Zip-drive, du hast die Anwohnersicht hier recht gut ausgearbeitet, nimmst also deren Sorgen ernst.
das macht auch die AfD schon ganz gut
Leider muss man in der Politik immer noch einen Schritt weiter gehen, die Sorgen nicht nur beschreiben und ernst nehmen, sondern auch die Probleme lösen.
Einen konkreten Lösungsvorschlag habe ich von deiner Seite leider noch nicht wahrgenommen.
Der sollte nämlich nicht nur praktikabel sein, sondern auch noch rechtlich begründbar - auch wenn du es dir manchmal etwas "einfacher" wünschst.
Wie stellst du dir das bitte vor, dass die Lokführer dort einfach nicht mehr/kürzer/nur manchmal pfeifen sollen? Ein verantwortungsbewusster Lokführer, dem sein Job lieb ist, wird dieses Risiko nicht von sich aus bzw. ohne rechtliche Absicherung eingehen. Abgesehen davon, dass er auch tatsächlich niemanden umfahren will, siehe das im Video erwähnte Facebook-posting.
Das ist definitiv der falsche Ansprechpartner.
Also müsste, damit dort "einfach so" weniger gepfiffen wird, eine offizielle Weisung von EVU oder Kahlgrundbahn rausgehen. Abgesehen davon, dass das rechtlich völlig undenkbar ist, wird auch dort niemand dieses Risiko auf sich nehmen. Dann wird erstens mal das EBA öfter an den BÜ vorbei schauen, und wenn dann etwas passiert, wird es genau an ihm wieder hängen bleiben. Dann geht er mal sicher in den Knast.
Noch brisanter wird das ganze ja, weil es jetzt grade (zumindest lokal) sowieso in den Medien steht. Wenn dort dann gemeldet wird "Wir hören auf euch, danke für die Anregung, wir pfeifen jetzt weniger", dann gehen doch (hoffentlich) mal ein paar andere Leute auf die Barrikaden mit der Meinung, dass es nicht sein kann völlig ungesicherte (!!) Bahnübergänge zu haben. Erklär denen dann bitte mal, dass es ein paar Anrainern leider zu laut war.
Und JA, dass Bahnübergänge in Deutschland in irgendeiner Form gesichert sind, wird in der Gesellschaft definitiv erwartet. Ich mag es auch nicht unbedingt, wenn Zugtüren beim Schließen ein blinkendes Pfeifkonzert veranstalten, weil sich jemand quetschen könnte. Und das auch nicht wirklich, gibt ja Einklemmschutz.
An einem BÜ gibt es aber keinen Einklemmschutz. Wer da im falschen Moment unachtsam ist, ist sofort tot. Ein Pfeifen ist daher das allermindeste, was es an Sicherung für einen BÜ gibt- und das kannst du nicht auch noch weglassen. Nirgends. Nie. Auch nicht als "Kompromiss" nach 22 Uhr, wenn es dunkel ist oder so ähnlich.
Eine "einfache" Lösung, wie die Anwohner es gern hätten, ist also nicht möglich. Auch wenn es bisher anscheinend so war. Wenn das wirklich zutrifft, haben die Kollegen aber wohl täglich mehrfach ihren Job und auch das Leben Anderer riskiert.
Wenn man das Problem wirklich angehen und lösen will, muss also eine technische Lösung oder Auflassen her. Dass das nicht so schnell und einfach geht, dürfte auch klar sein.
Manchmal muss man eben dem Bürger/Wähler auch sagen, dass ein Problem nicht so einfach lösbar ist. Und dass das Leben kein Wunschkonzert ist.
Und wie würde die AfD das wirklich lösen, wenn sie plötzlich in Regierungsverantwortung wäre?
Da fällt mir gerade ein: Es gibt eine einfache Lösung!
Die Bahn braucht doch eh kein Mensch, hat doch jeder ein Auto.
Ich will gar nicht weiter denken.