Guten Morgen,
eigentlich halte ich mich mit Äusserungen zu solchen Themen zurück, aber zu dieser Aussage muss ich jetzt auch mal was schreiben....
zu dem Thema Müllabfuhr:
Vielleicht liegt es auch daran, dass es immer weniger Personal für immer mehr Touren werden und häufig die Müllmänner auch allein hinten auf dem Fahrzeug stehen, grade wenn es sich um ein Privatunternehmen handelt, was z.B. die gelben Tonnen holt, weil die städtischen Betriebe mal wieder eine Ausschreibung verloren hat. Hier mangelt es vielleicht an Zeit, um den von dir Angesprochenen Service durchzuführen....
Zu dem Thema Busfahrer:
Ich fahre seit 2,5 Jahren auf 520€ Basis und ab dem 01.05. hauptberuflich Linienbus im Großraum Aschaffenburg, Kahl, Alzenau. Bei dem ständig steigenden Individualverkehr und der damit einhergenden Rücksichtslosigkeit der Autofahrer (Ich muss hier jetzt lang, ich fahre jetzt hier, Brum Brum, freie Fahrt für freie Bürger, einen Bus aus der Haltebucht rauslassen, warum Ich, ach das Passt noch, nehmen wir dem Bus mal die Vorfahrt, weil sonst fahr ich ja hinterm Bus her und bin langsam.....) kann ich mir die Fahrweise mancher Kollegen durchaus erklären.
Hinzu kommt der Druck des oft viel zu eng getakteten Fahrplans, den man ja einhalten möchte, weil man ja ansonsten den Unmut der Fahrgäste wegen der Verspätung auf sich zieht und auch direkt zu spüren bekommt. Ich selbst würde mich als durchaus moderateren Fahrer bezeichnen (kommt wahrscheinlich vom dereitigen Beruf als Rettungssanitäter, du willst ja schließlich keine Grippe als chirurgisches Polytrauma in der Klinik abliefern), was aber darin mündet, das ich zu Schulzeiten und bei dem hier vorherschenden Verkehr durchaus auch mal 7 bis 8 Minuten Verspätung habe. Und das geht ja ales von deinen Pausen- bzw. Wendezeiten ab, so das du schon mit Verspätung die nächste Tour beginnst oder deine Pause entsprechend kürzer wird, weildu sollst ja wieder Pünktlich anbfahren.
Bei den von dir genannten Fahrern, die nicht mit Ihren Beförderungsfällen (ich hätte respektvoll "Fahrgäste" geschrieben) ist das auch so eine Sache, die darin begründet liegen könnte, das kaum ein Deutscher heute noch in den Schichtdienst (egal in welcher Branche) möchte, wo 24/7 gearbeitet wird. Man möchte doch heute das große Geld verdienen, 30 Std Woche, jedes Wochenende zu hause bei 45 Urlaubstagen und 50 Feiertagen im Jahr, und ach so, die Hände dürfen dabei nicht schmutzig werden und körperlich Anstergung soll doch bitte nur aus demWeg zur Kaffemaschine bestehen und die darf dann bitte aber nicht weiter als 5 Meter weg stehen. Die jungen Menschen heut zu Tage werden doch ausgelacht, wenn si solche Berufe wie Müllmann, Busfahrer, Notfall- oder Rettungssanitäter ergreifen..... "wie, für das Geld würd ich nich aufstehen" oder " den Stress würd cih mir nicht geben" sind dann häufig gehörte Sätze.
Und zu dem Thema der kommunikation: Warum spricht man eigentlich immer nur vom Busfahrer als Problem? Warum dreht amn den Spieß den nicht mal um? Es tut mir halt leid, das ich kein Hindu, Russisch, Ukrainisch, Türkisch, Afrikan, Polnisch oder gott weiß welche Sprache (alle hier nicht genannten mögen mir bitte veerzeihen) kann um meinem Fahrgast eine Auskunft geben zu können oder einen Fahrschein zu verkaufen
Klar, wie du schon sagtest, jeder hat einen Arbeitsvertrag, jeder macht nur seinen Job, aber halt unter Umständen (Witterung, Verkehr, schwierige Kunden oder Patienten, allgemeiner Personalmangel oder hoher Krankenstand und daraus resultierende Überstunden bzw. Zusatzdienste etc) die manchmal doch zu Wünschen übrig lassen und an den Nerven zerren.
Und mit der leere der Kassen ist es ja auch nicht weit her. Alles wurde zu großen Teilen privatisiert, die kommunalen Kindergärten und Schulen müssen die Kinder immer länger Betreuen, weil die Eltern sich vielleicht mehr auf die Karriere und das große Geld konzentrieren und das Kind nur als schmückendes Beiwerk sehen bzw. halt arbeiten müssen, um die Familie zu ernähren. die daraus resultierenden Mehrkosten seien mal da hin gestellt.
Auch der Sprit wurde ja teurer, dann sollst du noch deinen Furhpark möglichst schnell auf Klimaneutral umstellen und am Ende noch Ordungsgemäß Warten und reparieren, es soll ja gut aussehen.
Dann blagen die Kommunen immer weiter sinkende Einnahmen aus Gewerbesteueren, du sollst immer mehr Flüchtlinge aufnehmen und Unterbringen... wie soll den das alles Finanziert werden?
Ich bin bei Leibe keiner der etwas gegen Migration oder Ausländer hat, aber wir bewegen uns immoment meiner Meinung nach auf die Grenze des Machbaren zu. Und ja, alle die im öffentlichen Dienst tätig sind, egal ob Inder, Deutscher, Pole, Russe, egal ob als Müllmann, Rettungsdienstler, Busfahrer, Lokführer oder in den Kindertagesstätten... sie haben den Respekt und die Annerkennung der Bevölkerunf und der Politik verdienst..... den Sie sind es, die Deutschland am laufen halten und nicht immer die Politiker und Aufsichtsräte......
Sollte sich durch diesen Text hier jetzt jemand diskirminiert oder auf den Schlips getreten fühlen, so darf er gerne gelöscht werden und ich bedanke mich für das Lesen bis hier her.