Beiträge von Tatrafan

    Das (gesamtes Verhalten) hätte mal eine Aktivistengruppe deutscher Staatsangehöriger in einem Zug in der Türkei bringen sollen... aber hierzulande flennt sofort die Linke wieder rum und "kritisiert den Polizeieinsatz". Aha... soll ich daraus schließen, dass laut der Linken sämtliche Anarchos der Welt hierzulande tun und lassen dürfen, was immer ihnen gerade in den Sinn kommt? Danke, sehr aufschlussreich...


    Wenn es die so stört, können sie ja gleich mal damit anfangen, EBE für alle zu bezahlen, plus sämtliche Kosten der entstandenen Zugverspätung (eventuelle Maluszahlungen des EVU an den Besteller, Fahrgastrechte aller Art der anderen betroffenen Reisenden, ...), plus eventuelle Verdienstausfälle Zugpersonal (falls betroffen), plus eventuelle Lohnfortzahlungen an alle Betroffenen, wenn die wegen des Verhaltens dieser Gruppe jetzt in Quarantäne müssen oder gar angesteckt wurden... wünsche frohes Blechen. Aber nein, wir lassen uns doch gerne im eigenen Land auf der Nase rumtanzen, nicht wahr, "liebe" Linke? Und falls ihr euch auf die DDR-Tradition beziehen wollt: das MfS wäre mit solchen Gruppen noch deutlich weniger zimperlich umgegangen.

    In Kastel gibt es aber kein "Zwischen" zwischen Bahnsteig und Bü. Im aktuellen Bauzustand geht der Bahnsteig mit einer Rampe direkt in die Fahrbahn des Bü über. Die einzige bauliche Trennung ist ein einzelnes Drängelgatter mit einem Hampelmann drauf.

    Und ich seh da fast jedes Mal wenn ich dran vorbeikommen einen stehen, aber bei geschloßenen Schranken hab ich noch keinen rübergehen sehen.

    Oha... ich hingegen sehe das an fast jedem Arbeitstag, an dem ich dort lang komme.


    Da wird sich an der geschlossenen Schranke vorbeigedrängelt und über den geschlossenen BÜ gesprintet, um noch die S-Bahn am Gleis 2 zu erreichen; da wird ausgestiegen, zielsicher die Rampe hinab am Gitter vorbeigegangen und direkt über den (unverändert geschlossenen) BÜ Richtung Schranke (also Richtung "Ausgang") marschiert, vorzugsweise mit Fahrrädern oder Kinderwagen... ehrlich: daß es dort nicht wesentlich öfter zu Unfällen kommt, hat mich als Tf schon oft gewundert. Viele gucken zwar, ob was kommt, aber wenn die Schranke zu ist, ich stehe am Gleis 2 und welche kommen noch aus Richtung Ort (also nicht vom Rheinufer) gerannt: da wird auch gerne mal eben nicht geguckt; bisher war es wohl nur Glück, daß nicht gerade ein Güterzug mit 90 kam... denn der Güterzug hat ja keine Veranlassung, in Mainz-Kastel zu halten, und ab Bü bis etwa Mitte Kreisel sind Streckengeschwindigkeit 90 zulässig. Fahre ich selber auch dort, wenn ich Leerpark fahre. Und wenn der Gz da gerade im "passenden" Moment kommt...


    Daher kann ich aus beruflicher Sicht das Entfernen dieser Rampen nur ausdrücklich begrüßen.


    Außerdem ist es eine Haftungsfrage. Sagen wir mal, jemand, der von Wiesbaden kam, an der 1. Tür Richtung Frankfurt ausgestiegen ist, die Rampe runter- und am Schild vorbeigeht, aufs Gleis und wird von einem anderen Zug getroffen, oder steht unten auf Höhe Schienenoberkante und wartet, vom vorbeifahrenden Zug löst sich aber gerade auf der Höhe irgendein Teil und fliegt ihm an den Kopf: dann geht mit 100%iger Sicherheit das Trara mit der Haftung und Versicherung und Schuldfrage los. Leider befinden wir uns weder in Tschechien noch der Schweiz noch in Frankreich, wo gilt: wer alt genug ist, alleine unterwegs zu sein, kann auch die Gefahren einschätzen und ist im Zweifelsfall als Verursacher (Regeln ignoriert) erstmal schuld (Verschuldenshaftung). Neeeeeeeeein, für die Eisenbahn in Deutschland gilt natürlich diese idiotische Gefährdungshaftung (heißt: bis das Gegenteil in langwierigen Prozessen bewiesen ist, ist immer erstmal "die Bahn" schuld wegen "der besonderen, vom Eisenbahn ausgehenden Betriebsgefahr"), und die wird für die Eisenbahnen immer schlimmer ausgelegt, das geht immer mehr Richtung Ami-Land-Haftung (wie, es wurde nicht für jeden, der irgendwie das Betriebsgelände betritt, ein Eisenbahner abgestellt, der den Betriebsfremden in 30 Lagen Watte packt und wie ein Kleinkind ans Patschehändchen nimmt? Verantwortungslos, so etwas! Geht ja gaaaaaar nich'! Und deshalb ist der aaaaarme Mensch, der ja nicht wissen kann, daß er bei geschlossenen Schranken nicht über die Schienen zu latschen hat oder der eben dichter an den vorbeifahrenden Fahrzeugen stand, als er hinter der Schranke gestanden hätte, jetzt verletzt oder gar tot! Haftung: Eisenbahn, und zwar für sämtliche Folgeschäden bis zum Lebensende des "Verunglückten" und am besten noch seine ganze Familie! Ich sag als Vergleich nur: amerikanischer Kaffeebecher: "Vorsicht, der Inhalt könnte heiß sein!", wehe, dieser Warnhinweis fehlt und irgendein Depp verbrüht sich am Kaffee die Schnüss').


    Deshalb bleibt bei einem Umbau des Bahnhofs oder einer Modernisierung (vulgo: Verlust des Bestandsschutzes) gar nichts anderes übrig, als diese Rampen abzubauen und am besten massive Bahnsteigabschlüsse Richtung Frankfurt hinzusetzen. Wenn die dann umlaufen oder umklettert werden, ist es Vorsatz des Kletterers, dagegen kommt auch kein Richter mehr an, nur damit sind EVU und EIU rechtlich auf der sicheren Seite. Es steht mit den dann vorhandenen Aufzügen eine barrierefreie Zugangsmöglichkeit zur Verfügung, wer die nicht nutzt (warum auch immer) und eben Geländer umklettert oder "durch den Dreck stochert" und dabei zu Schaden kommt: selber Pech gehabt. Aktuell sind nur die Schilder da, die sind aber eben "nicht alles, was das EIU nach dem Stand der Technik tun kann, um Unfälle zu vermeiden" - genau dazu ist es aber nach den hierzulande gültigen Gesetzen verpflichtet.


    "Ja, aber ICH gucke doch immer, ob was kommt, deshalb muß für MICH auch dieser Zugang bestehen bleiben!" - nee, sorry, so läuft das in Deutschland nicht. Ich kann auch mitten in der Nacht mit meinem Auto an einer roten Ampel vorbeifahren, weil alles übersichtlich ist und ich genau sehe, daß ringsum nichts und niemand unterwegs ist - steht dort der Blitzer, bin ich dran und zahle oder muß den Führerschein abgeben, ohne Wenn und Aber. Gesetze gelten für alle.

    Im Mittelhessennetz (genauer auf der RB49) kommen inzwischen auch wieder z. T. 425 (und selten wohl auch mal 426) zum Einsatz als 442-Ersatz.

    Was ist RB49 (ich kenne die Liniennummern absolut nicht auswendig), ist das Hanau - Friedberg? Wenn ja, kann ich dafür für die letzten Tage 425-Einsatz bestätigen, alles offenbar Fahrzeuge, die nicht der S-Bahn gehören: ob sie innen irgendein Redesign haben, weiß ich nicht, außen haben sie jedenfalls die alten Zielanzeigen.

    Der ist auf jeden Fall nachträglich eingebaut worden. 1902 gab es noch nicht mal elektrische Tonaufzeichnung (oder wenn, dann steckte die mit Kohlemikros erst in den totalen Kinderschuhen); aufgezeichnet wurde generell nur auf Walze oder Schallplatte, aber nicht auf Magnetband, das gab es noch nicht. Und "mobiles Aufnehmen" wäre mir auch nicht vor etwa 1940 bekannt.

    Ich finde es einfach faszinierend! Ich habe mir immer eine eigene Zeitmaschine gewünscht, leider sind wir aber nicht in der Lage, wirklich in die Vergangenheit zu reisen. Holodecks gibt es ebenfalls noch nicht. Authentischer als Filme aus der Zeit wird es nicht (nachgestellte und nachgebaute Szenen sind auch nur selten wirklich zu 100% authentisch) - bisher waren die aber eben immer, wie sie damals waren, also unscharf, ruckelig, schwarzweiß undsoweiter - klar, hat einen eigenen Charme, gibt einem aber nicht das Gefühl, wirklich in dieser Zeit unterwegs zu sein, sondern eben das "alter Film"-Gefühl. Anders hier, ich freue mich, daß heutige Technologie dazu eingesetzt wird, solche Filme zu verbessern und aufzuwerten!


    Hab noch paar andere dieser digital rekonstruierten Videos angesehen :)

    Na gut, der Vergleich muß ja hinken... wenn wir beim Begriff "Metro" bleiben wollen, dann hat Frankfurt eine Prémetro / "light rail", während Moskau eine Vollmetro / "subway" hat. Außerdem vermischt sie im Video gleich mal Stadtbahn und S-Bahn miteinander... und die mehrmals eingeblendete Frage "Где Люды?" ("Wo sind die Leute?") könnte sich womöglich durch den Aufnahmezeitpunkt und die Stationen beantworten; auch in Moskau ist nicht jede Metrostation während der gesamten Betriebszeit riesig stark frequentiert.


    Was ich natürlich sofort glaube: die Verstörung ob der zugraffitierten Station Mühlberg. Das gibt es in Moskau schlicht nicht. Ich war im November 2018 von Mittwoch bis Montag in Moskau, dort natürlich auch unterwegs - ich habe nicht ein Graffiti auf oder in Fahrzeugen und Stationen gesehen und nicht eine einzige mutwillige Beschädigung, dort ist die Mentalität (und die Präsenz von Sicherheitskräften) deutlich anders.


    Zuglängen: sind in Moskau auf jeder Linie immer gleich (was nicht heißt, daß es nur eine Zuglänge gäbe; aber z.B. auf Linie 3 fahren stets Züge der gleichen Länge, auf Linie 4 genauso usw. - immer so lang wie die Bahnsteige), es gibt kein An- und Abgehänge, das kennt sie also nicht und wundert sich darüber. Merkmal einer Vollmetro, in Frankfurt ist das schon durch die anderen Systeme anders.


    Gestaltung der Stationen: ebenfalls nicht vergleichbar. In Moskau wurden die alten Stationen bewußt als "Paläste des Volkes" gestaltet, neuere Stationen, z.B. entlang der Linie 4, sind auch deutlich schlichter und nüchterner. Frankfurt bekam seine Schnellbahnsysteme bekanntlich erst viel später, als man auf solchen "Barock" generell keinen Wert mehr legte, sondern eben mehr auf reine Funktionalität.


    Insgesamt eher das Video einer persönlichen Betrachtung, fachlich leider wenig fundiert.

    Richtig, in Prag hat jede Metrolinie ihren eigenen Gong :)


    Dass an einem Bahnsteig vier Züge bereit stehen, ist natürlich äußerst selten. Aber es stimmt: wenn, dann sind die Züge schon recht unterschiedlich. Ein RegioJet wird eher nicht die "Regionalbahn" Richtung Dobříš sein, die Strecke nach Mladá Boleslav ist nicht elektrfiziert: aha, der Diesel-VT mit einem weiteren Wagen ist also sehr wahrscheinlich nicht der R (Schnellzug) nach Kolín, der EuroCity Richtung Dresden, der nur in Praha-Holešovice, Ústí nad Labem und Děčín hält, ist schon von der Länge und dem Wagenmaterial her sichtlich kein Nahverkehr oder innertschechischer Zug, der Dosto-ET hingegen fährt niemals im Fernverkehr... es gibt also deutliche Unterschiede.


    Und: es steht an jedem Zug dran, was er ist und wohin er fährt. Diese Beschilderungen und Anzeigen muss man natürlich lesen und beachten, dazu sind sie ja da. Außerdem gibt es sehr ausführliche (automatische) Ansagen zu allen Zügen, zugegeben fast immer nur auf Tschechisch, nur für die internationalen Züge auch auf Englisch und manchmal Deutsch. Allerdings konnte ich beobachten und hören, dass "die Else" gerade zur HVZ manchmal nicht hinterher kommt, weil es insgesamt zu viele Züge sind.


    Nicht von der Hand zu weisen ist allerdings Colaholikers Argument der knappen Anschlüsse, eben auch bei Verspätungen ankommender Züge. Ich gebe zu, das bisher nicht bedacht zu haben, weil es mich schlicht nicht betraf bisher.

    In Tschechien ist das völlig normal, etwa in Prag Hbf (Praha hlavní nádraží) : auf dem Abfahrtsplan an sich stehen nur die Züge mit ihren Unterwegshalten und der Abfahrtszeit, aber kein Gleis oder Bahnsteig. Es gibt wohl Züge, die fahren mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit immer am selben Gleis ab, etwa "S-Bahnen" (Esko). Ansonsten gilt, wenn man mit dem Zug fahren will: in der Haupthalle warten und die elektronische Abfahrtsanzeige im Auge behalten. Wenn der Fdl das Gleis festgelegt hat, von dem aus er den gewünschten Zug fahren wird, erscheint es in der Anzeige und wird dann auch angesagt. Erst dann macht es Sinn, zum Bahnsteig zu gehen.


    Und man muß unbedingt unterscheiden zwischen einem nástupiště *(Bahnsteig) und einem kolej (Gleis). Numeriert sind die Bahnsteige, und die werden auch angegeben (1., 2, 3. usw. Bahnsteig, geht glaub bis zum 7.) - an einem Bahnsteig können aber, wenn es nicht gerade der Hausbahnsteig ist, im Normalfall zwei Gleise liegen! Rauszufinden, auf welchem der beiden Gleise eines Bahnsteiges der gewünschte Zug fährt bzw. bereitsteht, ist der Intelligenz der Fahrgäste überlassen. Und wenn wir es noch komplizierter machen wollen, unterteilen wir die Bahnsteige noch in den nördlichen und südlichen Abschnitt (severní část a jižní čast) - dann können theoretisch also bei voller Belegung der Gleise mit kurzen Zügen an einem Bahnsteig nicht weniger als vier Züge bereitstehen! Passiert wunderselten, kann aber vorkommen.


    Und siehe da: es funktioniert... und das komplett ohne daß jeder Fahrgast einzeln ans Patschehändchen genommen werden und zu seinem Zug gebracht werden muß... es begeistert mich einfach bei jedem Besuch dort aufs Neue.


    Mit dem Ankunftsplan verhält es sich natürlich genauso.

    Ferner wird kritisiert, dass sich die diensthabenden Schrankenposten in den letzten Wochen regelrecht in ihrem Dienstgebäude verschanzen und u.a. die Jalousien meist geschlossen seien.

    Darüber meckern und plärren die, ernsthaft jetzt?!?!


    Das haben sie sich und ihresgleichen aber ganz alleine selbst zuzuschreiben!! Würde ich dort arbeiten, würde ich sogar fordern, daß der Zugang nur über ein gesichertes 3 m hohes Tor mit Stacheldraht oben drauf möglich ist und das Dienstgebäude von einer ebensolchen Mauer umgeben ist - einfach als Selbstschutz für die Mitarbeiter!


    Die sollen vielleicht mal ihr Benehmen dort hinterfragen, dann kommen sie vielleicht drauf, warum die Jalousien geschlossen sind und sich die Mitarbeiter "regelrecht verschanzen"! Bei SO EINEM Volk dort kann man sich ja offenbar als Eisenbahner gar nicht genug verschanzen! Aber nööö, das würde ja Einsicht in die eigenen Verhaltensweisen erfordern - und so etwas ist Wutbürger-NIMBYs bekanntlich völlig fremd.


    Jedenfalls sehr aufschlußreich, dieser Kommentar dieser sogenannten Bürgerinitiative!


    Und was das Gehupe und Getröte angeht: wo ist denn die Polizei bei sowas...? Soweit ich weiß, darf die Tonsignaleinrichtung (aka Hupe) von Kfz im Straßenverkehr doch NUR zum Warnen vor drohender Gefahr genutzt werden und nicht, um andere Personen zu einer vom Kfz-Bediener persönlich gewünschten Handlung zu nötigen...? Ich weiß, unter dieser Betrachtung ist schon das Getröte bei Autokorsos z.B. bei Hochzeiten oder nach irgendwelchen Fußball-Siegen unzulässig - ist es auch, werde da auch nichts anderes behaupten. Daß die Polizei da "gerade nicht zur Stelle" ist, na gut - aber hier liest es sich so, als wäre das an diesem BÜ schlechter Standard, daß eben per Gehupe, mithin Aufbau von Psychoterror, das Öffnen der Schranken erzwungen werden soll - was ja nun eindeutig den Regeln der StVO widerspricht. Mal ne kleine Polizeikontrolle, mal paar ordentliche Strafzettel...? Vielleicht kühlt das ja die erhitzten Gemüter ein wenig runter...?


    Umgedreht wird bei uns als Lokführern bei jedem einzelnen Pfiff, den irgendwer in irgendeinem Wohngebiet hört, sofort gemeckert, seitenlange Beschwerden geschrieben und geplärrt. Es gibt genug Fälle, in denen Leute erst lange nach Inbetriebnahme einer Strecke bzw. Abstellanlage direkt neben selbiger ein Haus bauten oder dort einzogen - und sofort ging das Geplärre und Beschweren los, wenn wir als die pööööhsen Lokführer dann eben, naturgemäß zu nächtlichen Stunden, beim Vordienst vorschriftsgemäß die Pfeifeinrichtung unserer Tfz überprüfen, regelmäßig kamen dann Weisungen raus, daß das in dieser und jeder Abstellanlage ab sofort zu unterlassen und "bei passender Gelegenheit auf der Strecke nachzuholen" sei. Immer begründet damit, wir mögen doch endlich mal Rücksicht auf die aaaaaarmen Anwohner nehmen - auch wenn die, wie gesagt, erst lange NACH Inbetriebnahme der Abstellanlage an diese gezogen sind (sehr bekanntes Beispiel: Frankfurt Süd). - Aber die Nieder finden es umgedreht offenbar absolut legitim, die Schrankenwärter dort mit ihrem Getröte zu terrorisieren? Ernsthaft jetzt?!


    Die wollen mehr Sicherheit? Gut, einverstanden: wie wäre es damit: 100 m vor den BÜ kommen in beiden Richtungen an jedes Gleis Doppel-P-Tafeln, damit jeder Zug sich zu jeder Uhrzeit nochmal deutlich hörbar ankündigen muß und im Falle von warum auch immer offenen Schranken eben die Verkehrsteilnehmer auf / vor dem BÜ nochmal zusätzlich gewarnt werden. Naaaaaa, liebe Nieder, ist das nichts...? :evil:

    ... und Unterführung teurer als 50 Jahre FDL bezahlen.

    ... und in diesem Land so lange dauert, daß derweil mindestens eine Generation von Fdl in Rente gehen kann. Will heißen: siehe andere Mainseite, Gustavsburg, wo der Bü ja durch eine Unterführung ersetzt werden soll. Wie lange gehen die Arbeiten daran jetzt schon, und wann hat die Planung angefangen? Gut möglich, daß wir da schon im zweistelligen Bereich von Jahren sind.


    Und in Eddersheim ist nicht mal Platz für eine Unterführung... und wenn wegen, auf gut Deutsch, einfach nur bekloppter und völlig welt- und lebensfremder gesetzlicher Vorgaben eine Modernisierung nicht zulässig ist, bleibt eben nichts weiter übrig, als Museumsbetrieb zu spielen.


    Und die Leute in Nied wollen jetzt also eine Einstellung des Bahnverkehrs erzwingen, damit der Bü fein offen bleiben kann? Okay, dann dürfen SIE sehr gerne den Fahrgästen erklären, warum die S2-Zwischentakter nur noch zwischen Höchst und Niedernhausen fahren und die übrigen S-Bahnen sich ständig in die Ecke stellen dürfen, weil alle anderen Züge wichtiger sind und durch Griesheim und Nied (Hp) ja unbedingt vorrangig vor der doofen S-Bahn fahren müssen. Und ich bin sicher, sie zahlen dann auch gerne für Fahrgastrechte, 10-Minuten-Garantien und ähnliche Entschädigungen.

    Distanzen: bitte nicht fix an Kilometerzahlen orientieren, sondern auch an sinnvoller Machbarkeit. Beispiel Frankfurt <-> Prag: auf dem Boden, egal mit welchem Verkehrsmittel, dauert es aasig lange und macht einfach keinen Spaß, einfach weil massenweise Gebirge dazwischen liegen, die nur geringe Geschwindigkeiten erlauben oder weite Umwege erzwingen, so daß man selbst mit einer schnellen Autoverbindung nicht unter 6 Stunden braucht - auf der Schiene dank diverser Umsteige- oder Umwegezwänge nochmal deutlich mehr, ohne realistische Aussicht, da viel verbessern zu können. Anders in der Luft: ČSA fliegt die Strecke mit einem Nahverkehrsflugzeug, der ATR 72-500, die Strecke in etwa 90 Minuten.


    Luftlinie sind beide Orte nur etwa 450 km voneinander entfernt - theoretisch also ein Fall für Reisen auf der Schiene, das ist aber einfach, eben durch die dazwischenliegende Geographie, sehr zeitintensiv und damit unattraktiv, so daß selbst ich persönlich auf dieser Relation bei Reisen am Tage (also nicht: Schlafwagen) das Flugzeug bevorzuge.


    ... wollte es nur angemerkt haben, damit man sich nicht nur an konkreten Kilometerzahlen orientiert, sondern auch an den jeweiligen Gegebenheiten des Verkehrs auf Höhe 0 über Grund.

    So, komplett durchgesehen. Sehr interessant :)


    Erstaunlich, daß die Ganz-GelTw immer noch eingesetzt werden. Spricht für eine hohe Auslastung, daß man auf diese ja doch schon recht betagten Fahrzeuge nicht verzichten kann.


    T5C5: die sind genauso einmalig wie die Ganz. Budapest ist die einzige Stadt, die überhaupt jemals T5 im Einsatz hatte (von Prototypen mal abgesehen), und noch dazu als "Eineinhalbrichter" - das gab es woanders nicht nochmal, die sind also auch eine Budapester Spezialität. Was ich nicht weiß: was für eine Steuerung wurde da bei der Modernisierung eingebaut? Ich gehe mal davon aus, daß die Nockenfahrschalter rausgeflogen sind. Hört sich im Mitfahr-Video nach einer IGBT-Steuerung an; die Motore sind unverkennbar die ČKD TE 023. - Aha, gefunden: Wiki sagt auch IGBT.


    TW6000: fahren die eigentlich nur noch als Einzelwagen, oder werden sie auch in Mehrfachtraktion eingesetzt? Wir wissen von Hannover: Zwei- und Dreiwagenzüge sind machbar (Dreiwagenzüge aber wegen Überlänge schon nur mit Ausnahmegenehmigung), technisch gehen auch noch Vierwagenzüge. Technik scheint weitgehend unverändert zu sein, wie es sich so anhört und ansieht im Video.


    Außer bei der einen Nacht-Mitfahrt im 6000er scheint der allgemeine Fahrstil ziemlich flott zu sein, kann das sein...? Nicht so ein Geschlafe und Geschleiche wie anderswo ;)


    Erfreuliches Detail: während hierzulande bei Tatras uuuuuuunbedingt die bööööösen Schiebefenster durch Klappfensterchen ersetzt werden MUSSTEN, weil man sich ja verbotswidrig aus dem Schiebefenster lehnen konnte und das eben bei entgegenkommenden Fahrzeugen oder z.B. dicht am Gleis stehenden Fahrleitungsmasten Folgen hatte (Folgen aus eigener Dummheit des Hinauslehnenden, versteht sich!) und man ja hierzulande jeden vor seiner eigenen Dummheit schützen MUSS, sieht man die Lage dort offenbar entspannter - und hat offensichtlich in allen Wagentypen, selbst in den neuen Nf-Bahnen, große Schiebefenster (in den 6000ern ja sogar nachgerüstet) für maximalen Luftaustausch :) Sehr schön!

    Was mich gewundert hat ist, dass auch die Hamster also Talent 2 Triebwagen dort gewartet werden. Hatte gedacht, dass das nur eine S-Bahn Werkstatt ist.

    Die 442 werden tatsächlich schon von Anfang an, seit die "neue" S-Bahn-Werkstatt in der ehemaligen Posthalle 2006 eröffnet wurde und diese Fahrzeuge überhaupt hier in der Gegend sind, dort mit gemacht - genau wie 425 und 426 (426 inzwischen nicht mehr, da die aus Hessen inzwischen wieder verschwunden sind nach allem, was ich weiß).


    Lustige Einstellung am Anfang: 423 398 wird natürlich nicht mit nur einem Schluß an rückwärts reingeschoben, nein, das ist einfach dieselbe Einstellung wie am Ende des Beitrages, nur rückwärts abgespielt :D Ts-ts-ts: da wird doch tatsächlich ein ET mit nur einem Schluß aus der Halle gefahren... der andere ist aber nicht extra ausgeschaltet, das geht bei den heutigen ET gar nicht mehr ohne Weiteres; wenn alles funktioniert, zeigen sie entweder das komplette Spitzensignal Zg1 (dreimal weiß), das komplette Schlußsignal Zg2 (zweimal rot) oder, wenn es eine Kuppelstelle ist oder der ET abgerüstet ist, gar nichts - aber nicht so ein "nicht halbes und nicht ganzes" unvollständiges Signal. Da ist also Zg2 unvollständig, also: kaputt... so würde ich den aus der Werkstatt nicht in den Betrieb nehmen. - Denkbar natürlich, daß die Film-Leute einfach nur das Umsetzen des ET von einem Gleis in ein anderes bzw. nur einen Teil dieser Aktion gefilmt haben und der ET eben nicht so in den Betrieb ging.

    Andere Frage - betrifft die S-Bahn und Regionalbahn:

    Da Regionalzüge und S 7 zum Flughafen-Terminal 3 geleitet werden, wäre die Frage, ob in Groß Gerau eine bessere Gleisverbindung zwischen der Riedbahn und der RB 75 (Mainz - Groß Gerau - Darmstadt - Aschaffenburg) geschaffen werden kann und eine neue S-Bahn oder Regionalbahn-Linie "S / RB 76" (Babenhausen -) Darmstadt - Weiterstadt - Klein Gerau - Mörfelden - Walldorf - Terminal 3 - Flughafen Regionalbahnhof oder Frankfurt Hbf eingerichtet werden kann.

    Nicht mit auch nur halbwegs vertretbarem und vernünftigem Aufwand.


    Aus Richtung Osten bräuchte es eine Verbindungskurve Richtung Norden. Da ist schon erstmal die Autobahn A67 im Weg. Ignorieren wir diese mal in Gedanken... von Ost nach Nord wäre so eine Kurve dann theoretisch denkbar. Gegenrichtung, von Nord nach Ost: man müßte sowohl die Strecke Süd->Nord als auch Ost->West kreuzen, mit derartigen Zugfahrstraßen macht man sich gleich zwei große und wichtige Hauptstrecken zu. Also kreuzungsfrei ein- und ausfädeln: ich wage mir das erforderliche Bauwerk nicht mal vorzustellen. Und die Ausfädelung aus Nord-Süd würde dann vermutlich schon über Grund und Boden der Firma Ströer gehen.


    Und, wie gesagt, die A67 ist als dickes Hindernis absolut im Weg. Die Konstruktionen, um sie zu über- oder unterqueren, wären einfach irrsinnig aufwendig.


    Ich gucke gerade mal auf die Landkarte... rückt man die neuen Verbindungskurven weiter Richtung Klein Gerau, wäre zumindest die Autobahn "weg". Das Problem der niveaugleichen "Linksabbieger" von Nord nach Ost bleibt aber bestehen und erfordert, um eben nicht niveaugleich abbiegen zu müssen, wahrscheinlich auch ziemlich große Überwerfungsbauwerke. Und ob dort nicht irgendein Landschaftsschutzgebiet liegt oder wie der Untergrund beschaffen ist, habe ich jetzt erst gar nicht weiter nachverfolgt... auf jeden Fall wäre mit -zig Bürgerinitiativen Marke "Mein grüner Strauch e.V.", Protesten und langwierigen juristischen Verfahren zu rechnen, eben weil diese Verbindungskurve durch bisher unbebautes Gelände verläuft. Auf dem Satellitenbild sieht das nach Feldern aus... kann sein, daß das jede Menge Knaatsch und Verweigerungshaltung der Eigentümer bedeuten würde, um das Gelände überhaupt zu kaufen.


    Deshalb mein Fazit: mit auch nur halbwegs sinnvollem Aufwand und in auch nur halbwegs realistischer Zeit (also binnen einer deutlich einstelligen Anzahl an Jahren, nicht 20, 30, 50 oder auch 80, was hier in Deutschland ja leider eher wahrscheinlich ist) schlicht nicht zu realisieren.

    Wäre nur blöd für umsteigende Fahrgäste am Fernbahnhof, wenn ein Zug nur am T3, der Anschluss nur am Fernbahnhof T1/2 halten würde.

    Das wird nicht passieren. Ich gehe davon aus, daß die Fahrplanauskunft dann so programmiert wird, daß sie keine Umsteigebeziehungen zwischen "Frankfurt Flughafen T3" und "Frankfurt Flughafen Fernbahnhof" zuläßt bzw. anzeigt.


    Daß einem heutzutage Umstiege zwischen Fern- und Regionalbahnhof angeboten werden, liegt ja nur daran, daß es tatsächlich eine fußläufige Verbindung gibt und diese sowohl als schaffbar als auch durchaus als sinnvoll genug angesehen wird, damit die Fahrplanauskunft eben so programmiert ist, sie mit zu berücksichtigen. Zwischen T3 und bisherigem Fernbahnhof fehlt eine solche Verbindung aber oder wäre zu lang, deshalb dürfte da entsprechend programmiert werden, daß so etwas schlicht gar nicht erst angezeigt wird.


    Ich hab es nicht versucht, aber ich könnte mir vorstellen, daß standardmäßig (wenn man nicht mit irgendwelchen ur-umständlichen Tricks nachhilft) ja heute auch keine Umstiege zwischen Groß Gerau und Groß Gerau-Dornberg mit Fußweg dazwischen angeboten werden ;)

    Vor allem auch Beiwagen,- denn es wurde ja i.d.R. tagsüber Motorwagen + 1 Beiwagen gefahren.
    Zur HVZ wurde noch ein weiterer Beiwagen angehängt. Die Line 13 wurde z.B. an der Gießener Straße verstärkt. Zu diesem Zwecke fuhr ein Motorwagen mit DREI Beiwagen vom Depot Eckenheim zur Gießener Straße und stellte die Beiwagen auf dem dortigen Stumpgleis ab. Die 13 kam aus Richtung Berkersheim, fuhr in die Station "Gießener Straße" ein und fuhr dann rückwärts MIT FAHRGÄSTEN in das Stumpfgleis und holte einen weiteren Beiwagen ab.
    Dies war Sinn und Zweck der Stumpfgleise an einigen Stationen.

    Hatten die Tw denn so viel "Wums", um auch mit noch einem Bw mehr noch "spritzig" genug unterwegs zu sein? Oder war das dann ein eher zähes Schleichen? Nur mal so aus Interesse gefragt.