Beiträge von Uli Nobbe

    Die VGF hat soeben die Einschränkung der Linien 15, 21 und U9 am 24.12.2017 auf ihrer Seite ... vorbereitet.
    Außerdem wurde die Unterbrechung der Linien 11 und 12 im Altstadtbereich während des großen Stadtgeläutes angekündigt.
    Screenshots anbei.


    Aufmerksam darauf wurde ich über den Twitter-Account der VGF.


    Zum Glück betrifft es mich nicht, sonst hätte ich es doch in Erwägung gezogen, in der Nacht auf den ersten Weihnachtsfeiertag bei der Familie im Umland zu übernachten.
    Daher bedanke ich mich bei allen Mitarbeiter/innen, dank deren Einsatzes ich an dem Abend sicher wieder gut und gesund daheim ankomme.


    https://drive.google.com/open?…9dkyTOLdegbUCeXLWtFCIIP5u
    https://drive.google.com/open?…qAbWFPurpUtL8M5p4YdY64Voo
    https://drive.google.com/open?…g-YV14fS8M1-F71fbvs1BG4aW


    P.S. Kann ich hier keine Dateien anhängen, sondern muss darauf verlinken? ?(

    In der Gießener Allgemeine veröffentlicht Reinhard Südhoff am 12.12.2017 um 22 Uhr einen Bericht über die Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses im (Gießener?) Kreistag am Dienstagabend, in dem der Staufenberger Bürgermeister Peter Gefeller (SPD) eine Alternative zur Wiederaufnahme der Lumdatalbahn ins Spiel brachte.
    Hier der Link zum vollständigen Artikel.


    In der Übersicht:

    • Gleise "kostenneutral" entsorgen, Bahntrasse asphaltieren,
    • Einsparungen bei notwendigen Brückensanierungen ("160 Tonnen Zug gegen 10 Tonnen Bus"),
    • Fahrzeit würde sinken, daher auch
    • Verdichtung des Taktes von 60 auf 30 Minuten,
    • Strecke kann verlassen werden (Anbindung einer Schule),
    • geringere Kosten bei Reaktivierung und
    • ökologisch sinnvoller,

    ... so zumindest die Argumentation von Peter Gefeller.


    Weiter zitiert die Gießener Allgemeine den Staufenberger Bürgermeister wie folgt:


    Zitat

    Seine Argumente legt Gefeller auch in seiner Bürgermeister-Kolumne dar, deren am Freitag erscheinender Text bereits vorliegt. Wem es um die Verbesserung des ÖPNV und eine deutlich schnellere Anbindung des Lumdatals an die Oberzentren Gießen oder Marburg gehe, sollte nicht auf »eine veraltete Bahntechnik setzen«.


    Damit der Schnellbus seinen Namen auch zu Recht erhält (behält?), ist der Vorschlag weiter untermauert:


    Zitat

    Der Bus könne zudem genau schnell fahren wie ein Zug, wenn die Trasse ausschließlich für ihn freigegeben wird. Zudem sollte der Schnellbus in jedem Ort nur einmal halten.
    (...)
    »Insgesamt gäbe es nicht mehr als zehn Haltestellen«, sagt der Bürgermeister.


    Was in dem Artikel jedoch gar nicht zur Sprache kommt, ist, inwiefern ein E-Schnellbus es kapazitätsmäßig mit einem Zug aufnehmen kann. Gerade hinsichtlich der Anbindung der Schule dürfte diese Spitze nicht einfach nur durch eine Taktverdichtung (30 statt 60 Minuten) aufgefangen werden können. Außerdem kann man, soweit mir bekannt ist, an einen Bus nicht einfach einen zweiten anhängen.
    Oder gibt es da neue Entwicklungen? :S8)

    In einer Tram der Linie 17 Richtung Neu-Isenburg war heute noch die gute "alte" Stimme zu hören - ach, tut das gut (die neue Variante lief da aber auch schon). Auf der Rückfahrt hingegen mit der 16 war wieder Petra zugange.
    Kann es sein, dass Petra nicht so fit in englisch ist? Die Hst Festhalle / Messe scheint ihr in der englischen Ansage ein paar Probleme zu bereiten.
    Mit dem Bus 50 konnte ich das vorher nicht testen, weil die BVH offenbar keine englischen Ansagen bringt. Dafür verschluckt sich das System in deren Bussen beim "Nächste"; angesagt wird hier immer "chste Haltestelle". :D


    Vollkommen albern - Bus 50 - wird es am Bettinaplatz (manchmal schon vor der Hst Festhalle / Messe zu hören). Da wird dann der "Beh Tiner Platz" draus. :wacko:


    Generell hat Petra aber ein ernsthaftes Problem mit dem "sprechen" (na ja) von Interpunktionen und Leerzeichen, gemeinhin: sinnhaften Pausen.
    Sehr amüsant ist auch die Fahrt mit der Museumsuferlinie (46er, ebenfalls BVH) vom Hauptbahnhof in Richtung Museumsufer. Die Aufzählung der Museen und Galerien verwirrt mehr als dass sie Klarheit schafft. Auwei, auwei.


    Darf man eigentlich die Ansagen in Bus und Bahn aufzeichnen, wenn sonst keine weiteren Gespräche mitgeschnitten werden?

    Viel schlimmer als die Einfahrt zur Alexanderstraße ist die leichte Kurve hinter der Haltestelle, nämlich wenn Pkw nicht ordnungsgemäß in Reihe stehen, dort Kleinbusse abgestellt wurden oder gar Fz im Halteverbot parken. Dann ist wirklich Millimeterarbeit angesagt.


    Da hast Du recht; dieser vermeintlich unscheinbare Schlenker kann ganz schön eklig sein. Der Fahrgast bekommt das normalerweise gar nicht so richtig mit.


    Vielleicht gibt es ja eine Absprache mit dem Ordnungsamt, dass in Rödelheim jetzt besonders intensiv auf Falschparker geachtet wird.


    Und selbst wenn: Bis da mal ein verkehrsbehinderndes Fzg an den Haken kommt - bei dem der Schlepper zu allem Überfluss auch noch gegen die Einbahnrichtung anfahren müsste -, staut sich der Verkehr zurück bis auf die Ludwig-Landmann-Straße.
    Na gut, vielleicht etwas übertrieben... aber eine echte Lösung ist das in dem Fall auch nicht. Wir werden tatsächlich die Praxis abwarten müssen. Wenn der GL-Umlauf in den Zeiten geringeren Parkdrucks stattfindet, sehe ich das Problem - derzeit! - nicht so akut, aber ich bleibe skeptisch.


    Wurden auf der Linie nicht auch mal Berliner Doppeldecker getestet, weil der Einsatz von GL Bussen u.a. wegen "zu kurzen Haltestellen" nicht möglich sei?


    Ja, da lief ein Test, allerdings weiß ich nicht, ob mit dieser Begründung. Tatsächlich ging es um eine Kapazitätserhöhung. Ein vorzeitiges Resümee war aber, dass die obere Etage zu wenig angenommen wurde und die Vorliebe der Fahrgäste für "ich bleibe in 'meiner' Tür stehen" vieles blockiert (einschließlich Kinderwagen). Ich glaube, auch die Ein- und Ausstiegszeiten waren nicht überzeugend (was ich aber für etwas zu kurz gegriffen halte). Vielleicht ist der Frankfurter Fahrgast einfach nur störrischer als der Berliner; die Zeit hätte eine Eingewöhnung mit sich gebracht.


    Die Kurve am Haus "Auf der Insel 2" ist da deutlich problematischer als die Alexanderstraße, und wenn es hier dennoch zu Problemen kommt, stehen die Busse komplett. Die normalen Busse müssen in Richtung Bornheim schon in den Gegenverkehr der Gelenkbus noch deutlich stärker.


    Stimmt, diese sch...öne Kurve hatte ich gar nicht auf dem Schirm, aber die ist bei Gegenverkehr schon für einen Solisten saublöd. Trotzdem funktioniert es da überraschend gut, wie ich finde. Wie sich ein GL da durchmogelt - da wäre ich neugierig. Ich sollte mich mal mit 'ner Kamera da hin stellen; ist ja fast bei mir um die Ecke. Sind die entsprechenden Fahrplandaten zugänglich oder ist das ein Betriebsgeheimnis?
    Zur Not: PN, bitte. :thumbup:

    Jetzt scheint aber erstmal gar nichts mehr zu gehen, derzeit gibt es wohl einen Notarzteinsatz in Langen. Zwischen Darmstadt und Frankfurt fallen alle Fahrten aus (Regio und S-Bahn), der Fernverkehr wird umgeleitet.


    Dazu passt folgende Verkehrsmeldung:


    Zitat

    S3, S4 / RE60, RB67, RB68, RB82: aktuelle Störung (Stand 12.12., 10:47 Uhr)
    12.12.2017 09:57 - Dauer unbekannt


    Es kommt zu Ausfällen, Umleitungen und Verspätungen aufgrund eines Personenunfalls zwischen Erzhausen und Langen.
    Die S-Bahnen der Linie S3 verkehren verkürzt nur zwischen "Bad Soden" und "Langen", die S-Bahnen der Linie S4 nur zwischen "Kronberg" und "Frankfurt Süd".
    Ab etwa 11:00 Uhr pendeln ersatzweise Busse zwischen "Darmstadt Hauptbahnhof" und "Langen" mit Halt an allen Station zwischen den Bahnhöfen.


    Quelle: https://www.rmv.de/auskunft/bi…fficsingle&mID=2106146#83

    Respekt an die Fahrer!
    Das wird (ist) in Rödelheim alles andere als ein Zuckerschlecken. Die Durchfahrt Alexanderstraße (Anfahrt Hst Lorscher Straße und Rödelheim Bahnhof) war für einen Solobus schon oft genug Millimeterarbeit - speziell beim Abzweig Lorscher Straße in die Alexanderstraße. Und wenn es (mal wieder :rolleyes: ) nicht durch die Radilostraße geht, macht der Weg durch die parallele Burgfriedenstraße sicher auch alles andere als Spaß.


    Wird das auf der Warteposition Bornheim Mitte dann nicht etwas zu kuschlig? 8)

    Ich unterbreche eure politisch-wirtschaftliche Diskussion ja nur ungern (spannend, fürwahr, aber momentan nicht mein Ding), aber es gibt noch ein paar weitere Aspekte. Dazu zählt z.B. die Motivation der Mitarbeiter. Das wirkt sich nicht zuletzt auf den Kontakt mit den Fahrgästen, die Fahrweise und damit auch auf den Umgang mit dem rollenden Material aus.


    Zwar kann ich es statistisch nicht beweisen, aber mir fällt (ohne die Adresse zu lesen) schon auf, welche Linie von welcher Firma bedient wird und wie das Personal dort fährt und sich benimmt. Daraus lassen sich gewisse, hm, Stereotypen ableiten. Aber woran liegt das, dass der eine richtig gut fährt und der andere "scheißegal, was machst du in meinem Formel-1-Bus?" durch die Gegend heizt - und das wirklich eingrenzbar?
    - Bitte jetzt keine Vorträge über Normalverteilung und Standardabweichung einer Sichprobe! -


    Mir hat mal jemand aus einem vergleichbaren Sektor etwas über Motivation erzählt: Gehört er "dazu" oder wird er als Leiharbeiter nur von links nach rechts verschoben? Hat er einen befristeten Vertrag ohne Fortsetzungsperspektive oder kann er darauf bauen, mit seinem Arbeitsvertrag eine Familie gründen zu können bzw. auszubauen, ein Haus zu bauen, einen Kredit aufzunehmen? Fakt ist: Mit einem befristeten Vertrag hat man bei einer Bank schlechte Karten.
    Warum also soll sich jemand den Arsch aufreißen, wenn ihm seine sichere Kündigung (befristeter Vertrag ohne Verlängerungsperspektive) ohnehin klar vor Augen steht? Wie ist es da um die Loyalität zum Arbeitgeber bestellt?


    Ja, kommunale Angestellte, die nach einem - ordentlichen - Tarif bezahlt werden, sind, inklusive Altersversorgung, eine finanzielle Belastung. Aber der Mehrgewinn, der sich leider nun mal nicht bilanzieren lässt, sollte es einer Kommune wert sein. Es ist ihre Aufgabe, für ihre Bürger da zu sein.


    Ich bin so alt, dass ich - im industriellen Umfeld - die Phase vor und nach dem radikalen Outsourcing erlebt habe. Finanziell war es der richtige Schritt; unternehmerisch hingegen eher weniger.

    Aber wenn man träumt... dann kann man halt auch versehentlich so eine Diskrepanz von ist und muß verschlafen...


    - OT -


    Hat zwar nichts mit Durchfahrtshöhe zu tun, aber eben genau so ein "Träumer" hat jetzt vermutlich ein mittelschweres Problem. Bei einer seiner Ansicht nach zu langen Rotphase benutzte er die Bremse als Spielzeug gegen die Langeweile und plötzlich stand er - schrittweise - mitten in der für mich grünen Fußgängerfurt und ich musste ihn - laut - wecken, solange ich dazu überhaupt noch in der Lage war.
    :sleeping:8|
    Und die Moral von der Geschicht'?
    Keiner von euch, der sich als dessen Kollege betrachten darf, würde so ein Verhalten bewusst nachvollziehen geschweige denn gutheißen. Trotzdem kam es vor - eben so, wie jemand die vermeintlich selbstverständliche Brückendurchfahrtshöhe nicht auf dem Schirm hatte.
    Das kommt demnach offenbar selbst beim besten Berufskraftfahrer vor (auch bei jenen mit Personenbeförderung) - die Frage ist nur, warum.


    Ach ja, und wenn der betreffende Fahrer hier mitliest: Ja, ich war das. Aber das steht ja auch im Klartext im Anhörungsbogen drin.


    - OT Ende -


    Noch Fragen?

    Über Twitter gefunden, von der Homepage der Stadt Ulm:


    --- Vollzitat Anfang ---


    An den vier Samstagen im Advent ist die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs innerhalb von Ulm und Neu-Ulm kostenlos. Gäste von außerhalb können drei kostenlose Park&Ride-Plätze nutzen. So können Sie am 2. Dezember, 9. Dezember, 16. Dezember und 23. Dezember 2017 stressfrei durch den Advent fahren. Für Zeitkartenbesitzerinnen und -besitzer gibt es als Entschädigung einen Getränkegutschein.


    Von Betriebsbeginn bis Betriebsschluss
    Der kostenlose Nahverkehr in Ulm und Neu-Ulm gilt ab Betriebsbeginn, also am Samstagmorgen mit Start der ersten Busse und Straßenbahnen gegen 4:30 Uhr und endet mit den letzten Fahrten der Nachtbusse in der Nacht auf Sonntag um 3:30 Uhr mit Start am Ulmer ZOB. Der Zuschlag für die Nachtbusse und die Nutzung der MobilSAM-Verkehre entfällt. Das Angebot gilt für die Tarifwabe 10/20 des Donau-Iller-Nahverkehrsverbunds, ohne Blaustein und Thalfingen.
    Zur Fahrplanauskunft: http://www.ding.eu


    Kostenfreie Park&Ride-Plätze
    Die P&R-Plätze an der Ulm Messe/Stockmahd, am Schulzentrum Kuhberg und am Donaubad sind an den Adventssamstagen kostenfrei und bestens an Bus oder Straßenbahn angebunden. So gelangen Sie im 10 bzw. 15 Minuten-Takt in die Innenstadt.


    Getränkegutschein für Zeitkartenbesitzer
    Besitzer einer gültigen Wochen- oder Monatskarte, eines Jahresabos oder eines Semestertickets erhalten einen Getränkegutschein als Entschädigung. Einfach das entsprechende Ticket im Service-Center Neue Mitte (Neue Straße 79) vorzeigen und einen Getränkebon über 2,50 Euro mitnehmen. Eine Abholung ist ausschließlich an Samstagen (9 -14 Uhr) möglich. Der Bon kann an den Ständen auf dem Ulmer Weihnachtsmarkt eingelöst werden. Pro Ticket wird nur ein Bon ausgegeben – und solange der Vorrat reicht.


    --- Zitat Ende ---

    Außerdem waren die 68x'er-Linien hier schon immer Schnellbusse in dem Sinne, auf den letzten Metern vor Darmstadt Halte auszulassen, im "Startbereich" aber entsprechend den Ort zu erschließen.


    Ich kann hier konkret nur für den 684er antworten, aber: Abgesehen von der Siedlung Breidert greift Deine These bei dieser Linie bemerkenswerterweise nicht.


    Die von mir beschriebenen Bummelbus-Schleifen in Eppertshausen und Münster finden nur bei der Tour Richtung Ober-Roden statt, nicht aber in Richtung Darmstadt.
    Bei der Tour Ober-Roden > Darmstadt fährt der 684 tatsächlich wie ein Schnellbus durch Eppertshausen und Münster, um dann auf die B45 / B26 nach Darmstadt aufzufahren.
    Erst auf dem Rückweg nach Ober-Roden werden zeitraubende Extra-Wege eingebaut.


    So ganz schlüssig wirkt das nicht. Eher wie ein "Die in Darmstadt von Einkauf oder Arbeit erschöpften Umland-Bewohner bis vor die Tür fahren; wer will schon nach Ober-Roden?" und "Auf dem Hinweg nach Darmstadt sind alle frisch, da können sie auch zur weiter entfernten Haltestelle laufen".
    Das wäre aber eine etwas eigensinnige Interpretation für eine Schnellbuslinie. :whistling:

    (Oder mache ich da einen Denkfehler?)


    Ich fürchte, ja.


    n1 - n8 fahren punktgenau '30, zumindest laut Fahrplan. Auf eventuelle Wartezeiten würde ich nicht wetten.
    Die zweistelligen Umlandlinien fahren mit ein paar Minuten fahrplanmäßiger Verzögerung ab - aber das mitunter planmäßig sekundengenau.
    Da ist nicht viel Luft zum Umstieg, das haut nicht hin.


    Hier müsste die U4 schon in etwa die gleichen Standzeiten wie die Nachtbusse realisieren, damit wir das gebacken bekommen.


    Und zu dem Unfug am WBP: Pures Kopfschütteln. Ich gehe ja schon seit längerem mit der These schwanger, dass so manch Verantwortlicher bei traffiQ (der Name ist ein Widerspruch in sich!) oder RMV fröhlich plant und bestellt, aber die Verkehrsmittel nicht nutzt. Wozu auch, wir haben ja einen Fahrgastbeirat (ha ha!).
    Schon an anderer Stelle hatte ich darüber geflucht, dass ich, aus Darmstadt kommend, bitterbös am Südbahnhof strande und nicht nach Bockenheim komme. Das wäre ein Lichtblick gewesen, aber nein ... ach was reg' ich mich auf.


    Als der Darmstädter Nachtbus noch nicht unter der Woche fuhr, habe ich mir mal mit dem AIRliner und der Flughafen-S beholfen. Klappte erstaunlich gut und das Frühstück ausm Flughafen war auch lecker.
    Okay, war 'ne teure Nummer, aber besser als 'n Taxi.


    Ich erkenne beim besten Willen keinen Fortschritt. Für manche Grüntischler scheint Frankfurt immer noch das Herz des Nahverkehrs zu sein, und das Umland ist nur dazu da, um die Leute dort wieder hin zu schaufeln.
    :rolleyes:

    Eine Kübelspritze wird doch kaum eine Alternative sein, und einen CO2 Löscher will man im Tunnel bzw. im geschlossenen Fahrzeug auch nicht haben.


    D'accord. :)
    Daher schrub ich ja auch:


    (ich tippe auf Schaum und daher Brandklassen A und B)


    Schaum verdrängt als Löschmittel zunehmend Pulver, und gerade in einer U-Bahn wäre das meines Erachtens das geeignetere Löschmittel. Zumindest dann, wenn man es nicht mit Gasbränden zu tun hat.


    Pulverlöscher kennen meist kein "saubermachen und weiter". Feuerwehrleute sagen, nicht unbedingt offiziell und meist lakonisch: "Umziehen und neu anschaffen ist günstiger als saubermachen".
    Wäre mal interessant zu erfahren, wie sich das auf eine U-Bahn auswirkt (könnte ja auch eine Auslösung ohne Feuer sein). :S

    Wenn Du Dir den Gleisplan Messe anschaust dürfte sich Dein Einwand erübrigen...


    Diesen Link kannte ich noch nicht. Vielen Dank, das macht die Angelegenheit leichter verständlich.


    Die Messeschleife kann zwar von beiden Richtungen aus befahren werden, führt aber nur Richtung Hbf. Und eine Gleisverbindung gibt es dort nicht.


    Ich denke, das war vor der Einrichtung der Linie 17 auch nicht wirklich notwendig. Doch dieser Anschluss zum Umstieg an der Festhalle / Messe ist m.E. schon elementar. Der 50er Bust ist hier leider (noch) keine echte Alternative, vor allem nicht für die Bewohner der City West.


    Vor Einführung der Tram 17 gab es mal einen Bus, der aus Richtung Rebstock - Am Römerhof - Solmsstraße zum Westbahnhof gefahren ist. Das ist so lange her, dass ich die Liniennummer glatt vergessen habe. Doch der fehlt mir immer noch. Vom Rebstock zum Westbahnhof ist die Haltestelle Kuhwaldstraße bzw. Nauheimer Straße nicht wirklich ernst zu nehmen; ich frage mich, wer sich solche Umstiege ausdenkt.
    So eine Westbahnhof-Anbindung ist nämlich immer noch eine Alternative, wenn Festhalle / Messe oder Hauptbahnhof als Umstiege zur Weiterfahrt entfallen. Vor allem dann, wenn bei Stammstrecken-Störungen manche Bahnen schon am Westbahnhof enden bzw. wenden.


    Aber letztlich: Mit Einführung der Tram 17 hätte eine flexible(re) Gleisführung an der Festhalle / Messe der Linie gut getan. Da sonst kaum Gleiswechsel auf der neuen Strecke vorgesehen sind, hat man sich da ins Knie geschossen, wie ich finde. Kommt mir etwas kurzsichtig vor.


    Das erschließt sich mir jetzt nicht. Wo ist da das Problem?
    Als ich die Linie gestern gefahren bin, war schon wieder alles ok, aber ich gehe davon aus, dass die Kollegen die reguläre Hst in Fahrtrichtung Hbf angefahren sind und dann einen Fahrerstandswechsel durchgeführt haben. Die Fahrgäste auf der gegenüberliegenden Seite wurden vermutlich gebeten, auf diese Seite zu kommen.


    Das ist m.E. das Maximale, was man herausholen kann, ohne zu lange Fahrten gegen die Regelfahrtrichtung durchzuführen.


    Zunächst einmal kann man bei Eingang der Störungsmeldung nicht erkennen, wie lange die Störung andauern wird. Ein rückblickendes "hat ja nicht so lang gedauert" ist nicht zielführend.


    Die Wende in der Voltastraße zwischen An der Dammheide und dem Katharinenkreisel ist eher darauf ausgerichtet, dort zu wenden, wenn es (mal wieder) zwischen Rebstockbad und An der Dammheide geknallt hat. Dann wird An der Dammheide die neue Endhaltestelle aus Richtung Hauptbahnhof.
    Der Verbindung Rebstockbad - An der Dammheide kann ich nicht wirklich was produktives abgewinnen. Taugt auch nicht als Umstieg in den 50er Bus, weil der ja auch die Haltestellen Rebstockbad und Leonardo-da-Vinci-Allee bedient.


    Wenn das wirklich das Maximale ist, was man bei einer Störung an der Hohenstaufenstraße auf dieser Strecke erwarten kann, dann halte ich das Notfallkonzept für ausbaufähig.

    Brennt es also während der Fahrt im Zug, soll man das Feuer bis zur Einfahrt in der nächsten Station selber bekämpfen, was dank der gut erreichbaren Feuerlöscher ja auch möglich zu sein scheint. In der Realität werden wir es mit panischen Menschen zu tun haben, und ich werde mir heute gleich noch mal einen dieser Feuerlöscher hinsichtlich Löschmittel und zu bekämpfende Brandklassen näher anschauen (ich tippe auf Schaum und daher Brandklassen A und B).


    Wie man sich gutgläubig täuschen kann: Ich habe mir dieser Tage mal einen der Feuerlöscher in einem Wagen der U5 angeschaut. Kann man leider nicht immer leicht erkennen, weil das Halteband die wesentlichen Informationen verdeckt. Aber hier klappte es: 6 kg Pulver, Brandklassen A, B und C.


    Ich bin irritiert: Welche C-Brände sind in und um einen Zug denn zu erwarten?
    Und: Hat mal jemand darüber nachgedacht, was ein Pulverlöscher in einer U-Bahn anrichten kann, bis diese in der nächsten Station eintrifft? Holla ...
    (Freiwillige) Feuerwehrleute vor, bitte! ;)


    Ich habe mal erleben dürfen, was ein versehentlich ausgelöster Pulverlöscher in der Schule vor einem Klassenzimmer bewirkt. Das möchte ich in einer U-Bahn nicht (mehr) erleben müssen. :S

    Dieser Satz des RMV könnte auch aus dem Postillon stammen.


    :D:D:D
    ... unterschreibe ich voll. *kopfschüttel*


    Aus früheren Zeiten kenne ich noch den 684er mit dem Ritt Darmstadt - Münster, aber auch Münster - Ober-Roden. Der reinste Bummelbus.


    Natürlich ist es wichtig, bestehende und auch neue Siedlungen in Münster und Eppertshausen anzubinden - aber mit einer so genannten Schnellbuslinie?
    Wer mal die Hoppelschleife Münster Hallenbad - Schule auf der Aue gefahren ist, denkt eher an einen Stadtbus; gleiches gilt für den Eppertshäuser Kreisel / Neubaugebiet.
    Auch dieser Breidert-Schlenker ist so ein Fall (der im übrigen bestens vom OF-95 bedient werden kann!).


    Mit den anderen Linien dürfte es vermutlich nicht wesentlich besser aussehen.


    Doch, das hat schon was von Realsatire. Alter Wein in neuen Schläuchen.
    Peinlich, peinlich. :rolleyes:

    Es gibt einen alten Werberspruch:
    Wenn ein Produkt einen Vorteil hat, rede darüber. Wenn nicht, umschreibe es oder verschweige die Nachteile, aber lüge nicht.


    Bernd Conrads ist Pressesprecher der VGF und damit (erzwungenermaßen?) PR-Profi.
    Wären die Mitarbeiter in der Sicherheitszentrale professionelle Disponenten, hätte er es vermutlich besser herausgestellt. Statt dessen empfiehlt er selbst, dass man in "erkennbar akuten Fällen" vom Handy aus bitte direkt den Notruf vornehmen soll; die VGF würde sogar wiederholt darauf hinweisen. Ist mir zwar noch nie aufgefallen, aber sei's drum.
    Im Nebeneffekt fällt er mit dieser Aussage seinen Mitarbeitern der Zentrale in den Rücken. Dabei bezeichnet er sie selbst als "Ordnungsdienst" (was wohl der richtige Terminus ist), während sowohl die FR wie auch ich immer von "Sicherheit" sprechen. Vielleicht trauen wir ihnen gar zu viel zu?


    Nota bene: Hat sich schon mal jemand gefragt, was bitte ein nicht akuter (Not)fall für die rote Taste wäre?


    Wie gut der Mitarbeiter bei der VGF [Bahn oder wer auch immer dann da sitzt und den "Notfall" zum ersten Mal bearbeitet] ist oder auch nicht, entzieht sich vermutlich unser aller Kenntnis. Diesem dann die Fähigkeit abzusprechen ein vermutlich mal standartisiertes Verfahren durchzuführen, finde ich schon etwas über das Ziel hinaus.


    Siehe oben: Wäre das ein herauszustellendes Merkmal / Voraussetzung der Stellenbeschreibung, kann man das betonen. Statt dessen wird wohl eher - wie so oft im Sicherheitsgewerbe - die Sachkundeprüfung im Bewachungsgewerbe nach § 34a Gewerbeordnung ausreichen.
    Eine qualifizierte Notrufabfrage ist hier - bis auf wenige Ausnahmen - eher nicht zu erwarten.


    Ach ja: Wenn das hier beobachtete Verfahren einem Standard entsprechen sollte, dann wäre der zu überprüfen, neu zu bewerten und ggf. anzupassen.


    Ich selbst habe Sachkundige eines Sicherheitsunternehmens in der Nutzung eines Defibrillators unterwiesen (mit Prüfung), als die Teile noch nicht großflächig öffentlich zugänglich waren. Einige der unterwiesenen Kollegen waren vom IQ her etwas träge, um es vorsichtig zu formulieren.
    Ein Leitstellendisponent führt Dich telefonisch notfalls sogar durch die gesamte Reanimation, steht Dir aber auch in anderen Fällen durch gezielte Fragen so zur Seite, dass die Situation bis zum eintreffen des Rettungsmittels unter Kontrolle ist.


    Da ja laut diesem Bericht auch bei einem Notruf automatisch das Kamerabild aufgeschaltet wird, sollte es für diese Mitarbeiter ein leichtes sein den Unsinn, den es leider zu viel gibt, von einem ernsthaften Notfall zu unterscheiden. Und wie die Prozesse aussehen hintendran in der weiteren "Alarmierung" (ist sicherlich nicht der korrekte Fachbegriff - bin wie gesagt nicht vom Fach), ist uns sicherlich auch nicht bekannt.


    Auf die Kameraüberwachung würde ich nicht ganz so viel geben. Sie ist schon dann sinnfrei, wenn der Notfallort außerhalb des Sichtfeldes der Kamera ist (Fahrgast sieht Notfall auf dem Bahnsteig und nutzt die Notrufsäule in gutem Glauben, während ein anderer Ersthelfer am Patienten arbeitet. Mehrwert?). Welche Notrufsäule da aktiviert wurde, sollte auch ohne Video mit übermittelt werden. Kann ja auch jeder Hausnotruf über die Telefonleitung. :rolleyes:


    Ich möchte vermuten, dass ein halbwegs geschulter und täglich mehrfach? mit Notrufen konfrontierter Mitarbeiter, der neben der verbalen Kommunikation auch die Kamerabilder vor Augen hat, die notwendigen Kräfte besser einweisen kann, als ein vielleicht aufgeregter Passant.


    Das hat bereits Colalkoholiker als zweiten Vorteil neben dem eventuell nicht vorhandenen Handy oder dem leeren Akku herausgestellt. Doch auch ein Leitstellendisponent kann durch gezielte Fragen den Notfallort eingrenzen und die Kräfte direkt ansprechen und leiten. Es gibt genug Punkte in Frankfurt, die ich als Notfallort nicht sofort eindeutig benennen könnte, aber da verlasse ich mich auf die Profis in der Feuerwehrstraße, die entsprechende Karten direkt auf ihre Bildschirme aufschalten können.


    Hinzu kommt, dass der VGF-"Ordnungsdienst" normalerweise nicht schnell genug vor Ort sein kann, um die Kräfte einzuweisen. In der City vielleicht, aber schon in der Bockenheimer Warte (die nun wirklich etwas tricky ist), dürfte es die ersten Probleme geben. Die nächste Rettungswache ist in der Schwälmer Straße (Kurfürstenplatz) = Anfahrt 3 Minuten - und dann Minimum 5 Minuten Notfallort suchen.
    Prost!


    Ich gebe auch noch den Punkt zu bedenken, dass auch gelegentlich Menschen auf den Gleisen sind (freiwillig oder unfreiwillig völlig unbeachtet). Mit dem Gedanken daran gestürzt zu sein schon prickelnder, wenn das zuerst in der Zentrale aufläuft, die den nächsten U-Bahn Zug noch zum stehen bringen könnte.


    Hier schließe ich mich Colalkoholiker an (dessen Post ich zu 100% unterschreibe): Auch ich habe schon mal den Nothalt aktiviert (das größere rote Licht im Tunnel bei Ein- und Ausfahrt der Station; man verzeihe mir den nicht fachgerechten Begriff), als bei Ausfahrt der U-Bahn jugendliche Surfer auf den Zug aufsprangen.
    Folgen: Keine. Fahrer stieg aus, setzte per Schlüssel den Halt zurück, fuhr weiter. Kein Fall für die Pol, und der "Ordnungsdienst" hat sich noch nicht mal von sich aus aufgeschaltet. Scheint für die wohl normal zu sein.


    Im verlinkten Artikel ist die Rede davon, dass nach ca. 20 Minuten VGF-Mitarbeiter kamen, die dann per Telefon den Rettungsdienst gerufen haben. Das ist von der Rettungskette her eine denkbar schlechte Performance und wird einer so genannten "Sicherheitszentrale" nicht gerade gerecht.
    Leider - ja, das meine ich wirklich so! - greift hier die unterlassene Hilfeleistung nach § 323c StGB nicht mehr, weil die Sicherheitsfachkraft keine Garantenstellung ausübt. Schlimm genug ist es allemal, und ich wünschte, ein Fehlverhalten der "34er" hätte ernsthaftere Folgen als für Zivilisten / "Normalos".


    Insgesamt jedoch wirft das nicht gerade ein gutes Licht auf die VGF. Einerseits investiert sie viel in Sicherheit und redet gerne darüber, andererseits sagt sie, dass ihre Notrufsäulen in "erkennbar akuten Fällen" nur zweite Wahl sind und der direkte Notruf bei 112 (Rettung, europaweit) oder 110 (Polizei) vorzuziehen ist. Finde ich jetzt nicht so prickelnd und für unsere Gäste von außerhalb eher irritierend.
    Ist das das Selbstverständnis einer sich selbst als Europastadt bezeichnenden "Metropole"?

    Was wäre deine Schlussfolgerung / Konsequenz? Abschaffung der Säulen?


    Nein. Aber das mit dem "SOS-Knopf" ist Käse, wenn dahinter kein echter, entsprechend ausgebildeter Disponent für Notfälle sitzt (was ich der VGF abspreche, wenn man sich mal die Qualifikationsvioraussetzungen für Leitstellendisponenten anschaut).
    Sprechstelle ja, aber bitte keine falschen Versprechungen.


    Es gab früher™ in die Wand eingelassene Sprechstellen in orange, die zwei Knöpfe hatten; soweit ich weiß, einen für Polizei und einen für Feuerwehr. War den grünen Notrufsäulen (alt, wer sich noch erinnern kann) jenseits der Telefonzellen nachempfunden. Warum wurde das Prinzip abgeschafft?


    Auch das Argument "zu viel missbräuchliche Auslösung" halte ich für vorgeschoben - das haben die Leitstellen täglich. Entweder die so genannten Testanrufe vom Handy oder unsinnige Anrufe (die man im Netz übrigens oft genug unter dem Hashtag #NoNotruf nachlesen kann).


    Das System mit firmeninternen Notruf ist übrigens gar nicht unüblich, bei größeren Firmen eher Normalität.


    Vollkommen richtig, und das wird von mir auch unterstützt. Aber, und das weiß ich von meiner Tätigkeit als Erste-Hilfe-Ausbilder (auch für die Berufsgenossenschaften) her, ist das meist professionell(er) und effizient organisiert.
    Entweder steckt da eine firmeneigene sanitätsdienstliche Versorgung oder gar Werkfeuerwehr dahinter, oder man aktiviert damit den zuständigen betrieblichen Ersthelfer / Sicherheitsdienst, der parallel (!) zum Notruf mit dem Defi lossprintet. Weiterhin ist es wichtig, den Pförtner zu informieren, damit er weiß, dass da die Rettung kommt, er Zufahrten öffnet und ggf. den Fahrstuhl für die Retter blockiert und sie einweist.
    - Macht die DB Sicherheit am Hauptbahnhof übrigens (meist) auch so -


    Nur die hier beschriebene Lösung der VGF finde ich wenig praxisgerecht - und wenn sie schon zugeben, dass der direkte Notruf besser sei, muss kritisch hinterfragt werden dürfen, was die Sicherheitszentrale im SOS-Fall eigentlich macht, außer zu verzögern. Sie können nun mal nicht ratzfatz überall sein um erste Hilfe zu leisten oder einen Streit zu schlichten (spätestens bei Handgreiflichkeiten sind sie, rein rechtlich, ohnehin raus).


    Jeder betriebliche Ersthelfer mit Defi und Taschenmaske zur Beatmung kann schneller helfen als es ein erst herbeizutelefonierender VGF'ler mit seinem EH-Täschchen. Oder hat die schon mal jemand mit Funk gesehen?

    In der FR von heute heißt es in einem Artikel von Dominik Brück unter der Überschrift "Notruf nur per Handy" im Einleitungstext:


    Zitat

    Die Notrufsäulen an Bahnsteigen stellen keine direkte Verbindung zum Rettungsdienst her. Die VGF empfiehlt, in Notfällen das Handy zu nutzen.


    So weit, so schlecht. Natürlich kann man verstehen, dass bei der VGF die hauseigene Sicherheitszentrale angesprochen wird - und bei der Bahn, soweit ich weiß, die so genannte 3S-Zentrale.
    Nun ist der Artikel mit einem Symbolfoto von einer VGF-Notrufsäule in der Hauptwache versehen - fokussiert auf den roten SOS-Knopf. Und dieser signalisiert ja wohl doch - international einheitlich - "Notfall! Hilfe! Ich brauche hier dringend Unterstützung!".


    Daher finde ich die Haltung der VGF etwas befremdlich, wenn ihr Sprecher Bernd Conrads in der FR wie folgt zitiert wird:


    Zitat

    „Notrufe werden daraufhin mit Priorität bearbeitet und je nach Schilderung des Notfalls weitere Schritte eingeleitet.“ Eine direkte Alarmierung der Polizei oder des Rettungsdienstes erfolgt über die Notrufsäulen nicht, da häufig das Eingreifen des Ordnungsdienstes ausreiche. Zudem gebe es häufig Fehlalarme, die zum Teil bewusst ausgelöst würden.


    „In erkennbar akuten Fällen ist die direkte Alarmierung von 110 oder 112 eine Option, die jeder Fahrgast hat, so ein Handy vorhanden ist“, sagt Conrads. „Die VGF weist auf diese Möglichkeit ausdrücklich und immer wieder hin.“


    Ich kann mich jetzt spontan an keinen Fall erinnern, in dem der (alarmierte, wenn nicht zufällig anwesende) Sicherheitsdienst der VGF mindestens ebenso schnell wie das nächste Rettungsmittel vor Ort gewesen wäre.*


    Bleibt die Frage offen, was jetzt noch ein Notfall ist, der nicht von den zuständigen BOS-Kräften, sondern allein durch den VGF-Sicherheitsdienst abgearbeitet werden kann und warum es für diesen einen roten SOS-Knopf braucht.


    Hierzu erneut aus dem FR-Artikel:


    Zitat

    Jede Notrufsäule verfüge über eine gelbe Informations- und eine rote Notruf-Taste, die beide einen Kontakt zur Sicherheits- und Service-Zentrale der VGF herstellen würden. „Notrufe werden sofort als solche erkannt, weil sich auf den Bildschirmen der Mitarbeiter das Bild der Kamera aufschaltet, die die betätigte Säule erfasst“, sagt Bernd Conrads von der VGF.


    Es gilt dann offenbar das Prinzip der stillen Post: Der Mitarbeiter in der Sicherheitszentrale entscheidet darüber, ob es sich um einen "internen" oder "externen" Notfall handelt - und erst ab dem Moment erfolgt der Notruf bei der Leitstelle der Feuerwehr oder der Polizei. Übermittlungsprobleme nicht ausgeschlossen (niemand kann das Geschehen am Notfallort besser beurteilen als der notrufende Zeuge). Erinnert ihr euch noch an die W's aus dem Notruf? Richtig: Warten auf Rückfragen ist nicht minder wichtig!


    Hinzu kommt die künstlich verlängerte Hilfsfrist*, die erst mit dem Ende des Gesprächs bei der Leitstelle beginnt - Zeit, die verloren geht.


    Ich finde Notrufsäulen gut, wichtig und sinnvoll - aber in dem Fall bleibt die erwartete Hilfe dann doch deutlich hinter den Erwartungen zurück. Das lässt sich verbessern.
    Und zur Haltung der VGF in dieser Frage ... muss ich mich als Mensch aus der Praxis doch arg disziplinieren.


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    * = Die Hilfsfrist beträgt in Hessen zehn Minuten (in 90% der Fälle). Dies ist in § 15 (2) Satz 2 des Hessischen Rettungsdienstgesetz (HRDG) vom 16. Dezember 2010 eindeutig geregelt:


    Zitat

    Dabei ist für die Notfallversorgung vorzusehen, dass ein geeignetes Rettungsmittel jeden an einer Straße gelegenen Notfallort in der Regel innerhalb von zehn Minuten (Hilfsfrist) erreichen kann; die Hilfsfrist umfasst den Zeitraum vom Eingang einer Notfallmeldung bei der zuständigen Zentralen Leitstelle bis zum Eintreffen eines geeigneten Rettungsmittels am Notfallort.

    (Quelle).
    - Zu den Prozentzahlen (90%, 95%) bitte den Rettungsdienstplan des Landes Hessen lesen; hier insbesondere Abschnitt 2.2.1 auf Seite 9, Ende Spalte 1. -


    Dem aufmerksamen Leser entgeht sicher nicht die Formulierung " an einer Straße gelegenen Notfallort" - soll heißen: Der Abstieg zur B/C/D-Ebene (ggf. mit der Suche nach der richtigen Rolltreppe (wichtig für den Anfahrtweg!)) zählt NICHT mehr zur geforderten Hilfsfrist! Und selbst wenn der RTW es in sieben Minuten schafft - es werden die längsten sieben Minuten eures Lebens, die ihr da wartet. Hab's selber schon an der Bockenheimer Warte erlebt. Zum Glück bin ich selber BOS'ler und habe den Notruf so präzise wie möglich abgesetzt; trotzdem hat es eine gefühlte Ewigkeit gedauert.
    Und jetzt schaltet mal die VGF-Sicherheitszentrale dazwischen... :wacko: