Beiträge von Uli Nobbe

    Selbst wenn der Bund ein hessisches Modellprojekt fördern würde, was ist, wenn das Projekt ausgelaufen ist?

    Eine Rolle rückwärts ist nur schwer vorstellbar und in meinen Augen noch sehr viel schwerer zu verkaufen.


    Was aber vorstellbar wäre: Jeder Bewohner der 365er-Region (egal, ob Erst- oder Zweitwohnsitz) muss das Ticket bezahlen - und kann es natürlich auch entsprechend nutzen, muss es aber nicht. - Achtung, Zwangsabgabe, das treibt die Leute wieder auf die Barrikaden! - :S

    Analog zum Rundfunkbeitrag könnten für Bezieher von Sozialleistungen Sonderregelungen getroffen werden.


    Wobei ich mir auch vorstellen kann, bis zu 40 Euro monatlich anzusetzen. Die verbundweiten zwei Euro täglich, die Condor vorgeschlagen hat, stehen bei mir 50/50 in der Gedankenwelt. Hat was, ist auch zu stemmen, braucht aber ein gutes Marketing.

    Letzteres ist nun nicht gerade eine Stärke des RMV, wie ich finde.

    In meinem (sicher seltenen und keinesfalls repräsentativen) Fall bekäme der RMV einen fest zahlenden Kunden hinzu.


    Seit ich einen neuen Job im Homeoffice habe, ist die Jahreskarte Frankfurt für mich sinnfrei und wurde daher gekündigt.

    Da ich zudem unregelmäßig ins TG 35 fahre, lohnen sich einzelne Tageskarten für mich mehr als eine Jahreskarte 5000 mit vereinzelten Zuschlagfahrkarten (die mich auch leicht nerven).

    Pure Rechnerei bis dahin.


    Gäbe es aber das 365er-Ticket - ich würde es kaufen. Unabhängig davon, wie oft oder selten ich die Verkehrsmittel nutze. Durch meine äußerst flexiblen Arbeitszeiten und teils asynchrone Nutzung des ÖPNV wäre ich vermutlich ein Zugewinn für das System. Die 30,42 Euro monatlich zahle ich gerne dafür.

    Allein die Möglichkeit, in eine Tram / Bahn / Bus zu springen ohne vorher darüber zu grübeln, ob sich ein Ticket rechnet und wie man am sinnvollsten die Fahrkarte(n) einsetzt, das würde mir den ÖPNV noch näher bringen und auch nutzen lassen.


    Vielleicht sollte man auch mal diesen Aspekt beleuchten. Es ist aktuell nämlich der Preis, der mich von einem Abo zurückschrecken lässt.

    Die Dreieichbahn wird endlich zum vollwertigen Frankfurt-Zubringer. Alle Haupttakte bis in die Nacht führen nun bis Frankfurt Hbf und fahren von dort zurück. Sonntags wird erstmals bis Frankfurt Hbf gefahren und selbst da den ganzen Tag über.

    Endlich! :thumbup:



    Keinen Gefallen finde ich dagegen daran, dass die Spät-Dreieichbahnen künftig um 23:13 Uhr und 0:13 Uhr in Dieburg starten statt um 23:14/0:14. Dadurch ergibt sich nämlich für den RMV kein offizieller Anschluss mehr von der RB 75 aus Richtung Aschaffenburg (Ankunft 23:09/0:09), womit man bei Anschlussverlust auch keine 10 Minuten Garantie mehr geltend machen kann. Außerdem ist die knappe Umsteigezeit gerade zu später Stunde sehr ärgerlich.

    In der Tat, das ist richtig ärgerlich. Betrifft mich zwar aktuell nicht, aber so erweist man dem regionalen Nahverkehr einen Bärendienst.

    Ist denn wenigstens über den Anschluss in Darmstadt was zu retten (für den man schlechtestenfalls keine Fahrkarte hat, die das TG 4000 einschließt)?

    (...) blitzschnelle präzise Informatonsflüsse dafür sorgen, dass man auf einer Karte sehen kann, wo es gerade nicht geht und wo die Fahrzeuge vorankommen, sowie ein sich dauernd aktualisierender Routenberechner, welcher wegen präziser Störungsverarbeitung den Fahrgast aktiv darauf hinweist, in welche Linie er gerade umsteigen soll, um in annehmbarer Zeit ans Ziel zu kommen, wenn der standardschnellste Weg gerade blockiert ist.

    Für den Straßenverkehr gibt es die App Waze.

    So was wünsche ich mir auch für den schienengebundenen Nah- und Fernverkehr.

    Oberleitungsstörung hin oder her: Ich bin gestern mit der Dreieichbahn (RB 61) zusätzlich gestrandet.


    Zwar zeigte das Display am Bahnsteig ständig die Oberleitungsstörung an, aber es gab weder eine Anzeige noch eine Durchsage, warum der 19:31 Uhr ab Urberach Richtung Frankfurt ausfiel. Genug Züge in Ober-Roden bzw. Dieburg waren vorhanden, die wenigstens bis Dreieich-Buchschlag oder Neu-Isenburg hätten fahren können.


    Weiß jemand mehr?

    Ist denn die ICB wirklich so viel besser als DB? Den LHO Tarif haben sie anscheinend beide.

    Aus Fahrgastsicht fühle ich mich in der Tat von der ICB besser transportiert als von der DB Bus.


    Natürlich hat jeder Busfahrer gute oder schlechte Tage, das wird in beiden Unternehmen vorkommen. Allerdings sind mir die unangenehmen Ausreißer (z.B. Sprache, Fahrstil) bei der DB häufiger aufgefallen. Apropos Fahrstil: Die DB Bus scheint besonders gern verkappte Formel-1-Fahrer einzustellen.


    Auch wenn das statistisch nicht belastbar ist und schon gar nicht repräsentativ, so habe ich dieses Gefühl, dass das was mit interner Kommunikation, Führung und / oder Betriebsklima zu tun haben könnte. Allerdings ist das nur so eine Ahnung.


    Es wäre - gleichfalls Bauchgefühl - für mich persönlich besser, wenn mehr ICB gefahren würde (und es irgendwann statt einer ICB wieder eine VGF gäbe. Aber das ist eine andere Baustelle).

    Einen zweigleisigen Ausbau dürfte die Trasse nicht hergeben. z. B. In Rödermark-Urberach ist alles komplett zugebaut, man müsste ein komplettes Einkaufszentrum und zig andere Häuser abreißen damit dort zweigleisig ausgebaut werden kann. Eher unrealistisch.

    Entschuldige bitte, wenn ich deinem dramatisch anmutendem Beitrag etwas die Luft rauslassen muss, aber das ist nun wahrlich übertrieben.

    1. Es betrifft kein "komplettes Einkaufszentrum", sondern nur einen Randbereich davon; das sog. "Fachmarktzentrum" (Haltestellenname) wird nicht existenziell gefährdet. Eventuell wird es marginale Umbauten geben müssen, aber die großen Märkte sind davon nicht elementar betroffen.
    2. Es sind nicht "zig andere Häuser" (welche sollten das denn sein?).
      Vielleicht wird es beim Artemed Pflegestift ein wenig kuschlig, aber auch dafür findet sich eine Lösung.
    3. Solltest Du Dich auf die Kurt-Schumacher-Straße beziehen:
      Hier liegt das Gleis schon deutlich unter Straßenniveau, zusätzlich verdeckt durch eine fast 2 Meter hohe Hecke. Erst hinter der Einmündung Stettiner Straße, Richtung Ober-Roden, hat das Gleis wieder Straßenniveau für den Fußgänger-Überweg zu den Kleingärten.
      Ein zweites Gleis würde also nicht Richtung Wohnsiedlung gebaut werden.

    Wir reden hier über eine (grob gemessen in Google Maps) Strecke von maximal 660 bis 670 Metern; die Grafik müsste hier öffentlich abrufbar sein:


    https://drive.google.com/file/…RYLm_nRN/view?usp=sharing


    Wenn mich nicht alles täuscht, tritt das Problem in Ober-Roden auch noch mal auf, aber da kenne ich mich zu wenig aus.


    Und selbst wenn es eine eingleisige Engstelle bleiben sollte - so what?

    Die S1 schafft es zwischen Rodgau Rollwald und Rödermark Ober-Roden ja auch, ebenso wie die S3 zwischen Langen und Egelsbach (okay, manchmal knuddelt es sich da etwas) sowie zwischen Erzhausen (oder Wixhausen?) und Darmstadt Hbf.


    Also bitte!

    Ich musste gestern einen Trip nach Hanau machen. Da mir die Kosten erstattet werden, kam die Tageskarte statt des Anschlussfahrscheins zur Jahreskarte zum Einsatz.


    In weiser Voraussicht schaute ich vorher auf der RMV-Website nach und erhielt dort die Auskunft, dass die Tageskarte nach Hanau 16,75 Euro kosten würde.
    Am Automaten dann die - positive - Überraschung: Preisstufe 40, Kosten: 13,25 Euro.
    :huh:
    Bevor ich bezahlt habe, habe ich am Automaten mehrfach überprüft ob ich einen Eingabefehler gemacht habe und so aus Versehen zum Schwarzfahrer werde - aber am Eingabefeld "Hanau" gab es nun mal nichts zu beanstanden. Auch die Kontrolle überstand der Fahrschein problemlos.


    Vielleicht sollte in Hofheim mal jemand der IT bzw. dem externen Dienstleister die Presseinformation mit den daraus resultierenden neuen Preisen zukommen lassen?


    Ich möchte aber auch [OT]-mäßig etwas positives schreiben:
    Auf der Rückfahrt war die nächstbeste Verbindung der RE 59 (HLB) nach Kelsterbach via F-Ost und F-Süd. Kurz und knackig: So stelle ich mir den Nahverkehr vor. Schnell, bequem, leise, angenehm (ein Alstom-Zug, wenn ich es richtig gesehen habe). Da könnte man ja echt neidisch werden: So was will ich für die Dreieichbahn auch!
    Okay, das Türoffnungs-Geräusch, das jeden Feuerwehrmann und Katastrophenschützer hochschrecken lässt (klingt wie ein Funkmeldeempfänger) können sie weglassen, aber sonst... :thumbup:

    [OT]


    Ach, liebe VGF-Pressestelle, einmal nur mit Profis... :rolleyes:


    Zitat

    Die in den betroffenen Zügen sitzenden Fahrgäste konnten problemlos evakuiert werden.


    Üblicherweise evakuiert man Gebäude, Züge, Bereiche etc. - aber keine Menschen.


    Man kann Menschen höchstens im Zuge einer Organentnahme (Transplantation oder Obduktion) evakuieren, aber ich stelle mir das in einer U-Bahn-Station dann doch eher wie ein Massaker vor.


    Bitte, liebe VGF, etwas mehr Gefühl für die korrekte Anwendung der Sprache.
    Ich vermute, die Mitarbeiter der Pressestelle werden dafür bezahlt, daher meine höhere Erwartungshaltung.


    [/OT]

    Während sich gestern die Stürungsmeldungen bei der S-Bahn rund um Frankfurt nur so stapelten, gab es bei der Dreieichbahn eine "technische Störung am Zug" - mit Teilausfall.
    Bei Einfahrt des Zuges dann die bittere Erkenntnis: Ja, es war ein Pesa Link.


    Die Fahrt von Dieburg via Rödermark nach Frankfurt Hbf wurde zunächst mit 10, dann mit 20 Minuten Verspätung angekündigt. Zuletzt hieß es dann, dass die Fahrt vorzeitig in Dreieich-Buchschlag enden würde. Dort kam die Bahn um 18:08 Uhr so sauber verspätet an, dass die S-Bahn nach Frankfurt gerade so verpasst wurde. Na ja, der 10-Minuten-Garantie sind +20 oder +35 auch egal.


    Zurück zum Zug: Die Ursache war während der Fahrt nicht eindeutig erkennbar. Beim Umstieg in Buchschlag fiel allerdings auf, dass der zweite Zugteil unabhängig vom ersten die Anzeige "Münster (Hessen) via Dreieich-Buchschlag" zeigte, was etwas merkwürdig aussah.
    Der Zug fuhr dann - leer - Richtung Neu-Isenburg weiter.


    Abgesehen von den Folgeverspätungen der Begegnungszüge konnte ich aber leider nicht mehr nachvollziehen, ob der Zugausfall im Laufe des Abends noch kompensiert werden konnte.
    Ärgerlich ist es allemal. vor allem, da es den neuen 633er betraf.

    Gibt es denn eine DIN Norm die vorschreibt welcher englische "Dialekt" verwendet werden soll?


    Nein, eine solche Norm gibt es nicht - ebensowenig wie unsere Rechtschreibung genormt ist (der Duden ist kein Gesetz!). Das sind eher allgemein verabredete und anerkannte Übereinkünfte.
    Natürlich ist Sprache - und auch die Aussprache - ein stetig wandelnder Prozess, aber auch Bestandteil unserer Kultur.


    Wohl sprechen - und schreiben - wir heute nicht mehr wie weiland Goethes Wolfgang, aber dennoch gibt es eine gemeinhin gültige "Hochsprache" mit überall nachzulesenden Regeln (Duden, Band 6, Das Aussprachewörterbuch, Der kleine Hey, sowie, etwas älter, der berühmte Siebs ("Deutsche Hochsprache")).


    Du wirst immer über Zweifelsfälle stolpern (Neckarsulm, Troisdorf) - hier bitte Audioschnipsel der entsprechenden Zugansagen erbeten! -, katastrophale sprachliche Mundfäule ("Hambuaach" oder "Freibuaach"; auch: "Düsseldoaaf"), ausländisches Herumgewurschtel ("Nju Yook", aber "Paris" statt "Pari-h"). Journalist oder "Dschurnalist"? Chemie oder "Kemie", China oder "Kina" (süddeutsche, vor allem bayerische Eigenart)?
    Heute, frisch bei Twitter entdeckt:
    https://twitter.com/Sprechperte/status/1093736310764912641
    (hatte ich so jetzt noch gar nicht auf dem Schirm)


    Btw, die im Tweet erwähnte ARD-Aussprachedatenbank wurde hier in Frankfurt, beim Hessischen Rundfunk, gegründet, aus- und aufgebaut und wird nach wie vor hier gepflegt. Da dürfen wir zu Recht stolz drauf sein!


    Allein aus diesem Grund erwarte ich von bestimmten Medien und Berufsgruppen einfach eine verlässliche, korrekte Wiedergabe. Ich betrachte das als so eine Art "kultureller Stützpfeiler", nicht zuletzt aber auch als Orientierungshilfe.
    Dazu dürfen gerne auch ordentliche Ansagen in Zügen gehören.


    Wenn man aber in der S-Bahn hören muss "Next station: Frankfurt Südbahnhof", dann muss sich unser provinzielles Verkehrsverbündchen schon mal fragen lassen, ob es sich als Bestandteil einer europäischen Möchtegern-Metropole sieht.


    "Ich habe fertig". :P

    Ich vermute, dass auf dem Stück zwischen Offenthal und Urberach eine Geschwindigkeitsbegrenzung besteht, da ich auf dem Abschnitt schon öfters mal eine Zwangsbremsung miterlebt habe, wenn der Zug mal etwas schneller als üblich war.


    Bergabwärts gebe ich Dir vollkommen recht, ja. Vor allem in Fahrtrichtung Urberach ist's an der Bulau schon a***knapp, wenn der Zug nur Sekunden nach dem Schließen der Halbschranke da durchrauscht. Allerdings ist BÜ 1 / Bü 101 geschaltet - offenbar reicht da das Rotlicht schon aus. Da müssen mir Fahrstand-Profis mal helfen.
    Trotzdem: Von Bremsweg kann da keine Rede mehr sein (ähnlich scheint es auch in Münster, von Eppertshausen kommend, zu sein; war nur ewig nicht mehr da, um das zu dokumentieren).


    Nein, mein Einwand bezog sich speziell auf die Ausfahrt Offenthal nach Urberach, bergaufwärts. Das war bislang ja eine Schleichfahrt par excellence und ich dachte, dass damit jetzt mal Schluss sei. Ich wüsste auch um keinerlei bemerkenswerte Hindernisse: Ausfahrt Gewerbegebiet, danach Acker und Waldgebiet. Nur ein BÜ ohne Signal (Forstweg?), von weitem gut einsehbar. Wildwechsel kann's auch nicht sein, da wüsste ich noch ganz andere Ecken.


    Ingo ist aber keine synthetische Stimme.


    Autschn. Also wenn ein humanoider Berufssprecher das so derart vergeigt haben sollte (und der Auftraggeber bzw. seine beauftragten Unternehmer das so abgenommen hat), dann schwillt mir jetzt aber echt der Kamm.
    Okay, die Gilde der Berufssprecher ist so ein ganz eigenes Völkchen für sich, das gebe ich zu. Wo der eine so was wie eine "Sprecherehre" bis aufs Blut verteidigt, sagt der andere "wenn der Auftraggeber möchte, dass ich es wider besseres Wisssen falsch ausspreche, dann spreche ich halt falsch." :rolleyes:
    - Mir blutet jedesmal das Herz (und die Ohren), wenn ich eine Werbung sehe, in der eine wirklich gute und oft im hoch dekorierten Rundfunk eingesetzte Sprecherin die "ig-Regel" vergewaltigt. Sie hat es mir gegenüber im persönlichen Gespräch auch so zugegeben. -
    ;(;(;(


    Sei's drum: Eine Spontan-Umfrage im persönlichen Umfeld ergab, dass eine Aussprache "Termi-nahl" vollkommen undenkbar ist. Bis ich einige Profi-Sprecher kontaktet und zu der Sache befragt habe, kann es ein paar Tage dauern. Und bei meiner nächsten Fahrt mit dem Zug ist mein Pocketrecorder scharf. Garantiert! 8)


    Dessen ungeachtet freue ich mich auf eure Probefahrten und ich kann euch und allen anderen nur wünschen, dass meine Erlebnisse lediglich Einzelfälle sind, die abgestellt wurden oder bald werden. Ich war da echt zu mitgenommen. Eine, na ja, "Live-Reportage" kann man als eine Art Ticker bei Twitter nachlesen. Nein, ich habe da bestimmt nicht aus dramaturgischen Gründen übertrieben.


    Wäre schön, wenn ihr positive Erlebnisse zu berichten habt und sie als Gegengewicht hier schreibt. Bis dann und: Allzeit gute Fahrt! :thumbup:

    Kurzfassung vorab: Schickt die Dinger wieder zurück nach Polen! :cursing:
    Und die, die dieses Teil hier in D abgenommen und als Dreieichbahn-tauglich abgenickt haben, gleich mit.


    Langfassung: Heute zwei fahrplanmäßige Fahrten damit gemacht (auf die Rückfahrt hatte ich schon gar keine Lust mehr). Kinners nee!


    Hinzus habe ich auf der angetriebenen Achse gesessen (vorne, der erhöhte Teil). Eklig laut, vor allem bei der Hin- und Herschalterei nervt es richtig. Klang streckenweise wie ein Nähmaschinenmotor unter Vollast kurz vorm Kollaps.
    Von der angepriesenen Spurtstärke habe ich nichts gemerkt, sieht man mal vom Antriebsgeräusch im kleinen Gang ab. Leistungstechnisch: Null.
    Die leichte Steigung zwischen Offenthal und Urberach nimmt er genauso langsam wie die Oldies. Und trotz pünktlichen Begegnungsverkehrs und keinerlei außerplanmäßigen Stopps schaffte es der Zug eine +3 herauszufahren.


    Aktuell noch leichte Probleme mit den Durchsagen und variierenden Lautstärken. Btw, Petra hat jetzt ein männliches Pendant. Wo Petra bei "suburban" schwächelt, bekommt, hm, Piotr :D statt des vom englischen übernommenen "Törminell" nur ein "Termi-nahl" heraus.
    :rolleyes:


    Rückzus: Platz im Mittelteil. Ätzend laute Dauerbelüftung, die an einem Platz sogar so mies ins Gesicht pustete wie die ersten Solarien in Frankfurt. Ich hatte kein Messgerät dabei, tippe aber auf ein "Grundrauschen" von > 80 dB (A) Leq. Das ist, gelinde gesagt, katastrophal.
    Vorteil: Man hört so keine Fahrgeräusche mehr. Nachteil: Ohne noise cancelling Systeme oder Conchas mit -25 dB Dämpfung geht in dem Teil gar nichts mehr.


    Was ich wirklich als angenehm enpfand: Das nervige Tuten und Tröten aus dem Fahrstand der alten Baureihe ist nun entweder weg oder man hört es halt nicht mehr.
    Ach ja, und: Die Anzeige(n) im Zug sind wirklich 1a. Sogar die aktuelle Verspätung wird perfekt angezeigt. Stimmte bei jeder Ankunft auf die Minute genau (für alle 10-Minuten-Jäger).


    Zitat

    „Gerade in dem eingleisigen Abschnitt zwischen Dreieich und Ober-Roden braucht es spurtstarke Fahrzeuge für einen stabilen Betriebsablauf“, so Andreas Maatz, Geschäftsführer der kvgOF. „Die neuen Fahrzeuge legen ein ordentliches Tempo vor – zum Vorteil der Fahrgäste.“


    Totaler Bullshit. Auch ein Pesa Link kann keine Begegnungsbahnhöfe aus dem Hut zaubern. Wenn es klemmt, klemmt es.
    Auf der Hinfahrt haben wir durch unsere nicht vorhandene "Spurtstärke" dem Gegenzug drei Minuten geklaut, auf der Rückfahrt wiederum mussten wir warten. Ergo: Alles wie immer, und ich sammle Fahrscheine für die 10-Minuten-Garantie.


    Erster Fahreindruck: Das Ding kann nix besser, und was ich erlebt habe, sind keine "Kinderkrankheiten" oder vergleichbares - das hätte im Test gleich beanstandet und behoben werden müssen.
    Ich überlege jetzt ernsthaft, zukünftig auf die S1 umzusteigen und ab Ober-Roden den Bus zu nehmen. Den Sch... tue ich meinen Ohren nicht nochmal an. :thumbdown:

    Fotos von der Vorstellung waren auf Twitter zu sehen:
    https://twitter.com/moritzkraehe/status/1090914273327484928


    Wenn ich aber so was lese:

    Unsere Fahrpersonale

    ... dann schlägt mein Sprachverständnis Purzelbäume. Was für eine Plural-Vergewaltigung ist das denn?


    Noch so eine Geschichte:


    Und im gesamten Fahrgastraum installierte Anlagen zur Videoaufzeichnung erhöhen das subjektive Sicherheitsgefühl der Reisenden.


    Brrr. Zunächst einmal sind Gefühle immer subjektiv (es kann keine objektiven Gefühle oder Meinungen geben, verdorri noch eins!) - aber die Aussage in sich ist schlicht und ergreifend blöde. Entweder die Sicherheit wird objektiv = nachweisbar = statistisch signifikant erhöht, dann ist es gut. Wenn eine Maßnahme lediglich das Sicherheitsgefühl erhöht, dann wurde die Sicherheit an sich nicht verbessert - folglich kann man es auch gleich bleiben lassen.


    Ich finde die Videoüberwachung vollkommen okay. Sie wird sicher keine Straftaten verhindern - das wäre illusorisch -, aber wenn dadurch die Aufklärungsquote deutlich erhöht werden kann, steigt zugleich die Hemmschwelle vor der möglichen Begehung einer Straftat. Und dann haben wir eine echte erhöhte Sicherheit. Objektiv.


    Mit Gefühlen spielt man nicht. Punkt.

    Nachdem ich bereits am vergangenen Donnerstag mit der RB 61 / Dreieichbahn auf die Nase gefallen bin - Zugausfall wegen Stellwerkstörung -, ist mir heute, sechs Tage später, wieder so ein Malheur, zur gleichen Zeit, passiert.
    Diesmal war der Zug defekt und musste, nach verspäteter Einfahrt im Hauptbahnhof, "in die Werkstatt" gefahren werden, wie es vom Zugpersonal hieß.


    Bis man dann herausgefunden hat, ob ggf. ein Ersatzzug bereitgestellt wird, ist der mögliche Ausweich-Anschluss um :32 mit der S4 nach Buchschlag (Neu-Isenburg wird als möglicher Umstieg nicht angezeigt) als Halbstunden-Alternative auch weg.
    Da hängt man dann ziemlich uncool eine ganze Stunde im Hauptbahnhof 'rum.


    Besonders pikant: Fragt man am RMV-Telefon nach einer Alternative für den ausgefallenen Zug (von dem die zu dem Zeitpunkt noch gar nichts wussten), bekommen die es nicht hin, den Kunden rasch auf die :32er S4 zu schicken.
    Auch ich hatte das nicht schnell genug auf dem Schirm und musste - wieder mal - meine Ankunft in Rödermark auf eine Stunde nach hinten legen.
    Okay, zur Ehrenrettung des Servicetelefonisten: Der wollte mich, keine Ahnung, warum, erst mal nach Darmstadt schicken. Die Information, dass das durch meine Fahrkarte nicht gedeckt sei, kam auch nicht freiwillig, sondern erst auf Nachfrage. Und nur die Profis wissen, dass eine solche Umweg-Fahrkarte natürlich nicht von der 10-Minuten-Garantie erfasst wird.


    Also nicht, dass ich mir da heute etwas verschaukelt vorkam und zudem noch den Erklärbär für zwei ausländische Paare machen musste (einmal Osteuropa, Rentner, einmal Asien, junge Familie).
    Das ist so unsagbar peinlich .... sorry, das musste jetzt einfach mal raus.

    Die Hessenschau beschäftigt sich online am 30.01.19 um 20:43 Uhr mit dem Thema und bezieht sich dabei auf eine Sendung in hr-info:
    https://www.hessenschau.de/wir…ten,rmv-seilbahn-100.html


    Ein Satz in dem Bericht ließ mich aufhorchen:


    Zitat

    Etwas konkreter sind die Pläne bereits im Hochtaunuskreis, sagt Thomas Horn vom Regionalverband Frankfurt Rhein Main: "Wir überlegen gerade am 'Taunusblick' an der A5 ein Parkhaus zu bauen, dort Parkplätze zu schaffen und dann mit der Seilbahn zur U4 an die Heerstraße zu fahren und dann ins Stadtgebiet weiter zu seinem Arbeitsplatz zu kommen."


    U4? Heerstraße? ?(


    Habe ich irgendeine Diskussion der letzten Wochen verpasst?
    Schreibfehler? Wunschdenken? Verplapperer?

    Dem widerspricht die @RMVinfo-Störungsmeldung aus #553, die ich so via Twitter erhielt und 1:1 kopiert habe.
    Das denken die sich doch nicht einfach so aus, sondern reagieren vermutlich auf Informationen aus der Leitstelle. Ich glaube kaum, dass die solche Meldungen aufgrund einer nicht näher präzisierten Gefahrenlage auswürfeln und dann so konkret via Twitter (und facebook? Keine Ahnung, habe ich nicht) raushauen.


    Zugegeben: Auf die Schnelle habe ich keinen Öffi-Check gemacht, da hätte das ja auch Berücksichtigung gefunden haben, weil die Echtzeiten aus dem Ruder gelaufen sein müssten.


    Als BuPol möchte ich das auch nicht verantworten, wenn auf Gleis 5/6 der große Knall kommt (hoffentlich nie) und auf Gleis 1/2 findet gerade ein Fahrgastwechsel bei einer S3 / S4 statt.