Bademeisters Beitrag möchte ich ergänzen.
Auf dem ersten Blick hat das alles kein System, aber wenn man bedenkt, dass das alles historisch bedingt ist und wie von ihm gesagt auch der Nummernkreis des Stadtwerke-Mutterkonzerns und der Mainzer Netze mitmischen, dann ergibt das heutige System Sinn.
Nach der Umnummerierung in den 1960er-Jahren starteten die Wagennummern der Busse bei 1 und erreichten (die 200er wurden übersprungen) im Jahr 2011 die Nummer 787 - Sonderserien wie Vorführwagen, Einzelstücke und CNG-Busse ausgenommen. Anfangs wurden Solo und Gelenk noch gemischt, ab 1990 reihte man die Solobusse in die 800er-Reihe ein. 2012 reihte man den Hybridbus bei 788 ein und weil die nächsten gelieferten Gelenkbusse über 30 Stück waren, machte man bei der 900er-Reihe weiter, die heute bei 962 angekommen sind. Die Solobusse kamen bei 834 an. Man hätte die Gelenkbusse auch wieder bei 601 einreihen können (tiefer ging dann schon nicht mehr aufgrund der Kennzeichenkreise im Konzern), aber man entschied sich für die 900er.
Bei den ersten Elektrobussen war es dann aber naheliegend, "von vorne" zu beginnen und das ist derzeit die 600er-Reihe.
Und die Straßenbahnen kamen, wie schon gesagt, bei 280 an und starteten mit den Niederflurbahnen wieder "von vorne" bei 201.
Derzeit ergibt sich folgender Überblick.
200er - Straßenbahn
600er - Gelenkbusse (Elektro)
700er - Gelenkbusse (Diesel)
800er - Solobusse (Diesel)
900er - Gelenkbusse (Diesel)
In den übrigen Nummernkreisen bewegen sich Dienstwagen des Konzerns. Vielleicht auch in den 200er-Nummern, da die Straßenbahnen ja keine Nummernschilder haben.
Vereinzelt gibt es noch Ausreißer, wenn ein Bus oder Dienstwagen schon älter ist, aber im Wesentlichen müsste das den aktuellen Nummernkreis abbilden.
Wie sich der Nummernkreis in Zukunft entwickelt, wird sich zeigen.
Die Straßenbahnen haben noch mehr als 60 Nummern frei bis zur 299. Die Elektrogelenkbusse haben ihren Nummernkreis bei 600 gefunden. Die 700er sind bis zur 780 mindestens 15 Jahre alt. Dieselsolobusse liegen derzeit zwischen 822 und 834 und würden bei 835 weitermachen. Es bleiben also nur vier Fragen:
1) Wo würde man künftige Dieselgelenkbusse einreihen, falls es noch ganz viele geben sollte und die 900er voll sind?
2) Wo wird man Elektrosolobusse einreihen?
3) Wo würde man eventuelle Brennstoffzellenbusse einreihen? Der jetzige Solobus hat die Nummer 800, aber die war halt auch einfach frei und ist für das besondere Fahrzeug sinnvoller als 835.
4) Wird man überhaupt im Hunderterbereich zwischen den Antriebsarten unterscheiden oder, wenn überhaupt, nur im Zehnerbereich?
Sicher ist nur: Wenn es so weit ist, dann werden wir es schon mitbekommen.
Früher war das alles einfacher, denn damals hat man sich nicht an das Schema "MZ-SW xxx" gehalten, sondern wählte einfach irgendwelche Buchstaben, damit die Nummern passen. Darum konnte man auch nahezu durchgehend bis 788 klettern.