Beiträge von Tatrafan

    Die HLB hätte wohl ohnehin Probleme, zusätzliche Leistungen zu fahren. So oft, wie ich da in den letzten Wochen im RIS auf der RB75 Zugausfälle mit der Begründung "kurzfristiger Personalmangel" lese, habe ich nicht den Eindruck, dass für Mehrleistungen genug Personal verfügbar ist.

    Nachteilig ist, das es eine neue, zu bestehenden System inkompatible Infrastruktur benötigt. Bedeutet also Terminals auf der grünen Wiese. Dieses braucht dann einen Anschluß an

    ÖPNV und IV, alternativ einen lokalen Abschnitt ähnlich wie eine Monorail.

    Ein Argument das Hyperloop immer wieder anbringt, es sei günstiger als herkömmliche HGV Schienenstrecken. Bei Überlandstrecken dürften die Kosten allenfalls ähnlich hoch sein, ich glaube jetzt nicht, das Brücken und Tunnelbau deswegen auf einmal supergünstig wird.

    Worüber es noch null Aussagen gibt sind Kosten für Wartung und Betrieb der ganzen Anlagen, sei es Strecke, Fahrweg, Antrieb und Unterdruckerzeugung, usw. Die Röhren müssen ähnlich normalen Schienstrecken ja überall und jederzeit zugänglich sein.

    Gänzlich unklar ist ebenfalls, wie z.B. an ein havariertes Transportfahrzeug herangekommen werden kann.

    Klingt alles sehr nach einer sogenannten Gadgetbahn.

    Die S1 macht in Wiesbaden überschlagene Wende? Na, das ist mir aber neu :/ In Wiesbaden hat man wie eh und je 11 oder 10 Minuten planmäßige Wendezeit mit der S1.


    S8: planmäßig 34 Minuten, da stimmt die Behauptung.


    Ich nehme an, für die S1 wird eher gemeint sein, daß es in Ober Roden eben keine 10-Minuten-Schnellwenden von Zwischentakt auf Haupttakt und umgekehrt mehr gibt (am "besten" noch mit nur einem Tf und fleißigem An- und Abgehänge, das hat damals massiv die Pünktlichkeit gekillt), sondern generell die planmäßigen 25 Minuten Wendezeit: Haupttakt bleibt Haupttakt und Zwischentakt bleibt Zwischentakt. Tatsächlich hat das auf jeden Fall ganz wesentlich zur Stabilisierung auf der S1 beigetragen, genau wie die langen Wenden der S8 in Wiesbaden.


    In Wiesbaden ist bei der Abfahrtspünktlichkeit eben immer das Problem: Kopfbahnhof... wenn ALLE Fahrten, also auch die ankommenden, pünktlich sind und so, wie es "auf dem Papier" berechnet wurde, einfahren, dann klappt das. Durch den Kopfbahnhof und verspätete ankommende Fahrten klappt es aber eben leider oftmalen nicht, auch wenn es mit der jetzigen Gleisbelegung und den jetzigen Plan-Abfahrt- und Ankunftszeiten schon deutlich besser geworden ist. Wenn man aber mit der S1 pünktlich um .35 abfahren will, aber unbedingt erst der verspätete Dresdner ICE rein muß, weil hinter dem schon wieder die S8 drängelt und die zur Ausfahrt anstehende RB75 dasselbe Gleis zwischen Wiesbaden Hbf und Wiesbaden Ost wie der ICE braucht, dann bleibt dem Fdl gar keine andere Wahl, als den ICE erst reinzulassen - und damit kann man mit der S1 freilich nicht mehr pünktlich starten... Ist bei der S1 dank großzügiger Fahrzeiten bis Höchst kein allzu großes Problem, verhunzt eben nur die Statistik.


    S2: tja... mit den vorhandenen Gleisanlagen ist da einfach nicht mehr rauszuholen, egal, was man versucht. Ohne Umbau von Niedernhausen gibt es da keine Chance.

    Wiesbadener U-Bahn: eine recht kühne Idee meiner Ansicht nach... man bedenke die Topographie von Stadt und Umgebung als auch den Untergrund, auf dem das alles steht. Klar, technisch sicherlich lösbar, aber einfach würde es mit Sicherheit nicht, und der KNF dürfte nach meinen Beobachtungen wohl deutlich schlechter ausfallen als bei einem an der Oberfläche verkehrenden Verkehrsmittel.


    Vergleich mit Offenbach: Offenbach hat aber auch nur diese "U-Bahn" (in Gestalt der S-Bahn), weil es Durchgangsstadt an der Strecke nach Hanau ist und damit sowieso "am Weg lag" für die Strecke nach Hanau (Ober Roden und Dietzenbach nicht berücksichtigt, da erst deutlich später auf S-Bahn-Betrieb umgebaut und umgestellt). Wiesbaden selber ist für die S-Bahn einfach nur ein Endpunkt, oberirdisch kann sie vom Hbf aus nirgendwo hin geführt werden (also den Wiesbadener Hbf einfach zum Durchgangsbahnhof machen und die S-Bahn "vorne raus" fahren lassen), weil überall bebautes Gelände ist. Vor dem Hbf á la Frankfurt Hbf "abtauchen lassen" und dann unterirdisch weiterführen: selbe Topographie-/Untergrund-/Kostenproblematik wie bei der reinen U-Bahn. Und: wo soll die U-S-Bahn dann hinfahren...? Außerdem handelt es sich um Fahrzeuge und Betriebsführung nach EBO, will heißen: braucht relativ große Kurvenradien und sehr aufwendige Zugsicherung; eine meterspurige Straßenbahn oberirdisch hingegen könnte engere Kurvenradien haben, sicher auch größere Steigungen (bei Straßenbahnen sind bis zu 10% Neigung durchaus machbar, bei unseren S-Bahnen liegen die größten Neigungen derzeit an den Tunnelrampen mit 4% - keine Ahnung, auf wieviel die Fahrzeuge überhaupt zugelassen sind, aber viel mehr wird das kaum sein), und natürlich das deutlich weniger strenge Regelwerk der BO Strab. - Der Vergleich mit Offenbach funktioniert also nicht wirklich meiner Ansicht nach.


    Vergleich Mainz + Wiesbaden zusammen: ähnliche Einwohnerzahl wie Nürnberg: richtig, Nürnberg scheint mir allerdings weniger "zersiedelt" zu sein und allgemein eine einfacher zu bewältigende Topographie zu haben. Außerdem hat Nürnberg trotz der U-Bahn auch nach wie vor eine herkömmliche Straßenbahn als Feinverteiler und für die Gebiete, in die die U-Bahn nicht fährt. Ich vergleiche das ganz gerne so: eine U-Bahn ist eine Art innerstädtischer Fernverkehr bzw. Schnellverkehr, die Straßenbahn hingegen der innerstädtische Nahverkehr und der Feinverteiler. Beispiel Prag: auch wenn die dortige Metro mal komplett schließen muß, kann sie rein von der Möglichkeit her, stattdessen mit Straßenbahnen ans Ziel zu kommen, sofort durch die Straßenbahn ersetzt werden - zumindest in beachtlichen Teilen, in der Innenstadt; in den Außenbezirken fahren eben nur Busse (geschehen 2002 nach dem Moldau-Hochwasser, welches weite Teile des Metro-Systems geflutet und unbrauchbar gemacht hat). Sicher, die Fahrten dauern länger, und es braucht wesentlich mehr Straßenbahnen, um dieselbe Transportkapazität zu haben, aber es geht. Streckenweise gibt es sogar über weite Strecken absichtlichen Parallelverkehr U-Bahn UND Straßenbahn, man kommt also mit beiden von derselben Anfangs- zur selben Zielhaltestelle - nur hat die Straßenbahn mehr Zwischenhalte und niedrigere Fahrgeschwindigkeiten (dafür sieht man aber auch mehr, als wenn man nur durch den Tunnel fährt). Daseinsberechtigung haben beide, die U-Bahn als schneller "Fernverkehr", die Straßenbahn, wie gesagt, als Feinverteiler und Nahverkehr.

    Nürnberg hat seine U-Bahn allerdings schon recht lange... erbaut zu einer Zeit, als die Bauvorschriften noch nicht völlig utopische Anforderungen stellten und praktisch jedes neue Projekt schon im Keim ersticken.


    Eine Metro Mainz - Wiesbaden - Bad Schwalbach (kann ja auch teilweise oberirdisch fahren) wäre eine gewagte, aber durchaus interessante Idee, hat aber eben wieder mit der Problematik Topographie / Untergrund / KNF zu kämpfen. Und natürlich dann garantiert auch mit dem ewigen "Kleinkrieg": wääääh, so viel % der Kosten entstehen auf der hessischen Seite, so viel % auf der rheinland-pfälzischen Seite; nein, wir bezahlen euch doch keine U-Bahn; doch, ihr habt davon mehr Nutzen als wir... undsoweiter. Offenbach, um darauf zurückzukommen, hatte halt noch einen weiteren Vorteil: selbes Bundesland wie Frankfurt und Hanau.

    Wundert mich gar nicht in dieser rückwärtsgewandten Stadt, die ja schon seit 1929 nichts unversucht ließ, um die Straßenbahn loszuwerden und in der das ja bis heute als die große Befreiung von der ach-so-bösen verkehrsbehindernden altmodischen Straßenbahn wahrgenommen wird. Dass der Bereich Bahnhofsvorplatz Hauptbahnhof heute tagsüber total mit Dieselbussen überlastet ist: wurscht, scheint keinen zu stören.


    Bitte, müssen sie eben weiterhin mit dem meiner Ansicht nach völlig überforderten Busverkehr leben. Fahrverbote...? Warum, wegen zu viel NOx, weil man das Kontingent für die Dieselbusse braucht? ^^

    Wäre doch nur fair...


    Tja, wenn die Mehrheit es denn so will, müssen die Wiesbadener eben weiterhin damit leben.

    Ich begreife ja nach wie vor nicht, warum die alten Fliesen unbedingt weggemeißelt werden mußten... sie waren doch nicht kaputt! Wären sie kaputt gewesen, würde ich es ja verstehen. Aber so...


    Und nein, nur irgendwelches Designer-Geningel, etwa "wäääh, dieses Grün ist ja sooooo 70er, das ist ja soooo hässlich! 1elf!", ist für mich kein Argument. Ich wage zu bezweifeln, dass das Aussehen der alten Fliesen die Fahrgäste gestört hat - wenn, dann hat es vielleicht irgendwelche "Kunststudenten" gestört, ich denke, 99,9 % der Fahrgäste wünschen sich einen auf voller Länge und Breite benutzbaren Bahnsteig, ob sein Design nun altbacken ist oder angeblich modern, dürfte die allerwenigsten interessieren. Aber da wird die riesengroße Mehrheit mit endlosen Baustellen, Pfusch und anschließend kaputten Bahnsteigen zwangsbeglückt, nur weil paar Designer ningeln, plärren und flennen müssen und in diesem Land leider ihren Willen durchsetzen bzw. dem Rest aufzwingen. Und dann fragen sich manche, warum ich der Meinung bin, in einem täglich schlimmer werdenden Irrenhaus zu leben.


    Oder waren die alten grünen Fliesen brennbar und entsprachen deshalb nicht mehr den Brandschutzbestimmungen? Auch das wäre ein Argument, dann will ich nichts gesagt haben :P

    Das (gesamtes Verhalten) hätte mal eine Aktivistengruppe deutscher Staatsangehöriger in einem Zug in der Türkei bringen sollen... aber hierzulande flennt sofort die Linke wieder rum und "kritisiert den Polizeieinsatz". Aha... soll ich daraus schließen, dass laut der Linken sämtliche Anarchos der Welt hierzulande tun und lassen dürfen, was immer ihnen gerade in den Sinn kommt? Danke, sehr aufschlussreich...


    Wenn es die so stört, können sie ja gleich mal damit anfangen, EBE für alle zu bezahlen, plus sämtliche Kosten der entstandenen Zugverspätung (eventuelle Maluszahlungen des EVU an den Besteller, Fahrgastrechte aller Art der anderen betroffenen Reisenden, ...), plus eventuelle Verdienstausfälle Zugpersonal (falls betroffen), plus eventuelle Lohnfortzahlungen an alle Betroffenen, wenn die wegen des Verhaltens dieser Gruppe jetzt in Quarantäne müssen oder gar angesteckt wurden... wünsche frohes Blechen. Aber nein, wir lassen uns doch gerne im eigenen Land auf der Nase rumtanzen, nicht wahr, "liebe" Linke? Und falls ihr euch auf die DDR-Tradition beziehen wollt: das MfS wäre mit solchen Gruppen noch deutlich weniger zimperlich umgegangen.

    In Kastel gibt es aber kein "Zwischen" zwischen Bahnsteig und Bü. Im aktuellen Bauzustand geht der Bahnsteig mit einer Rampe direkt in die Fahrbahn des Bü über. Die einzige bauliche Trennung ist ein einzelnes Drängelgatter mit einem Hampelmann drauf.

    Und ich seh da fast jedes Mal wenn ich dran vorbeikommen einen stehen, aber bei geschloßenen Schranken hab ich noch keinen rübergehen sehen.

    Oha... ich hingegen sehe das an fast jedem Arbeitstag, an dem ich dort lang komme.


    Da wird sich an der geschlossenen Schranke vorbeigedrängelt und über den geschlossenen BÜ gesprintet, um noch die S-Bahn am Gleis 2 zu erreichen; da wird ausgestiegen, zielsicher die Rampe hinab am Gitter vorbeigegangen und direkt über den (unverändert geschlossenen) BÜ Richtung Schranke (also Richtung "Ausgang") marschiert, vorzugsweise mit Fahrrädern oder Kinderwagen... ehrlich: daß es dort nicht wesentlich öfter zu Unfällen kommt, hat mich als Tf schon oft gewundert. Viele gucken zwar, ob was kommt, aber wenn die Schranke zu ist, ich stehe am Gleis 2 und welche kommen noch aus Richtung Ort (also nicht vom Rheinufer) gerannt: da wird auch gerne mal eben nicht geguckt; bisher war es wohl nur Glück, daß nicht gerade ein Güterzug mit 90 kam... denn der Güterzug hat ja keine Veranlassung, in Mainz-Kastel zu halten, und ab Bü bis etwa Mitte Kreisel sind Streckengeschwindigkeit 90 zulässig. Fahre ich selber auch dort, wenn ich Leerpark fahre. Und wenn der Gz da gerade im "passenden" Moment kommt...


    Daher kann ich aus beruflicher Sicht das Entfernen dieser Rampen nur ausdrücklich begrüßen.


    Außerdem ist es eine Haftungsfrage. Sagen wir mal, jemand, der von Wiesbaden kam, an der 1. Tür Richtung Frankfurt ausgestiegen ist, die Rampe runter- und am Schild vorbeigeht, aufs Gleis und wird von einem anderen Zug getroffen, oder steht unten auf Höhe Schienenoberkante und wartet, vom vorbeifahrenden Zug löst sich aber gerade auf der Höhe irgendein Teil und fliegt ihm an den Kopf: dann geht mit 100%iger Sicherheit das Trara mit der Haftung und Versicherung und Schuldfrage los. Leider befinden wir uns weder in Tschechien noch der Schweiz noch in Frankreich, wo gilt: wer alt genug ist, alleine unterwegs zu sein, kann auch die Gefahren einschätzen und ist im Zweifelsfall als Verursacher (Regeln ignoriert) erstmal schuld (Verschuldenshaftung). Neeeeeeeeein, für die Eisenbahn in Deutschland gilt natürlich diese idiotische Gefährdungshaftung (heißt: bis das Gegenteil in langwierigen Prozessen bewiesen ist, ist immer erstmal "die Bahn" schuld wegen "der besonderen, vom Eisenbahn ausgehenden Betriebsgefahr"), und die wird für die Eisenbahnen immer schlimmer ausgelegt, das geht immer mehr Richtung Ami-Land-Haftung (wie, es wurde nicht für jeden, der irgendwie das Betriebsgelände betritt, ein Eisenbahner abgestellt, der den Betriebsfremden in 30 Lagen Watte packt und wie ein Kleinkind ans Patschehändchen nimmt? Verantwortungslos, so etwas! Geht ja gaaaaaar nich'! Und deshalb ist der aaaaarme Mensch, der ja nicht wissen kann, daß er bei geschlossenen Schranken nicht über die Schienen zu latschen hat oder der eben dichter an den vorbeifahrenden Fahrzeugen stand, als er hinter der Schranke gestanden hätte, jetzt verletzt oder gar tot! Haftung: Eisenbahn, und zwar für sämtliche Folgeschäden bis zum Lebensende des "Verunglückten" und am besten noch seine ganze Familie! Ich sag als Vergleich nur: amerikanischer Kaffeebecher: "Vorsicht, der Inhalt könnte heiß sein!", wehe, dieser Warnhinweis fehlt und irgendein Depp verbrüht sich am Kaffee die Schnüss').


    Deshalb bleibt bei einem Umbau des Bahnhofs oder einer Modernisierung (vulgo: Verlust des Bestandsschutzes) gar nichts anderes übrig, als diese Rampen abzubauen und am besten massive Bahnsteigabschlüsse Richtung Frankfurt hinzusetzen. Wenn die dann umlaufen oder umklettert werden, ist es Vorsatz des Kletterers, dagegen kommt auch kein Richter mehr an, nur damit sind EVU und EIU rechtlich auf der sicheren Seite. Es steht mit den dann vorhandenen Aufzügen eine barrierefreie Zugangsmöglichkeit zur Verfügung, wer die nicht nutzt (warum auch immer) und eben Geländer umklettert oder "durch den Dreck stochert" und dabei zu Schaden kommt: selber Pech gehabt. Aktuell sind nur die Schilder da, die sind aber eben "nicht alles, was das EIU nach dem Stand der Technik tun kann, um Unfälle zu vermeiden" - genau dazu ist es aber nach den hierzulande gültigen Gesetzen verpflichtet.


    "Ja, aber ICH gucke doch immer, ob was kommt, deshalb muß für MICH auch dieser Zugang bestehen bleiben!" - nee, sorry, so läuft das in Deutschland nicht. Ich kann auch mitten in der Nacht mit meinem Auto an einer roten Ampel vorbeifahren, weil alles übersichtlich ist und ich genau sehe, daß ringsum nichts und niemand unterwegs ist - steht dort der Blitzer, bin ich dran und zahle oder muß den Führerschein abgeben, ohne Wenn und Aber. Gesetze gelten für alle.

    Im Mittelhessennetz (genauer auf der RB49) kommen inzwischen auch wieder z. T. 425 (und selten wohl auch mal 426) zum Einsatz als 442-Ersatz.

    Was ist RB49 (ich kenne die Liniennummern absolut nicht auswendig), ist das Hanau - Friedberg? Wenn ja, kann ich dafür für die letzten Tage 425-Einsatz bestätigen, alles offenbar Fahrzeuge, die nicht der S-Bahn gehören: ob sie innen irgendein Redesign haben, weiß ich nicht, außen haben sie jedenfalls die alten Zielanzeigen.

    Der ist auf jeden Fall nachträglich eingebaut worden. 1902 gab es noch nicht mal elektrische Tonaufzeichnung (oder wenn, dann steckte die mit Kohlemikros erst in den totalen Kinderschuhen); aufgezeichnet wurde generell nur auf Walze oder Schallplatte, aber nicht auf Magnetband, das gab es noch nicht. Und "mobiles Aufnehmen" wäre mir auch nicht vor etwa 1940 bekannt.

    Ich finde es einfach faszinierend! Ich habe mir immer eine eigene Zeitmaschine gewünscht, leider sind wir aber nicht in der Lage, wirklich in die Vergangenheit zu reisen. Holodecks gibt es ebenfalls noch nicht. Authentischer als Filme aus der Zeit wird es nicht (nachgestellte und nachgebaute Szenen sind auch nur selten wirklich zu 100% authentisch) - bisher waren die aber eben immer, wie sie damals waren, also unscharf, ruckelig, schwarzweiß undsoweiter - klar, hat einen eigenen Charme, gibt einem aber nicht das Gefühl, wirklich in dieser Zeit unterwegs zu sein, sondern eben das "alter Film"-Gefühl. Anders hier, ich freue mich, daß heutige Technologie dazu eingesetzt wird, solche Filme zu verbessern und aufzuwerten!


    Hab noch paar andere dieser digital rekonstruierten Videos angesehen :)

    Na gut, der Vergleich muß ja hinken... wenn wir beim Begriff "Metro" bleiben wollen, dann hat Frankfurt eine Prémetro / "light rail", während Moskau eine Vollmetro / "subway" hat. Außerdem vermischt sie im Video gleich mal Stadtbahn und S-Bahn miteinander... und die mehrmals eingeblendete Frage "Где Люды?" ("Wo sind die Leute?") könnte sich womöglich durch den Aufnahmezeitpunkt und die Stationen beantworten; auch in Moskau ist nicht jede Metrostation während der gesamten Betriebszeit riesig stark frequentiert.


    Was ich natürlich sofort glaube: die Verstörung ob der zugraffitierten Station Mühlberg. Das gibt es in Moskau schlicht nicht. Ich war im November 2018 von Mittwoch bis Montag in Moskau, dort natürlich auch unterwegs - ich habe nicht ein Graffiti auf oder in Fahrzeugen und Stationen gesehen und nicht eine einzige mutwillige Beschädigung, dort ist die Mentalität (und die Präsenz von Sicherheitskräften) deutlich anders.


    Zuglängen: sind in Moskau auf jeder Linie immer gleich (was nicht heißt, daß es nur eine Zuglänge gäbe; aber z.B. auf Linie 3 fahren stets Züge der gleichen Länge, auf Linie 4 genauso usw. - immer so lang wie die Bahnsteige), es gibt kein An- und Abgehänge, das kennt sie also nicht und wundert sich darüber. Merkmal einer Vollmetro, in Frankfurt ist das schon durch die anderen Systeme anders.


    Gestaltung der Stationen: ebenfalls nicht vergleichbar. In Moskau wurden die alten Stationen bewußt als "Paläste des Volkes" gestaltet, neuere Stationen, z.B. entlang der Linie 4, sind auch deutlich schlichter und nüchterner. Frankfurt bekam seine Schnellbahnsysteme bekanntlich erst viel später, als man auf solchen "Barock" generell keinen Wert mehr legte, sondern eben mehr auf reine Funktionalität.


    Insgesamt eher das Video einer persönlichen Betrachtung, fachlich leider wenig fundiert.

    Richtig, in Prag hat jede Metrolinie ihren eigenen Gong :)


    Dass an einem Bahnsteig vier Züge bereit stehen, ist natürlich äußerst selten. Aber es stimmt: wenn, dann sind die Züge schon recht unterschiedlich. Ein RegioJet wird eher nicht die "Regionalbahn" Richtung Dobříš sein, die Strecke nach Mladá Boleslav ist nicht elektrfiziert: aha, der Diesel-VT mit einem weiteren Wagen ist also sehr wahrscheinlich nicht der R (Schnellzug) nach Kolín, der EuroCity Richtung Dresden, der nur in Praha-Holešovice, Ústí nad Labem und Děčín hält, ist schon von der Länge und dem Wagenmaterial her sichtlich kein Nahverkehr oder innertschechischer Zug, der Dosto-ET hingegen fährt niemals im Fernverkehr... es gibt also deutliche Unterschiede.


    Und: es steht an jedem Zug dran, was er ist und wohin er fährt. Diese Beschilderungen und Anzeigen muss man natürlich lesen und beachten, dazu sind sie ja da. Außerdem gibt es sehr ausführliche (automatische) Ansagen zu allen Zügen, zugegeben fast immer nur auf Tschechisch, nur für die internationalen Züge auch auf Englisch und manchmal Deutsch. Allerdings konnte ich beobachten und hören, dass "die Else" gerade zur HVZ manchmal nicht hinterher kommt, weil es insgesamt zu viele Züge sind.


    Nicht von der Hand zu weisen ist allerdings Colaholikers Argument der knappen Anschlüsse, eben auch bei Verspätungen ankommender Züge. Ich gebe zu, das bisher nicht bedacht zu haben, weil es mich schlicht nicht betraf bisher.

    In Tschechien ist das völlig normal, etwa in Prag Hbf (Praha hlavní nádraží) : auf dem Abfahrtsplan an sich stehen nur die Züge mit ihren Unterwegshalten und der Abfahrtszeit, aber kein Gleis oder Bahnsteig. Es gibt wohl Züge, die fahren mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit immer am selben Gleis ab, etwa "S-Bahnen" (Esko). Ansonsten gilt, wenn man mit dem Zug fahren will: in der Haupthalle warten und die elektronische Abfahrtsanzeige im Auge behalten. Wenn der Fdl das Gleis festgelegt hat, von dem aus er den gewünschten Zug fahren wird, erscheint es in der Anzeige und wird dann auch angesagt. Erst dann macht es Sinn, zum Bahnsteig zu gehen.


    Und man muß unbedingt unterscheiden zwischen einem nástupiště *(Bahnsteig) und einem kolej (Gleis). Numeriert sind die Bahnsteige, und die werden auch angegeben (1., 2, 3. usw. Bahnsteig, geht glaub bis zum 7.) - an einem Bahnsteig können aber, wenn es nicht gerade der Hausbahnsteig ist, im Normalfall zwei Gleise liegen! Rauszufinden, auf welchem der beiden Gleise eines Bahnsteiges der gewünschte Zug fährt bzw. bereitsteht, ist der Intelligenz der Fahrgäste überlassen. Und wenn wir es noch komplizierter machen wollen, unterteilen wir die Bahnsteige noch in den nördlichen und südlichen Abschnitt (severní část a jižní čast) - dann können theoretisch also bei voller Belegung der Gleise mit kurzen Zügen an einem Bahnsteig nicht weniger als vier Züge bereitstehen! Passiert wunderselten, kann aber vorkommen.


    Und siehe da: es funktioniert... und das komplett ohne daß jeder Fahrgast einzeln ans Patschehändchen genommen werden und zu seinem Zug gebracht werden muß... es begeistert mich einfach bei jedem Besuch dort aufs Neue.


    Mit dem Ankunftsplan verhält es sich natürlich genauso.

    Ferner wird kritisiert, dass sich die diensthabenden Schrankenposten in den letzten Wochen regelrecht in ihrem Dienstgebäude verschanzen und u.a. die Jalousien meist geschlossen seien.

    Darüber meckern und plärren die, ernsthaft jetzt?!?!


    Das haben sie sich und ihresgleichen aber ganz alleine selbst zuzuschreiben!! Würde ich dort arbeiten, würde ich sogar fordern, daß der Zugang nur über ein gesichertes 3 m hohes Tor mit Stacheldraht oben drauf möglich ist und das Dienstgebäude von einer ebensolchen Mauer umgeben ist - einfach als Selbstschutz für die Mitarbeiter!


    Die sollen vielleicht mal ihr Benehmen dort hinterfragen, dann kommen sie vielleicht drauf, warum die Jalousien geschlossen sind und sich die Mitarbeiter "regelrecht verschanzen"! Bei SO EINEM Volk dort kann man sich ja offenbar als Eisenbahner gar nicht genug verschanzen! Aber nööö, das würde ja Einsicht in die eigenen Verhaltensweisen erfordern - und so etwas ist Wutbürger-NIMBYs bekanntlich völlig fremd.


    Jedenfalls sehr aufschlußreich, dieser Kommentar dieser sogenannten Bürgerinitiative!


    Und was das Gehupe und Getröte angeht: wo ist denn die Polizei bei sowas...? Soweit ich weiß, darf die Tonsignaleinrichtung (aka Hupe) von Kfz im Straßenverkehr doch NUR zum Warnen vor drohender Gefahr genutzt werden und nicht, um andere Personen zu einer vom Kfz-Bediener persönlich gewünschten Handlung zu nötigen...? Ich weiß, unter dieser Betrachtung ist schon das Getröte bei Autokorsos z.B. bei Hochzeiten oder nach irgendwelchen Fußball-Siegen unzulässig - ist es auch, werde da auch nichts anderes behaupten. Daß die Polizei da "gerade nicht zur Stelle" ist, na gut - aber hier liest es sich so, als wäre das an diesem BÜ schlechter Standard, daß eben per Gehupe, mithin Aufbau von Psychoterror, das Öffnen der Schranken erzwungen werden soll - was ja nun eindeutig den Regeln der StVO widerspricht. Mal ne kleine Polizeikontrolle, mal paar ordentliche Strafzettel...? Vielleicht kühlt das ja die erhitzten Gemüter ein wenig runter...?


    Umgedreht wird bei uns als Lokführern bei jedem einzelnen Pfiff, den irgendwer in irgendeinem Wohngebiet hört, sofort gemeckert, seitenlange Beschwerden geschrieben und geplärrt. Es gibt genug Fälle, in denen Leute erst lange nach Inbetriebnahme einer Strecke bzw. Abstellanlage direkt neben selbiger ein Haus bauten oder dort einzogen - und sofort ging das Geplärre und Beschweren los, wenn wir als die pööööhsen Lokführer dann eben, naturgemäß zu nächtlichen Stunden, beim Vordienst vorschriftsgemäß die Pfeifeinrichtung unserer Tfz überprüfen, regelmäßig kamen dann Weisungen raus, daß das in dieser und jeder Abstellanlage ab sofort zu unterlassen und "bei passender Gelegenheit auf der Strecke nachzuholen" sei. Immer begründet damit, wir mögen doch endlich mal Rücksicht auf die aaaaaarmen Anwohner nehmen - auch wenn die, wie gesagt, erst lange NACH Inbetriebnahme der Abstellanlage an diese gezogen sind (sehr bekanntes Beispiel: Frankfurt Süd). - Aber die Nieder finden es umgedreht offenbar absolut legitim, die Schrankenwärter dort mit ihrem Getröte zu terrorisieren? Ernsthaft jetzt?!


    Die wollen mehr Sicherheit? Gut, einverstanden: wie wäre es damit: 100 m vor den BÜ kommen in beiden Richtungen an jedes Gleis Doppel-P-Tafeln, damit jeder Zug sich zu jeder Uhrzeit nochmal deutlich hörbar ankündigen muß und im Falle von warum auch immer offenen Schranken eben die Verkehrsteilnehmer auf / vor dem BÜ nochmal zusätzlich gewarnt werden. Naaaaaa, liebe Nieder, ist das nichts...? :evil:

    ... und Unterführung teurer als 50 Jahre FDL bezahlen.

    ... und in diesem Land so lange dauert, daß derweil mindestens eine Generation von Fdl in Rente gehen kann. Will heißen: siehe andere Mainseite, Gustavsburg, wo der Bü ja durch eine Unterführung ersetzt werden soll. Wie lange gehen die Arbeiten daran jetzt schon, und wann hat die Planung angefangen? Gut möglich, daß wir da schon im zweistelligen Bereich von Jahren sind.


    Und in Eddersheim ist nicht mal Platz für eine Unterführung... und wenn wegen, auf gut Deutsch, einfach nur bekloppter und völlig welt- und lebensfremder gesetzlicher Vorgaben eine Modernisierung nicht zulässig ist, bleibt eben nichts weiter übrig, als Museumsbetrieb zu spielen.


    Und die Leute in Nied wollen jetzt also eine Einstellung des Bahnverkehrs erzwingen, damit der Bü fein offen bleiben kann? Okay, dann dürfen SIE sehr gerne den Fahrgästen erklären, warum die S2-Zwischentakter nur noch zwischen Höchst und Niedernhausen fahren und die übrigen S-Bahnen sich ständig in die Ecke stellen dürfen, weil alle anderen Züge wichtiger sind und durch Griesheim und Nied (Hp) ja unbedingt vorrangig vor der doofen S-Bahn fahren müssen. Und ich bin sicher, sie zahlen dann auch gerne für Fahrgastrechte, 10-Minuten-Garantien und ähnliche Entschädigungen.