Beiträge von Ost-West-Express

    Die Bahn und die Verbünde können ja im Prinzip machen, was sie wollen und ihre Fahrgäste nach Belieben als "Beförderungsfälle", Untertanen und potentielle Schwarzfahrer behandeln. X(


    Nur dürfen sie sich dann nicht über das schlechte Image wundern, das gerade der Regionalverkehr im Rhein-Main-Gebiet auch ohne kriminelle Vorfälle hat. 8o Und sich darüber beschweren, dass die Leute lieber Autofahren, auch wenn sie direkt an der Bahn wohnen. :rolleyes: Wenn man durch die komplizierten Regelungen ?( oder gar fehlende oder defekte Infrastruktur nicht durchsteigt und sofort mit 40 Euro abgerippt wird - da zieht man doch das Knöllchen für Falschparken vor. Das kostet meist nur 10 Euro und stempelt einen nicht zum Kriminellen. :P


    Fabian : Die 40 Euro "erhöhtes Fahrgeld" hätten vermutlich vor Gericht keinen Bestand gehabt. Dein Freund hat ja offensichtlich sich bemüht, einen Fahrschein zu lösen und keine Chance dazu. Eine halbe oder ganze Stunde auf den nächsten Zug zu warten, ist nicht zumutbar.


    Die meisten Zugbegleiter sind nett und kundenfreundlich, aber schwarze Schafe gibt es überall. So ähnlich ist´s ja bei den Fahrgästen auch.

    Ich denke, eines der Probleme ist, dass Gewalt in der Gesellschaft durchaus akzeptiert ist :
    * in den Medien - je brutaler, desto mehr Zuschauer,
    * im Sport - wenn´s denn zum Sieg verhilft und nicht zu offensichtlich ist,
    * in der Wirtschaft 1 - da wird zwar niemand zusammengeschlagen, aber Angst vor Entlassung und Arbeitslosigkeit ist auch ein mächtiges Druckmittel;
    * in der Wirtschaft 2 - auf der einen Seite Minilöhne (siehe z.B. Löhne der Busfahrer oder gar des Reinigungspersonals), auf der anderen Seite Luxus-Mieten;
    * in der Gesellschaft - Ausgrenzung und Verächtlichmachen von Armen, Alten, Arbeitslosen etc. (und unsere Politiker bis auf Ausnahmen vorneweg ! Hartz 4 war der Einstieg in den Ausstieg aus der solidarischen Gesellschaft);
    * in der Justiz, die "einfache Körperverletzung", z.B. unter Verkehrsteilnehmern im Straßenverkehr als Kavaliersdelikte ahndet. Damit meine ich, wenn diese sich gegenseitig zusammenschlagen, weil sie sich um einen Parkplatz oder ähnliches streiten. Passend wäre z.B. stattdessen auf der Stelle als Buße 5 Tage Müll auflesen.

    Ist Euch das auch schon aufgefallen : Beim Nachlösen im Zug gibt es neuerdings einen fast einen Meter langen Fahrschein 8o (okay, habe gerade nachgemessen : es sind genau 24 cm :D) mit einem vorgedruckten Text über "erhöhtes Fahrgeld", weil man keinen gültigen Fahrschein vorweisen konnte. Das erhöhte Fahrgeld ist dann in meinem Fall auf 0,00 gesetzt, aber trotzdem noch mit einer Zahlungsaufforderung über 0,00 € :D versehen, die auf das Konto der Deutschen Bahn zu zahlen sind.


    Ich finde es so ziemlich den Gipfel der Unverschämtheit, einem ehrlichen Fahrgast, der sich beim Zugbegleiter zum Nachlösen meldet, einen solchen Fahrschein zu verkaufen ! ?(


    In meinem Beispiel handelt es sich übrigens um ein unter Sammlern bestimmt sehr begehrtes Exemplar für die im letzten Sommerhalbjahr im Wochenend-Sonderverkehr betriebene Strecke vom Edersee nach Frankenberg, auf der es gar keine Fahrkartenschalter oder Automaten gibt :P


    Ein weiteres ähnliches Exemplar erwarb ich übrigens vor ein paar Tagen, als ich im RE von Würzburg nach Frankfurt im Anschluss an mein Bayern-Ticket für mich und meine Mitfahrer ein Hessen-Ticket kaufte. Ein patriotischer Bayer wird jetzt vielleicht einwenden, das sei halt die Strafe dafür, dass man Bayern verlääst :D


    Aber Spass beiseite : Mit solchen Papieren erschreckt die Bahn doch viele Fahrgäste und verwirrt sie.


    Ich überlege schon, der Aufforderung auf dem Fahrschein zu folgen und der Bahn 0,00 € oder 0,01 € auf ihr Konto zu überweisen. Wie ich die einschätze, würde das zur Abwechslung dort massenhaft Verwirrung stiften :D

    Hallo Torben,
    so spannend Dein Vorschlag für die beiden Verlängerungsäste der U 4 aussieht, ich sehe für den Seckbacher Ast einen entscheidenden Nachteil :


    Die Haltestellen liegen allesamt in Randlage des Stadtteils Seckbach. Die Verzweigungshaltestelle "Galerie" erschließt außer dem Hufelandhaus nur ein paar Einfamilienhäuser, die Haltestellen Seckbach-Mitte und Leonhardsgasse liegen in südlicher Randlage. Die meisten Einwohner Seckbachs wohnen am Atzelberg, von dem es zu beiden Haltestellen etwa 400 m Luftlinie sind.


    Hinzu kommt die Topographie, die gerade gehbehinderten Menschen zu schaffen macht. Zusätzlich muss auch noch die stark befahrene und meist zugestaute Wilhelmshöher Straße überquert werden.


    Was die U-Bahn an Fahrzeitgewinnen erzielt, wird durch längere Fußwege wieder verloren. Eine ähnliche Situation haben wir ja auch in Goldstein, wo die "12" ebenfalls in absoluter Randlage fährt.


    Verbesserungsvorschlag : Nordast auf bisher vorher gesehener Trasse bis zum Atzelberg und Verlängerung um 1 Haltestelle nach "Alt Seckbach" ungefähr dort, wo die Leonhardsgasse die Wilhelmshöher trifft.


    Am Südast prüfen, ob das Fahrgastaufkommen noch für einen Haltepunkt im Bereich Seckbach-Süd / Enkheimer Strasse reicht.

    Ein paar weitere Gesichtspunkte :
    Gewalt an sich wird ja erst einmal in unserer Gesellschaft "in" gemacht durch massenhaft action- und Gewaltdarstellungen in den Medien, und wird auch im Sport wohlwollend toleriert.


    Neben der körperlichen Gewalt gibt es auch die wirtschaftliche Gewalt, indem z.B. massenhaft Menschen entlassen werden oder bei der Arbeit unter Druck gesetzt werden. Ähnliches gibt es auch auf dem Wohnungsmarkt.


    Eine weitere Form der Gewalt ist die soziale Ächtung, die z.B. Arbeitslose, Arme, aber auch Kranke und Behinderte erleben. Bis vor etwa 20 Jahren war es z.B. durchaus normal, Rollstuhlfahrer vom ÖPNV auszuschliessen. Am häufigsten werden gesellschaftliche Randgruppen dann auch das Opfer körperlicher Gewalt. So sind oft Obdachlose, Flüchtlinge etc. Opfer von Gewalttätern.


    Ebenso gilt es als chick, alle sozialen Errungenschaften der letzten 100 Jahre entweder gleich über Bord zu werfen oder dem "Markt" zu überlassen. Jugendzentren werden geschlossen, Sozialarbeiter eingespart, Polizisten trotz vollmundiger Sprüche des Wiesbadener Breiverderbers übrigens auch. Bildung - auch soziale Bildung - wird dem "Markt" überlassen.

    Das Thema Gewalt ist vielschichtig. Vorweg ein Gesichtspunkt :
    Warum wird einfache Körperverletzung ungefähr genauso hart geahndet wie Schwarzfahren, während Eifgentumsdelikte oft härter geahndet werden.


    Und warum können bei Gewalttaten und anderen schweren Straftaten Ertappte nicht erst einmal für einige Tage in Polizeigewahrsam bleiben und dann erst freigelassen werden ? Der Abschreckungsabschreck, SOFORT einige Tage erst einmal in der Polizeizelle zu verbringen, wäre vermutlich deutlich höher als ein nach einem halben Jahr verhängter Arrest, 3 zusätzliche Jahre im Knast oder ein Bootcamp.


    Außerdem wird dadurch verhindert, dass Gewalttäter nach ihrer Freilassung sofort ihr Opfer erneut bedrohen können. 3 Tage Polizei-Haft dürften so manches Gemüt erst einmal abkühlen !

    Es gibt auch noch weitere Gründe :
    Es fängt an zu regnen oder wird kalt oder dunkel oder ich fahre eine Strecke mit dem Rad (z.B. am frühen Abend von der Frankfurter Innenstadt zum Doppelkopf nach Oberursel), will aber abends im Dunkeln nicht mit dem Rad zurückzufahren.


    Mitunter ist auch das Fahrrad-Mitnahme auch im umgekehrten Fall interessant : Wenn ich mit dem ÖPNV zwar hinkomme, aber abends nicht - oder nur mit erheblich größerem Zeitaufwand - wieder zurück.

    Mit einer Haltestelle Seckbach-Süd stellt sich aber ein anderes Problem : Einmal eingerichtet, würde möglicherweise die ebenfalls angedachte Verlängerung der U 4 zum Atzelberg schwierig, da neide Haltestellen sich überschneidende Einzugsbereiche hätten.


    Wobei der Ast zum Atzelberg zusätzlichen Aufwand in Bau und Betrieb erfordern würde. Gleichzeitig ist die Haltestelle Seckbach-Süd etwas problematisch, weil auch vom Atzelberg ein geweisses Gefälle besteht.


    Man müsste also beide Seckbacher Äste im Zusammenhang betrachten mit den Varianten :
    1.) ohne Haltestelle Seckbach Süd,
    2.) Haltestelle Seckbach Süd ohne Ast nach Seckbach Mitte,
    3.) Haltestelle Seckbach Süd und weiterer Ast nach Seckbach Mitte.


    Möglicherweise wäre dann eine weitere Verschiebung der Haltestelle am Atzelberg nach Osten oder eine 2. Haltestelle Seckbach-Mitte zu überlegen.
    Allerdings fahren ja auch noch 2 Buslinien zirmlich oft nach Seckbach, und so viele Menschen wohnen auch nicht dort.

    Zitat

    Stimmt nicht ganz, denn unter der Autobahnbrücke kann man durchgehen, da gibt es sogar eine Straße, die Enkheimer Straße ... naja eher Weg als Straße.


    Torben, stimmt schon, ist sogar asphaltiert. Die Enkheimer Strasse ist aber total steil und deshalb nur bedingt als Anbindung an den Osten Bornheims zu kaufen. Als ich mir ein neues Fahrrad kaufte, habe ich den Steilhang der Enkheimer Straße immer als Teststrecke genutzt, um die Berggängigkeit der Fahrräder zu testen :D

    Ich habe schon ein paar Mal erlebt, dass beim Einsteigen mit Fahrrad in den ET 420 das Fahrrad von den schließenden Türen eingeklemmt wurde. Mit Fahrrad steige ich mitunter als letzter ein, um den anderen nicht im Weg zu stehen, und mit Rad dauert es auch einen Moment länger. Die Türen haben dann jeweils den hinteren Teil des Rades erwischt. Sah dann schlimmer aus als es war, ich habe nie irgendwelche Schäden festgestellt.


    Aber da die Türen doch mit ziemlicher Kraft schliessen, könnte ich mir vorstellen, dass es für Kinder, gebrechliche Menschen und Tiere doch unangenehm werden kann, wenn sie von den Türen erwischt werden. 8o


    Beim ET 423 und bei den Fahrzeugen der VGF habe ich nie derartiges erlebt, wohl aber bei einigen Aufzügen. Die sind nämlich für ein normales Fahrrad zu kurz, das geht nur diagonal rein. Erstes Erlebnis 1991 an der Konsti : Fahrrad rein, Aufzugtür zu, Rücklicht zerdeppert 8o

    Hallo !
    Ich finde es nicht gut, Straßenbahnen gegen Schulen aufzurechnen. Beides sind wichtige Investitionen in die Grundversorgung der Bürger ! Ich habe sogar mit Hilfe der Reklame auf den Straßenbahnen lesen gelernt ! :D


    Spass beiseite : Es gibt genug andere unsinnige Ausgaben, an denen gespart werden kann. Beispielsweise der unsinnige Föderalismus, mit dem wir - neben der Bundesregierung - 16 weitere Regierungen mit entsprechendem Pomp finanzieren. Und schliesslich haben wir in Folge nicht nur Bundes-, sondern Landesgesetze, 16 verschiedene Bildungssysteme und 16 Polizei-Apparate (die grenzüberschreitenden Kriminellen freut´s X( ).


    Und allmöglicher Schwachsinn wird subventioniert und in allen möglichen Mist - auch in unserem Feld des ÖPNV - fehlinvestiert.

    Die Probleme des Fahrradabschliessens an U-Bahn-Gittern wurde mir auch erst in einem Gespräch mit einem Blinden bewusst : Unmittelbar am Eingang an das Gitter angeschlossene Fahrräder können mit ihrem Lenker in den Bereich des Handlaufs der Rolltreppe ragen. Blinde oder sehbehinderte Menschen sehen das nicht und können sich verletzen.


    Da das wahrscheinlich nur wenigen so bewusst ist, wären in diesem Fall erklärende Hinweisschilder eine gute Hilfe.

    Ich bin regelmäßiger und dankbarer Nutzer der (kostenlosen) Fahrradmitnahme im südhessischen ÖPNV. Zum einen mache ich gerne längere Fahrradtouren und fahre, wenn´s dunkel wird, mit Bus oder Bahn zurück.


    Zum anderen bin ich auch öfter mit dem Rad innerhalb Frankfurts unterwegs; es gibt allerdings gewisse Zeiten und Strecken, wo sicheres Fahrradfahren praktisch unmöglich ist.


    In beiden Fällen, ich gebe es zu, fährt das Fahrrad auch in der Zeit in der Bahn mit, wenn es eigentlich nicht darf. Im ersten Fall ist es eigentlich immer problemlos : Abends aus der Region in die Stadt ist gegen die Lastrichtung, und da sind Züge und Busse selten voll.


    Im zweiten Fall ist es mitunter schwierig, aber es fehlt die Alternative :
    Wenn z.B. Weihnachtsmarkt ist, ist praktisch die gesamte Innenstadt abends mit dem Rad nicht befahrbar. Für die Strecke von der Innenstadt zum Sachsenhäuser Berg gibt es auch nur abschnittsweise Radwege, auf der Alten Brücke und zwischen Affentorplatz und Wendelsplatz kann man nur im Autogetümmel fahren. Und Ausweichstrecken gibt es auch nicht. Da bleibt dann nur der ÖPNV.


    Die praktische Lösung heisst dann sich zu arrangieren, und das hängt dann nicht von den Zeiten ab. Die 36er Solo-Busse nach Sachsenhausen sind oft voll - vor allem, wenn der 30er dort nicht fährt, da kommt man auch in den erlaubten Zeiten nicht immer mit. Und im Schülerverkehr ist mir auch schon passiert, dass ich vorher in eine mäßig besetzte U-Bahn stieg, am Dornbusch kamen Heerscharen von Schülern, und da wäre ich mit Rad nur mit großer Mühe vor der Innenstadt wieder rausgekommen.


    Wenn gerade mal wieder 5 U-5-Züge im Minutentakt kommen, ist auch in der HVZ spätestens im dritten Zug genug Platz ! :D

    Gestern Nachmittag haben wir mit mehreren eine Bus-Tour im mittleren Norden gemacht und sowohl O405N wie SOLARIS gesichtet :


    O405N Nummern 150 und 153 auf der Linie 39,


    Zitat

    Bisher ist F-VG 2305 mir noch nie begegnet.


    SOLARIS VG 2305 und VG 2317 auf der Linie 34 (gegen 16:40 in Bornheim-Mitte).


    Eindruck : Der SOLARIS fährt sich als Fahrgast durchaus angenehm, und so eng waren die Sitze doch gar nicht.


    Aber was wirklich fehlt, ist der DACKEL ! :D

    In Frankreich fahren auf jeden Fall schon seit einigen Jahren Doppelstock-TGV.


    Weiss allerdings nicht, ob die sich bei uns lohnen würden. Die Belegung der Neubaustrecke Köln - Rhein-Main wurde doch erst vor 1 oder 2 Jahren ausgedünnt :P

    Hallo !
    Hatte dasselbe Erlebnis Mitte Oktober, als ich mit einem polnischen Nahverkehrsfreund in unserem Straßenbahnnetz unterwegs war und von Höchst mit dem Zug wieder nach Hause wollte ... Während wir auf den RE zum Hauptbahnhof warteten, hörte ich das typische Stampfen und Schnaufen einer Dampflok und sah eine Rauchwolke.


    Ein paar Tage später las ich in der FR, das die Bahn für ihren Baustelle im Gallus zugkräftige Güterzug-Loks benötigte und die nächsten brauchbaren Dieselloks ierst in Oberfranken verfügbar waren. Als wesentlich wirtschaftlicherer Ersatz bot sich die "52" der Frankfurter Eisenbahnfreunde an, zumal auch noch der Einsatz des Lok-Personals nichts kostete. :D


    Mitte Ende / Dezember hatte ich an einem Dienstag gegen 23 Uhr ein ähnliches Erlebnis am Westbahnhof, als ich dort Dampflok-Geräusche hörte (von dort geht´s ja direkt nach Friedrichsdorf :]). Also scheinen die öfter unterwegs zu sein :D

    Hallo Asgard !

    Zitat

    Sind die Leute in Baden eventuell intelligenter

    :D Könnte sein ! :D Die haben ja auch dort schon seit rund 30 Jahren eine gut funktionierende Zusammenarbeit mit dem Nachbarland Rheinland-Pfalz geschafft. :P Auch schon lange vor dem VRN gab es faktisch ein gemeinsames ÖPNV-System zwischen Heidelberg, Mannheim und Ludwigshafen mit mehreren Überland-Strassenbahnen.


    Und noch weiter südlich sind ja in Karlsruhe und Freiburg die absoluten Spitzen der Nahverkehrssysteme zu finden :P