Beiträge von baeuchle

    83€ (e.g. 1000€ / Jahr), wie vorgeschlagen, ist mMn. zu viel.

    Finde ich interessant. Was wäre denn ok?


    Ich halte 1 € pro Tag für die Großstadt für vollkommen fair – und Schüler*innen und Senior*innen können damit sogar im ganzen Land fahren. Gehen wir mal davon aus, dass das in jedem Bundesland gölte: 1000 € pro Jahr wäre etwas weniger als das Dreifache: für im Schnitt 16-mal mehr Angebot.


    Vielleicht kann man ja machen: ein Bundesland 1 € pro Tag, zwei Bundesländer für 2 €, alles für 3 €, jeweils bei Kauf eines Monats- oder Jahrestickets. Und möglichst zu den Jahreskarten in Stufe eins und 2 noch ein Monats-Zusatzticket für die höhere(n) Stufe(n).


    Ich fände es sogar fair, wenn die Jahreskarte billiger wäre, dann kann man vielleicht 1,20/2,40/3,60 € pro Tag* für die Monatskarten ansetzen.


    Nur eine Sache ist wichtig: die in die Grundsicherungssätze eingerechneten Mobilitätskosten müssen diesen Preisen angepasst sein.

    Luftlinie Kassel-Frankfurt sind 150km. Wenn die Kasslerin regelmäßig nach Frankfurt pendeln will, dann wählt sie Marburg als Zentrum und kann das tun.


    Und alle, die lieber nach Göttingen oder Hannover als nach Frankfurt pendeln wollen, hätten dann eine günstige Möglichkeit dazu.

    Also, ich fasse diese beiden Punkte zusammen als: die Aussage, es würde für „alle, die an innerdeutschen Verbundsgrenzen leben“ besser, ist falsch. Das war mein Punkt. Für die hypothetische Kasselerin mit Freunden in Frankfurt ist es allenfalls möglich, durch Tricks keine (signifikante) Verschlechterung zu erreichen, und für den Warburger mit (stündlich umsteigefrei erreichbaren) Freund*innen in Düsseldorf definitiv nicht.

    Dadurch verbessert sich die Situation für alle, die an innerdeutschen Verbundsgrenzen leben.

    Nö. Eine Kasselerin (wohnt an Verbund- und Landesgrenze) könnte mit diesem neuen Ticket nicht mehr den Frankfurter besuchen. Wie ist das eine Verbesserung?

    Glaube, das hatten wir noch nicht: Interview mit dem Bad Vilbeler Bürgermeister in der FAZ. Er sagt, man fürchte sich vorm Erfolg der Straßenbahn und dass dann Pendlermassen aus den Kreisen FB und MKK in Bad Vilbel einfallen und dort an den Tramhaltestellen alles zuparken.

    Es ist nämlich, müssen wir alle wissen, komplett unmöglich, eine Straßenbahnlinie bei Erfolg einfach zu verlängern.


    Was ein Kuhexkrement.

    Die Frankfurter CDU, vertreten durch unser Forumsmitglied, erklärt uns also, was die Bad Vilbeler CDU zufriedengestellt hätte:

    Zitat

    Es war ein Fehler, dass nur eine Straßenbahnstrecke geprüft wurde, aber nicht systemunabhängig eine bessere Nahverkehrslösung", kritisiert Frank Nagel, verkehrspolitischer Sprecher der Römer-CDU. Dafür sei der vorige Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD) verantwortlich. Lösungen per Oberleitungsbus oder eine Verlängerung der U4 von Bornheim via Seckbach in Richtung Bad Vilbel seien ebenfalls denkbar. "Da fehlte ein ganzheitlicher Blick", findet Nagel.

    Das ist Apologetik. „Er ist gar nicht gegen ÖPNV-Ausbau, sondern nur ein besorgter Bürger(meister), mit dem man nur hätte reden müssen.“ Wenn das wirklich der Knackpunkt gewesen wäre – „ein anderes System hätte vielleicht Anklang gefunden“ – warum sagen das dann die Bad Vilbeler Autofahrparteien nicht? Wahrscheinlich, weil es Bullshit ist, den sich Mitglieder einer Autopartei, die selbst nicht ganz so viel Benzin im Blut haben wie ihre Parteikolleg*innen, erzählen, um der bitteren Wahrheit nicht ins Auge sehen zu müssen: diese eigene Partei ist ÖPNV-feindlich, und um so mehr, je weniger urban der Wirkungskreis ist.

    um mit einer Rangierfahrt an einem Hp0 vorbeizukommen

    benutzt man "Befehl", um eine Zwangsbremsung wegzubekommen "Frei"..

    danke für die Einordnung. Ich hatte mich schon gewundert, bin ja aber nun Mal nicht EiBler. Zs1, Zs7, Ne1 und Hp0+Sh1 und Zwangsbremsungen werden also nicht alle mit der gleichen Taste bestätigt?


    Ich glaube, nebenbei, nicht, dass du hier Schreibende verwechselst. Ich hatte zip-drive exakt so verstanden, dass für all diese Dinge die gleiche Taste benutzt würde, wie auch immer die heißt.

    Ersatzsignal (Zs 1), bei Vorsichtssignal (Zs 7), bei Trapeztafeln (Ne 1)

    Mit Ausnahme der Rangierfahrten sind das alles keine Regelhandlungen, auch nicht, wenn es technische Vorrichtungen dafür gibt. (Auch ein Block mit Befehlsvordrucken, ein Stift und ein Funkgerät sind ja ebensolche.) In all diesen Fällen ist besondere Vorsicht geboten; in all diesen Fällen sollte die Bestätigung der Entgegennahme der entsprechenden Anweisung nicht mit der Routine-Wachsam-Taste erfolgen.

    Naja, wenn ich mir anschaue, wie das bisher so geregelt ist: Treppe hoch, hin und her laufen, nächste Treppe suchen, Treppe hoch. Gerade wenn man von der U-Bahn kommt, muss man schon suchen, bis man die Haupthalle erreicht. Und da man liest, dass der neue Tunnel auch Geschäfte enthalten soll, fürchte ich, dass der nicht so übersichtlich wird wie der Quertunnel zwischen den S-Bahn-Gleisen.

    Ja, die aktuellen Wegebeziehungen sind nicht gut und die B-Ebene ziemlich verwinkelt. Ein gerader Tunnel von Nord nach Süd mit Aufgängen zu allen Bahnsteigen (und Abgängen zu Fernbahn und S-Bahn) würde dieses Problem aber nicht reproduzieren.


    Ich finde, was die Übersichtlichkeit angeht, ist Hannover ein gutes Beispiel: Gerade, breite Unterführung mit Geschäften und klarer Wegeführung zu den Bahnsteigen. (Und zugegebenerweise noch eine Ebene unten drunter, in der ich, wenn überhaupt, schon ewig nicht mehr war.) In Frankfurt würde sich der enger beieinanderliegenden und an sich auch engeren Bahnsteige wegen anbieten, Geschäfte nur auf eine Seite zu legen und die Aufgänge auf die andere, vielleicht die Abgänge dann gegenüber der Aufgänge. Ich sehe aber keinen Grund, warum das nicht Übersichtlich gestaltbar wäre. Der Tunnel sollte halt nicht nur 2,55 Meter hoch sein.


    Und, wenn man mal träumen darf: vielleicht wäre eine unterirdische Zuwegung zum Stellwerk und die Einrichtung einer Gastronomie dort oben ja im Zuge dieser Baumaßnahmen möglich.

    Oha: selbst die linksgrünem Gedankengut und Autofahrerhassertum eher unverdächtige FAZ bezeichnet in einem Kommentar die Entscheidung Bad Vilbels gegen die Straßenbahn als "Aus der Zeit gefallen"!

    Leider ist mehr als die ersten eineinhalb Absätze nicht ohne Paywall zu lesen, aber ich muss eines sagen: das Artikelbild könnte kaum besser zum Thema passen: ein R-Wagen, der gerade von der Friedberger Landstraße Richtung Gravensteiner-Platz abbiegt. Ich bin angenehm überrascht.

    Ja Leute ... sind wir an Lösungen interessiert oder daran ein Problem groß zu machen. Fahrzeugbezogene Einmal-codes im Fahrzeug deren Nutzung man dokumentieren muss und auch das Funkloch ist abgegolten. Muss ja kein physischer sein sondern kann ja in einer technischen Lösung beinhaltet sein - mit nächstem Netz-Kontakt wird der erneuert. Lösung gibt es, wenn man wollte.

    Deine Lösung allerdings sucht nach einem Problem, das nicht schon viel einfacher gelöst ist: ein stinknormales Zählwerk. Geht sogar führerstandsbezogen. Dokumentieren, wie oft man sich aus einer Zwangsbremsung befreien musste und warum, Zählwerk abgleichen, fertig. Ganz komplett undigital umsetzbar, ohne Elektronische Token und Erneuerung bei Netzkontakt.


    Was genau löst dann das Token, was dieses Zählwerk nicht auch kann?

    Züge im Tiefbahnhof bereitzustellen wäre auch für Umsteigende angenehmer. Sie müssen dann nur maximal eine Etage wechseln, um ihren Anschluss zu erreichen. FFM Hbf ist dann der Regionalbahnhof, FFM Tief der Fernbahnhof. Einfacher für die Orientierung. Dann bleibt aber die Frage, die schon häufig gestellt wurde: Sind dann 4 Bahnsteiggleise nicht etwas wenig?

    Naja, Treppe hoch, Treppe runter statt Treppe hoch, Treppe hoch. Und: ja, wäre etwas weniger. Züge auf Linien, die in Frankfurt enden (Paris, Brüssel, Amsterdam, Marseille, Mailand etc.) sollten m.W. oben bleiben

    Das können sie bestimmt, aber sollen denn alle endenden und startenden Züge dies oben tun? Das müssten sie sicher, wenn es von unten keine Anbindung an Abstellanlagen gäbe. Wäre das sinnvoll?

    Ja, können, sollen. Ich meinte: "warum können die nicht oben enden sollen", also "warum kann die Bahn das nicht auch so planen, dass sie oben enden".


    Für beginnende und endende Züge gibt es keinen internen Grund, den Aufenthalt am Bahnsteig möglichst kurz zu gestalten. (Also, keinen Grund im oder mit dem Zug selbst; eine bessere Auslastung des Bahnsteiges wäre in diesem Sinne ein externer Grund.) Eine frühere Bereitstellung wäre eher im Kopfbahnhof möglich (Quelle dafür: mein Bauchgefühl™.)


    Da stellt sich halt die Frage, wie wichtig eine neue, direkt erreichbare Abstellanlage ist, und wie viel Kompromisse man dafür eingehen muss. Die Zitate der Ausschreibung hier hören sich für mich nach „unerlässlich“ an, und das lässt mich stutzen.

    wie definiert man direkte Einfahrt?

    „Ohne Richtungswechsel“, würde ich denken. (Der Aspekt „Nähe“ wird ja in den Punkten „Kurze Entfernung zum HBF“ und „Geringe Belastung für bestehendes Netz“ gefordert.)


    Und zum letzten Punkt denke ich, dass es Offenbach schwer haben wird, denn eine Fahrt durch das hochbelastete zweigleisige Offenbach wird wohl eine nicht-geringe Belastung bringen.

    Keine Informationen gibt es zur Frage, ob das Baurecht im klassischen PFV oder als Legalplanung erlangt werden soll, letzteres soll ja angeblich schneller zum Ziel führen.

    Kannst du nochmal kurz für mich Laien erläutern, was „Legalplanung“ bedeutet? Wiki hilft mir da Grade nicht.