Beiträge von Ost-West-Express

    Einiges würde schon eine stärkere Rabattierung der Tageskarten bringen, etwa der 2,0-fache Preis einer Einzelfahrt für normale Tageskarten und der 1,6 ... 1,8-fache Preis für Tageskarten außerhalb der HVZ.


    Zum Beispiel : Einzelfahrt 2,50, normale Tageskarte 5,00, Talzeit-Tageskarte 4,00 - 4,50 (fiktive Preise !)


    Der Effekt wäre (wie in Hamburg) : Die TAGESKARTE würde sich immer dann lohnen, wenn man weiss, dass man auch zurückfährt, und JEDE weitere Fahrt wäre gratis. Wesentlicher Vorteil wäre auch, dass der Aufwand des Fahrkartenkaufs für die Fahrgäste wie auch der Abfertigungsaufwand für den Verkehrsbetrieb DEUTLICH verringert würde. Letzteres ist wohl auch der Grund, dass der Hamburger Verkehrsverbund deutlich rabattierte Tageskarten ausgibt.


    Bei einem stärkeren Rabatt für Talzeit-Tageskarten würde vermutlich auch eine nennenswerte Anzahl von Gelegenheitsfahrgästen auf die verkehrsschwächeren Zeiten ausweichen.

    Richtig spannend wird es doch erst, wenn Du von Frankfurt-Unterliederbach (Zone 50) nach 1830 Eichenzell fährst und einen ANSCHLUSS-FAHRSCHEIN zu Deiner Monatskarte Preisstufe xy brauchst :-))) Da steige ich selbst als versierter Nahverkehrs-User noch nicht ganz durch, und die armen Busfahrer auch nicht...


    Hatte heute gerade einen Busfahrer, der sich beschwerte, dass er noch keine Schulung hatte.

    Andere Grundsätze für einen Tarif sollten sein :
    - keine so großen Preissprünge, dass Stückelungen billiger sind als ein
    durchgehender Fahrschein 8o;
    - deutliche Rabattierung von Vielfahrern, um häufige Nutzung attraktiv zu
    machen;
    - Lenkung der Nutzung auf Zeiten und Relationen geringerer Auslastung.


    Als Grundlage bietet sich der VRR-Tarif an. Dieser besteht aus :
    - Waben mit etwa 5 km Durchmesser und
    - Tarifgebieten ( Grossstädte bzw. Landkreise).


    Mit den Waben kommt der Tarif den lokalen Fahrtwünschen entgegen, die etwa dem Gebiet einer kleinen Gemeinde oder Nachbarorten oder Stadtteilen entsprechen. Da sich die Waben überlappen, können Härten vermieden werden. Eine Fahrt von etwa 5 km zwischen Offenbach und Frankfurt-Enkheim würde damit deutlich günstiger und gerechterweise etwa den gleichen Preis kosten wie 5 km von Frankfurt-Griesheim zur Hauptwache.


    Preisstufe 1 wären dann etwa 5 km in einer Wabe. Die nächsten Stufen wären das Gebiet einer Stadt bzw. einer Teilregion ( etwa 15 km ) bzw. angrenzender Gebiete ( etwa 30 - 40 km ). Darüber hinaus können Einzelkarten weiter aufgesplittet werden, während Tages-, Wochen- und Monatskarten als Netzkarten gelten. Damit wird es vor allem bei größeren Entfernungen schneller interessant, sich Tages- oder Monatskarten zu kaufen.


    Das Preisverhältnis zwischen Tages- und Einzelkarten sollte unter 2 liegen, damit sich die Tageskarte bereits bei vorher bekannter Hin- und Rückfahrt lohnt. Das spart Fahrgästen wie Betrieben Aufwand beim Ticketkauf.


    Besondere Rabatte kann es außerhalb der Spitzenzeiten geben wie bei der 9-Uhr-Karte oder für Fahrten außerhalb der Zentren.

    Ein Grundsatz ist, dass ein Tarifsystem für den ÖPNV so überschaubar sein muss, dass es auch ein Laie auf Anhieb begreift.


    Heisst :
    1. Transparenz als Voraussetzung für den Wettbewerb. Um den ÖPNV als Alternative zum Auto - oder auch zum Fahrrad - zu wählen, sollte man auf Anhieb wissen, wie teuer der Spaß ist. Und zwar nicht nur für die Fahrt alleine von Frankfurt Griesheim zur Hauptwache und zurück, sondern auch für die Fahrt mit Frau und Kind zum Großen Feldberg, und zurück von Königstein, oder von Griesheim bei Darmstadt nach Bad Vilbel-Dortelweil mit noch 3 Zwischenstops.


    Der ÖPNV muss damit mithalten können, einen ungefähren Kostenüberblick zu ermöglichen, und zwar ohne komplizierte Spitzfindigkeiten und Diskussionen mit Kontrolleuren oder Ausstiegen an der Stadtgrenze, weil´s dann für die Familie um 3 Euro billiger wird.


    2. Verständlichkeit - auch für ausländische Touristen und gelegentliche Nutzer.


    3. Nutzung ohne aufwändige technische Hilfsmittel : Auswärtige Fahrgäste werden sich nicht unbedingt eine Chipkarte kaufen wollen - oder können - für 3 Fahrten während ihres Aufenthalts. Und das ach so beliebte Handy als Fahrkarte, Fahrplanauskunft und was noch alles ist störanfälliger als alle von uns belästerten ÖPNV-Fahrzeuge zusammen : Mal gibt es kein Netz, mal ist das Guthaben zu Ende, mal der Akku, oder es ist gerade ausgeliehen, wurde vergessen oder gestohlen.

    Zitat

    Naja die Automaten in den Straßenbahnen haben bis jetzt keine Möglichkeit Anschlußfahrkarten zu verkaufen (oder bin ich nur zu blöd die zu finden ;-))


    Warum beschwerst Du Dich ??? ;( Freu Dich doch lieber, dass Du stattdessen die alten, um etwa 10 - 12 Prozent billigeren Zuschläge lösen kannst :D und Dir - wie etwa bei der DB - auch noch die doppelte Abfrage der Preisstufe erst des Fahrtziels und dann Deiner Monatskarte ersparst ! :P

    Zitat

    Ich wäre dafür, einfach auf dem WC eine Sprinkleranlage zu installieren. Betrieb mit Brauchwasser.


    Auf die Idee komme ich auch schon mal gelegentlich : Wenn jemand in einer U-Bahn-Haltestelle raucht, warne ich ich ihn gerne, die Sprinkleranlage könnte angehen" :D Ich gebe ja zu, wenn die wirklich installiert wären und auf Zigaretten reagieren würden, wäre es wahrscheinlich ein beliebter Spaß, alle Fahrgäste duschen zu lassen und vorher schnell zu verschwinden...

    Ich finde diese Pläne insofern verwunderlich, als die Kurhessenbahn 2007 in eigener Initiative den eigentlich stillgelegten Abschnitt Frankenberg - Edersee an den Wochenenden mit einigen Pendelzügen (VT 628) befuhr. Bin mit einmal von Herzhausen mitgefahren, der letzte Zug fuhr dann auch bis Marburg durch.

    Die Beschwerden der Autofahrer verstehe ich auch nicht. Ist Wohngebiet und die Straße ist ziemlich breit. Die können da nur nicht mehr rasen, was angesichts des Parks, der Kinderspielplätze und des querenden Radverkehrs auch sinnvoll ist.


    Sollen halt mit dem Bus fahren, wenn ihnen das Hinterherzockeln dahinter zu langsam ist :D

    Die Haltestelle Römerstadt liegt im Stadtteil Heddernheim einige hundert Meter nördlich der Nidda. Die ist nämlich genau die Grenze zwischen den Stadtteilen Heddernheim und Ginnheim bzw. den Ortsbezirken 8 und 9.


    Historisch betrachtet liegt die Haltestelle im südlichen Teil der römischen Stadt Nida :P, die so vor etwa 1800 Jahre für die damalige Zeit eine bedeutende Metropole gewesen sein soll, fast wie das heutige Frankfurt :D. Die hatten sogar einen eigenen Hafen an der Nidda, über den Waren über Rhein, Main und Nidda aus Mainz kamen ;)

    Auch wenn mir persönlich die ET 423 besser gefallen, weil die Züge durchgängig begehbar sind, will ich mal eine Lanze für den 420er brechen :]:


    Immer wieder wird über die bösen, bösen veralteten 420er geschimpft. Noch nie habe ich dagegen eine Beschwerde über alte U-Bahn-Wagen gehört. Immerhin wurden ja die ersten u2-Wagen schon 4 Jahre (1968) vor den ersten 420ern eingesetzt :D - und die fuhren damals dann auch erst einmal in München :P


    Ich gebe ja zu, dass die 420er wirklich etwas gammelig wirken. Aber ich habe den Eindruck, dass liegt weniger an den Fahrzeugen als an Betreibern und / oder Fahrgästen. An anderer Stelle wird ja schon ausgiebig über Vandalismus berichtet, vor allem bei der S-Bahn. Und ich vermute, auch die DB als Betreiber kümmert sich zuwenig um einen gepflegten Zustand ihrer Fahrzeuge. Bei der VGF sehen die u2-Wagen zwar alt, aber anstandslos aus, und die "Handrad-Wagen" der Strassenbahn waren bis zu ihrem Ausscheiden aus dem Frankfurter Betrieb in einem guten Zustand, nur leider nicht barrierefrei. Und selbst die DDR-Deutsche Reichsbahn schaffte es, sogar die 60 Jahre alten ET-276 / 277 bis zu ihrem eigenen Ende in einem brauchbaren Zustand zu erhalten...

    In anderen Städten gibt es akustische und optische Signale beim Schließen der Türen, z.B. bei der Berliner S-Bahn und bei der Rhein-Ruhr-S-Bahn. Warum geht das nicht auch bei uns ?


    Dann wäre alles klar, auch für die vielen ausländischen Fahrgäste, die kein Deutsch verstehen.

    So schlimm der Vandalismus auch ist - als ich 1991 nach Frankfurt zog, war´s noch deutlich extremer. Da war der beschriebene Zustand der Sylvester-Nacht das ganze Jahr über der Normal-Zustand. X(Damals war ich froh, in einem Wagen mal mehr als einen Sitz unbeschädigt vorzufinden und wenigstens einige Fenster und Türen intakt. :(


    Besser wurde es erst ab etwa 1994 / 95, als die Sicherheitsdienste im Abendverkehr eingeführt wurden.

    Hallo Jan !
    Danke für den Hinweis ! aber meine Jahreskarte ist ein Job-Ticket, und da gilt die Mitnahmeregelung leider nicht.


    Das ist eine der weiteren unverständlichen Regelungen, genauso wie die, dass man mit dem Hessen-Ticket in Frankfurt auch U-Bahn und Strassenbahn fahren darf, mit dem SWT aber nicht (in Nordhessen und Rhein-Neckar wiederum schon).


    Deshalb hoffe ich ja auch, dass der VRN, der jetzt schon fast von Würzburg bis zum Saarland reicht, auch mal irgendwann bis Frankfurt erweitert wird :D

    Vor einigen Jahren gab es mal bei einem Fernseh-Quiz die Aufgabe, aus einem Automaten des VRS das richtige Ticket für eine D-Zug-Fahrt von Köln nach Bonn zu ziehen (Ihr seht, schon eine Weile her ! :D). Mittlerweile würde sich der RMV anbieten.


    Aufgabe 1 : Kaufen Sie aus dem RMV-Automaten ein Ticket von Frankfurt nach Oppenheim. Frohgemut begibt sich der Kandidat ans Tableau auf dem Automaten und sucht auf der alphabetischen Liste die Nummer für "Oppenheim" und wird dort lange suchen können... Denn Oppenheim gehört zum RMV-Übergangstarifgebiet, deren Nummern auf einer separaten Liste stehen. Und die hängt - je nach Standort des Automaten - mal an einer Seitenwand oder neben dem Automaten. ;(


    Endlich die separate Liste gefunden, aber auch dort gibt es kein Oppenheim, obwohl selbständige Gemeinde und bekannter Weinort - passend zum Thema gibt´s den Oppenheimer Krötenbrunnen :D Oüüenheim steht nämlich auf der Liste unter "Nierstein / Oppenheim" :P


    Aufgabe 2 : Sie sind Besitzer einer gültigen Jahreskarte für das Tarifgebiet 50 und wollen - nach beendeter Taunuswanderung die abfahrbereite U-Bahn in Sicht - zurück nach Frankfurt. Welches ist der günstigste gültige Fahrschein ? Lösung :
    Weder der Anschlussfahrschein für 2,30 der Preisstufe 4 noch der alte Zuschlag für 2,00 € - sondern ein ganz normaler Einzelfahrschein für, ich denke 1,55 € bis Frankfurt-Niederursel. :P Ab dort gilt dann nämlich die Jahreskarte.


    Pech hat allerdings, wer lieber mit der S-Bahn fährt :P - da kostet es dann wirklich 2,30 €.


    Der RMV wird sich vielleicht nach dem großen Vorbild Deutsche Bahn noch ein paar kompliziertere Regelungen ausdenken können und versuchen, die mit Hilfe der Kontrolleure einzutreiben - aber mit Kundenfreundlichkeit hat das nichts zu tun, aber auch gar nichts ! Die einen werden sich mit dem RMV dann vor Gericht streiten, der Rest lieber mit dem Auto im Stau stehen oder sogar lieber mit dem Fahrrad durch die Winterkälte jagen - zumal man vor allem auf den Strecken der DB durchaus auch öfters länger in der Kälte auf seinen Zug wartet.


    Also sollte der RMV vom VRR lernen und sich einen Tarif ausdenken, den jeder sofort versteht, von der Oma aus Flieden bis zum Touristen von den Fidschi-Inseln !

    Hallo !
    Das Thema scheint viele von uns zu berühren. Auch mich !
    Erste Erfahrung : Am 1. Weihnachtstag gucke ick aus dem Fenster, voll Nebel in frankfurt. Die Webcam zeigt Sonne auf dem Grossen Feldberg. Und die RMV-Webseite zeigt, dass ich es in weniger als 1 Stunde dorthin schaffe.


    Also schnell zum Westbahnhof, für die Frau kostet das Einzelticket 6,75 €, ich probiere es mit dem Anschlussfahrschein und freue mich über den sagenhaft günstigen Preis von 1,55 € :D


    Etwas verwundert teste ich es auf der Rückfahrt beim nächsten Automaten und stelle sehr schnell fest, dass ich bei der Eingabe unter Zeitdruck - die S-Bahn war schon in Sicht - etwas falsch verstanden hatte und bei der ersten Eingabe der Preisstufe die meiner Zeitkarte - nämlich "3" - eingegeben hatte und nicht die der Fahrt zu meinem Ziel. Da ich vorher die Nummer des Fahrtziels eingegeben hatte, hatte ich angenommen, der Automat "wüsste" die automatisch :D. Ich wunderte mich nur, dass ich danach zum zweiten Mal die "3" eingeben musste, nämlich dieses Mal richtigerweise die meiner Zeitkarte.


    Wenn mir schon als erfahrenem ÖPNV-Freak das passiert - wie häufig dann erst recht einem weniger mit den Spitzfindigkeiten der Automaten Normal-User !


    Nebenbei gesagt ärgere ich mich auch über die saftige Preise-Erhöhung von meist etwa 12,5 % und frage mich, warum man es nicht beim alten Zuschlag belassen hat und den einfach auf 2,25 erhöht hätte. Regelmäßige Nutzer - nämlich die mit Zeitkarte - werden bestraft, und der gelegentlich Erste-Klasse-Nutzer kann weiterhin zum alten Preis fahren !