Beiträge von jls

    Im Rahmen der Liniennetzreform kommt es in Mainz neben den neu eingeführten Linien auch im Bestandsnetz zu umfangreichen Änderungen:


    - Linie 54 wird zu Linie 58 und gleichzeitig Verlängerung nach Bischofsheim

    - Linie 55 entfällt (Platzhalter neue Straßenbahnlinie)

    - Linie 56 wird zu Linie 59

    - Linie 57 übernimmt in Kastel den Linienweg der alten 54 (Endstelle Kostheim Winterstraße)

    - Linie 58: entfällt (s. Linie 54)

    - Linie 59 wird in Linie 54 umbenannt (Lückenschluss Straßenbahnliniennummerierung)

    - Linie 6 wird zu M6, nur noch 15 Minuten Takt statt bisher 10 Minuten, alle Fahrten dafür bis Wildpark

    - Linie 9 wird zu Linie 19, Führung über Wiesbaden Ost mit Endstelle Äppellallee-Center

    - Linie 28 wird zu Linie 20, Endstelle Sonnenberg

    - Linie 62 eingekürzt bis Wildpark

    - Linie 60: Endstellentausch mit Linie 80/81 (Ingelheim/Mombach)

    - Linie 63 wird zu Linie 61 bis Schierstein


    Zum Nachlesen: Hier die Quelle im Mobilitätsausschuss

    Im Geschäftsbericht der Mainzer Stadtwerke von 2025 liest man Spannendes zu den neuen Fahrzeugen:

    • Bestellung 42 neuer Dieselbusse des Herstellers Daimler mit Lieferung in
    den Jahren 2027 und 2028: Gebaut nach der aktuellen EURO-VI-Norm
    sind die Fahrzeuge sehr schadstoffarm, energieeffizient und leise.
    • Einigung mit Bushersteller MAN: Die Batterie- und Dieselbusse aus den
    Jahren 2022/2023 werden Ende 2026 durch 23 fabrikneue Batteriebusse
    mit überarbeiteter Technik ersetzt

    Spannend ist, dass man mit MAN wohl so unzufrieden ist, dass man nur noch mit der aktuellen Zahl an Batteriebussen fahren möchte. Aktuell sind 23 Batteriebusse aus 2022 sowie ein überarbeitetes Modell aus 2025 im Einsatz. Die 15 MAN Gelenkbusse und 7 Solobusse mit Bj. 2023 und Diesel-Hybrid-Technik dürften durch 20 Citaros ersetzt werden; wir können gespannt sein welche Option man hier gezogen hat und ob man auch neue Solobusse anschafft. Die ursprüngliche Bestellung von 22 Daimler Gelenkbussen dürfte die 22 MAN Gelenkbusse Bj. 2007 ersetzen.

    Leider schafft es ESWE Verkehr - wie auch bei den meisten anderen kurzfristigen Änderungen seit jeher - nicht, dass in den digitalen Fahrplanauskünften die betroffenen Haltestellen der Linie 6 als ausfallend gekennzeichnet werden. Ortsfremde haben hier das Nachsehen; auf die Apps verlassen kann man sich so nicht...

    ESWE Verkehr hat bekannt gegeben zusammen mit der Mainzer Mobilität neue Fahrkartenautomaten vom Hersteller ALMEX zu beziehen, welche vollständig barrierefrei sein sollen. Alle bisherigen Funktionen sollen erhalten bleiben, zahlen kann man weiterhin mit Bargeld, zukünftig auch kontaktlos mit Karte, bisher musste man diese stecken. Die Bildschirmgröße erhöht sich auf 32 Zoll.


    Tatsächlich soll das Netz der Fahrscheinautomaten stabil bleiben. 60 Geräte sollen nach Wiesbaden gehen, wobei 5 Geräte den Standort wechseln. In Mainz gibt es aus der Sammelbestellung 47 Geräte, nicht zu vergessen, dass in jeder Straßenbahn auch Automaten stehen. Auf der Internetseite der Mainzer Mobilität werden momentan 35 Geräte in Mainzer Stadtgebiet gelistet sowie 9 weitere in AKK und Ginsheim-Gustavsburg.


    Ein genauer Zeitplan ist in der Quelle nicht angegeben, auch das genaue Modell nicht. Durch die doch umfangreichere Bestellung ist vielleicht sogar ein "Sondermodell" drin.

    In einer neuen Beschlussvorlage für den Mobilitätsauschuss sind neben einer detaillierten Beschreibung der verschiedenen Varianten (mit Abbildungen) noch weitere Informationen gelistet:

    • durch die Nutzen-Kosten-Untersuchung (NKU) wird eine Streckenführung in beide Richtungen über Am Linsenberg direkt an der Unimedizin vorbei bevorzugt, statt der Beibehaltung der Einbahnstraßenregelung wie momentan. Da es sich um eine Bundesstraße handelt, muss dies noch mit übergeordneten Verkehrsbehörden abgestimmt werden.
    • ein Verbindungsgleis soll auf der Oberen Zahlbacher Straße zwischen der Bestandsstrecke am Gautor und der Neubaustrecke entstehen, um als betriebliches Wendegleis zu dienen. Aus/In Richtung Hechtsheim kann so bei Sperrungen der Innenstadt der Betrieb aufrechterhalten werden. (Ob die Kreuzung Philippsschanze/Pariser Tor/Goldgrube hier mit Weichen eingebunden wird, wird nicht erwähnt und bleibt nur zu hoffen)
    • Die bevorzugte Wendemöglichkeit in Weisenau soll entweder als Stumpfgleis auf dem Alten Friedhof oder dem Heiligkreuzweg erfolgen oder als Blockumfahrung Weberstraße/ Heinrich von Brentano Straße. (Eine Weiterführung der Strecke über den Heiligkreuzweg zur Hechtsheimer Straße wird nicht angesprochen, wäre jedoch wünschenswert)
    • Auf der Frankenhöhe steht noch keine bevorzugte Variante fest, wobei die Führung durch das Wohngebiet deutlich mehr Erschließung bringt, auch wenn deutlich höhere Eingriffe nötig werden.
    • Die Förderbedingungen sind im Vergleich zur Mainzelbahn deutlich besser: die zur Verfügung stehende Gesamtsumme für alle Projekte in Deutschland hat sich versechsfacht auf 2 Mrd. Euro/ Jahr und die Förderschwelle ist niedriger
    • Die NKU für den Innenstadtring liegt deutlich höher als bei diesem Projekt, da viele Busverbindungen weitergeführt werden müssten, um andere Stadtteile weiterhin anzubinden. (Vielleicht bietet sich ja hier ein neuer Netzplan wie in Wiesbaden an) Hervorgehoben wird jedoch, dass die Ergänzung aller drei Ausbauprojekte zusammen betriebswirtschaftlich sinnvoll ist und dementsprechend auch Teilprojekt 3 weitergeführt wird.

    Da wissen wir nun auch, woher die Einsparungen in den Tagesrandzeiten kommen: In der Vorlage finden sich auch die kürzlich verlängerten Bedienzeiten der Nachtlinien wieder. Es kann übrigens jeder als Gast den Mobilitätsausschuss besuchen und Fragen stellen, wie die Änderungen begründet werden.

    Es handelt sich um einen Standort der Nassauischen Verkehrsgesellschaft (Transdev) in der Anna-Birle-Straße. Wer schon einmal dort vorbeigefahren ist sieht ein abgelegenes Gewerbegebiet und einen dunklen Hinterhof. Wenn dazu noch der Bus nur (wenn überhaupt) mit einem Vierkantschlüssel abgeschlossen ist... Soll das natürlich nicht legitimieren, vermutlich würde es bei anderen Verkehrsunternehmen jedoch schwieriger werden und auch früher auffallen.

    Stark: TvT kommt ohne echte Alternative daher.

    Das ist doch immer bei diesen BIs so. Auch bei der Citybahn in Wiesbaden wurde von gegnerischer Seite groß und breit behauptet, dass es ja diverse Bussysteme gebe und auch bei guter ÖPNV-Planung eine Tram unnötig sei. Tatsächlich konkrete Vorschläge gab es nach dem Bürgerentscheid nicht - die BIs haben ihre Webseiten abgeschaltet und die Menschen dahinter beschweren sich jetzt weiterhin über den Stau.


    (Dass jetzt trotzdem genau die Baustellen überall durchgeführt werden, die damals angekündigt wurden fuchst so manchen Gegner auch. Nur wird hier nun einfach die Straße wieder zugeschüttet - man hätte hier auch sonst direkt schon die Gleise mitverlegt)

    Serverprobleme würden nicht vorkommen, wenn der RMV endlich auch das Deutschlandticket als Wallet-Version anböte. Da ist nur der Akku der limitierende Faktor, welcher dann in den eigenen Einflussbereich fällt. Ich verstehe nicht, wieso der Zwang zu der super tollen RMV-App besteht, wenn es offensichtlich bei (leider wenigen) anderen Verkehrsunternehmen problemlos funktioniert. Auch die Deutschland-Semestertickets werden im RMV-Gebiet als Wallet-Version angeboten...

    Wer sich die genauen Pläne anschauen möchte, kann diese nun in der Ausschreibungsdatenbank einsehen. Wirklich überraschende Inhalte sind dort nicht zu finden; allerdings bekommt das Bürgerhaus nun auch eine Mobilitätssäule spendiert und die Bepflanzung wird etwas aufgewertet. Die technische Abnahme ist für KW 42 2026 geplant, die oben erwähnten, bereits gelieferten Gleise werden für den Bau genutzt.

    Der Wiesbadener Kurier berichtet: aufgeschoben, aber nicht aufgehoben. Demnach liege noch gar kein Baurecht vor, die entsprechenden Unterlagen würden von der Bahn noch überarbeitet und es wird mit einer Baureife im Jahr 2027 gerechnet. „Das Bundesverkehrsministerium geht davon aus, dass nach Vorliegen des Baurechts die notwendigen Mittel vom Bundesfinanzministerium für die Wallauer Spange zur Verfügung gestellt werden, um der Ankündigung des Bundeskanzlers, wonach gebaut wird, was baureif ist, nachzukommen“, lautet die Aussage des CDU Bundestagsabgeordneten von Wiesbaden. Bleibt nun abzuwarten wie sich das ganze weiter entwickelt...

    In der von Jäkii verlinkten Präsentation sind auch Bilder zu sehen, diese weisen die Stufen zur Fahrerkabine nicht auf, siehe Seite 15. Auf Seite 16 kann man die 2+1 Bestuhlung sehen, was den Gang verbreitert. Zwar sind auch Bilder einer 2+2 Bestuhlung ersichtlich, hier ist vermutlich noch nicht final entschieden oder es gibt eine Mischung aus beidem

    Nun wird es langsam ernst: heute wurden Planungsleistungen zur finalen Planung des Projekts ausgeschrieben. Aus den Ausschreibungsunterlagen wird auch folgendes ersichtlich:

    - Zur Kapazitätssteigerung soll im Bereich Zollhafen die Wendeschleife teilweise zweispurig mit Überholmöglichkeit ausgebaut werden, eine Entwurfsplanung ist bereits den Unterlagen beigefügt

    - Bestandteil der Planungen ist es auch ein Konzept vorzulegen, wie die Große Bleiche als Ergänzungs-/Ausweichstrecke ausgebaut werden kann oder wie eine innenstadtnahe Wendemöglichkeit erfolgen kann

    Im Informationssystem der Stadt findet sich neu die Information: "Die Umsetzung der Liniennetzreform ist weiterhin für den Sommer 2027 vorgesehen". Auch weitere Infos finden sich dort, so etwa:


    - Die finalen Linienverläufe würden Ende 2026 gemeinsam mit den Fahrplanlagen nochmals im Ausschuss für Mobilität vorgelegt. Es wird dennoch drauf hingeweisen, dass es noch immer zu kleineren Änderungen kommen kann.

    - Weiterhin ist der Anlage auch zu entnehmen, dass es zunächst für ein Jahr ein Navigationssystem für die Fahrer geben soll - anscheinend reicht das ITCS mit Navigationsfunktion nicht aus oder bedarf einer Umstellung, die 75.000€ wert ist.

    - Auch eine nachhaltige Modernisierung der Haltestellenschilder werde momentan geprüft; vielleicht kann man sich hier ja bei der Nachbarstadt und den Mobilitätssäulen inspirieren.

    - Die Erhöhung der Nutzwagenkilometer um etwa 1,2 Mio. km wird lediglich im Bereich der On-Demand Verkehre erfolgen, wobei diese in einer Fremdvergabe erbracht werden sollen

    - Einige Nummerierungen wurden nochmals geändert, um der Logik zu folgen: 9/10 werden zu 19 und 29; 19 und 29 werden zu 10 und 40, wobei bei diesen Linien der Ringliniencharakter durch die Null verdeutlicht werden soll. Auch werden die Lücken bei den 40er Linien geschlossen und alle Sprinterbuslinien ein X vorangestellt, zur besseren Erkennbarkeit

    - M6 wird vom Münchfeld bis Wildpark verlängert, 14 wird von Krautgärten bis MZ Hauptbahnhof verlängert, 19 (ursprünglich Linie 9) wird zum Münchfeld statt Jakob-Heinz-Straße geführt (vermutlich wegen der Linie 75), 30 wird bis zum Brückenplatz gekürzt statt Fahrt bis Wildpark, jedoch mit Schleifenfahrt über die Mainzer Innenstadt. Auf Mainzer Stadtgebiet kann es jedoch zu gegebener Zeit noch zu weiteren Änderungen kommen.

    Die RMV-Auskunft ist nun aktualisiert und scheint etwas Licht ins Dunkle zu bringen:


    - Universität G entfällt tatsächlich, wobei hier der Sinn eine Mobilitätssäule aufgestellt zu haben mal dahingestellt sei. Die neue Route ist definitiv sinnvoll, da die Ampel an der Uni lange Wartezeiten verursachen kann und auch die Haltestelle weit weg von der Uni ist. Stadteinwärts halten die Linien weiterhin an Universität A.


    - Ob die Haltestelle Neubrunnenstraße B vor der Kreuzung in die Neustadt liegt, um weiterhin die Pausenhaltestelle Hauptbahnhof M anfahren zu können, bleibt wohl abzuwarten


    - Auch die Haltestelle Hauptbahnhof West wurde umbenannt in: Hbf West/Taubertsberg Bad+Spa; ebenso Höfchen/Listmann in Höfchen

    Vermutlich wird das auch bei dem neuen Besitzer auf kurz oder lang geschehen; bei ESWE spielt sicherlich eher auch die Neuausrichtung des Fuhrparks eine Rolle: mittlerweile hat man erkannt, dass man mit Gelenkbussen deutlich mehr Fahrgäste auf einmal transportieren kann, als mit einem Solobus ;)