Beiträge von Condor

    Nur sollte das den Bayern auch mal verständlich gesagt werden. Selbst das Bayrische Staatsfernsehen hat in einer Reportage (Link dazu finde ich gerade nicht) über den Schienenverkehr in Bayern berichtet, das jede Menge Finanzmittel für die Bahn in den Straßenbau umgeleitet wurden.

    Schon richtig, aber warum soll eine Fahrleitung für O-Busse "schöner" sein als für Straßenbahnen?

    Eine Buslinie muss auch nicht bis in die Frankfurter Innenstadt durchgebunden werden. Friedberger Warte okay, dann bieten sich genügend Alternativen und Umsteigemöglichkeiten.


    Das Ziel ist ja, den privaten PKW Verkehr zu verringern, egal welcher Antriebsart. Der Platzverbrauch, vor allem beim Parken, ist ja davon unabhängig.

    Und es ist ja auch nicht so, dass im Umlandgemeinden für Auswärtige imner und überall Parkmöglichkeiten vorhanden sind. Da gibt es auch jede Menge Restriktionen und Einschränkungen.

    Die Frankfurter CDU, vertreten durch unser Forumsmitglied, erklärt uns also, was die Bad Vilbeler CDU zufriedengestellt hätte:

    Das ist Apologetik. „Er ist gar nicht gegen ÖPNV-Ausbau, sondern nur ein besorgter Bürger(meister), mit dem man nur hätte reden müssen.“ Wenn das wirklich der Knackpunkt gewesen wäre – „ein anderes System hätte vielleicht Anklang gefunden“ – warum sagen das dann die Bad Vilbeler Autofahrparteien nicht?

    Wenn Straßenbahnstrecke nur mit einer Strecke durch Bad Vilbel auf eine positiven Faktor kommt, dann dürfte dieser Faktor bei einer U-Bahn ziemlich unterirdisch ausfallen. Vor allem bei:


    Mit den üblichen Argumenten wird ausgiebig formuliert, was sie nicht wollen: sie wollen keine Parkplätze opfern, sie wollen mit ihren Autos nicht auf Straßenbahnschienen fahren, sie wollen auf Radwege nicht verzichten (müssten sie?), sie wollen keine Pendler aus ihrem Hinterland, die vielleicht in Straßenbahn umsteigen, und keine Oberleitung; ihre schönen Kreisel wollen sie auch nicht aufgeben. Im Grunde soll sich nichts ändern in Bad Vilbel.

    kann ich mir beim besten Willen keine Stadtbahnstrecke durch Bad Vilbel auf eigenem Bahnkörper und 100m Hochbahnsteige vorstellen.


    Vielleicht sollte Frankfurt Bad Vilbel mal erklären, daß wir (nach dem S6 Ausbau 2023) keine Pendler (mehr) aus Bad Vilbel haben wollen, die nur mit dem Auto in unsere Stadt fahren, es dann stundenlang irgendwo abstellen und dann wieder wegfahren.

    Viele Menschen aus Bad Vilbel gehen in Frankfurt arbeiten oder einkaufen, dadurch verdient die Stadt Geld. Bad Vilbel hat nichts zu verlieren, im schlimmsten Fall fahren alle mit dem Auto nach Frankfurt, das würde aber die Stadt nicht wollen. Der 30er wird die nächsten Jahre noch nach Frankfurt fahren, weil der Busbetrieb ist am Ende günstiger als noch mehr Autos in der Stadt zu haben bzw. die Menschen die Shoppen gehen an andere Gemeinden zu verlieren.

    Hohe Spritpreise, höhere Parkgebühren und Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung können den Spaß am Autofahren schon ziemlich verringern, falls man überhaupt von Spaß reden kann. Oftmals fehlt eine Alternative, und eine mögliche attraktive Alternative ist eben eine Straßenbahn. Das zeigen entsprechende Projekte andererorts deutlich.


    Und ehrlich gesagt, Shopping geht natürlich theoretisch Überall, aber wirkliche Alternativen fallen mir nicht unbedingt ein. Staus gibt es auch bei MTZ und Co.

    Festivals oder Arbeitsplätze werden weniger verlagert werden.

    Pressestimmen dazu, z.B die Frankfurter FDP:


    Die Straßenbahn sei "nicht mehr das modernste Verkehrsmittel", sie sei zu laut und zu langsam und brauche viel Platz, erklärt der verkehrspolitische Sprecher der Liberalen im Römer. Der Nahverkehr sei aber nur dann eine Alternative zu Auto, wenn er schnell und zeitsparend sei. Deshalb "respektiert" Schulz die Bad Vilbeler Entscheidung.


    Aber ein Bus im Stau ist schneller und moderner? Busspur geht ja wegen Platzverbrauch anscheinend nicht.


    Auch die Frankfurter CDU keilt:


    Es war ein Fehler, dass nur eine Straßenbahnstrecke geprüft wurde, aber nicht systemunabhängig eine bessere Nahverkehrslösung", kritisiert Frank Nagel, verkehrspolitischer Sprecher der Römer-CDU. Dafür sei der vorige Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD) verantwortlich. Lösungen per Oberleitungsbus oder eine Verlängerung der U4 von Bornheim via Seckbach in Richtung Bad Vilbel seien ebenfalls denkbar. "Da fehlte ein ganzheitlicher Blick", findet Nagel.


    Aber wie eine U-Bahn durch Bad Vilbel geführt werden soll, erschließt sich mir nicht wenn schon eine Straßenbahn nicht gewollt ist. Am Siedlungsrand eine Endstelle wird wohl eine Lachnummer werden.

    Der FLIT Akku (Testfahrzeug) hat über 200 km im Akkubetrieb geschafft. Da gibt es hessenweit / bundesweit noch viele Strecken, die in Frage kommen.

    Es sind ja auch schon einige Netze mit BEMU Fahrzeugen ausgeschrieben bzw. vergeben worden. Hessen scheint eher in dieser Hinsicht eher das Schlusslicht zu sein.

    Bei den Zweikraft (Diesel-Elketroloks) ist es genauso, Wechsel der Systeme nur im Stand.

    Über die genauen Gründe kann ich jetzt nur spekulieren: An den Systemtrennstellen gibt es separate, stromlose Abschnitte, da können auch im Fehlerfall keine zwei Stromquellen aufeinandertreffen bzw. gleichzeitig speisen. Die Dynamik dürfte zwischen Fahrdraht und Stromabnehmer bei Fahrt oder Stand unterschiedlich sein.

    Nur das bei der Untermainbrücke eine eventuelle Strassenbahn schon damals im Gespräch war und keine absolut neue Idee aus 2022. Damals gab es zwar noch keine Feinstaub und Klimadiskussion, Zeitenwende und Rohstoffmangel, aber die Schienenfreie Innenstadt war schon längst beerdigt.

    Hinterher ist man immer schlauer.

    Die FNP schreibt aber auch weiter: "Auch die Alte Brücke für eine Straßenbahn vorzubereiten und zu verbreitern, hatten die Frankfurter Stadtverordneten aus Kostengründen bei ihrem Beschluss für die jüngste Sanierung im Jahr 2014 jedoch verworfen."

    Mueschels Argumente sind tatsächlich überlegenswert. Längere Fußwege sind immer ein Nachteil, vor allem für Einkäufe (Rückweg) und für ältere Menschen. 500 m zum Umsteigen am Bahnhof in RE und S-Bahn wäre für mich ein KO-Kriterium. Geht gar nicht. Da sollte es bessere Lösungen geben.

    Die können mit Sicherheit auch erarbeitet werden. Ebenso die Anzahl oder Lage der Haltestellen (sind die aktuellen Bushaltestellen barrierefrei?), Details der Streckenführung usw.

    Sprich: Die Studie könnte genommen werden, um weitere Maßnahmen wie anstehende Straßensanierungen mit einzubinden, städtebauliche Begleitmaßnahmen zu entwickeln,.... Oder eben die Sache bequem zu entsorgen.


    Für den IV Verkehr aus Richtung Maintal & Co kann unabhängig immer noch eine P+R Möglichkeit geschaffen werden. Nordmainische S-Bahn und Niddertalbalbahn werden nicht alle Bedürfnisse abdecken.

    Zusätzlich wäre die Strecke auf der 521 bis zur Unfallklinik wahrscheinlich sehr gut für ein Laden während der Fahrt mit Oberleitung geeignet.

    Wenn es eine Oberleitung gibt. Die Kosten für diese Infrastruktur müsste auf Frankfurter Stadtgebiet durch Frankfurt getragen werden. Wenn Bad Vilbel (nur?) bei einem BusÖPNV Emissionen einsparen will (und nicht so wirklich beim MIV), dann soll Bad Vilbel auch die Kosten tragen. Im Siedlungsgebiet von Frankfurt kann der Verkehr komplett per Straßenbahn, die zwar noch gebaut bzw. ausgebaut werden muss, abgewickelt werden.