Beiträge von baeuchle

    Es geht ja nicht immer um die Position vor der Station, wo man zusteigen möchte, sondern im ganzen Netz. Dass man eben erkennen kann, ob sich Züge und die Linie, die man braucht, bewegt.

    Mmh ich rede hier von Informationen auf ZZA. Ein ordentliches Zugradar wäre freilich nice, aber das hatte ich bisher nicht als Gegenstand dieses Threads verstanden. Wenn das unser Missverständnis war — 🤷🏽‍♀️

    Die Entfernung ist immer wahr!

    ...und nur „hilfreich“, wenn du es über so einen langen Zeitraum beobachten kannst, dass du auch die Zeitangabe „korrekt“ interpretieren kannst, sprich wenn sie die keinen Mehrwert über die typischerweise hilfreichere Information gibt.


    Die Anführungszeichen im ersten Absatz sind mit Verweis auf die Einwände von Holger Koetting zu lesen. Deine Idee, dass „langsames Vorankommen“ und „stehen bleiben“ eine große Relevanz für die Ankunft bei dir hätten, ist nicht richtig. Vielleicht geht die Tür an jeder Haltestelle nicht automatisch zu (langsames Vorankommen) und geht dann an der Haltestelle vor deiner ganz kaputt und verhindert ein sicheres weiterfahren? Vielleicht steht die Bahn an der vorigen Haltestelle eine Viertelstunde lang herum, um auf einen RTW zu warten, weil eine hilflose Person im Zug ist, und dann geht es weiter? Ohne zusätzliche Information kannst du beides nicht wissen und nicht korrekte Schlüsse über die Situation und hilfreiche Prognosen über die weitere Entwicklung treffen.


    Wenn du „in 2 Minuten“ übersetzt mit „an einer Stelle, an der der Zug planmäßig noch zwei Minuten von hier weg ist“, hast du eine implizite Entfernungsangabe, deren Informationsgehalt exakt gleich ist zu „1,6 km entfernt“. (Information, nicht Datum.)

    (und nur um das klarzustellen: mehr und andere Informationen sind wichtig. Da sind wir uns einig. Die sind nicht immer leicht zu kriegen; oft ist es einfach tatsächlich nicht absehbar, wie lange eine Störung dauert. Du bemerkst bei der aktuellen Informationspolitik eben nur die Vorkommnisse, bei denen sich nicht alles schnell in Wohlgefallen auflöst und wirst nicht mit panischen Mitteilungen behelligt, wenn sich die Tür durch gut zureden seitens der Tf*in doch noch schließen lässt, wenn der Streckennotruf ein Fehlalarm war, die Ablösung doch noch zeitnah kam, als der Befehl diktiert werden konnte etc.)

    Das ist ja eben nicht der Fall, wenn bei +X Minuten das X die nächste halbe Stunde immer höher wird und der Zug dann doch ganz ausfällt. Der Zug fällt vermutlich aus, weil er einfach bei Kilometer Y steht und nicht weiterkommt.

    Was ändert sich für dich, ob da eine halbe Stunde lang „in 2 minuten“ oder eine halbe Stunde lang „1,5 km entfernt“ steht? Wenn der Zug ausfällt, helfen beide Angaben nicht; „Zug fällt aus“ wäre das, was du brauchst.

    Da das Wissen um die Position der Züge i.A. nur auf höchstens einen Kilometer genau ist (IIRC, Zugmeldestellen, also im Tunnel enger), gibt dass dann entweder Interpolationen mit dem gleichen Problem, oder merkwürdige Sprünge (von 5,2 km auf 3,7 km oder so). (Das Wissen außerhalb der Züge selbst, meine ich damit.)


    Und selbst wenn das Problem mit GPS, Odometrie und Funk gelöst wäre:


    Letztlich ist für mich am Bahnsteig interessant, wann ich in den Zug einsteigen kann, nicht, wo er grade ist (wie Dorfbewohner richtig sagt). Den aktuellen Ort gewinnbringend auf einer Bahnsteigsanzeige darzustellen, halte ich für äußerst schwierig — auch und gerade in Kombination. Wer sich für genug auskennt, um damit was anfangen, die wird auch wissen, dass „in 2 Minuten“ bedeutet, dass der Zug jetzt grade da-und-da ist.


    Wo gibt es denn verschiedene alternativen bei der Bahn, die SoundofN1 tatsächlich mit Entfernungsangabe benutzen würde?

    Mir ist nach Ende des ersten Satzes (bis dahin volle Zustimmung) nicht ganz klar, auf was Du hinaus möchtest - ich sehe nach genau der Logik es nämlich als sinnvoller an, einen allgemein üblichen Begriff für die Barrierefreiheit zu nehmen, der abseits des juristischen Kontexts wohl eher verstanden wird, auch wenn er keine 1:1-Übersetzung des deutschen Begriffs ist.... :/

    Ich will darauf hinaus, dass „aber ein Amerikaner / Engländer benutzt das Wort meistens nicht so“ nicht der einzige Maßstab sein sollte. Juristische Genauigkeit ist ein Aspekt – siehe mein Verweis auf die UN-Charta – Alltagsgebrauch in muttersprachlichen Ländern ein anderer, universell leicht verständliche Worte ein dritter.


    Ich bin unentschieden, was hier das Beste ist; ich kann Argumente gehen 'barrier-free' verstehen, wenn man mit Englisch sofort ein Metrosystem in NYC, DC oder London assoziiert; ich kann Argumente für 'barrier-free' ebenfalls verstehen, wenn man leicht verständliche Worte benutzen will oder eben das Wording der internationalsten aller Organisationen übernehmen will. „Wheel chair accessible“ ist wahrscheinlich gut für etwas geeignet, das man mit einem Rollstuhl darstellt ('barrier-free' könnte auch als 'hat auch Blindenleitstreifen' gedeutet werden; ich weiß gar nicht, was es in Frankfurt wirklich bedeutet). (Hey, vielleicht ist barrier-free einfach sachlich falsch!?)


    Ich finde kato 's Gedanken mit der Steilheit der Rampen durchaus überlegenswert; in jedem Fall aber: Barrieren, die Behinderte Menschen an Partizipation hindern, als 'barriers' zu übersetzen, ist nicht Denglisch.

    Stichwort Regionalzüge:

    Ich verstehe eure Dilemma, aber ich wüsste dich nochmal gerne, was die S7 von der RB12 unterscheidet außer die Antriebsart und die Tatsache, dass eine der beiden Linien exakt 0 Haltestellen in Frankfurt hat, die nicht auch von anderen Zügen angefahren wird, deren Darstellung also redundant ist.

    P.S. im Europaviertel wurde im PFV nachgewiesen, dass ein Tunnel in großer Tiefe (Güterplatz wird die tiefste Frankfurter Station werden) hergestellt werden kann, ohne das Wasserrecht zu verletzen. Es wird ein erheblicher Überwachungsaufwand getrieben, aber es geht.

    Ja, schon, aber ich finde, ein Projekt, bei dem kurz nach positivem Beschluss der Stadtverordnetenversammlung dem Verkehrsdezernat das Grundschulwissen(*) wiederauffällt, dass zwischen Stadt und Griesheim früher mal Sumpf war und deswegen der Tunnelbau teurer wird, ist gerade kein gutes Beispiel für ausreichende Vorplanungen in Bezug auf Grundwasser. Vielleicht hat mal gelernt, aber das ist eine andere Frage.


    * : Wörtlich zu nehmen. Ich habe das in der Grundschule gelernt.

    Case in point: Ich habe mal wahllos nach "barrierefreiheit eu" gesucht und dann die englischsprachige Version der Texte auf das Wort „barrier“ durchsucht. Barrieren beeinträchtigen dabei meistens den freien Warenhandel (à la „wir müssen einheitliche Regeln haben, sonst kann man ein Produkt für Land A in Land B nicht verkaufen“), aber auch barrieren für Menschen, wie zum Beispiel ein Verweis auf die UN, hier direkt die Originalquelle:

    Article 1 Purpose:

    The purpose of the present Convention is to promote, protect and ensure the full and equal enjoyment of all human rights and fundamental freedoms by all persons with disabilities, and to promote respect for their inherent dignity.


    Persons with disabilities include those who have long-term physical, mental, intellectual or sensory impairments which in interaction with various
    barriers may hinder their full and effective participation in society on an equal basis with others.

    (Meine Hervorhebung.)

    Mit dem, was Du schreibst, hast Du völlig recht.


    Mit dem was Du damit zu meinen scheinst, dagegen nicht - es ist eben für alle, die den Text nicht wörtlich ins Deutsche zurückübersetzen können unverständliches Pseudoenglisch aus deutschem Denken und englischen Worten.

    Ich glaube nicht, dass jeder Mensch auf der Welt, der englisch spricht, bei „barrier“ sofort an Zugangssperren denkt. Das hat mit Übersetzungen ins Deutsche nichts zu tun.

    Nützt nur nix, wenn es niemand versteht.

    Englisch ist aber letztlich eine Sprache, mit der sich nicht nur Muttersprachler in der Welt zurecht zu finden versuchen. Das sollte man bei allem nitpicking zwischen Exaktheit und Verständlichkeit, zwischen englischer Umgangssprache und juristischen Begriffen, nicht vergessen.

    Brr ich glaube, ich brauche noch ein bisschen, bis ich mich an diese Farben gewöhnt habe. Für mich sieht das so aus, als wäre es mal bunt gewesen und dann ist jemand im Zeichenprogramm auf die „Einfärben“-Funktion gekommen.


    Was mir allerdings richtig gut gefällt sind die Formen. Der Kreis zwischen Schweizer Platz, Südbahnhof und weiter entlang der S-Bahn zur Konstablerwache, und die recht gleichmäßigen, fast parallelen Bögen von M32 und M34 (letzterer fortgesetzt durch die SL12) finde ich wirklich gut gelungen. Lob dafür!


    Und gut, beim genaueren Draufgucken bezweifle ich auch, ob der break-even-point für die Rollstuhlsymbole nicht doch langsam erreicht sein könnte. Ich dachte, die Lücken im Busnetz wären noch wesentlich größer, aber vielleicht ist da auch das M-Netz besonders.