Beiträge von JeLuF

    Samstag abend im Frankfurter Westen: Fahrkartenkontrolle in der S-Bahn. Eine Maskenkontrolle fand nicht statt. Einige Fahrgäste ohne Maske haben sich schnell das T-Shirt vor die Nase gehalten, andere haben nichts gemacht. War dem Kontrolldienst egal. Ein Schwarzfahrer hatte weder Geld noch Papiere dabei. Man drohte damit, die Polizei rufen zu müssen. Aber auch die Drohung brachte keine Papiere hervor. Er musste dann an der nächsten Station aussteigen. Die Kontrolleure fuhren weiter, haben also nicht die Polizei gerufen.

    Im Schreiben der Stadt steht, dass die Frage, ob und wie man die Seitenstraßen über den Platz miteinander verbindet, offen ist. Aber die Ecke ist schon schwierig zu gestalten. Die Fahrräder vor den Rolltreppen um die Hausecke zu führen macht auch keinen Sinn. Aber so, wie es unten rechts gezeichnet ist, werden sich sehr schnell Trampelpfade bilden. Am oberen Bildrand gehe ich davon aus, dass die Fußgänger die Straße nutzen werden und nicht den Zebrastreifen.

    Die Stadt Frankfurt lädt ein zur Öffentlichkeitsbeteiligung:

    Einladung zur Öffentlichkeitsbeteiligung

    Im Herbst 2022 findet die Öffentlichkeitsbeteiligung zur Umgestaltung der Schweizer Straße und des Schweizer Platzes statt. Sie sind dazu eingeladen, Ihre Anforderungen an die Umgestaltung einzubringen!


    Auch die Perspektiven und Interessen von Gewerbetreibenden, ihrer Kundinnen und Kunden sowie der Kinder und Jugendlichen der angrenzenden Schulen und Betreuungseinrichtungen sollen so in die Pläne für die Umgestaltung einbezogen werden. Die Ergebnisse des Beteiligungsprozesses dienen als Vorgabe für das anschließende verkehrs- und freiraumplanerische Wettbewerbsverfahren. Nach dem Wettbewerb werden die Preisträger ihre Entwürfe öffentlich präsentieren. Die vorgelegten Entwürfe zeigen auf, welche Aspekte des öffentlichen Beteiligungsprozesses in die Planung aufgenommen werden.

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    Die Machbarkeitsstudie gibt vor, dass MIV und Tram gerade über den Schweizer Platz geführt werden sollen. Die Straßenbahnhaltestelle soll auf der Platzmitte liegen. Die Seitenstraßen sollen am Schweizer Platz keine Verbindung mehr zur Schweizer Straße bekommen.

    "Zumutbar" ist so ein vager Begriff. Ist "im ICE auf dem Fußboden sitzen" zumutbar? Ich würde es niemand anderem zumuten, tue es aber selbst und sehe es durchaus häufig, dass andere es auch tun 🤷‍♂️. Personen ohne Auto nehmen Fahrtzeiten hin, die ein Autobesitzer im Vergleich zu seinen Möglichkeiten unzumutbar finden wird. Ich finde, dass jemand, der sich ein SUV für 50'000€ kaufen kann, sich auch 2€ pro Liter Sprit leisten kann. Die FDP hält das für unzumutbar und bringt uns eine allgemeine Spritpreisbremse.

    In der Presse wird über eine Plakatkampagne zur RTW berichtet, leider aber nur mit Eisenbahn-Symbolbildern. Hat jemand von Euch die Plakate schon fotografieren können?

    Auch wenn es einen anderen Hintergrund hat und auch die Auswirkungen Infrastrukturbedingt anders sind, hab' ich ein Deja-Vu mit unserer S5 und ihrer kleinen Brücke. Die Berliner dürfen sich da - wenn's richtig blöd kommt - auf Monate hinweg mit diesem Zustand anfreunden.

    Die werden jetzt erst mal beobachten, ob sich das ganze weiter setzt. Das Unterbrechen der Bauarbeiten wird nicht dafür sorgen, dass der Baugrund nicht weiter absackt, sowas geht langsam. Und dann wird eine Schar Geologen und Statiker anfangen rumzurechnen, was man da jetzt machen kann. Das wird in Genehmigungsprozesse für Bauanträge münden, die dann geprüft werden müssen. Das dauert.


    Einzige Chance wäre, dass die Setzung schon abgeschlossen ist und man jetzt in den nächsten Wochen keine weiteren Veränderungen mehr sieht und dann einfach wieder weiter fährt.

    In Berlin ist ein U-Bahntunnel wegen benachbarter Bauarbeiten abgesackt, so berichtet die Berliner Zeitung. Die U2 kann im Bereich des Bahnhofs Alexanderplatz "auf unabsehbare Zeit" nur ein Gleis benutzen. Daher wurde zwischen Klosterstraße und Senefelderplatz ein Pendelverkehr im 15-Minuten-Takt eingerichtet. Normalerweise herrscht auf diesem Streckenabschnitt ein 5-Minuten-Takt.


    Die Setzung beträgt inzwischen 4cm und hat sich schon seit einiger Zeit abgezeichnet. Die Bauarbeiten auf der Baustelle seien eingestellt worden. Der Berliner Fahrgastverband IGEB kritisiert, dass dies bereits das dritte Mal sei, dass Bauarbeiten die U-Bahntunnel beeinflussen und fordert Maßnahmen des Senats, um derartige Ereignisse in Zukunft zu verhindern.


    Auch die Frankfurter Hochhäuser haben Probleme mit Setzungen, wie der Skylineatlas erklärt. Allerdings gab es hier soweit ich weiß noch keine Auswirkungen auf das Tunnelnetz. Der Fernbahntunnel soll ja daher auch in einigem Abstand von den größeren Hochhäusern geführt werden.

    Zweierlei sei Herrn Sager dazu gesagt:

    • Man kann das eine tun, ohne das andere zu lassen. Er framet es so, als müsse man sich jetzt entscheiden, ob man günstige Tickets oder Angebotsausbau haben möchte. Dem ist nicht so. Es steht ein großer Haushalt zur Verfügung und man kann das Geld für das Klimaticket nicht nur beim ÖPNV-Ausbau einsparen. Man könnte stattdessen auch beim Autobahnausbau sparen, oder beim Dienstwagenprivileg, oder bei der Zersiedlungspauschale, ...
    • "Oh, die armen privaten Verkehrsunternehmen gehen pleite!" - Und deshalb ist diese Ausschreiberei unsinnig. Hier werden Gewinne mal wieder privatisiert und das Risiko wird der Allgemeinheit aufgelastet. Die privaten VU haben eine Leistung verkauft und darauf gezockt, dass ihre Personal- und Energiekosten niedrig bleiben. Seriös wäre es gewesen, wenn sie bei Vertragsabschluss einen Vertrag mit einem Diesellieferanten abgeschlossen hätten, für die Vertragslaufzeit den Sprit zu einem fixen Preis zu liefern. Diese Zockerei ist möglich, weil sie wissen, dass der Staat einspringen wird. Statt jetzt die Vergütung für die vereinbarte Leistung zu erhöhen, sollte der Staat auf Einhaltung der Verträge pochen und sich die VU, die dann bankrott gehen sollten, überschreiben lassen und in eigener Regie weiterbetreiben.

    Es kann keine Einzelfallentscheidung getroffen werden. Der Zug fährt jetzt ab und der Schaffner wird nicht erst mal 500 Beförderungsdringlichkeitsanträge bearbeiten. Wer drin ist kommt mit, und wer draussen ist nicht. Abfahrt!

    Ja, hier ist Liederbach Süd gemeint.


    In meinem laienhaftem Verständnis bedeutet eingleisig, dass es nur ein Gleis gibt, und wenn es Ausweichstellen gibt, dann gibt es da zwei Gleise und an diesen 350m ist die Strecke dann zweigleisig. Daher schrieb ich "weitestgehend eingleisig" - halt mit Ausnahme der Ausweichstellen.

    Die RB12 hat heute einen 30-Minuten-Takt zwischen Königstein und Frankfurt-Hauptbahnhof. Zusätzlich verkehren in den Spitzenzeiten Busse zwischen Höchst Tor Ost und Kelkheim.


    Vor einigen Tagen wurde hinter verschlossenen Türen Lokalpolitikern eine Studie zur Einführung eines 15-Minuten-Taktes für die RB12 zwischen Kelkheim-Mitte und dem Frankfurter Hauptbahnhof vorgestellt. Dies berichtet die Frankfurter Rundschau. Die Studie des VWI Verkehrswissenschaftlichen Instituts und der DB Engineering & Consulting kommt zu dem Schluss, dass eine Taktverdichtung möglich ist, wenn man in Kelkheim ein drittes Bahnsteiggleis baut. Außerdem wird im Bereich des Liederbacher Bahnhofs ein Ausweichgleis benötigt. Die Strecke ist zur Zeit noch weitgehend eingleisig. Die Berechnung des Nutzen-Kosten-Verhältnises zeige, dass es sich lohne, das Projekt weiter zu verfolgen. Als möglicher Fertigstellungstermin wird 2030 genannt.


    Der Artikel enthält auch noch einige Gerüchte und Spekulationen, z.B. zu den Umsetzungskosten, für die 43 Millionen € oder 10 Millionen € genannt werden, sowie die Frage, ob der RMV genügend Wasserstoffzüge bestellt habe, um genug Fahrzeuge für den verdichteten Takt zu haben. Ich vermute mal stark, dass der RMV keine Züge für ein Projekt bestellt haben wird, dass noch in der Studienphase steckt.

    Die Züge sind gestern vorgestellt worden, wie u.a. die RP berichtet. Der Name ECx wurde nicht beibehalten. Stattdessen wird es ICE L heißen. Unklar ist, ob durch diese Umbenennung die Eurocity-Preise auf ICE-Niveau angehoben werden.


    Die Behindertenverbände reagierten recht angetan auf die durchgängige Einstiegs- und Fußbodenhöhe von 76cm.

    Es spielt doch keine Rolle, warum derjenige klagt. Wenn die entsprechenden Regeln gelten, dann müssen sie angewendet werden. Wenn sie hier nicht greifen, steht es dem Anwohner frei, im Rahmen der demokratischen Prozesse eine Regeländerung herbeizuführen. Ich rege mich zum Beispiel heutzutage deutlich mehr über die ausrückende Feuerwehr auf als vor 15 Jahren, als ich hier hergezogen bin. Anders als damals gibt es heute eine Ampelbeeinflussung und sie können still ausrücken. Es ist also eigentlich leiser geworden als früher. Aber manches mal reagieren die Autos an der nächsten Kreuzung nicht auf die anrückende Feuerwehr. Dann geht das Martinshorn an. Das versetzt dann manche Autofahrer in eine Schockstarre und dann benutzt die Feuerwehr die große laute Hupe und ich falle mal wieder vom Stuhl. Wüsste ich irgendeinen Paragraphen, mit dem ich die Stadt dazu zwingen könnte, die zweite Ampel auch mit der Ampelbeeinflussung zu verbinden, würde ich vermutlich auch klagen. Nein, ich würde nicht "gegen die Feuerwehr klagen", dass sie z.B. nicht mehr so häufig ausrücken darf oder irgend so ein Unsinn. Ich mag die Feuerwehr und ich mag es, dass sie direkt nebenan ist. Gibt einem schon ein Gefühl von Sicherheit. Es geht mir nur darum, technisch mögliches auch umzusetzen.


    Gründe, warum sich die Lärmempfindlichkeit des Klägers geändert haben könnte: Migräne, Depression oder Burnout fallen einem schnell ein, aber auch andere schwere Krankheiten führen zu Lärmempfindlichkeit, zum Beispiel Krebs. Und dann kann Lärm selbst Auslöser für Krankheiten sein. Was anfangs harmlos erscheint, kann einem dann nach vielen Jahren irgendwann zu viel sein.

    Wobei für mich gar nicht mal der "Dschungel" zählt, weil wenn man oft genug mit dem ÖPNV unterwegs ist, kann man sich die meisten Tarifsysteme doch irgendwie herleiten.

    Du bist aber auch kein Durchschnittskunde :-) Ich habe in der Mittagspause mit einem Kollegen nach Jahreskartenpreisen im RMV geschaut und diese Broschüre gefunden. Seite 11, Fußnote 2:

    Zitat

    Die Preisstufen 30 und 40 gelten für Fahrten über die Tarifgrenze von und nach Frankfurt, die Preisstufe 30 auch für Fahrten

    zwischen Wiesbaden und den Nachbarkommunen im RheingauTaunus-Kreis.

    Den Satz haben wir nicht verstanden. Kann ich jetzt mit Preisstufe 30 von Eschborn-Bhf nach Offenbach-Ost fahren? (Antwort: Nein. Eschborn + Frankfurt ist Preisstufe 30, Eschborn + Frankfurt + Offenbach ist Preisstufe 5). Die Fußnote ist verwirrend und für mich unnötig. Ich muss in der Tarifauskunft die beiden Endhaltestellen auswählen, die ich brauche, und dann die Preisstufe ablesen. Ob die jetzt 30 oder 3.5 oder wie auch immer heißt, und warum sie so heißt, das ist für mich als Kunde doch uninteressant. Sowas verwirrt nur.


    So, und jetzt muss ich mein Jobticket verlängern. Habe bei der Gelegenheit gemerkt, dass es in 4 Wochen abläuft. Die Webseite hat nämlich eine gut versteckte Funktion, um abzufragen, wo mein Jobticket gilt: In der Tarifauskunft statt Orten oder Haltestellen die Tarifgebietsnummer eintragen, dann bei einer Nicht-Einzelfahrt eine Ticketart anklicken (zB Tagesticket), und dann "Freigegebene Städte/Gemeinden".