Beiträge von sdni

    Andere Bundesländer sind weniger zimperlich: Hamburg sperrt die A7:

    https://www.ndr.de/nachrichten…ng-Sueden,asieben496.html

    Hier dient die Sperrung letztlich dem Autoverkehr: Die A7 wird in diesem Bereich 8streifig ausgebaut (und immerhin eingehaust, das bekäme man in Hessen niemals hin). Unter solchen Umständen kann man eine Autobahn zur Hauptferienzeit schon mal sperren. Aber die A5 sperren, damit eine S-Bahn endlich wieder vernünftig fahren kann. Das geht natürlich gar nicht.

    Es ist erfreulich, dass ab Montag wenigstens zwischen Oberursel und Bad Homburg wieder ein 15-Minuten-Takt eingerichtet wird und damit die Umsteigezeit in Richtung Frankfurt deutlich verkürzt wird. Warum nicht gleich so? Und warum nicht über Seulberg bis Friedrichsdorf, da fehlt die Taunusbahn bis Ende August?


    Das Fahrgastaufkommen auf der S5 ist seit Anfang Juli drastisch zurückgegangen, daher sind die aktuell verkehrenden Vollzüge ausreichend, wo zuvor volle Langzüge unterwegs waren. Teilweise wird wohl auf die U2 ausgewichen (das geht ab Montag nicht mehr), wahrscheinlich sind viele Fahrgäste schlicht aufs Auto umgestiegen, sofern sie eins besitzen.


    Dass die notwendige Sperrung der A5 für 48 Stunden von "Hessen Mobil" erst im September erlaubt wird und damit die massiven Einschränkungen auf der S5 länger bestehen als es erforderlich wäre, muss man sich erstmal auf der Zunge zergehen lassen. Ich hatte mir unter der "Verkehrswende", die Herr Al-Wazir in seinen Sonntagsreden gerne feiert, etwas anderes vorgestellt.

    Das ist dann ja fast, auf ganze Stunden gerundet, instantan!

    Jetzt wollen mir wahrscheinlich noch alle erzählen, dass es eine total tolle Verbindung ist oder wie? Von F-Hbf nach Bad Homburg sind es planmäßig 31 Minuten, korrekt. Meine Aussage bezog sich auf die Gegenrichtung. Aber Richtung Bad Homburg ist es so, dass man in F-Rödelheim genau 4 Minuten Umsteigezeit geplant hat. Die S3 fährt leider ebenfalls häufig ihrem Fahrplan hinterher. Wenn man den Anschluss verpasst, steht man eine halbe Stunde in F-Rödelheim. Auch nicht so das allergrößte Vergnügen und dann haben wir sogar mehr als eine Stunde Gesamtreisezeit.

    46 Minuten sind nicht "fast eine Stunde".


    Ja, die Fahrzeit und die Anschlüsse könnten in dieser Richtung besser sein. Trotzdem ist die Behauptung "fast eine Stunde" nicht zutreffend.

    Jetzt wird genau gerechnet! Sonst erzählt mir die Bahn gerne, dass eine Verspätung von 5:59 Minuten - wenn alle Anschlussbusse weg sind - noch "pünktlich" bedeutet.


    46 Minuten (und damit +25 gegenüber der planmäßigen Fahrzeit ohne Störung) setzen voraus, dass die S4 mal pünktlich ist - auch kein allzu häufiges Ereignis. Und dann müssen die nicht wenigen Fahrgäste aus der S5 ja auch noch in die S4 hineinpassen, die meist bereits gut gefüllt von Eschborn daherkommt. Sollte es der DB tatsächlich gelingen, diese entgegen sonstiger Gepflogenheiten als Langzug fahren zu lassen?

    Heute, einen Tag (!) vor Beginn dieser Zumutung für den Fahrgast (fast eine Stunde Fahrzeit von Bad Homburg nach F-Hbf mit zweimal Umsteigen) informiert nun auch die DB auf den Anzeigetafeln der Bahnhöfe über diesen Umstand. Auch erfolgten am Bahnhof Bad Homburg entsprechende automatisierte Ansagen. Leider mit etwa 15 Sekunden Zeitversatz auf den beiden Bahnsteigen, so dass eine völlig unverständliche Kakophonie die Folge war. Passt.


    Muss man noch erwähnen, dass mal wieder ein Kurs der S5 den ganzen Tag über nur als Vollzug statt als Langzug unterwegs war? Wird es der Bahn je gelingen, dieses und zahlreiche andere Probleme in den Griff zu bekommen? Liest man die Aussagen von Bahnchef Lutz ("ich leide wie ein Hund") in der SZ vom 30.6.2022 - nur in der Printausgabe bzw. online mit Bezahlschranke - wird man hier zumindest für die 20er Jahre alle Hoffnung fahren lassen können:


    https://www.sueddeutsche.de/wi…tz-1.5611930?reduced=true

    Rüste doch Mal bitte ein bisschen verbal ab. Ich bin mir ziemlich sicher, dass die ganze Situation nicht existiert, um dich persönlich zu beleidigen.


    Und dabei geht leider der einzige valide Kritikpunkt, den ich bisher gelesen habe — nämlich: schlechte Kommunikation — ein bisschen unter.


    Also, meine Bitte: durchatmen, anerkennen, dass das einfach eine schwierige Situation ist, davon ausgehen, dass das Betriebspersonal sein bestes gibt und dich nicht ärgern will, und dann das, was wirklich schlecht läuft, unaufgeregt kritisieren.

    Wer die S5 nicht wenigstens hin und wieder benutzt, sollte sich zurückhalten mit irgendwelcher Kritik an denen, die sich täglich damit ärgern müssen.

    Stimmt nicht ganz, der BÜ befindet sich ja noch vor der Weiche, hätte vom Fdl also schon für die Fahrt eingeschaltet werden können, muss aber manuell gemacht werden, vielleicht hat da einer nicht dran gedacht. Außerdem kommt dann noch hinzu, das BÜs nicht so lange zugehalten werden dürfen, weil die Leute sonst trotzdem um die Schranken drum herum gehen. Da gibt es Forderungen vom EBA, dass das nicht sein darf.

    Es geht um insgesamt wenige Minuten Schließzeit der Schranke. Der Übergang in Oberursel ist kein Vergleich zu dem Bahnübergang in Dreieich-Buchschlag (Buchschlager Allee), der viel länger geschlossen ist.

    Keine Lösung aber man könnte zumindest die S4 von 2 auf 3 Wagen verlängern.

    Dann steigen die Kapazitäten zumindest ein wenig.

    Auch wenn man die S4 in dieser Zeit durchgängig als Langzug fahren würde, ist das völlig unzureichend. Im Normalbetrieb fahren S3/4, S5 und S6 zwischen F-Hbf und F-West im 5-Minuten-Takt, in der HVZ größtenteils als Langzüge. Die S3/4 ist dann bereits völlig überfüllt, vor allem stadtauswärts auf dem Weg nach Eschborn. Und dann sollen noch alle Fahrgäste der S5 da rein (die müssen ja in F-Rödelheim umsteigen) und alle aus der S6, die sonst bis F-West damit fahren? Das ist völlig utopisch, wer so etwas plant, fährt nicht mit der S-Bahn. Selbst wenn in den Sommerferien weniger Betrieb ist, wir haben noch bis Ende August das 9-Euro-Ticket - und dann kommt der September, z. B. auch mit der Messe "Automechanika".


    Apropos Langzüge: Gestern fuhr den ganzen Tag über einer der Züge der S5 als Vollzug (auf der Anzeigetafel: "ein Wagen fehlt"). Wieso klappt das einfach nicht?


    Für den Betrieb der S5 im aktuellen Krisenmodus hätte ich noch einen Vorschlag: Gestern Abend musste die S5 ab HG 18:15 Uhr Richtung F-Süd in Oberursel auf den etwa 8 Minuten verspäteten Gegenzug warten. Dann hätte es eigentlich weitergehen können, doch es kam die Ansage des Zugführers, dass jetzt erst einmal die Schranke für den Autoverkehr (Adenauerallee) geöffnet würde. So fuhr meine Bahn dann weitere Verspätungsminuten ein. Wie kann so etwas sein? Der Autoverkehr profitiert doch ohnehin vom ausgedünnten Takt und wird dann noch gegenüber der Bahn bevorzugt? Ist das die Verkehrswende?


    Und wo bleibt die offizielle Kommunikation von DB und RMV zu dem ganzen Thema? Der 2. Juli ist nächste Woche.

    Ist es also tatsächlich so, dass das Stückern der S5 über 3 Monate hinweg der Betriebsstabilität während der Eingleisigkeit dienen soll? An der eigentlichen Baustelle - der Brücke über die A5 - kann es nicht liegen. Da wurde im März das defekte Stück (das Gleis Richtung Frankfurt) herausgehoben und soll Ende September wieder eingebaut werden. Aus täglicher Erfahrung stimme ich all denen zu, die im Moment das Problem bei der Taunusbahn sehen. Würde man die verbliebenen Verbindungen zwischen Hbf und Bad Homburg streichen, würde sich das positiv auf die Pünktlichkeit in der Phase der Eingleisigkeit zwischen F-Rödelheim und Oberursel auswirken.


    Das vorgesehene Stückeln der S5 zwischen F-Rödelheim und Oberursel sowie zwischen Oberursel und Friedrichsdorf wird nichts als Chaos bringen. Die S3 ist zwischen F-Hbf und F-West bzw. F-Rödelheim ohnehin schon völlig überfüllt. Und da sollen zusätzlich alle Fahrgäste rein, die sonst z. B. zwischen F-Hbf und F-West die S6 nehmen bzw. der gesamten Verkehr der S5? Nie im Leben wird das funktionieren.


    Sollten andere Bauarbeiten als die Reparatur der Brücke die Ursache für diesen Plan sein, würde ich dringend eine Verschiebung dieser Arbeiten empfehlen.


    Den höchst gereizten Reaktionen zahlreicher Beteiligten in diesem Thema entnehme ich, dass hier einige beim RMV, der DB oder dem zuständigen Ministerium arbeiten. Kann jemand herausbekommen, was tatsächlich der Hintergrund ist? Und noch was, niemand erwartet, dass der Herr Professor Ringat oder der Herr Minister Al-Wazir persönlich das Thema übernehmen. Aber sie sollten dafür sorgen, dass sich in ihren Häusern jemand kümmert.

    Was ist eigentlich die Quelle dafür?

    Ich habe zufällig in der 1. Juliwoche eine Verbindung zwischen Frankfurt und Bad Homburg gesucht. Sowohl die DB-Webseite als auch die des RMV zeigen genau die geschilderte Stückelung der S5, für den Zeitraum 2.7. bis 30.9. Aber hier liegt ja schon ein Teil des Problems: Offizielle Kommunikation habe ich dazu weder bei der DB noch beim RMV gefunden. Deren Aufgabe wäre es doch, die Tatsache an sich, die Gründe dafür und möglichen SEV zu kommunizieren.


    Darüber hinaus: Wenn sämtliche Schienenstrecken nach Norden - S5, S6 sowie die A-Strecke über einen beträchtlichen Zeitraum gleichzeitig stillgelegt oder gestückelt werden, dann braucht es Koordination. Wäre das nicht auch Aufgabe des RMV? Hat hier irgendjemand Aktivitäten wahrgenommen?


    Ich habe schon lange den Eindruck, dass die Belange der Fahrgäste, die gerne pünktlich von A nach B kommen wollen, bei allen Verantwortlichen, ob DB, RMV, Verkehrsministerium usw. usf. überhaupt keine Rolle spielen.


    Langfristige Konzepte machen ist richtig und wichtig - dringender ist die Behebung akuter Probleme und davon hat der ÖPNV in Rhein-Main genug. Leider niemanden, der sich verantwortlich fühlt und kümmert.

    Es verwundert schon, dass in einem Land, das einmal für seine Stahlproduktion berühmt war (Krupp, Thyssen!), für dieses kurze Stück Brücke nicht ausreichend Stahl verfügbar sein soll. Wenn es um den Autoverkehr geht, besteht dieses Problem anscheinend nicht, bei der Salzbachtalbrücke der A66 bei Wiesbaden hat kürzlich der Stahlbau begonnen:


    https://www.sueddeutsche.de/wi…20090101-220613-99-650188


    Ist das die "Verkehrswende" von Herrn Al-Wazir, der mal bei den "Grünen" gewesen sein soll? Vielleicht hätte man ja von den 2810 Tonnen Stahl der Autobahnbrücke ein paar für die S5 abzweigen können?


    Ab dem 2. Juli tritt eine weitere Stufe der Erschwernis für die ohnehin leidgeprüften Fahrgäste der S5 in Kraft. Für bald 3 Monate (bis 30. September) scheint die S5 in zwei Teilstücke zerlegt zu werden und verkehrt nur noch zwischen F-Rödelheim und Oberursel sowie zwischen Oberursel und Friedrichsdorf. Wer vom Frankfurter Hauptbahnhof nach Bad Homburg möchte, muss also sowohl in F-Rödelheim als auch in Oberursel umsteigen. Insbesondere letzterer Umstieg verwundert - wozu ist das denn gut? Da für einen guten Teil dieses Zeitraums auch die S6 zwischen F-Süd und Bad Vilbel komplett entfällt, fährt von F-Süd in die Innenstadt nur noch die S3/4 im Viertelstundentakt, das gleiche gilt für die Verbindung vom Hauptbahnhof über F-West nach F-Rödelheim. Für Friedberg, das durch die Sperrung der S6 ebenfalls nur noch über lange Umwege an Frankfurt angebunden ist, entfällt damit auch die Alternative mit der RB16 über Friedrichsdorf und dann die S5.


    In den wenigen Restzügen wird es sicher kuschelig, denn das 9-Euro-Ticket hat nach meinem Eindruck dazu geführt, dass auch die Fahrgastzahlen der S-Bahn in etwa wieder auf Vorkrisenniveau sind. Ungenutzte Wagen gibt es bei diesem Betriebskonzept eigentlich genügend, mal schauen, ob es die Bahn auf die Kette bekommt, wenigstens auch die S4 als Langzüge zu fahren.


    Einzige Direktverbindung zwischen Hauptbahnhof und Bad Homburg sind die wenigen verbliebenen Züge der RB15. Aber die sind auch keine sichere Bank, durch die Verknüpfung der RB15 mit der RB12 nach Königstein wirken sich Probleme auf letzterer Strecke immer auch auf die andere aus. Da kann man schon mal blöd am Hauptbahnhof stehen und die eben noch auf der Tafel angezeigte RB15 verschwindet ohne weiteren Kommentar einfach und fährt schlicht nicht.


    So werden die Probleme im S-Bahnnetz eine neue Stufe erreichen. Schon aktuell sind die Züge der S5 weiterhin teilweise massiv verspätet, was auch die ohnehin wackelige S3/S4 immer wieder beeinträchtigt. Entgegen allen Ankündigungen sind auch immer wieder nur Vollzüge statt Langzüge im Einsatz, aber das betrifft eigentlich alle Linien.


    RMV, Bahn und den Herrn Al-Wazir scheint all das wenig zu interessieren. Da geht man lieber absurden Ideen wie Meetingtischen im Pendlerzug nach, statt sich den akuten Problemen zu widmen (ich weiß, das wurde hier bereits ausführlich diskutiert):


    Gemeinsam für die Mobilitätswende: Land, RMV und Deutsche Bahn stärken mit Intensivprogramm die Schiene in Hessen


    Wäre es nicht so traurig, es wäre eine Super-Comedy!

    An diesem Wochenende baut die DB das defekte Teil der Bahnbrücke der S5 über die A5 aus. Noch bis heute Nachmittag ist dafür die A5 Richtung Kassel zwischen Nordwestkreuz und Bad Homburger Kreuz gesperrt:


    https://www.fnp.de/frankfurt/s…-bruecke-zr-91399401.html


    Auch die S-Bahn fährt nicht. Ab Rödelheim besteht ein SEV mit Bussen.


    In der Printausgabe der FNP vom 12.3. wird noch etwas ausführlicher berichtet, dass das 50 Tonnen schwere Teil mit einem Transporter nach Koblenz zur Reparatur gebracht wird und zwischen dem 20. und 22. Mai wieder eingesetzt werden soll. Nach Wiederherstellung des Oberbaus mit Schienen und Schwellen soll der Normalbetrieb auf der Strecke ab dem 30. Mai wieder möglich sein.

    1. Kommt auf die Statistik an. Wenn man den Prozentsatz der pünktlichen Züge angibt, dann zählen ausgefallene sicherlich als nicht pünktlich. Wenn man aber angeben will wie viel Verspätung alle Züge durchschnittlich haben, soll man dann ausgefallene mit ∞ Verspätungsminuten einrechnen?

    Ich würde die Verspätungsminuten für ausfallende Züge aus Fahrgastsicht berechnen: Nämlich die Minuten bis zur nächsten möglichen Verbindung. Wenn eine Bahn nur alle 30 Minuten fährt, sind das bei einem Ausfall 30 Minuten - sofern die Folgebahn pünktlich fährt, sonst würde ich deren Verspätung noch dazu rechnen.

    Bei der ganzen Misere spielen sicherlich zwei Faktoren eine Rolle:


    1. Da gänzlich ausfallende S-Bahnen in der Statistik offensichtlich als "pünktlich" gewertet werden, ist für die DB der Anreiz groß, Züge erst gar nicht auf die Strecke zu lassen als Verspätungen zu riskieren


    2. Die DB hat in den beiden Coronajahren gesehen, dass die Politik unbegrenzt Steuergelder fließen lässt, um jegliche Defizite auszugleichen. Warum sollte sich also das Unternehmen um seine Kunden bemühen?


    Der RMV scheint sich für das S-Bahn-Chaos nicht zu interessieren - vielleicht ebenfalls aus Grund 2?

    Die S5 fährt weiterhin im Halbstundentakt mit teilweise beträchtlichen Verspätungen.


    Diese wirken sich natürlich auch auf die S3 und S4 und darüber hinaus im gesamten Netz aus. Die S6 ist durch die Bauarbeiten beeinträchtigt, S8 und S9 sind bei Rüsselsheim unterbrochen, durch die Umleitungsverkehre fährt die S1 nur im Halbstundentakt.


    Alles in allem selbst für die ohnehin störungsanfällige S-Bahn Rhein-Main ein ziemliches Durcheinander.

    Auf meine Anfrage bei der Bahn erhielt ich heute folgende Antwort:


    "Eine Sanierung der genannten Brücke ist technisch möglich. Die Arbeiten zur Instandsetzung sollen bis voraussichtlich Mitte/Ende Mai andauern. Dazu muss die Strecke auch zeitweise komplett gesperrt werden. Weitere Informationen dazu werden rechtzeitig bekanntgegeben."


    So werden die massiven Störungen auf der S5, die sich ins gesamte Netz auswirken, noch viele Monate andauern.

    Wenn es tatsächlich um die Brücke über die A5 geht - warum läuft dann der Verkehr auf der Autobahn völlig ohne Einschränkungen weiter?


    Nach dem Debakel mit der Salzbachtalbrücke in Wiesbaden und der Brücke in Niedernhausen ist es nun schon das 3. Mal in kurzer Zeit, dass marode Brücken den S-Bahn-Verkehr massiv beeinträchtigen. In Anbetracht der jahrzehntelangen Versäumnisse bei der Pflege der Infrastruktur wird es auch nicht das letzte Mal sein.


    Auf der S5 hat sich das Chaos der ersten Tage insofern etwas stabilisiert, als die Verspätungen der noch fahrenden Züge "nur" noch zwischen 10 und 25 Minuten betragen. Am Montag waren es noch bis zu 45. Leider schafft es die DB nicht, die verbleibenden Verbindungen durchgängig als Langzüge zu fahren, es sind vielfach noch Vollzüge unterwegs. Das hat vielleicht auch dazu beigetragen, dass der Hochtaunuskreis inzwischen Corona-Hotspot ist.


    Besonders traurig ist mal wieder die Kommunikation. Beim RMV wird einfach nur lapidar eine Betriebsstörung verkündet, "Dauer unbekannt". Bei der DB heißt es "Ende nicht abschätzbar".