Hier auch mein Beitrag von gestern aus dem geschlossenen Thema:
Wiesbadens Infrastruktur schafft es immer wieder die wichtigsten Achsen im Stadtgebiet stillzulegen. Heute Morgen gab es einen Wasserrohrbruch auf dem 1. Ring am Wiesbadener Hauptbahnhof. Die Kreuzung mit der Bahnhofstraße ist noch befahrbar, aber weiter ostwärts geht es nicht und somit ist bspw. der Busbahnhof für die Regionalbusse nicht mehr erreichbar. Besonders gravierend ist natürlich die Unterbrechung auf dem 1. Ring, da sich so der MIV und der ÖPNV andere Wege suchen müssen. Der 2. Ring hat heute deutlich mehr Verkehr abbekommen, genauso wie die Bahnhofstraße, die Rheinstraße und die Mainzer Straße nördlich des 1. Rings.
Im Busverkehr galt etwas wilder Westen (man hat auch alle paar Minuten neue Anweisungen über den Funk für die Fahrer mitbekommen) und Linien fuhren im Zentrum, wie sie wollten. Busse auf Radwegen, ersatzlos ausgefallene Haltestellen trotz problemloser Erreichbarkeit (bspw. haben 4/14 den Hautbahnhof ausgelassen)... Alles war dabei. In den nächsten Tagen soll das besser organisiert werden und so kündigt die ESWE Umleitungen und Linienänderungen an, die ab nächster Woche gelten sollen. Gleichzeitig plant wohl ein Planungsbüro ein Umleitungskonzept (für den MIV und ÖPNV?). Die Behebung des Wasserrohrbruchs werde wohl mindestens zwei Wochen dauern, obwohl heute direkt schon eifrig begonnen wurde, ganz großes Gefährt anzufahren. Dabei habe ich mehr Baustellenfahrzeuge mit Mainzer Kennzeichen als Wiesbadener gesehen.
Bei ESWE hat man bereits erste Änderungen, die ab morgen gelten sollen, veröffentlicht. Diese betreffen die Linien 16, 28, 37 und 74. Ganz elegant ist der Entfall der 74 ab Friedrich-Bergius-Straße bis Wi. Hauptbahnhof für fast 5 km (hey, damit spart man sich zwei Kurse). Damit entfällt die Direktverbindung der westlichen Mainzer Stadtteile ins Wiesbadener Zentrum und die schnelle Busverbindung von der Äppelallee in die Innenstadt. Und warum? Zumindest heute Mittag kam die 74 problemlos bis zum Hauptbahnhof, konnte dort am Bussteig A wie alle Regionalbusse Pause machen und wenden. Er hatte nur (übliche) fünf Minuten Verspätung. Meines Erachtens total unverständlich und schon irgendwie unverschämt, dass die 74 auf so einer langen Strecke eingestellt wird.
Ich frage mich auch, wenn 6 und 33 nur bis Wiesbaden Hautbahnhof fahren sollen, was mit den Abschnitten bis Nordfriedhof und Fasanerie passiert? Zumindest gestern Nachmittag ist die 33 ab Landeshaus mit Hbf-Ersatzhalt an der Fischerstraße über die Biebricher Allee und den 2. Ring zum Freizeitbad gefahren. Am Freizeitbad vor dem Burger King stand sogar ein Ersatzhaltestellenschild, aber ich weiß nicht, ob das erst gestern dafür aufgestellt wurde oder schon länger dort steht.