Beiträge von Ost-West-Express

    Hello Poponi,

    sorry, usually I am eager to take photos, especially as I live in Bockenheim. But somehow I don´t have anymore sense to go out after getting dark. So no more mixing with some other activity, and just tired from the day. And beside - darkness is not so good for taking interesting pictures. Taking some pictures at 8:30 p.m. not far from Westbahnhof was just the limit to get some nice pictures.


    Greetings

    Bei Terror meinte ich eher Anschläge, wie sie in der Vergangenheit bereits in Madrid, Brüssel, London geschahen. Und bei Sabotage eher Vorfälle wie den vor einigen Tagen im Raum Niedernhausen. Die von Dir genannten Vorfälle kämen noch erschwerend dazu,, wären aber kaum zu verhindern.


    Bei einem dichten, "redundanten" Netz könnte man dann aber leichter Umleitungen einrichten.

    Zu dem von Condor geschilderten Problem gäbe es auch den Weg eines möglichst dezentralen Netzes, um die Umsteigevorgänge auf möglichst viele Stellen zu verteilen und bei Störungen immer noch flexibel reagieren zu können. Hieße z.B., den Fern- und Regionalverkehr nicht mehr am Hbf zu konzentrieren, sondern ergänzend auch Süd-, Ost-, Westbahnhof und Höchst einzubeziehen. Nur vom Prinzip her.


    Würde natürlich die Umsteigebeziehungen erschweren oder den Fernverkehr etwas verlangsamen, wenn Fernzüge etwa in West, Süd und Ost halten und den Hbf auslassen. Funktioniert allerdings in Hamburg auch :)- da halten viele Fernzüge in Harburg, Hbf, Dammtor und Altona.

    Zitat von Darkside
    Aber zurück zu den alten Netz(dicht)en wäre heute sehr kostenintensiv und wegen NIMBYs schwierig.

    Ich denke, in der jetzigen Krise wird Vieles in Fluss kommen (müssen). Zurück zum alten Denken wird nicht mehr gehen.


    In Sachen Pandemien wird Taiwan Vorbildfunktion erhalten - wenn auch nicht 1:1, in Sachen Verhinderung von Obdachlosigkeit Finnland, in Sachen ÖPNV möglicherweise Länder wie die Schweiz oder das von Darkside erwähnte Wien.


    Da ich gerade auf Taiwan hinweise. Auch in Deutschland zielen einige Überlegungen in die Richtung einer Kontaktverfolgung mittels Handydaten. Das legt auch den Gedanken nahe, diese Daten für die Optimierung des ÖPNV zu nutzen. Einmal natürlich zunächst im Rahmen des Infektionsschutzes, um Überbelegungen von Fahrzeugen und auch Wartebereichen zu vermeiden, die den notwendigen Abstand nicht mehr ermöglichen. Dann aber auch zur Optimierung von Linienführungen und Fahrplänen, um z.B. für die in den Krankenhäusern Tätigen möglichst günstige Verbindungen zu ermöglichen. Da müssen natürlich die Fachleute für Datenschutz, IT und des ÖPNV-Betrieb zusammenarbeiten.

    Hallo Darkside, danke für den Hinweis auf den Dieselsoftwarebetrug. Um es hart zu sagen: Gerade solche Aktivitäten haben ja zur hohen Anzahl von "Vor-Erkrankungen" beigetragen, die schwerere Folgen bei einer Infektion bedingen.


    Unfd gerade vor diesem Hintergrund, dass die verkehrsbedingte Luftverschmutzung nicht nur selbst eine hohe Anzahl von Opfern auch in Deutschland fordert, sondern auch die Anfälligkeit gegen schwerere Folgen einer Infektion erhöht, sehe ich den ÖPNV in einer sehr wichtigen Rolle für ein zukunfts-orientiertes Verkehrssystem, gerade in den Ballungsräumen.


    Zu den Grüppchen biertrinkender Arbeitsloser: Für mich ist entscheidend, ob sie zu einander 2 Meter Abstand und sich auch sonst an die einschlägigen Hygieneregeln halten.

    Zitat von Darkside

    Gross Zimmern: Dort wird die alte Trasse nicht möglich sein, da im Süden diese verbaut ist; es soll aber so trassiert werden, dass

    eine Verknüpfung mit einer Tram von Darmstadt möglich ist

    Mit Blick auf Karlsruhe könnte unter den beschriebenen Rahmenbedingungen alternativ eine Regio-Tram überlegt werden, die - wo es geht - die alte Bahntrasse mitnutzt. Eine Regio-Tram käme in Darmstadt nicht nur zum Bahnhof, sondern auch in die Innenstadt und könnte die Siedlungsbereiche bedarfsgerechter bedienen. Und ich könnte mir vorstellen, dass Trassierung und Haltestellen nach BOStrab auch einfacher sind.

    Condors Ausführungen unterstreichen die Notwendigkeit, sich bis Ende April Gedanken über ein anforderungsgerechtes Fahrtenangebot zu machen.


    Anforderungsgerecht heißt vor allem: Abstand halten !!! Da könnte ich mir sogar vorstellen, dass sogar noch deutlich mehr historische Fahrzeuge wieder zu Ehren kommen, um ein entsprechendes Platzangebot zu sichern.


    Und ich gehe davon aus, dass vor allem - auch unter dem Gesichtspunkt des Infektionsschutzes - essentielle Betriebe ihre Tätigkeit starten oder ausweiten. Also etwa eher Bosch und Pharma-Unternehmen als die Lufthansa. Und natürlich sollte der ÖPNV vorrangig für die Arbeitswege der in den "essentiellen Branchen" tätigen Betriebe gesichert werden. Das wird die Herausforderung sein.

    Der Corona-bedingte "Sonntags-Fahrplan Plus" ist sicher eine sinnvolle kurzfristige Reaktion, um auf massiven Fahrgast-Rückgang und Personalknappheit zu reagieren. Aber in der Diskussion zeigte sich ja schon, dass vor allem Berufstätige mit festen Arbeitszeiten oder gar Schichtdienst einige Probleme haben können. Deshalb erst einmal einige Randbedingungen, wie ich sie sehe:

    - Die Corona-Krise wird uns noch mindestens 1 Jahr zu schaffen machen. Auch wenn es gelingen sollte, mit den in den letzten Wochen erfolgten Einschränkungen die weitere Ausbreitung zu begrenzen oder sogar zu stoppen, werden die Basisregeln der Hygiene und des physischen Abstands von 2 m bis in die nächste Fahrplanperiode erforderlich bleiben. Eine von einigen diskutierte "Herden-Immunität" kann nur noch längerfristig greifen, ohne massive Schäden bei menschen und Wirtschaft anzurichten, als die mit Vorsicht mögliche Entwicklung von Therapien oder Impstoffen innerhalb dieses Zeitraumes.


    Als Denkmodell eine kontrollierte Ansteckung von jeweils 1 Mio. Menschen gleichzeitig, die natürlich für 2 Wochen in Quarantäne müssten, versorgt werden müssten und als Erwerbstätige oder auch nur ehrenamtlich Tätige in dieser Zeit ausfallen würden. Die Folgen - z.B. für Betrieb und Instandhaltung des ÖPNV - wären immens. Und bis etwa 60 Millionen unter 65-Jährige "Herden-Immunität" erreicht hätten, würden etwa 120 Wochen, mehr als 2 Jahre vergehen.


    Also erscheint eine vorsichtige Rückkehr in Teilbereiche des früheren Alltags realistischer, bei denen das Abstandsgebot für 1 - 2 Jahre Maxime bliebe, aber dann nicht nur im Supermarkt, sondern auch im Biergarten oder in derzeit geschlossenen Läden umgesetzt würde.


    Was bedeutet das nach meiner Einschätzung für den ÖPNV:

    Der ÖPNV wird - nach verschiedenen Posts hier im Forum - derzeit nur noch zu etwa 10 - 20 % des früheren Niveaus genutzt und dürfte auch unter den künftigen Lockerungen eine weiterhin geringe Nachfrage erfahren, die nur langsam zunimmt. Nutzer sind allergrößtenteils "captive riders" - auf den ÖPNV angewiesene Fahrgäste, die zu einem wesentlich größeren Anteil als in früheren Zeiten im Berufsverkehr unterwegs sind.


    Auch wenn etwa der Einzelhandel wieder in vollem Umfang öffnet, werden wohl tendenziell eher lokale Geschäfte ohne Gedränge (Abstandsgebot !) oder der Bestellservice genutzt werden, und bei längeren Wegen in Anbetracht weniger voller Straßen und Parkhäuser eher das Auto als der ÖPNV.


    Für den ÖPNV-Betrieb wird weiterhin das Abstandsgebot sowie das verfügbare Personal die massgeblichen Einflussgrößen bilden. Damit erscheint es sinnvoll, möglichst viele Fahrzeug-Kapazitäten einzusetzen und das Fahrplanangebot auf die Bedürfnisse des (essentiellen) Berufsverkehr auszurichten.


    Für eine Grundversorgung halte ich ein Basis-Angebot über den Tag für sinnvoll.


    Linienführungen sollten auf die Anforderungen möglichst direkter Verbindungen für den Berufsverkehr ausgerichtet werden, um unnötige Wartezeiten infolge erschwerter Anschlüsse bei verlängerten Taktfolgen zu vermeiden.


    Fahrschein-Kontrollen erscheinen unter den jetzigen Randbedingungen als schwierig und auch wenig sinnvoll, da ich schätze, dass die allermeisten der jetzigen Fahrgäste Jahres-Abos oder Job-Tickets etc. nutzen.


    Ein Gutes gibt es auch: Die Anzahl der Störungen durch den Straßenverkehr oder durch uneinsichtige Fahrgäste dürfte deutlich zurückgehen.

    Wobei die Führung der Ringtram über Rödelheimer und Ginnheimer Straße dort abschnittsweise auf einen sehr engen Straßenraum treffen würde. Das ist sogar unabhängig von der Entscheidung der Trassenführung des Lückenschlusses einer der Gründe, die Bestandsstrecke zu bevorzugen.


    Dagegen finde ich die angesprochene Straßenbahnstrecke Hbf - Schloßstraße - Industriehof - Hausen zumindestens einen überlegenswerten Ansatz, zumal ja dann auch eine mögliche Weiterführung bis Praunheim mindestens hinsichtlich der Bahnsteige leichter wäre.

    Was das Überführungsgleis in der Schloßstraße selbst angeht, weise ich darauf hin, dass der südliche Abschnitt zwischen Adalbertstraße und Kurfürstenplatz für Sonderfahrten von / bis zum Westbahnhof genutzt wird. Manchmal sind es der Äppelwoi-Express und andere Sonderfahrten, aber manchmal auch betriebsbedingte Sonderlinien bzw. Verstärkerfahrten wie die Fahrten zwischen Westbahnhof und Ginnheim während der Baustelle auf der A-Strecke.


    Da reicht zwar ein Gleis, das auch als Rasengleis geführt wird, aber eine Mitnutzung durch den Autoverkehr ist dann in den Zeiten des Sonder-Linienverkehrs eher ungünstig. Und auch müsste überlegt werden, ob die Bedarfs-Haltestelle am Kurfürstenplatz gebraucht wird und ggf. barrierefrei umgebaut wird - oder eben nicht.


    Und außerdem sollte mitbedacht werden, dass in Zeiten betriebsbedingter abweichender Linienführungen, z.B. bei Baustellen das Betriebsgleis bisher immer wieder auch als Abstellstrecke genutzt wurde und zumindest einzelne Wendemöglichkeiten erhalten bleiben sollten.

    Schlechter als jetzt kann es für die Nicht-Motorisierten gar nicht mehr werden. Die von mir genannte Kreuzung ist - im Blick vor etwa 60 Jahren auf eine überdimensionierte Straßenplanung eine riesige Asphaltfläche, da könnte man wahrscheinlich noch einen Arc de Trioumph in der Mitte reinsetzen. :(Die "16" hat eine Vorrangschaltung, der Abschnitt Hamburger Allee - BoWa scheint der einzige Abschnitt im Frankfurter Netz zu sein, der funktioniert. Aber die könnte und sollte man auch bei einem Kreisverkehr beibehalten.


    Und wenn man die LSA weglassen sollte, dann hat halt die Tram immer Vorrang. Die Fläche ist so groß, da könnte man den Bussen der Linien 32 und 36 sogar eine eigene Spur einräumen.

    Vor allem wäre es sehr sinnvoll, bei dieser Gelegenheit die riesige Asphaltfläche der Kreuzung Adalbert- / Schloßstraße in einen zeitgemäßen, begrünten Kreisverkehr umzuwandeln. Und die Querung in Höhe Kurfürstenplatz fußgängerfreundlich zu gestalten, damit zum Westbahnhof Gehende nicht länger auf das Ampelgrün als später auf die Bahn warten müssen.

    Allen, die gern einmal von der großen weiten Welt träumen, die uns derzeit leider verschlossen bleibt, sei ein Ausflug zum Westbahnhof empfohlen. Nein, wie beim Monopoly-Spilen gibt es dafür keine 4.000 € :), aber etwas zum Schmunzeln:



    Zitat von ujschmidtof

    Die Verbindung Carl-Junckers-Str. -

    Zur Richtigstellung der Örtlichkeit: Hugo-Junckers-Str. - Carl-Ullrich-Brücke - Offenbach


    Kleine Anmerkung zum Avatar: Schönes Bild der alten Hamburger Straßenbahn :). Gefällt mir! Da bin ich auch noch selbst mitgefahren.

    Ich könnte mir vorstellen, dass alle im Nahberkehr Tätigen froh sind, den notwendigen Betrieb am Laufen zu halten und dann noch Vorplanungen für die Zeit des schrittweise Wiederanlaufens zu machen. Auch dabei werden weiterhin Schutz- und Vorsichtsmaßnahmen erforderlich bleiben, also eine Angelegenheit über längere Zeit.


    Allein zum Schutz der Beschäftigten vor Ansteckung im Betrieb bzw. auf den Arbeitswegen bzw. um sie für die Betreuung ihrer Kinder freizustellen und die dann noch Verfügbaren ggf. sie für die dringend erforderlichen Tätigkeiten einzusetzen, gehe ich davon aus, dass alle nicht dringenden Tätigkeiten ausgesetzt werden.


    Handelt es sich etwa um die Meldung über defekte Fahrzeuge oder Betriebsanlagen und entstehen durch diese Defekte Gefahren für den Betrieb oder die Allgemeinheit, bin ich sehr sicher, dass dieser Nachricht umgehend nachgegangen wird. Handelt es sich dagegen z.B. um einen defekten Fahrscheinautomaten, gehe ich davon aus, dass diese Meldung sehr nachrangig ist. Schon allein deshalb, weil die meisten noch verbleibenden Fahrgäste Zeitkartenbesitzer sein dürften.


    Wir haben jetzt besondere Zeiten!

    Nach Meldungen im Radio und einem Bericht in der Rundschau sollen Unbekannte auf einer Länge von etwa 80 m die Befestigungen der Gleise gelöst haben. Über die Art der Sabotage und die genaue Stelle in der Nähe von Niedernhausen gibt es in dem Bericht noch keine präzise Angaben, sondern nur den Verweis auf Angaben anderer Quellen.


    Klar geht aus dem Rundschau-Bericht hervor, dass der Tfz eines ICE gestern Morgen zunächst ein verändertes Fahrverhalten seines Zuges und dann die losen Befestigungen bemerkte. Dann der Aufmerksamkeit des Tfz und der schnellen Reaktion der Bahn blieb es bei einer sofortigen Streckensperrung. Kein Zug entgleiste, und niemand kam zu Schaden. Was ja immerhin das Wichtigste ist.

    Ich hatte in meinem Thread nicht an das "Wegbaggern von Häusern" gedacht, sondern etwa an Gleiserneuerungen und andere bereits geplante Instandhaltungsarbeiten, die etwa für den Sommer oder Herbst fest eingeplant waren. Da geht es mir eher darum, dass bei einem "Wiederhochfahren des Systems" dieses nicht durch - aus naheliegenden Gründen normalerweise oft in den Sommerferien terminierte - Instandhaltungsarbeiten gleich wieder eingeschränkt werden muss, wenn diese Arbeiten jetzt erledigt werden können.


    Und ich wage einmal die Prognose, dass das öffentliche Leben eben nicht auf einen Schlag von "0" bzw. "5" auf "100" hochgefahren wird und sich deshalb in den Sommerferien deutlich mehr Menschen in ihren Heimatregionen aufhalten dürften. Beispielsweise nehme ich an, dass sich Länder, die die Pandemie überstanden haben - wie es sich derzeit für China abzuzeichnen scheint - vor Neu-Infektionen durch eine Quarantäne bei der Einreise schützen werden. Ähnliches könnte ich mir sogar regional innerhalb Deutschlands vorstellen.