Beiträge von Tatrafan

    Ansonsten gibt es auf Mallorca bei der SFM den schönen Bahnhof "Enllaç" - was aus Mallorquin überstzt einfach nur Abzweig heißt.

    Hier trenen sich die Streckenäste nach Artà und Sa Pobla auf, und das so ziemlich im Nirgendwo.

    Ah ja, den kenne ich auch ^^


    Bis zur Reaktivierung der Strecke nach Sa Pobla (was übersetzt einfach nur "Das Dorf" bedeutet, der Ort heißt aber wirklich so) hieß dieser Bahnhof noch anders: s'Empalmé, übersetzt: die Palme :D


    Eine Ortschaft gibt es tatsächlich weit und breit nicht. Sinn dieses Bahnhofs war stets nur: Betriebsbahnhof und Umsteigehalt. Will man z.B. von Sa Pobla nach Manacor, müßte man ohne diesen Halt mehrere km weiter bis Inca mitfahren, dort umsteigen und dieselbe Strecke bis s'Empalmé wieder zurück. So sparte man sich das unnötige Hin- und Herfahren, und tut das auch heute noch.


    Ebenfalls recht nett ist an der Strecke des Tren de Sóller der Bahnhof (ist betrieblich einer) Mirador d'es Pujol d'en Banya. Betrieblich ist er als Kreuzungsbahnhof auf der eingleisigen Strecke auf etwa halbem Weg zwischen Sóller und Bunyola nutzbar, verkehrlich: gut, es gibt zwar auch dort keine Ortschaft, der Halt liegt in den Bergen mitten im Wald. Aber er ist ein wundervoller Aussichtspunkt über das Tal von Sóller, weshalb die Touristen - Sonderzüge dort planmäßigen Aufenthalt haben :)

    Im Stadtteil Praha-Hrdlořezy die Endhaltestelle Spojovací.


    Spojovací = Verbindungsweg, Verbindungsstraße. Ende. Sehr aussagefähig, weder erfährt man, was die verbindet, noch wohin :D


    (Führt von Hrdlořezy nach Libeň.)


    Oder, etwas makaber: es gibt übers Stadtgebiet gleich mehrere Haltestellen namens Krematorium <Stadtteilname>, es gibt die Haltestelle Olšanské hřbitovy = Olschener Friedhöfe, und es gibt die Haltestelle Mezí hřbitovy = Zwischen den Friedhöfen. - Die im Ursprungsthread erwähnte "Siedlung" gibt es auch, oft (aber nicht immer) als Linienendhaltestelle. Gemeint sind dabei aber meist keine kleinen Eigenheimsiedlungen, sondern große Plattenbaugebiete. Siedlung = Sídliště, auf Anhieb fallen mir da ein: Sídliště Řepy, S. Modřany, S. Ďáblice, S. Červený Vrch... im Busbereich gibt es noch mehr, das sind dann manchmal auch wirklich eher "Siedlungen" nach unserem Verständnis. Gibt es also durchaus, solche Bezeichnungen, sind dort nicht unüblich.


    Mehrere Haltestellen sind auch nach Bahnhöfen benannt, wobei bei Bus & Straßenbahn nicht unterschieden wird, ob der Bahnhof ein Bahnhof im betrieblichen Sinne oder doch nur ein Haltepunkt ist. Die Eisenbahn unterscheidet da hingegen sehr wohl, auch mit der tariflichen Bezeichnung: "Bahnhöfe" im umgangssprachlichen Sinne, die nur ein Haltepunkt sind, haben absolut immer das entsprechende "zastávka" (abgekürzt "zast.") dahinterstehen: zastávka = Haltepunkt, Haltestelle. Zurück zu Straßenbahnhaltestellen, die da "Nádraží ( = Bahnhof) <Stadtteilname>" heißen: die können direkt vor der "Bahnhofstür" liegen, müssen das aber nicht, Entfernungen bis zu zwei-, dreihundert Meter zum namensgebenden Bahnhof (egal, ob Bahnhof oder Hp.) sind durchaus möglich. Auch eine direkte Sichtverbindung ist da nicht verpflichtend, es reicht, wenn der Bahnhof in der Nähe ist - besonders "extrem" ist das etwa am "Nádraží Strašnice" (bei der Eisenbahn konsequenterweise "Praha-Strašnice zast."), wenn man dort aus der Straßenbahn aussteigt und nicht weiß, wo man lang muß, kann man gut suchen :D Ist nicht sonderlich weit, aber es existiert eben keine direkte Sichtverbindung.




    Stichwort Hannover: richtig, da gab es vor einigen Jahren eine groß angelegte Umbenennungsaktion, nicht nur in der Stadt selber, sondern meines Wissens nach im gesamten Verbund. Ziel war: das, worauf sich der Haltestellenname bezieht, sollte ohne Probleme in jedem Stadtplan sofort auffindbar sein, um Ortsfremden die Orientierung zu erleichtern. Damit verschwand z.B. Limmer/ Schleuse oder Seelze/ Obentrautdenkmal oder Gleidingen/ Nord, Mitte, Süd... wurden allesamt umbenannt und nach nahegelegenen Straßennamen benannt, auch wenn die alten Namen wesentlich geläufiger waren und deutlich mehr Bezug zur Haltestelle aufwiesen. Beispiel, von dem ich es gerade auswendig weiß: Seelze/ Riedel-de-Haen. Bezieht sich - natürlich - auf die Chemiefabrik. Die heißt seit... glaub über 25 Jahren schon nicht mehr so, wurde aufgekauft von Honeywell und entsprechend auch umbenannt, im Volksmund blieb der alte Name natürlich noch. Nun sind aber weder Riedel-de-Haen (was kein Einheimischer in voller Länge ausspricht, das wurde stets zu "Riedel" verkürzt) noch Honeywell im Stadtplan zu finden, entsprechend heißt die Haltestelle seit der Umbenennung: Seelze/ Ulmenstraße. Hm. Die Ulmenstraße gibt es dort natürlich, aber wirklich wichtig oder bedeutend ist sie nicht... über Vor- und Nachteile einer solchen Umbenennung kann man sicher diskutieren.


    Übrigens kann man auch lange Straßen entlangfahren, ohne langatmige "Kreuzungs-Haltestellennamen" haben zu müssen. Beispiel Podbielskistraße: die ist ewig lang, etliche Kilometer, aber es gibt nicht einen Haltestellennamen mit Schrägstrich oder Kreuzung, der eben ewig lang wäre.


    Manche Namen klingen zwar, als wären sie "nach irgendwas" benannt, aber die Straßen gibt es wirklich, so ungewohnt sie auch für ortsfremde Ohren klingen mögen: Lohnde/ Krumme Masch ;)



    Als kleinen Nachtrag vielleicht ein Blick nach Moskau: ist man dort mit dem (O-Bus) unterwegs, kann es einem passieren, daß man Haltestellen der Marke "3. Gartenstraße", "5. Gartenstraße" usw. hat - bis hin zu zweistelligen Zahlen. Was das nun wieder ist...? Moskau ist so riesig, daß Straßennamen mehrfach vorkommen - und damit man sie auseinanderhalten kann, hat man sie einfach durchnummeriert. In Neubauvierteln tragen auch oft ganze Viertel denselben Straßennamen, also jede einzelne Straße darin - untereinander unterschieden durch die vorangestellte Zahl. Sicher auch kein ganz alltägliches System... Und, was man unbedingt beachten MUSS: Straßenbahn-, O-Bus- und Dieselbus-Haltestellen gleichen Namens KÖNNEN räumlich übereinstimmen, MÜSSEN tun sie das aber ganz und gar nicht - mir und meiner (einheimischen!) Begleiterin ging es so, daß wir mit dem O-Bus zu einer bestimmten Haltestelle fuhren, laut meinem Netzplan gab es eine gleichlautende Straßenbahnhaltestelle, in selbige wollte ich dort umsteigen, so, wie ich es aus Europa kenne. Wir stiegen dort also aus - äh... Straßenbahn...? Keine zu sehen, weit und breit nicht! Nicht mal Fahrleitungen oder Gleise... aha... das war eine dieser nummerierten Straßen; da kann der O-Bus an einem Ende dieser z.B. 5. Gartenstraße fahren und die Straßenbahn am anderen Ende. Beide haben Haltestellen, die "5. Gartenstraße" heißen, aber die haben bis auf den Namen rein gar nichts miteinander zu tun. Sollte man wissen... war für mich das erste Mal, daß mir so was begegnete.

    Darf ich da Mal ganz bescheiden nach einer Quelle fragen? Insbesondere sagt der zweite Teil des Satzes ja nicht, dass nicht auch pzb verbaut werden dürfte, und so kann ich mir den ersten Teil des Satzes nicht vorstellen: das hieße ja, dass bei einem einfachen Lückenschluss wie, sagen wir, konsti - Ostbahnhof, keine PZB liegen dürfte, gleichzeitig aber nirgendwo anders ETCS verbaut wäre.

    Hm. Berechtigte Frage.


    Tatsächlich wurde es uns von den Trainern im Dienstunterricht, äh, Regelmäßigen Fortbildungsunterricht so erzählt, allerdings entweder ohne Quelle, oder wenn, dann habe ich mir sie nicht gemerkt.


    Allerdings habe ich diese Datei gefunden: https://www.deutschebahn.com/r…hemendienst_ETCS-data.pdf . Seite 4, Abschnitt "TSI ZZS": "Sie [die Technische Sepzifikation Interoperabilität Zugsteuerung, Zugsicherung und Signalgebung] verpflichtet, bei Neu- und großen Umbaumaßnahmen auf dem Streckennetz das neue Zugbeeinflussungssystem ETCS einzusetzen."


    Inwieweit jetzt ein Umbau der Rodgau-Strecken eine "große Umbaumaßnahme" wäre, weiß ich natürlich nicht, ich wollte eben nur darauf hingewiesen haben, daß die Möglichkeit besteht, daß von den Behörden (z.B. EBA) gesagt wird: ja, das ist eine "große Umbaumaßnahme", gemäß TSI ZZS hat dort dann dementsprechend ETCS hinzukommen". Konsti - Ostbahnhof: ja, auch da würde es mich nicht wundern, wenn es heißt: "Neubaumaßnahme, geht nur noch mit ETCS". Klar wäre das Unfug, wenn ETCS nirgendwo anders im S-Bahn-Netz existiert, aber rein auf den "gesunden Menschenverstand", der da sagen würde, klar reichen für die paar Meter PZB, würde ich mich da nicht mehr verlassen wollen.


    Diese TSI ZZS habe ich jetzt auf die Schnelle nicht in allgemein zugänglicher Form gefunden; inwieweit da halbwegs verständlich definiert wird, was eine "Neu- oder große Umbaumaßnahme" ist, weiß ich also nicht.


    Mir wurde nur gesagt. daß eben jene Vorschrift auch der Grund ist, weshalb die NBS Erfurt - Halle/Leipzig und Erfurt - Bamberg schon nur noch ETCS und nichts anderes mehr haben und entsprechend dort nur damit ausgerüstete Fahrzeuge fahren können.

    Dudenhofen... in der HVZ fährt dort jetzt schon alle 15 Minuten ein Zug pro Richtung. Nur noch mal dazugesagt, ich habe das Gefühl, einige haben das nicht realisiert und gehen bisher von einem Zug pro Richtung alle 30 Minuten aus.


    Und: die Blockabschnitte zwischen Obertshausen und Ober Roden sind aasig lang. Bei Verspätungen ab ca. 7 Minuten laufen die Züge in der HVZ jetzt schon aufeinander auf und müssen warten, bis der Block vor ihnen endlich frei ist, damit sie weiter fahren können - auch wenn der vorausfahrende (verspätete) Zug optisch schon längst nicht mehr zu sehen ist.


    Wer also auf diese Strecke noch mehr Züge bringen will, muss wissen, dass man ohne eine vorherige Blockverdichtung (Hauptsignale, die natürlich eingebunden werden müssen ins Stellwerk; bei dem schwachbrüstigen ESTW Offenbach Ost, das die Rodgau-Strecken mit stellt, wird das aber garantiert nichts mehr, das Ding arbeitet jetzt schon am Anschlag) sich gar keine weiteren Gedanken machen braucht.


    Ferner bitte bedenken: PZB darf nur noch auf Bestandsstrecken verbaut werden, bei Neubauprojekten ist dank EU zwingend ETCS zu verbauen. Ich weiß nicht, ob man Blockverdichtung und Umbau von Dudenhofen als Bestandsstrecke durch bekäme, ich weiß aber zumindest für die S-Bahn, dass die heute vorhandenen Fahrzeuge für ETCS noch nicht mal vorbereitet sind und kein einziger Tf die Berechtigung dafür hat. Könnte also sein, dass diese Kosten auch noch hinzu kämen.

    Wäre dann wie in den Niederlanden: der pünktliche Nahverkehrszug bleibt pünktlich und wird nicht, wie hierzulande, gnadenlos kaputtgemacht, damit ein ohnehin hoffnungslos verspäteter Fernverkehrszug sich vorbeidrängeln kann.


    Heute erst selber wieder gehabt: mit der S8 super-pünktlich in Wiesbaden raus, genauso super-pünktlich bis Bahnsteig Mainz Hbf. Aus war der Ofen: verspäteter ICE, dann hinter dem folglich ebenfalls verspäteter Saarbrücker RE, dann durfte ich endlich weiter... Einfahrt Bischofsheim zu, da musste unbedingt erst ein Gz ausfahren... und am Opelwerk wieder gestanden, derweil kam der nächste RE und musste vorbei. Ergebnis: pünktliche S8 direkt komplett kaputtgemacht, "wunderbar".


    Das Problem mit solchen Überholungen ist eben, dass dabei der überholte Zug rigoros dermaßen Verspätung draufgewurzelt bekommt, dass sich seine Fahrzeiten dann komplett erledigt haben... und dem Überholer bringt es meistens nicht mal wirklich viel. Da gefällt mir der Ansatz, dass, wer pünktlich ist, das auch bleibt und der Verspätete dann eben hinterher fährt, wesentlich besser, auch wenn der dann immer mehr ansammelt und eben irgendwann einen Takt später fährt.

    Ich erinnere mich noch an eine Zeit, in der Umland-Buslinien mit gemischtem Wagenmaterial bedient wurden. Besonders in Erinnerung ist mir aus eigenem Erleben die damalige 572 (heutige 700) Hannover ZOB - Limmer / Conti - Ahlem / Tegtmeyerallee - Letter - Seelze - Lohnde - Gümmer - Dedensen - Wunstorf ZOB. Nicht alle Fahrten befuhren den kompletten Linienweg, manche endeten / begannen in Seelze / Riedel-de-Haen (heute Honeywell, die Haltestelle wurde zwischenzeitlich umbenannt in Ulmenstraße), Lohnde und Dedensen. Die "Kurzläufer", besonders die, die nur bis Seelze fuhren, fuhren oft mit Üstra-Wagen, nur die "Langläufer" bis mindestens Dedensen habe ich nur mit Fahrzeugen diverser Subunternehmer in Erinnerung (RegioBus gab es noch nicht).


    Das war in der ersten Hälfte der 90er Jahre. Auf anderen Linien mag es ähnlich ausgesehen haben, ich meine, mich erinnern zu können, daß mir ein ähnliches Bild am ZOB auch auf den Linien Richtung Velber und Pattensen aufgefallen ist. Die Haltestellenschilder stammten sogar komplett von der Üstra, wenigstens bis Lohnde (weiter weiß ich es nicht mit Sicherheit).


    Eine Kooperation der Üstra mit dem Regionalverkehr ist also nicht super-neu, sondern hat eine gute Tradition :)

    Dresden-Nürnberg ist eher aus Not denn aus Tugend als NV-Linie erhalten geblieben, verbindet aber auch zwei große Pole mit ein bisschen was dazwischen – so wie Kassel und Frankfurt, nur Länderübergreifend. Einen Fernverkehr sähe ich dort auch gerne, ...

    Nur am Rande bemerkt: diese Linie gibt es schon jahrelang nicht mehr. In Hof besteht Umsteigezwang (mit respektablen 4 Minuten Übergang). Dresden - Hof wird mit Coradia Continental, Eigentümer Verkehrsverbund Mittelsachsen, Betreiber Mitteldeutsche Regiobahn, elektrisch gefahren; Hof - Nürnberg ist nicht elektrifiziert und wird mit 612 betrieben.


    "bisschen was dazwischen": naja, Chemnitz (knapp 300.000 Einwohner), Zwickau und Plauen sind jetzt nicht sooo klein und unbedeutend...

    Dürfte auch nicht viel schwieriger werden, als den irdischen Everest hochzuklettern: Mars hat eine wesentlich geringere Gravitation als die Erde ;)


    Außerdem besch...en "wir" hier auf der Erde sowieso: die Klettertouren beginnen nicht auf der wirklichen "Höhe Null", weil die mehr als 10 km tief im Wasser versteckt liegt, welches auf dem Mars aber wiederum fehlt :D

    Tip: nicht nur auf den Berufsverkehr schielen, sondern auch auf den Freizeitverkehr. Denn wenn der Scheiß irgendwann mal rum ist (sorry für die Wortwahl, aber ist doch wahr), wird der automatisch wieder anziehen, wenn etwa in den Wochenendnächten die Clubs wieder geöffnet haben, oder man zu anderen Freizeitzielen aller Art wieder fahren kann. PKW wird gerade für Club-Besucher nicht sinnvoll sein, weil man da dann ja nichts trinken kann, so denn die entsprechenden Besucher überhaupt schon Führerschein und Auto verfügbar haben.


    Die letzten Tage habe ich so für mich beobachtet, ist also nur mein persönlicher Eindruck aus der Führerstandsperspektive heraus: die Fahrgastzahlen im Tagesverkehr haben schon wieder deutlich angezogen, fast schon so, als gäbe es kein Corona. Was unverändert fehlt, ist der Schülerverkehr (oder ich war schlicht zu spät dran) oder der typische Reisenden-Verkehr zum/vom Flughafen (dorthin hauptsächlich dort offensichtlich arbeitende Leute). Ab etwa 19:30 ~ 20:00 gibt es dann aber einen steilen Absturz der Fahrgastzahlen, da gehen sie schlagartig massiv zurück, ab ca. 21 Uhr ist dann eine Ruhe wie sonst nur in der Woche ab Mitternacht.

    Hm. Kommt nur mir das so vor, oder haben gerade im Straßenbahnbereich erst die heutigen Niederflurfahrzeuge solche Probleme bei Schnee...? Ich habe den Eindruck, daß die hochflurigen Altfahrzeuge, egal ob in Ost oder West, bei Schnee noch deutlich länger fahren konnten als die heutigen Fahrzeuge, was sicher auch an Faktoren wie Raddurchmesser und geringerer Radaufstandskraft durch Leichtbau (mit diesen beiden verbunden schnellere Neigung zum Aufklettern und Entgleisen auf komprimiertem Schnee in den Rillen, wo Fahrzeuge mit höheren Radaufstandskräften noch länger den Schnee komprimieren oder ihn mit den Spurkränzen rausschieben) liegen könnte.

    Optimistisch, wieder von den Cor-Vorona-Zahlen auszugehen.


    An sich wäre eine Schienenanbindung des Flughafens tatsächlich wünschenswert. Die Strecke des Tren de Sóller ("Roter Blitz", das ist wohl das was mit "Strecke der historischen Tram" gemeint ist) einbeziehen wird freilich interessant: dann dürfte die Neubau-Straßenbahn auch nur 924 mm Spurweite haben, oder man bastelt aufwendige Dreischienengleise, und müßte mit 1,2 kV = betrieben werden. Sinnvoller wäre da wohl eher die Mitnutzung der vorhandenen Meterspurstrecken der SFM.


    Aber ohne eine solide Finanzierung sind es sowieso nicht mehr als Gedankenspiele... und daß es Widerstand gegen die Idee, Corona-Hilfsgelder dafür zu verwenden, gibt, ist mal absolut klar, denn gerade auf dieser Tourismus-Insel dürften durch Corona -zig Existenzen, sowohl auf Arbeitgeber- wie auch auf Arbeitnehmerseite (Arbeitgeber: kann jede Bar oder auch kleines Hotel sein, was inhabergeführt ist; Arbeitnehmer: alle, die nicht selbständig ein Gewerbe betreiben), absolut in ihrer Existenz bedroht sein. Da halte selbst ich es für wichtiger, erstmal denen das Überleben zu sichern, sonst hätte man am Ende vielleicht eine schöne neue Straßenbahn, aber keine Ziele mehr, zu denen man die Fahrgäste vom Flughafen aus hinfahren könnte, weil die leider alle durch Corona krachen gegangen sind.

    Gosh, ist man in Frankfurt verwöhnt, was die Freefloater betrifft. Schaut gerne selber auf der Seite von book&drive nach: in Mainz und Wiesbaden sind auch deren Freefloater, die Cityflitzer, praktisch stationsbasiert: die Rückgabe"zonen" sind winzig klein, das sind selber nur bestimmte Parkplätze. Einziger Unterschied zu den buchungsbasierten Autos: keine Reservierung nötig und keine feste Vorausbuchung, wie lange man das Auto braucht.


    E-Autos: da muss man als Kunde aber auch erst mal wissen, wie man damit richtig umgeht... ich bin ehrlich: würde man mir ein E-Auto vermieten, könnte ich das zwar sehr wahrscheinlich fahren, aber anschließend richtig abstellen und das Wiederaufladen, wie in den Mietbedingungen gefordert, einrichten: da bin ich mir schon nicht mehr so sicher, kb das klappt und dann auch funktioniert... einfach, weil ich keinerlei Einweisung jemals mit solchen Fahrzeugen hatte.

    Boah. Ehrlich. Wenn ich mir ansehe, in welchen Zeiträumen in Prag komplette Streckenverlängerungen sowohl von Metro als auch Straßenbahn realisiert werden oder die damals dringend notwendige Verbesserung der Eisenbahn-Anbindung über die Neubauspangen Karlín - Vysočany/Líbeň - Holešovice und in der anderen Richtung weiter sowohl nach Nordosten als auch Osten... oder selbst die Errichtung neuer "S-Bahn"-Stationen... und dann dieses ewige Dahingestoppel hierzulande, wo einfach alles gefühlte Jahrzehnte dauert... da weiß ich sofort wieder, warum es mich so nach Prag zieht. Warum ich noch hier bin? Sprachbarriere. Leider.

    Wäre schön, wenn die Bahn hinter ihren Mitarbeitern stünde und das Ding einfach mal eine Woche "wegen brutaler Störung durch Dritte vorübergehend geschlossen" dichtmacht.

    Ganz ehrlich: hätte ich was zu sagen, würde genau das passieren. Unter Polizeischutz schließen, Zäune hinstellen, Ende - für mindestens eine Woche hätten die Züge dann freie Fahrt, und wer auf die andere Seite des Bü will, hätte an der Stelle halt mal eiskalt verloren und Pech gehabt, so hart und ungerecht das für die Vernünftigen auch sein mag. Aber irgendwie muß die DB ja als Arbeitgeber ihrer Fürsorgepflicht für ihre Arbeitnehmer nachkommen, rund um die Uhr DB Sicherheit dort vor die Tür stellen geht schon deshalb nicht, weil dafür gar nicht genug DB Sicherheit - Mitarbeiter vorhanden sind (von der Eignung bestimmter Mitarbeiter als Bewacher mal ganz abgesehen), im Guten geht es dort offenbar nicht - also bleibt nur: Bü dicht, aus, Ruhe.


    Ich habe wirklich den Eindruck, die ganze Welt dreht nur noch am Rad...