Beiträge von baeuchle

    Trotz aller richtigen Hinweise von baeuchle werden auch einige zentrale Entscheidungen in Berlin gefällt

    Genau genommen: „wie“ in meinen richtigen Hinweisen. Ich meinte vorhin den Bundestagswahlkampf, denn die angesprochenen Überlegungen zu Investitionen und Refinanzierung, sind eben Bundesentscheidungen. Und auch Verhalten von Parteien im Wahlkampf ist keine Frage, die zwei Wochen vor einer Wahl geklärt werden kann — hier gibt es mir ebenso um den erst noch beginnenden Wahlkampf statt dem fast schon fertigen.

    Die Tatsache [...]scheint die Anhänger dieses komischen "jetzt muss doch endlich mal gespart werden" Glaubens nicht von diesen abzubringen.

    Und wie auch, wenn die Parteien, die dafür in Frage kämen, sich jedes Mal gegenseitig kannibalisieren und allerhöchstens hauchdünne Mehrheiten erzielen — die sie dann nicht nutzen — anstatt offensiv zu versuchen, ihr Lager gemeinsam zu stärken und sich gegenseitig zu ergänzen?


    Sorry für das OT.

    Die Rundschau berichtete darüber, dass in den nächsten Jahren als Folge der Corona-Pandemie erheblich gespart werden muss.

    und woher nimmt unser Lieblingsqualitätsblatt diese Gewissheit? Was wir wissen ist, dass die Pandemie hohe Kosten verursacht. Was wir nicht wissen, ist wie diese Kosten in Zukunft gedeckt werden. Wer weiß — vielleicht raufen sich ja die Parteien Links der CDU (also all jene, die die Union grade als linksextrem diffamiert: SPD, Linke und Grüne) ja mal im Wahlkampf zusammen und verstehen, dass der politische Gegner nicht im eigenen Lager ist, und setzen nach der Wahl durch, dass 1. die Krisengewinner*innen die Zeche zahlen und 2. die Wirtschaft durch öffentliche Investitionen am leichtesten angekurbelt werden kann.

    Ich habe den Faden verloren. Will jemand ernsthaft die Variante 0 oder eine leicht abgewandelte Version verwirklichen?


    Dass Frau Becker sich nicht überzeugen lassen wird, selbst wenn tausend Gutachten die Unbedenklichkeit des Tunnelbaus für den Baumbestand im Park attestieren könnte, und dass ihr sicherlich noch ein achttausendsiebzehntes Gegenargument einfiele, wenn der Tunnel mit klimaneutralem Biobeton gebaut werden könnte, dürfte mittlerweile jeder*m klar sein.


    Insofern finde ich die Diskussion über Variante 0 überflüssig und die „wir müssen die Sorgen und Ängste der Menschen ernst nehmen“-Taktik hinderlich und wenig zielführend.

    Vielleicht wie die 6 in Darmstadt, die einige Haltestellen auslässt.

    Gab's ja vor 167 Jahren (oder so) auf der Eschersheimer. War da nicht so der Bringer, Angst vielleicht mit intelligenten Ampelschaltungen leichter zu machen (aber daran scheiterts dann halt auch, weil man muss ja den MIV mitberücksichtigen, die armen Autofahrenden).

    Der Umstieg zur U5 wäre für die Nieder und Höchster an der Mönchhofstraße sollte die Stadtbahn bis dorthin verlängert werden.

    Wäre es nicht einfacher die Straßenbahn aus Richtung Nied zum Römerhof zu führen? Die Fahrgastströme würden dadurch noch besser abgelenkt, da die Straßenbahn umsteigfrei bis Römerhof durchfährt. Umstieg wäre entweder am Römerhof zur U5 oder an der Mönchhofstraße zur Straßenbahn Richtung Galluswarte. Eine Straßenbahn durch die Schmidtstraße ist sicherlich einfacher und schneller zu bauen. Zudem auch unabhängiger vom U-Bahnbau und günstiger.

    Das würde die Anbindung ggü heute ja aber verschlechtern: Umweg und umsteigen.

    Es geht um die Verbesserung der Anbindung von Höchst und Nied!!! U5 bis Höchst Bahnhof. Die Planungen der RTW GmbH im Auftrag der VGF können dies berücksichtigen, da es eine getrennte Bahnsteiglösung im Höchster Bahnhof gibt.

    Falscher Bezug, Frank. Ich Bezog mich auf SchienenTanz , dessen Beitrag der einzige in diesem Thread war, als ich diese Antwort schrieb. (Tommy hat den Rest erst danach verschoben.)

    Besteht das Problem auf der Mainzer Landstraße nicht gerade zwischen Mönchhofstraße und Galluswarte?

    ja, und deswegen ist es wichtig, dort den Durchgangsverkehr zu reduzieren — die Menschen aus Nied und Höchst in der Stadtbahn an diesem Abschnitt vorbeizuführen würde helfen.


    Eine Verlängerung der 14 hätte dieses Potential nicht. (Wenn ich nicht einen wichtigen Teil deiner Idee übersehe.)

    Vor kurzem wurde eine Studie veröffentlich (ich meine, es war ein Ärzteverband), dass es in der jetzigen Grippesaison so wenig Infektionen wie noch nie gab. Zurückgeführt wurde das auf eine größere Impfquote gegen Grippe als üblich sowie auf die AHA-Regeln.

    […]

    Aber die politische Frage...da sind bei mir halt viele Fragezeichen. Bei der Klimapolitik haben wir politische Pläne bis ins Jahr 2030 und darüber hinaus, was wir wie erreichen wollen. Sowas wünsche ich mir einfach auch als Masterplan für die Corona- und Post-Corona-Zeit.

    Vor der Studie hatte ich noch nichts gehört, aber dann verstehe ich deine Aussage besser. Danke! Ich kann mir nicht vorstellen, dass es eine Maskenpflicht gegen die Saisonale Grippe geben wird. Was ich mir aber vorstellen kann ist, dass viele Menschen freiwillig im Winterhalbjahr Masken tragen, insbesondere mit leichten Erkältungssymptomen, wenn man sich nicht krank genug fühlt, um zu Hause zu bleiben. Ein solcher Mentalitätswandel alleine könnte schon einen großen Schritt zur Vermeidung von Epidemien darstellen.


    Was den Vergleich mit dem Klima angeht: äh. Ich würde pessimistisch sagen, dass wir für Corona- und Post-Corona in etwa so konkrete Pläne haben wie für die Treibhausgasemissionseindämmung im Jahr 2030: „jaja, schon wichtig, äh das regelt sich dann ja“. Aber das ist ne andere Frage :)

    vöv2000 , es geht um post-Covid, oder? Du schriebst ja von „maskenpflicht wir über die Pandemie hinaus“. Ich kenne keine Tendenzen oder Stimmen, die eine fortwährende solche Regelung fordern. Was/wen meinst du?


    Zur Frage des Pandemieendes:


    Spätestens (nicht zeitlich, sondern instanzlich) die WHO stellt fest, ob es eine Pandemie gibt, positiv oder negativ. Daran wird sich der deutsche Gesetzgeber orientieren. Sehr wahrscheinlich wird es aber früher eine nationale Lageeinschätzung geben. Dabei wird Durchseuchung und Impfquote betrachtet (die Herdenimmunität, wie Darkside richtig sagt), nicht so sehr die aktuelle lokale (und das meine ich auch im Sinne von national = lokal gegenüber global) Inzidenz.


    „Länger als nötig“ ist halt so eine Sache. Was definiert denn die Nötigkeit? Wie groß darf das Restrisiko einer Ansteckung im ÖPNV sein? Das ist keine wissenschaftliche Frage, sondern eine politische — im Gegensatz zu dem, was du behauptest.

    vielleicht ist hier auch mal die Politik gefordert, ein Signal zu senden im Sinne von "ja, wir schaffen diese Regel auch irgendwann wieder ab". Natürlich sprechen wir nicht davon, dass das innerhalb der nächsten Wochen passiert, sondern erst, wenn die Infektionslage entsprechend gut (im Sinne von nicht mehr existent) ist.

    Ja. Äh. Vielleicht ist die Politik also gefordert, klar zu sagen, dass Gesetze gelten? Oder was genau sollen sie sagen? Alle EInschränkungen, die durch das Infektionsschutzgesetz begründet sind, sind auch durch das Infektionsschutzgesetz limitiert auf die Dauer der Pandemie. Was muss wer da noch klarstellen?

    Es gibt ja zwei Komponenten: weniger Verkehr durch Home-Office und verlagerter Verkehr durch Infektionsbedenken.


    Eine davon wird temporär sein, eine auch den Straßenverkehr-/bau betreffen.


    Die traffiQ wirft drei Fragen auf (in der PM):

    • Wird der durch die Corona-Krise ausgelöste Popularitätsschub beim Pkw, aber auch beim Fahrrad und beim Zu-Fuß-Gehen nachhaltig sein?

    • Bleibt die während der Pandemie, zumindest in einzelnen Kundensegmenten, „eingeübte“ reduzierte Mobilität über die Krise hinaus bestehen?

    • Welche Folgen hat die weitere Entwicklung der Tätigkeit im Homeoffice für die Mobilität im Stadtgebiet?

    Meine Antworten wären: 1. Auto und Fuß sehe ich nicht so, Fahrrad eher. 2. ja, weil mehr Home-Office; das eröffnet aber auch deutlich die Gelegenheit für eine Neuaufteilung der öffentlichen Verkehrsflächen, was den PKW-Teil der ersten Frage betrifft, 3. Weniger bedarf am nachmittäglichem Berufsverkehr und dadurch eine noch deutlichere Konzentrierung der Spitzenlast auf die Morgenstunden.


    Was Neubauten angeht: selbst bei gleichem Modal Split würde ein geringerer Gesamtverkehr weniger Umsteigende generieren, demnach ist der gesamtgesellschaftliche Nutzen von neuen Strecken anders zu bewerten. Es wird interessant, wie (schnell) sich geänderte Verkehrsströme auf Planungsmodelle auswirken — es wird wohl niemand ernsthaft Verkehrszählungen aus 2020 oder 2021 für eine Prognose für 2030 verwenden wollen. Eine Neubewertung der einzelnen Faktoren, die in eine NKU einfließen, könnte allerdings nötig sein — andererseits sollte diese dann auch externe und reale Kosten durch CO2 höher gewichten (jetzt wo wir schon anfangen, CO2 Mal wirklich zu bepreisen).


    Bevors hier viel zu lange wird ein letzter Gedanke: Straßenbauprojekte werden den gleichen Problematiken mit geringeren Verkehrsprognose unterliegen.

    Die Autos verschwinden ja nicht von einem auf den anderen Tag.

    siehst du, genau diese Aussage ist eben falsch — unter der Voraussetzung eines Straßenbahnbaus. Wie bei jeder Baustelle werden die Parkplätze gesperrt, die Autos weggefahren und sind dann am nächsten Tag weg*.


    Die Frage ist lediglich, ob sie nach Abschluss der Bauarbeiten wiederkommen.


    * : Diese Aussage ist nicht komplett richtig; vielleicht werden die Parkplätze auch auf Fuß- und Radwege verlagert. Leider kommt das viel zu häufig vor. Das wäre aber mE viel erklärungsbedürftiger als den Wegfall von Kfz- Lagerstellen.