Beiträge von Ost-West-Express

    Ich gebe Dir recht: Das Vorhandensein von SmartPhone und Kreditkarte als Voraussetzung bedeutet eine massive Einschränkung des Nutzerkreises. Ich wäre als Nicht-Besitzer eines Smart-Phones auch ausgeschlossen. Zum Thema Kreditkarte folgende Anekdote: Ich habe voriges Jahr sehr gerne EC-Karte und Kreditkarte in Norwegen benutzt, um die hohen Gebühren für Bargeld-Abhebungen zu sparen. Funktionierte alles wunderbar. Nur die öffentlichen Toiletten konnte ich nicht benutzen - die waren nämlich nur mit nationalen Kredeitkarten nutzbar...

    Ich sehe es mal so: So lange die 1. Klasse sich rechnet und wenigstens kostendeckend ist - oder noch besser : Gewinn bringt - ist sie o.k. Ich habe nur Schwierigkeit damit, dass auch gehobener Standard von der Allgemeinheit subventioniert wird. Im Idealfall mindern die Mehreinnahmen der 1. Klasse den Zuschissbedarf für den allgemeinen ÖPNV. :)

    Vor einer Woche bin ich mit dem Fahrrad über den Großen Feldberg ins Weiltal gefahren und habe einige Bilder - alle vom 11. August 2018 - von früheren Bahnhöfen mitgebracht:

    alter Bahnhof Ernsthausen


    Weiltalradweg auf der ehemaligen Bahntrasse zwischen Ernsthausen und Essershausen


    alter Bahnhof Essershausen


    alter Bahnhof Freienfels. Dieser wird inzwischen als Biergarten mit Eisenbahn-Flair genutzt und bot nöch weitere Motive




    Sogar ein kurzes Schienenstück gibt es :)


    Die Weiltalbahn mündete bei Weilburg in die Lahntalbahn, wo es - in unmittelbarer Nachbarschaft von Deutschlands einzigem Fluss-Schifftunnel einen Eisenbahntunnel gibt.


    Heutige Nahverkehrsbedienung, u.a. durch den Weiltalbus; hier bei Schmitten-Hunoldstal, das zugegebenermaßen zwar im Weiltal, aber nicht an der ehemaligen Bahnstrecke liegt, die nach Grävenwiesbach führte.


    Für Interessierte Links zur Weiltalbahn https://de.wikipedia.org/wiki/Weiltalbahn

    und zu einer Webseite der Gemeinde Schmitten über weitere Eisenbahn-Projekte vor dem 1. Weltkrieg im Bereich Schmitten:

    https://www.schmitten.de/gv_sc…%20und%20die%20Eisenbahn/




    Um Chris26 Vorschlag aufzugreifen und zu modifizieren: Wie wäre es, in Zeiten von Fahrzeugmangel statt des Frankfurter Hbf direkt den Frankfurter Südbahnhof anzusteuern und von dort auf die direkte Rücktour via Hanau zu gehen. Meines Wissens machen ohnehin die Odenwald diese "Wende" via Frankfurt Hbf. Das Einsparen der Tour zum Hbf würde - einschließlich Wendezeit im FHbf - ca. 20 Min. Umlaufzeit einsparen und wäre mit einem deutlich geringeren Komfortverlust verbunden, da vom Südbahnhof die Innenstadt (Hauptwache bzw. Konsti und EZB) genauso gut erreicht und die Umsteigewege sogar kürzer als am Hbf sind. Das würde natürlich eine Neugestaltung des Fahrplans erfordern, um diese eingesparten 20 Minuten auch wirklich sinnvoll verwerten zu können. Einen Pünktlichkeitsgewinn gäbe es möglicherweise auch, da die "Staus" vermutlich am Südbahnhof geringer als am Hbf sind.

    Die 78 muss - wie die 51 - auch durch die engen Straßenräume der Goldsteinsiedlung, zumindest in Richtung Schwanheim. Da stelle ich mir den Einsatz von Gelenkbussen schwierig vor. Zurück könnte es da schon ehe klappen, aber das würde vorher und nachher einen Linienwechsel bedeuten.

    Einige Gedanken zum Thema:

    1.) Bringt die 1.Klasse der Bahn Mehr-Einnahmen, sowohl im Regionalverkehr wie im Fernverkehr ?

    2.) Wie stark wird in Zeiten starken Fahrgast-Andrangs die Kapazität der Züge durch unbesetzte 1. Klasse-Plätze eingeschränkt ?


    Das von PrinceKassad genannte Argument der überfüllten 2. Klasse bei nur teilweise besetzter 1. Klasse sehe ich nämlich auch, und zwar im Nah- wie im Fernverkehr. Dort noch wesentlich intensiver; denn nach meinem Gefühl liegt der Anteil der 1.Klasse im ICE bei etwa 30 - 40 %. Und wer jetzt die 1. Klasse damit verteidigt, dass damit zahlungskräftige Reisende angezogen werden, die sonst mit Auto oder Flugzeug reisen würden, dem halte ich diejenigen entgegen, die stehen müssen, weil sie in der 2. Klasse keinen Sitzplatz finden. Der wiederum ist bei Auto, Flugzeug und auch Fernbus garantiert.


    In S-Bahn- und Regionalzügen sind die Unterschiede zwischen 1. und 2. Klasse eigentlich nur noch am gelben Strich über den Fenstern und an der Aufschrift "1. Klasse" erkennbar. In den Hauptverkehrszeiten entziehen sie für die Mehrheit der Fahrgäste Sitzplatz-Kapazität; in den nachfrageschwächeren Zeiten ist der Nutzen des Aufpreises für mich nicht erkennbar. Deshalb schlage ich vor, die 1. Klasse durch zielgruppen-orientierte Zusatzangebote zu ersetzen, um Mehreinnahmen zu erzielen:

    - Platz-Reservierung für Zeitkarten-Inhaber;

    - Gastronomie wie die Bistros in einigen Karlsruher Stadtbahnen oder auch Snack-Angebote in einigen Regionalzügen;

    - Film und Video-Angebote.


    Gerade die Platz-Reservierung könnte in den Hauptverkehrszeiten Nachfrage finden. Im Gegensatz zur 1. Klasse hat diese den Vorteil, dass keine Sitzplätze leer bleiben, während andere stehen müssen, da die Reservierung nach einigen Minuten verfällt. Man könnte das ja mal in einzelnen Zügen testen.

    Zitat von JeLuF

    Wobei ich bei einigen Gästen der 1. Klasse der S-Bahn fast sicher bin, dass sie keinen entsprechenden Fahrschein vorweisen können.

    Dazu folgende Erinnerung an vergangene Zeiten in der Hamburger S-Bahn: In den 3-teiligen ET 470 und 471 - beide Baureihen mittlerweile historisch - ist die 1. Klasse im Mittelwagen, mit Polstersitzen, während es in der 2. Klasse überwiegend Kunststoffsitze, vereinzelt auch Holzbänke gab. Die Wagen waren, wie auch der ET 420, einzeln ohne Durchgang von einem zum anderen. In diesen 1. Klasse-Waggons beobachtete ich gelegentlich abgerissene Obdachlose, die es sich dort gemütlich machten und auch ziemlich sicher sein konnten, dass kein weiterer Reisender in ihren Wagen kam ...

    Mich wundert, dass bei den verschiedenen Ideen zur Modernisierung bisher nicht eine Elektrifizierung genannt wurde.


    Elektrische Züge sind zumindest leiser als Dieselzüge. Ob sie auch spurtstärker sind, können die Fahrzeug-Experten hier bestimmt sagen.

    Aber auf jeden Fall gibt es schon elektrische TwinDex-Züge - oder zumindest DoSto-ET :).

    Ich stimme Darkside in beiden Punkten zu. Möglicherweise haben gerade die von Dir geschilderten Praltiken genau dazu geführt, dass DEINBUS nicht mithalten konnte, weil sie etwa im Punkt genau auf das Einhalten der Vorschriften achteten.


    Das spricht aber nicht unbedingt gegen den Fernbus, sondern gegen die derzeitige Art von Ausschreibungen und Wettbewerb und gilt genauso auch für den Eisenbahnverkehr.

    Schade, dass DeinBus insolvent ist. Die waren ja bereits um 2010 Vorkämpfer für einen freien innerdeutschen Fernbus-Linienverkehr.


    Liebe Eisenbahnfreunde - jetzt bitte nicht beschweren: Erstens schaffen die Fernbusse und mittlerweile auch FlixTrains einen gewissen Druck, auch die Bahn-Fahrpreise in Grenzen zu halten. :). Und zweitens vermute ich, dass Flixbus und Co eher eine Alternative zur Autofahrt - sei es selbst oder als Mitfahrer - sind. Das beste Beispiel ist BlaBla, die neben ihrer Mitfahr-Vermittlung jetzt auch ein eigenes Fernbus-Netz aufbauen. Und drittens schaffen die Fernbusse auch Reisemöglichkeiten für diejenigen, denen die Bahn zu teuer ist und die sonst zu Hause bleiben oder trampen würden.

    Fahren nicht die Sachsenhäuser Berg-Linien 45, 47 und 48 auch mit Midibussen ?


    Und würde noch bei den Regionalbussen MKK-23 und MKK-25 ergänzen, die mit Solobussen die Stadtbahn-Endhaltestelle Enkheim anfahren.

    Als Sonderfall "Doppeldecker" gibt es noch den HEAG Airliner im Regionalverkehr, der den Flughafen anfährt.

    Ich war heute kurz nach 20 Uhr in Schwanheim und habe 3 SEV-Busse aufgenommen. Einmal Winzenhöler, und zweimal Transdev Alpina.

    Unterwegs war mir noch ein weiterer Transdev-Bus in blau-weiss begegnet, ich erkannte die Buchstaben HNV, aber nicht mehr . Möglicherweise war es ein "Gast" aus Heidenheim, der auch schon bei anderen SEV dabei war. :)

    sevtram12winzenholerd25jlx.jpg

    Winzenhöler DI-WZ 15 an der Rheinlandstraße, dahinter Sippel 261 auf der Linie78 und Alpina 977 im SEV


    sevtram12alpina977schs6klb.jpg

    Alpina Solaris 977 an der Rheinlandstraße


    sevtram12alpina996schusjtm.jpg

    Alpina Solaris 996 an der Rheinlandstraße

    Die Hafenbahn-Trasse verläuft auch nur 300 m südlich der bestehenden Altstadt-Strecke. Von daher wäre der zusätzliche Erschließungs-Effekt der Altatadt-Bebauung nachrangig. Allerdings ist das Mainufer als stark genutzte Flaniermeile ein eigenständig genutztes Ziel, das durch eine Hafenbahn- oder Mainkai-Tram verbessert erschlossen würde. Wichtiger noch finde ich den Gedanken, die Kapazität der Innenstadt-Durchfahrt zu erhöhen und im Falle von Störungen eine sehr nahe Ausweichstrecke zur Verfügung zu haben.


    FrederikBs Vorschläge klingen als weitere Ergänzungen interessant, brauchten aber wohl eine deutlich längere Zeit zur Umsetzung.

    Den Thread entstaube ich mal wieder, weil ich gerade bei Spiegel Online diesen Artikel über die Arbeitsbedingungen von Fernbus-Fahrern entdeckt habe:

    https://www.spiegel.de/wirtsch…uf-raedern-a-1274253.html


    Nachtrag: Aktuell versucht sich gerade die französische Mitfahrzentrale BlaBlaCars im Wettbewerb mit einem eigenen Fernbus-Linien-Angebot. Seit Mitte Juli gibt es mehrere tägliche Busfahrten zwischen Frankfurt und München, jeweils ein Fahrtenpaar zwischen Frankfurt und Dortmund - Bremen - Hamburg bzw. Berlin. Diese Woche kommt noch ein Kurspaar München - Frankfurt - Amsterdam dazu und in zwei Wochen ein Fahrtenpaar nach Paris und zurück.

    Es gibt zumindest in den ersten Tagen, wenn die Fahrten in der Webseite eingestellt werden, Kampfpreise auf oder unter RMV-Niveau :P. Die steigen dann auch schon mal auf etwa 30 €. Allerdings wechseln die Fahrpläne auf der Webseite fast öfter als das Wetter ^^. Aber für 1 € von Frankfurt nach München oder für 10 € nach Paris schafft auch FlixBus nicht. ^^ Hier zur Webseite: https://de.blablabus.com/