Beiträge von sdni

    Kein Tag ohne Störungen: Am Vormittag wurde die S5 durch eine Schrankenstörung zwischen Stierstadt und Oberursel ausgebremst, 10 Minuten Verspätung bis Bad Homburg.


    Am Abend fielen dann - warum auch immer - die Kurzpendel aus, die S5 fuhr nur im 30-Minuten-Takt.


    Und weiterhin habe ich nicht den Eindruck, dass dieses tägliche Chaos im S-Bahn-Betrieb bei DB, RMV oder Verkehrsministerium irgendjemanden interessiert. Vor 3 Wochen hat sich diese Riege mal kurz zum 40jährigen Jubiläum der Frankfurter S-Bahn selbst bejubelt, ohne ein Wort zu den untragbaren Problemen zu verlieren, seither herrscht wieder Funkstille.

    Ich kam Anfang der 90er Jahre nach Frankfurt und mein Eindruck der S-Bahn damals war: verheerend ! Noch verheerender als heute, trotz Personal auf den Tunnelbahnhöfen. Ganz einfach: Bei der Stadtbahn gab es einzelne kaputte Türen und Fenster. Bei der S-Bahn gab es einzelne Fenster und Türen, die nicht kaputt waren. In der Rundschau gab es regelmäßig Berichte über abendliche Überfälle auf Fahrgäste auf den Außenstrecken.
    Das wurde erst besser, seit ab Mitte der 90er Jahre ab 21 Uhr in jedem Zug Sicherheitspersonal eingesetzt wird.

    Ich sage ja, ein 40jähriges Trauerspiel. Irgendetwas war immer. Und ganz besonders schwach ist über 40 Jahre hinweg die Kommunikation der DB bei Störungen.

    Heute ist übrigens der 40. Jahrestag der Inbetriebnahme des Innenstadttunnels der S-Bahn zwischen Hauptbahnhof und Hauptwache. Ein 40jähriges Trauerspiel.


    Sicher wäre es sehr hilfreich, wenn die S-Bahn Rhein-Main mehr eigene Gleise hätte und weniger Mischverkehr. Das würde ganz gewiss für einen stabileren Normalbetrieb sorgen, weniger Verspätungen, bessere Takte ermöglichen. Mit dem "S-Bahn-Plus" Programm gibt es ja durchaus Ansätze in diese Richtung, wenn auch zuwenige. Und dann dauert das ja alles Jahrzehnte.


    Aber hätten mehr eigene Gleise die heruntergerissene Oberleitung in Rödelheim dieser Tage verhindert und die träge Reaktion der Verantwortlichen darauf? Hätte das die Weichenstörungen, Signalstörungen im Tunnel vermieden? Irgendwen daran gehindert, auf den Gleisen herumzuspazieren? Einen Luftballon von der Oberleitung geholt?
    Nein!


    Hier müssten die Verantwortlichen handeln. Von 1978 an bis in die 90er Jahre waren alle unterirdischen Stationen mit Personal besetzt. Gäbe es das heute noch, so könnte man zumindest die Zahl der Gleisspazierer verringern und den Luftballonträger vom Bahnsteig holen, bevor wieder Chaos ausbricht.
    Und die marode Infrastruktur muss kurzfristig erneuert werden und nicht erst in 20 Jahren. Ich hoffe darauf, dass ab Anfang August zumindest die Signalstörungen im Innenstadttunnel weniger werden. Aber das genügt nicht.


    Ich sehe leider bei allen Verantwortlichen eine üble Null-Bock-Haltung in dieser Frage. DB und RMV wären dringend gefordert, tun aber nichts. Warum macht die Stadt Frankfurt keinen Druck, die doch ein Interesse haben sollte, möglichst viele Pendler auf die Schiene zu holen? Das Land Hessen mit seinem grünen Verkehrsminister?

    Wie ich schon vor Wochen sagte, kaum ein Tag vergeht mehr ohne Großstörung.


    Ich habe nicht den Eindruck - zumindest liest man nichts dergleichen - dass einer der Verantwortlichen bei DB oder RMV irgendetwas gegen dieses permanente Chaos vorhat zu unternehmen. Der RMV kassiert von seinen Fahrgästen weiterhin Mondpreise für erbärmliche Leistungen.


    Frankfurt bildet sich immer gerne ein, es sei eine Weltstadt. Mit diesem jämmerlichen S-Bahn-Betrieb kann man da nur laut lachen.

    ... und heute Abend ist es eine Signalstörung an der Ostendstraße. Wie ich sage, kaum ein Tag vergeht ohne Großstörung.


    Wir haben hier nicht nur ein Kommunikationsproblem. Die Sprachlosigkeit der DB ist schlimm genug, aber schlimmer sind die permanenten Störungen an sich. Die DB ist mit dem Betrieb des Frankfurter S-Bahn-Netzes völlig überfordert. Die Signalstörung fällt womöglich in die Kategorie "verrottete Infrastruktur". Wird das nach der Sanierung ab August wirklich besser?

    Die FAZ bringt es auf den Punkt. Was den Fahrgästen der Frankfurter S-Bahn tagtäglich geboten wird, ist eine Katastrophe. Es vergeht kaum ein Tag mehr ohne Großstörung: Personen im Gleis, Stellwerkstörung, Weichenstörung, Luftballons oder Kräne in der Oberleitung, Stromausfall, was auch immer.


    Und in diesem Jahr kommen auch noch fast 9 Wochen Streckensperrung im Innenstadttunnel hinzu, was den RMV aber keineswegs veranlasst, für diese Minderleistung die happigen Preise ein wenig zu mindern. In wenigen Tagen können wir den 40. Jahrestag dieses DB-Desasters feiern. Was die Fahrgastinformation angeht, so hat die DB in diesen 40 Jahren nichts, aber auch gar nichts dazu gelernt. Klar, es gibt inzwischen Apps, aber was hilft das, wenn die keine oder falsche Informationen anzeigen?


    Ich habe die Konsequenzen gezogen, mein Jahresabo gekündigt und fahre jetzt an den meisten Tagen mit dem Auto. Da gibt es auch mal einen Stau, aber im großen und ganzen komme ich wesentlich pünktlicher und entspannter an Ziel.

    Wenn eines der Ziele sein soll, die Fahrgäste gleichmäßig auf alle Türen zu verteilen, dann müsste es die DB aber endlich mal hinbekommen, die richtige Zuglänge (Kurz-, Voll- oder Langzug) auf die Anzeigetafeln zu bringen. Es ist noch immer gar nicht selten, dass ein Langzug angezeigt wird, dann aber nur ein Vollzug einfährt. Dann darf man sich nicht wundern, wenn die Fahrgäste länger brauchen, bis sie endlich im Zug sind. Da werden dann auch Einstiegslotsen nichts helfen.

    Meiner Beobachtung nach hatten die Fahrgastlenker 2016 am Hauptbahnhof keinerlei Wirkung. Ich habe jedenfalls keinen gesehen, der Fahrgäste daran gehindert hätte, in die sich schließenden Türen zu grätschen. Manchmal standen die Jungs in Grüppchen rum und quatschten.


    Ich bin weiterhin der Meinung, dass nur eine Zwangsschließung der Türen die Pünktlichkeit verbessern würde, wie jahrzehntelange beim ET 420 praktiziert und genauso in den meisten U- und S-Bahnen dieser Welt, die ich kenne.

    sdni: ja, die Bahn macht einen Fehler. Das Drama daraus macht aber der Fahrgast. Meines Wissens ist noch keiner gestorben, nur weil er nicht an seiner favorisierten Tür einsteigen konnte.


    Die S-Bahn-Nutzer heulen hier sehr laut und auf hohem Niveau. Fahr mal K-Bahn. Außer an den DB-Bahnhöfen Hbf und Höchst gibt es gar keine über einen gedruckten Fahrplan hinaus gehenden Informationen. Wie lang der Zug ist, der kommt, ist genauso ein Ratespiel wie dessen Pünktlichkeit. Und die DB zeigt oft auch nur Fantasie an - am Hbf wird behauptet, der zug fiele aus, dabei macht er wegen der Verspätung bereits in Höchst Kopf. Dagegen ist die S-Bahn purer Luxus.


    Und "voll" sind doch höchstens die Türbereiche. Die Gänge und besonders die Gelenkbereiche habe ich such zum Flughafen noch nie voll gesehen. (Und wer nach dem Flughafen erst raus will kann ja mit dem Durchgehen warten, bis die Leute am Flughafen raus sind.)

    Den Ärger hat ja auch der Fahrgast, der darf ja den Bahnsteig entlang hasten. Da haben Sie leicht spotten.


    Heulen auf hohem Niveau? Ich darf hier sehr neuzeitliche Preise für einen sehr dürftigen Service zahlen. Die Züge sind voll, häufig von außen mit Graffiti verschmiert, permanent unpünktlich, es gibt keinen echten Nachtverkehr. Die Stationen sind trotz einiger Verbesserungen in denTunnelstationen während der sommerlichen Sperrung immer noch vielerorts gruselig. Am Hauptbahnhof gibt es seit 10 Jahren keine Deckenverkleidung mehr, das ist eine düstere, schlecht beleuchtete Tropfsteinhöhle. Yep, da gibt es sehr gute Gründe zum Heulen! Ich kenne eine Menge Leute, die genau aus diesen Gründen niemals auch nur einen Fuß in ein öffentliches Verkehrsmittel in dieser Stadt setzen.


    Natürlich, schlimmer geht immer, die K-Bahn fahre ich selten, traurig genug, dass es so etwas 2017 noch gibt.


    Ob die Züge nur in den Türbereichen oder auch in den Gängen voll sind (ich kenne beides), ist für das Durchlaufen im Gang völlig unerheblich.

    Mir ist unverständlich, warum sich der RMV von der Bahn so etwas bieten lässt,


    Damit unterstellst Du, dass der RMV sich stillschweigend damit abfindet und die vertraglich vereinbarte Leistungsvergütung unvermindert auszahlt, bzw. keine Maluszahlungen verhängt. Woher willst Du das aber wissen?

    Zumindest konnte ich der Presse bisher noch nicht entnehmen, dass dies ein Thema ist. Und die Langzüge sind schon seit Monaten am Verschwinden. Bekommt denn der RMV überhaupt mit, dass die Bahn ihre Leistung nicht erbringt?
    Wenn die Bahn auf der Anzeigetafel einen Langzug anzeigt, der nie kommt, liegt die Vermutung nahe, dass auf der Rechnung an den RMV auch die falsche Zuglänge steht. Ich stelle mir das wie bei der angeblich so hohen Pünktlichkeitsquote vor. Da liegt die Statistik der Bahn ebenfalls ziemlich neben der Realität. Auf der S5, die ich häufig fahre, habe ich im Jahre 2016 auf der Fahrt vom Hbf nach Bad Homburg nicht einen einzigen wirklich auf die Minute pünktlichen Zug erlebt.


    Ach so, ich vergaß, der Zug hat ja nor vorne Türen. Man braucht also nicht einfach nur bis zur nächsten Tür vorgehen und dann während der Fahrt gemütlich nach vorne schlendern, sondern muß außen am Zug lang und dann vorne einsteigen. Manche Fahrgäste sind echt... :pinch:

    .. während der Fahrt gemütlich nach vorn schlendern? Schon mal was von Hauptverkehrszeit gehört, wenn die Züge voll sind? Insbesondere auf den Flughafenbahnen S8 und S9 macht das "gemütlich nach vorne schlendern" zwischen den Gepäckstücken der Fahrgäste, die zum Flughafen wollen, richtig viel Spaß. Auch auf anderen Linien sind die Gänge oft voll von Fahrgästen, die keinen Sitzplatz mehr bekommen haben, da kann man nicht so einfach locker durchlaufen.


    Und was mich hier in diesem Forum häufig ärgert, ist das Fahrgast-Bashing, wie auch hier von Ihnen. Bei der Anzeige der richtigen Zuglänge macht die Bahn den Fehler, nicht der Fahrgast, sorry. Die Bahn sollte endlich hinbekommen zuverlässig anzuzeigen, ob ein Voll- oder ein Langzug eintrifft. Dann werden sich die meisten Fahrgäste schon richtig aufstellen. Bei der derzeitigen Situation fühlt man sich permanent auf den Arm genommen.

    Ganz einfach: wenn ein Vollzug angekündigt wird, stellen sich die Fahrgäste im Bereich des Vollzugs auf. Dieser Bereich ist ja neuerdings am Hbf auch dezent farblich markiert. Viele Fahrgäste wissen auch genau, dass sie immer an der Spitze des Zuges - egal wie lang - einsteigen müssen, da sie dann beim Aussteigen den kürzesten Weg haben und aus der notorisch verspäteten S-Bahn noch die Chance auf einen Busanschluss waren können. Kommt statt des Vollzugs ein Langzug, ist die Spitze des Zuges aber ein ganzes Stück entfernt, da muss man dann halt die Beine in die Hand nehmen.


    Man kann das am Hauptbahnhof prima beobachten, die völlig chaotische DB-Zuganzeige bietet da reichlich Gelegenheiten.

    Wieder ein schönes Beispiel für das Langzugchaos am Freitag am Hauptbahnhof: Um 7.22 Uhr fuhr die S2 nach Niedernhausen als Langzug ein, war aber auf der Anzeigetafel als Vollzug angekündigt. Ergebnis: Die Fahrgäste durften den Bahnsteig entlangjoggen. Gleich darauf die S5 nach Friedrichsdorf 7:24 Uhr: Hier der umgekehrte Fall: Als Langzug angekündigt, kommt aber als Vollzug eingefahren. Ergebnis für die Fahrgäste: Das gleiche.


    Die S5 fährt inzwischen kaum noch als Langzug, also alles wie vor Dezember 2014, der angeblichen Revolution im Frankfurter S-Bahnverkehr. Mir ist unverständlich, warum sich der RMV von der Bahn so etwas bieten lässt, auch noch bei dem derzeitigen hohen Fahrgastaufkommen durch Winterwetter und den Busfahrerstreik.

    Es kommt auch häufig vor, dass ein Langzug angekündigt wird, aber nur ein Vollzug einfährt, da gibt es gar keine Regel.


    Ich kann das einfach nicht verstehen: Wir leben im Jahr 2017, mitten im digitalen Zeitalter, Drohnen fliegen, Autos fahren ohne Fahrer oder parken zumindestens selbstständig ein, aber die DB packt es nicht, die korrekte Länge eines Zuges auf die Anzeigetafel zu bringen.


    Grundsätzlich ist es extrem ärgerlich, dass wieder der Vollzug zur Regel geworden ist. Diese Woche hat die Schule begonnen, die Busfahrer streikten durch, es war Messe und es kam noch ein Wintereinbruch, kurz, es gibt ein sehr hohes Fahrgastaufkommen. Und dann stehen aus welchen Gründen auch immer nicht ausreichend Wagen zur Verfügung. Ich dachte, mit dem neuen Vertrag mit der DB ab 2014 sollte alles besser werden?

    Könnte mir mal jemand erklären, worin genau eigentlich das "Express" der Linie "X19" gegenüber der bisherigen Linie 651 bestehen soll? Die Linie 651 bewältigt am Morgen die Strecke von Obertshausen zum Flughafen Terminal 1 fahrplanmäßig in 59 Minuten. Die Linie X19 wird künftig 59 Minuten benötigen. Das ist auf die Minute die gleiche Fahrzeit. Der einzige Unterschied besteht in der Umbenennung der Linie. Oder habe ich hier irgendetwas übersehen?

    ...immerhin ist der Weg des SEV für die oft ortsunkundigen Fahrer diesmal beschildert. Trotzdem die üblichen Qualen des SEV: Die Fahrer verpassen den richtigen Abzweig an der Mörfelder Landstraße/Stresemannallee, einer ließ seinen Bus in Neu-Isenburg einfach stehen und machte sich davon. Dann kam auch noch am Freitagmorgen eine Sperrung der 14 auf der Mörfelder dazu, am frühen Nachmittag eine demonstrationsbedingte Sperrung der 17 über die Friedensbrücke. Die Fahrgastinfotafeln und die RMV-App bekamen das alles mal wieder nicht oder nur unvollständig mit.


    Kurz gesagt: mit der erneuten Sperrung der 17 während der verkehrsstärksten Zeit des Jahres geben sich RMV/VGF/Traffic - oder wer auch immer das verantwortet - wieder große Mühe, die Fahrgäste zu vergraulen.

    Pünktlich zur Messe "Light and Building" erreicht das Durcheinander bei der S-Bahn Rhein-Main einen neuen Höhepunkt. Ein kleiner Ausschnitt aus dem 20-minütigen Zwangsaufenthalt in der schummrig beleuchteten, stinkenden Höhle, die bei der DB "Frankfurt Hauptbahnhof tief" genannt wird:


    Nicht nur, dass alle S-Bahnen als Vollzüge fuhren - bis auf die S6 nach Friedberg um 8:04 Uhr. Die war zwar als Vollzug angezeigt, fuhr aber tatsächlich als Langzug, was den Fahrgästen eine morgendliche Joggingrunde einbrachte, aber immerhin eine Entlastung auf dem übervollen Bahnsteig.


    Es gab auch reichlich Zugausfälle: Der Langzug 7:54 Uhr nach Friedrichsdorf fuhr gar nicht, ebenso die S9 nach Wiesbaden 8:02 und die S2 nach Niedernhausen 8:07 Uhr. Die übrigen Bahnen waren natürlich durchweg verspätet.


    Und dann steht man da auf dem Bahnsteig, denkt an die vergangenen Wochen, die mit dem Luftballon in der Oberleitung am Freitag, Weichenstörungen, einem Baukran in der Oberleitung in Rödelheim, Signalstörungen und was weiß ich noch alles schon wahrlich genug Chaos gebracht haben. Und dann betrachtet man die völlig überfüllten Züge, die mit Graffiti verschmiert sind und ärgert sich dann schon ganz schön über das viele Geld, das man hier für eine Jahreskarte bezahlen darf. Fast 38 Jahre Frankfurter S-Bahn - und sie funktioniert doch nicht!

    aber nach meinen Beobachtungen sind die Bahnen zu den Zeiten, in denen ich unterwegs bin, also hauptsächlich Nachmittags und Abends zwischen Hauptbahnhof und Stresemannallee, immer gut gefüllt.

    Zwischen Hauptbahnhof und Stresemannallee mag das zutreffen, zwischen Neu-Isenburg und Louisa kann ich keinen wesentlichen Unterschied gegenüber 2014 feststellen. Wären es die 24 %, die der NKU zu Grund liegen, wäre sicher eine deutliche Differenz zu sehen.