Beiträge von JeLuF

    Bisher sind als Endpunkte N-I und Buchschlag geplant. Dreieich möchte gerne den Umstieg auf die Dreieichbahn für Fahrgäste erleichtern und möchte daher, dass die RTW am gleichen Bahnsteig gegenüber hält. Langen möchte, dass die Bahn dann von Buchschlag weiter nach Lange fährt.


    Dreieich sagt, dass eine Durchbindung auf die Dreieichbahn durch den geplanten Außenbahnsteig erschwert würde. Ich glaube, das dient aber nur als ein weiteres Argument, um ihre Forderung nach einem einfachen Umstieg zu unterstützen und keine ernsthafter Versuch, diese Durchbindung auch zu fordern.

    Auch Langen äußert sich zum Planfeststellungsverfahren, wie die Offenbacher Post berichtet. Langen hat bei den selben Experten, die die NKU für die gesamte RTW erstellt haben, eine NKU für die Verlängerung von Buchschlag nach Langen berechnen lassen. Zwar läge des Gutachten noch nicht vollständig vor, man wisse aber schon, dass das NKV größer 1 sei. Im langener Bahnhof könnte ein Taschengleis geschaffen werden, an dem die RTW-Züge halten und wenden könnten. Darüber hinaus seien keine zusätzlichen Gleise notwendig. Soweit ich mich erinnere, war der Einwand gegen die Verlängerung, dass die vorhandenen Gleise keine Slots mehr für die RTW frei hätten.


    Auch seien keine weiteren Züge oder zusätzliches Personal notwendig. Die Strecke ins Birkengewann wäre immer noch zeitlich länger als die Strecke nach Langen,


    Nach Aussagen des Landkreises sei inzwischen auch die RTW Planungsgesellschaft der Meinung, dass eine Anbindung Langens sinnvoll sei. Es gäbe bereits Gespräche, wie eine Anbindung Langens trotz des bereits laufenden Planfeststellungsverfahrens möglich sei.

    [...]Zudem könnte der Kopfbahnhof entlastet werden, wenn man statt einem teuren Tunnel einen Bahnhof "Frankfurt Main (Hbf) Westkreuz" (auf der Brücke in Nord-Süd-Richtung Höhe S-Bahn-Strecke Frankfurt Hbf - Griesheim) errichtet, wo man zwischen diesen Zügen und den S-Bahn-Linien 1,2,8 und 9 umstiegen kann. Der Umstieg in die Linien 3-6 wäre dann am Westbahnhof möglich.


    Für die im Verhältnis wenigen Fernreisenden in den Pendlerzügen stünde ein sehr dichtes S-Bahn-Angebot zwischen Frankfurt Main Westkreuz und Frankfurt Main Hbf zur Verfügung. [...]

    Dann müssten die S-Bahnen vom/zum Westen nochmal zusätzlich halten. Das würde auf dieser Strecke die Kapazität reduzieren. Da es nur etwas mehr als ein Kilometer vom Westkreuz zum Hbf sind, würde es sich doch anbieten, hier eine Seilbahnverbindung einzurichten. Man würde nur über das Bahnhofsvorfeld schweben, Anwohner wären nicht betroffen.


    Alternativ könnte man einen Fahrsteig einrichten, aber mit nur 7,2km/h würde es fast 10 Minuten vom Westkreuz zum Hbf dauern.

    Auch Neu-Isenburg hat in einer Pressemitteilung seine Forderungen zusammengefasst.

    Regionaltangente West – Öffentlichkeitsbeteiligung zum Planfeststellungsverfahren Süd 1Stadtverordnetenversammlung liegt Stellungnahme der Stadt zur Beschlussfassung vor

    Der Stadtverordnetenversammlung liegt die Stellungnahme für den Planfeststellungsabschnitt Süd 1 „Regionaltangente West“ zur Beschlussfassung vor.

    „Der Ausbau der Regionaltangente West wurde von der Stadtverordnetenversammlung beschlossen. Im Rahmen des Planungsfeststellungsverfahrens Süd 1 geht es nun darum, die Belange der Stadt Neu-Isenburg bestmöglich zu berücksichtigen“, erläutert Bürgermeister Herbert Hunkel.

    Der Planfeststellungsabschnitt Süd 1 führt von Kelsterbach bis Dreieich über den Bahnhof Neu-Isenburg. Südlich des S-Bahnhofs werden die Gleisanlagen der Deutschen Bahn unterquert und die Abzweigung nach Neu-Isenburg-Kernstadt gebaut. Neu-Isenburg ist sowohl durch den Eingriff am S-Bahnhof Neu-Isenburg (insbesondere der bestehende Park+Ride-Platz) als auch durch den Eingriff in den Wald insbesondere südlich der Kleingartenanlage Fischer-Lucius betroffen. Die wesentlichen Forderungen der Stadt Neu-Isenburg sind

    • Im Rahmen der Planung und Durchführung des Planfeststellungsabschnitts Süd 1 der geplanten Regionaltangente West soll am S-Bahnhof eine Mobilitätsstation errichtet werden. Die Stadt Neu-Isenburg rechnet jedoch mit einem höheren Stellplatzbedarf für PKW und Fahrräder als die RTW GmbH. Wie bereits in der Stellungnahme zur frühen Öffentlichkeitsbeteiligung (am 21.3.2018) dargelegt, fordert die Stadt eine Mobilitätsstation mit bis zu 450 PKW- und mindestens 180 Fahrradabstellplätzen.
    • Ein weiteres wesentliches Thema betrifft die Radschnellwegeverbindung Frankfurt – Darmstadt, hier fordert die Stadt Neu-Isenburg eine sichere und für eine Radschnellverbindung geeignete Querungsmöglichkeit.
    • Hinsichtlich des Lärmschutzes für die Anwohner des Stadtquartier West fordert die Stadt Neu-Isenburg die Prüfung aktiver Lärmschutzmaßnahmen am Gleis, um einen möglichst optimalen Lärmschutz zu erreichen, der zusätzlich auch städtebauliche und gestalterische Belange berücksichtigt.
    • Hinsichtlich Fischer-Lucius wird gefordert, dass die Maßnahmen mit dem Kleingartenverein abgestimmt werden. Selbstverständlich ist der Lärmschutz auch während der Bauzeit zu gewährleisten.
    • Weiterhin ist während der Bauzeit auch die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer, z. B. in der Bahnhofstraße zu gewährleisten. Dies betrifft insbesondere die Baufelder in der Umgebung des Bahnhofs.

    [...]

    Die Rundschau meldet, dass der Bus am Mainkai eingetroffen ist und man damit begonnen hat, das Gelände durch Probefahrten zu "lernen". Erste Fahrten mit Passagieren sollen Ende September stattfinden. Als Haltestellen sind Alte Brücke, Eiserner Steg und Untermainbrücke geplant. Die hessenschau hat Bewegtbilder - angesichts der Höchstgeschwindigkeit von 15 km/h als Zeitraffer.

    Eine Variante für eine andere S Bahn wäre von Darmstadt auf der S-Bahnstrecke nach Bad Soden und dann weiter über die Sodener Bahn nach Frankfurt Höchst. Das geht, weil der Abschnitt Frankfurt Höchst nach Bad Soden elektrifiziert ist, aber nicht zweigleisig ausgebaut ist.

    Bad Soden - Höchst soll Teil der RTW werden. Eine S-Bahn von Eschborn nach Höchst über Bad Soden dürfte nur wenige Nutzer finden. In Bad Soden hat man einen Kopfbahnhof, man müsste also wenden. Das macht die Verbindung zusätzlich unattraktiv. Und ich hoffe ja immer noch, dass die Strecke Dunantsiedlung - Höchst Bf auf BOStrab umgewidmet wird, womit eine S-Bahn-Verbindung schwierig wird.

    Der Umbau des Westkopfes von Hanau Hbf wird sehr sehr teuer. Genau deswegen hat DB Netz diesen (eigentlich dringlichen) Umbau zur Kapazitätserhöhung bisher partout nicht angefasst. Vor allem ProBahn fordert einen Umbau des Westkopfes inkl. Beseitigung des besagten Geschwindigkeitseinbruchs seit mehr als 10 Jahren.

    Was ist da der Kostentreiber?

    Die Thematik E-Busse (sowie E-PKW) hat vordergründig nichts mit CO2 zu tun, sondern mit dem Thema Feinstaub & Co. und den drohenden Fahrverbotszonen.

    Das Problem ist, dass auch E-PKW Feinstaub produzieren. Die Zeit hat einen Artikel zu dem Thema. Eine Studie in Stuttgart ergab demnach, dass mehr Feinstaub durch Reifenabrieb als durch die Verbrennungsprodukte entsteht. Bei den Fahrverbotszonen wegen NOx-Belastungen haben E-Busse und moderne Euro-6-Diesel ähnliche Werte. In einer Reportage, die ich vor einiger Zeit gesehen habe und gerade auf YouTube nicht wiederfinde, sagte der Test-Ingenieur, dass am Auspuff sogar weniger NOx zu messen sei als in der Außenluft.


    TL;DR: Wir hätten die Bäume niemals verlassen sollen. Vielleicht war sogar schon die Sache mit den Bäumen ein Fehler und wir hätten im Meer bleiben sollen.

    Akku-E-Busse sind teurer als Dieselbusse und haben nicht die gleiche Reichweite. Auf einigen Linien bräuchte man mehrere E-Busse, um einen Dieselbus zu ersetzen. Statt also teure E-Busse zu kaufen, könnte man mehr Dieselbusse kaufen, den Takt verdichten, attraktiver für Autofahrer werden und so ganz viele Dieselautos ersetzen, sodass man selbst mit Dieselbussen in der Summe weniger Emissionen hätte als jetzt.


    Ja ich weiß, aber lasst mich doch ein bisschen träumen....


    PS: Wenn E-Busse, dann sollten es O-Busse sein.

    Ich komme aus der Gegend von Kassel, und so richtig glücklich ist man nicht mit der Tram auf der Königsstraße. Es wird doch häufiger mal ein unvorsichtiger Fußgänger angeklingelt und für die Fahrer der Bahnen dürfte das schon einer der stressigsten Abschnitte sein. Aber bequem ist es halt schon, sich direkt vor den Geschäften absetzen zu lassen.

    Der Magistrat von Dreieich äußert sich in einer Pressemitteilung zum vorgestellten Plan. Man ist unzufrieden mit dem geplanten Außenbahnsteig in Buchschlag. Ein Mittelbahnsteig würde einen schnellen und barrierefreien Übergang von der Dreieichbahn zur RTW ermöglichen. Der Außenbahnsteig würde zu einem deutlich unattraktiverem Angebot führen und würde sich negativ auf die Akzeptanz durch potentielle Fahrgäste auswirken. Die Planung würde außerdem eine Durchbindung der RTW auf die Dreieichbahn erschweren, da diese dann Umbauten erfordern würde.


    Laut Offenbacher Post Ferner kritisierte der Magistrat auch, dass die ausgelegten Pläne sehr kompliziert und für Laien nicht verständlich seien.


    Ich bin etwas verwundert über die Aussage, der neue Bahnsteig sei nicht barrierefrei. Der Weg über die Rampen ist sicherlich sehr lang, aber in den Plänen durchaus vorhanden.

    Die Argumentation der Gegner verfängt lokal bei sehr vielen. 230 Mio€ für nur 6km sind ziemlich teuer. Fast 40 Mio/km, das liegt deutlich über Kosten anderer Projekte. Die Strecke Altenbeken - Göttingen sei schon einmal zweispurig gewesen, man müsse dort keine Grundstücke zukaufen oder Brücken erweitern. Für Neubaustrecken gibt es Richtwerte von 8 Mio€/km. Das Milchmädchen rechnet da ganz schnell 60×8 Mio = 240 Mio.

    Die Offenbacher Post berichtet über die Einwände einiger Anwohner gegen die Regionaltangente. Schon die Artikelüberschrift alarmiert: Durch die RTW sei der "S-Bahn Ring" in Gefahr. Die RTW würde Kapazitäten am Regionalbahnhof des Flughafens binden, die für einen S-Bahn-Ring benötigt würden. Die RTW-Brücke am Stadion verhindere außerdem, eine S-Bahn von Offenbach zum Flughafen zu führen. Ferner wird kritisiert, dass es zu viele eingleisige Streckenabschnitte auf der RTW gäbe und es dann zu Verspätungs-Übertragungen auch in das S-Bahn-Netz käme. Erneut wird die Länge der Züge (100m im Vergleich zu Straßenbahnen mit angeblich 30m) kritisiert.


    Erst im letzten Absatz des Artikels erwähnt der Autor, dass die RTW "zu einem S-Bahn-Ring rund um Frankfurt" erweitert werden soll. Nur in dieser Andeutung erfährt der Leser, dass die RTW nicht den S-Bahn-Ring verhindert, sondern ein Teil davon ist. Die Einwände zur Brücke am Stadion wurden hier ja auch schon im Thread zu PfA Süd-1 diskutiert.

    Wie Aufrechtgehn im Thread "Offenbach stillegung" berichtet, denken Frankfurt und Sprendlingen über eine Verlängerung der 17 Richtung Süden nach. Da das mit Offenbach wenig zu tun habe, mache ich mal einen neuen Thread auf. Im alten Thread schrieb Rohne unter anderem:

    Verlängerung der Tram nach Süden hat zwar sicherlich Charme, allerdings liegt die Fahrzeit für die paar km vom Hbf zur Stadtgrenze bereits bei fast 15 Minuten. Bis Sprendlingen ist man da schnell bei Fahrzeiten die sich keiner mehr freiwillig antun will (vor Allem wenn weiterhin Fahrzeuge ohne Klimaanlage eingesetzt werden).

    Von daher gibt es da noch einige Punkte über die man sich vorher mal ernsthafte Gedanken machen muss. Am einfachsten wäre es wohl die U-Bahn, die hoffentlich eh demnächst zur Sachsenhäuser Warte verlängert wird, weiter nach N-I und statt der Tram unter der Frankfurter Straße nach Sprendlingen zu schicken. Wird aber wohl keiner bezahlen, und NKV von über 1 zu erreichen könnte auch eine ziemliche Herausforderung werden.

    Ich glaube nicht, dass die Tram dazu dienen soll, die Endstationen miteinander zu verbinden. Die meisten werden unterwegs ein- und aussteigen, z.B. von Sprendlingen in die Neu-Isenburger Innenstadt oder in die südlichen Teile von Frankfurt.


    Die U-Bahn noch weiter durch den Stadtwald zu verlängern, dürfte ziemlich teuer werden. Die Idee mit dem Straßenbahntunnel unter der Frankfurter Straße finde ich dagegen gar nicht schlecht. Wobei das auch das NKV gewaltig drücken dürfte, und die Bauzeit von mehreren Jahren den Neu-Isenburgern sicherlich auch nicht gefallen wird.

    In den Übersichtskarten (.ZIP) zum PFA Süd-1 ist eine Karte zu finden, in der die EBO- und BOStrab-Abschnitte markiert sind. Die Strecke Höchst - Bad-Soden ist dabei komplett als EBO-Strecke markiert. Wurde hier nicht argumentiert, dass die Umwidmung auf BOStrab die Schließzeiten der Schranke Sossenheimer Weg verkürzen würde? Das fiele dann ja weg.


    Auch für die Verlängerung der 11 nach Höchst hätte dies vermutlich Auswirkungen, da man sich keinen Bahnsteig mit der RTW teilen könnte.


    Im Parlis findet sich eine Anfrage des Ortsbeirats 6 an den Magistrat zu den Hintergründen dieser Änderung.