Beiträge von drivr7

    Eigentlich sollte der L ja bis zum Nordbad verlängert werden - das wurde still und heimlich einfach nicht umgesetzt.

    Die HEAG hat es nicht an die große Glocke gehängt, aber das wurde in der Stadtverordnetenversammlung der Stadt Darmstadt vor einigen Wochen so beschlossen. Begründet wurde das mit der "Fahrplanstabilität", zu langer Wendezeiten, und dass es ein ausreichendes SEV-Angebot gäbe. Zumal in gleichem Zuge die Linie L nach Druck aus dem Woogsviertel auf einen 10 Minuten Takt verdichtet wurde und der Takt so nicht mehr zum Takt der Straßenbahnen nach Arheilgen und Kranichstein passt.

    Seit heute ist das neue Verkehrskonzept zumindest in Teilen in Betrieb gegangen. Da das eigentlich weder direkt zur Lichtwiesenbahn, noch zu den Bauarbeiten in der Frankfurter Straße passt, packe ich es mal in dieses Thema.


    Ein paar Beobachtungen von heute:


    - Sowohl die Linie H als auch die Linie K sind in Richtung Westen mit "Anne-Frank-Straße über Hauptbahnhof" ausgeschildert. Aufgrund des komplett unterschiedlichen Linienwegs ab Luisenplatz halte ich das für ziemlich unglücklich. Erst ab Hauptbahnhof wechselt die Beschilderung zu "über Südbahnhof" bzw. "über Kleyerstraße"

    - Die Linie 10 ist nur mit "Schnelllinie Griesheim" ausgeschildert. Auf den DFIs wird nur "Griesheim" als Ziel angegeben, im Fahrzeug selbst steht sogar nur "Schnelllinie" (ohne "Griesheim"). Dass die Bahn bereits an der Wagenhalle endet, ist nirgends ersichtlich.

    - Auf den Linien 9, K und R gab es den ganzen Tag über immer wieder einzelne Ausfälle. Es sieht so aus, als wären es immer einzelne Umläufe auf den Linien. Also vermutlich bedingt durch Personal- und/oder Fahrzeugmangel.

    - Und etwas ganz besonderes: Ich konnte heute morgen von weitem eine Bahn vom Typ ST7 (!) auf einer Linienfahrt der Linie 7 Richtung Lichtenbergschule sichten. Leider war ich relativ weit weg und hatte keine Möglichkeit, das festzuhalten. Und welchen Wagen es sich genau handelte, weiß ich nicht. Das habe ich in Darmstadt aber nun zum ersten Mal erlebt, sonst sind solche Fahrzeuge nur auf Sonderfahrten anzutreffen.

    - Generell fällt auf, dass zwar der Fahrplan auf einigen Buslinien ausgeweitet wurde, allerdings wurde der Fahrplan auf den meisten Straßenbahnstrecken in Summe ausgedünnt. Dass die Linie 1 nur noch im Berufsverkehr fährt, begründet die HEAG in einem (kostenpflichtigen) Echo-Artikel mit "Lieferengpässen bei Ersatzteilen". Das erklärt vermutlich auch die Ausfälle und den kuriosen Fahrzeugeinsatz auf der Linie 7.

    Der RMV stellt seit längerem seine Soll- und Ist-Daten über eine API zur Fahrplanauskunft transparent und kostenlos zur Verfügung:

    Start - Offene Daten des RMV


    Das ist bereits die von Condor angesprochene offene Schnittstelle (die Google aber nicht nutzen möchte)

    Das stimmt so aber nicht ganz. Die API gibt es zwar bereits seit einigen Jahren, die Nutzungsbedingungen sind aber (vermutlich absichtlich) so gestaltet, dass eine sinnvolle Nutzung der API nicht möglich ist. Die Nutzungsbedingungen verbieten eine Nutzung, bei der "ein wesentlicher Teil der Fahrplanauskunft abgebildet wird". Das ist aber nun mal der Fall, wenn Google die Daten aller Haltestellen, Linien sowie Soll- und Ist-Fahrten aller Verkehrsmittel im RMV-Gebiet abruft. Zumal auch die maximale Anzahl an Anfragen pro Stunde (600) und pro Tag (5000) sehr gering sind. Daher ist es kein Wunder, dass die zahlreichen Drittanbieter-Apps, die man in den App-Stores so findet, das RMV-HAFAS direkt mit dem Key aus der RMV-App ansprechen. Sprich: Die Anfragen, die die RMV-App an den HAFAS-Server macht, wurden mitgeschnitten, kopiert und wiederverwendet. Der Server denkt also, dass es sich dabei um die RMV-App handelt. Ob das rechtens ist, ist eher fraglich. Gleiches gilt übrigens auch für die Deutsche Bahn, denn auch dort wird keine ordentliche Schnittstelle bereitgestellt, über die in größerem Umfang Ist-Fahrplandaten bezogen werden können. Allerdings werden bei Google Maps alle DB-Züge und die Bahnhöfe, an denen sie halten, angezeigt. Da scheint es also zu funktionieren.


    Das ganze konnte man zum Beispiel auch gut beim Wechsel der RB 75 von der DB zur HLB beobachten: Zu DB-Zeiten waren alle Bahnhöfe und alle Züge mit Soll- und Ist-Zeiten bei Google zu finden. Mit dem Wechsel zur HLB sind alle Abfahrten, aber auch alle Bahnhöfe aus Google Maps verschwunden. Immerhin sind die Google-Nutzer kreativ und haben für die meisten Bahnhöfe neue Wegmarken erstellt, oft als "Verkehrsunternehmen" markiert, da man als Nutzer keinen Bahnhof in Google Maps anlegen kann. In Frankfurt findet man auch die meisten U-Bahn- und Straßenbahn-Haltestellen (ich vermute da hatte Traffiq/RMV Frankfurt oder die VGF ihre Finger im Spiel), allerdings fehlen auch dort die Linien sowie die Abfahrtszeiten.


    Es würde schon völlig ausreichen, wenn man endlich mal in Google Maps alle Haltestellen im RMV-Gebiet sehen könnte. Die häufigste Frage, die man hier in der Region diesbezüglich eigentlich immer hört, ist "was ist denn die nächste Haltestelle in der Nähe der Adresse x". In fast jeder anderen Region Deutschland weiß Google Maps das, nur hier nicht. Es gibt zwar Kartendienste wie OpenStreetMap, wo die Haltestellen verzeichnet sind, aber diese werden nur von wenigen, meist eher technikaffinen Menschen verwendet. Die RMV-App hat zwar auch eine Adresseingabe, die Ergebnisse sind aber meist nicht zu gebrauchen.

    Man kann ziemlich sicher davon ausgehen, dass lediglich vergessen wurde, die Linie 5 aus dem Fahrplan zu entfernen. Bei den Fahrten der Linie 5 handelt es sich exakt um die Fahrten aus dem regulären Schultags-Fahrplan der Linie 5. Beispielsweise gibt es zwischen etwa 9 und 12 Uhr einen 7,5 Minuten Takt (in der Zeit fährt ja im regulären Fahrplan die Linie 4 nicht), ansonsten einen 15 Minuten Takt. An der Haltestelle Nordbad fahren die Ersatzbusse exakt zur gleichen Minute Richtung Innenstadt wie die Linie 5. Das ergibt so überhaupt keinen Sinn. Zumal ja auch angekündigt wurde, dass die Strecke durch die Baustelle zwar die meiste Zeit befahrbar sein wird, aber nur für wenige Ein- und Ausrückerfahrten, nicht für den regulären Linienverkehr.


    Dementsprechend wird es nun wohl ein Jahr lang nur einen T15 für Arheilgen und Kranichstein geben, obwohl eigentlich ein 10-Minuten-Takt angekündigt war. Das ist aus meiner Sicht zu wenig, aber insbesondere auch unglücklich, da die Buslinie H zukünftig alle 10 Minuten nach Kranichstein fahren wird. Mit einem 10-Minuten-Takt auf der Linie 4 hätte man an der Siemensstraße eine direkte Umsteigemöglichkeit zur Linie H schaffen und so den SEV stärker entlasten können.


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    Auch interessant: In Kranichstein haben vor wenigen Tagen in der Bartningstraße in der Nähe der Haltestellen Institutszentrum und Esselbornstraße Bauarbeiten begonnen. Es wurde stadteinwärts jeweils ein Erdaushub im Grünstreifen zwischen Straße und Straßenbahngleisen vorgenommen, etwa auf der Länge eines Gelenkbusses und mit einer Breite von ca. 2-3 Metern. Außerdem wurden rund um den Aushub Bordsteine gesetzt. Auch auf der jeweils gegenüberliegenden Seite sind schon Halteverbote eingerichtet und es wurde teils Erde ausgehoben. Es sieht so aus, als würde an beiden Stellen jeweils beidseitig eine Bushaltestelle errichtet werden. Ich kann mir aber kaum vorstellen, dass man diesen Aufwand nur für den insgesamt etwa 10-wöchigen Schienenersatzverkehr betreibt. Andererseits ist mir nicht bekannt, dass dort die Einführung einer Buslinie geplant wäre. Ich kann mich auch täuschen und vielleicht wird da was ganz anderes gebaut, aber etwas anderes als eine Bushaltestelle kann ich mir eigentlich nicht vorstellen.

    Alle im Eingangspost genannten Züge sind aber nicht neu, sondern gab es vorher schon. Das Railjet-Zugpaar ersetzt morgens einen IC und abends einen ICE, die bisher nur von/nach Stuttgart fahren. Auch den IC um 05:36 Uhr gibt es bereits, aber auch dieser endet bisher in Stuttgart und wird nicht als IC2 gefahren.


    Außerdem ändert sich noch folgendes:

    - Der ICE-Sprinter von Hamburg nach Darmstadt fährt zukünftig ab Frankfurt Hbf zum Flughafen und fährt Darmstadt damit nicht mehr an

    - IC 2290 (die letzte bzw. am Wochenende vorletzte Verbindung abends von Stuttgart über Darmstadt nach Frankfurt) fährt nur noch Freitags (bisher täglich außer Samstag), einen Ersatz scheint es nicht zu geben

    - Ab etwa Juni 2022 fahren die Züge der IC/ICE-Linie 26 (Karlsruhe - Hamburg) ab Hannover nach Bremen statt Hamburg, oder enden in Hannover. Ich weiß aber nicht, ob das baustellenbedingt ist, oder dann dauerhaft so sein soll. Die Bremer freut es vermutlich, aber Hamburg ist sicherlich das attraktivere Ziel.

    Zitat von Baertram

    Aber vielleicht hat man sich hier doch eher für den 10 Minuten Takt entschieden, weil es bereits erste Linien mit eben diesen Takt gibt: Linie 3 und H.

    Auf der Linie 3 gibt es keinen 10 Minuten Takt mehr. Die Linie 3 fährt alle 15 Minuten und wird im Schülerverkehr zeitweise auf einen 7,5 Minuten Takt verdichtet. In welchem Takt die Linie H fährt, spielt für die Linie 2 eigentlich keine Rolle.


    Zitat aus dem Echo von heute, Freitag:

    Geplant war/ist doch ein 7,5-Min.-Takt?

    Für einen 7,5 Minuten Takt stehen sowieso noch nicht genügend Fahrzeuge zur Verfügung. Das wird erst nach Lieferung der ersten neuen Straßenbahnen der Fall sein. Daher war eigentlich klar, dass es zu Beginn keinen 7,5 Minuten Takt geben kann. Ich frage mich aber, wie man einen 10 Minuten Takt zustande bringen möchte. Ich hätte eher erwartet, dass man einfach nur die Linie 2 zur Lichtwiese statt zum Böllenfalltor fahren lässt, ohne Änderungen am Takt (also alle 15 Minuten), eben so lange bis die neuen Bahnen da sind. Man hat heute gerade so genügend Fahrzeuge für den Regelbetrieb. Man hat ja in der Vergangenheit gesehen, dass nach fast jedem Unfall einer Straßenbahn kurzzeitig der Takt der Linie 1 reduziert oder diese sogar ganz eingestellt wurde. Für einen 10 Minuten Takt auf der Linie 2 benötigt man zwei bis drei Umläufe mehr als heute: Heute sind es 6 Umläufe auf der kombinierten Linie 2 + 3. Zukünftig bräuchte man dann 5 Umläufe auf der Linie 2, und 3 oder 4 Umläufe auf der Linie 3. Die Verstärkerfahrten auf der Linie 3 im Schülerverkehr habe ich hier jeweils nicht eingerechnet. Wenn man die Linien 2 und 3 weiterhin verknüpfen möchte, müsste man auch die Linie 3 ganztägig auf einen 10 Minuten Takt verdichten. Daher benötigt man dann ebenfalls mindestens 3 Umläufe mehr als heute. Dafür könnten dann die Verstärkerfahrten im Schülerverkehr entfallen, die aber heute ohnehin meist mit Ersatzbussen gefahren werden.


    Klar ist aber auf jeden Fall, dass damit die Umsteigehaltestelle Böllenfalltor mindestens bis zur Lieferung der neuen Fahrzeuge nur noch im 15 Minuten Takt von der Linie 9 bedient wird. Das hatte man noch größeren Protesten im überarbeiteten Nahverkehrsplan eigentlich korrigiert, aber wegen der Lichtwiesenbahn wird es nun temporär wohl doch dazu kommen.

    Eine reine Reaktivierung der Strecke Ostbahnhof - Groß-Zimmern als Eisenbahn wird es nie geben. Das wurde genauso wie eine reine Straßenbahn nur zwischen Innenstadt und Ostbahnhof (bzw. P+R an der Aschaffenburger Straße) schon in einer Machbarkeitsstudie untersucht. Das Kosten-Nutzen-Verhältnis liegt nicht nur unter 1, sondern ist sogar deutlich negativ. Eine solche Strecke würde fast nur Fahrgäste von Groß-Zimmern und Roßdorf anziehen, da das Umland bereits gut an Darmstadt und Frankfurt angebunden ist. Die meisten Direktbusse aus dem Ostkreis müssten bestehen bleiben, da man sonst einen doppelten Umsteigezwang hätte (einmal in Roßdorf/Groß-Zimmern und dann nochmal am Ostbahnhof). Aber gerade die vielen Direktbusse möchte man ja reduzieren (am Ostbahnhof fahren heute in der Spitzenstunde über 40 Busse!).


    Deshalb ist eine durchgehende Straßenbahn Groß-Zimmern - Roßdorf - Ostbahnhof - Hauptbahnhof die einzige wirtschaftlich vorstellbare und realistische Variante, die derzeit weiter verfolgt wird. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass man auch diese Variante irgendwann verwirft und weiter auf Busse setzt, denn gerade die Querung der Odenwaldbahn ist ein Kostentreiber, wie die Machbarkeitsstudie zur Straßenbahn zeigt. Zudem ist fraglich, ob die Straßenbahn in Roßdorf durch den Ortskern fahren kann (außenrum auf der alten Trasse hätte sie ein deutlich geringeres Fahrgastpotential), und wo die Straßenbahn in Groß-Zimmern enden und wenden soll (die "grüne Mitte" wird sicher niemand überbauen wollen).


    Hier mal die beiden Machbarkeitsstudien:

    - Reaktivierung Ostbahnhof - Groß-Zimmern: Microsoft Word - Machbarkeitsstudie Reaktivierung Darmstadt-GroßZimmern_V10.docx (dadina.de)

    - Straßenbahn Hauptbahnhof - Ostbahnhof - P+R DA-Ost: Dokumentation (dadina.de)

    Durch den Schienenersatzverkehr nach Kranichstein scheinen der HEAG nun die Gelenkbusse auszugehen. Anders kann ich es mir nicht erklären, dass diese Woche schon mehrfach Solobusse auf den Linien F und H zum Einsatz kamen. Ich wohne nun schon einige Jahre in Darmstadt und habe auf diesen beiden Linien noch nie, an keinem Tag und zu keiner Tageszeit, einen Solobus gesehen. Auf beiden Linien kommen eigentlich ausschließlich Gelenkbusse zum Einsatz. Dass Solobusse auf diesen beiden Linien, vor allem an Schultagen im Berufsverkehr, völlig ungeeignet sind, brauche ich glaube ich nicht zu erwähnen.


    Das ganze liegt möglicherweise daran, dass für den SEV wohl ausschließlich Busse der HEAG zum Einsatz kommen. Beim letzten SEV nach Eberstadt waren beispielsweise auch Winzenhöler und Fischle beteiligt.


    Ansonsten fällt noch auf, dass hin und wieder Bahnen auf den Linien 4 und 5 nicht wie geplant zur Maulbeerallee fahren, sondern vorzeitig über die Schlossschleife wenden. Da das aber sowieso nicht groß beworben wird, dürfte das nur die wenigsten Fahrgäste betreffen. Ärgerlich daran ist nur, dass sich dadurch natürlich auch die Abfahrtposition der Bahnen Richtung Griesheim bzw. Hauptbahnhof ändert (Platz 6 statt 5), und dies am Luisenplatz auf den DFIs nicht angezeigt wird.

    Schon bevor ich den Link angeklickt habe, war mir schon klar, dass das wieder das übliche Geschwafel von Uwe Schuchmann ist. Seit Jahren kleistert er die Presse und die sozialen Medien mit seinem Halbwissen zu. Zu seinen Lieblingsthemen gehört neben dieser Strecke noch die Reaktivierung der Strecke nach Groß Bieberau und doppelstöckige Züge auf der Odenwaldbahn. Die Themen wurden alle hundertfach in der Politik, den Medien und auch hier im Forum totgetreten, es gab Machbarkeitsstudien, aber er kann es nie Mal gut sein lassen. Ist vielleicht auch ein bisschen seine Aufgabe in seiner "Initiative", aber mich nervt es nur noch.

    Der Luisenplatz ist auch nicht barrierfrei.

    Ich zitiere mich selbst:

    Am Schloss kann dagegen barrierefrei zwischen den Ersatzbussen und den Linien 2, 3 und 9 ungestiegen werden (idealerweise sollten die Busse dafür die Haltepunkte der Straßenbahnen nutzen).



    Eine direkte Streckenführung vom Schloss über die Kranichsteiner Straße nach Kranichstein wäre aus meiner Sicht für die meisten Fahrgäste deutlich besser, da die Fahrzeit erheblich kürzer wäre (mindestens 5 Minuten) und man im Berufsverkehr die oft langen Staus auf Rhönring und Martin-Luther-King Ring umgehen könnte. Dann hätte man aber einen Pendelbus für Messplatz, Nordbad und Eissporthalle benötigt.


    Laut der RMV Fahrplanauskunft (wo die Daten schon seit einigen Tagen eingepflegt sind) endet die Linie 7 dagegen am Luisenplatz und fährt nicht nach Arheilgen.


    Das scheint mittlerweile korrigiert zu sein, die Linie 7 fährt ganz normal nach Arheilgen.

    Ich denke, dass auch Barrierefreiheit dabei eine Rolle spielt. Das Umsteigen am Nordbahnhof von der Straßenbahn zum Bus und umgekehrt ist für mobilitätseingeschränkte Menschen sehr beschwerlich. Zwischen Innenstadt und Arheilgen gibt es auch sonst keine barrierefreien Haltestellen (außer Merck, aber dort können Busse die Haltestelle nicht anfahren). Beim Ersatzverkehr nach Arheilgen konnte man dagegen am Messplatz barrierefrei umsteigen. Außerdem könnte es eventuell Konflikte mit der Linie R geben, wenn die Busse nicht unmittelbar ohne Standzeit nach Kranichstein zurückfahren. Am Schloss kann dagegen barrierefrei zwischen den Ersatzbussen und den Linien 2, 3 und 9 ungestiegen werden (idealerweise sollten die Busse dafür die Haltepunkte der Straßenbahnen nutzen).


    Leider gibt es, wer hätte es gedacht, schon wieder Fehler. Laut der PM fahren die Linien 6, 7 und 8 wieder normal. Laut der RMV Fahrplanauskunft (wo die Daten schon seit einigen Tagen eingepflegt sind) endet die Linie 7 dagegen am Luisenplatz und fährt nicht nach Arheilgen. Das würde für Arheilgen 50% weniger Fahrten und nur einen Halbstundentakt an Wochenenden bedeuten. Ich hoffe Mal dass das nicht stimmt. Aber ich werde mich nicht schon wieder mit der Heag rumärgern, am Ende ist eh reine Glückssache ob es korrigiert wird.


    Wo wenden denn die Linien 4 und 5 am Luisenplatz?

    Über die Schleife am Kongresszentrum?

    Gar nicht, sie fahren als Linie 8 zur Maulbeerallee und wenden dort.

    Ich habe gestern eine Antwort von der Heag erhalten. Die Angaben in der Pressemitteilung seien falsch gewesen und sollen korrigiert werden (bisher noch nicht geschehen). Die an die Pressemitteilung angehängten Fahrpläne seien aber korrekt. Die Linie 4 fährt definitiv nicht und man habe den RMV gebeten, die Daten zu korrigieren. Mittlerweile scheint die Fahrplanauskunft auch weitestgehend identisch zu den Fahrplänen zu sein.

    Für welchen Zeitraum findest Du 16 Abfahrten? Wenn ich die Auskunft für nächste Woche bemühe, erhalte ich nur zwölf Fahrten. 01, 04, 11, 16, 19, 26, 31, 34, 41, 46, 49, 56.

    Beispiel Stunde 14 am kommenden Montag ab Nordbad Richtung Kranichstein: 03, 08, 11, 12, 18, 23, 26, 27, 33, 38, 41, 42, 48, 53, 56, 57. Ist aber vermutlich sowieso falsch, siehe folgender Absatz.


    Heute hat die HEAG eine Pressemitteilung zum Schienenersatzverkehr veröffentlicht, inklusive Fahrpläne, und die dort enthalten Informationen unterscheiden sich von den Infos in der RMV-Verbindungsauskunft relativ stark. Auch zwischen PM und angehängten Fahrplänen gibt es Unterschiede. Laut PM soll die Linie 8E unter der Woche alle 7,5 Minuten und am Wochenende alle 10 Minuten fahren. Laut den an die PM angehängten Fahrplänen soll die Linie 8E aber Samstags und Sonntag nachmittags alle 7,5 Minuten fahren, sonst alle 15 oder 30 Minuten. Laut RMV Verbindungsauskunft fährt die Linie 4 in den Ferien, laut den Ersatzfahrplänen nicht. Laut den Ersatzfahrplänen soll die "reguläre" Linie 5 zwischen Kranichstein und Hauptbahnhof unter der Woche nur noch alle 15 Minuten und Samstags und Sonntags sogar ganztägig nur noch alle 30 Minuten fahren. Auch hier sagte die RMV Verbindungsauskunft bis vor kurzem etwas völlig anderes, aber zumindest für Samstags scheint es nun übereinzustimmen. Durch den reduzierten Takt der Linie 5 wird es aber zwischen Luisenplatz und Hauptbahnhof sechs Wochen lang ziemlich kuschelig. Es sind zwar Ferien, aber die Busse und Bahnen sind dort heute vor allem Samstag Nachmittags oft brechend voll. Wenn die Linie 5 dann nur noch alle 30 Minuten fährt, werden die Fahrgäste sich dann stattdessen alle in den meist sowieso schon überfüllten H-Bus quetschen, die Fahrgäste aus der Heimstättensiedlung wird es freuen.


    Link zur PM: Für mehr Fahrgastkomfort: Neues Gleisdreieck an der Alsfelder Straße - Busse statt Bahnen nach Arheilgen in den Sommerferien (heagmobilo.de)


    Aber am meisten nervt mich, dass man es nicht schafft, bei so lange geplanten Bauarbeiten konsistente Informationen zu veröffentlichen. Warum gibt es über drei Kanäle (PM, Fahrplan-PDF, Verbindungsauskunft) völlig widersprüchliche Informationen? Und warum kommt sowas überhaupt erst so wenige Tage vor Beginn der Bauarbeiten? In anderen Städten schafft man es auch, solche Infos früher zu veröffentlichen. Ich habe die HEAG zu dem Thema mal angeschrieben, wäre schön wenn man das ganze in den nächsten Tag vereinheitlicht, damit man sich auch darauf verlassen kann.

    Durch Zufall ist mir in der RMV-Fahrplanauskunft aufgefallen, dass die Linien 2 und 4 wohl ab sofort auch in den Ferien verkehren. Vor wenigen Wochen war das in der Fahrplanauskunft noch nicht der Fall. Das war auch im Rahmen des neuen Verkehrskonzeptes so vorgesehen, aber eigentlich sollte es die nächste Fahrplanausweitung ja erst nach den Herbstferien geben. Mit den Bauarbeiten für das Gleisdreieck in der Frankfurter Straße kann das eigentlich auch nichts zu tun haben. Die Linie 2 ist völlig unabhängig davon, und statt der Linie 4 fuhr ja bisher in den Ferien die Linie 5 alle 7,5 Minuten, also auch das macht dort keinen Unterschied.


    Die Linienfahrpläne auf den Webseiten von HEAG und DADINA sind noch nicht aktualisiert, und es gab noch keine entsprechende Pressemitteilung. Es könnte sich theoretisch auch um einen Fehler in der Fahrplanauskunft handeln, glaube ich aber eher nicht.

    Die Fahrplanänderungen im Rahmen der Bauarbeiten für das Gleisdreieck sind scheinbar schon in die RMV-Verbindungsauskunft eingepflegt worden (was heißt "schon", es sind ja nur noch 10 Tage). Eine Pressemitteilung gibt es aber scheinbar bisher noch nicht, das wird wohl leider wie üblich wieder ganz kurz vor knapp passieren...


    Ich habe mal versucht ein paar Infos aus der Fahrplanauskunft herauszulesen:


    - Alle Bahnen der Linien 6, 7 und 8 fahren ab Luisenplatz als Linie 5 nach Kranichstein. Dadurch gibt es Montags bis Freitags 16 Fahrten pro Stunde zwischen Luisenplatz und Kranichstein, Samstags und Sonntag Nachmittags 8 Fahrten pro Stunde.

    - Sonntag Vormittags und im Spätverkehr wird die Abfahrt der Linie 5 am Hauptbahnhof um 7 Minuten nach hinten verschoben, wodurch sich zusammen mit der Linie 8 ein 15 Minuten Takt zwischen Luisenplatz und Kranichstein ergibt.

    - Die Ersatzbusse fahren zwischen Arheilgen Dreieichweg und Nordbahnhof den normalen Linienweg der Straßenbahn. In Richtung Süden fahren die Busse über die Haltestelle Messplatz (vermutlich via Marburger Straße) zum Nordbad. Von dort fahren die Busse dann direkt zum Nordbahnhof und weiter nach Arheilgen. Leider scheinen die Busse aber am Nordbad nicht direkt weiterzufahren, sondern warten dort 7 bis 14 Minuten, da sie für eine direkte Weiterfahrt eine Minute zu spät am Nordbad ankommen. Nur im 30-Minuten-Takt fahren die Busse wohl direkt weiter. Da aber wahrscheinlich nur am Messplatz ein barrierefreier Umstieg zwischen Bus und Bahn möglich sein wird, ist das leider sehr unpraktisch.

    - Die Ersatzbusse fahren Montags bis Samstags tagsüber alle 7,5 Minuten, sonst alle 15 oder 30 Minuten.


    Für die Zeit nach den Ferien gibt es in der Fahrplanauskunft noch keine Infos.

    Die verlinkte Visualisierung zeigt übrigens als erste auffällige Änderung gegenüber der Ursprungsversion jetzt ein komplett gelbes Bähnchen.

    Ich sehe hier keinerlei Unterschiede zu den letztes Jahr vorgestellten Bahnen, die Visualisierung sieht identisch aus. Oder übersehe ich hier etwas?


    Es gab wohl unterschiedliche Visualisierungen, aber neu ist die in der aktuellen PM gezeigte Visualisierung nicht. Die komplett gelbe Bahn ist bereits seit mindestens Mitte 2020 auf der HEAG-Infoseite zu sehen (siehe https://web.archive.org/web/20…eagmobilo.de/de/faq-st-15). In der ersten Vorstellung von Anfang 2020 war sie tatsächlich noch nicht komplett gelb: https://www.eurailpress.de/nac…assenbahn-generation.html

    Die Kostendiskussion ist doch müßig, da Kosten ganz sicher nicht der Grund waren. Der Baustellenfahrplan hat einen 30 Minuten Takt vorgesehen, gefahren wurde aber kurzfristig ein 60 Minuten Takt. Da fällt doch nicht jemandem am Sonntag morgen ein dass ein 30 Minuten Takt zu teuer sein könnte und streicht die Hälfte der Fahrten, sondern das war ziemlich sicher ein kurzfristiger Personalausfall. Spielt auch im Endeffekt keine Rolle. Sowas kann ja mal passieren, aber wenn so viele unglückliche Umstände zusammenkommen, ist das für den Fahrgast einfach extrem ärgerlich und macht nicht gerade Werbung für den ÖPNV.


    Zum Thema SEV zwischen Darmstadt und Langen: Das hätte sich nicht gelohnt. Die SEV-Busse, die hin und wieder wegen Instandhaltungsarbeiten nachts zwischen Darmstadt und Langen fahren, benötigen für die Strecke ganze 42 Minuten mit Halt an allen Bahnhöfen außer Wixhausen (dort Halt an der Hst. Messeler-Park-Straße). Hier mal der Fahrplan dazu: S3, S4: Instandhaltungsarbeiten 2021 (rmv.de)

    Damit hat man gegenüber dem Warten auf die nächste S-Bahn keinen Vorteil mehr.

    Außerdem: Woher nimmst Du die Gewißheit, daß eine fehlende Garnitur das Problem war?

    Eine fehlende Garnitur war es garantiert nicht, zu diesem Zeitpunkt waren vier 423er im Vorfeld des Hauptbahnhofs abgestellt. Zwei weitere kamen gemeinsam als Vollzug auf dem einen Umlauf zum Einsatz. Wie gesagt wurde ja ab 9:35 Uhr im Halbstundentakt gefahren, der zweite Umlauf war dann ebenfalls ein Vollzug, bestehend aus zwei der vier abgestellten 423er. Und selbst wenn es keine weiteren Fahrzeuge gegeben hätte, hätte man beide Umläufe als Kurzzug fahren können, an einem Sonntag Morgen auf verkürzter Strecke völlig ausreichend und besser als nichts. Oder man hätte den alten seit Ewigkeiten abgestellten 420er der S-Bahn Stuttgart aus dem Vorfeld geholt, mit ein bisschen Liebe fährt der vielleicht noch 8o


    Also es war wohl eher ein Personalproblem. An einem normalen Sonntag sicher nicht der Rede wert (kennen wir ja z.B. von HLB und VIAS zu genüge), aber in diesem Fall in Kombination mit dem SEV eben doppelt doof für den Fahrgast. Man hätte die S-Bahn einfach nur eine halbe Stunde versetzt fahren lassen sollen (also die Fahrten zur Minute 05 ab Darmstadt ausfallen lassen, statt die zur Minute 35), aber so weit hat wohl niemand gedacht...