkehrsorganisation (Dadina) am Donnerstagabend nichts daran, dass die neue Route der Buslinie U zum Fahrplanwechsel am 15. Dezember beschlossen wurde. Lediglich die Union stimmte dagegen, die FDP enthielt sich. SPD, Grüne und Piraten sorgten dafür, dass der Bus nun nicht mehr von Messel nach Kranichstein fährt, sondern über Grube und Bahnhof in Richtung Oberwaldhaus in Darmstadt.


    02.10.2013: Bürgermeister Larem verteidigt auch im Messeler Nachrichtenblatt die Änderungen (während die CDU Messel nochmal die entsprechende Pressemitteilung der CDU-Fraktion in der DADINA-Verbandsversammlung veröffentlicht):

    Zitat

    Von der DADINA wurde insgesamt festgestellt, das die - mit Ausnahme des Schülerverkehrs - relativ geringe Nutzung der Linie U sowie die gegenwärtige Erschließungssituation relevanter Ziele unbefriedigend ist. [...] Die Veränderung der Linie U-Bus-Linie war u.A. die einzige Möglichkeit, eine Anbindung an den Messeler Bahnhof, das BIZ [gemeint ist das Besucherinformationszentrum der Fossilienfundstätte] und die Darmstädter Innenstadt kostenfrei für die Gemeinde zu erhalten [...] Geben Sie der Veränderung eine Chance und nutzen sie ab Dezember die neuen Fahrtmöglichkeiten.


    07.11.2013: In einem neuen ECHO-Artikel über Messel ("In Messel altern") findet der U-Bus nur noch am Rande Erwähnung:

    Zitat

    Der Seniorenbeirat habe in seinen regelmäßigen Sitzungen jeweils aktuelle Themen aufgegriffen und diskutiert, vieles auch an die Gemeindevertretung weitergegeben, sagte Schmitt. So etwa Fragen zur geplanten neuen Streckenführung der U-Bus-Linie, zu der der Beirat in einer Sondersitzung tagte.


    Besonders wichtig sind aus Sicht der Senioren etwa, dass die U-Busse am Oberwaldhaus warten, bis ein Umsteigen in den F-Bus möglich ist, aber auch, dass die Haltestellen gut beleuchtet werden. Sichergestellt werden sollte, dass Bus- und Bahnfahrplan im Takt aufeinander abgestimmt sind und Wartezeiten wie von der Dadina versprochen im Regelfall auf sechs Minuten beschränkt sind.


    08.11.2013: In der "Stadtteilrunde Kranichstein" gibt es nochmals etwas verspätete "Kritik an Wegfall des U-Busses", wie das Echo berichtet:

    Zitat

    Altenhein begründete [die Routenänderung] damit, dass man sowohl den Messeler Bahnhof als auch das Unesco-Welterbe Grube Messel mit seinem Besucherzentrum und die vor allem zur Badesaison stark besuchte Grube Prinz von Hessen besser anbinden wolle. Er räumte ein, dass die neue Route Nachteile für die Nutzer bringe, die bislang zwischen Kranichstein und Messel hin- und hergefahren seien. Doch hätten dies den Fahrgastzahlen zufolge die Kranichsteiner kaum genutzt.


    Du gehst bei deiner Rechnung von 0 g CO2-Emission bei einer Bahnfahrt aus. Auf der genannten Seite steht, dass es aber auch immerhin um die 40 g pro km sind. Dann liegt die Einsparung also "nur" bei 220000 kg pro Jahr, nicht bei 300000 kg. Aber ist ja auch noch einiges ...


    Darf ich dich über den Unterschied zwischen Durschnittskosten und Grenzkosten aufklären? Durchschnittskosten bekommst du wenn du die Gesamtkosten durch eine Bezugsgröße teilt, also beispielweise der gesamte durch den Schienenpersonenverkehr in Deutschland verursachte CO2-Ausstoß durch die erbrachte Verkehrsleistung in Personenkilometern. Grenzkosten hingegen betrachten nur die Kosten, die durch zusätzliche Nachfrage entstehen, beispielweise wenn jetzt 500 Leute zusätzlich zur Arbeit pendeln. Somit handelt es sich um zwei völlig Unterschiedliche Fragestellungen, deren Ergebnisse nicht miteinander verglichen werden können.


    Aus eben diesem Grund wird in Planfeststellungsverfahren ein Szenario für den sogenannten "Ohne-Fall" (also in diesem Fall: Realisierung Gateway Gardens ohne S-Bahn-Anschluss) formuliert und berechnet, damit die durch den "Mit-Fall" (also in diesem Fall die Realisierung der Gateway Gardens mit S-Bahn-Anschluss) entstandenen Mehrkosten und Mehrnutzen überhaupt erst ermittelt werden können. Wenn jetzt der durch die S-Bahn-Anbindung zusätzlich enstandene Nutzen durch die mit den dafür erforderlichen Kosten geteilt werden, ergibt sich der Kosten-Nutzen-Faktor und der war anscheinend 1,5 - sprich: Der Nutzen übersteigt die verbundenen Kosten (und hier sind auch Umweltkosten wie CO2-Ausstoss enthalten) um 50%.


    Es kommt also wirklich nur auf die Mehremmissionen an, die auch wirklich mit der S-Bahn-Anbindung in Verbindung gebracht werden können. Bei Verkehrsfahrzeugen wie der BR 423, welche 138 Tonnen wiegt und dank "Stahl auf Stahl" extrem niedrigen Rollwiederstand hat, hat die "Beladung" kaum einen nennenswerten Einfluss auf den Energieverbrauch. Einen wirklichen negativen Umwelteffekt gibt es also wirklich erst, wenn zusätzliche Züge eingesetzt, bestehende Züge verlängert werden müssen oder zusätzliche Fahrzeuge angeschafft werden müssen. Natürlich gilt es auch den mit jedem zusätzlichen Verkehrshalt unvermeidbaren zusätzlichen Brems- und Beschleunigungsvorgang zu berücksichtigen, aber es ist schlicht und ergreifend Unsinn mit irgendwelchen Mittelwerten zu hantieren.


    Was mich aber an deinem Post am meisten ärgert, ist dass du vollkommen den "Ohne-Fall" ignorierst: Wie würden denn die 500 verhinderten Bahnkunden denn ohne S-Bahn-Anbindung zu ihrem neuen Arbeitsplatz kommen? ... Natürlich mit dem Fahrrad ("weil das ja klar ist!", wie Edmund Stoiber sagen würde)! :pinch: Nein, natürlich nicht und plötzlich hast du 500 (Minus x für ein paar Mitfahrer oder Busnutzer) mehr auf der Straße. Und während jeder zusätzliche Fahrgast höchstens einem Mitfahrer einen Sitzplatz wegnimmt, verursacht jeder zusätzlicher Autofahrer erhebliche Mehrkosten für die Mitmenschen auf oder neben der Straße...


    Bitte nehme meine Ausführungen nicht persönlich, aber zum Glück schauen die Verkehrsplaner und -politiker im Gegensatz zur Durchschnittsbevölkerung zunehmend auf die Grenzkosten und nicht die Durchschnittskosten, ansonsten hätte es der notwendige Modal Shift noch schwerer als Ohnehin schon zum Nutzen der Allgemeinheit realisiert zu werden...

    Sofern man nicht irgendein Leiden hat, ist die Entfernung doch wirklich zumutbar. In die Grube selber muss man auch ein ganz schönes Stückchen laufen.
    Wegen der bisherigen schlechten Abindung, sind wir gleich vom Bahnhof aus gelaufen


    Sofern man einen Besuch des Besucherzentrums mit einer Grubenführung verbindet, sind die Wege in diesem und von der derzeitigen Haltestelle dorthin und zurück doch wirklich überschaubar. Bin auch gespannt wie man dem Besucher erklären möchte dass Buslinie U und OF-96 (vorausgesetzt dieser wird auch für 2014 von der Gemeinde Messel bestellt) an zwei unterschiedlichen Haltestellen halten, von den Schwierigkeiten wie man die neue Haltestellen benennen möchte (etwa: "Messel Grube Messel Besucherzentrum Abzweig"?) mal ganz abgesehen...

    Wenn es von Dreieich und Neu-Isenburg mehr Verbindungen zum Hbf bräuchte, sollte man ggf. die Dreieichbahn öfters (z.B. ganztäglicher Stundentakt) zum Hbf führen.


    Genau dies ist meiner Erinnerung nach mit der neuen Ausschreibung der Dreiechbahn seitens des RMVs geplant.

    Wie die DADINA heute auf ihrer Webseite mitteilt, werden auf der Linie U ab Dezember die meisten Fahrten zum Oberwaldhaus fahren, sodass das Besucherzentrum endlich eine Anbindung im ganztägigen Stundentakt erhält. Entgegen des ebenso hysterischen wie uninformierten Leserbriefes, den die Messeler CDU-Fraktion letzte Woche im "Messeler Nachrichtenblatt" veröffentlichte, werden einzelne Fahrten - vor allem im Schülerverkehr - weiterhin nach Kranichstein Siemensstraße verkehren und es werden auch die Direktfahrten zur Stadtteilschule Arheilgen und zur Ludwigshöhstraße beibehalten:



    Quelle: Pressemitteilung der DADINA vom 18.09.2013


    Der einzige Nachteil den ich soweit erkennen kann ist dass die Haltestelle vom Besucherzentrum an die L3317 verlegt werden soll, womit die Besucher des Besucherzentrums zukünftig die 500 Meter von der Landstraße laufen dürfen...

    Der erste Artikel beschreibt die Lage etwas:
    http://www.tz-online.de/aktuel…n-debakel-tz-3081548.html


    Der zweite Artikel beschreibt, dass die Bahn das sich abzeichnende Desaster nicht abwenden kann:
    http://www.tz-online.de/aktuel…n-debakel-tz-3081548.html


    Persönlicher Kommentar: ehrlich gesagt würde ich als Bahn mir auch nicht den Ar... aufreißen nur um einem Konkurrenten aus dem Schlamassel zu helfen. Da hat sich wirklich eine Unsitte breit gemacht, dass da die Vertragsstrafen nicht höher sind, finde ich eigentlich ungeheuerlich. 8|


    Gebe dir völlig recht, auch wenn ich gerne auch noch den zweiten Artikel gelesen hätte... ;)


    Hier sollten die Besteller ORDENTLICH Konventionalstrafen hageln lassen für nicht eingehaltene Verträge, d.h. unterlassene Fahrleistungen.
    Dann gehen diese Ausbeuter- Klitschen endlich mal über den Jordan.
    Und bei der Bahn, betr. MZ, wabert wohl in manchen DB-Unterabteilungen immer noch das Mehdorn - Börsen-Kahlschlaggespenst ...


    Auch wenn ich nicht so pauschal über die Busunternehmen herziehen möchte und ich mit den meisten Leistungserbringern sehr zufrieden bin (bspw. HEAG, HAV oder Winzenhöhler), ist jeder Tag an dem diese Firma noch die Leistungen auf genannten Linien erbringt bloß ein weiterer verlorener Tag für die betroffenen Fahrgäste...