Beiträge von Ost-West-Express

    Schienenlegen zwischen Ginnheim und Eschersheim bei Tag (5 Bilder)

    Heute Mittag sichtete ich den EXD-Kran 851 mit 125 Tonnen Tragkraft beim Schienenlegen nahe Strecken-Kilometer 193 zwischen Ginnheim und Eschersheim. Genau genommen wurde eine Schiene etwas nördlich des Km 193,4 nahe dem Ginnheimer Wirtshaus entnommen und dann etwa 700 m weiter nördlich südlich Strecken-Kilometer 192,6 abgelegt.




    Aufnehmen am Schienenlager südlich des Ginnheimer Wirtshaus





    Ablegen in Höhe Niedwiesenstraße nördlich des Ginnheimer Wäldchen


    NB: Grüße an den unbekannten Eisenbahn-Freund, der ebenfalls an der Niedwiesenstraße fotografiert hat.

    Genau das wollte ich auch vorschlagen: Ein neuer Thread "Beitrag des ÖPNV zum Klimaschutz" oder so ähnlich. Bin jetzt nur zu müde, das jetzt noch selbst zu machen. Ansonsten gibt es in der Papierausgabe der Rundschau von heute (Montag) einige Bilder, Berichte und eine Karikatur.


    Ansonsten bleiben wir doch bitte zwischen Preungesheim und Frankfurter Berg. :)

    Ich stimme Dir zu, dass es die Aufgabe der staatlichen Politik ist, die entsprechenden Regularien zu setzen. Auf Tabak, Alkohol etc. kann ich notfalls verzichten - auf Grundbedürfnisse wie Essen, Trinken, Wärme, Wohnen und Transport nicht. Sicherlich gibt es da auch noch Abstufungen, und unsere Altvorderen sind auch noch täglich zur Arbeit oder Schule 5 oder 8 km zu Fuß´gegangen und abends wieder zurück. Aber sowohl Entfernungen wie Wetter und soziale Sicherheit setzen auch dem Grenzen.


    Ich stimme Dir zu, bei Auto kommst Du bei Vollkostenrechnung eher auf 400 - 800 € im Monat als auf die knapp 240 € für die RMV-Netzkarte. Selbst beim Fahrrad rechne ich mit Vollkosten von etwa 7 - 8 Cent / km und liege damit gar nicht so weit entfernt von der Deutschen Bahn mit BahnCard50. Beim Auto ist diese Rechnung sogar noch unvollständig, ebenso beim Flugzeug: Hinzu kommen noch die sog. "externen Kosten", die bei Umwelt und Gesundheit anfallen, ebenso wie verminderte Wohnqualität durch starken Lärm oder Trennwirkungen durch schwer zu querende Straßen. Das fällt zwar bei den Bahnen auch an, aber in weitaus geringerem Maße.


    Von daher sehe ich es sogar als ein ausdrückliches Gebot für die Politik, faire Randbedingungen für alle zu setzen und den ausgesprochen umwelt- und klimafreundlichen Verkehrsträger Bahn (und Bus) zu fördern, auszubauen und so zu gestalten, dass diese für alle g u t nutzbar sind. Und dazu können u.a. auch der massive Ausbau des Bus- und Bahnangebotes und die Subventionierung attraktiver Tarifangebote gehören. Das Geld dafür lässt sich gut bei Azto und Flugzeug holen. Indem zunächst erst einmal auf die direkten und indirekten Subventionen verzichtet wird, und dann, indem die sog. "externen Effekte" abgeschöpft werden.


    Zum Beispiel subventioniere ich als ausschließlicher Nutzer von Bus und Bahn und der nicht-motorisierten Verkehrsmittel die Unfall- und Gesundheitskosten des Autoverkehrs über meine nicht niedrigen Krankenkassen-Beiträge. Natürlich sollen auch die Opfer von Autounfällen oder verkehrsbedingter Luftverschmutzung weiterhin behandelt werden. Aber die Kosten dafür sollen die Verursacher tragen, nämlich Auto- und Luftverkehr. Dann würde der zitierte Mallorca-Flug deutlich teurer - und die Bahnfahrt für einen Urlaub an der Mecklenburgischen Seenplatte sowohl billiger als bequemer.

    Ich denke, dass öffentlicher Nahverkehr eine Daseinsgrundvorsoge ist, die aus sozialen wie aus ökologischen Gründen in guter Qualität vorzuhalten ist.


    Ich sehe es als sinnvoll an, dass die Nutzer dafür einen gewissen Beitrag leisten, allein schon sowohl zur Wertschätzung wie zur Sicherung und Ausbau der bestehenden Qualität. Aber nicht für alle sind die jetzigen Fahrpreise erschwinglich. Ich sehe deshalb als sinnvoll an, dass die öffentliche Hand - aus Steuermitteln und / oder entsprechende Abgaben den ÖV vor allem für regelmäßige Nutzer fördert, z.B. durch entsprechende 365 €-Netzkarten für die Ntzung des RMV über 1 Jahr. Der Gelegenheitsnutzer wie der Fluggast aus Fernost oder der notorische Autonutzer, der den ÖV nur dann nutzt, wenn das Auto kaputt oder auf der Straße Dauerstau ist, klönnen dann gern mehr zahlen. Zumal ja auch der Aufwand für den Verkauf - und Kontrolle - von Einzeltickets - deutlich höher als der für ein Jahresticket ist.


    Und für mich gehört es einfach auch dazu, die für mich eine qualitativ gute Leistung erbringen, angmessen bezahlt werden. Egal, ob Busfahrer/in, Zimmermädchen, Putzhilfe, Krankenschwester oder Verkäufer/in im Laden. Bei Leistungen der Daseinsgrundvorsorge - wie Gesundheitswesen und ÖV - ist es Aufgabe des Staates, die angemessenenen Löhne durchzusetzen und trotzdem diese Leistungen noch in erschwinglichem Rahmen zu halten. Bei anderen Leistungen sehe ich es auch als Aufgabe des Staates, angemessene Löhne und Arbeitsbedingngen durchzusetzen. Aber als Verbraucher ist es immer noch meine persönliche Angelegenheit, ob für mich diese Dienstleistung noch erschwinglich ist. Aber ich halte es für inakzeptabel, von meinem Friseur/in zu erwarten mir zum Hungerlohn die Haare zu schneiden, nur damit ich den Haarschnitt für 3 € erhalte. Oder mich unter unerträglichen Arbeitsbedingungen durch die Gegend zu fahren, damit ich die Fahrt noch billiger als mit dem Linienbusse schaffe und auch nicht selbst zu laufen brauche.


    Ich sehe es als unerträgliche Arroganz an, von anderen unsägliche Arbeitsbedingungen oder Leiden - z.B. produktionsbedingten Gesundheitsbelastungen - zu erwarten, damit man selbst ein bequemes Leben hat.

    Mit dem Kanzlerkandidaten, der derzeit die bestehen Wahlaussichten hat, wird es auch nicht besser. :) Die jetzige Kanzlerin versteht wenigstens viel von Naturwissenschaften und sieht deshalb Handlungsbedarf nicht nur für Lobby-Interessen. Deshalb wäre für mich im Augenblick die Lösung, dass keine regierungsfähige Koalition zustandekommt und Angela Merkel deshalb nolens weitermacht, dann immer noch die bessere Lösung. Der Verkehrsminister sollte allerdings auf jeden Fall abgelöst werden...

    Kleine ergänzende Recherche:

    Der Nahverkehrsplan 2025+ (M 163 vom 23.10.2020) wurde durch die NR. 1390 vom 17.2.2021 der Fraktionen der damaligen Römerkoalition ergänzt. Darin wird die Allerheikigen-Strecke allerdings auch nicht erwähnt. Mit B 238 vom 28.05.2021 werden diese Ergänzungen auch in das Paket zum Nahverkehrsplan 2025+ übernommen. Aber auch das ist bisher erst M-Vorlage und nicht Beschluss. Das Ganze liegt derzeit den Ortsbeiräten vor. Der für die Allerheigen-Strecke zuständige Ortsbeirat 1 hat am 2. Juli 2021 dem Paket zugestimmt.


    Zum kommenden GVP 2030+ verweise ich auf Bernemers Ausführungen.

    Wenigstens einmal ein amüsanter Grund für die allfälligen Verspätung der S-Bahn, von denen auch München betroffen ist:


    https://www.gmx.net/magazine/p…zugverspaetungen-35999098


    Die notwendige Desinfektion verstehe ich - besonders in Anbetracht von Corona. Die "Erregung öffentlichen Ärgernisses" weniger - ausser für S-Bahn-Fans, die durch den hinteren Führerstand die Fahrt aufnehmen wollten^^- was aber bei den Lichtverhältnissen zu nächtlicher Stunde eher unwahrscheinlich ist. :P

    Und da stellt sich insgesamt die Frage, wie die öffentlichen Haushalte finanziert werden.


    Im Europaviertel und auch im Offenbacher Hafen werden Luxuswohnungen gebaut, deren 30 % Sozialanteil von den Kommunen finanziert, während der Rest für die meisten Bürger sowohl zum Mieten wie zum Kaufen erschwinglich sein dürften. Es gibt immer mehr Reiche, aber immer mehr darbende Kommunen. Das Rhein-Ruhr-Gebiet ist voll davon, und da ist das ÖV-Angebot - außer, dass da noch einige Stadt- und Straßenbahnen fahren - oft auch nicht so viel besser als in Offenbach. In Sachen Barrierefreiheit ist NRW im Bundesländer-Ranking auf einem den Abstiegsplätzen der Bundesliga entsprechenden Rängen.


    Öffentliche Armut geht mit einer steigenden Konzentration des Reichtums auf Wenige einher. Und das hört dann auf, akzeptabel zu sein, wenn das dazu führt, dass die öffentliche Daseinsgrundvorsorge massiv eingeschränkt wird. ÖPNV gehört für mich dazu, und zwar nicht nur in der Weise, dass Du irgendwie von A nach B kommst. Es gibt Menschen, die sind auf den ÖV angewiesen, und der zweite Punkt ist natürlich die vielzitierte Verkehrswende.


    Das Problem ist nicht, dass Offenbach - neben anderen Leistungen den ÖPNV einschränkt. Das Problem ist, dass Offenbach - mit vielen anderen Kommunen in unserer Republik - wirtschaftlich so viele Probleme hat, dass es viele seiner Leistungen seiner Daseinsvorsorge einschränken muss und da die gesetzlichen Rahmenbedingungen fehlen, das zweifellos in dieser Republik bei Privaten wie auch einzelnen Kommunen vorhandene Vermögen soweit abzuschöpfen, dass eine ausreichende Basis für alle da ist. Unsere andere "innig geliebte" Nachbarstadt im Nordwesten, Eschborn verdankt ihren Wohlstand auch nur teilweise der eigenen Leistung, sondern zweifellos der Lagegunst an einem Autobahnkreuz, das ohne eigenes Zutun entstand, und einem gezielten Gewerbesteuer-Dumping und gezielter Ansiedlung auto-affiner Verbrauchermäekte zu Lasten Frankfurts. Das bringt zwar zweifellos Gewerbesteuer-Einnahmen, erzeugt aber erhebliche Auto-Verkehrsprobleme. Und natürlich auch der Lagegunst am Taunusrand, da kann Offenbach nicht mithalten, das stark industriell geprägt ist, deshalb hohe Anteile weniger wohlhabender Bevölkerung hat und noch dazu in der Einflugschneise von Fraport liegt.


    Ähnliches gilt auch für Hanau und einige Ruhrgebietsstädte.

    Ich sage mal boshaft: Die Grünen halten auch das Fahrrad nur hoch, wenn es um "Leuchtturm-Projekte" geht. Und da sind sie denn auch beim ÖPNV dabei. Bei einer Straßenbahn nach bzw. durch Offenbach würden sie sofort mitmachen - auch, wenn die dann nach 20 Uhr nur dann öfter als alle Stunde fährt, wenn Frankfurt das bezahlt.


    Gerade in Hessen empfinde ich sie eher als grün-angestrichenen Flügel von CDU und FDP, die "um des Koalitionsfriedens willen" bei jedem Konflikt mit anderen Verkehrsmitteln das Auto hochhalten, wenn auch möglichst das Elektro-Auto, siehe A 49 oder jede dämliche Baustelle von HessenMobil.:( Und warum steht trotz grünem Verkehrsminister Hessen im bundesweiten Vergleich in Sachen Barrierefreiheit bei der Bahn auf einem Platz im unteren Drittel, auf dem wir die Eintracht nicht sehen möchten? Niedersachsen und Bremen tun da mehr!


    Und ich vermisse da - siehe mein Post weiter oben - bei allen Parteien kreative Lösungen, vorhandene Ressourcen effizienter zu nutzen. Gewisse Hoffnungen hätte ich bei Volt und den tschechischen Piraten. Aber unsere Nachbarstadt liegt zwar im Osten - aber doch nicht sooo weit.:)

    Zitat von tohoku91

    in Offenbach brauche ich keine 60 Minuten auf einen Bus zu warten, bis dahin ist man in die meisten Stadtteile gelaufen.

    Stimmt schon, aber es gibt durchaus Situationen, da mag man weder laufen noch Rad oder E-Scooter nutzen. Das mag die Krankenschwester oder sonst jemand im Schichtdienst sein, das können Gehbehinderte sein, die auch am Freunde noch Freunde oder Familie besuchen. Und das kann jede/r normale NutzerIn sein, wenn gerade Tief Bernd & Co. mit Starkregen oder Hagel zuschlagen, oder extreme Hitze oder Kälte. Soll ja alles künftig als Folge des Klimawandels häufiger vorkommen.:(Und das Thema soziale Sicherheit spielt auch gerade abends eine wichtige Rolle.


    Ich gebe zu, diese Situationen sind (noch) vergleichsweise selten, und mit Blick auf Wirtschaftlichkeit und Effizienz sind kreative Lösungen gefragt. Kreativere als jetzt. Heißt: Es macht weder wirtschaftlich noch ökologisch Sinn, fast leere Busse durch die Gegend zu schicken. Und je seltener sie fahren, desto unattraktiver sind sie (siehe tohoku91). Ein paar Ideen:

    Da kann es in Abstimmung mit Arbeitgebern und Personal- / Betriebstäten speziell auf die Bedürfnisse der Schichtdienste ausgerichtete Extra-Fahrpläne geben. "Abstimmung" kann auch heißen, dass die Schichtzeiten etwas angepasst werden, damit die Busse sichere Anschlüsse von und zur S-Bahn bieten.


    Wo das zu erwartende Fahrgastaufkommen keinen attraktiven Takt mehr erlaubt, werden Anruf-Sammeltaxis in attraktivem Takt oder ohne festen Fahrplan angeboten. Eine andere Lösung wären Kleinbusse mit erweiterter Linienführung. Die können dann auch engere Straßen anfahren. Mit weiterer Linienführung wird die Fahrzeit zwar länger, aber der Fußweg kürzer - was gerade abends und nachts für viele mit Blick auf die empfundene soziale Sicherheit ein wichtiger Belang ist. Da zahlen sie dann ggf. auch gern einen Zuschlag von 1 €, wenn sie nahe oder an der Haustür abgesetzt werden.

    Ein Grund mehr, der für erleichterten SEV durch mehr Netz-Redundanz spricht!


    Zu Xalinai: Den Gedanken hatte ich auch, an der Stelle nach Vorbild des einstigen Bedarfs-Haltes "Werk Braun" einen vergleicbaren Bedarfshalt zu schaffen. Ich befürchte nur, dass der Aufwand für entsprechend notwendigen barrierefreie Zugang sehr hoch ist. Nur für gelegentlichen SEV dürfte sich das mit sicherheit nicht lohnen. Wenn es da eine große Halle mit entsprechend häufigen Veranstaltungen gibt, sieht das natürlich anders aus.

    Oberrad ist tatsächlich eine in diesem Sinne unglückliche ÖPNV-Insel. Aber auch hier wären die beiden alternativen S-Bahn-Halte am Mühlberg und am Kaiserlei in maximal etwa 2 km Entfernung zu jeder Ecke des Stadtteils.


    Und auch für Oberrad könnte - ohne S-Bahn-Halt in Oberrad - mehr Netzredundanz langfristig hergestellt werden: Mit dem Ringschluss der Tram von Fechenheim über die Carl-Ullrich-Brücke nach Offenbach und zur Bestandsstrecke. Dann brauchte es noch einige zusätzliche Wendemöglichkeiten, und der halbstündige Fussmarsch könnte wenigstens durch eine halbe Stunde zusätzliche Straßenbahnfahrt ersetzt werden, für viele wäre es auch kürzer.


    Bei kurzfristigen Betriebsstörungen werden sich Verzögerungen von einer halben Stunde und mehr bei jedem noch so tollen SEV-Konzept nicht vermeiden lassen, wenn eine größere Anzahl von Fahrgästen betroffen ist. Egal, ob Busse mit entsprechendem Personal von irgendwo anrollen oder ob Taxen zwar kurzfristiger kommen, aber auch eine gewisse Zeit brauchen, um alle Wartenden weiterzubringen. Deshalb sehe ich engermaschige Netze, die die Fahrgäste im Linienbestand zumindest mit Umwegen oder Fußwegen mit höchstens einer halben Stunde an ihr Ziel bringen, durchaus als Alternative.


    In den Außenbereichen wird sich sicherlich ein so engmaschiges Netz nicht überall herstellen lassen. Aber dort sind dann normalerweise auch die Fahrgastzahlen niedriger, sodass nicht gleich Tausende gleichzeitig in den SEV müssen. Und auch hier können vernetztes Denken und vorübergehendes Öffnen von Tarifschranken helfen: Bei einer Störung der U 3 jenseits von Niederursel besteht mit der S 5 eine gute Alternative, gleiches gilt demnächst auch für die U 2 in Bad Homburg. Und für einige Stadtteile im Frankfurter Norden besteht auch mit der S 6 / RB 34 und der Buslinie 65 + ggf. SEV-Bus eine gute Alternative zu einer unterbrochenen U 2.

    Bleiben wir doch lieber bei dem Gedanken einer hohen Netzredundanz - weshalb das das ja anscheinend auch in der Schweiz mit dem SEV gut läuft:

    Bei einem engmaschigen Netz - das ja mittelfristig bei uns zumindest auch für Betriebsfahrten zwischen Stadt- und Straßenbahn durchlässiger wird - kann leichter auf "parallele" Strecken ausgewichen werden. Entweder direkt mittels Umleitung - wie bei der Tram zwischen Altstadt- und Sachsenhäuser Strecke - oder via Info an die Fahrgäste, auf diese oder jene Linie auszuweichen.


    Selbst für die A-Strecke gibt es jetzt schon mit U 5 und 16 bedingte Alternativen. Zumindest würde ich im Normalfall einen 2 km-Fußweg vorziehen, wenn die Alternative in einer halben bis ganzen Stunde Warten auf einen überfüllten SEV besteht. Bei einer höheren Netzdichte - D II, Ringstraßenbahn u n d Tram-Linie "13" über den Reuterweg zur Uni Westend und weiter nach Ginnheim - könnten alle genannten Linien gemeinsam mit den bestehenden ergänzenden Buslinien wie der 32 und 39 schon einmal ein einigermaßen gutes SEV-Ersatzangebot schaffen. Natürlich würden die Wege länger dauern, und es wären auch gegebenenfalls ein oder zwei Umsteigevorgänge erforderlich. Und es würde auf den Ersatzlinien voller. Aber ich schätze einmal, der zeitliche Mehraufwand würde sich im Rahmen bis zu einer halben Stunde bewegen - und so lange braucht es auch schon mindestens, bis ein Platz im SEV-Taxi oder-Bus gefunden ist.


    Einen gewissen Personalaufwand brauchte auch diese Lösung: Nämlich zur Fahrgast-Lenkung. Wobei viele regelmäßige Fahrgäste das Netz in ihrem Umfeld kennen dürften, und ein sehr großer Anteil Infos via Internet nutzen würde. Und für einige Fahrgäste - z.B. die Oma mit Dackel und Rollator :) brauchte es noch Fahrgast-Helfer und einige SEV-Taxen. Für diese Fälle wären dann SEV-Taxen ausgesprochen günstiger als Busse. Weil die dann nämlich gegebenenfalls die Oma mit Dackel und Rollator auch bis vor die Haustür bringen könnten. :)

    Zu baeuchle: Ich hatte bewusst bei meinem Denkmodell bestehende Flächen genannt, die derzeit oder zumindest in der Vergangenheit Bus-Betriebshöfe sind bzw. waren. Ein dezentrales Konzept macht eher Sinn, weil ja nicht alle Betriebsstörungen im Umfeld des Rebstocks oder der Gwinnerstraße auftreten.


    Ich ziele ja ohnehin datauf ab, durch Strecken-Redundanz bei Störungen Ausweichstrecken zur Verfügung zu haben, über die ein großer Teil der Fahrgäste ihre Fahrtziele immer noch erreichen können. Ein Beispiel, aus gegebenem Anlass der Initiiative Tram 13 statt D II unter dem Grüneburgpark: In diesem Fall beide Strecken einrichten. :PKann die U-Bahn nicht fahren, gibt es immer noch die "13" als Alternative - und umgekeht. Funktioniert ja auch schon jetzt zwischen BoWa und Hbf mit U 4 und 16. Funktioniert bedingt sogar auch zwischen BoWa und Ginnheim zumindest für Stadtbahn-Betriebsfahrt über die Strecke der "16".