Je tiefer ich grabe: Ich erinnere mich lebhaft, wie meine Großmutter mit mir in den 961er gestiegen ist, um mich am Hauptbahnhof allein (!) in den Zug nach NRW zur Verwandtschaft zu setzen.
Und ich weiß ganz genau, dass das ein Bus mit Falttüren in der Mitte war. Recherchen haben ergeben, dass das ein Mercedes 0 302 gewesen sein muss. Rot lackiert.
Bahnbus? Ich meine, ja. Interessant...
Alternativ - wie von Uli Nobbe geschrieben - kam man mit dem Isenburger Stadtbus (der "1") zur Straßenbahn und dann zum Südbahnhof.
Da gab es eine Zwischenzeit vor dem Südbahnhof: Ich schrieb ja von der Schweizer Straße und dem Theaterplatz, vor seiner Umbenennung (und der peinlichen Enthüllung der U-Bahn-Station "Willi-Brandt-Platz" (statt Willy) durch Petra Roth, was die Frankfurter Rundschau köstlich ausweidete).
Es fuhr die Linie 22 nach Praunheim Heerstraße; die Linienführung müsste über die Alte Oper gewesen sein. Beim Goetheplatz bin ich mir nicht ganz so sicher und ich müsste nachforschen. Aber der McDonald's, der war für uns Iseborscher Heranwachsende ein Ziel. Mit diesen dämlichen Styroporkartons damals.
Noch ganz kurz ein wenig Nostalgie: In einem anderem Forum fand ich eine Bemerkung, an die ich mich gar nicht mehr erinnern kann:
Zitat
Oder die alten DÜWAG-Straßenbahnen zwischen Neu-Isenburg und Louisa, Fahrdrahtspannung immer zu hoch und Bandlaufwerk immer zu schnell. Mit Micky-Maus zur Oberschweinstiege und zurück.
Quelle: https://www.radioforen.de/thre…blueten.19243/post-319948
War dem so? Mehr Power auf dem Draht für den Anstieg im Stadtwald? Zu schnelles Bandlaufwerk?
Ja, ich habe zugeschaut, dass die Kassette immer umgedreht werden musste. Aber zu schnell dank höherer Spannung?
So, jetzt mal zu der Vorlage aus dem Ursprungsposting und der Begründung.
Ablehnung, Zusatznutzen und Schwierigkeiten Wende bzw. Parkposition: Da bin ich ja noch d'accord.
Aber folgender Satz aus der Vorlage:
"Außerdem verkehrt zwischen der Frankfurter Innenstadt und Neu-Isenburg Bahnhof die S6 überwiegend im 15-Minuten-Takt."
... lässt mir die Haare zu Berge stehen.
Frankfurter Magistratsmitglieder sollten halt nicht über Neu-Isenburger Verhältnisse schwadronieren.
Zwar ist der Satz rein faktisch korrekt, aber er berücksichtigt weder die Lage des Bahnhofs Neu-Isenburg noch die ÖPNV-Relationen aus der Stadtmitte oder umliegender Siedlungen dorthin. Eine Verstärkung bzw. Erweiterung der Haltestelle "Neu-Isenburg Stadtgrenze" mit der Begründung "Ei, da ist doch noch der Bahnhof" abzulehnen, ist... ich empfehle, das selber mal zu testen.
Springt mal in N-I Bf aus dem Zug und versucht von da aus zur Stadtgrenze zu kommen, um alternativ in die 17 zu steigen.
Viel Erfolg!
Klar, es ist ein Isenburger Problem. Aber dann sollten sich auch die Frankfurter da raushalten.
Die Gravenbrucher Idee finde ich auf jeden Fall sympathisch und überdenkenswert.
Oder aber ich bin ein alter Romantiker, der über diese Umstellung auf den Südbahnhof als zentralen Umsteigeplatz, auch wenn das schon ewig her ist, immer noch nicht so richtig hinweggekommen ist.