Beiträge von sdni

    Ansonsten kannst Du schnell und schmutzig einfach ein Skript (in PHP, Perl, ...) aufsetzen, was meinetwegen alle 30 Sekunden z. B. für den gewünschten Bahnhof die Ankunftstafel pollt (dafür bräuchte man noch nicht mal eine Skriptsprache, ein Shellskript und wget tun's völlig). Dann einfach die zurückerhaltene HTML-Datei auswerten und da die Pünktlichkeitsdaten mitloggen. Oder aus den Verspätungsdaten der einzelnen Zugläufe den aktuellen Standort anzeigen (gut, dafür brauchst Du noch XY-Koordinaten der Bahnhöfe, um die Werte dann darstellen zu können, aber auch das ist letztlich Kleinkram). Alles kein Hexenwerk und quasi in 15 Minuten zusammenprogrammiert.


    Alles kein Hexenwerk und quasi in 15 Minuten zusammenprogrammiert.

    dann mal los!

    flightradar fängt die Funksignalen auf, die die Flugzeuge unverschlüsselt senden (i.W. ADS-B). Sowas wäre mir bei der Bahn neu.


    Ich kann mir nicht vorstellen, dass dies bei der Bahn in der heutigen Zeit technisch nicht möglich sein soll. Die Frage ist wahrscheinlich eher, ob der Wille dafür da ist.


    Die Einstellung der Zugradar-App würde dazu durchaus passen. Wenn man sich dort beliebige Züge und deren Verspätung hat anzeigen lassen, konnte man auch Zweifel bekommen, ob die Pünktlichkeitsangaben der DB im Fernverkehr wirklich realistisch sind.

    Und auch heute morgen wieder eine Großstörung: Diesmal ein Feuerwehreinsatz im Innenstadttunnel. Ein brennender Gleismagnet ist immerhin mal etwas Neues. Die Folge sind zahlreiche Zugausfälle auf allen Linien. Weitere Ausfälle und große Verspätungen werden sich erfahrungsgemäß weit in den Tag ziehen, auch wenn die Ursache behoben sein sollte. Und dann soll ich an mehr als 90 % pünktliche Züge glauben?


    Und lieber Herr Kötting, das ist schon seit 40 Jahren so. So lange gibt es die Frankfurter S-Bahn und so lange fahre ich schon damit und ärgere mich über Zugausfälle und Verspätungen aller Art. Die echten Statistiken dazu hat sicherlich die DB. Mir als Kunde wird so etwas leider nicht zur Verfügung gestellt. Oder nur in einer Form, die mich an die Behauptungen der Autoindustrie zu Verbrauch und Abgaswerten ihrer Fahrzeuge erinnert.


    Besonders bitter finde ich, dass hier eine hervorragende Gelegenheit verpasst wird. Wahrscheinlich wird es bald Fahrverbote in der Frankfurter Innenstadt geben. Die Chance für eine echte Verkehrswende ist so gut wie lange nicht. Und die brauchen wir dringend! Aber mit dem ständigen Chaos bei der S-Bahn wird es nicht gelingen, den Anteil der Bahn am Verkehrsgeschehen deutlich zu steigern.

    Zitat von »sdni« Ich gehe davon aus, dass diese Statistiken von der DB selbst erstellt und somit geschönt werden.
    Wenn Du schon sowas behauptest: Ich bekomme jetzt von Dir hier einen Beweis für Deine Aussage. Oder willst Du nur substanzlos und ohne Hintergrundwissen stänkern?


    Ein etwas höflicherer Ton bitte, Herr Kötting!


    Zur Sache: Umgekehrt wird ein Schuh draus:


    Wenn Pünktlichkeitsgrade von über 90 % behauptet werden, dann möge bitte die DB beweisen, dass dies tatsächlich so ist. Die Rohdaten sind mit Sicherheit vorhanden und müssten nur veröffentlicht werden. Bei Flightradar24 kann man sich auch für jeden beliebigen Flug die Pünktlichkeitsstatistik über ein Jahr in die Vergangenheit anzeigen lassen. Das muss auch bei der S-Bahn gehen.


    Ich würde mir gerne anschauen, wann jede einzelne S-Bahn planmäßig ihr Ziel erreichen sollte und wann dies tatsächlich der Fall war. Dort müssten dann auch gestrichene Verbindungen gezeigt werden.


    Es würde sehr schnell klar, dass die mehr als 90 % Pünktlichkeit mit Sicherheit ohne ausgefallene Verbindungen und unter Vernachlässigung von Großstörungen gerechnet werden. Das ist aber nicht akzeptabel. Mir als Kunde ist egal, warum ein Zug ausfällt oder stark verspätet ist. Wenn ich in den letzten Wochen 8x die S5 fahre und davon 3x über die 10-Minuten-Garantie Geld zurück bekomme, dann glaube ich nicht an mehr als 90 % Pünktlichkeit. Auch letzte Woche gab es wieder 2 Großstörungen mit Ausfällen und enormen Verspätungen: Donnerstag Polizeieinsatz an der Hauptwache, Freitag Personen im Gleis...

    Ich gehe davon aus, dass diese Statistiken von der DB selbst erstellt und somit geschönt werden. Diese Zahlen haben den gleichen Wert wie die Angaben der Autoindustrie zu Verbrauch und Schadstoffemissionen ihrer Fahrzeuge. Es müsste eine unabhängige Stelle geben, die diese Erhebungen macht, dann sähe das Ergebnis komplett anders aus.


    Aktuell gibt es ja - laut Homepage RMV - auch schon wieder Störungen auf der S5 (Bahnübergang in Oberursel, das ist alle paar Wochen dasselbe) und Weichenstörung bei Raunheim bei der S8 und S9.


    Seit 40 Jahren ist die DB nicht in der Lage, einen reibungslosen S-Bahn-Verkehr im Rhein-Main-Gebiet zu bieten.

    Dass das Rhein-Main-Gebiet die unpünktlichsten S-Bahnen Deutschlands hat, ist nun noch einmal amtlich bestätigt. Und sorry, Leute, selbst diese Statistik ist doch geschönt. Nie im Leben waren 2018 97 % der Züge der Linie S5 weniger als 6 Minuten verspätet. Da sind doch mit Sicherheit alle Großstörungen herausgerechnet, der Komplettausfall von Zügen usw. Ich lasse mir andauernd 10-Minuten-Garantien erstatten, das dürften dann ja nochmal deutlich weniger als 3 % der Züge sein, denn es sind ja auch welche zwischen 6 und 10 Minuten verspätet. Diese Statistik gibt nicht die Realität wider.

    Kein Tag ohne Störungen: Am Vormittag wurde die S5 durch eine Schrankenstörung zwischen Stierstadt und Oberursel ausgebremst, 10 Minuten Verspätung bis Bad Homburg.


    Am Abend fielen dann - warum auch immer - die Kurzpendel aus, die S5 fuhr nur im 30-Minuten-Takt.


    Und weiterhin habe ich nicht den Eindruck, dass dieses tägliche Chaos im S-Bahn-Betrieb bei DB, RMV oder Verkehrsministerium irgendjemanden interessiert. Vor 3 Wochen hat sich diese Riege mal kurz zum 40jährigen Jubiläum der Frankfurter S-Bahn selbst bejubelt, ohne ein Wort zu den untragbaren Problemen zu verlieren, seither herrscht wieder Funkstille.

    Ich kam Anfang der 90er Jahre nach Frankfurt und mein Eindruck der S-Bahn damals war: verheerend ! Noch verheerender als heute, trotz Personal auf den Tunnelbahnhöfen. Ganz einfach: Bei der Stadtbahn gab es einzelne kaputte Türen und Fenster. Bei der S-Bahn gab es einzelne Fenster und Türen, die nicht kaputt waren. In der Rundschau gab es regelmäßig Berichte über abendliche Überfälle auf Fahrgäste auf den Außenstrecken.
    Das wurde erst besser, seit ab Mitte der 90er Jahre ab 21 Uhr in jedem Zug Sicherheitspersonal eingesetzt wird.

    Ich sage ja, ein 40jähriges Trauerspiel. Irgendetwas war immer. Und ganz besonders schwach ist über 40 Jahre hinweg die Kommunikation der DB bei Störungen.

    Heute ist übrigens der 40. Jahrestag der Inbetriebnahme des Innenstadttunnels der S-Bahn zwischen Hauptbahnhof und Hauptwache. Ein 40jähriges Trauerspiel.


    Sicher wäre es sehr hilfreich, wenn die S-Bahn Rhein-Main mehr eigene Gleise hätte und weniger Mischverkehr. Das würde ganz gewiss für einen stabileren Normalbetrieb sorgen, weniger Verspätungen, bessere Takte ermöglichen. Mit dem "S-Bahn-Plus" Programm gibt es ja durchaus Ansätze in diese Richtung, wenn auch zuwenige. Und dann dauert das ja alles Jahrzehnte.


    Aber hätten mehr eigene Gleise die heruntergerissene Oberleitung in Rödelheim dieser Tage verhindert und die träge Reaktion der Verantwortlichen darauf? Hätte das die Weichenstörungen, Signalstörungen im Tunnel vermieden? Irgendwen daran gehindert, auf den Gleisen herumzuspazieren? Einen Luftballon von der Oberleitung geholt?
    Nein!


    Hier müssten die Verantwortlichen handeln. Von 1978 an bis in die 90er Jahre waren alle unterirdischen Stationen mit Personal besetzt. Gäbe es das heute noch, so könnte man zumindest die Zahl der Gleisspazierer verringern und den Luftballonträger vom Bahnsteig holen, bevor wieder Chaos ausbricht.
    Und die marode Infrastruktur muss kurzfristig erneuert werden und nicht erst in 20 Jahren. Ich hoffe darauf, dass ab Anfang August zumindest die Signalstörungen im Innenstadttunnel weniger werden. Aber das genügt nicht.


    Ich sehe leider bei allen Verantwortlichen eine üble Null-Bock-Haltung in dieser Frage. DB und RMV wären dringend gefordert, tun aber nichts. Warum macht die Stadt Frankfurt keinen Druck, die doch ein Interesse haben sollte, möglichst viele Pendler auf die Schiene zu holen? Das Land Hessen mit seinem grünen Verkehrsminister?

    Wie ich schon vor Wochen sagte, kaum ein Tag vergeht mehr ohne Großstörung.


    Ich habe nicht den Eindruck - zumindest liest man nichts dergleichen - dass einer der Verantwortlichen bei DB oder RMV irgendetwas gegen dieses permanente Chaos vorhat zu unternehmen. Der RMV kassiert von seinen Fahrgästen weiterhin Mondpreise für erbärmliche Leistungen.


    Frankfurt bildet sich immer gerne ein, es sei eine Weltstadt. Mit diesem jämmerlichen S-Bahn-Betrieb kann man da nur laut lachen.

    ... und heute Abend ist es eine Signalstörung an der Ostendstraße. Wie ich sage, kaum ein Tag vergeht ohne Großstörung.


    Wir haben hier nicht nur ein Kommunikationsproblem. Die Sprachlosigkeit der DB ist schlimm genug, aber schlimmer sind die permanenten Störungen an sich. Die DB ist mit dem Betrieb des Frankfurter S-Bahn-Netzes völlig überfordert. Die Signalstörung fällt womöglich in die Kategorie "verrottete Infrastruktur". Wird das nach der Sanierung ab August wirklich besser?

    Die FAZ bringt es auf den Punkt. Was den Fahrgästen der Frankfurter S-Bahn tagtäglich geboten wird, ist eine Katastrophe. Es vergeht kaum ein Tag mehr ohne Großstörung: Personen im Gleis, Stellwerkstörung, Weichenstörung, Luftballons oder Kräne in der Oberleitung, Stromausfall, was auch immer.


    Und in diesem Jahr kommen auch noch fast 9 Wochen Streckensperrung im Innenstadttunnel hinzu, was den RMV aber keineswegs veranlasst, für diese Minderleistung die happigen Preise ein wenig zu mindern. In wenigen Tagen können wir den 40. Jahrestag dieses DB-Desasters feiern. Was die Fahrgastinformation angeht, so hat die DB in diesen 40 Jahren nichts, aber auch gar nichts dazu gelernt. Klar, es gibt inzwischen Apps, aber was hilft das, wenn die keine oder falsche Informationen anzeigen?


    Ich habe die Konsequenzen gezogen, mein Jahresabo gekündigt und fahre jetzt an den meisten Tagen mit dem Auto. Da gibt es auch mal einen Stau, aber im großen und ganzen komme ich wesentlich pünktlicher und entspannter an Ziel.

    Wenn eines der Ziele sein soll, die Fahrgäste gleichmäßig auf alle Türen zu verteilen, dann müsste es die DB aber endlich mal hinbekommen, die richtige Zuglänge (Kurz-, Voll- oder Langzug) auf die Anzeigetafeln zu bringen. Es ist noch immer gar nicht selten, dass ein Langzug angezeigt wird, dann aber nur ein Vollzug einfährt. Dann darf man sich nicht wundern, wenn die Fahrgäste länger brauchen, bis sie endlich im Zug sind. Da werden dann auch Einstiegslotsen nichts helfen.

    Meiner Beobachtung nach hatten die Fahrgastlenker 2016 am Hauptbahnhof keinerlei Wirkung. Ich habe jedenfalls keinen gesehen, der Fahrgäste daran gehindert hätte, in die sich schließenden Türen zu grätschen. Manchmal standen die Jungs in Grüppchen rum und quatschten.


    Ich bin weiterhin der Meinung, dass nur eine Zwangsschließung der Türen die Pünktlichkeit verbessern würde, wie jahrzehntelange beim ET 420 praktiziert und genauso in den meisten U- und S-Bahnen dieser Welt, die ich kenne.

    sdni : ja, die Bahn macht einen Fehler. Das Drama daraus macht aber der Fahrgast. Meines Wissens ist noch keiner gestorben, nur weil er nicht an seiner favorisierten Tür einsteigen konnte.


    Die S-Bahn-Nutzer heulen hier sehr laut und auf hohem Niveau. Fahr mal K-Bahn. Außer an den DB-Bahnhöfen Hbf und Höchst gibt es gar keine über einen gedruckten Fahrplan hinaus gehenden Informationen. Wie lang der Zug ist, der kommt, ist genauso ein Ratespiel wie dessen Pünktlichkeit. Und die DB zeigt oft auch nur Fantasie an - am Hbf wird behauptet, der zug fiele aus, dabei macht er wegen der Verspätung bereits in Höchst Kopf. Dagegen ist die S-Bahn purer Luxus.


    Und "voll" sind doch höchstens die Türbereiche. Die Gänge und besonders die Gelenkbereiche habe ich such zum Flughafen noch nie voll gesehen. (Und wer nach dem Flughafen erst raus will kann ja mit dem Durchgehen warten, bis die Leute am Flughafen raus sind.)

    Den Ärger hat ja auch der Fahrgast, der darf ja den Bahnsteig entlang hasten. Da haben Sie leicht spotten.


    Heulen auf hohem Niveau? Ich darf hier sehr neuzeitliche Preise für einen sehr dürftigen Service zahlen. Die Züge sind voll, häufig von außen mit Graffiti verschmiert, permanent unpünktlich, es gibt keinen echten Nachtverkehr. Die Stationen sind trotz einiger Verbesserungen in denTunnelstationen während der sommerlichen Sperrung immer noch vielerorts gruselig. Am Hauptbahnhof gibt es seit 10 Jahren keine Deckenverkleidung mehr, das ist eine düstere, schlecht beleuchtete Tropfsteinhöhle. Yep, da gibt es sehr gute Gründe zum Heulen! Ich kenne eine Menge Leute, die genau aus diesen Gründen niemals auch nur einen Fuß in ein öffentliches Verkehrsmittel in dieser Stadt setzen.


    Natürlich, schlimmer geht immer, die K-Bahn fahre ich selten, traurig genug, dass es so etwas 2017 noch gibt.


    Ob die Züge nur in den Türbereichen oder auch in den Gängen voll sind (ich kenne beides), ist für das Durchlaufen im Gang völlig unerheblich.

    Mir ist unverständlich, warum sich der RMV von der Bahn so etwas bieten lässt,


    Damit unterstellst Du, dass der RMV sich stillschweigend damit abfindet und die vertraglich vereinbarte Leistungsvergütung unvermindert auszahlt, bzw. keine Maluszahlungen verhängt. Woher willst Du das aber wissen?

    Zumindest konnte ich der Presse bisher noch nicht entnehmen, dass dies ein Thema ist. Und die Langzüge sind schon seit Monaten am Verschwinden. Bekommt denn der RMV überhaupt mit, dass die Bahn ihre Leistung nicht erbringt?
    Wenn die Bahn auf der Anzeigetafel einen Langzug anzeigt, der nie kommt, liegt die Vermutung nahe, dass auf der Rechnung an den RMV auch die falsche Zuglänge steht. Ich stelle mir das wie bei der angeblich so hohen Pünktlichkeitsquote vor. Da liegt die Statistik der Bahn ebenfalls ziemlich neben der Realität. Auf der S5, die ich häufig fahre, habe ich im Jahre 2016 auf der Fahrt vom Hbf nach Bad Homburg nicht einen einzigen wirklich auf die Minute pünktlichen Zug erlebt.