Beiträge von Ost-West-Express

    Zitat von dortelweiler

    Alle aussteigen lassen, "Sachverhalt klären", zur Not Leitstelle/ Polizei hinzuziehen. Gibt Mittel und Wege.

    Hätte ich mir als Fahrpersonal nicht gefallen lassen.

    Ist eher theoretisch möglich. Wenn der Bus voll und schon leicht verspätet ist und das nächste Fahrzeug (M 36 oder die nächste 30) nachrücken will, wird das Fahrpersonal aus praktischen Erwägungen dazu wenig Neigung entwickeln. 30 - 50 verärgerte Fahrgäste und mindestens 5 Minuten Verzögerung, die bei der nächsten Pause fehlen. Und dem nachfolgenden Bus auch, weil der ja nicht überholen kann. Da wird es praktischer - wenn auch nicht gerechter - sein, die zwei Mütter die 5 - 10 Minuten auf den nächsten Bus warten zu lassen. Zumal der oder die Fahrer/in auch damit rechnen muss, dass der Radfahrer nicht nurstur ist, sondern auch renitent wird. Bei der Maskenpflicht gab es ja auch mit einigen Fahrgästen Stress.

    Beide Wagentypen fuhren auf der U 6 und U7. Auf der U 4 fuhren u3-Wagen und gelegentlich auch Ptb, auf der U 5 nur Ptb. Der Mischbetrieb Ptb und u3-Wagen ergab sich auch schon durch den von U 4 und U 5 gemeinsam befahrenen Streckenabschnitt zwischen Hbf und Konsti.


    Später fuhren auf der U 6 auch u3-Wagen. Ich habe aber in den 25 Jahren von 1991 - 2016 nie erlebt, dass aus den verschiedenen Baureihen ein gemeinsamer Zug gebildet wurde. Wenn die u3-Wagen auf der U 4 Verstärkung brauchten, wurde eben ein kompletter Ptb-Zug eingesetzt.

    Wir können zu dem Ergebnis kommen, dass die Privatisierung leichter die Ausrichtung der Fahrzeuge auf regional- und streckenspezifische Bedingungen ermöglicht, aber tendenziell damit auch die Kompatibilität dieser Fahrzeuge erschwert. Zunächst.


    Aber denken wir weiter: Meist sind es ja größere Unternehmen oder Konzerne, die dieAusschreibungen gewinnen. Und die achten sehr wohl darauf, unternehmens- bzw. konzernintern ihre Fahrzeuge flexibel einsetzen zu können. So setzt die HLB ihre VT aus dem Westerwald auch öfters mal im Taunus ein. Beides Nebenstrecken in Mittelgebirgen.


    Früher gab es oft regionale Unternehmen mit sehr spezifischen Fahrzeugen. Unvergessen die Borgward-VT der Sylter Inselbahn. :)


    Das Großunternehmen Bundesbahn hatte für seine Nebenstrecken die legendären Schienenbusse - und legte viele dieser Strecken still. Die Alster-Nordbahn ANB bei Hamburg und die Hohenzollernbahn hatten zwar für ihre Nebenstrecken auch sehr ähnliche Schienenbusse, aber ich weiß nicht, ob die miteinander kompatibel waren.

    In Paris wardas eindeutig eine demonstrative Vorführung.


    In Schaffhausen / Neuhausen wurde der Versuch mit "Trapizio" und "Trapizia" um die Jahreswende 2019 / 20 beendet, da nach sollten andere Modelle geprüft werden ... und dann kam erst mal Corona.


    Mittlerweile gibt es in ganz Deutschland in vielen Regionen Projekte mit autonomen Bussen, von Sylt bis zum Bodensee.


    Ich gebe zu, die Randbedingungen seit 2020 sind schwierig: Die Corona-Pandemie mit Abstandsgebot war nicht die beste Voraussetzung für den öffentlichen Fahrgast-Transport in kleinsten Transport-Einheiten über längere Strecken als ein gewöhnlicher Aufzug fährt. Und jetzt ist Corona zwar vorbei, aber es gibt vielfältige Lieferprobleme in den globalen Transportketten.


    Insofern sollten wir die gegenwärtigen Tests mit Interesse verfolgen - es sindaber eben bislang nur Tests.

    Na ja, das werden wir dann sehen, wenn wir es bis zur 1999 geschafft haben. Ich beschicke ja die Bilderkette nicht alleine. ^^Die ist ja ein Gemeinschaftsprojekt des Forums.

    Dass es sich bei Easy noch um einen Versuchsbetrieb handelt und der nicht alle Anforderungen - nicht nur zur Barrierefreiheit - erfüllen kann, finde ich akzeptabel.


    Viel mehr Anlass zu Bedenken gibt mir, dass die von mir 2017 und 2019 gesichteten Fahrzeuge in Frankreich und der Schweiz in Sachen Barrierefreiheit schon weiter erschienen und es auch schon zum Linienbetrieb schafften. Das war immerhin vor 4 - 6 Jahren. Gut, KNUT macht das auch. Der Eindruck kann natürlich auch täuschen.

    Zitat von alexander

    Ab Nummer 2000 geht es dann im Minutentakt weiter.

    Bei den 2000ern scheint es auch weniger Schwierigkeiten mit den Nummern in den 90er Bereichen zu geben. Selbst bei den 2800ern und 2900ern habe ich da einige passende Bilder aus Turin und Belfast :). Ich gehe davon aus, dass andere im Forum da ähnlich gute Bildervorräte haben :).

    Zu barnyk: Ich erinnere mich sehr wohl der Behindertenfahrdienste in der Zeit um 1980. Es gab im Monat etwa 30 kostenlose Fahrten. Das ist ungefähr die Anzahl meiner Wege - zu Fuß, mit Rad oder Öffi - in der Woche! Die durchschnittliche Anzahl der täglichen Personenwege beträgt übrigens entsprechend der einschlägigen Mobilitätsuntersuchungen etwa 3,2.

    Zitat von Darkside

    Von der Ausschilderung her ist aktuell schon ein komplettes Durchgangsverbot - wird aber irgnoriert

    wie man an verschobenen Absperrungen vor Ort sehr gut sehen kann

    Wie ist eigentlich der Zugang zum Bw Griesheim geregelt. Einer der Zugänge und Zufahrten erfolgt ja von der Camberger Brücke. Ich erinnere mich sogar, in grauer Vorzeit einen LKW dorthin gelotst zu haben :). Eine andere Zufahrt ist in Griesheim von der Erzbergerstraße, was aber wohl aus Ri. Gallus oder Gutleut ein riesiger Umweg ist.


    Dass Absperrungen vor allem zu Fuß und Rad regelmäßig ignoriert werden, hat m i t seine Ursachen darin, dass deren Belange regelmäßig bei der Baustellenplanung ebenfalls ignoriert werden und es auch oft keine Hinweise auf alternative Routen gibt. Und warum können die Absperrungen nicht zu den Zeiten geöffnet werden, in denen von der Baustelle keine Gefahr droht, weil dort nicht gearbeitet wird ?

    Das von Tigges beklagte Verhalten, Stadtrundfahrten lieber mit dem allgemeinen ÖPNV statt mit seinen deutlich teureren Touristik-Bussen zu unternehmen, verfolge ich selbst schon lange. Schon der Preis einer ortsüblichen Tageskarte ist bisher überall deutlich günstiger als die Touristikbusse. Und abgesehen davon, die Tageskarte brauche ich als Tourist meist ohnehin. ^^


    Ich vermute, in ein paar Jahren wird ohnehin das große Nachdenken in der Politik kommen, so oder so. Deutschlands erheblicher Bedarf für Investitionen in die Infrastruktur, in Bildung, Gesundheitswesen, Verteidigung und Umweltschutz werden die Finanzen der öffentlichen Haushalte so belasten, dass eine massive Effizienzsteigerung des Ressourceneinsatzes erfolgen m u s s. Drei Verkehrssysteme zu subventionieren - Auto, Flugverkehr und Bus / Bahn wird nicht gehen. Allein schon wegen der Vorgaben der EU zum Klimaschutz und wegen der sozialen Funktion bei alternder Bevölkerung wird alleine der öffentliche Verkehr (mit Bus, Bahn und Fähren) als Subventionsempfänger tragbar bleiben können.


    Natürlich ist es realistisch, dass es wie beim SWT mit der Zeit Änderungen beim Deutschland-Ticket geben kann. Dabei könnte einer der Punkte von Tigges ein Ansatz sein, nämlich die Bereiche hoher Nachfrage aus dem Basistarif des DT herauszunehmen. Das mögen dann - wie bereits jetzt bei den Länder-Tageskarten - Sperrzeiten sein. Dafür gibt es dann vielleicht ein DT Plus für Pendler ohne Sperrzeiten oder ein DT für Pendler für bestimmte Strecken, das dann aber abends und am Wochenende deutschlandweit nutzbar ist. Das überlasse ich der Kreativität der Verbünde.


    Der letzte Punkt von Tigges - fehlendesPersonal - ist richtig, betrifft aber fast alle Bereiche des Lebens und nicht nur den ÖV. Boshaft gesagt: Der letzte, der mit einem autonomen Zug Deutschland verlässt, weil es keine Dienstleistungen mehr gibt, macht das Licht aus. :P

    Ich gestehe den Betreibern zu, dass es sich zunächst in beiden Fällen noch um Versuchsbetriebe handelt. Zumindest sollte das als Ergebnis bald herauskommen, dass diese für Behinderte besser benutzbar werden sollten. Denn diesind eine entscheidende Zielgruppe.


    In Sion (Wallis) und in Schaffhausen waren sie schon 2019 deutlich weiter und setzten dort die autonomen Busse bereits im Linienbetrieb ein. In Schaffhausen fuhr der Bus im Anschluss an den regulären O-Bus eine Runde zum Rheinfall. In Sion gab es - zunächst als Versuch eine kleine Runde vom Bahnhof durch die Altstadt. Immerhin entwickelten beide Busse mehr als Fußgängertempo :-).


    Zum Thema Barrierefreiheit ein Bild aus Sionund eines vom Versuchsbetrieb in Paris am Gare d´Austerlitz:

    Paris - 11. Februar 2017


    Sion 19. Juni 2019

    In Anbetracht der doch sehr niedrigen Geschwindigkeit ist EASY doch vorrangig für auf Barriefreiheit Angewiesene gedacht.

    Mit dem Fahrrad überholt man den EASY deutlich leichter als mit dem Auto :P, und auch wer fit genug zum Gehen ist, dürfte meist schneller auf eigenen Füßen vorankommen.


    Bleiben als wesentliche Gründe:

    - Gehbehinderungen;

    - größere Lasten wie Einkäufe oder

    - schlechtes Wetter.


    Zumindest die erste Gruppe dürfte auf Barrierefreiheit angewiesen sein. Da ich das Fahrzeug nur von außen gesehen habe, kann ich die Barrierefreiheit nicht einschätzen. Ich gehe aber davon aus, dass der Bus-Begleiter ggf. beim Ein- und Aussteigen hilft und auch barrierefrei nutzbare Ausstiege anfährt. Da es ja keine festen gekennzeichneten Haltestellen gibt, können die virtuellen auch schon mal zugeparkt sein, und dann wird ohnehin vom Programm abgewichen.


    Schwerwiegender finde ich nach dem Hinweis einer Bewohnerin, dass ausgerechnet der westliche Bereich, in dem viele ältere Menschen wohnen, weil das Fahrzeug nicht über den Erlenbruch fahren darf - und wohl dort auch noch öfters im Stau stehen dürfte. Natürlich könnte man auch einzelne Verkehrsführungen ändern und 50 m Erlenbruch freigeben ...

    Die aktuelle Geschwindigkeit schließe ich schon mal aus. Die 0.0 wurde auch angezeigt, als das Fahrzeug in Bewegung war. Anzahl der Fahrgäste könnte hinkommen - in Anbetracht des Fußgängertempos waren tatsächlich keine Fahrgäste im Bus. Aber .x Fahrgäste sind für mich sehr schwer vorstellbar. Es sei denn, Hunde und Katzen werden so mitgezählt. :) Die Wagennummer istAV05. Deshalb tippe ich auf eine nicht einprogrammierte Liniennummer.

    Zitat von Holger Koetting

    "Frage nicht, was die Bilderkette für Dich tun kann, sondern frage, was Du für die Bilderkette tun kannst."

    Ist schon richtig. Aber in Frankfurt müssen wir wohl noch sehr lange warten, bis es hier einen u5-Mittelwagen mit der Nummer 1992 gibt, wenn überhaupt.:| Mögliche Aktionsgebiete wären Hamburg, Berlin, Genf, Belfast, Birmingham, das Vestvold in Norwegen (von da habe ich immerhin schon die 1993 mitgebracht) und die Region Tortosa im Süden Kataloniens. Immerhin werde ich mich schon sehr bald in Richtung Genf - Katalonien bewegen und Deinem Rat folgen :D.

    Einen solchen kostenlosen Shuttle gab es nach meiner Erinnerung irgendwann bei der Sperrung des Durchgangs durch den Westbahnhof in Bockenheim. Von der Mainfähre als Ersatz für den Eisernen Steg 1992 habe ich auch noch Bilder und Fahrscheine :-).


    Zum Camberger-Brücken-Shuttle: Einige Fußgänger gibt es nach meinen Beobachtungen schon, und da finde ich einen Stundentakt zu selten. In einem alle 20 - 30 Minuten fahrenden Shuttle könnte dagegen notfalls auf die Fahrradmitnahme verzichtet werden, weil der Umweg für Radfahrende noch zeitlich überschaubar ist.