Beiträge von Öffi Freund

    Rack hat seinen beiden neuen Buszüge von MAN (Lion´s City, A21) und HESS (Anhänger O 2897) erhalten. Die Kennzeichen lauten: MKK-RT 809 und 810 sowie MKK-RT 821 und 822. Das jeweils erste Kennzeichen ist der Bus.

    VEB : Du hast Recht, was die Motorisierung der Göppel go4city Busse für die RVMK anbelangt. Sie haben noch die Ausstattung mit den DAF Motoren der PR Baureihe, welche mit dem Agasstandard Euro V / EEV endeten. Parallel hat Göppel allerdings für die zweitürigen go4city auch schon DAF MX 11 Motoren angeboten, die speziell eine Neuentwicklung für den Euro VI Standard sind. Lediglich für die dreitürige Variante des go4city war der DAF MX 11 noch nicht verfügbar, da beim Einbauraum noch Anpassungen hätten durchgeführt werden müssen. Durch die endgültige Insolvenz von Göppel im Jahr 2014 kam es aber nicht mehr dazu.

    Bei der aktuellen Lieferung von MAN Lion´s City Bussen an die RVMK sind aber - nach meinem Kenntnisstand - nur Anhängerkupplungen für Fahrradtransportanhänger werksseitig installiert worden. So müsste dann auch 812 nur so ausgestattet worden sein. Die RVMK will sich damit auf einen möglichen Freizeitverkehr für Fahrradmitnahme rüsten. Als Zugfahrzeuge für Personenanhänger (mit Rockinger Maulkupplung) wurden ja inzwischen ausschließlich Solaris Urbino geliefert.

    MAN Lion´s Göppel: Göppel hat ab Sommer 2013 nur noch Busse mit Euro VI Motoren (DAF MX 11) ausgeliefert. Der go4city mit Anhängerkupplung wurde im Dezember 2013 geliefert. Ich glaube die anderen beiden (ohne Anhängerkupplung) waren vom selben Datum. 2014 - im August - ging dann die Fa. Göppel in die endgültige Insolvenz. Der Grund für die vorzeitige Abgabe der Busse ohne Anhängerkupplung könnte in der seitdem schwierigeren Ersatzteilversorgung liegen. Der Bus mit Anhängerkupplung hat noch wenigstens einen erhöhten Nutzen als Reservezugfahrzeug und könnte von daher noch eine Weile im Fuhrpark verbleiben.

    vöv2000 : was Du schreibst ist mal etwas richtig gut formuliertes, was für einen BWL Absolventen wie mich nachvollziehbar ist. Ich dachte schon, die Kosten eines Leistungserbringers wie der VGF verschwänden im betriebswirtschaftlichen Nirwana. Dabei weiß man doch nur zu gut, dass ein Nirwana nur im spirituellen Glauben der Buddhisten existiert.


    Ergänzend möchte ich hinzufügen, dass es mir nur um die Sache geht und nicht etwa darum, jemanden hier im Forum kränken zu wollen.

    Wenn man das alles so liest, ist es kein Wunder dass der ÖPNV kostenmäßig niemals - auch nur annähernd - in den Griff zu kriegen wird. Anderseits frage ich mich dann, wenn der Einsatz des rollenden Materials hinsichtlich der Gefäßgrößen keine Rolle spielen soll, warum man dann so häufig Solobusse einsetzt. Da könnte man doch gleich komplett auf Gelenkbusse oder Buszüge umsteigen. Oder sehe ich da etwas falsch? Ist doch de facto dann das Gleiche - oder gilt nur für den Schienenverkehr die Prämisse wir machen das, koste es was es wolle?

    Condor : da bin ich auch ganz bei Dir. Wenn der Komfort im Vordergrund steht, kann man auch den eigenen Pkw benutzen. Das mache ich auch so, trotz RMV Jahreskarte für Frankfurt. Aber wenn sich hier jemand z. B. über den sonntäglichen 30 Minuten Takt der U 3 aufregt, dann muss man wissen, dass die Stadt Oberursel die Finanzierung der Betriebskosten der U 3 auf deren Stadtgebiet zu einem großen Teil mitträgt. Und wenn die einen 30 Minuten Takt an Sonn- und Feiertagen für ausreichend halten und nicht mehr zahlen wollen, dann ist das halt so. Soweit mir bekannt ist, gilt für die Behängung der U-Bahnzüge eine 70 prozentige Auslastung des Fassungsvermögens der Waggons. Ist diese überschritten, muss entweder der Takt verdichtet werden oder - soweit möglich zusätzliche Wagen angehängt werden. An Sonn- und Feiertagen dürfte das Thema 70 prozentige Auslastung ohnehin sehr großzügig ausgelegt werden. Denn das würde bei einem Zwei-Wagen-Zug bedeuten, dass in jedem Waggon 122 Personen sitzend und stehend befördert werden müssten (ein U-Bahn Wagen fasst 174 Personen). Selbst wenn in jedem Wagen Leute stehen, schätze ich, dass auf keinen Fall mehr als 80 Personen drin sein werden. Vielleicht wäre ja mal eine Fahrgastzählung angebracht, um die korrekten Zahlen zu ermitteln. Und wenn sich die Nachfrage wirklich dauerhaft ändert, wird ja auch was gemacht. Siehe hierzu die U 4, die ab Sonntag mittags auf Drei-Wagen-Züge verstärkt wird. Ich will ja nur dem Ansinnen entgegentreten, man habe in jedem Falle einen Anspruch auf einen Sitzplatz. Das kann kein Massenverkehrsmittel halbwegs wirtschaftlich leisten. Auch nicht an Sonn- und Feiertagen.

    Nach VDV Maßstäben hat kein Solobus um die 100 Plätze. Berechnet werden 4 Personen pro m² Stehfläche. Die 100 Personen des Citaro fußen auf 7,6 Personen pro m² Stehfläche. Dahinter verbirgt sich die maximale Nutzlast des Busses. Aber, wer will schon die "gemütliche" Enge von Herstellerangaben in der Praxis erleben? Für eine Solobus sind laut VDV 70 Personen Gesamtfassungsvermögen angesetzt. Für den 18-Meter-Gelenkbus 100. Für einen Bis mit Personenanhänger 130 Personen.

    Was ist dann die notwendige Zuglänge an den Werktagen? Wenn man schon an Sonn- und Feiertagen Drei- bzw. Vier-Wagen-Züge braucht, dann müsste man ja - neben der Taktverdichtung z. B. Sechs-Wagen-Züge einsetzen. Das scheitert aber an dem Ausbaustandard von 105 m Bahnsteiglänge, der auf maximal Vier-Wagen-Züge ausgelegt ist. Da ich auch häufig an Sonntagen unterwegs bin, kann ich meinerseits eine "Überfüllung" der Züge nicht feststellen. Und wer behauptet, längere Züge - und damit mehr Fahrzeugeinsatz - führen zu keinen höheren Kosten, ist m. E. ein Träumer. Der Verschleiß der Radreifen, der Schleifstücke an den Pantographen, die vermehrten Wartungsintervalle etc. all das findet nicht statt? Das einzige ist, die Fahrpersonalkosten steigen nicht, denn das Personal bekommt den gleichen Lohn, egal ob es mit einem oder vier Wagen unterwegs ist.

    Das mit den Sitzplätzen ist so eine Sache. In der Regel machen sich es zwei Leute in einer Vierersitzgruppe bequem. Taschen werden auf den Nachbarsitz gestellt. Und schon findet man keinen Sitzplatz mehr. Würde dieser Unsinn mal konsequent unterbleiben, gäbe es auch in Zwei-Wagen-Zügen Sitzplatze, wetten dass?


    Wer am Sonntag Drei- oder gar Vier-Wagen-Züge haben will, soll diese auch mit höheren Fahrpreisen bezahlen so meine Meinung hierzu.

    Wozu sollen an Sonntagen Drei-Wagen-Züge fahren? Außer an Großveranstaltungen, wenn mehr los ist, lohnt sich das überhaupt nicht!


    Eine Ausnahme stellt die U 4 dar, die an Sonntagen ab der Mittagszeit mit Drei-Wagen-Zügen gefahren wird. Aber sonst fällt mir keine Linie ein, bei der es sich wirklich lohnen würde.

    Vollkommen richtig, was @ 9122_DA schreibt. Ich habe sehr gute Kontakte zu MAN. Auch für das neue Modell ist ein 10,5 m Midi vorgesehen. Und auch richtig: Dank der Baukastenmethode ist eine Neukonstruktion überhaupt nicht erforderlich! Die von MAN gebauten Midis sind - anders als die vom ehemaligen Göppel - alle in Normalbreite. Das heißt beim neuen Modell 2,55 m.

    Ich habe mal im Pressearchiv der VGF gestöbert. In der Pressemitteilung vom 18.06.2018 über die Bestellung von 43 "T" Wagen bei Alstom heißt es wörtlich: Mit einer Lieferung erster Bahnen ist ab Ende 2020 zu rechnen. Damit dürfte wohl jedem klar sein, dass es bei einem davor liegenden Fahrzeugmehrbedarf nur mit der Wiederinbetriebnahme alter Hochflurbahnen des Typs Pt gehen wird. Ob diese mit vertetbarem Kostenaufwand reaktiviert werden können, lasse ich mal dahingestellt. Die Stadtparlamentarier sollten sich mal vorher beim Verkehrsbetrieb schlau machen, ob deren Wünsche überhaupt umsetzbar sind. Dies zumindest für den angedachten Zeitpunkt.

    Die Verlängerung von Straßenbahnlinien wird wohl auch mit einem Fahrzeugmehrbedarf einhergehen. Wo soll bitte schön bei der jetzt schon angespannten Lage im Straßenbahnfuhrpark dieser herkommen? Es sei daran erinnert, dass aktuell wegen dem Fahrzeugmangel an Niederflurstraßenbahnen fünf Hochflurwagen des Typs Pt im Einsatz sind. Erst mit Lieferung der Baureihe T könnte sich der Wagenmangel entspannen. Das ist aber nach meinem Kenntnisstand noch noch zum nächsten Fahrplanwechsel der Fall. Oder will man noch ein paar Pt reaktivieren - falls noch vorhanden bzw. zu vertretbaren Kosten wieder aufarbeitbar?

    Den einzigen MAN Midibus als 1:87 Modell hat Veit Kornberger im Programm. Es handelt sich aber um einen MAN / Göppel NM 223. Somit ist kein Modell des A 47, dem normalbreiten Midibus des Lion´s City im Angebot. Vielleicht macht ja mal ein Hersteller den "Kurzen" aus Nostalgiegründen, denn der Modellwechsel wird - nach und nach - für alle Typen bei MAN in diesem Jahr vollzogen. Parallel wird das alte Baumuster wohl noch ein bis zwei Jahre produziert werden.


    Selbstverständlich sind auch bei SILEO dreitürige Solobusse zu bekommen. Selbst den 10,7 m langen Midibus hat SILEO wahlweise auch dreitürig im Angebot. Zudem ist es für keinen Hersteller derzeit ein Problem dreitürige Solobusse anzubieten. Lediglich bei Low-Entry-Bussen sind zweitürige Solobusse Standard. Hier wird eine dritte Tür - wenn der Kunde darauf besteht - nur einflügelig ausgeführt.

    Bis auf die Linien U 3 und U 5 sind alle Bahnsteige auf 100-Meter-Züge ausgelegt! Bei der U 3 sind nur die Bahnsteige außerhalb der Frankfurter Gemarkung für 75-Meter-Züge ausgelegt.