Beiträge von baeuchle

    Für so eine Öffentichkeitsarbeit habe absolut kein Verständnis mehr. Da geht auch das Verständnis für einen Streik verloren!

    Was genau kritisierst du? Dass der Streik an einem Tag ist, an dem es auch andere Einschränkungen gibt? Soll denn der Streik möglichst in einem Zeitraum passieren, in dem ihn niemand mitkriegt? Vielleicht nachts von 1 bis 5?


    Wann hättest / hattest du denn Verständnis für einen Streik?

    Also mal ganz spitz gedacht: Wenn ich einfach alles so lasse und es einfach als Bahnkörper definiere, dann ist doch der Bürgersteig vom Bahnkörper durch einen Bordstein getrennt. Wer sagt, dass der Bahnkörper nicht asphaltiert sein darf?

    In die Richtung habe ich auch gedacht, aber Holger Koetting hatte ja völlig zu recht die Querungen eingeworfen. Wenn die wirklich explizit hingestellt und gesichert werden müssen, ist das ein Problem.

    Ach so nee waddema, du hast ja vollkommen recht: Man hätte immer noch die gleichen legalen Querungen wie heute, würde das Überqueren aber überall anders auch nicht verhindern – genau wie heute, nur dass der zu erwartende Autoverkehr die Bahn nicht „vor Fußgängern schützen“ würde.


    Man müsste allerdings eine Regelung für Andienungsverkehr finden. Kann denn solcher ausnahmsweise und eingeschränkt auf gesonderten Bahnkörpern zugelassen werden?

    Ich stimme zu, dass man das gesamtvolkswirtschaftlich sehen sollte. Aber da hat der Bund eben die Wahl, ob er die Kommunen bei der Verbilligung des ÖPNV-Angebots finanziell unterstützt oder bei der Verbesserung des ÖPNV-Angebots.

    Da hast du natürlich recht; ich habe gegen den Teil der Diskussion argumentiert, der gefragt hat, wer das denn bezahlen solle und dann klar gestellt hat, dass damit die Zeit nach der aktuellen Modellphase gemeint war. Aber klar, auch diese Modellphase an sich kann kritisch betrachtet werden.

    Bei Klimawissenschaftler sind aber auch eigennützige finanzielle Motive naheliegend. […]

    Brr die ersten Sätze hiervon sind ja grauslich, ich dachte, ich hätte das BS-Bingo jetzt durch. Ich bin kein Klimawissenschaftler, aber ich kenne die wirtschaftliche Situation von öffentlich finanzierten Wissenschaftler*innen im Allgemeinen und die von Klimawissenschaftler*innen an mindestens vier europäischen Hochschulen im Speziellen aus persönlicher Erfahrung und der von guten Freund*innen. Wer Geld will und dafür betrügen würde, geht zur Kohleindustrie und verdient sich dort eine goldene Nase und bleibt ganz sicher nicht in der Forschung.

    Für Fußgängerquerungen von besonderen Bahnkörpern gilt, dass zwischen Gleisen und Fahrbahnen beiderseits eine Querungshilfe eingebaut werden muss, also eine Insel, auf der Fußgänger sicher warten können, bis Gleise und Fahrbahnen vor bzw. hinter ihnen frei sind.[…]

    Grundsätzlich sind ohne besonderen Bahnkörper aber auch 100-m-Züge in der Eckenheimer denkbar, denn auch § 55 BOStrab steht unter dem generellen Ausnahmevorbehalt nach § 6 BOStrab im Einzelfall. Es findet in jedem Einzelfall eine Abwägung von Nutzen und Risiken sowie aller betroffenen Rechtsgüter statt (eine solche Abwägung ging z.B. dem Bau der 60-80-60-cm-Bahnsteigkanten in der Eckenheimer voraus). Grundsätzlich sollte man sich insofern nicht vorn vorherein igendwelchen Denkverboten unterwerfen.

    In §16 finde ich die Nötigkeit einer Querungshilfe nur bei „unmittelbar angrenzenden Fahrbahnen“ gefordert; ich schlug ja grade vor, keine Fahrbahnen mehr zu haben, sondern Fußgängerwege / -zonen. Würde das nicht helfen?


    Und natürlich kann man „einfach“ Ausnahmen machen, aber ich suche grade nach einer kreativen Möglichkeit, es innerhalb der normalen Regeln zu lösen.

    Klar, wenn Du alle fünf Meter entsprechende Verkehrszeichen und Signalisierungseinrichtungen anbringst.


    Was Deinem Wunschtraum da ja recht nahe kommt, ist die Neugestaltung der Platzfläche vor dem Merck-Haupteingang:

    tw0790_5.jpg

    Wenn Du Dir dort die Signalorgien ansiehst, die die TAB Südhessen inzwischen fordert, hätte das zumindest den Vorteil, daß Du in Deiner Fußgängerzone zumindest keine gesonderte Weihnachtsbeleuchtung mehr bräuchtest.

    Da ergibt sich für mich die Frage, auf welcher Grundlage / mit welcher Begründung die TAB das so fordert.

    Ah seht ihr, ich habe vorhin nur in der StVO geguckt, nicht in der BOStrab. Das war natürlich blöd, danke für den Hinweis.


    Aber kann man nicht einfach alle 5 Meter eine 5 Meter breite „für das Überqueren durch Fußgänger vorgesehenen Stelle“ (gemäß §16(5) BOStrab) ausweisen? In einer Fußgängerzone gibt es keine „unmittelbar angrenzenden Fahrbahnen”, für die man extra Aufstellflächen bräuchte. Eine Pflicht zur technischen Sicherung kann ich da nicht rauslesen; der Verweis zur Unberührtheit der „Verantwortung des Straßenbaulastträgers“ (ibid, Satz 2) könnte das Bedeuten, aber das kann ich nicht einschätzen.

    (Disclaimer: Ich weiß natürlich, dass es in Frankfurt oder generell in Deutschland keine Stelle gibt, an der man es Autofahrern zumuten könnte, andere Wege zu nehmen und dass alle guten Beispiele aus Ausland oder Vergangenheit auf keinen Fall anwendbar sein können. Besonders nicht, wenn nicht Einpendler auch direkt von den Maßnahmen profitieren, denn natürlich sind Lösungen für innerstädtische Verkehrsprobleme reine Klientelpolitik und Wahlgeschenke. Darüber diskutieren wir aber auch an anderen Stellen und ich würde das gerne hier heraushalten.)

    Mit einer Verbilligung der Tickets sorgt man allenfalls dafür, dass die bereits vorhandenen Kapazitäten des ÖPNV noch besser ausgenutzt werden, sofern das überhaupt noch möglich ist.

    Ja, klar, mehr kann man damit auch nicht machen. Das ist ja auch nicht kontrovers (wie könnte es auch anders sein?), aber es ist ja eben genau der Punkt, der mit dieser einen Maßnahme erreicht werden soll.

    Die Politik sollte sich einmal mit dem nötigen Bürokratie- und Bauvorschriftenabbau beschäftigen, um diesen Zustand wiederherzustellen. Zur Not einfach alle Gesetze rückgängig machen.

    Dass Planungsprozesse besser werden müssen, da sind wir uns wohl auch alle einig. Dass es insgesamt mehr Geld für den ÖPNV und besonders auch ÖPNV-Bauprojekte geben muss, ebenfalls.


    Aber in den 60ern bis 80ern wurden eben vor allem Strecken im und ins Umland stillgelegt und Verkehrsflächen in den Innenstädten dem MIV gegeben – viele Tunnelprojekte, auch in Frankfurt, hatten genau diesen Zweck. Insgesamt waren diese „viel besseren Planungsbedingungen“ Auslöser für viele Probleme, die wir heute haben.Heute wird versucht, alle Interessen einzubinden, und weil wir schon so viel gebaut haben – auch schon damals vor allem Straßen! – gibt es jetzt viel mehr Zwangspunkte als damals (nicht, dass man damals außerhalb der Innenstädte wirklich was gebaut hätte, siehe oben) und viel mehr Menschen, die von Bauvorhaben betroffen sind; noch dazu sind die Bürger*innen tatsächlich mündiger geworden und setzen sich viel mehr für ihre Interessen ein.


    Und eins noch: Wir redeten hier weiter oben darüber, dass das Ticket auf kommunaler Ebene viel Geld kosten würde; alle Vorschläge zur „wirklichen“ Lösung der „echten“ Probleme setzen aber mindestens auf Landes-, wenn nicht sogar auf Bundesebene an. Geld, das Frankfurt für ein billiges Ticket ausgibt, kommt also mit dieser verqueren Haushaltslogik, die wir nun mal haben, nicht aus dem Budget für Streckenausbauten in der Wetterau. Statt dessen kommen die Mittel dafür aus Haushalten, die es sich leisten können, Kapitalertragssteuer, die niemals gezahlt wurde, zurückzuerstatten und nach Bekanntwerden weder das Geld zurückfordern noch die Verantwortlichen vor Verjährungsfrist zur Rechenschaft zu ziehen und bis zu 6000 € für e-Autos springen zu lassen. Es gibt kein Problem mit zu wenig Geld – nur mit zu wenig Willen.

    [China ist schuld] Bisher haben wirklich alle Prognosen des IPCC bei einer solchen Prüfung kläglichst versagt.

    BINGO!

    Zitat

    Es ist erschreckend wie wenige hier das eigentliche Problem sehen wollen.

    Mich erschreckt vor allem, wie oft du jetzt schon Menschen, die eine andere Meinung als du haben, den Willen an einer sinnvollen Diskussion oder an „Einsicht“ abgesprochen hast.

    Zitat

    Wofür wäre das Geld denn besser ausgegeben: Für die Subvention des 365€ Tickets, oder für die Infrastruktur sprich den Ausbau des ÖPNVs? […]Das einzige valide Gegenargument was ich hier über sieben Seiten hinweg gelesen habe, es könnte möglicherweise das Verkehrsaufkommen um 5% reduzieren.

    Das ist höchstens halb richtig. An einer anderen Stelle haben Fahrtkostenreduzierungen 5% Verlagerung gebracht. Die Absenkung in BaWü war aber anders aufgebaut als der hier diskutierte Vorschlag. Vor allem aber:


    5 Prozent ist eine Riesenmenge!


    Aber nehmen wir ruhig die Zahl: mit tunnelklick haben wir etwa 90 M€ ohne Angebotsausweitungen jeglicher Art. Und damit erhalten wir 5 % globale(!) Verlagerung. Das können wir 7 Jahre lang machen, bis wir die U5 ins Europaviertel und die S6 nach Friedberg raus haben. Ich weiß jetzt nicht, wieviel Verlagerung die jeweils bringen, aber sie tun das eben nur auf ihren jeweiligen Relationen.


    Das ist ein recht gutes Verhältnis; alle zusätzlichen Maßnahmen sind da noch gar nicht dabei, und der Nutzen aller zusätzlichen Maßnahmen sollte dann auch 5% höher ausfallen.

    Wie in einem anderen Thread in dieser Woche zu lesen war, soll die 12 ja aber mittelfristig bis zur Dieburger Straße verlängert werden, vermutlich über die frühere Trassenfreihaltung für die inzwischen aufgegebene Weiterführung der B448 von Offennach zur Hanauer Landstraße.

    Stimmt. Aber bis dahin fährt die Ringstraßenbahn durch Bornheim; zwei Linien auf diesem Teilstück sind dann sicherlich nicht übertrieben viel.

    Und weiter geht es mit den niveaulosen Erwiderungen. Anstatt Argumente kommen von dir immer nur verbale Fehlleistungen. […]

    Die Klimamodell basieren aber auf diesen Postulaten[…]Das ist wieder ein Indiz, dass die Modell nicht wirklich eine Aussagekraft haben.


    Wenn man den IPCC Bericht aus dem Jahr 1990 in der Hand hat, […]

    Und weiter geht es damit, dass du einerseits dem IPCC Dummheit, Arroganz und/oder Unfähigkeit vorwirfst, und andererseits dich dort, wo es die passt, dessen Bericht als Kronzeuge heranziehst. Das Tolle an der Wissenschaft ist, dass Annahmen überprüft und weiterentwickelt werden.


    Du streust also weiterhin FUD gegegenüber dem IPCC, wirfst (immer nur implizit) einer ganzen Disziplin Unredlichkeit vor, und weinst rum, wenn dir jemand genau das vorhält und als das benennt, was es ist. Deine Antwort auf Darkside zeigt genau, was ich mit den erwartbaren „Gotcha“-Momenten meine.


    Und deine Argumentationsweise ist dabei halt genau die, die Klimaleugnertrolle immer anwenden. Immer noch eine Behauptung, immer noch eine obsolete Argumentation, und die alten vergessen. So, dass nicht jeder Punkt widerlegt wird, weil in einer Diskussion um geringere ÖPNV-Fahrpreise dafür zu wenig Platz und mindestens bei mir auch wenig Motivation ist, und du dich für dich als Sieger fühlen kannst und sich befriedigt zurücklehnen kannst.


    Also, weine ruhig weiter, dass ich das benenne. Du kannst auch gerne behaupten, ich würde Verbote aufstellen wollen. Das wäre dann ähnlich wahrhaftig wie das meiste andere, das du hier bisher geschrieben hast.

    Langfristig führt einfach weiterhin kein Weg dran vorbei die U5 südlich Hauptfriedhof endlich unter die Erde zu legen, idealerweise unter die Friedberger Landstraße.

    Man könnte auch die untere Eckenheimer Landstraße für den Individualverkehr sperren. Wesentlich billiger und mit ein wenig städtebaulichen Maßnahmen muss eine dann nicht-geteilte Spur auch keine Trennwirkung entfalten. Die Bahn fährt weiterhin 30, kann aber 100 Meter lang sein, soweit ich die StVO bzw deren Geltungsbereich verstehe.

    Tunnel würde leicht kürzere Fahrzeiten bedeuten, aber auch deutlich höhere Investitionskosten.

    So, nun haben wir also nach etwa 4 Wochen alle Argumente ausgetauscht und die letzte Zuflucht nach „ich will aber nicht umsteigen“ und „ich will aber nicht, dass für andere irgendwas besser wird” und „die ausländischen LKW sind schuld an der schlechten Luft“ ist wohl eine Klimawandeldiskussion.


    Herzlichen Glückwunsch. Jeder halbwegs geübte Troll wird wissen, dass so etwas immer ein Gewinn ist. Klimawandel und seine Ursachen sind ein unglaublich komplexes Thema, und es wird von der Gegenseite eine Menge Aussagen geben, die nicht ganz richtig sind und daher auch ganz viele „gotcha!“-Momente. Das ist halt aber letztlich nur Selbstbefriedigung. (Gut, andere Leute masturbieren, aber whatever floats your boats.) Es ist unglaublich einfach, in einer Klimawandeldiskussion FUD (Fear, Uncertainty, Doubt) zu streuen, denn sowohl der Stand der Wissenschaft als auch die Wahrheit sind unglaublich komplex, und praktisch niemand kann das alles überblicken und auf jeden Unsinn und jede berechtigte Kritik die sinnvolle Antwort liefern (und da zähle ich mich explizit dazu!).


    So geht es nicht nur um Absorptionskurven, und es geht nicht nur um CO2. Die Wirkmechanismen sind komplex. Es geht auch um Wasserdampf. Es geht nicht nur um die quantenmechanische Berechnung von Absorptionskurven und auch ab-initio-Berechnungen für blaue LEDs gibt es nicht. Die Wirkmechanismen sind komplex. Selbst Gletscherdynamiken sind komplex.


    Jedoch: Der zwischenstaatliche Ausschuss für Klimaänderungen, IPCC, trägt alle(!) Forschungen zum Klimawandel zusammen und schreibt 2013:

    Der gesamte anthropogene Strahlungsantrieb [also in etwa die Summe von allen menschlichen Einflüssen auf die globale Temperatur (@baeuchle's Anmerkung)] ist positiv und hat zu einer Aufnahme von Energie durch das Klimasystem geführt. Der größte Beitrag zum gesamten Strahlungsantrieb wurde durch den Anstieg der atmosphärischen CO2-Konzentration seit 1750 verursacht.

    […]

    Der Einfluss des Menschen auf das Klimasystem ist klar. Das ist offensichtlich aufgrund […] des Verständnisses des Klimasystems.

    […]

    Fortgesetzte Emissionen von Treibhausgasen werden eine weitere Erwärmung und Veränderungen in allen Komponenten des Klimasystems bewirken. Die Begrenzung des Klimawandels wird beträchtliche und anhaltende Reduktionen von Treibhausgasemissionen erfordern.

    (Die Zitate habe ich abgetippt, weil ich aus dem PDF nicht kopieren kann; dabei können Fehler entstanden sein. Lest bei Zweifeln das Original, es hat nur 2 Seiten.)


    Das sind die zentralen Aussagen, und nur darum geht es. Der IPCC ist sich sicher und der IPCC hat einen wesentlich besseren Überblick über die komplexe Materie als jeder von uns. Und der IPCC wird sich in jedem Bericht, wohl mit jeder weiteren Studie, sicherer ob dieser Hauptaussagen. Trotz Bäumen in Gletschern, trotz Vulkanismus auf dem Mars, trotz aller Komplexitäten. Das einzige, das man dem IPCC vorwerfen kann, ist, dass die Schreckensszenarien scheinbar zu konservativ waren, siehe brennende Permafrostböden in Sibirien. Aber auch hier gilt: Die Wirkmechanismen sind komplex.

    Auch die werden nicht reichen, wenn die U-Bahn zum Frankfurter Berg und Römerhof verlängert sind. M. E. können Glauburgstraße und Musterschule aber keine 4-Wagenzüge aufnehmen, oder? Wenn dann auch noch Umsteiger von der Ringstraßenbahn dazukommen - wie stellt man sich das denn dann vor?

    Wenn Römerhof ein Problem ist, kann man von dort Züge Richtung Seckbacher Landstraße schicken. Umsteiger von der Ringstraßenbahn: Wohin werden die wollen? Es besteht die Möglichkeit, auf der A-Strecke zu fahren oder mit der 18.

    Und all unser Wissen über Quantenmechanik sagt uns:

    Äh… ich stimme dir weit zu, aber Quantenmechanik hat in der Diskussion höchstens einen Einfluss auf die Absorptionskurven von CO2 und anderen Treibhausgasen; die kannten wir aber auch schon vor Planck und Einstein. (Oder übersehe ich hier was?)

    Hui jetzt wird’s lustig, und ich bin mir nicht sicher, auf welcher Ebene ich auf John2 antworten möchte. Ich probier’s mal mit ernsthaft:


    Nehmen wir mal den Doppelstandard „du packst die Rassismuskeule aus“ gegen „sehr wenig persönliche Freiheit und Zwangskollektive“, was ich mal als Verbotskeule bezeichnen will. Mein Rassismusvorwurf ist auf eine ganz bestimmte Aussage gerichtet, in der du mehrere Dinge behauptest:

    • Osteuropäer haben faktisch den gesamten Verkehr übernommen
    • Deren LKW sind alle manipuliert
    • Es gibt saubere Diesel
    • Alle haben Angst vor letzterem und alle ignorieren die ersten beiden.

    Viele Osteuropäische LKW sind manipuliert, da hast du recht. Das ist nicht das Rassistische dabei. Das Fehlverhalten von Ausländern aber als das „eigentliche Problem“ darzustellen und das Fehlverhalten der Inländer* zu negieren, ist erstens falsch und wird auch nicht von der verlinkten Doku entkräftet, und zweitens eben alltagsrassistisch. ( * : Ich weiß, du schreibst nicht, dass die sauberen Diesel deutsch wären und / oder vorwiegend von Deutschen gefahren würden, aber hier ist meine Vervollständigung deiner Ellipse nicht weit hergeholt.)


    Über diese Einschätzung können wir natürlich diskutieren. Vorher zeige mir bitte aber ähnlich detailliert auf, wo ich persönliche Freiheit wegnehmen oder Zwangskollektive einfordern will.er


    Du hast in einem Punkt recht: Nicht jede individuelle Fahrt wäre besser mit ÖV gemacht. Ich glaube, du verstehst nicht das Wort „generell“, oder du verstehst es anders als ich. Für mich heißt es nicht „unter allen Umständen und in jeder Situation.“ Holger Koetting muss das natürlich für sich selbst verifizieren, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass auch er es so nicht versteht und genau so wenig wie ich so gemeint hat. Viel Spaß weiterhin mit diesem Strohmann.


    Kannst du mir kurz erklären, was das mit der USA zu tun hat? Natürlich kann eine Gesellschaft sich entscheiden, einen Großteil ihrer Ressourcen in ein System zu stecken, das weniger Nutzen herausbringt, als es reinsteckt. Und sie kann trotzdem prosperieren. Wo ist da die Antithese?


    Re Utopie/Dystopie/Advocatus Diaboli: Letzterer argumentiert entgegen seiner eigenen Überzeugungen, um die Debatte und Argumente zu schärfen. Wenn du all das gar nicht meinst, dann Kudos! Du hast mich in die Irre geführt. Aber dieses „die Argumente des anderen übernehmen und angucken“, das habe ich versucht und mir dann von dir erzählen lassen, ich sei polemisch.


    Und, natürlich, kommt in so einer Situation die „aber Wissenschaft lebt vom Widerspruch“-Keule (tut sie, aber nicht von der Wiederholung der immer gleichen Diskussionen, basierend auf den immer gleichen falschen Annahmen, immer gleichen unvollständigen Ausschnitten), die „aber Galilei hatte doch auch recht“-Keule (hatte er, aber seine Gegenseite hatte eben keine Argumente, keine Diskussionen, keine Weiterentwicklung und Präzisierung, nur Dogmen) (Fun-Fact am Rande: die Bundesregierung geht von nur noch 0,4% Widerspruch aus, nicht mehr von 3%.), die „aber ich leugne doch gar nicht“-Keule (diese Bezeichnung ergibt sich eben dann aus den vorhergehenden Überlegungen). Und dann kommen Marsmessungen von spätestens 2007 (die Zahl entspringt einer oberflächlichen Google-Suche), deren totaler Ausfall bei der Aufgabe, die gesamte Klimawissenschaft auf den Kopf zu stellen, wohl nur zwei Gründe haben kann (korrigiere mich, wenn ich etwas übersehe):

    1. Die „neuen” Erkenntnisse stehen nicht im Widerspruch zu etabliertem Wissen und / oder verfeinern unser Verständnis ohne die Ergebnisse zu ändern
    2. Alle Klimawissenschaftler haben sich gegen die Wahrheit verschworen.

    Von dort führt einfach kein Weg, keine Autobahn, noch nicht mal ein Schulbus, zu einem Ort, an dem man ernsthaft diskutieren könnte. (Und bevor du das falsch verstehst: das ist jetzt kein Verbot.)

    Der Fernbahntunnel wird entweder zur nordmainischen Strecke geführt, oder zur südmainischen Strecke. Eine Verzweigung des Fernbahntunnels zu beiden Strecken dürfte wegen der hohen zusätzlichen Kosten wirtschaftlich (Stichwort NKF) nicht darstellbar sein.

    nun, immerhin wird das aber ordentlich untersucht:

    „Abhängig von den Auswirkungen auf die Zulaufstrecken ist auch eine Variante mit nord- und südmainischem Anschluss zu untersuchen (Y-Trasse).“

    Genießt die U5-25+U5-25 Kombi. Denn wie ich beobachtet habe schleichen manchmal Morgens den Planzügen einige 3-Wagen Züge normal mit U5 Hauptbahnhof beschildert hinterher, ohne Fahrgäste aufzunehmen. Dies konnte ich in den letzten 2 Wochen 3 mal beobachten. Höchstwarscheinlich Fahrerübungen um dann ab Fahrplanwechsel die Linie U5 nochmal 25 m länger zu haben.

    Was genau hast du beobachtet und wo? Fahrer„übungen“ würden mit Fahrschule beschriftet sein, und gegen 3-Wagen-Züge auf der U5 sprechen immer noch die gleichen Gründe wie schon immer: Wendeanlage Hauptbahnhof ist zu kurz.


    (Warum sollte man überhaupt „üben“, mit drei Wagen zu fahren? Warum morgens, wenn am meisten los ist?)