Beiträge von Hexemer

    Laut dieser Meldung sind es 6 Solos und 1 Gelenk :)


    https://www.offenbach.de/stadt…e-am-start-20.11.2020.php

    "Offenbach zählt zu „Vorreitern der Verkehrswende“"


    Das klingt schon etwas makaber, wenn ich das städtische Schienenverkehrsmittel zuvor komplett dicht gemacht habe. Als Vorreiter fallen wir wesentlich bessere Beispiele ein und die haben schon damit begonnen, als Offenbach seine Straßenbahn reste für verzichtbar erklärt hat.

    In einem ESWE-Bus habe ich Monitore in doppelter Breite gesehen. Das dürfte mehr Sinn ergeben, wenn man zusätzliche Informationen angeben möchte.


    In Dresden werden seit rund 15 Jahren Umsteigemöglichkeiten in Echtzeit angezeigt, nur zum Vergleich was grundsätzlich möglich ist.

    Die Industrie- und Handelskammern in Rheinland-Pfalz und im Saarland (IHKs) weisen mit ihrem heute veröffentlichten gemeinsamen Verkehrsleitbild einen Weg zu einer Infrastruktur, die den künftigen Anforderungen der Mobilität gerecht werden soll. Ziel müsse eine Verkehrswende mit Augenmaß sein, die Klimaschutz und veränderte Bedürfnisse der Fortbewegung berücksichtigt, dabei jedoch nicht die Attraktivität der Wirtschaftsstandorte und Mobilitätserfordernisse der Unternehmen aus dem Blick verliert.



    Das Verkehrsleitbild wurde unter folgendem Link veröffentlicht: https://www.ihk-rlp.de/bluepri…verkehrsleitbild-data.pdf (PDF)

    Dass Autofahren teurer werden muss, damit die Allgemeinheit nicht mehr für CO2- und Gesundheitsfolgekosten (Stichwort Feinstaub) aufkommen muss, steht außer Frage.

    Damit bestrafst du aber vordergründig Geringverdiener wie die Krankenpflegerin, die zur Unzeit an der Arbeitsstätte irgendwo in der Pampa sein muss. Dem Frankfurter Bankier wirst du selbst nicht schocken, wenn das Benzin 2 € kostet. Der profitiert höchstens noch davon, da er seine 300 PS auf er Autobahn dank weniger Verkehr auch mal ausfahren kann. Das war jetzt ein ziemlich populistisches Beispiel, aber ich denke dass es differenziertere Lösungen geben muss.

    Deine Berechnung möchte ich aber insofern kritiseren, da mWn der gemeine Kölner sich auch außerhalb der Stadttore bewegen darf. ;-) Nichtsdestotrotz kann ich mir den Fall auch nicht vorstellen, dass man bei der Nutzung des öffentlichen Verkehrs tatsächlich mehr Geld bezahlt.


    Ich komme bei meinem Auto auf 447 € (pro Monat und 1000 km, berechnet mit einem Dieselpreis von 1,16 €). Die Bahncard 100 (allerdings nur zweite Klasse) gibt es schon für 372 €. Mit jedem km mehr wird der Unterschied natürlich größer, sodass sich irgendwann auch die BC 100 1. Klasse rentiert.

    Das Nahverkehrsgesetz wurde heute beschlossen:


    „Das neue Nahverkehrsgesetz ist die Basis für einen zukunftsorientierten, nachhaltigen und attraktiven ÖPNV. Das neue Herzstück des Nahverkehrs, der Landesnahverkehrsplan, wird ein landesweites Gesamtangebot über alle Verkehrsträger hinweg ermöglichen“, sagte Verkehrsminister Dr. Volker Wissing anlässlich der Verabschiedung des Gesetzes im Landtag.

    Ein moderner leistungsfähiger öffentlicher Personennahverkehr diene nicht nur der Mobilität, er entlaste auch die Umwelt und erhöhe die Lebensqualität gerade auch im ländlichen Raum, so der Minister.

    Die SZ/DPA berichtet zur Finanzierung:

    "Der Landesnahverkehrsplan mit den Mindeststandards, was die Kommunen auf jeden Fall leisten und bieten müssen an Öffentlichem Personennahverkehr (ÖPNV), kommt erst in ein paar Jahren", sagte die Geschäftsführerin der VDV-Landesgruppe Südwest, Marie-Theres Wölki der Deutschen Presse-Agentur in Mainz. "Das Geld fließt auch erst dann und momentan ist nicht ersichtlich, in wieweit die Mittelhöhe steigt."

    Willkommen zurück, Linie 74.

    Die Mainzer Mobilität lässt ab Montag tagsüber wieder mehr Busse und Straßenbahnen fahren - trotz weiterhin geringer Fahrgastnachfrage während der Pandemie. Durch die Ausweitung des Fahrplans ab Montag könnten sich die Fahrgäste in den stärker nachgefragten Zeiten besser auf mehr Fahrzeuge verteilen, heißt es in einer Mitteilung der Mainzer Mobilität.


    Details: https://www.mainzer-mobilitaet…-ausweitung-des-fahrplans

    Zu meiner Variante noch zwei Anmerkungen: Rudimentär mit GIS gemessen wären an allen drei kritischen Punkten/Kurven (Ecke Alicenstraße/Parcusstraße und Parcusstraße/Bahnhofstraße) ein 20m Radius ohne größere Eingriffe möglich. Ich meine, dass der Radius bei den Wendeschleifen der Mainzelbahn sogar bei nur ca. 17m liegt. Was ist denn der Mindestradius bei Straßenbahnen (in Mainz und allgemein) für Kurven mit Fahrgastbetrieb?

    Die GT6M haben einen min. Kurvenradius von 17,5m, die Variobahnen 17m, die M8C 14,5m.

    Von welchem Fahrer ist die Rede?

    Der abgelöste oder der ablösende Fahrer?

    Dies war in dem damaligen Bericht unklar.

    Zum ablösenden Busfahrer steht auch etwas im FAZ-Artikel:


    Die Ermittlungen gegen einen Busfahrerkollegen, der dem Beschuldigten das Fahrzeug entgegen der Dienstanweisung von Eswe mit aktivierter Getriebeeinstellung „D“ übergeben haben soll, wurden eingestellt, weil die anschließenden, tragischen Geschehnisse allein vom Beschuldigten zu verantworten seien.

    ht ganz dem Thema entsprechend, aber dieses Interview durch die Zukunftsinitiative RLP mit Jochen Erlhof, Geschäftsführer der MVG, möchte ich euch nicht vorenthalten: Klick hier.


    Das ist zwar nichts Neues, aber er erwähnt dass das Personal die Hälfte der Kosten verursacht. Wenn ich mir die alltäglichen Buskorsos in der Mainzer Innenstadt anschaue, sehe ich im förmlich die Lohnabrechnungen vor mir flattern. Mit einem Straßenbahnnetz und ausreichend großen Fahrzeugen (=größere Beförderungskapazität), dass die wichtigsten Strecken erschließt, könnte man den Nahverkehr wesentlich personalkosteneffizienter abwickeln und nebenbei noch attraktiver gestalten.


    Aktuell werden - trotz Mainzelbahn - mWn gerade mal 35 % der Fahrgäste per Tram befördert, bei der einzigen anderen rheinland-pfälzischen Straßenbahnstadt ist es ziemlich genau umgekehrt. Allerdings haben die auch nicht Wiesbaden als Nachbarstadt. *zwinker zwinker* Übrigens entfallen laut Recherche von Pro Citybahn knapp 2/3 der Kosten bei dem reinen Busbetrieb ESWE Verkehr auf das Personal, also nochmal mehr als bei der MVG.

    E-Autos: da muss man als Kunde aber auch erst mal wissen, wie man damit richtig umgeht... ich bin ehrlich: würde man mir ein E-Auto vermieten, könnte ich das zwar sehr wahrscheinlich fahren, aber anschließend richtig abstellen und das Wiederaufladen, wie in den Mietbedingungen gefordert, einrichten: da bin ich mir schon nicht mehr so sicher, kb das klappt und dann auch funktioniert... einfach, weil ich keinerlei Einweisung jemals mit solchen Fahrzeugen hatte.

    Der Umstieg vom Verbrenner zum E-Auto ist nicht schwieriger als zwischen verschiedenen Verbennermodellen. Da gibt es auch erhebliche Bedienungsunterschiede. Umstellen muss man sich eher insofern, dass man nicht damit rechnen kann das das Auto auch vollgeladen ist. Mit 50 % Kapazität wollte ich dann im letzten Sommer doch nicht in den Hunsrück fahren. Zum Glück kann man dies aber auf der Website abrufen.

    Und das wird einen Grund haben. "Strecke kurz" bedeutet im ÖPNV ja nicht zwingend "Reisezeit kurz". Genau diese Lücke füllt das Freefloating, da Massentransport nicht jederzeit jedes individuelle Mobilitätsbedürfnis abdecken kann (anders als der Privat-Pkw).

    Ist für diesen Einsatz ein Bedarfsgesteuerter Flächenbetrieb nicht sinnvoller?