Beiträge von penultimo

    Vielen Dank für die tolle Aufarbeitung, tunnelklick!


    Durch die vorangegangen Beiträge konnte ich die aktuelle Verzögerung und Präsentation von immerhin zehn Varianten besser nachvollziehen.


    Variante 1a erscheint mir komplett sinnbefreit, denn die Stationen Ginnheim, Platensiedlung und Bundesbank liegen viel zu nah beieinander. Botanischer Garten liegt nun komplett im Miquelknoten und ist somit noch überflüssiger als bei der ursprünglichen Variante. Aber auch Platensiedlung und Bundesbank liegen jenseits einer breiten Erschließung und dessen, wo sie gebraucht werden.


    1b ist hinsichtlich der Lage der Station Bundesbank und des Wegfalls der Station Bot. Garten besser, die übrigen Schwächen der Variante 1a bleiben hingegen. Und bei 1c liegen alle drei Stationen viel zu nah beieinander. Für mich ist Variante 1 hinfällig.


    Hinsichtlich Stationslage, -abstand und Erschließung ist 2a weiterhin für mich die beste aller Varianten. Die kritisierte angebliche Randlage der Unistation halte ich für hinnehmbar. Da sich die Uni in absehbarer Zeit ohnehin bis zur Miquelallee erstreckt und der südliche Ausgang in Höhe der Juragebäude liegt, sehe ich kein Problem. Von der Bockenheimer Warte zum AfE-Turm musste man auch ein Stückchen laufen. Und es ist allemal näher und komfortabler, den Rest des Campus zu erreichen als von der Holzhausenstraße oder vom Bremer Platz aus.


    Variante 2b wäre meiner Meinung nach definitiv eine Alternative – so das Geld für zwei unterirdische Stationen da sein sollte. Letztlich würde ich mich hier allerdings fragen, ob man sich (subjektiv) am Abend oder am Wochenende an der Station Bundesbank sicher fühlt, da diese zu diesen Zeiten doch eher gering frequentiert sein dürfte.

    Danke für den interessanten Bericht!


    Die SBEV vermeldet am 14.11.2019 auf sbev-frankfurt.de:

    "241 Meter zurückgelegt: EVA wird planmäßig gewartet. Seit Anfang September 2019 wird die erste Tunnelröhre aufgefahren. Am 13.11.2019 ist EVA an der westlichen Baugrubenwand der Station "Güterplatz" angekommen und hier werden Maschine und Schneidrad planmäßig gewartet. Zudem wurden in der Kalenderwoche 46 die Arbeiten für die Baugrubenwandumschließung der zukünftigen Station "Güterplatz" abgeschlossen."

    Prüfling halte ich eigentlich auch für überflüssig, da man an der Eissporthalle wenden kann und somit Anbindung an U7 und U4 hat. Außerdem gibt es noch den Abzweig Richtung Zoo, um eine große Schleife zu fahren, wie es auch häufig im SEV gemacht wird. Ich hatte nur in Erinnerung, dass sich Österling gegenüber der Presse mal so geäußert hat ("Beispielsweise wäre es gut, so Oesterling, wenn Straßenbahnen etwa wieder am Ostbahnhof und in Bornheim am Prüfling wenden könnten."). Eine Weiche in Höhe der Windeckstraße für eine Wende am Ostbahnhof wäre recht einfach zu haben. Als weitere Wendepunkte fände ich Nibelungenplatz/FH, Bockenheimer Warte, Riederhöfe und Uniklinik sinnvoll.

    multi : ja, das war unsauber formuliert und hätte "Start des Planfeststellungsverfahrens" heißen müssen. Wollte sagen: Es waren doch alle Fakten zusammengetragen. Und letztes Jahr hieß es:


    Zitat

    Bis 2011 wurden Planungsarbeiten im Entwurf fertig gestellt. Zwischenzeitlich (2012) zurückgestellt, ist die Verlängerung wieder aktuell. Vor Baubeginn muß mit einem Planfeststellungsverfahren Baurecht geschaffen werden, wofür zunächst die vorhandenen Planunterlagen in Bezug auf die verkehrlichen und städtebaulichen Randbedingungen sowie auf die derzeit gültigen Regelwerke überprüft werden müssen. Unter diesen Voraussetzungen ist (Stand Nov. 2018) eine Inbetriebnahme der Verlängerung im Jahr 2022 möglich.

    Quelle: vgf-ffm.de/de/aktuellpresse/bauvorhaben/frankfurter-berg/

    Das was auf dem Danziger Platz noch an Altmetall rumliegt, kann man definitiv nicht mehr mit einer Bimmel befahren. Zum einen fehlen einzelne Fragmente, zum anderen verrotten die Gleise seit der Herausnahme der Tram, als man weiland mit dem Bau der U6 Verlängerung begonnen hat. Und das ist über 25 Jahre her. Wenn man die Bahn wieder über den Danziger Platz schickt, müsste man schon alles neu machen.

    Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass die aktuelle Verkehrsführung wesentlich schneller als das das einstige Gekurve ist. Und seitdem die Louis-Appia-Passage und der Bahndammdurchstich die "neuen" Tramhaltestellen (EZB & Honsellstraße) auf kurzem Weg mit der U-Bahn verbinden, kann man auf den Schlenker getrost verzichten.

    Wenn schon das verbundweite 365€-Ticket nicht auf Sicht kommt, würde ich mir wünschen, dass man den RMV-Taridschungel analog zu Berlin auf zwei Tarifzonen eindampft: AB und BC. Auch bei den Preisen für die Zonen würde ich mich an Berlin orientieren. Damit wäre schon mal imho Einiges erreicht.

    Mir erschließt sich nach wie vor nicht der Sinn dieses barrierefreien Ausbaus. Wenn wirklich eine Verlängerung zur Dieburger Straße geplant ist, wird man sicherlich nicht die aktuelle Tramschleife beibehalten, sondern die Richtungsgleise nebeneinander legen. In meinen Augen würde es daher mehr Sinn ergeben, wenn die heutige 12 die Haltestelle der 11 mitbedient, und dahinter rechts in die Ernst-Heinkel-Straße abböge. Dann käme man auch geradeaus auf die angedachte Trassenverlängerung ohne weiteren Zickzackkurs.

    Und auch bei der angedachte Arrondierung des Neckermann- und Ex-Shell-Areals hat man mehr Handlungsspielraum, wenn man die Straßenbahn an den Rand legte.

    Leute, Leute, Leute, wie lange will denn die Stadt diesen verdammten Lückenschluss noch prüfen? Nach all den Jahren haben sie sich nun auf zehn Varianten geeinigt, die nun also auf zwei bis drei reduziert werden sollen und DANN kommt die KNA und DANN geht es mit der Detailplanung los. Ernsthaft? Ist das allen ernstes das Ergebnis 13 Jahre nachdem man den bevorstehenden Bau der DII via Frauenfriedenskirche gestoppt hat? In dieser Stadt stimmt wirklich etwas nicht. Stadtverordnete und Magistrat sollten sich mal anschauen, was im gleichen Zeitraum etwa in den Großräumen Madrid und Barcelona geplant UND gebaut wurde, während man sich hier immer noch in seinen Gedankenspielen verheddert. Armutszeugnis quer durch alle Parteien Frankfurts!!!

    ^ Das ist mir auch schon an Hbf und Hauptwache aufgefallen, dass schon einige Bodenfliesen kaputt sind. Die alten Steinplatten waren 40 Jahre makellos, wenn auch optisch vielleicht nicht jedermanns cup of tea. Irgendwie hat man ursprünglich nachhaltiger gebaut, in den letzten 10-15 Jahren werden die S-/U-Bahnstationen für den Moment aufgehübscht und sehen nach keinem Jahr schlimmer aus als zuvor, weil die verbauten Materialien für den Gebrauch nicht robust genug sind. Weitere Beispiele:

    • Zugänge Galluswarte, wo man um 2000 die roten Kacheln mausgrau überstrichen hat, die Farbe aber nach wenigen Monaten abbröselte
    • Konsti B-Ebene: beige-gelb gestrichene Wände und Türen zu den Nebenräumen, die schon nach kurzem voll mit Flecken und Striemen waren und noch immer sind
    • diverse Streichversuche in gelb, braun und grau an der Hauptwache (S-Bahn)
    • Willy Brandt Platz, etc.

    Andere Vermutung: "auf Strecke" geht es mit 10m/Tag schneller voran als bei Anfahrt und kurz vor dem Anschluss an den Bestandstunnel. Außerdem wurden eventuell Unwägbarkeiten in die Planung einbezogen, sodaß es dann in der Summe 5m/Tag sind.

    Im Tiefbahnhof des Hauptbahnhofs schlägt man seit einigen Wochen die Wandbekleidung aus Muschelkalk im Übergang U-/S-Bahn ab. Die letzten 40 Jahre haben sich diese wacker geschlagen. Mal schauen wie lange das Neue hält - was immer auch kommen mag...





    Auch in der Mitte des Bahnsteigs 101/2 wird wieder gebaut. Man kann wenig erkennen, außer daß umfangreiche Bohrungen in den erst vor zwei Jahren sanierten Bahnsteig vorgenommen wurden. Manchmal frage ich mich, ob es da ein Konzept hat...

    Für die Sitzung des Verkehrsausschusses gestern hieß es:


    Der OBR fordert schon einen erneuten Stop der Planungen und einen Aufschub, bis die Straßen- und Radwegplanung auf der Bockenheimer fertig ist. In der Stadt der Consultants und der vor Kraft kaum gehen könnenden Macher sind Entscheidungen und deren konsequente Umsetzung anscheinend weder erwünscht noch machbar.

    Ich finde es immer wieder "amüsant", was in Frankfurt/Rhein-Main alles nicht geht, was im Rest von Westeuropa alles funktioniert. Straßenbahnen in Fußgängerzonen (bspw. Mannheim), Tramhaltestellen nach Wiener Modell (vor deren Einführung in der City-West geradezu als absurd abgestempelt) oder zwei Gleise in der Isenburger Frankfurter Straße. Wie tunnelklick und Holger Koetting schon richtig bemerkten, sind in anderen Städten und selbst in Frankfurt Gleise in Straßen, die ebenso breit oder gar schmäler sind als in besgter Frankfurter Straße. Manchmal muss man auch wollen wollen...