Beiträge von FipsSchneider

    Schwieriger Spagat. Hätte man 3 Monate Puffer ("es ist Winter, da kann man nicht bauen") eingeplant, hätte man sich anhören müssen, dass die Strecke scheinbar "ohne Not gesperrt wurde obwohl keine Bautätigkeiten stattfinden".


    Jetzt muss man sich halt erklären, warum es später wird. Allerdings muss man fairerweise sagen, dass es in Nordostdeutschland wirklich ein sehr strenger Winter, auch im Vergleich zu vorherigen Wintern, war. (wie z.B. in Berlin über die tagelangen, spiegelglatten Gehwege nachvollziehbar Link (t-online.de).


    Aus persönlicher Meinung bleibt zu hoffen, dass man ähnlich vergleichsweise offen und ehrlich kommuniziert, wie man es bei der Riedbahn getan hat. Ich persönlich schätze das erheblich mehr, als die typische Pressemeldung-Schönfärberei.

    Nunja - das klingt jetzt erstmal bisschen übertrieben, so ganz harmlos stellt sich die Sache aber ja nicht dar. Vielleicht erinnern sich manche noch an die Geschichte mit den "stillgelegten Zügen", weil sie in der 'falschen' Werkstatt repariert wurden - und sowas ist dadurch natürlich komplett problemlos möglich.


    Klar, im Regelbetrieb kann man sich wahrscheinlich maximal bisschen den Innenraum anschauen, die Auslastung und die Straßen. Und im Friedensfall ist das alles ziemlich unspannend. Aber man stelle sich nur mal vor, die Busse sollen zur Evakuierung von Kriegsgeschädigten aus der Ukraine eingesetzt werden und der Hersteller verhindert die Nutzung. Oder die Busse fahren an strategisch interessanten Zielen vorbei, irgendwelchen Kasernen, Wasserbehältern, Eisenbahnbrücken - ich glaube wir sind da alle ziemlich unkreativ, was man so alles mit den Daten anstellen kann. Vielleicht hilft es, sich, vorzustellen, diese Busse würden in Russland hergestellt und wären in der Ukraine im Betrieb (gewesen)... Man bekommt Verkehrsflüsse heraus, welche Brücken noch intakt sind, vielleicht auch wann sich ein Beschuss einer bestimmten Brücke/Straße besonders lohnt.


    Das Problem besteht aber übrigens auch bei Staubsaugerrobotern (die haben üblicherweise eine Kamera) und z.B. Teslas. Und bei Teslas ist es nun gar nicht mehr so abwegig, dass z.B. Proteste oder "ausreisepflichtige Menschen" mit Hilfe der Kameras gesucht werden, man stelle sich nur einmal eine Kooperation von Palantir mit Tesla vor. Und die USA scheinen derzeit auf eine gänzlich andere Art das "Land der unbegrenzten Möglichkeiten" zu sein.


    Was will ich nun damit sagen? Die abstrakte Gefahr existiert, sogar wahrscheinlich etwas konkreter als nur abstrakt. Aber: sie betrifft nicht nur Busse, sie betrifft jedes Fahrzeug, was mit Kameras oder sonstiger Sensorik ausgestattet ist, das diese Messsdaten an den Hersteller zurückspielt. Sei dieser nun in Bayern, den USA oder China. Insofern ist die plakative Anprangerung von BYD-Bussen vielleicht etwas in die falsche Richtung gegriffen.


    Global bleibt nur, dass ganz real diese Busse weniger Umweltverschmutzung verursachen als ihre Pendants mit Verbrennungsmotor. Und das hilft ganz konkret vor Ort - aber eben auch der Welt.

    Eine Frage in die Runde: Der 29er fährt ja, so lange die Brücke gesperrt ist (weiß jemand eine Prognose?) über die Straße "Am Ginnheimer Wäldchen" zum Oberschelder Weg. (dieser Weg)


    Wäre es nicht eine gute Idee in der Straße "Am Ginnheimer Wäldchen" direkt unter der Brücke eine Ersatzhaltestelle einzurichten? So könnte man von der S-Bahn-Station direkt ins Zeilweg-Viertel oder auf den Riedberg umsteigen, wenn die U-Bahn keine gute Alternative ist (z.B. Direktverbindung schlägt nicht-barrerefreie Umstiegverbindung). Die Fahrtzeit dürfte das nicht arg verlängern und so hätte der Umweg wenigstens ein bisschen was Gutes.

    In der Wendeschleife sind 2 Haltepositionen für Trams vorgesehen. Daher können auch Züge aus dem Süden mit Fahrgästen am Baseler Platz wenden. Der Übergang zum SEV könnte zwar besser sein, aber ist so schlimm jetzt auch nicht.


    Generell ist die gewählte Lösung schon sehr gut durch dacht.

    Ah, das "braune" ist alles Fußgängerbereich. Ich habe mich von dem im Hintergrund liegenden Bestand irritieren lassen. Das bedeutet, die Autospuren werden platzsparender zusammengelegt und befinden sich nur noch nördlich der Wendeschleife. Das habe ich irgendwie "überlesen". Das sieht ja wirklich ganz prima aus dann.

    Bestandsschutz Bäume. Wenn der Platz dafür da ist, warum nicht.

    Ah, besten Dank! Das erscheint sinnvoll.


    Besonders gelungen finde ich übrigens die "Block"umfahrung am Baseler Platz.


    Einziges Mini-Manko ist die fehlende Haltemöglichkeit für Trams die aus Süden kommen und wieder nach Süden verkehren bei Baustellen oder Betriebsstörungen am Hauptbahnhof. Hier wäre eine Haltemöglichkeit mit Übergang zu einem Bus-SEV noch ein Wunschgedanke ;)

    Die angedachte Linie 13 zwischen Industriehof und Hauptbahnhof dürfte damit in weite Ferne rücken.

    Vielleicht wäre es sinnvoll, stattdessen über eine Verlängerung der bestehenden Buslinie M73 nachzudenken? Wenn diese über Westbahnhof hinaus zum Hauptbahnhof geführt würde, könnte er die bereits vorhandenen Haltestellen "Festhalle/Messe" (Linien 50, N4, N16), "Hohenstaufenstraße" und "Platz der Republik" (jeweils N4, N16) in beide Fahrtrichtungen bedienen.

    Das Nordwest-Krankenhaus sowie Teile von Praunheim und Hausen würden eine Direktverbindung zum Hauptbahnhof erhalten, was mit der 13 nicht der Fall wäre.

    Ich könnte mir vorstellen, dass das durchaus sehr attrativ im Vergleich zum Status Quo (Umstieg Industriehof + Bockenheimer Warte bzw. Westbahnhof) ist. Das wäre sicherlich so lange attraktiv, bis die Ginnheimer Kurve gebaut ist, die dann eine erheblich beschleunigte Option via NWZ darstellt. Aber ob man sich diesen (bösen) Parallelverkehr leisten will? Ich bin skeptisch.

    Wie passt das denn mit der Verlängerungsoption Richtung Höchst zusammen?

    Dann mal viel Spaß den Fahrgästen. National Express, Eurobahn, Abellio und Co haben (hatten) auch massive Probleme, aber VIAS könnte das noch übertreffen.


    Wer ist denn der aktuelle Betreiber?

    Naja, aber waren VIAS und DB Regio nicht die beiden Betreiber, die bei Pleiten eingesprungen sind und entsprechende Verkehre verlässlich übernommen haben?


    In meinem Hinterkopf gehört VIAS eher zu den "besseren" der insgesamt schlecht performenden Regio-EVUs.

    Für mich eigentlich schon fast nahe der Fassungslosigkeit unverständlich, dass sich dieses Konzept noch nicht weiter durchgesetzt hat. Genau wie Akku-Triebzüge mit Lademöglichkeit unter Fahrdraht ist hier für mich ein so starkes Optimum von "man befährt eine zentale Strecke in der man Läd" zu "feine Verästelung, Akkubetrieben", dass es mich wirklich wundert, dass man sowas nicht an noch viel mehr Stellen diskutiert.


    Wo ich mir aus dem Stand eine wirklich sinnige Anwendung vorstellen kann wäre:

    • Wiesbaden zwischen Venatorstraße und Carl-von-Linde-Straße sowie zwischen Waldstraße und Berliner Str. (via Hbf) und Rheinufer bis Dernsches Gelände
    • Mainz zwischen Kastel Brückenkopf und Universität via Höfchen und Hbf
    • Frankfurt z.B. im Bereich Höchst Bf <-> Tillystraße

    Und sicher vielerlei mehr, die ich persönlich Topologisch nicht sinnvoll kenne (Linenbündelungen, bspw. in Darmstadt, Kassel, Offenbach, Hanau, ...)



    Aber... ich will ja nicht nur schwarz malen - klasse, dass Marburg hier eine Vorreiterrolle einnimmt.

    [...]

    Man könnte natürlich die Frage stellen, warum nicht sofort nach Kenntnis der schadhaften Schwellencharge (im Jahr 2012) deren vollständiger Austausch angeordnet wurde (weil? siehe BEU-Bericht)

    Nunja, die Antwort auf diese Frage würde ich mich hingegen mutmaßen zu beantworten: ein Austausch wäre auch damals schon enorm teuer geworden und die Schadenseintrittswahrscheinlichkeit war aus menschlicher Maßgabe halt "Null" - bisher war ja nichts passiert und "die Schwellen liegen doch nun schon jahre lang und haben gehalten".


    Ganz abgesehen von den Auswirkungen auf den Betrieb, man sehe sich nur an, wie viele Strecken derzeit aufgrund von Schwellenwechseln gesperrt sind...


    Im Nachhinein unglaublich bis zynisch - versetzt man sich in die Lage der damals entscheidenden ist das eine wahrscheinlich nachvollziehbare Position. Es handelt sich ja nicht nur um "eine Charge", wir sprechen hier von mehreren Herstellern über einen Zeitraum von mehr als einem Jahrzehnt. Es geht um Millionen von Schwellen - und, was ein Glück! - bisher gab es nur einen einzigen Unfall. Wer möchte den Austausch von Millionen Schwellen vor Ablauf ihrer Lebenszeit veranworten, wenn doch (bis Garmisch) "nichts" passiert ist? Es ist und bleibt einfach eine nicht einfache Entscheidungssituation.


    Ich schaue - nicht nur deswegen - auch gespannt auf das Gerichtsverfahren.