Beiträge von Udo

    Der Nordhessische Verkehrsverbund hat sogar eine 5-Minuten-Garantie und gibt dazu an, dass die Anzahl der berechtigten Beschwerden sehr gering und die Anzahl der unberechtigten marginal sei (Zahlen wurden dazu mal veröffentlicht). Eigentlich geht das ganz einfach: Die Fahrpläne werden vor Einführung so sorgfältig bearbeitet, dass die Fahrzeiten auch realistisch sind, die tatsächliche Verspätung ist per RBL eindeutig festzustellen, und neben dem Werbeeffekt sieht der NVV die berechtigten Beschwerden als preiswerten Weg zur Aufdeckung von Schwachstellen in Netz und Betriebsablauf.
    Nur spontane Fotohalte auf regulärer Linienfahrt werden etwas schwieriger.

    Guter Tip, Herr Naseweiß.


    München ist wirklich so kompliziert: Vollzug ab Erding (S2), Langzug ab Markt Schwaben, wieder Vollzug ab Dachau und 5min-Kurzwende in Petershausen - alles kein Problem. Solche Kurzwenden gibts da unten etliche, trotzdem sind die Bahnen pünktlich, zumindest an den 6 Tagen habe ich keine einzige Verspätung (nach meiner Uhr, nicht nach RMV-Kriterien) bemerkt, kein fehlerhaftes FIS, keinen einzigen vermüllten Zug (nur eine Schnapsleiche) und dabei deutlich weniger Sicherheitspersonal als hier. Wie das geht? Bei den Kurzwenden wird natürlich abgelöst, bei Einfahrt auf die Stammstrecke gibt es bis zu drei Minuten Aufenthalt, und auf den stark frequentierten Stationen Abfertigung per Bahnsteigaufsicht. Außerdem fahren die Züge häufiger (20 min-Grundtakt), länger (wochenends auch noch gegen 2.15 ab Innenstadt), und über den hiesigen Stundentakt am Sonntag vormittag lachte man sich in München schlapp.
    Bei Zugschwächungen muss übrigens niemand um die Weiterfahrt bangen: Auf den Stationen wird jeweils die Zahl der Triebwagen angezeigt, nicht bis zur Endstation fahrende Wagen sind gekennzeichnet, in einer Zusatzzeile steht das Fahrtziel. Vor dessen Erreichen wird nur im betreffenden Wagen auf die Abkopplung hingewiesen, und der Tf wartet, bis der abkoppelnde Kollege eventuelle Irrläufer "rausgeworfen" hat.
    Auch betrieblich funktioniert München ganz anders: Es gibt keine Einsatzstellen, alle Tf beginnen und enden in München-Ost oder Steinhausen (Bbf), an den Endstellen wird übernachtet. Sozialräume sind vorhanden.
    Hingewiesen werden soll auch noch auf die S-Bahn-Linie A (Dachau - Altomünster), die mangels Fahrdraht mit VT 628 von DB Regio im Auftrag der S-Bahn München gefahren wird. Eine Diesel-S-Bahn. Da München auf die erste Klasse verzichtet, ist der entsprechende Bereich deklassiert.
    Das die S-Bahn sehr weit ins Umland fährt (Tutzing, Herrsching, Geltendorf, Kreuzstraße) dürfte bekannt sein - die Großstadt ist da weit weg.

    Hm, die OEG hatte vier MB O 405 N in dieser Bauform, und zwar die Wagen 15 bis 18 (Baujahre 1994 bis 1997). Die beiden ersteren übernahm die RNV als 571 und 570, die beiden letzteren die V-Bus. Alle Wagen blieben also "in der Familie". Entweder wurden diese inzwischen weiterverkauft oder es handelt sich um ein Subunternehmerfahrzeug. Diese trugen ebenfalls die OEG-Lackierung und traten so reichhaltig auf, daß ich nie begriffen haben, wo die OEG ihre eigenen Busse einsetzte.
    Die Fahrgestellnummer hilft vielleicht weiter.
    Die OEG hatte übrigens Ende 2009 ihren Busbetrieb eingestellt.


    Quelle: Omnibus-Nachrichten 1-10

    Zitat

    Original von Ost-West-Express
    [...]
    Der Betriebsname Hagener "Strassenbahn" ist ähnlich wie in Hanau irreführend, da in beiden Städten nur noch Busse fahren. Immerhin - die Hanauer hatten ja immerhin vor einigen Jahren versucht, wieder auf die Schiene zu kommen. ;)


    Die Straßenbahnen in Herne, Vest und Aachen gibts auch schon länger nicht mehr, und über den Namen des größten Hamburger Busbetriebs ließe sich ebenfalls diskutieren ...
    Nett ists auch in Braunschweig: Die KVG Braunschweig tangiert die Stadt nur (ist halt nach der alten Provinz benannt), und der Regionalbus Braunschweig fährt wer weiss wo*).


    *) In Goslar, Göttingen, Holzminden, im Harz und in der Heide (der Lüneburger).

    Zitat

    Original von Ost-West-Express
    Habe auch noch eine 952, einen Bus der KVG Lüneburg. Da das Kennzeichen auch auf 952 endet, gehe ich davon aus, dass die an der Seite deutlich lesbare Zahl auch die Wagennummer is:
    [...]
    Am 11.8.2009 wartet der Volvo 7700Gelenkbus in Hamburg am Berliner Tot auf seinen Einsatz als -Bahn-Ersatz-Verkehr.


    Ja, das war Wagen 952, ein Volvo 7700 A von 2008. Die KVG Stade hatte ihre Busse immer einfach durchnummeriert, daher dürfte das der 952. beschaffte Omnibus sein. Im Dezember 2009 (inzwischen war die "999" erreicht), wurde der Fuhrpark allerdings umnummeriert, jetzt heißt der Bus 0831.


    Ach so, der Betrieb nennt sich eigentlich KVG Stade, einige Betriebsstellen schreiben aber tatsächlich den eigenen Ortsnamen an. Dann heißt es KVG Buxtehude, KVG Hittfeld, KVG Braunschweig, KVG Hameln, KVG Kassel äh ...
    Ich glaube, jetzt habe ich etwas durcheinander gebracht ...
    B)


    Jimmy : Bei der VAG Freiburg gibt es keine "Fallen".


    Edit: Rechtschreibung

    Zitat

    Original von Jimmy
    Die 952 wurde in Krefeld aufgenommen: [...]


    Die 952 ist eine Funk-, keine Wagennummer. Die SWK vergeben für ihre Subunternehmer Funknummern im Bereich 901 bis etwa 950 (inzwischen recht unübersichtlich geworden), die eigenen Fahrzeuge laufen unter 800 ff (Straßenbahnen), 600 ff (Niederflurbahnen), 5400 ff (Solobusse) und 5600 ff (Gelenkbusse), seit kurzem auch wieder 5500 ff (Bocholt, früher Anderthalbdecker). Wieso ein Betrieb mit etwa 70 Bussen vierstellige Wagennummern benötigt, habe ich nie verstanden.

    Genau, die Leistungen werden von der BVO (also DB Stadtverkehr) übernommen, allerdings mit hoher Subunternehmerquote. Eine Übernahme der Fahrzeuge halte ich für unwahrscheinlich, schon aus Altersgründen.


    Besonders bitter ist dies hier (Quelle: oepnv-wettbewerb.de):


    "Minden-Herford: BVO will keine Präzedenz für Betriebsübergang schaffen
    Sonntag, 13 März 2011(DD)
    Die Busverkehr Ostwestfalen GmbH [DB Regio] wird keine Betriebshöfe oder Fahrzeuge der insolventen Verkehrsbetriebe Minden-Ravensberg [Rhenus Veniro] übernehmen, berichten lokale Medien. Auch bei der Einstellung bisheriger VMR-Fahrpersonale will das Unternehmen vorsichtig sein. Hintergrund ist, dass die BVO keine Indizien für einen Betriebsübergang liefern will, bei dem die bisherigen Besitzstände der Mitarbeiter anerkannt werden müssten. Die Gewerkschaft Verdi hat eine entsprechende Klage eingereicht. Die BVO machte deutlich, dass das Angebot, mit dem man den Zuschlag für die bisherigen VMR-Leistungen erhalten habe, unter der Bedingung kalkuliert worden sei, dass kein Betriebsübergang vorliege. Man habe sich dabei auf die Aussagen des Aufgabenträgers verlassen. Die BVO wird etwa 60 Prozent der Leistungen in den beiden Bündeln selbst fahren und benötigt dafür rund 80 Fahrer, weitere 40 Prozent sollen an Subunternehmer vergeben werden."


    Deutlicher kann man die mittlerweile in der Branche herrschenden Sitten nicht zum Ausdruck bringen.

    Reisetip für Kurzentschlossene: Am 11. Juni stellen die Verkehrsbetriebe Minden - Ravensberg mit Sitz in Herford ihren Betrieb ein. Die VMR bedienen die Stadtverkehre in Herford und Minden sowie einen großen Teil des Regionalverkehrs im Raum Herford - Bad Salzuflen - Vlotho - Bad Oeynhausen - Porta Westfalica - Minden. Dazu steht ein sehr abwechslungsreicher Fuhrpark, bestehend aus den Marken MAN, Mercedes-Benz und Neoplan mit Gelenkbussen aller drei Hersteller zur Verfügung (die in Herford nur im Schülerverkehr laufen). Da neben der immer noch anzutreffenden klassischen cremefarbenen Lackierung und den mit den ersten Niederflurbussen eingeführten Farben weiß-grün-gelb auch eine neuere Verbundfarbgebung sowie spezielle Farbkombination für den Stadtbus Minden verwendet werden, können die meisten Modelle in zwei oder sogar drei Lackierungen abgelichtet werden. Neben dem aparten "Ersatz-ZOB Minden Dreiecksplatz" (mit niederländischem Flair) bietet die Region sehenswerte Innenstädte und ansprechende Landschaft. Einige Eindrücke gibt es auf oekkel.de


    Obwohl Herford in Westfalen liegt, tobt auch in der Region das Ausschreibungschaos - mit den aus Hessen bekannten Verwerfungen. Die VMR wurde 2002 an Intalliance verkauft, nach deren Auflösung 2007 von Rhenus Veniro übernommen und inzwischen in die Insolvenz getrieben. In der neunjährigen nachkommunalen Aera gelangte die beeindruckende Zahl von 19 Bussen anno 2003/04 und 13 Bussen 2008 neu in den Bestand (bei ca. 120 Fahrzeugen), als älteste Fahrzeuge sind noch einige MB O 405 G von 1987 und 1989 im Schülerverkehr in Minden anzutreffen. Wer sich also an Modellen erfreuen möchte, die hierzulande schon längst nicht mehr anzutreffen sein dürf(t)en, ist in Westfalen gut beraten. Gute Reise.


    Um der Situation angemessene schwarze Kleidung wird gebeten.

    Zitat

    Original von Jörg L
    Aus dem Artikel:
    "Sollten die Kosten im Vergleich zum Nutzen nicht hoch genug sein [...]"


    Ja liebe Journalisten, wenn das ein Problem sein sollte, könnte man es *leicht* lösen.


    So leicht kann das gar nicht sein, schließlich werden mit solchen Problemen üblicherweise die bekannten Managementberatungsgesellschaften beschäftigt (die dann schon für die erforderlichen Anschlußaufträge äh Folgeprobleme sorgen). :rolleyes:

    Zitat

    Original von Kevin Schöffler
    Der Citaro (601) ist noch am Flughafen (inzw. mit Beklebung und Käfigen im Bus). [...]


    Ich kenne ja Busse mit Zellen innen drin (das sind diejenigen, zu deren Fahrerplatzausstattung auch ein Waffenschrank gehört), aber mit Käfigen ... :D

    Die in Rhein-Main ja äußerst seltenen Zugstärkungen/-schwächungen im Fahrtverlauf (also nicht an den Wendestationen) sollen in München wesentlich häufiger anzutreffen sein. Angeblich gibt es sogar Kurse, die solcherart gestärkt und geschwächt werden, dass kein Triebwagen den Kurs auf voller Länge befährt. Wer kann mir hierzu Näheres verraten, also Bahnhöfe, Linien und Zeiten? Auf welchen Linien die regulären Flügelzüge verkehren ist dann eine einfache Zusatzaufgabe.


    In zwei Wochen werde ich dann nachsehen, ob das auch alles stimmt. ;)

    Nach meinen Erfahrungen als Fahrgastbefrager liegt der Anteil der Umsteiger innerhalb des S-Bahn-Systems bei unter 25%, Umstiege von S-Bahn auf Regional- oder Fernverkehr sind noch deutlich seltener. Ebenso steigen an den Verknüpfungspunkten weniger Leute von Bahn auf Bus um, als man so denkt. Noch erstaunlicher ist das im regionalen Busverkehr, wer aus dem Umland in die Stadt kommt, erreicht sein tatsächliches Ziel in der Regel zu Fuss und steigt nur selten auf den Stadtbus um. Völlig verblüfft hatten mich die Zählungen auf untergeordneten Buslinien, mit denen die Dörfler bestenfalls in die nächste Kleinstadt fuhren, aber nicht weiter (von den wenigen Pendlern abgesehen). So gut der Gedanke der gegenseitigen Verknüpfung ist, dem tatsächlichen Verkehrsbedürfnis entspricht er nicht.


    Am Rande: Bei der DB gabs mal eine Fernpendlerin, die täglich von Stadthagen nach Frankfurt fuhr.

    Zitat

    Original von Jimmy
    Die 929 zeigt ihren Rücken in Sevilla... [...]


    Kommt mir etwas Spanisch vor ...
    Was ist denn das für ein Modell, das die TUSSAM da einsetzt?

    Zitat

    Original von SoundofN1


    Ich trete mal auf die Bremse - quieeetsch!
    Dieser Nürnberger MAN NL 222 repräsentiert eine seltene Ausführung des Modells NL 202/222. Die VAG beschaffte allerdings nur diese Version. Auf einer Innenaufnahme fiele es sofort auf. Was meine ich?


    Und um mal pingelig zu sein: Der 918 wollte sich verstecken, weil er hier nicht hinein gehört. Das ist nämlich nur die Funknummer, nicht die Wagennummer (was man zugegebenermaßen wissen muss).

    Zitat

    Original von Ost-West-Express
    Nach Innsbruck komme ich vielleicht sogar im Juni, nach Polen eher im September oder Oktober. :D


    Die IVB bringen die Wagennummer so klein und so ungünstig positioniert an, dass das Bild eh kaum zu gebrauchen wäre. Das (Fahr)Geld kannst Du Dir sparen.

    Hat sich das Programm aufgehängt? Herford hat den 898 ebenfalls, und irgendjemand wird doch wohl damals den Mainzer MAN SL 202 CNG fotographiert haben. In Polen gibt es die Nummer häufiger als hier, phototrans.eu gibt gerne Auskunft.

    Fahrradbusse gibt es seit über 20 Jahren. Um 1990 herum war es recht beliebt, alte Standardbusse durch Ausbau eines Teils der Sitze (meistens im Heck) zu linientauglichen Fahrradbussen umzubauen. So setzten z.B. die Kreiswerke Heinsberg (heute "WestEnergie und Verkehr") von 1987 bis Anfang der Neunziger Jahre zwei MB O 305 auf den normalen (sonntäglichen) Kursen zweier bestimmter Linien ein. Die verbliebenen ca. 20 Sitzplätze waren für das reguläre Verkehrsaufkommen ausreichend. Im südlichen Münsterland war mehr los, die Vestische besaß zeitweise eine Flotte von 5 Gelenkbussen (Modell MAN SG 220) in spezieller grüner Blümchenlackierung. Auch Braunschweig hatte einen Gelenkbus. Mitte der Neunziger Jahre geriet das Konzept dann wieder aus der Mode und wurde mehr und mehr durch Anhänger ersetzt, wie es sie in der Region z.B. im Vogelsberg gibt (wochenendlicher Ausflugsverkehr zum Hoherodskopf).


    Volvo hat dann vor ca. 10 Jahren auf Basis des B10-400 M auch fabrikneue Fahrradbusse angeboten. Das Modell verfügt über einen Unterflurmotor, dadurch kann eine Heckplattform eingebaut werden, auf der acht Fahrradhalter Platz finden. Die Verbreitung war gering, meines Wissens gab es diese Busse auf Rügen, auf der Mecklenburgischen Seenplatte und im Thüringer Wald. Die PNG Bad Salzungen z.B. erhielt 2001 zwei Exemplare für den Verkehr von Bad Salzungen zum Kleinen Inselsberg. Da die Konstruktion kaum Sitzplatzkapazität kostet, konnten die Busse ansonsten freizügig eingesetzt werden, im Winter ließen sich damit auch Skier stehend transportieren.


    Quellen: Omnibusspiegel, Ausgabe 902, Omnibusnachrichten, Ausgabe 3-05