Beiträge von baeuchle

    3,5 Fahrgästen/Zugkilometer

    Weil das hier mehrfach erwähnt wurde, muss ich mal ganz doof Fragen: was ist das für ein Wert? Warum macht der Sinn? Hört sich für mich so an, als würde ein Fahrgast, der von Anfangs- bis zum Endpunkt fährt, genauso viel zählen wie jemand, der nur von Hauptwache bis Konstablerwache fährt. Welche Aussage kann man damit treffen?


    (Falls die Antwort darauf nicht komplett einfach ist, bitte ich darum, das in einem neuen Thema zu beantworten.)

    Wieder finde ich über die Suchfunktion keinen entsprechenden Thread, und wieder denke ich, dass es einen geben müsste:


    Der Hessische Rundfunk berichtet, dass ein Tf, der im April 2019 mit seinem Zug bei Bad Berleburg in einen von einer Brücke herunterhängenden Gullydeckel gefahren ist, nun angeklagt ist, diesen Deckel selbst aufgehängt und den Unfall somit absichtlich herbeigeführt zu haben. Er bestreite die Vorwürfe.

    Respekt an dich baeuchle , dass du dich an eine frühere Diskussion erinnert hast.

    Dafür kann ich mich dann nicht von jetzt auf gleich korrekt an die Zahl 2015 erinnern :D. Ich erinnerte mich v.a. an die Videos, und, nun: die meisten solch signifikanten Unfälle werden hier im Forum diskutiert.


    Was die Zeiten angeht: das war letztens auch mal Gegenstand einer Anfrage der FDP im Bundestag. Insbesondere die recht einfache (eisenbahnrelevante) Beweisaufnahme – keine Aussage des Tf oder des Fdl wird zitiert – macht es hier natürlich wirklich merkwürdig, dass so lange gebraucht wird. Andererseits ist eine Zuarbeit eines Busunternehmens erforderlich, Testfahrten wurden unternommen etc.

    Ganz ehrlich:

    Beim aktuellen Titel habe ich sofort an den beschrieben Unfall und unsere Diskussion damals gedacht.

    Danke an baeuchle , für die Mitteilung.

    Ich hatte mich auch echt gewundert, weil ich mich auch daran zu erinnern glaubte, das hier besprochen zu haben. Aber "Metronom Unfall" oder "Bus Unfall" "Gelenkbus Metronom" gaben im September 2015 keine… jetzt wo ich's schreibe: Ich glaube, ich habe im September 2016 gesucht. :/ :wacko:

    Ich kann gerade nicht finden, dass wir uns damals darüber unterhalten hätten; jedenfalls gab es am Dienstag, grade weniger als 5 Jahre nach dem Unfall, einen Untersuchungsbericht zu einem BÜ-Unfall, bei dem ein Metronom im September 2015 in einen gerade noch rechtzeitig evakuierten Linienbus, der auf dem BÜ stehen geblieben war, geraten ist.


    Der Bericht geht leider gar nicht auf die Youtube-Videos der gerade aus dem Bus ausgestiegenen Schüler*innen ein…


    Zusammenfassung: Eisenbahntechnisch war alles ok, es gibt keine Empfehlungen. Die Busfahrerin hat die Kurve hinter dem BÜ verzockt.

    Wirtschaftlich tragfähig war [der Flughafen Hahn] sowieso noch nie, weshalb ich es ohnehin kritisch sähe, weitere Steuermittel für dieses Fass ohne Boden zu verpulvern.

    Du hast im recht, und im Zusammenhang mit Hahn ist das Argument pro Schienenanbindung auch wirklich schwach. Aber bei anderen Regionalflughäfen, bei denen die Anbindung nicht so wahnwitzig wäre, finde ich das schon schwieriger:

    Man kann der Meinung sein, Kassel-Calden sei zum Beispiel eines der unsinnigsten Verkehrsprojekte in Hessen seit… mmh. Seit immer, eigentlich. Egal: und man hätte damit recht. Dennoch ist der Flughafen nun da, und sollte man nun nicht versuchen, die Schwachsinnsemissionen, die durch den Flugverkehr dort verursacht werden, nicht noch durch die Anfahrt der Fluggäste zu vergrößern?


    Das, natürlich, komplett abgesehen davon, dass für die 7 Hanseln, die da pro Jahr ungefähr abfliegen, PKWs auf bestehender Straßeninfrastruktur wohl wirklich die umweltfreundlichste Variante ist – selbst wenn man sie dann alle einzeln mit Taxi nach Paderborn-Lippstadt bringt.


    Mein Punkt ist: auch bei Fässern ohne Boden sollte man sich überlegen, ob man sie mit giftiger Farbe anstreichen will, wenn man es nicht hinkriegen kann, aufzuhören, was rein zu kippen. (Und solange Grüne und Linke in Hessen nicht > 50% kommen, wird das bei Calden nur schwer gehen, und ob die dann koalieren würden…)


    (Tschuldigung für das Einbringen von Calden als Antwort auf Hahn in einem Thread zu BER. Genug off-off-topic :))

    Ist das eine S-Bahn oder ein Regionalzug? Ja, es steht ein "S" drauf, aber gegenüber den S-Bahnen die ich aus RMV, VRS/VRR kenne haben die nur die halbe Anzahl Türen, so dass Fahrgastwechsel länger dauern könnten.

    Naja, was man halt in Möchtegern-S-Bahn-Netzen so als S-Bahn ansieht. In Dresden laufen Doppelstockzüge als S-Bahn, da ist das Verhältnis Türen pro Sitzplatz noch wesentlich schlechter; Halle/Leipzig hat AFAIR Talent2, die sollten dem hier entsprechen, und auch die „alten“ 425 in Rhein-Neckar und Hannover (und dem Flughafen-Shuttle und S7 in Rhein-Main!) haben ein schlechteres Verhältnis als „echte“ S-Bahn-Netze wie Stuttgart, München, Frankfurt, Berlin, Hamburg, Rhein-Ruhr (x-Wagen).

    Cool, danke Henning H. und kato ; da ist ja wirklich eine Menge. Ich sah vor allem Steckdosen an jedem Sitz, eine Wickelgelegenheit mit ordentlichem Rand, und 08/15-Sitze mit 08/15-Armlehnen. Dass es dabei deutliche Qualitätsunterschiede gibt, war mir bisher nicht bewusst.


    Das mit den Bildschirmen aber:

    • Anforderungsknöpfe für die entsprechende Unterstützung befinden sich am Türrahmen, d.h. der Rollstuhlfahrer manövriert bitte während Fahrt und Bremsen des Zugs zur Tür um drauf zu drücken. Dasselbe gilt für den passend auf Brusthöhe (sitzend Augenhöhe) montierten Bildschirm als Fahrtzielanzeiger neben der Tür.
    • Infotainment-Bildschirme:
      • werden ausgerechnet dahin montiert, wo man - da das die einzigen Stehplätze sind - die dann von den Sitzen aus nicht mehr sieht...

    Ich sehe auf den Bildern auch Bildschirme, die an den Decken hängen, und in einem Bild auch einen an der Tür. Siehst du da was anderes oder hast du da andere Infos?

    Einzelheiten mit verlinkten Fotos zum Einsatz der Mireo hat DB Regio in der folgenden Pressemitteilung bekanntgegeben.


    Pressemitteilung DB Regio Stuttgart

    Die Optik und Ausstattung der Fahrzeuge ist von außen und innen neu, da könnte man ja mal zur Probe mitfahren.

    Hua, das schwarze S-Bahn-Logo finde ich richtig hässlich. Auch sonst finde ich die Baden-Württembergische Nicht-S-Bahn-Version wesentlich gefälliger, besonders mit der nicht komplett weißen Front. Nun gut: die Inneneinrichtung sieht recht standardmäßig aus, und vielleicht werden die 425/426 ja auch in dieses Farbschema gesteckt und vielleicht sieht es da ein bisschen besser aus.

    […]ist es nicht wunderlich, dass die Polizei dann auch härter gegen geht.

    Nein, verwunderlich nicht. Da sind wir uns einig. Aber in Ordnung? Und „härter“ schön und gut, aber gegen Unbeteiligte? Gut aber, dass wir uns nun einig sind, dass die Polizei sich manchmal anders verhält als das, was du in Sportfeld bisher beobachtet hast. Mehr wollte ich nicht sagen.


    Ok, nun kommen wir langsam weit weg von Bardowick. (Wenigstens thematisch – lasst uns bitte nicht die Entfernung nach Hamburg messen.) Was bleibt?


    Eine Gruppe von Demonstrant*innen hatte mit der Polizei kooperiert, aus unbekannten Gründen wurde die Kooperation beendet. Absprachen, die während der Kooperation galten, wurden von der Gruppe weiterhin als gültig angesehen. Die Zugbegleiterin wusste davon nichts; Versuche, das Problem durch nachlösen zu klären, wurde abgelehnt. Es wurde aggressiv, Polizei wurde hinzugezogen (diese wartete in Bardowick am Bahnsteig). (Das alles übrigens in 6 Minuten Fahrzeit.) Die Stimmung war nun aggressiv und es kamen am Ende 3 Hundertschaften, um der Situation Herr zu werden; es gab Übergriffe und Verletzungen; nach unterschiedlichen Angaben scheinbar auf beiden Seiten. (Wer hat noch bemerkt, dass die Polizei nicht schreibt, dass die Verletzungen auf ihrer Seite durch Gewalt aus der Gruppe verursacht wurde?) Die Gruppe wurde festgehalten und konnte die zwei geplanten Demonstrationen an dem Tag nicht durchführen. Im Nachgang gibt es Kritik am Verhalten der Polizei und an der einseitigen Darstellung der Vorgänge seitens der Polizei, diese geäußert in einer einseitigen Darstellung der Linken und all das aufgeschrieben in einem unvollständigen und vor allem durch die Polizeimeldung beeinflussten Zeitungsartikel.


    Ich sehe da kein „auf der Nase herumtanzen“, sondern saudummes Verhalten gepaart mit ordentlichen Missverständnissen und ich bin froh, in einem Land zu leben, in dem 1.) Kritik an der Polizei erlaubt ist, 2.) Polizeiliches Verhalten (wenigstens de jure) gerechtfertigt werden muss und 3.) Demonstranten mehr Rechte haben als z.B. Kurd*innen in der Türkei.