Beiträge von Ost-West-Express

    John2 gebe ich dann Recht:) - wenn die Autonutzer ihre wahren Kosten bezahlen.:P


    Fängt bei den Krankenkassen an: Ich zahle als freiwillig Versicherter mittlerweile satte 800 € im Monat. Das Soldarprinzip akzeptiere ich. Nicht aber, dass andere auf u.a. meine Kosten massive Gesundheitsschäden verursachen. Nicht durch die Haftpflicht abgedeckte Unfallkosten, massive Gersundheitskosten durch Abgase, Lärm, Bewegungsmangel usw. Fehlender Lebens- und Bewegungsraum in meiner Stadt, weil alles durch Autos voll gestellt ist.


    Road-Pricing von 5 - 10 € je gefahrenen Km - und ihr Umlandbewohner dürft weiterhin in Frankfurt Auto fahren. Dazu kommen dann aber Schweizer oder niederländische Geldbußen für zu schnelles Fahren oder Falschparken. Da parkst Du dann nicht mal eben in voller Breite auf dem Gehweg, in der Bushaltestelle oder im Lichtraumprofil der Bahn.


    Im übrigen könnte sogar Bad Vilbel von der Tram profitieren, wenn die bis Ober-Erlenbach, Karben oder Nidderau weiterfährt und Einkaufskunden in die Stadt bringt. Und die Tram ist ja nur deshalb so lahm in Frankfurt, weil man hier keine wirkliche Vorrangschaltung einrichten mag. Geh mal z.B. nach Freiburg oder Genf oder Montpellier, da ist die Tram ein schnelles Massenverkehrsmittel. ^^

    Holger Koetting hat schon die richtigen Ansätze genannt. Und im Zweifelsfall werden Winz-Bundesländer wie Bremen und Niedersachsen oder Saarland und Rheinland-Pfalz tariflich zusammengelegt wie bereits jetzt bei den Bundesländern.


    Da kann man sich dann das Ticket wie aus einem sehr überschaubaren Baukasten selbst zusammenbasteln. :)

    Eigene Erfahrung: Der RE 4 von Karlsruhe nach Frankfurt, ab Karlsruhe 18:06 war zwar - wie zur HVZ zu erwarten - gut gefüllt, aber ich kam im vorderen Wagen sogar mit meinem Rad mit und musste nicht bis bis 20:06 warten. Damit hatte ich durchaus gerechnet.


    Die Grundproblematik besteht darin, dass der ÖV jahrzehntelang kaputtgespart wurde. Mehdorn schaffte das - im amtlichen Regierungsauftrag - sogar schneller als die DDR, die dafür immerhin schätzungsweise 30 Jahre brauchte. Über Jahrzehnte wurde das Auto von der Politik gehätschelt und gepflegt, obwohl es wie ein unerzogener Hund uns allen Platz (in den Städten) wegnimmt, dazu noch die Luft zum Atmen und seine Nutzung nach meinem Eindruck aggressiver macht als die Nutzung aller anderen Verkehrsmittel. So werden ja auch für das 9-Euro-Ticket 3 Milliarden inverstiert, für den von Herrn Lindner favorisierten Benzin-Rabatt 30 Mrd Euro.


    Sinnvoller wäre, zu den 100 Milliarden für die Bundeswehr auch noch 100 Milliarden für Bus und Bahn zu inverstieren, in alles. Das käme auch der Bundeswehr zugute, damit unsere Panzer problemlos vom Hunsrück nach Polen gelangen können. Und auch das aktuelle Flug-Chaos würde gelöst werden, weil dann die Bahn auch das Mittel der Wahl für europäische Reisen wäre. Die 97 Milliarden könnten dann bei den Subventionen für Straße und Luftverkehr eingespart werden, womit ich ausdrücklich auch die indirekten meine.

    Zitat von zip-drive

    Ist das nicht etwas konstruiert? Selbst wenn (ausgehend vom Startpunkt des Radius) irgendwo im Ort der "magischen Grenze" eine Bushaltestelle noch genau im Radius und eine außerhalb des Radius liegen sollte, wie soll das jemand bei einer Kontrolle feststellen können?

    Genau über diese Problematik wurde vor längerer Zeit einmal in der Frankfurter Rundschau berichtet. Und zwar im Zusammenhang mit den Frankfurter Kurzstrecken-Fahrkarten. Da hatte ein Fahrgast diese für die Hinfahrt genutzt und folgerichtig dieses auch für die Rückfahrt getan, ohne vorher das lange Haltestellen-Verzeichnis an der neuen Einstiegs-Haltestelle zu lesen. Da galt der Kurzstrecken-Tarif nämlich nicht. Weil die Start- und die Ziel-Haltestelle dieses Mal genau einige Meter weiter auseinander lagen und so die magische Grenze von 2000 m überschritten wurde.


    Und bestimmt gibt es auch gelegentlich Diskussion bei Fahrkarten-Kontrollen, wenn bei Störungen sowohl der Regional- und Fernzüge wie der S-Bahn ein Fahrgast mit reiner DB-Fahrkarte zur Überbrückung der unterbrochenen Strecke zwischen den verschiedenen Frankfurter Bahnhöfen Strab oder U-Bahn nutzt.


    Die Kurzstrecken-Frage ist in einigen Nachbar-Tarifgebieten übrigens einfacher gelöst. Da wird die "Kurzstrecke" nicht an der Streckenlänge, sondern an den Unter-Tarifgebieten, in der Regel ein oder mehrere Gemeindegebiete, arrondiert an die Tarifgebietsgrenze, ausgemacht. So gilt die "Orscheler Kuzstrecke" zwischen Niederursel und Hohemark. :)Die war dann, als mein Job-Ticket nur für Frankfurt galt, bei Taunus-Wanderungen günstiger als der "Anschluss-Fahrtausweis :)- vorausgesetzt, ich fuhr nicht ab Oberursel mit der S 5 weiter.

    Holger Koettings Diskussion mit Görlitz oder Aachen könnte man noch etwas weiter treiben: Die Görlitzer mögensich vielleicht mit der Idee anfreunden, da sie auf der anderen Seite der bundesdeutschen Grenzpfähle ohnehin vergleichsweise niedrige Preise für den ÖPNV in Tschechien oder Polen zahlen. Die Einwohner von Trier werden es auch noch angehen lassen, weil "Letzeburg" ohnehin kostenlosen ÖPNV bietet.


    Die Bewohner von Lörrach oder Konstanz sind aber "gekniffen", da der Schweizer ÖPNV zwar sehr gut, aber für Euro-Bürger auch sehr teuer ist.

    Ich hätte ohnehin gedacht, die Tram bis zu den neuen Baugebieten an der B 3 im Bereich Bad Vilbel Nord / Massenheim zu verlängern. Dort kann man dann auch gleich ein großes P+R-Haus mit einplanen.


    Er hat noch Frankfurter (aus Nieder-Erlenbach) und Hochtaunus-Bewohner vergessen, die auch nach Bad Vilbel zur neuen Straßenbahn fahren. :P


    Und in Darmstadt, Rhein-Neckar, Karlsruhe und Ostende sind natürlich keine Straßenbahnen unterwegs, sondern fliegende Untertassen oder Captain Kirk mit seiner "Enterprise".:PDas sieht dann so aus:


    Und wegen der gleichzeitig dort fallenden Kokosnüsse können natürlich auch keine Autos dort parken. :P

    Irgendwie habe ich den Eindruck, man sucht hierzulande immer einen Grund, warum etwas nicht gehen kann.


    Wenn ich da an meine kürzliche Reise in die Region Genfer See / Mont Blanc denke ... Da fahren Tram und S-Bahnen (Leman-Express) problemlos über Staats- und Währungsgrenzen. Eisenbahnen wie der Mont Blanc-Express auf der Schweizer Seite wechseln problemlos bei ihrer Stromversorgung mehrfach zwischen Oberleitung und Stromschiene (ja, geht in Hamburg bei der S 3 auch ! :)), und Überland-Bahnen fahren problemlos durch enge Straßen kleiner Städte (z.B. tpc in Bex und Monthey), und haben dazwischen auch - wie die tpc hinter Bex-Bevieux auf Zahnradbetrieb.

    Darkside, können wir uns darauf einigen, dass es Konflikte gibt zwischen der Bestrebung, möglichst vielen Menschen mit einem kostengünstigen Angebot eine umfassende ÖPNV-Nutzung zu ermöglichen und anderen Zielen wie einer möglichst hohen Attraktivität des ÖPNV, um mehr Menschen vom Auto in Bus und Bahn zu bringen. Dazu dürften auch ein möglichst geordneter und reibungsloser Betriebsablauf zählen wie auch möglicherweise wieder der Pandemieschutz, der wieder größere Abstände zwischen den Fahrgästen erfordern könnte.


    Leider kann ich keine Lösung für diesen Zielkonflikt nennen.

    Pass auf, die Bürokraten vom RMV übernehmen diesen Vorschlag sofort. :P


    Im Ernst: Praktischerweise wie bei den Ländertickets generelle Sperrzeiten von 6 - 9 Uhr und 16 - 19 Uhr.

    Darkside: Natürlich nicht! Meine Intention ist, den ÖV in den Lastzeiten vorrangig für die darauf angewiesenen Pendler vorzuhalten. Ich hatte jetzt nicht daran gedacht, dass es natürlich auch Pendler mit geringem Einkommen gibt.


    Aber es sollte Wege geben, zeitflexible Nutzer auf andere Zeiten - oder Strecken - zu lenken.


    Ein Weg könnte etwa ein "9-Euro-Job-Ticket" sein, das Pendlern die Benutzung auf "ihren Strecken" zu allen Zeiten ermöglicht. Anderen Nutzern aber nur zum regulären Preis. Vergleichbare Ansätze gibt es schon bei den Ländertickets.


    Der Ansatz wäre dann ein modifiziertes "9-Euro-Ticket", das grundsätzlich nur außerhalb der HVZ gilt. Ggf. ist diese Einschränkung auch nur richtungsbezogen, da etwa morgens weniger Fahrgäste von Frankfurt nach Friedberg als umgekehrt unterwegs sind. Nutzer eines "9-Euro-Job-Tickets" können sich dann Strecken oder Bereiche eintragen lassen, in denen dieses Ticket immer gilt. Der einfachste Weg wäre, dieses mit einem normalen Job-Ticket zu verbinden. Wo dieses nicht möglich ist, z.B. kleine Betriebe oder Selbständige wären Möglichkeiten ein kleiner Zuschlag oder eine Bescheinigung des Arbeitgebers bzw. des Finanzamtes.


    Es geht mir ja im wesentlichen darum, dass nicht "Freizeit-Fahrgäste" den auf die Bahn-Benutzung angewiesenen Pendlern die knappen Plätze blockieren. Der Familienausflug morgens um 8 Uhr von Bockenheim zum Badesee dürfte unproblematisch sein, die Shoppingtour in der umgekehrten Richtung zur gleichen Zeit schon, weil die Züge voll sind.


    Ein perfektes Lösungsmodell habe ich natürlich auf Anhieb nicht. Damit tun sich ja auch schon die Profis, etwa beim RMV, schwer. :P

    Das könnten trotzdem zwei verschiedene Paar Schuhesein. Dass die CSU sich mit der FDP zusammenschließen könnte und in "AU" - Auto-Union" :Pumbenennenen könnte, stimmt leider.


    Dass allerdings wahrscheinlich der Einsatz von 30 Milliarden Bundesmitteln am effezientesten in Ausbau und Erweiterung des ÖV investiert wären, stimmt allerdings auch. Die genannten 30 € sind in etwa die Summe, die 9-€-Ticket und Benzinrabatt zusammen kosten.


    Dass hier die bayerische Staatsregierung Propaganda in Sachen ihrer eigenen Anschauungen betreibt, ist wieder eine andere Sache. ;(


    Wenn wegen des 9-€-Tickets manche Züge so überfüllt sind, dass Fahrgäste nicht mitkommen und auch Pendler betroffen sind, die keine Wahl haben, dann ist das kontraproduktiv. Die fehlende Durchsetzung der Maskenpflicht dürfte bei steigenden Inzidenzen auch so manche vom billigen Ausflug abschrecken.


    Also sollten die Erfahrungen ausgewertet werden und bei künftigen ähnlichen Aktionen nachgebessert werden. Ein Gedanke wäre, künftig solche Tickets zumindest auf stark durch Pendler ausgelasteten Strecken nicht in den Lastzeiten gelten zu lassen. Und der andere Gedanke wäre, den Schwerpunkt auf die Erweiterung des ÖV-Angebots zu setzen. Dazu gehören nicht nur Züge und Strecken, sondern auch angemessene Bezahlungen, um Personal zu gewinnen. Bund und Länder könnten ja für Berufsgruppen wie Gesundheitswesen und ÖV auch gezielte Wohnungsbau-Programme anstoßen. Bauen könnten etwa die Bahngesellschaften selbst. Wir haben ja in Frankfurt auch einige "Eisenbahner-Siedlungen" - also keine neue Idee.

    Zitat von BusFanFFM

    Aber was keiner bedenkt, der Bus oderdie Straßenbahn wäre für Frankfurt wichtiger als für Bad Vilbel.

    Das verstehe ich nicht ganz. Wenn nach Bockenheim eine U-Bahn gebaut wird, wie die C-Strecke vor etwa 36 Jahren, dann nützt die vor allem uns Bockenheimern. Eine Bahn nach Bad Vilbel nützt in erster Linie den Bad Vilbelern. Die kommen damit schneller oder bequemer nach Bornheim oder in die Innenstadt.


    Als Frankfurter ist mir das ziemlich egal, ob und wie sie in unsere Stadt kommen. Hauptsache, sie nerven nicht mit ihren Autos, verpesten unsere Stadtluft und nerven uns durch ihre Fahrweise - nicht umsonst wird "FB" im Frankfurter Volksmund mit "Freche Bauern" übersetzt. :P. Das volkswirtschaftlich sinnvollste Mittel wäre ein saftiges Road-Pricing nebst saftigen Parkgebühren. :P Aber das ist ja in einem Land, in dem Autos genauso heilig sind wie einst in Indien die Kühe, schwer vorstellbar. ;(


    Ob die Vilbeler die ohnehin überfüllte Zeil noch weiter füllen, was interessiert mich das ? Und wie - und ob sie zur Arbeit nach Frankfurt kommen, HomeOffice machen (wäre ja eine Alternative!) oder Hartz IV beziehen - warum soll mich dasals Frankfurter interessieren ? Ihre Einkommenssteuer zahlen sie nämlich in Bad Vilbel, und als Frankfurter habe ich gar nichts davon, ob sie hier arbeiten oder nicht. Zur Not haben wir ja die Offenbacher, die mit 3 S-Bahn-Linien zur Arbeit nach Frankfurt kommen können, und zur Not sogar in einer Stunde zu Fuß entlang des Mainufers hier sind. :P


    Also sollen die Bad Vilbeler ihre Verkehrsanbindung selbst finanzieren - uns aber nicht mit ihren Autos nerven ! Damit bürden sie uns nämlich ihre Mobilitäts-kosten ebenfalls auf, nur eben in Form von Staus, Lärm und schlechter Luft.

    Unter anderem die bayerische Staatsregierung sieht das 9-Euro-Ticket als Aktionismus der Bundesregierung und finanziert jetzt aus eigenen Mitteln Verstärkungen einiger Züge: https://www.stmb.bayern.de/med…archiv/2022/103/index.php


    Ich stimme der Intention der Bundesregierung zu, den ÖV auch für Menschen mit geringem Einkommen bezahlbar zu machen. Ich stimme aber auch der byerischen Regierung zu, dass es wesentlich wichtiger ist, das Angebot dauerhaft zu verstärken. Dafür würde ich gerne die 27 Milliarden nehmen, die unser deutscher Gesistesbruder von Boris Johnson lieber den Ölkonzernen und Auto-Posern zum Geschenk macht. <X

    Ein weiterer Vorteil ist, dass eine Strab nicht nur sichtbar ist, sondern auch ruhiger fährt als ein Bus. Das zitierte "Seitenwackeln" beansprucht nicht nur mehr Straßenquerschnitt, sondern bedeutet auch eine unruhigere Fahrweise. Das macht sich besonders im hinteren Teil eines Gelenkbusses bemerkbar. In einer Strab ist es dagegen egal, wo Du sitzt. Die fährt immer vergleichsweise ruhig.

    Ein kleiner Seitenhieb: So, wie in Frankfurt die Straßenbahn betrieben wird, kann sie nicht das volle Potential ihrer Attraktivität erreichen. Kürzlich erlebte Beispiele, wie es besser geht: In Freiburg wie in Genf in dichtem Takt auf einer Linie und echte Vorrangschaltungen an den LSA. Da fahren dann auch bei dichtem Takt viele Fahrgäste in jeder Bahn mit.


    Zu den vorgeschlagenen Alternativen:

    Oberleitungsbus : ??? ?( Stören die Oberleitungen von Bussen weniger als die von Tram ?

    Gemeint ist wohl ein E-Bus. Mit Schnellade-Stationen wie am Kaiserlei oder in Schaffhausen könnte das überlegenswert sein. Aber auf jeden Fall brauchte es auch in Bad Vilbel eine solche Ladestation. Und der Bus brauchte eine eigene Spur und Vorrangschaltungen, sonst können wir auch beim 30er bleiben. Und wegen der seitlichen Bewegungen eines Busses muss eine Busspur breiter sein als das Lichtraumprofil einerTram.


    U-Bahn ??? ?(?(Wer soll das bezahlen, wer hat so viel Geld ? Und warum soll Frankfurt einen teuren Tunnel durch 2 oder3 km des Stadtgebietes bauen und betreiben, wo auf Frankfurter Seite nur ein paar Grashüpfer erschlossen werden. :P Sollte es je eine U 4 nach Bergen geben, müsste Bad Vilbel die Finanzierung ab dem Abzweig organisieren.

    Bei Sanierung bzw. Neubau der Alten Brücke sollte auch an den LKW-Verkehr gedacht werden. Da gehen ja auch 40 Tonnen, eventuell künftig noch mehr. Beides zusammen wäre richtig viel. Aber eine Signalisierung, die die gleichzeitige Nutzung durch beide ausschließt, könnte auch eine Lösung sein. Da brauchte es natürlich an den Brückenköpfen entsprechende Aufstellflächen.


    Aber zip-drive schreibt ja schon, dass bis zur Realisierung einge Zeit uns Land geht. Also hätte man viel Zeit zum Nachdenken und Planen. Sogar mit dem Gedanken, die Alte Brücke ganz für LKW zu sperren und dafür für GüterTram einer City-Logistik zu nutzen. In 10 Jahren Planungszeit lann ja noch einiges kommen oder neu gedacht werden. :P