Beiträge von wellenbrecher

    Hallo ins Forum,


    anstatt dass ein Umdenken in der Politik stattfindet, dass weniger Automobile besser wären für Umwelt und Mensch (wenn man das schon getrennt listen muss), wird auf Kosten einer baulich getrennten Straßenbahntrasse, die man ja auch zu einer ÖPNV-Spur ausbauen könnte, ein fauler Kompromiss gefunden. Man könnte auch einfach die Parkplätze streichen, allein es erfordert Mut und Entscheidungswillen. Aber jetzt werden Ressourcen und Steuergelder für einen Umbau — in meinen Augen — „rausgeschmissen“. Der Ortsbeirat könnte ja mal gegenrechnen was günstiger kommt: dieser sinnlose Ausbau oder den Anwohner:innen kostenfreie Jahrestickets für den ÖPNV spendieren. Es würde ja Pi mal Daumen ein Ticket pro weggefallenem Parkplatz reichen. In der Regel fährt trotz ca. fünf Sitzplätzen nur eine Person in einem Auto, also hauptsächlich 2 Tonnen Blech spazieren. Und die meiste Zeit stehen die Karren nur rum. Guter Kompromiss? — mal an Carsharing gedacht?


    Grüße


    ~w~

    Hallo ins Forum,


    die Frankfurter Rundschau berichtet hier, dass die Stadt Hanau einen besonderen Lärmschutz auf ihrem Stadtgebiet durchsetzen will. Inwiefern dies bereits eingeplant war, weiß ich nicht. Kann das eine weitere Verzögerung wegen erweitertem oder neu aufzurollendem Planfeststellungsverfahren bedeuten?


    Grüße


    ~w~

    Meinst Du damit, dass die Lichtwiesenbahn nicht zum Haltepunkt der Odenwaldbahn geführt wurde, damit Fahrgäste nicht mit dieser sondern mit dem innerstädtischen Bus z.B. zum Nordbahnhof fahren?


    Wenn ich mit der Odenwaldbahn am Ostbahnhof ankommen würde, wäre es für mich wesentlich attraktiver, dort in eine „frische“, leere StraBa zu steigen, als in einen fast vollen Landbus, um in die Innenstadt zu gelangen.

    Hallo ins Forum,


    ich bin ein wenig verwirrt wegen der Überschrift. Meines Wissens wird hier eine neue (Fußgänger:innen-)Brücke in die bereits errichteten Brückenköpfe eingesetzt. Diese Brücke überspannt Waldbahn und Main-Neckar-Bahn südlich der Querung der Mainbahn. Die Straßenbahn und die DB-Strecke sind hier eng parallel, teilen sich fast die Trasse. Die Straba steigt hier schon leicht Richtung Süden an. Ich bin gespannt, ob die Planer:innen die Oberleitung berücksichtigt haben. 😉


    Grüße


    ~w~

    [...] dass der Ausbau des ÖPNV sich nicht lohnt, da der IV so attraktiv ist. Mit dem Argument kann man in Deutschland eigentlich jegliches Projekt canceln.

    Und auch die Folgen der Klimakrise werden mit solchen Argumenten relativiert, damit die Wirtschaft weiterhin so laufen kann wie bisher.


    Aber zum eigentlichen Thema zurück. Unterm Strich wird wohl, wenn überhaupt, die Trasse in Teilen für eine Straßenbahn reaktiviert. Auch damit diese um jetzt bebaute oder für andere Nutzungsarten freigehaltene Flächen geführt werden kann. Die Querung der Odenwaldbahn wird eine schwierige Aufgabe. Und eine Stadt-Land-Bahn wird wohl nie kommen. D'accord?

    Nein das stimmt schon so und ja die Summe der Einzelnutzen ist halt negativ. KNF liegt bei -0,79 (Tabelle 6 Seite 53).

    Wobei die Null hier keinen Schwellenwert für eine Interpretation darstellt. Ein KNF mit negativem Vorzeichen ist eben noch weiter von der 1 entfernt als ein im mathematischen Sinn positiver KNF <1, und das lässt sich mathematisch eben nur mit einer negativen Zahl darstellen. Bisweilen wird, auch hier im Forum, als positiver KNF ein Wert >=1,0; ein negativer KNF mit <1 bezeichnet, mathematisch nicht korrekt aber gebräuchlich. Mich verwirrt das manchmal...

    Es gab da im Artikel ein Argument gegen die Weiterführung nach Frankfurt — jetzt mal losgelöst davon, ob diese Stadt-Land-Bahn sinnvoll ist, oder die Reaktivierung nach EBO eher sinnvoll — weil die Kapazitäten am F-Hbf nicht ausreichen. Die Odenwaldbahn müsste aber doch gar nicht den Main überqueren, sondern könnte auch von der Main-Neckar-Bahn direkt nach F-Süd geführt werden, oder? Ich glaube, der Flix-Train macht das auch.

    Hallo ins Forum,


    die Frankfurter Rundschau berichtet hier von einer Initiative, die eine Reaktivierung der alten Trasse vom Darmstädter Ostbahnhof über Roßdorf nach Groß-Zimmern als Normalspur und Führung in die Darmstädter Innenstadt mit Umrundung des Schlosses fordert.


    Ich stelle mir dabei folgende Fragen:

    Wie soll die Trasse ums Schloss realisiert werden? Als Drei-Schienen-Gleis, denn hier liegt ja schon die Meterspur der Straßenbahn, oder parallel zu den vorhandenen Gleisen? Sollen Dieselzüge, was in der Stadt schwer vorstellbar ist, oder Elektrozüge eingesetzt werden, was eine Elektrifizierung der Trasse vorraussetzt? Wie ist eine Kompatibilität mit der Stromversorgung der Straßenbahn bei einem Drei-Schienen-Gleis vorstellbar?


    Falls die alte Trasse als Straßenbahn angebunden werden soll: wie soll die Querung mit der Odenwaldbahn realisiert werden?


    Die Initiative fordert die Durchbindung nach Frankfurt. Warum dann die Trasse nicht nach EBO reaktivieren und in die Odenwakdbahn einbinden? Klar, dann müsste man am Ostbahnhof auf dem Weg in die Darmstädter Innenstadt in Bus umsteigen. Aber wenn die Straßenbahn nach Ost reaktiviert wird, wäre das ja schon ein wenig komfortabler.


    Grüße


    ~w~

    Ob das in diesem Fall wirklich sinnvoll ist? Jede Markierung wird mit der Zeit abgerieben und gelangt als Mikroplastik in die Umwelt. Je mehr Fläche man bepinselt, desto mehr Abrieb entsteht. Das sollte man bei solchen die Sicherheit steigernden Maßnahmen auch bedenken, finde ich.

    [...] Mischverkehr mit Hochbahnsteigen (wie im Bereich U5 untere Eckenheimer Landstraße) geht laut BOStrab nur bis 75 m Länge, also nicht mit 4-Wagen-Zügen, mit denen die U4 aber oft unterwegs ist. Also muss man die Züge kürzen, die in der Innenstadt aber diese Länge brauchen. [...]


    Was das Flügeln angeht, könnte man es viel pragmatischer angehen. In der HVZ fährt jede zweite Bahn nur bis zur Sekbacher Landstraße. Diese könnten dann bis in die Wächtersbacher Straße geführt werden. [...]

    Oder eine Mischung aus beiden Vorschlägen: die Bahnen, die in die Wächtersbacher fahren, sind auf der gesamten U4-Strecke eben nur als 3-Wagen-Züge mit 75m Länge unterwegs.


    ich habe mir mal die Bebauung an der Wächtersbacher auf einem Luftbild angesehen. An der südlichen Straßenseite ist eigentlich immer Gewerbefläche mit einigen Metern Parkplatz bis überhaupt eine Gebäude anfängt. Vielleicht könnte man die Wächtersbacher so verbreitern, dass ein eigener Gleiskörper möglich ist. Auf keinen Fall darf aber öffentlicher Parkraum an der Straße verloren gehen! Autofahrer:innen sind ja eine gefährdete Spezies...

    Hallo ins Forum,


    selbstverständlich meinte ich Wächtersbacher, nicht Wittelsbacher. Weiß auch nicht, wie ich auf diese Verwechslung kam; danke für den hinweis, multi . Jedenfalls ist m.E. die Wächstersbacher breit genug, ich sehe das ähnlich wie GoaSkin : es hätte den Charakter wie die U5 in der unteren Eckenheimer Landstr. und wäre somit als Stadtbahn realisierbar.


    Vom Flügeln halte ich wenig. Das größte Problem ist dabei nicht das Entkoppeln, sondern das Zusammenführen. Ein Teil muss immer auf den anderen warten, das kann man nie genau "timen". Und das weckt bei Fahrgäste immer ein Gefühl der Ungeduld. Und Verspätungen schaukeln sich im Betriebsablauf hoch. Aber auch zum Entkoppeln muss man den Fahrgästen beibringen, in den richtigen Wagen einzusteigen.


    Von der Reaktivierung der gesamten (!) Strecke nach Bergen halte ich aus schon genannten Gründen ebenfalls nichts. Weder als Stadtbahn noch als Straßenbahn hat diese eine sinnvolle Erschließungswirkung. Ein Grund, warum die Strecke, genauer das Grundstück, so lange freigehalten wurde - jetzt ist es ja ein Fahrradweg -, war, dass die U4-Verlängerung über Seckbach nach Bergen auf einem Teil der Trasse gebaut werden sollte. Also Tunnel unter Seckbach, oberirdisch zwischen Seckbach und Bergen. Um dann in die Ortsmitte von Bergen zu kommen, ist wieder Tunnel nötig, die Rampe in diesen könnte die natürliche Hangsteigung nutzen. Aber ich glaube die ganzen Quellen, deren Wasseradern im Berger Rücken fließen, machen einen Tunnelbau unter Bergen sehr schwierig und somit noch teurer als ohnehin. Von daher würde ich die U4 nur bis zum Atzelberg führen und Bergen wird so gut es geht über eine Strecke über die Leuchte oberirdisch angebunden, bleibt aber im Stadtbahnnetz weitestgehend ein weißer Fleck.


    Grüße


    ~w~

    Hallo ins Forum,


    das nördliche Fechenheim verdient definitiv eine bessere Anbindung. Hier im Forum wurde auch mal über eine Art Quartierstraßenbahn zwischen Fechenheim, Enkheim und Bergen fabuliert , also ohne direkte Anbindung zur Innenstadt.


    Die Anbindung via Stadtbahn über die Wittelsbacher erscheint mir da schon attraktiver; allerdings befürchte ich, dass das zu groß dimensioniert ist. Also kein positiver NKV, genauer: >1 , dabei raus kommt. Leider ist nämlich auch eine Verknüpfung mit der nordmainischen S-Bahn so einfach nicht möglich, weil der Bahnhof aufgelassen wird und der neue Haltepunkt westlich der Casellastraße gebaut wird. Und von der Wittelsbacher in die Casellastr. wird man eine Stadtbahntrasse aufgrund des kleinen Kurvenradius und der zur kurzen Strecke in der Casellastr. für eine Wendeanlage wohl nicht führen können. Kommt da nicht auch eine Unterführung hin?


    Grüße


    ~w~