Beiträge von sdni


    Könnte es sein, dass der Neu-Isenburger vielleicht das Verkehrsmittel vornehmlich tagsüber nutzt? Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass die Nutzungsfrequenz wie auf fast allen Linien an der Peripherie nach 20 Uhr stark abnimmt, das wäre nicht ungewöhnlich. Und da die Stadt Neu-Isenburg zum Gelingen des Projekts ihrerseits bisher nichts beitragen möchte, muss der Verkehrsbetrieb auf schwache Nachfrage hier genauso reagieren wie auf allen anderen Linien; mag einem nicht gefallen, aber was ist die Alternative?

    Tja, so ist das halt mit Angebot und Nachfrage. Wenn "der Verkehrsbetrieb" es mit Ampelschikanen schafft, eine fahrplanmäßige Fahrzeit von 13 Minuten auf im Schnitt 16-18 Minuten zu erhöhen, ja den Fahrplan innerhalb eines Jahres nicht ein einziges Mal einzuhalten schafft (auf dass man auch ja seine Anschlüsse am Hbf verpasst). Wenn er es nicht hinbekommt, einen vernünftigen Anschluss an eine zumindest abends und am Wochenende im gleichen 15-Minuten-Takt verkehrende S-Bahn zu planen. Wenn er eine elektronische Fahrplaninfo hinstellt, die regelmäßig ausfällt und ansonsten häufig Unsinn anzeigt, ja nicht einmal eine App zu programmieren weiß, die der Realität nahekommt - tja, dann darf man sich nicht wundern, wenn die Fahrgäste auf ein solches Angebot wenig Lust haben. Und dazu kommt ja, dass "der Verkehrsbetrieb" noch jedes Jahr kräftig die Fahrpreise erhöht, seit vielen Jahren weit über der Inflationsrate.

    Bzg. der Fahrgastzahlen würde ich widersprechen. Die Bahnen sind durchweg gut ausgelastet. Bzg. der Kürzung im Juni, die hätte eigentlich im Dezember 14 umgesetzt werden sollen, wurde dann aber nochmal verschoben. Bei meinen Fahrten habe ich unterschiedliche Erlebnisse von Stop and Go bis hin zur "Grünen Welle". Da war alles dabei.

    Wenn die Bahnen tatsächlich so gut ausgelastet sein sollten, wäre es doch völlig widersinnig, eine so drastische Kürzung durchzuführen. Die 14 fuhr über viele Jahre hinweg bis ca. 21 Uhr im 10-MinutenTakt. Warum werden 20 Millionen investiert und dann das Angebot ausgedünnt? Das gilt auch fürs Wochenende - da wurden einfach mal ein Drittel der Fahrten gestrichen. Die Begründung war ja, dass die Straßenbahn so besser zum 15-Minuten-Takt der S-Bahn passt. Besondere, aber leider typisch Frankfurter Lachnummer: Bei der 17 passen die Anschlüsse jetzt am Wochenende weder in Louisa noch an der Stresemannallee.

    Ich habe der neuen 17 ja nun fast ein Jahr gegeben, in der Hoffnung, die ständigen Verspätungen würden sich irgendwann legen. Leider kann auch 5 Wochen nach Ende der letzten Bauarbeiten auf der Stresemannallee keine Rede davon sein.


    Laut Fahrplan braucht die 17 von Neu-Isenburg bis Hauptbahnhof 13 Minuten, auf dem Rückweg 14. Eine Hinfahrt in 13 Minuten habe ich bisher noch nicht erlebt, die Rückfahrt nur selten in der fahrplanmäßigen Zeit, am ehestens sehr spät abends. Meist beträgt die Verspätung jeweils zwischen 3 und 5 Minuten. Prozentual zur Gesamtfahrzeit betrachtet, ist das schon ein deftiger Wert.


    Theoretisch wären planmäßige Fahrzeiten möglich, aber dafür müsste die 17 eine Vorrangschaltung an den vielen Ampeln genießen. Genau die gibt es aber erstaunlicherweise nur an der am stärksten belasteten Kreuzung Stresemann-/Kennedyallee. Die hat von Anfang an reibungslos funktioniert. Was überhaupt nicht klappt, ist die Überquerung der Mörfelder Landstraße. Für die Fahrbahn Richtung Wendelsplatz gab es früher gar keine Ampel, hier hatte die Tram generell Vorfahrt. Nun sorgt eine Ampel für einen reibungslosen Verkehrsfluss: Aber leider nur für den IV auf der Mörfelder. Erstaunlich auch, dass die verschiedenen Abbiegespuren auf der Stresemannallee zwischen S-Bahn und Kennedyallee den Autoverkehr bevorzugen.


    Und zwischen Stresemannallee/Gartenstraße und Hauptbahnhof holt die Bahn selten Zeit auf, auch hier wird der Autoverkehr bevorzugt - besonders an der Mannheimer Straße - und die Straßenbahnen holen noch weitere Verspätungen, wenn die Haltestelle Hauptbahnhof wie so häufig belegt ist.


    Da insbesondere zu Zeiten des 15-Minuten-Takts abends und am Wochenende die Wendezeit in Neu-Isenburg sehr knapp bemessen ist, schaukeln sich Verspätungen häufig auf. Wenn schon die hereinkommende Bahn verspätet ist, dadurch die Abfahrt in Neu-Isenburg nicht pünktlich erfolgt, summieren sich die Verspätungen immer weiter. Auf die elektronische Anzeigetafel ist dann auch kein Verlass, wenn sie nicht generell ausgefallen ist (was auch nicht selten vorkommt), so zeigt sie häufig Unsinn an.


    So ist es wenig erstaunlich, dass die Fahrgastzahlen offenbar hinter den Erwartungen zurückbleiben. Wie sonst wäre zu erklären, dass seit Juni in einer Ad-Hoc-Aktion für die 14 und die 17 nun schon ab 19 Uhr und nicht ab 21 Uhr der dürftige 15-Minuten-Abendtakt eingeführt wurde?


    So bleibt als Fazit, dass der Neubau der 17 mit Kosten von rund 20 Mio. vor allem ein Beschleunigungsprogramm für den Sachsenhäuser Autoverkehr ist. Das hätte man auch billiger haben können! Bei der VGF scheint man sich wenig dafür zu interessieren, alle Anfragen dort blieben ohne erwähnenswertes Ergebnis. Ich würde mich nicht wundern, wenn man im neuen Fahrplan einfach nur die Fahrzeit strecken würde, statt sich um die Behebung der Probleme zu kümmern. Traurig!

    Und zur Buchmesse hat sich die DB wieder ein besonderes Schmankerl ausgedacht!


    Die S5 ab Bad Homburg 18:15 Uhr stadteinwärts war entgegen sonstiger Übung nur als Vollzug unterwegs. Immerhin war diese Zugkürzung auf den Anzeigetafeln zu sehen. Schon ab Oberursel mussten die ersten Fahrgäste stehen und am Messebahnhof wurde es dann richtig kuschelig. Wahrscheinlich möchte man Messebesuchern demonstrieren, dass Frankfurt zwar große Messen, aber keinen vernünftigen ÖV dorthin organisieren kann.

    Und heute morgen wieder der gleiche Spaß mit der S5 um 7:54 ab Hbf nach Friedrichsdorf: Langzug angekündigt, Vollzug kommt...


    Ich verstehe es einfach nicht: Mein Auto kann ohne mich einparken, Apps wissen alles, aber die Bahn bekommt es nicht hin, die richtige Zuglänge auf die Displays zu bringen: Ein Armutszeugnis im Jahr 2015!


    Dabei sollte ab Dezember 2014 doch alles besser werden, mehr Wagen, bessere Information usw. Aber wenn die Langzüge nur auf der Anzeigetafel stehen, hilft mir das nicht weiter. Und in den Züge auf der S3-6 taugen die Anzeigetafeln weiterhin nur für Werbung.

    Was auch immer die Ursache für das Ärgernis ist, warum wird nicht wenigstens angezeigt, dass ein Vollzug und kein Langzug kommt? Dafür ist die Anzeigetafel doch da. Es beschleunigt den Betriebsablauf nicht gerade, wenn die Leute merken, dass da wo sie stehen, kein Einstieg sein wird und erst zu den vorhandenen Wagen eilen müssen. Die S-Bahn hat doch schon Verspätungen genug!

    Ein besondere Spezialität des RMV ist der Phantomlangzug.


    Heute morgen am Hauptbahnhof, erst bei der S2 Richtung Niedernhausen, planmäßig 7:52 Uhr (überflüssig zu erwähnen, dass der Zug Verspätung hatte): Diese Bahn fährt sonst immer als Langzug und wurde auf der Anzeigetafel auch als solcher angekündigt. Was fährt tatsächlich ein? Ein Vollzug. Alle Fahrgäste, die sich schon für den vordersten (und jetzt fehlenden) Zugteil aufgestellt hatten, hasten den Bahnsteig entlang und fühlen sich mal wieder von der Bahn veräppelt.


    Als nächstes kommt die S5, planmäßig 7:54 ab Hbf Richtung Friedrichsdorf. Gleiche Situation, sonst (fast) immer Langzug, auch so auf der Anzeigetafel, kommt aber als Vollzug, Fahrgastveräppelung erneut geglückt, ich darf bis West stehen, herzlichen Dank.


    Ich kann nur hoffen, dass der RMV die Bahn für diese Minderleistungen nicht auch noch bezahlt.

    Klingt auf den ersten Blick nach einer guten Nachricht. Liest man die Pressemeldung, wird klar, dass es auch in Zukunft am Wochenende keinen nächtlichen S-Bahn-Betrieb in Frankfurt geben wird. Schade, Frankfurt wäre doch so gerne eine Metropole. In Stuttgart und München, gar nicht zu reden von Hamburg und Berlin ist man da deutlich weiter.


    Eigentlich sollte mit dem Fahrplanwechsel im Dezember doch eine Angebotsausweitung bei der S-Bahn stattfinden. Weiß jemand, worin die konkret besteht?

    Ich hatte gehofft, dass die Sperrung (sehr kurzfristig angekündigt am Donnerstag für Montag!) wegen des schon lange geplanten Umbaus der Endhaltestelle in Neu-Isenburg erfolgen würde. Weiß jemand von Ihnen, wann dieser endlich starten wird?


    Und ist die anstehende Streckensperrung auf der Waldstrecke nun endlich die letzte? Es gab ja schon im November 2012 3 Wochen ohne Straßenbahn. Wie gut, dass ich diesmal keine Monatskarte habe und während der Bauzeit aufs Auto umsteigen kann.

    Es ist schon bitter. Heute ist der 4. Tag, an dem die Straßenbahnen zumindest zu großen Teilen stillstehen. Die Wettervorhersage verheißt keine Abhilfe: Bis Sonntag wird aller Voraussicht nach die Null-Grad-Marke nicht erreicht. Im Rhein-Neckar-Bereich fahren die Straßenbahnen schon lange wieder - da kamen kurzzeitige Plusgrade zur Hilfe. In Darmstadt herrscht offenbar auch wieder Normalbetrieb - da können es nicht die Temperaturen gewesen sein. In Frankfurt dagegen: Stillstand in großen Teilen des Netzes. Für die VGF scheint das - zumindest auf der Webseite - auch kein Thema mehr zu sein: Da titelt man mit einem kaputten Aufzug und einer Fundsachenversteigerung, die Infos zur Tram hat man unter "Fahrplanabweichungen - Anzahl: 1 (ha, ha)" versteckt. Beim RMV hat man weiterhin die schönsten Faschingsumzüge als Blickfang. Wieder einmal am besten informiert ist man bei faz.net.


    Am 3. Tag (sic!) des Stillstands wurde endlich wenigstens für Oberrad ein Busverkehr eingerichtet. Ist dem VGF eigentlich klar, wie es andernorts aussieht? Für Neu-Isenburg-Stadtgrenze scheint man der Meinung zu sein, dass der im Hauptverkehr halbstündlich, sonst stündlich fahrende 653er Bus ausreichend ist. Der 653 um 7:37 trug heute morgen schon bei der Einfahrt die Aufschrift "Bus ist voll, kein Einstieg möglich" - so dass 50 Fahrgäste in der Kälte stehen gelassen wurden und sehen konnten wie sie weiterkamen. Ein ähnliches Bild in Niederrad. Es gibt auch in dieser Stadt viele Leute, die auf die Straßenbahn angewiesen sind.


    Natürlich kann man gegen das Wetter nichts ausrichten. Aber man kann eine Krise managen. Und das klappt - bei allen anerkennenswerten Bemühungen, mir ist klar, dass hier Leute im Dauereinsatz sind - nicht wirklich gut. Die Informationen sind dürftig. Und wäre es nicht möglich, ein paar eher schwach frequentierte Buslinien vorübergehend einzustellen (45, 47 z. B.) und wenigstens teilweise einen SEV einzurichten?

    Hallo sdni,


    hast Du vielleicht mal bedacht das der Server von rmv und vgf, wegen der hohen Anzahl der Anfragen, überlastet war und daher nicht erreichbar.


    Gruß
    HCW


    Ich bin sicher, dass es heute früh eine hohe Anzahl Anfragen gab. Die Fraport hatte zu den Vespätungen und Ausfällen im Flugverkehr aber auch sicherlich eine sehr hohe Anzahl von Anfragen und ging nicht vom Netz. Das gleiche gilt für die Webauftritte von HR3 und anderen Verkehrssendern.


    Und gestern, als der RMV noch online war, waren die Ausfälle sicher auch schon wichtiger als "Hessens schönste Faschingsumzüge". Wenn der halbe Betrieb steht, setzt man diese Meldung auf die Titelseite! Und wozu haben wir eigentlich Traffiq?

    Ich habe ja volles Verständnis dafür, dass die Straßenbahnen unter diesen extremen Witterungsbedingungen nicht mehr fahren können. Wenn man es weiß, kann man sich darauf auch einstellen und nach Alternativen suchen - in diesem Fall das Auto, der Straßenverkehr lief verhältnismäßig flüssig..


    Nur ist leider die Informationspolitik der Verantwortlichen ausgesprochen dürftig. Auf der RMV-Webseite musste man am Sonntagabend schon ziemlich suchen, um einen Hinweis auf die Störungen zu entdecken. Als Aufmacher pragte da noch Hessens schönster Faschingsumzug. Am heutigen Montagmorgen war dann die RMV-Seite überhaupt nicht mehr erreichbar, ebenso die VGF. Traffiq war noch erreichbar, aber da war noch als neueste Meldung der Fahrplanwechsel vom Dezember gelistet.... Somit war HR1 noch die beste Informationsquelle. Ein sehr schwaches Bild bei RMV, VGF und Traffiq!

    Noch merkwürdiger ist es, daß die Nachtfahrten der S-Bahn
    Stuttgart nicht im Fahrplan auftauchen und Hamburg als
    Vergleich wegen anderer Netz(infra)struktur schon mal
    nicht heranziehbar ist.

    in Stuttgart wird der Nachtverkehr ja auch erst ab 9.12. eingerichtet, den findet man erst ab diesem Datum - am Wochenende. Naja, und Hamburg hat doch auch einen Tunnel. Man hat halt dort nicht den Fehler gemacht, alle Linien durch das gleiche Nadelöhr zu ziehen. Und in München ist ja immerhin noch Betrieb bis zwischen 2 und 3 Uhr... davon können wir hier in Frankfurt nur träumen - und viel Geld für schlechten Service zahlen!

    Bei der S-Bahn ist wegen nötigen Wartungsarbeiten im Tunnel ein umfang-
    reicher durchgängiger Nachtverkehr gegenwärtig nicht machbar.
    Alternativ dazu könnte man dazu die Tunnelsperrungswochen von 2006
    jährlich in den Sommerferien als Serive haben.


    nur merkwürdig, dass in anderen Städten mit Tunnel (Stuttgart, München, Hamburg usw.) dennoch ein Nachtverkehr machbar ist. Zumindest am Wochenende. Und da sind die Tunnel in den Sommerferien auch nur ausnahmsweise (wie dieses Jahr in München) am einigen Sommerwochenenden gesperrt. Welche Wartungsarbeiten mögen das eigentlich sein? im Frankfurter Tunnel gibt es doch andauernd Durcheinander wegen Signalstörungen, kaputter Weichen usw. Viel Wartung kann da nicht sein. Gar nicht zu reden von dem grauenhaften Zustand der Stationen, bei denen schon seit 6 Jahren die Decken fehlen, so dass die Stationen jeder Beschreibung spotten.


    Und die U-Bahntunnel werden ja wohl auch nicht jede Nacht gewartet oder?

    Bei jedem anderen Verkehrsverbund wären solch dürftige Verbesserungen zum Fahrplanwechsel eine Enttäuschung, aber beim RMV (und VGF und Traffiq und wie das ganze Durcheinander noch so heißt) ist doch schon lange jede echte Initiative entschlafen. Besonders peinlich das Thema Nachtverkehr. Alle echten Metropolen dieses Landes haben zumindest am Wochenende einen rund-um –die-Uhr-Betrieb bei U- und S-Bahnen. Selbst in Hannover, Mannheim und ab 9.12. in Stuttgart gibt es den. Apropos Stuttgart: Wenn man sich die Neuerungen im VVS zum Fahrplanwechsel anschaut: http://www.vvs.de/freie-seiten/fahrplanwechsel/ kann einem Frankfurt nur noch peinlich sein. Hier wird schon gejubelt, wenn nach 1 noch eine S-Bahn nach Hanau fährt, hui!


    Und erst dieser Fahrzeugschrott, der einem auf vielen S-Bahn-Linien und den Unterpflaster-Straßenbahnen wie der „U“ 5,6 und 7 zugemutet wird! Oder die unterirdischen Stationen. In so mancher davon (S-Bahn Hauptbahnhof oder Taunusanlage) könnte man ohne viel Aufwand einen Film über die Schrecken der Nachkriegszeit drehen.


    Und das dann alles mit einer deftigen Fahrpreiserhöhung verbunden! Für die Kurzstrecke Neu-Isenburg –Eschborn einfach 7,60 €!! Für das Geld bekommt man Berlin eine Ganztageskarte für die Stadt und halb Brandenburg noch dazu. Der ÖPNV in der Region Rhein-Main ist ein echter negativer Standortfaktor.