Beiträge von Gregor

    Solche Programme sind ja seeehr komplexe Datenbankanwendungen.
    Persönlich würde ich mir so ein Programm gerne mal ansehen.
    Ich habe es mir eigentlich immer so vorgstellt, daß es eben einen Datensatz "Haltestellen" und einen Datendaten "Linien" gibt (plus jede Menge weiterer).
    Darum soll denn da der SL3 nicht 2x das Feld "Lichtenbergschule" aus dem Container Haltestellen zugeordnet werden können?

    Wie ich im vergangenen Jahr lernen durfte, KANN die Software für die Linienanzeige noch weeeeesentlich komplexer sein.
    So steuert sie nicht nur die Linienschilder des Fahrzeugs an, sondern kann auch für Echtzeitinformationen im Fahrgastraum bezüglich der Umsteigebeziehungen bieten. Fahrkarten können über das System ebenso verkauft werden, wie der Personaleinsatz damit organisiert werden.


    Man stelle sich also mal vor, eine solche Software würde im Praxiseinsatz nicht richtig funktionieren... das Problem mit der "501 Betriebsfahrt" ist dann noch das geringste Übel...

    Ich frag mich jetzt eigentlich schon, woher die DBAG zu wissen gelaubt, daß die gelieferten Fahrzeuge nichts taugen.
    In 2009 hatte die DBAG von einer Anwaltskanzelei die Vorgänge im Tochterunternehmen "S-Bahn Berlin GmbH" untersuchen lassen.
    Lt. dem veröffentlichten Bericht trat zu Tage, daß Prüf-Dokumente unzureichend und lückenhaft waren.
    Wie kann man dann bei solch schlampig geführten Unterlage mit einer solchen Sicherheit dem Hersteller die Schuld geben??? Nur aufgrund der Tatsache, daß von den ehemaligen S-Bahn-Managern keiner strafrechtlich belangt werden konnte???


    Entweder habe ich den Bericht falsch gelesen, oder falsch verstanden... vielleicht kann mich mal jemand über meinen Irrtum aufklären.

    Gerade heute ist in der Morgenpost ein Bericht über die Rolltreppen- und Aufzugsproblematik bei der DB zu lesen. Dann komme ich hier ins Forum, finde diesen Beitrag und muß feststellen, daß das erste Post vor nahezu 6 - in Worten: sechs - Jahren erstellt wurde.
    Getan hat sich seitdem offensichtlich - nichts.
    Der DBAG sollte man vielleicht mal empfehlen, die Brache zu wechseln. So Dinge wie Service oder Technik, das ist offensichtlich nichts die Herren im DB-Turm.


    Die Deutschen sind ein wahlfreudiges Volk. Wir wählen...
    in Deutschland: Miss Germany
    in Berlin: Miss Berlin
    im Bahnmanagement: Miss ...

    Ich möchte in der nächsten Zeit mal zwei Ziele erreichen:
    "Betriebsfahrt" und "Bus endet hier".
    Die Fahrten sind immer gut gefüllt. Das Ziel muß also lohnend sein.

    *Kopfschüttel*
    Egal wo man hinschaut - immerwieder gibts massiven Ärger mit den digitalen Anzeigen.
    Mir ist ja schon klar, daß wir es hier mit sehr komplexen Anwendungen zu tun haben, die natürlich auch die eine oder andere Macke haben...
    Aber so langsam frage ich mich, ob wir hier Lösungen verbaut haben, die technisch einfach noch nicht soweit gereift sind, daß sie einsetzbar sind.

    Der nette Herr Grube war gestern im Abgeordnetenhaus, um den Damen und Herren bezüglich des S-Bahn-Chaos Rede und Antwort zu stehen. Im vergangenen winter war er ja leider verhindert, da er zu diesem Zeitpunkt ein paar Meter weiter am Wettkochen der Spitzenköche teilnehmen mußte (die Mahlzeiten für die ICE-Flotte).


    Die Presse berichtet über das Treffen die altbekannten Fakten: Die Industrie ist schuld, weil sie die Züge so geliefert hat (Prompte Antwort der Industrie: Es wurde geliefert, was bestellt wurde).
    Inwieweit die Industrie auch an der Situation mit den Weichen verantworlich ist, wurde nicht gesagt.


    Herr Grube stellte dar, daß die S-Bahn in den vergangenen beiden Jahren krisenbedingt 370 Mio Euro aufbringen mußte - bis 2014 dürfte die Summe auf 700 Mio steigen (Anm.: wenn man sieht, wie träge dennoch reagiert wird, ist die Summe offenbar von viel zu gering).
    Investiert wurde hingegen eine Summe von 1 Mrd. Euro in das Berliner S-Bahn-System, verdient wurde bislang nichts und das werde sich auch nicht ändern (Anm. Wenn das System so ein Zuschußbetrieb ist, dann dürfte sich die DB doch darüber freuen, wenn ein Teil ihrer Bürde demnächst von anderen Anbietern getragen würde).


    Das war jetzt ne Kurzzusammenfassung.
    Wer beim Lesen feststellt, daß diese Faktensammlung eigentlich eine gebetsmühlenartige Wiederholung anderer Posts oder Freds zu diesem Thema ist, täuscht sich nicht.
    Die Auskünfte der DBAG erinnert immer mehr an die Ansagen auf den Bahnhöfen "Wegen Verzögerungen... wir bitten um Entschuldigung".


    Wenn die DB so weitermacht, kann das Land Berlin den Weiterbau der U5 bald alleine aus den einbehaltenen S-Bahn-Geldern bezahlen...

    Zitat

    Original von Jörg L
    Es wird eigentlich immer offensichtlicher, dass man vorhatte, die zukünftigen Aktionäre zu betrügen. Die Börsenerstbilanz sollte wohl mit allen Mitteln und buchstäblich koste es was es wolle aufpoliert werden, und die absehbaren Folgen einfach unter den Teppich gekehrt werden. Bitte versteht, dass solche DB-Aktien für keinen Investor einen Gewinn gebracht hätten, denn sie würden in den Keller rauschen, wenn die Wahrheiten eine nach der anderen bekannt werden. Die Firma DB AG verbucht ihren Substanzverlust als Gewinn und schüttet das als Dividende an den Bund aus. Ab wann ist das ein Fall für den Staatsanwalt?


    Wie war das bei der BR 481? Hat man da nicht jede Menge "zeitfestes" Material geordert? Dessen Zeit jetzt abläuft? Weil das zunächst(!) billiger war? Sollte *jetzt* nicht ursprünglich längst nach dem Börsengang sein? Man hatte vor, diese absehbare Katastrophe den Aktionären (vermutlich Volksaktien a la Telekom) unterzujubeln. Da der Börsengang aber nie funktionierte, bricht der Laden jetzt über dem alten Eigentümer zusammen. (Was aber auch wieder wir alle sind...)


    Die Bahn schiebt es auf die Hersteller... da ich aber Herrn Homburg nur noch soweit glaube, wie ich nen Sack Zement werfen kann, halte ich mich eher an den Satz "Wer billig kauft, kauft zweimal". Mich würde mal interessieren, in welchen Punkten die Serienfahrzeuge gegenüber den Vorserienfahrzeugen modifiziert wurden...


    Was ein Glück, daß die DBAG NICHT an der Börse ist... die Aktien wären nur noch Schrott wert und der Laden ein super Übernahmekandidat!

    Zitat

    Original von FipsSchneider
    Längeres Zitat


    Naja, der Bund möchte eigentlich schon, daß die DBAG die neuen Wagen aus der eigenen Schatulle bezahlt.
    Es ist Spekulation, welche Seite Wahlkampfgeschenke verteilen möchte - seitens der DB und des Bundes, sehe ich eher den Versuch, das Land Berlin heute schon zu einer Verlängerung des Vertrages mit der S-Bahn Berlin zu bewegen (wird WÜRDEN ja gerne neue Wagen kaufen, ABER nur, wenn wir sie dann auch noch länger nutzen können).


    Etwas eigenartig finde ich das Verhalten unseres Wowi. Auf der einen Seite hat er die ganzen Zeit seine eigene Verkehrssenatorin praktisch demontiert, weil "alles doch gar nicht sooo schlimm ist", auf der anderen Seite kachelt er den Bundesverkehrsminster an, weil hier die Luft brennt. Im Ergebnis wundert er sich dann, daß er vom Bundesverkehrsminister nicht die volle Unterstützung erhält (zumindest war das so, solange der Bundesverkehrtsminister noch nicht Ramsauer hieß).

    Es läßt sich zwar schlußfolgern, daß von Problemen mit der BR 481 die Rede ist, aber gesagt wird es nicht. Es darf nicht vergessen werden, daß die BR 480 und 485 mittlerweile auch in die Jahre gekommen sind.
    Lt. einer Aussage von S-Bahnchef Buchner aus 2009, ist die BR 480 mit einersehr individuellen Technik ausgestattet und die BR 485 kann nur mit großem Aufwand instand gesetzt werden, weil es bestimmte Ersatzteile wohl nicht mehr gibt.
    Die schnellste Lösung wäre eine Nachbestellung der BR 481 - das aber will man nicht, weil Fehler in allen Teilen.
    Stellt sich die Frage, ob die Industrie hier wirklich Schrott geliefert hat, ein Fahrzeug einfach nur auf billig geliefert wurde, oder das gelieferte Fahrzeuge für die derzeitige Beanspruchung gar nicht ausgelegt war.


    Die BR 481 war Anfang der 1990er Jahre eine gemeinsame Planung der Reichsbahn und der BVG, die das S-Bahn-Netz gemeinsam betrieben (Prototyp 1993). Hierfür wurde wohl ein seeehr umfangreiches Lastenheft erstellt.


    Nun zurück zum eigentlichen Topic.
    Mich verwundert die Hektik, mit der auf einmal konkrete Vorschläge auf den Tisch kommen. Als Anfang Dezember Buchner vor die Presse treten mußte, macht er einen ziemlich fertigen Eindruck. Da hatte ihn aber nichtmal die eigene Technik im Regen... äh... Schnee stehen gelassen, sondern die Herren von DBAG und DB Netz! Die Verkehrssentorin kochte vor Wut und unser allseits so engagierter und beliebter Wowi verkündete vor laufender Kamera, die Politik könne eh nichts machen; mit solchen und ähnlichen Sprüchen hatte er bereits zuvor jeden Wutausbruch seiner eigenen Verkehrssenatorin torpediert (nachlesbar in den einschlägigen Pressemeldungen).


    Nun setzt Herr Wowereit noch eines drauf: Permanenter Ersatzverkehr mit Bussen! Neubeschaffung und Personal inklusive! Und das Ganze solange, bis die S-Bahn wieder zuverlässig fährt (naja, es könnte aber noch daran scheitern, daß hinterher die neu eingestellten Fahrer wieder entlassen werden müßten - also stellt man doch besser erst gar keine ein). Hatte ich das mit den Bussen nicht schon vor eineinhalb Jahren angeregt??? *grübel*


    Egal - nun sind erstmal konkrete Vorschläge auf dem Tisch. Warten wir mal, bis sich die Rauchwolken verzogen haben und man Ergebnisse sieht.


    Bis dahin erstmal ein kleines Bildchen von mir.


    @SoundofNo1
    Die Strecke der S25 nach Henningsdorf (Bombentranz)


    tunnelklick
    Angeführt wird immer wieder ein Motorenkurzschluß durch Flugschnee.
    Ich hab mich mal mit nem Tf der S-Bahn unterhalten: Da kommt eines zum anderen. Grundproblem: Die Züge wurden für eine ganz andere Belastung konzipiert. Sind alles Kleinigkeiten. In ihrer Gesamtheit bereiten sie eben Probleme.

    So, nun wieder ein Update zum Jahresbeginn.
    Stand gestern waren 213 Einheiten. Seit heute früh sind vier Linien eingestellt.
    Die S-Bahn verweist auf alternative Verkehrsmittel der BVG, die jedoch im Busbereich mit eigenen Problemen zu kämpfen hat. Verschärfend kommt hinzu, daß derzeit im Netz Bauarbeiten stattfinden, die noch nicht beendet sind, bzw. eben auch schon länger geplant sind.
    Die S-Bahn schafft aber immerhin Abhilfe: Auf sage und schreibe EINER Verbindung wird alle 20 Minuten Ersatzverkehr mit Bussen gefahren!
    Im Berliner Umland haben sich in den vergangenen 20 Jahren zahlreiche Firmen angesiedelt, deren Angestellte auf die S-Bahn angewiesen sind.
    Unterm Strich ist es inzwischen nicht mehr möglich, Fahrzeiten halbwegs seriös und verläßlich zu planen.


    Meine Meinung: Wenn die Berliner S-Bahn tatsächlich glaubt, man könne die Fahrgäste ganzer S-Bahn-Züge mal eben in Busse stopfen (die dann nur alle 20 Minuten fahren), dann kann man den S-Bahn-Verkehr auch getrost einstellen! Dann machen wir das eben wie zu Mauerzeiten: Ausbau des U-Bahn-Netzes und der Rest wird mit dem Bus gefahren. Für 250 Mio Euro im Jahr, kann man da schon ne ganze Menge bewegen!

    Zitat

    Original von Torben
    Langes Zitat.


    Die DB hat doch diese Service-Mentalität mit ihrer Werbung selbst geschürt? Warum dann so verwundert, wenn der zahlende Fahrgast diese Punkte einfordert?