Beiträge von Bernemer

    Was mir gestern Abend außerdem am Hauptbahnhof und der Hauptwache auffiel: Der neue Bodenbelag ist mit Nässe recht rutschig.


    Er wurde gestern deshalb sehr nass, weil es regnete, die Bahnen von der Messe her sehr voll waren (mithin auch innen entsprechend dampfig). Dadurch wurde viel Feuchte und Nässe von den Fahrgästen (Schuhe und tropfende Schirme) auf die Bahnsteige im Untergrund getragen. Habe mehrere Leute gesehen, die herumrutschten bei den ersten Tritten aus dem Zug auf den Bahnsteig.

    Da wir es hier noch nicht hatten: Die FNP berichtet (offenbar schon seit vorgestern Abend), dass die 14 ab Montag wieder bis Lokalbahnhof rollt. Darin weitere Details zum Takt sowie zur Situation bei einem Verkehr nur auf dem Ostast. Und: Ab Montag soll auch SEV-Bus rollen, oh Wunder!


    Am Tag zuvor hatte die FNP bereits erneut berichtet. Der Totalausfall im Ostend stellt wohl unter anderem Besucher eines Senioren-Mittagstischs vor Probleme. Und traffiQ hatte da noch behauptet, Busunternehmen hätten keine Kapazitäten für einen so kurzfristig erforderlichen SEV ...

    Wie lange stehen sich Fahrer und Wagen dazwischen denn im BB Gutleut Füße/Räder die platt?

    Das Traurige an der Sache ist auch, dass im VGF-Störungstool bei der 14 alles gut ist. Also weder Störung noch geplante Ereignisse. 👎

    In den DFIs auf dem noch bedienten Abschnitt wird den Fahrgästen das Nutzen der Linie auch eher nicht so direkt schmackhaft gemacht: Statt der Ziele (Heilbronner Straße sowie - völlig unverändert - Gustavsburgplatz) wird nur "Zugschild beachten!" angezeigt. Habe auf der Mainzer einige sehr spärlich besetzte Züge gesehen. So gegen 19:15 am Platz der Republik auch einen komplett leeren (Richtung Gallus).


    Am Hauptbahnhof lief auch eine Ansage; habe sie aber nur bruchstückhaft hören können (nur aufgeschnappt: den Hinweis auf Fahrtmöglichkeit zur Habsburger-/Wittelsbacherallee ab West- und Ostbahnhof mit Buslinie 32), da ich weiter musste.


    Mich wundert, dass keine SEV-Busse möglich sind. Für die A-Strecke waren im Sommer schätzungsweise 50 Busse im Einsatz, jetzt braucht man nur ein paar. Und zumindest ab 4. November sollten SEV-Busse verfügbar sein ... wenn die Strab 16 in Bockenheim wieder fährt. :).

    Ich kann mir vorstellen, dass die Busse aus aller Herren Städte ab dem 4. November vielleicht wieder woanders im Land disponiert sind. Und nächste Woche geht auch ein SEV in Oberursel los. Aber würde mich schon interessieren, was die Anfrage der VGF bei den Busunternehmen ergeben hat und warum man sich dann dagegen entschieden hat - und wer Nein gesagt hat: VGF, Traffiq, die Busfirmen oder die Mainova, die es ja vermutlich hätte bezahlen müssen.

    Abgesehen von Dienstplänen wäre es interessant, zu wissen, wie weit der von der Baustelle betroffene Abschnitt tatsächlich ist. Vielleicht muss der Fahrstrom auch in der Haltestelle Zoo oder gar der Schleife abgeschaltet werden? Das würde den vorgeschlagenen Inselbetrieb ganz von alleine unmöglich machen.


    Das geht aber letztlich zurück auf die Frage nach der „Gutsherren“mentalität, die ich, mit Verlaub, sehr unpassend finde. Was soll die traffiQ denn machen? Einfach weiterfahren, auch wenn die Straße gesperrt wird?

    Das habe ich darauf bezogen, dass der Betrieb auf dem Ostast nicht nur eingestellt wird, sondern auch keinen Ersatz bekommt - nicht nur für ein paar Tage, sondern für mehr als einen Monat! Ja, es mag Gründe dafür geben. Aber solches Vorgehen ruft mir einfach jene Zeiten vor der Regionalisierung (1993) in Erinnerung, als die Bundesbahn (besonders) Nebenstrecken nach eigenem Gutdünken betrieb, aber eben nicht auf (lokale Fahrgast-) Bedarfe ausgerichtet. Dass insbesondere Traffiq heute so nicht arbeitet, weiß ich; es verstärkt aber meine Verwunderung.



    Ob die 14 und die Mainkai Sperrung wirklich so viel Zusammenhang haben, kann ich nicht beurteilen.

    Für die Altstatt Teilstrecke könnte da der Lokalbahnhof nicht auch als Endpunkt dienen?

    Der Artikel stellt die Altstadt-14 in den politischen Bezug zur Mainkai-Sperrung. Und die hat ja nun gerade der Verkehrsdezernent selbst hergestellt, so wie ich die seinerzeitigen Artikel dazu auch selbst in Erinnerung habe.

    Aber ein neuer Dienstplan braucht mindestens 6 Wochen Vorlauf. Es geht ja nicht nur darum, eine Linie einfach mal so zu teilen, es müssen ja auch Ablösungen geplant werden. Und da die Linie 14 von beiden Depots gestellt wird und es kaum Dienste gibt, die nur auf einen einzigen Zug geleistet werden, müssen auch die Pläne anderer Linien angepaßt werden.

    Das alles geht nicht von heute auf morgen.

    Nicht böse gemeint, aber Du hast noch diese Sätze vergessen:

    • Das haben wir noch nie so gemacht.
    • Das haben wir schon immer so gemacht.
    • Wo kommen wir denn da hin?


    Wie hat man es dann mit dem Pendel Heilbronner Straße - Gustavsburgplatz hinbekommen ohne 6 Wochen Vorlauf? Was macht die VGF mit den freiwerdenden Fahrern? Sie in bezahlten Urlaub schicken? Ich würde es denen gönnen, aber dafür mehr Individualverkehr und schlechtere Luft in Kauf nehmen, Nein danke.

    Bei dringenden Fällen braucht es doch einen Notfallplan, auch ohne 6 Wochen Vorlauf um den Verkehr zu sichern . 3 Fahrzeuge und 6 Fahrer (z.B. 3 Morgenschichten und Abendschichten) aus Ost für den Pendel Ernst-May-Platz - Zoo muss man doch hergeben können.

    Ein Zitat von Hermann Hesse:

    "Man muß das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen."

    Vielleicht ließe es sich sogar einrichten, dass ein Fahrer mal vorübergehend von Ost statt Gutleut aus eingesetzt wird oder umgekehrt? Möglicherweise finden sich sogar Freiwillige dafür, wenn man mal fragt. Denn es geht ja darum, die Einschränkungen für die Kundschaft möglichst gering zu halten. Also jene Menschen, die nicht ganz gering dazu beitragen, dass die Mitarbeiter ihre Einkommen beziehen :)

    Warum wird das dann nicht gemacht? Dass es womöglich keine Busse und Fahrer für einen SEV ad hoc gibt, verstehe ich ja. Aber Straßenbahnfahrzeuge und -fahrer sind ja vorhanden und für die (komplette) Linie bereits disponiert gewesen. Wenn diese auf etwa einem Drittel ihrer Strecke nicht verkehrt (Zoo-Hbf), sollte doch genug Kapazität frei sein, um auf beiden Teil-Ästen wenigstens halbwegs das normale Angebot zu fahren, schätze ich mal. Oder liege ich da falsch?

    Zitat

    Ein Ersatzverkehr wird nicht eingerichtet, denn es stehen diverse andere Fahrtmöglichkeiten zur Verfügung. So ist der Zoo ab Konstablerwache mit der Linie U7 erreichbar. Der südliche Teil der Grzimek-Allee ist von der Hanauer Landstraße aus zugänglich, wo die Linie 11 an der Haltestelle „Zobelstraße“ hält. Bornheim wird von der Linie U4 erschlossen. Der Ernst-May-Platz wird von der Buslinie 38 angefahren, die Haltestelle Bornheim Mitte von den Buslinien 34, 38, 43 sowie OF103.

    Die Meldung wurde kürzlich aktualisiert. Die VGF hat die geplanten Linienverlängerungen für 34 und 43 wieder gestrichen. Dass der 38er zum Ernst-May-Platz fährt, ist zwar richtig, diese Linie ist aber ja nur für die Ankunft-Relation nützlich.


    Wieso aber erwähnt die VGF nun die Buslinien an der Haltestelle Bornheim Mitte, verschweigt aber die naheliegenden Fahrtalternativen? Das hinterlässt gerade einen recht unprofessionellen desinteressierten Eindruck.

    Zitat

    Ein Ersatzverkehr wird nicht eingerichtet, denn es stehen diverse andere Fahrtmöglichkeiten zur Verfügung. So ist der Zoo ab Konstablerwache mit der Linie U7 erreichbar. Der südliche Teil der Grzimek-Allee ist von der Hanauer Landstraße aus zugänglich, wo die Linie 11 an der Haltestelle „Zobelstraße“ hält. Bornheim wird von der Linie U4 erschlossen. Der Ernst-May-Platz wird von den Buslinien 34, 38 sowie 43 angefahren.

    Bin ich gerade als einziger schockiert, wie lapidar die Stadt (=Traffiq) hier gutsherrenartig einfach einen kompletten Straßenbahnast von heute auf morgen und auch noch für mehr als einen Monat wegfallen lässt ohne jeden Ersatz?

    Auch gelesen. Interessant fand ich:

    1. Oesterling selbst setzt ein Fragezeichen bei der gleichzeitigen Fertigstellung aller drei Verlängerungen zu Ende 2024.
    2. Am westlichen Ende der Römerhof-Verlängerung soll es eine Abstellanlage geben. War mir neu. Hab ich das bisher überlesen?
    3. Die Grafik der FNP verortet die Verlängerungsstrecke nicht auf dem alten (Güter-) Bahndamm, sondern im Verlauf der Straße Am Römerhof.

    Ja, Du verpeilst ;) Im Projektvorstellungs-PDF zeigt die DB eine schematische Übersicht. Die Übersicht ist aber nicht genau, ob Galluswarte–Mainzer Landstraße über eine Weichenverbindung möglich wird. Die Strecke Galluswarte–Griesheim/Niederrad liegt in jedem Fall unter dem Neubaugleis (dafür ist ja extra das Kreuzungsbauwerk entstanden.) Siehe Bilder 7, 8 und 9 im Beitrag #1.

    Nur mit recht kurzem Vorlauf kündigen RMV und VGF die Einschränkungen wegen der Bombenentschärfung an der Lahmeyerbrücke an:

    Bei RE54, RB59 und RE59 entfallen einige Fahrten teilweise, einige werden über Offenbach umgeleitet, Infos dazu beim RMV.

    Hier die Eilmeldung, dass Viabus pleite ist: https://www.erlensee-aktuell.c…auswirkungen-noch-unklar/ sowie hier die Meldung, dass alle Viabus-Linien mit sofortiger Wirkung eingestellt werden: https://www.erlensee-aktuell.c…ngebot-aufrecht-erhalten/



    Ist "leider" nur das Wochenblatt. Ich hatte gehofft, dass die lokalen Nachrichtenportale die Nachricht auch aufnehmen, wenn das große Verkehrschaos wegen der eingestellten Viabusse ausbricht, aber bisher noch nichts.

    Vielen Dank für die Quelle. Wie kommst Du darauf, aus dieser Quelle solche Schlüsse zu ziehen? Dort heißt es lediglich:

    Zitat

    (ms/ea) – Wie eine Sprecherin des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV) gegenüber Erlensee Aktuell bestätigte, hat BRH Viabus den RMV über seinen Insolvenzantrag am Donnerstagvormittag informiert. „Unser oberstes Ziel ist dabei selbstverständlich, dass das Fahrtenangebot aufrecht erhalten wird und die Gehaltszahlungen an die Busfahrerinnen und Busfahrer sichergestellt sind“, so die Sprecherin abschließend.

    "Chaos" oder "eingestellte Linien" scheinen also Falschinformationen zu sein. Was auch erklären würde, dass zuverlässige Quellen bisher nicht eilig darüber berichten.