Beiträge von Tatrafan

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    Original von tobi
    aber gibt es wirklich Leute, die Piktogramme nicht verstehen?


    Jede Menge. Als ich noch Zugbegleiter beim Fernverkehr war, kam es öfters vor, daß ich an der Tür eines 1.-Kl.-Wagens gestanden habe und ach-wie-wichtige Leute angesaust kamen und zu wissen verlangten, wo wohl die 1. Klasse wäre.... schwierig, die große 1 neben der Tür richtig zu deuten.... genauso schwierig, wie Wagenstandsanzeiger (bestehend hauptsächlich aus Piktogrammen) oder Abfahrtspläne zu lesen. - Gibt es auch bei der S-Bahn.... besonders Ostendstraße und FOO, wo bei einigen Zügen in den ZZA ganz eindeutig das Kurzzug-Piktogramm eingeblättert wird (weil der einfahrende Zug planmäßig eben nur ein Kurzzug ist) - dieses Piktogramm ist eigentlich so trottelsicher, daß man es gar nicht falsch verstehen kann, sollte man meinen - und trotzdem stehen die Leute quer über den Bahnsteig verstreut und gucken dann noch vorwurfsvoll, wenn man mit seinem Kurzzug dann tatsächlich an der Kurzzugtafel anhält.

    In unseren "Grünen Seiten" (Besonderheiten für den Betrieb mit ET 420/423 im Bereich S-Bahn Frankfurt, praktisch eine Art Ergänzungs-Zusatz-Fahrdienstvorschrift speziell für den S-Bahn-Bereich) steht über diese Leuchten auch nichts drin, obwohl sonst alle möglichen Besonderheiten aufgeführt sind. - Am sichersten wird es wohl sein, wenn man angefahren kommt und sieht, daß diese Dinger aktiv sind: sofort anhalten (möglichst noch außerhalb des Tunnels) und beim Fdl FOO anfragen, was Sache ist; der hat auf alle Fälle eine Tunnelüberwachung bei sich stehen und sagt einem dann schon, ob man weiterfahren kann oder lieber nicht. - Würde ich zumindestens so machen, da dürfte man auf der sicheren Seite stehen.

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    Original von CommanderSR
    Fakt ist, Fahrradkarte wieder einführen und das Problem ist zu 80% erledigt!!!


    Laut Tarif der DB AG sind zur Beförderung von Fahrrädern Fahrradkarten erforderlich - bis 100 km Nahverkehr (3 €), darüber hinaus und in Fernverkehrszügen (wo die Mitnahme zudem reservierungspflichtig ist) generell ich glaube 6 €. - Da wir uns hier aber in einem Verkehrsverbund befinden und DB Regio Mitglied dieses Verbundes ist, gelten nicht die Tarife der DB AG, sondern die Tarifbestimmungen des RMV - und der will als besondere Serviceleistung eben eine kostenlose Fahrradmitnahme anbieten; da hat die DB schlechte Karten und muß das wohl oder übel schlucken (tut sie auch, bekommt wohl extra dafür auch irgendwelche Pauschalbeträge gutgeschrieben). - Das Problem von Überladungen mit Fahrrädern (eben weil es zuviele geworden sind, weil es nix kostet) (gerade auch in den RB-Zügen FW - FD - NAH sowie auf den beiden Rheinstrecken) ist aber bekannt und liegt derzeit sowohl beim Betriebsrat als auch beim RMV auf dem Tisch, Lösungen sollen erarbeitet werden - von verstärktem Einsatz von BSG (mehr oder weniger nur zur Reisendeninformation und notfalls Durchsetzen eines Zuladeverbots, wenn schon zuviele Räder drin sind) bis hin zum Einsatz von anderen Fahrzeugen (z.B. Dduu oder Bd-Wagen) bzw. Zugverstärkungen besonders an Wochenenden. Dauert freilich seine Zeit und ist auch nur bei lokbespannten Zügen umsetzbar, bei S-Bahnen wird es weiter bestehen bleiben; es wird aber daran gearbeitet.

    Gibt sogar noch ein Problem, und das dreht sich (wiedermal) ums Geld: einigermaßen fahrzeitenneutral wäre diese Variante zwar, aber zumindest bis 1998 (ob es jetzt noch so ist, weiß ich nicht mit Sicherheit, es ist aber davon auszugehen) war es so, daß alle Personenbahnsteige dem damaligen GB Personenbahnhöfe gehörten - und der wollte für jeden planmäßigen Verkehrshalt (auch bei Sonderplänen, lediglich nicht bei Betriebsunregelmäßigkeiten oder Halten wegen rotem Signal) vom Besteller (hier also Regio, lokbespannte Fraktion) Kohle haben.... anfangs waren es glaube 5 DM pauschal pro Halt. - Hätte also auch wieder für irgendwen Kosten bedeutet, die an S&S abzudrücken gewesen wären.... schon deshalb hat so eine Idee leider wenig Erfolgsaussichten. Außerdem bräuchte es eine (bei Netz zu bestellende) Fplo für die betreffenden Züge, daß sie eben an diesen Tagen diese Strecke fahren sollen und ihnen entsprechend auch, abweichend von ihrem sonstigen Plan, dieser Fahrweg eingestellt wird ---> wieder Mitdenk- und Verwaltungsaufwand.

    Hi Condor,


    uff, da bin ich überfragt.... so genau kenne ich die Abrechnereien nicht, da kann ich leider wegen Detailunkenntnis nix zu sagen. - - - Was das Mitdenken (möglichst rechtzeitig, nicht erst 5 Minuten vorher) angeht, gebe ich Dir aber völlig recht, da liegt einiges im Argen - und oftmalen habe ich das Gefühl, daß Mitdenken (vor allem seitens der Mitarbeiter!) gänzlich unerwünscht ist. - - Grüße, Tatrafan.

    Also, ich selber nehme auch manchmal mein Fahrrad in der S-Bahn mit - meistens nur von FMZ bis FMS oder umgekehrt (weil es einfach lebensgefährlich ist, in der Mainzer Innenstadt Fahrrad zu fahren, ich aber in den Außenbezirken wegen zu weiter Wege auch nicht drauf verzichten will), manchmal auch ein Stück weiter; daß ich neben meinem Rad stehenbleibe, ist selbstverständlich. - Offiziell dürfen tatsächlich in den 420-Endwagen an den Fahrzeugenden keine Räder mitgenommen werden - in meinen Augen Unsinn, wo soll man sie sonst hinstellen; in Fahrzeugmitte blockiert man solcherart unnötig die Türen. Nur muß man eben bei seinem Fahrrad bleiben - und: die Führerstandstür ist freizuhalten.... (soll heißen: Fahrräder längs zur Fahrtrichtung hinstellen, nicht quer vor die Tür) - es ist jederzeit damit zu rechnen, daß der Tf diese Tür benutzt; ich selber habe, wenn ich aus meinem Führerstand raus bin, auch schon so manches Fahrrad, was da unsachgemäß abgestellt war, mit dieser Tür aus dem Weg gecrasht (weil ich es schlicht nicht sehen konnte). - Mit ein wenig gegenseitiger Rücksichtnahme (wie veraltet, ich weiß.... wenigstens bei den meisten Fahrgästen) ist Fahrradbeförderung in der S-Bahn aber m.E. kein Problem (solange nicht versucht wird, auf Gewalt Fahrräder in ohnehin überfüllte Berufsverkehrszüge o.ä. reinzuquetschen).

    Tja, die Zugstärken..... Generell kann die S-Bahn nur nach vorheriger Bestellung (die aber RECHTZEITIG, will heißen: mindestens zwei Wochen vorher wegen erforderlicher Planungen, die hier ja schon angesprochen wurden) Voll- statt Kurzzüge fahren lassen - weil alles eine Frage des Geldes ist. Jeder gefahrene km jedes einzelnen ET kostet Geld (nicht zu wenig), z.B. wegen Stromverbrauch und km-Leistung des Fahrzeugs - deshalb wird sich die S-Bahn hüten, aus eigenem Antrieb mit höheren Zugstärken zu fahren, als der RMV bestellt (und bezahlt; er zahlt nur für das, was er auch vorher bestellt hat; es sei denn, zwingende betriebliche Gründe sprechen für eine Verstärkung - wie ausgefallene Sifa oder Indusi eines ET). - Eben wie immer alles eine Frage des Bestellens und hauptsächlich des Bezahlens... deshalb fahren auch oftmalen zu wichtigen Veranstaltungen nur Kurzzüge, obwohl vorher klar ist, daß die nicht reichen werden - aber wenn niemand bestellt und zahlt.... tja, Pech gehabt, kann man dann nur sagen. - So siehts leider aus.

    Nee, wegen der inzwischen eingekehrten hyperrechtsstaatlichen Zimperlichkeit... Würden die BSG-Kollegen mal richtig hart durchgreifen, hätten sie sofort massenhaft Anzeigen wegen Verleumdung, übler Nachrede und vielleicht gar noch Körperverletzung am Hals - ist leider so, wir leben hier in einer verkehrten Welt. - Wenn BSGler z.B. einen Schwarzfahrer festhalten, bis BGS oder Landespolizei eingetroffen sind, um seine Personalien festzustellen, kommt es durchaus schon mal vor, daß sich der Schwarzfahrer bei den grünen beschwert wegen Freiheitsberaubung und daß er festgehalten wurde.... und der BSG (die mit den roten Mützen) dann von den Grünuniformierten zu hören bekommt, wie er sowas diesem armen Menschen nur antun kann? Der ist doch nur ohne gültige Fahrkarte gefahren, das ist doch kein Grund....!!! - ...


    Aus diesem Grund würde es auch wenig bringen, mehr BSG mtifahren zu lassen - die haben leider keinerlei Rechte, bekommen von ihren Vorgesetzten auch keine Rückendeckung und haben eigentlich kaum mehr als reinen Dekorationswert - Scratcher, Schwarzfahrer, Vandalen usw. haben in diesem Staat Narrenfreiheit; das Äußerste, was die Polizei tut (tun darf?), ist , deren Personalien festzustellen - zu mehr besteht ja generell kein Handlungsbedarf und keine rechtliche Handhabe.... eben hyperrechtstaatliche Zimperlichkeit, gerade im Umgang mit solchen "Bagatellstraftätern". - Traurig, aber leider wahr. - Ach ja, das mit den "als Nazis verschrieen" ist so weit hergeholt auch wieder nicht - das bekommen KiN, Zub (Fernverkehr) und auch BSG auch immer wieder "gerne" zu hören; meistens gerade von denen, die's gerade nötig haben.


    Editierung durch Moderator: Aus zwei mach eins ;) .

    Lichtschranken... tja... da lobe ich mir doch meinen ET 420, nix Lichtschranken.... auch und gerade an der Konstabler gibts da nur das "Zürckbleiben!" (von mir oder, wenn besetzt, in etwas langatmigerer Bandansage-Version von der Aufsicht), und - rums - Türen zu, nix Lichtschranke und Zeitrelais zum Blockieren :D Amüsiert mich dann doch immer, wie manche trotzdem noch angefegt kommen und (vergeblich) an den Türgriffen rumreißen :D Da merke ich immer genau, wenn ich im Tunnel einem 423er (leider mit Lichtschrankentüren) hinterherdackele.... das dauert immer eeeeewig, ehe der an den einzelnen Stationen fortkommt. - Gerade für U-und S-Bahnen sollte es möglichst keine Lichtschranken geben, glaube ich mittlerweile... da würde man sich viel Ärger und viele Verspätungsminuten ersparen.

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    Original von Daniel
    >Verbindungen mit der Mainlinie zwischen Rüsselsheim Opelwerk und Hanau Hbf gibts aber immer noch


    >zum glück gibt's die noch. konkurrenz belebt die wirtschaft.


    >Luna-D.[/quote]


    Konkurrenz...? Also, ich sehe die Mainlinie kaum als ernstzunehmende Konkurrenz für die S-Bahn an... nur ein einziger Umlauf, gefahren mit zwei Karlsruher Stadtbahnwagen (gekuppelt), was noch nicht mal die Kapazität eines S-Bahn-Kurzzuges ergibt, fährt nicht über FFLU, hält nur ab und zu mal (z.B. nicht in Raunheim und FKCH), HG = 80 km/h.... Das Ganze ist vielleicht ein netter Versuch, eine Alternative zum DB-Nahverkehr auf die Schienen zu bringen - aber nicht mehr als eben ein Versuch.... Jedesmal, wenn ich die Mainlinienbahn sehe, gucke ich, wie sie besetzt ist - meistens ist sie gähnend leer, nur im Bistro (das haben sie gegenüber der S-Bahn zugegeben als Vorteil und zusätzlichen Service) sind meistens ein paar Leute - aber nichts im Vergleich zu den Fahrgastzahlen in der S-Bahn. - Mich wundert es doch ein wenig, daß Mainlinie so tapfer durchhält... sie fahren ja jetzt doch schon ein paar Monate, ohne sichtlich mehr Fahrgäste zu haben, ich an denen ihrer Stelle hätte vermutlich schon wieder hingeschmissen, zumal Fahrzeugmiete und Trassenpreise ja auch nicht billig sein werden. - - - Aber was schwafle ich, Du siehst sie ja selber genauso oft wie ich :D

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    Original von Thomas
    Grund: es gibt keine Mülleimer mehr, weil die immer ins Gleis geworfen werden. Haaa haaa haa.... irgendwie wird das langsam traurige Wahrheit :(


    So ist es.... vor ich glaube drei Wochen hatte ich nachmittags den Kurzpendel FDZ - FO, und während nur einer einzigen Fahrt (!) zwischen Dietzenbach und Offenbach haben es irgendwelche Typen geschafft, den gesamten Mittelwagen innen mit Graffiti zu "verzieren" und zudem von den 16 Müllbehältern 9 komplett "verschwinden" zu lassen (frage mich bis heute, wo die Dinger hin verschwunden sind) - sah anschließend richtig schön ghetto-mäßig aus, der Wagen... tja, solamge wir solches Gesocks durch die Gegend fahren müssen, dem ja hierzulande nichts und niemand irgendwas anhaben darf, wird das immer schlimmer, keinesfalls besser - und so schnell kommt unsere Werkstatt mit Reparieren und Ersetzen gar nicht hinterher, wie diese Valutten Schaden anrichten - liegt aber wohl auch daran, daß solchen Leuten ja auf keinen Fall irgendwas passieren darf. Naja... Aber auch so läßt das Sauberkeitsbewußtsein mancher Fahrgäste arg zu wünschen übrig - ausgelaufene Flüssigkeiten auf dem Boden (klebt dann immer herrlich) und durch den ganzen Wagen fliegende lose Zeitungen sind durchaus die Regel - ich möchte nur mal wissen, wie es bei den Verursachern daheim im Wohnzimmer aussieht. - Scheint aber ein gesamt-gesellschaftliches Problem zu sein.

    So dramatisch wäre das mit der Streckenkenntnis bei einer derartigen Umleitung nicht - Hauptbahnen dürfen ohne Streckenkenntnis mit max. 100 km/h befahren werden, Nebenbahnen mit max. 40 km/h; der Tf kann von sich aus jedoch ein Fahren ohne Streckenkenntnis ablehnen, muß aber fahren, wenn ein streckenkundiger Lotse mitgegeben werden darf. - Weiß jetzt nicht, welche Geschwindigkeiten zwischen Höchst und Bad Soden zulässig sind, aber dieser Abschnitt müßte auch ohne Streckenkenntnis zu fahren sein (die Geschwindigkeiten stehen außerdem im Ersatzfahrplanheft drin; wenn man sich nicht sicher ist, fährt man eben etwas langsamer als angegeben - wer langsam fährt, kommt auch ans Ziel). - FBSO an sich ist aber tatsächlich nicht soooooo wichtig - viel wichtiger sind wirklich die Halte Eschborn Süd und Rödelheim, von dort bzw. dorthin fahren die Massen - da braucht es die S-Bahn, deshalb würde eine Umleitung der 3 über FHOE wenig Sinn machen.