Beiträge von Prince Kassad

    Busse als Verstärkung, weil die Züge zu voll sind, ist wirklich lächerlich. Gibt es eigentlich irgendwelche triftigen Gründe, die gegen eine Elektrifizierung der Königsteiner Bahn sprechen, damit man da ggfs. längere Triebwagen hinschicken könnte? Ein zweigleisiger Ausbau dürfte schwierig werden wegen dem nachträglich eingerichteten Haltepunkt Liederbach Süd, der die Trasse blockiert.

    Die hellblauen Neufahrzeuge sind weder neu noch von Scania, es handelt sich um ausgemusterte Citaro 2 ex RVMK.


    Es gibt noch zwei alte MAN Gelenkbusse, einer ex Bogestra, einer ein ehemaliger Vorfeldbus der insolventen Fluggesellschaft Germanwings.


    Ich weiß nicht ob Stroh noch als Sub fährt, letztens taten sie es noch.


    Ein Reisebus stand das letzte Mal auf einem abschüssigen Depot an der Industriestraße in Langenselbold. Dass der noch im Linienverkehr zum Einsatz kommt glaube ich nicht.

    Gerade im Fall Gelnhausen (Finanzamt zu Kino) und Hanau (Dettinger Str. zu Hauptfriedhof) ist es aber sinnvoll, auch wenn erstere Haltestelle direkt vor dem Finanzamt ist.

    Zu Hanau eine Geschichte: In den Urzeiten der HSB gab es zwischen Hauptbahnhof und Freiheitsplatz Richtungsbetrieb: die Busse in Richtung Freiheitsplatz fuhren über Birkenhainer Straße und Leipziger Straße, die Busse in Richtung Hauptbahnhof über Willy-Brandt-Straße und Freigerichtstraße. An der Birkenhainer Straße gab es somit die Bushaltestellen Birkenhainerstraße (zusammengeschrieben), Friedhof und Landwehr. Irgendwann stellte man das um und ließ alle Busse über die Freigerichtstraße fahren, auch damit man in beide Richtungen zu Dunlop kommt (früher brauchte es dazu Sonderbusse im Berufsverkehr u. a. der Linie 3 der HSB). Seitdem gab es auch keine Haltestelle Friedhof mehr, denn die fiel ja weg. Nach 20 Jahren kommt man jetzt endlich wieder mit dem Bus zum Friedhof, ich will nicht wissen, wieviele Fahrgäste in der Zeit gefragt haben, wie man zum Hauptfriedhof kommt...

    Danke für die Korrektur, da bin ich irgendwann mit dem Hin und Her gucken zwischen Alt und Neu durcheinandergekommen.


    Was sich noch ändert:


    Es gibt zahlreiche neue Fahrten für das Ruftaxi MKK-75A (Ringverkehr Birstein Nord) Mo-Fr. Bislang gab es Fahrten ausschließlich in Lastrichtung (morgens nach Birstein, nachmittags von Birstein zurück), jetzt gibt es wie auch bei den anderen Ruftaxis einen durchgehenden 2-Stunden-Takt.

    Nordmainische Strecke (RB58/59):

    • Es gibt eine zusätzliche Frühfahrt morgens um 4:03 von Hanau Hbf nach Frankfurt Hbf mit Halt an allen Bahnhöfen (jeden Tag, also Mo-Fr Sa und So)
    • Die bisherige Frühfahrt zum Flughafen ab 4:14 wird um 9 Minuten nach hinten verlegt (4:23) und verkehrt nordmainisch statt südmainisch.
    • Es gibt daneben zahlreiche Fahrtzeitverschiebungen und teilweise Haltestellenstreichungen (so wird in einigen Fahrten Großauheim nicht mehr bedient und Fahrten nach Frankfurt Hbf werden wieder nach Frankfurt Süd verkürzt.
    • Neue Direktfahrten von Hanau Hbf nach Rüsselsheim Opelwerk
    • Ein Zug frühmorgens am Wochenende (5:24 ab Aschaffenburg Hbf) entfällt und fährt stattdessen um 5:34 ab Hanau Hbf, um die unsinnige Parallelfahrt zweier Züge kurz hintereinander (teilweise nur 3 Minuten Abstand) zugunsten eines Halbstundentakts ab Hanau aufzulösen. Der RE direkt danach fährt dafür nordmainisch statt südmainisch.

    Die Bahnstrecke wurde in den letzten Monaten des Krieges zerstört, und niemand hat die Kosten für den Wiederaufbau bezahlen wollen. In Folge dessen wurde die Strecke auch in den Jahrzehnten danach überbaut, was den Instandsetzung dann meistens verhindert.

    Ohne jetzt was falsches sagen zu wollen würde ich behaupten, dass die Strecke erst in oder um das Jahr 2000 überbaut wurde, also in einer Zeit, in der so langsam das Thema "Reaktivierung ehemaliger Bahnstrecken" in das Bewusstsein der Politik rückte. Mindestens bis dahin gab es nämlich noch GV auf dieser Strecke und bis dahin gab es auch noch die Eisenbahnüberführungen im Stadtgebiet von Kirchheimbolanden, die erst danach abgerissen wurden. Die Erschließung des Baugebiets Am Bahndamm nebst Einkaufszentrum stammt auch aus der Zeit. Was definitiv kurz nach dem Krieg abgerissen wurde, ist ein kurzes Teilstück im Zuge der Ortsumgehung Kirchheimbolanden, die es schon sehr lange gibt (glaube in den frühen 50er-Jahren gebaut?) - daran wäre eine Reaktivierung nicht gescheitert. Die restliche Strecke ab Marnheim gibt es ja als Teil der Zellertalbahn. Ich müsste mal die alten Messtischblätter rausholen, da sieht man das ganze recht gut.


    Es ist also kein Vergleich zu manch anderer Bahnstrecke wo man das Thema Reaktivierung ganz schnell abgehakt hat wie etwa die Oberwaldbahn zwischen Glauburg-Stockheim und Lauterbach Nord oder die Strecke Darmstadt - Groß-Zimmern - Reinheim.

    Was ist daran dystopisch, wenn man volkswirtschaftlich die Totalversorgung der Landkreise als nicht finanzierbar sieht?

    Es hapert ja in vielen Landkreisen schon an dem einfachsten, nämlich Busverbindungen für wirklich wichtige Magistralen. Hier mal eine Busverbindung die es nicht gibt: Kirchheimbolanden - Kaiserslautern. Na, klingelts? Hier fuhr früher mal eine Bahn. Die hat man eingestellt, ohne Buslinie als Ersatz. Und mir kann keiner sagen, dass eine Busanbindung in die nächste Großstadt "nicht wichtig" ist oder "kein Bedarf" für so eine Verbindung da ist. Immerhin hat man die Bimmelbahn nach Mainz und die RegioLinie nach Eisenberg (sogar mit Sonntagsverkehr) und ich würde behaupten, die Relationen sind deutlich weniger nachgefragt als die nach Kaiserslautern. So bleibt dann halt nur der PKW. Passend, dass man die entsprechende Autobahn erst vor 15 Jahren, nämlich im Jahr 2004 gebaut hat, wo man schon ein bisschen über die Verkehrswende hätte nachdenken können...

    Die Abgaben sind in Deutschland schon extrem hoch, nur noch Belgien übertrifft das. Wenn man hier weitere Zwangsgebühren einführt, die de facto eine Steuer sind (eine Gebühr lässt sich durch nicht Inanspruchnahme der Dienstleistung vermeiden), macht man sich viele Freunde. Wer das befürwortet muss dann mit dem entsprechendem Gegenwind klarkommen.

    Ich hab damit noch keine Meinung zu einer Zwangsabgabe zum Ausdruck gebracht, ich habe nur geschildert, dass das jedenfalls nicht an der EU-Gesetzgebung scheitern würde.

    1. Während jedermann und jedefrau in jeder Ecke der Republik sich einen Computer, Laptop oder gar Smartphone zulegen und damit stationär oder mobil die öffentlich-rechtlichen Medien empfangen kann, sieht das mit der ÖV-Nutzung etwa zwischen Frankfurt-Bockenheim oder der Bundeshauptstadt Berlin und dem Dorf Berlin im Landkreis Bad Segeberg (SH) sehr unterschiedlich aus.

    Es gibt sogar bis heute Orte ohne jedes ÖPNV-Angebot. Da muss man gar nicht so weit rausfahren: die Ortsteile Rabenstein und Rebsdorf von Steinau sind vollständig vom ÖPNV abgekoppelt. Die Schüler von dort werden mit freigestelltem Verkehr zur Schule gebracht (zuständiges Busunternehmen hierfür ist Susen, Brachttal), ansonsten sehen diese Orte nie einen Bus, nicht mal Schulbusse verirren sich da hinten hin.

    3. Wie sieht die ÖPNV-Nutzung für EU-Bürger aus ? Die übernachten aus den verschiedensten Gründen auch nicht alle in Hotels, z.B. Bewohner grenznaher Regionen. Nach EU-Recht würde für die Bürger aus den übrigen EU-Staaten der gleiche Anspruch auf das 365 Euro-Ticket bestehen.

    Wenn man das wie mit der Rundfunkgebühr macht sehe ich da jetzt nicht so das Problem. Wir brauchen nur auf unseren Nachbarn Österreich schauen: wer in Österreich wohnt und Rundfunkgebühr zahlt darf ORF gucken, wer nicht in Ö wohnt und nicht zufällig so grenznah dass er als Zaungast durchs Raster fällt schaut in die Röhre. Und da gibt es auch keinen EU-Anspruch auf ORF-Empfang für EU-Bürger oder so.

    Wenn ich das richtig lese, sollte das Linienbündel A ausschließlich mit Elektrobussen bedient werden. Na da fällt mir sofort ein Grund ein, wieso das Vergabeverfahren eingestellt wurde: es gab schlichtweg keine Bewerber. In Berlin gab es ja den Versuch auch und da hat so ein Elektrobus nur ein Drittel des Tages durchgehalten und war dann leer. Da bräuchte man also ein Vielfaches eines Diesel-Fuhrparks, und zusammen mit den ohnehin schon höheren Anschaffungskosten für Elektrobusse lohnt sich das für die Busunternehmen einfach nicht.

    Wie ich vorher schrieb, Diesel wird in absehbarer Zukunft teuer. Wie soll dann die Bahn betrieben werden? Brennstoffzelle oder Oberleitung? Für eine Oberleitung müsste man die Auslastung verbessern.

    Allein die Elektrifizierung an sich verbessert schon die Auslastung, weil ein elektrischer Triebwagen deutlich schneller beschleunigen kann als ein vergleichbarer Verbrenner und somit die Fahrtzeit kürzer wird. Dazu gibt es unzählige Beispiele in Baden-Württemberg wo kleine Nebenstrecken elektrifiziert wurden die dann plötzlich die doppelte Auslastung im Vergleich zu vorher haben.


    Bei uns hadert es ja sogar schon mit den Hauptstrecken. Dass so eine Magistrale wie Frankfurt-Saarbrücken noch auf Dieselbasis fährt, ist eigentlich eine Schande für Deutschland.

    Die Kinzigtalbahn müsste ausgebaut werden, große P+R Parkhäuser mit Ladestationen gebaut werden, und es müsste eine Art Regional-S-Bahn fahren.

    Klopf mal bei der Stadt Hanau an, die wollen den Bahnhofsvorplatz umbauen, da Heraeus in absehbarer Zeit seinen Standort an der Quarzstraße aufgeben will. Bisher ist Hanau Hbf komplett Contipark-verseucht, folglich parkt dort auch keiner, stattdessen fährt man gleich die ganze Strecke mit dem Auto. Wenn ich mir die anderen Stationen der Kinzigtalbahn anschaue gibt es entweder gar keine Parkplätze (Maintal West und Ost, Wolfgang, Rodenbach) oder man muss bezahlen (Langenselbold, dort gibt es den Parkschein nur für die eigenen Bürger, wer hat sich den Quatsch ausgedacht?, Niedermittlau, Gelnhausen, Wächtersbach, BSS).


    Das mit der Regional-S-Bahn ginge ganz einfach: RB51 und RB56 ersatzlos einstellen, stattdessen S-Bahn bis dorthin verlängern. Geht bisher nicht, weil Aschaffenburg noch nicht im RMV ist und deshalb S-Bahnen nicht dorthin fahren dürfen. Netter Nebeneffekt wäre, dass auf den Zulaufstrecken zum Frankfurter Hbf und im Hbf selbst einige Trassen frei würden.