Beiträge von heinz

    Die Beispiele zeigen, dass bestehende attraktive Angebote besser beworben werden sollten. So, wie "Dann geh´doch zu N...." ein Ohrwurm ist, sollte dann auch "Dann nimm doch das Hessen-Ticket" ein Ohrwurm werden.:)

    Werbung wirkt auf jeden Fall! Was aber nicht wirkt, sind 16 verschiedene Werbungen für 16 verschiedene Tickets zu 26 verschiedenen Konditionen. Es bräuchte eine koordinierte Kampagne und Tickets mit identischen Konditionen. Das wird nicht passieren, weil der Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe oder das Thüringer Landesamt für Bau und Verkehr oder irgendein anderer Aufgabenträger auf irgendeine Extrawurst bestehen wird. Das muss also vom Bund kommen. Womit wir wieder beim 9€ Ticket wären.

    Genau solche Tariftricksereien darf es aber nicht geben. Tarifmittelpunkt=Wohnort.


    Warum? Irgendwie müssen die Defizite der Verkehrsbetriebe schließlich ausgeglichen werden. Dafür muß es einen Verteilungsschlüssel geben. Und der kann sich im wesentlichen nur anhand des Standorts berechnen lassen.

    Wenn etwas offiziell erlaubt ist, ist es keine Trickserei 😀


    Ja, es muss einen Verteilungsschlüssel geben. Bei dem von mir vorgeschlagenen Modell, wo man trotz 90km-Ticket vor jeder Fahrt ein virtuelles Ticket ziehen muss, weiß man im übrigen genau wo jemand rumgurkt und kann entsprechend verteilen.


    Kann man frei fahren und bei der Fahrkartenkontrolle wird der Radius anhand der GPS Position berechnet, kann man aus den Punkten, an denen kontrolliert wurde, auch grob schätzen wer wo rumgurkt ist und wie entsprechend die Einnahmen verteilt werden müssen. Ganz unabhängig vom gesetzen Mittelpunkunkt.

    Kann mich mit diesem 90 km nicht anfreunden. Wer z. B. irgendwo in der Mitte von McPomm wohnt, hat kaum Nutzen von so einem Ticket im Gegensatz zu z. B. Essen (da hat man das ganze Ruhrgebiet [...]

    Dann machen wir einfach das 1 Millionen Menschen Ticket: der Radius wird für jeden Wohnort variabel so berechnet, dass 1 Millionen Menschen darin wohnen. Die Großstädter werden begeistert sein. Nein, das ist kein erst gemeinter Vorschlag. Es gibt nunmal keine Ideal-Lösung, sondern nur die, die möglichst wenige Menschen benachteiligt. Und in McPomm sind nun mal sehr wenige. Und die die da sind, profitieren eh nicht vom Ticket, weil es dort sowieso keinen vernünftigen ÖPNV gibt, sind also nicht wirklich vom Ticket benachteiligt sondern von der Infrastruktur an sich, und das ist ein ganz eigenes Problem.

    ...als QR Code

    und bei eienr Kontrolle wird dann über aktuelle Position und Trigometrie die Luftlinie berechnet.

    Geht auch, erfordert aber neue Geräte für Zugbegleite, deshalb hatte ich die amdere Variante vorgeschlagen

    Kurzfassung: 50€ ok, 30€ gut.


    Langfassung: ja im Vergleich zum 365€ Ticket ist 1000€ dreifacher Preis für 16-faches Angebot. Aber nicht Nutzung. Ich glaube ich spreche für die meisten Leute (ja muss man vorsichtig mit sein, ich weiß) wenn ich sage, dass ich grob übern Daumen in 75% der Fälle in meinem Heimat-Bundesland bin, zu 20% im Nachbarbundesland und 5% woanders. Ich zahle also viele Bundesländer mit die ich nicht brauche. Das schreckt ab, es sei denn es ist trotzdem noch billig.

    Um an dieser Stelle den Bogen zurück zum 9€ Ticket zu schlagen:

    Ich halte ein solches Bundesweites Ticket für die beste Lösung um diesen ganzen Tarifjungle endlich abzubauen. Der Vorschlag mit dem Radius war nur ein Kompromissvorschlag für Hajü , der den Leuten keine günstige Urlaubsreise mit dem Nahverkehr gönnt und den Pendler "ihren" ÖPNV zurückerobern will. Ja, ein solches bundesweites Ticket muss wahrscheinlich mehr als 9€ kosten, aber 83€ (e.g. 1000€ / Jahr), wie vorgeschlagen, ist mMn. zu viel.


    Die vollen Züge jetzt sind kein Zeichen des Scheiterns des 9€ Tickets sondern ein Zeichen des Erfolgs. Und wenn wir wollen, dass sich an der Infrastruktur dauerhaft etwas ändert, dann müssen die Züge voll bleiben, damit der Druck auf die Politik bleibt. Dann müssen wir das solange hinnehmen bis der Ausbau der Infrastruktur in 10, 20, 30 Jahren endlich soweit fortgeschritten ist, dass alle komfortabel, günstig, klimafreundlich und autofrei reisen können. Aber jetzt die Überfüllung des ÖPNV zu stoppen, indem man über Fahrpreis und Gültigkeitsbereich die ärmeren Menschen ausschließt ist der falsche Weg. Dann sind die Züge wieder leer, die Aufmerksamkeit der Politik woanders und die Menschen zurück im bequemen Auto.


    Tschau 🙃

    Freut mich, dass die Idee hier diskutiert wird 😃


    Letztendlich muss man nicht wissen, wo die 90km (oder setze hier eine beliebige Zahl ein) zu Ende sind, das sagt einem dann schon die App bei der Verbindungsauskunft. Und ja, ich persönlich würde den Mittelpunkt frei wählbar machen.


    Ein kleiner und ein großer Nachteil fallen mir selbstkritisch ein. Der kleine: man muss sich immer ein Ticket klicken bevor man losfährt.


    Der große: Ausschluss von analogen Reisenden. Wobei analoge Reisende (a.k.a. Rentner) ja schon heute günstige Tickets bekommen können.

    Bei den von dir beschriebenen Konditionen kann man es auch gleich lassen. Das lockt niemanden und das ist ja auch dein Ziel, wie du selber schreibst. Ein Bahn-Ticket, eingeführt zur Abschreckung von Fahrgästen. 👍 Tolle Aktion.


    Soviel mal destruktiv, hier noch ein konstruktiver Gegenvorschlag:


    Aus ”9 für 90" wird ”29 für 90”, wobei 29€ Monatlich und 90km Radius um einen beliebigen Punkt gemeint sind. Buchbar nur in Apps, sei es RMV oder DB Navigator. Es handelt sich, ähnlich der Bahncard, um ein Meta-Ticket. Man muss also vor der Fahrt trotzdem in der App-Verbindungs-Suche eingeben wohin man fahren will und bucht ein Ticket. Innerhalb des Radius ist dieses dann automatisch kostenlos. Pendler können sich diesen Vorgang sparen, indem sie direkt eine Dauerkarte (kostenlos) laden.


    Damit hat man ein günstiges, einheitliches Angebot geschaffen, von dem hauptsächlich Pendler profitieren. Es unterbindet Regio-Fernreisen. Es funktioniert überall gleich, also kein Beförderungsbestimmungen studieren und Tarifgebiete-Raten mehr. Wer an der Grenze zweier Bundesländer lebt ist nicht gekniffen, sondern kann trotzdem in alle Richtungen fahren. Für kompliziert halte ich das Verfahren auch nicht, zumal heute eigentlich jeder die Verbindungsauskunft sowieso nutzt.

    Laut dem (durchgesickerten) jüngsten Entwurf des Klimaschutzsofortprogramms soll...

    ... mit tariflichen Maßnahmen die Attraktivität des ÖPNV dauerhaft gesteigert werden, z. B. anschließend an das befristete „9 für 90“-Ticket mit veränderten Konditionen durch ein vergünstigtes Klima-Ticket als einheitliche Länder-Nahverkehrs-Monats- bzw. -Jahresfahrkarte für den Schienenpersonenregionalverkehr und den ÖPNV“

    Es gibt also Hoffnung auf eine dauerhafte Verbesserung in dieser Richtung.

    Zitat

    Weiterhin sind Anlagen zur Zugbildung und Bereitstellung für Züge, die in der neuen Station Frankfurt Tief starten oder enden, Teil der Planung.

    Warum eigentlich? Die könnten doch weiterhin oberirdisch abgewickelt werden.


    DB Fernverkehr plant/baut ja gerade in Darmstadt Kranichstein eine Abstellung. Soll heißen: Flächen in der Nähe des Hauptbahnhofs wird es wohl nicht mehr geben, also wird zumindest sehr schwer.


    Zum Schluss noch eine Spekulatius-Mitmach-Frage:

    Wie werden die Bahnsteige des Fernbahntunnel heißen?

    - Frankfurt Hbf (Fern)

    - Frankfurt Hbf (ICE)

    - Frankfurt Hbf (Tief²)

    - Frankfurt Hbf (Tiefer)

    Für die Nummerierung tippe ich auf 201-204, obwohl, vielleicht gibt es schon Abstellgleise die so heißen.

    Schließt die Bahn damit die Anschaffung bereits entwickelter Züge kategorisch aus? Wie sieht es etwa mit dem Velaro Novo aus?

    Warum besteht die Bahn auf einstöckige Züge?

    Mehr Fragen als Antworten... Aber ab 2030 neue Züge ist immerhin eine Ansage.

    Oh, ja du hast recht. Bei der Kostenübersicht der Goethe Uni steht RMV Ticket, man muss beim Asta nachschauen um zu sehen dass es in ganz Hessen gilt. Dann will ich nichts gesagt haben

    Zum drüber Lachen ist der Artikel ja gut, aber deine Schlussfolgerung ist ... hm. Ich fasse sie mal so zusammen: das Problem am ÖPNV sind die anderen Menschen. Klar, kann man das so sehen, aber dann kann man in letzter Konseauenz in ein einsames Erdloch ziehen, da hat man seine Ruhe. Versteh mich nicht falsch, ich habe letzte Woche auch den Typen verflucht, der in der Regionalbahn 1 1/2 Stunden lang durchgehend auf Lautsprecher telefoniert hat. Aber entweder man geht dann hin und sagt ihm die Meinung, oder man lässt es, dann kann man sich aber auch nicht im Nachhinein beschweren. So würde ich das sehen.

    Die großzügigen Regelungen für Teens, Studenten und Senioren (ganz Hessen für 30 Euro im Monat)

    Du beziehst dich auf das Schülerticket? Das gilt nicht für Studenten. Das Semesterticket kostet je nach Hochschule z.B. 21,50€ (TU Darmstadt) und 37,14€ (Goethe Uni Frankfurt) im Monat und gilt nur im RMV. Ist natürlich trotzdem großzügig!


    War mir bis gerade eben gar nicht klar, dass es da solche Unterschiede gibt für dasselbe Ticket...

    Nur um hier mal Vorurteile auszuräumen:


    Semesterferien existieren nicht. Es gibt nur eine Vorlesungsfreie Zeit in die jederzeit Klausuren, Seminare, Abschlussarbeiten, Praktika, ... gelegt werden können.


    Aber klar werden in dieser Zeit einige Studenten auch preisbewusst mit ihrem Semesterticket verreisen.

    gibt es irgendjemanden, der den ÖPNV flexibler findet als den MIV?

    Hehe, die Frage kann man schön uminterpretieren.


    Das (private) Auto ist maximal unflexibel. Es hat immer gleich viel PS, gleich viel Sitzplätze, gleich großen Kofferraum. Egal ob man alleine oder mit der Familie, mit Gepäck oder leer, innerort oder auf reisen unterwegs ist. Mit den Öffentlichen kann ich in der Stadt den Bus mit 50km/h nehmen, wenn ich einen Ort weiter muss nehme ich die 80km/h Regionalbahn und wenn ich fernreisen muss nehme ich den 300km/h ICE. Wahlweise 1. Klasse wenn ich mehr Komfort möchte, setze mich spontan ins Boardbistro wenn ich Hunger habe. Und ich muss nicht nach einem Spaziergang zurück zum Auto, ich springe in den Bus wo ich will. Mit ÖPNV kann ich ganz flexibel entscheiden doch ein Glässchen mitzutrinken. Und wenn ich Lust habe steige ich nicht zuhause vorm Haus aus, sondern eine Station vorher und genieße auf den letzten Metern die frische Luft. Und wenn ich mal einen Kofferraum brauche, dann leihe ich mir dafür ein Auto, das den benötigten Raum hat. Ganz flexibel, je nachdem ob ich Reisetaschen oder Möbel transportieren will das entsprechende Auto.


    Um noch etwas zum 9€ Ticket zu sagen: vielleicht bewegt es ja tatsächlich die Politik dazu, irgendeine Form des günstigen bundesweiten Tickets einzuführen. Die Forderungen machen Hoffnung.

    Die Alternative wäre die Verschiebung der Verantwortung auf den ÖPNV. Wenn bspw. Streckensperrung und Fußballspiel doch mal zusammen fallen, hat man sicherlich immer noch Wochen Zeit ein umfangreiches SEV Konzept zu bauen. Die Rechnung geht natürlich an den Veranstalter 😃, beim nächten Mal achtet erdann vielleicht von vornherein darauf.


    Das wäre doch auch mal eine klassische Aufgabe für Neuronale Netze (KIs). Man müsste die Verkehrsströme von vergangenen Großveranstaltungen aufzeichnen und einfüttern, eingeben wo die Sperrung ist und das Netz haut hinten das beste Ersatzkonzept raus. Dann muss man "nur" noch einen Weg finden, das den Massen zu vermitteln.