Beiträge von drivr7

    Eine reine Reaktivierung der Strecke Ostbahnhof - Groß-Zimmern als Eisenbahn wird es nie geben. Das wurde genauso wie eine reine Straßenbahn nur zwischen Innenstadt und Ostbahnhof (bzw. P+R an der Aschaffenburger Straße) schon in einer Machbarkeitsstudie untersucht. Das Kosten-Nutzen-Verhältnis liegt nicht nur unter 1, sondern ist sogar deutlich negativ. Eine solche Strecke würde fast nur Fahrgäste von Groß-Zimmern und Roßdorf anziehen, da das Umland bereits gut an Darmstadt und Frankfurt angebunden ist. Die meisten Direktbusse aus dem Ostkreis müssten bestehen bleiben, da man sonst einen doppelten Umsteigezwang hätte (einmal in Roßdorf/Groß-Zimmern und dann nochmal am Ostbahnhof). Aber gerade die vielen Direktbusse möchte man ja reduzieren (am Ostbahnhof fahren heute in der Spitzenstunde über 40 Busse!).


    Deshalb ist eine durchgehende Straßenbahn Groß-Zimmern - Roßdorf - Ostbahnhof - Hauptbahnhof die einzige wirtschaftlich vorstellbare und realistische Variante, die derzeit weiter verfolgt wird. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass man auch diese Variante irgendwann verwirft und weiter auf Busse setzt, denn gerade die Querung der Odenwaldbahn ist ein Kostentreiber, wie die Machbarkeitsstudie zur Straßenbahn zeigt. Zudem ist fraglich, ob die Straßenbahn in Roßdorf durch den Ortskern fahren kann (außenrum auf der alten Trasse hätte sie ein deutlich geringeres Fahrgastpotential), und wo die Straßenbahn in Groß-Zimmern enden und wenden soll (die "grüne Mitte" wird sicher niemand überbauen wollen).


    Hier mal die beiden Machbarkeitsstudien:

    - Reaktivierung Ostbahnhof - Groß-Zimmern: Microsoft Word - Machbarkeitsstudie Reaktivierung Darmstadt-GroßZimmern_V10.docx (dadina.de)

    - Straßenbahn Hauptbahnhof - Ostbahnhof - P+R DA-Ost: Dokumentation (dadina.de)

    Durch den Schienenersatzverkehr nach Kranichstein scheinen der HEAG nun die Gelenkbusse auszugehen. Anders kann ich es mir nicht erklären, dass diese Woche schon mehrfach Solobusse auf den Linien F und H zum Einsatz kamen. Ich wohne nun schon einige Jahre in Darmstadt und habe auf diesen beiden Linien noch nie, an keinem Tag und zu keiner Tageszeit, einen Solobus gesehen. Auf beiden Linien kommen eigentlich ausschließlich Gelenkbusse zum Einsatz. Dass Solobusse auf diesen beiden Linien, vor allem an Schultagen im Berufsverkehr, völlig ungeeignet sind, brauche ich glaube ich nicht zu erwähnen.


    Das ganze liegt möglicherweise daran, dass für den SEV wohl ausschließlich Busse der HEAG zum Einsatz kommen. Beim letzten SEV nach Eberstadt waren beispielsweise auch Winzenhöler und Fischle beteiligt.


    Ansonsten fällt noch auf, dass hin und wieder Bahnen auf den Linien 4 und 5 nicht wie geplant zur Maulbeerallee fahren, sondern vorzeitig über die Schlossschleife wenden. Da das aber sowieso nicht groß beworben wird, dürfte das nur die wenigsten Fahrgäste betreffen. Ärgerlich daran ist nur, dass sich dadurch natürlich auch die Abfahrtposition der Bahnen Richtung Griesheim bzw. Hauptbahnhof ändert (Platz 6 statt 5), und dies am Luisenplatz auf den DFIs nicht angezeigt wird.

    Schon bevor ich den Link angeklickt habe, war mir schon klar, dass das wieder das übliche Geschwafel von Uwe Schuchmann ist. Seit Jahren kleistert er die Presse und die sozialen Medien mit seinem Halbwissen zu. Zu seinen Lieblingsthemen gehört neben dieser Strecke noch die Reaktivierung der Strecke nach Groß Bieberau und doppelstöckige Züge auf der Odenwaldbahn. Die Themen wurden alle hundertfach in der Politik, den Medien und auch hier im Forum totgetreten, es gab Machbarkeitsstudien, aber er kann es nie Mal gut sein lassen. Ist vielleicht auch ein bisschen seine Aufgabe in seiner "Initiative", aber mich nervt es nur noch.

    Der Luisenplatz ist auch nicht barrierfrei.

    Ich zitiere mich selbst:

    Am Schloss kann dagegen barrierefrei zwischen den Ersatzbussen und den Linien 2, 3 und 9 ungestiegen werden (idealerweise sollten die Busse dafür die Haltepunkte der Straßenbahnen nutzen).



    Eine direkte Streckenführung vom Schloss über die Kranichsteiner Straße nach Kranichstein wäre aus meiner Sicht für die meisten Fahrgäste deutlich besser, da die Fahrzeit erheblich kürzer wäre (mindestens 5 Minuten) und man im Berufsverkehr die oft langen Staus auf Rhönring und Martin-Luther-King Ring umgehen könnte. Dann hätte man aber einen Pendelbus für Messplatz, Nordbad und Eissporthalle benötigt.


    Laut der RMV Fahrplanauskunft (wo die Daten schon seit einigen Tagen eingepflegt sind) endet die Linie 7 dagegen am Luisenplatz und fährt nicht nach Arheilgen.


    Das scheint mittlerweile korrigiert zu sein, die Linie 7 fährt ganz normal nach Arheilgen.

    Ich denke, dass auch Barrierefreiheit dabei eine Rolle spielt. Das Umsteigen am Nordbahnhof von der Straßenbahn zum Bus und umgekehrt ist für mobilitätseingeschränkte Menschen sehr beschwerlich. Zwischen Innenstadt und Arheilgen gibt es auch sonst keine barrierefreien Haltestellen (außer Merck, aber dort können Busse die Haltestelle nicht anfahren). Beim Ersatzverkehr nach Arheilgen konnte man dagegen am Messplatz barrierefrei umsteigen. Außerdem könnte es eventuell Konflikte mit der Linie R geben, wenn die Busse nicht unmittelbar ohne Standzeit nach Kranichstein zurückfahren. Am Schloss kann dagegen barrierefrei zwischen den Ersatzbussen und den Linien 2, 3 und 9 ungestiegen werden (idealerweise sollten die Busse dafür die Haltepunkte der Straßenbahnen nutzen).


    Leider gibt es, wer hätte es gedacht, schon wieder Fehler. Laut der PM fahren die Linien 6, 7 und 8 wieder normal. Laut der RMV Fahrplanauskunft (wo die Daten schon seit einigen Tagen eingepflegt sind) endet die Linie 7 dagegen am Luisenplatz und fährt nicht nach Arheilgen. Das würde für Arheilgen 50% weniger Fahrten und nur einen Halbstundentakt an Wochenenden bedeuten. Ich hoffe Mal dass das nicht stimmt. Aber ich werde mich nicht schon wieder mit der Heag rumärgern, am Ende ist eh reine Glückssache ob es korrigiert wird.


    Wo wenden denn die Linien 4 und 5 am Luisenplatz?

    Über die Schleife am Kongresszentrum?

    Gar nicht, sie fahren als Linie 8 zur Maulbeerallee und wenden dort.

    Ich habe gestern eine Antwort von der Heag erhalten. Die Angaben in der Pressemitteilung seien falsch gewesen und sollen korrigiert werden (bisher noch nicht geschehen). Die an die Pressemitteilung angehängten Fahrpläne seien aber korrekt. Die Linie 4 fährt definitiv nicht und man habe den RMV gebeten, die Daten zu korrigieren. Mittlerweile scheint die Fahrplanauskunft auch weitestgehend identisch zu den Fahrplänen zu sein.

    Für welchen Zeitraum findest Du 16 Abfahrten? Wenn ich die Auskunft für nächste Woche bemühe, erhalte ich nur zwölf Fahrten. 01, 04, 11, 16, 19, 26, 31, 34, 41, 46, 49, 56.

    Beispiel Stunde 14 am kommenden Montag ab Nordbad Richtung Kranichstein: 03, 08, 11, 12, 18, 23, 26, 27, 33, 38, 41, 42, 48, 53, 56, 57. Ist aber vermutlich sowieso falsch, siehe folgender Absatz.


    Heute hat die HEAG eine Pressemitteilung zum Schienenersatzverkehr veröffentlicht, inklusive Fahrpläne, und die dort enthalten Informationen unterscheiden sich von den Infos in der RMV-Verbindungsauskunft relativ stark. Auch zwischen PM und angehängten Fahrplänen gibt es Unterschiede. Laut PM soll die Linie 8E unter der Woche alle 7,5 Minuten und am Wochenende alle 10 Minuten fahren. Laut den an die PM angehängten Fahrplänen soll die Linie 8E aber Samstags und Sonntag nachmittags alle 7,5 Minuten fahren, sonst alle 15 oder 30 Minuten. Laut RMV Verbindungsauskunft fährt die Linie 4 in den Ferien, laut den Ersatzfahrplänen nicht. Laut den Ersatzfahrplänen soll die "reguläre" Linie 5 zwischen Kranichstein und Hauptbahnhof unter der Woche nur noch alle 15 Minuten und Samstags und Sonntags sogar ganztägig nur noch alle 30 Minuten fahren. Auch hier sagte die RMV Verbindungsauskunft bis vor kurzem etwas völlig anderes, aber zumindest für Samstags scheint es nun übereinzustimmen. Durch den reduzierten Takt der Linie 5 wird es aber zwischen Luisenplatz und Hauptbahnhof sechs Wochen lang ziemlich kuschelig. Es sind zwar Ferien, aber die Busse und Bahnen sind dort heute vor allem Samstag Nachmittags oft brechend voll. Wenn die Linie 5 dann nur noch alle 30 Minuten fährt, werden die Fahrgäste sich dann stattdessen alle in den meist sowieso schon überfüllten H-Bus quetschen, die Fahrgäste aus der Heimstättensiedlung wird es freuen.


    Link zur PM: Für mehr Fahrgastkomfort: Neues Gleisdreieck an der Alsfelder Straße - Busse statt Bahnen nach Arheilgen in den Sommerferien (heagmobilo.de)


    Aber am meisten nervt mich, dass man es nicht schafft, bei so lange geplanten Bauarbeiten konsistente Informationen zu veröffentlichen. Warum gibt es über drei Kanäle (PM, Fahrplan-PDF, Verbindungsauskunft) völlig widersprüchliche Informationen? Und warum kommt sowas überhaupt erst so wenige Tage vor Beginn der Bauarbeiten? In anderen Städten schafft man es auch, solche Infos früher zu veröffentlichen. Ich habe die HEAG zu dem Thema mal angeschrieben, wäre schön wenn man das ganze in den nächsten Tag vereinheitlicht, damit man sich auch darauf verlassen kann.

    Durch Zufall ist mir in der RMV-Fahrplanauskunft aufgefallen, dass die Linien 2 und 4 wohl ab sofort auch in den Ferien verkehren. Vor wenigen Wochen war das in der Fahrplanauskunft noch nicht der Fall. Das war auch im Rahmen des neuen Verkehrskonzeptes so vorgesehen, aber eigentlich sollte es die nächste Fahrplanausweitung ja erst nach den Herbstferien geben. Mit den Bauarbeiten für das Gleisdreieck in der Frankfurter Straße kann das eigentlich auch nichts zu tun haben. Die Linie 2 ist völlig unabhängig davon, und statt der Linie 4 fuhr ja bisher in den Ferien die Linie 5 alle 7,5 Minuten, also auch das macht dort keinen Unterschied.


    Die Linienfahrpläne auf den Webseiten von HEAG und DADINA sind noch nicht aktualisiert, und es gab noch keine entsprechende Pressemitteilung. Es könnte sich theoretisch auch um einen Fehler in der Fahrplanauskunft handeln, glaube ich aber eher nicht.

    Die Fahrplanänderungen im Rahmen der Bauarbeiten für das Gleisdreieck sind scheinbar schon in die RMV-Verbindungsauskunft eingepflegt worden (was heißt "schon", es sind ja nur noch 10 Tage). Eine Pressemitteilung gibt es aber scheinbar bisher noch nicht, das wird wohl leider wie üblich wieder ganz kurz vor knapp passieren...


    Ich habe mal versucht ein paar Infos aus der Fahrplanauskunft herauszulesen:


    - Alle Bahnen der Linien 6, 7 und 8 fahren ab Luisenplatz als Linie 5 nach Kranichstein. Dadurch gibt es Montags bis Freitags 16 Fahrten pro Stunde zwischen Luisenplatz und Kranichstein, Samstags und Sonntag Nachmittags 8 Fahrten pro Stunde.

    - Sonntag Vormittags und im Spätverkehr wird die Abfahrt der Linie 5 am Hauptbahnhof um 7 Minuten nach hinten verschoben, wodurch sich zusammen mit der Linie 8 ein 15 Minuten Takt zwischen Luisenplatz und Kranichstein ergibt.

    - Die Ersatzbusse fahren zwischen Arheilgen Dreieichweg und Nordbahnhof den normalen Linienweg der Straßenbahn. In Richtung Süden fahren die Busse über die Haltestelle Messplatz (vermutlich via Marburger Straße) zum Nordbad. Von dort fahren die Busse dann direkt zum Nordbahnhof und weiter nach Arheilgen. Leider scheinen die Busse aber am Nordbad nicht direkt weiterzufahren, sondern warten dort 7 bis 14 Minuten, da sie für eine direkte Weiterfahrt eine Minute zu spät am Nordbad ankommen. Nur im 30-Minuten-Takt fahren die Busse wohl direkt weiter. Da aber wahrscheinlich nur am Messplatz ein barrierefreier Umstieg zwischen Bus und Bahn möglich sein wird, ist das leider sehr unpraktisch.

    - Die Ersatzbusse fahren Montags bis Samstags tagsüber alle 7,5 Minuten, sonst alle 15 oder 30 Minuten.


    Für die Zeit nach den Ferien gibt es in der Fahrplanauskunft noch keine Infos.

    Die verlinkte Visualisierung zeigt übrigens als erste auffällige Änderung gegenüber der Ursprungsversion jetzt ein komplett gelbes Bähnchen.

    Ich sehe hier keinerlei Unterschiede zu den letztes Jahr vorgestellten Bahnen, die Visualisierung sieht identisch aus. Oder übersehe ich hier etwas?


    Es gab wohl unterschiedliche Visualisierungen, aber neu ist die in der aktuellen PM gezeigte Visualisierung nicht. Die komplett gelbe Bahn ist bereits seit mindestens Mitte 2020 auf der HEAG-Infoseite zu sehen (siehe https://web.archive.org/web/20…eagmobilo.de/de/faq-st-15). In der ersten Vorstellung von Anfang 2020 war sie tatsächlich noch nicht komplett gelb: https://www.eurailpress.de/nac…assenbahn-generation.html

    Die Kostendiskussion ist doch müßig, da Kosten ganz sicher nicht der Grund waren. Der Baustellenfahrplan hat einen 30 Minuten Takt vorgesehen, gefahren wurde aber kurzfristig ein 60 Minuten Takt. Da fällt doch nicht jemandem am Sonntag morgen ein dass ein 30 Minuten Takt zu teuer sein könnte und streicht die Hälfte der Fahrten, sondern das war ziemlich sicher ein kurzfristiger Personalausfall. Spielt auch im Endeffekt keine Rolle. Sowas kann ja mal passieren, aber wenn so viele unglückliche Umstände zusammenkommen, ist das für den Fahrgast einfach extrem ärgerlich und macht nicht gerade Werbung für den ÖPNV.


    Zum Thema SEV zwischen Darmstadt und Langen: Das hätte sich nicht gelohnt. Die SEV-Busse, die hin und wieder wegen Instandhaltungsarbeiten nachts zwischen Darmstadt und Langen fahren, benötigen für die Strecke ganze 42 Minuten mit Halt an allen Bahnhöfen außer Wixhausen (dort Halt an der Hst. Messeler-Park-Straße). Hier mal der Fahrplan dazu: S3, S4: Instandhaltungsarbeiten 2021 (rmv.de)

    Damit hat man gegenüber dem Warten auf die nächste S-Bahn keinen Vorteil mehr.

    Außerdem: Woher nimmst Du die Gewißheit, daß eine fehlende Garnitur das Problem war?

    Eine fehlende Garnitur war es garantiert nicht, zu diesem Zeitpunkt waren vier 423er im Vorfeld des Hauptbahnhofs abgestellt. Zwei weitere kamen gemeinsam als Vollzug auf dem einen Umlauf zum Einsatz. Wie gesagt wurde ja ab 9:35 Uhr im Halbstundentakt gefahren, der zweite Umlauf war dann ebenfalls ein Vollzug, bestehend aus zwei der vier abgestellten 423er. Und selbst wenn es keine weiteren Fahrzeuge gegeben hätte, hätte man beide Umläufe als Kurzzug fahren können, an einem Sonntag Morgen auf verkürzter Strecke völlig ausreichend und besser als nichts. Oder man hätte den alten seit Ewigkeiten abgestellten 420er der S-Bahn Stuttgart aus dem Vorfeld geholt, mit ein bisschen Liebe fährt der vielleicht noch 8o


    Also es war wohl eher ein Personalproblem. An einem normalen Sonntag sicher nicht der Rede wert (kennen wir ja z.B. von HLB und VIAS zu genüge), aber in diesem Fall in Kombination mit dem SEV eben doppelt doof für den Fahrgast. Man hätte die S-Bahn einfach nur eine halbe Stunde versetzt fahren lassen sollen (also die Fahrten zur Minute 05 ab Darmstadt ausfallen lassen, statt die zur Minute 35), aber so weit hat wohl niemand gedacht...

    Ich war am Sonntag Morgen zwischen Darmstadt und Langen unterwegs, und es war eine einzige Katastrophe.


    Fahrgäste, die mit der Regionalbahn aus Richtung Süden etwa zur Minute 25 in Darmstadt ankamen, sollten dort in die S-Bahn umsteigen und dann ab Langen den SEV Richtung Frankfurt nutzen. Die S-Bahnen sollten eigentlich ab 4:35 Uhr im Halbstundentakt zwischen Langen und Darmstadt pendeln (davor stündlich). Tatsächlich ist aber bis 9 Uhr jede zweite Fahrt ausgefallen, die S-Bahn fuhr also nur stündlich, es pendelte also nur ein Zug zwischen Langen und Darmstadt. Noch viel schlimmer war aber, dass ausgerechnet die S-Bahn zur Minute 35 ausgefallen ist, zu der ja die Fahrgäste der RB68 umsteigen sollten. Zusätzlich zu den verlängerten Fahrzeiten durch den SEV musste man also in Darmstadt auch noch 40 Minuten auf die S-Bahn warten. Erst ab 09:35 Uhr fuhr dann endlich auch der zweite Umlauf.


    In der S-Bahn selbst waren alle Anzeigen abgeschaltet, nur außen wurde "Langen (Hessen)" als Ziel angezeigt. Auch Ansagen gab es während der Fahrt keine, und die manuelle Ansage kurz vor Einfahrt in Langen war akustisch völlig unverständllich. Das führte dazu, dass in Langen einige Fahrgäste seelenruhig in der Bahn sitzengeblieben sind, von einem SEV wussten sie nichts.


    Die S-Bahnen kamen in Langen auf Gleis 4 an, dort gab es aber keinerlei Informationen dazu, wie man zum SEV kommt (zumindest habe ich keine gesehen). Keine Hinweisschilder, und auch kein Zugbegleiter der helfen könnte. Ganz trivial ist das nicht, da man ja auf die andere Bahnhofsseite wechseln muss. An Gleis 1 standen vereinzelt Fahrgäste, die scheinbar auf eine Regionalbahn nach Frankfurt warteten und wohl ebenfalls nichts von dem SEV wussten.


    Dazu kam dann noch, dass auch die Ersatzfahrpläne teilweise falsch waren. Die RB68, die aus Süden um 8:24 Uhr in Darmstadt ankommt, sollte laut Fahrplan bis Langen weiterfahren. So wurde es im Bahnhof auch angezeigt und angesagt. Auf dem einfahrenden Zug stand aber "Bitte aussteigen", und der Zugbegleiter hat nach längeren Telefonaten verkündet, dass die Infos im Fahrplan wohl falsch sind und der Zug definitiv in Darmstadt endet. Am Samstag Abend sollte es laut Fahrplan zwei Regionalbahnen geben, die über Groß-Gerau Dornberg nach Frankfurt fahren, aber auch die sind ersatzlos ausgefallen.

    Ich glaube kaum, dass es irgendeine machbare Variante gibt, die auch den Westen Wixhausens adäquat anbindet. Der zentrale Punkt bei allen Überlegungen muss der neue Betriebshof sein (der nach wie vor in Wixhausen geplant ist, zumindest ist mir nichts anderweitiges bekannt). Dieser kann im Grunde nur im geplanten Gewerbegebiet östlich der B3 gebaut werden. Wenn man die Straßenbahn also Richtung Bahnhof oder gar auf die Westseite führen möchte, muss das wohl eine separate Stichstrecke werden. Und dann stellt sich die Frage, ob das überhaupt förderfähig ist, insbesondere wenn die Bahnstrecke gequert werden muss (Wixhausen-West, also der Bereich westlich der Bahnstrecke, hat gerade mal etwa 2300 Einwohner).


    Eine Endstation mit Wendeschleife östlich des Bahnhofs ist auch nur schwer vorstellbar. Der freie Bereich östlich des S-Bahnsteigs wird in Kürze durch die Verlängerung des Radschnellweges überbaut, erste Vorarbeiten haben schon stattgefunden. Und dann wäre da noch der viel gewünschte Ausbau der S-Bahn für einen 15-Minuten Takt, für den man potentiell auch Platz benötigt. (Wobei ich mittlerweile nicht mehr glaube dass der jemals kommen wird, da man den für ein zweites Gleis benötigten Platz zwischen Erzhausen und Wixhausen schon komplett mit dem Radschnellweg überbaut hat, und südlich von Wixhausen wird das bald auch der Fall sein)


    Ich denke daher dass es auf eine Variante hinausläuft, die mehr oder weniger komplett der B3 folgt, eventuell mit einem Schwenk nach Westen und einer Haltestelle im Bereich Händelstraße. In Ost-West Richtung wäre dann weiterhin eine Buslinie notwendig, eventuell auch mit Verlängerung bis Gräfenhausen. Aber ich lass mich mal überraschen was die Planer aus dem Hut zaubern.

    Dass Heiko Grauel nun auch in Darmstadt Hbf. zu hören ist, ist mir neu. Bis Montag war das nämlich noch Alisa Palmer. Sicher, dass es sich nicht um manuelle Ansagen handelte? Einzig bei dem Corona-Gerödel ist Heio Grauel zu hören, aber das ist ja an allen Bahnhöfen in Deutschland, die automatische Ansagen haben, der Fall.

    Doch, seit mindestens gestern (Dienstag) vormittag ist bei allen Ansagen (Einfahrten, Anschlüsse, Verspätungen, Corona-Hinweise etc.) in Darmstadt Hbf Heiko Grauel zu hören. Seitdem wird auch auf allen Anzeigern das neue Layout verwendet, bei dem unter anderem bei Fernzügen die einzelnen Wagen angezeigt werden. Mir persönlich gefällt das noch nicht so wirklich, da z.B. teilweise gar keine Zwischenhalte mehr angezeigt werden und stattdessen eher unwichtige Informationen wie "Fahrradmitnahme reservierungspflichtig" in großer Schrift angezeigt werden. Bei der S-Bahn wird die Zuglänge (Kurz-/Voll-/Langzug) nicht mehr angezeigt und der Anzeiger auf dem Querbahnsteig bei Gleis 9/10 zeigt jetzt nur noch 4 statt 8 Fahrten an, an einem Hauptbahnhof nicht sonderlich sinnvoll.


    Ich selbst bin auch kein Fan von den Grauel-Ansagen, aber da hat wohl jeder seine eigene Meinung zu.

    Vielleicht kam das falsch rüber, aber ich habe nicht gesagt, dass keine Bahnen "fahren" werden, sondern dass keine Bahnen an der neuen Haltestelle "halten" werden, weil die Haltestelle eben noch lange nicht fertig ist. Selbstverständlich fahren die Bahnen morgen wieder, halten aber weiterhin an der alten Haltestelle.

    Eigentlich wollte man "Anfang April" die ab Montag (19.04.) gültigen Fahrpläne veröffentlichen, aber erst seit gestern sind die Fahrpläne online: Linienfahrpläne | HEAG mobilo


    Es gibt auch eine Pressemitteilung, aber die ist aus meiner Sicht sehr umständlich formuliert und teils fehlerhaft: Ab 19. April zusätzliche Straßenbahn-Fahrten im Spätverkehr (heagmobilo.de)


    Daher hier in eigenen Worten das, was ich aus den Fahrplänen herauslesen konnte:

    • Wie bereits in der PM von Anfang März angekündigt gibt es neue Spätfahrten (0:45 Uhr bzw. im Nachtverkehr 2:45 Uhr ab Luisenplatz) auf den Linien 3, 5, 7/8 und 9
    • Die Linie 1 fährt jetzt Montags bis Freitags eine Stunde länger (letzte Abfahrt im Taktverkehr am Hauptbahnhof um 20:30 statt 19:30 Uhr)
    • Die Linie 2 und 4 fahren jetzt abends länger, wodurch der 7,5 Minuten Takt nach Griesheim, Kranichstein und Böllenfalltor bis etwa 21 Uhr verlängert wird (bisher bis ca. 19/20 Uhr). In den Ferien fährt als Ersatz für die Linie 4 die Linie 5 bis 21 Uhr alle 7,5 Minuten.
    • Die Linien 5 und 9 fahren jetzt täglich (auch Samstag und Sonntag) bis kurz vor Mitternacht im 15 Minuten Takt. Bisher wechselte die Linie 5 Mo-Sa gegen 22 Uhr und Sonntags gegen 19 Uhr zum 30 Minuten Takt, die Linie 9 Mo-Fr gegen 21 Uhr und am Wochenende gegen 19 Uhr.

    Damit hat man nun schon einiges aus dem neuen Nahverkehrsplan umgesetzt. Etwas seltsam finde ich aber, dass es auf der Linie 7/8 keinerlei Änderungen gibt (außer der späteren letzten Fahrt). Gerade dort wäre die Verlängerung des 15 Minuten Takt nach 19 Uhr am Wochenende sehr sinnvoll gewesen, dort ist insbesondere in Richtung Eberstadt wesentlich mehr los als auf der Linie 9.


    Bei den Buslinien gibt es keine Änderungen (außer der Verlängerung der Linie K zur Mahatma-Gandhi-Straße).

    Ihr habt jetzt einen Halbsatz aus meinem Text herausgezogen, ohne den Kontext zu beachten...


    Es ging weder darum, dass man mal 5 Minuten warten muss, noch um die Gesamtzeit pro Stunde, die die Schranke offen ist. Sondern um eine Umsteigebeziehung zwischen zwei Haltestellen, für die der Bahnübergang eben überquert werden muss. Irgendwo anders ist es immer schlimmer, aber das heißt doch nicht, dass man etwas nicht verbessern bzw. Verbesserungen anregen darf. Außerdem war das nur eines von mehreren Argumenten, warum man aus meiner Sicht über eine Unterführung nachdenken *könnte*. Keine Beschwerde, oder gar "Katastrophe". Unabhängig davon wird sich hier im Forum auch sonst über weitaus weniger aufgeregt.


    Aber wie von baeuchle erwähnt, ist Kranichstein eigentlich zunächst mal völlig irrelevant für die S2-Verlängerung, da es da primär um die Verlängerung bis Dieburg geht (ja, an dieser Abschweifung vom eigentlichen Thema bin auch ich Schuld). Vielleicht sollte man daher eher zu dem Thema zurückkehren, worum es hier eigentlich geht.